#101

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 00:06
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #98
Zitat von seaman im Beitrag #97
Also,wenn ich einen Kühlschrank von Siemens,Bauknecht etc. kaufen wollte,wurde ich auf einen preisgünstigeren verwiesen,z.b. "Privileg" der aus Schwarzenberg/DDR stammte und bei Quelle vertrieben wurde.
Das war bei vielen anderen Produkten ähnlich(1972).


Ja, aber das setzt Insider-Wissen voraus - oder eine (damals) ziemliche Hartnäckigkeit, die Produkte bis zum Ursprung zu verfolgen. Für mich war "Privileg" eine Eigenmarke des Quelle-Konzerns, zumal unter diesem Namen die verschiedensten Produkte angeboten wurden. Wer die Dinger jeweils zusammengenagelt hat, war mir nicht nur eigentlich, sondern ziemlich wurscht.

Ich bin mir sicher, in den 70er und vielleicht auch noch später das eine oder andere Haushaltsgerät der Marke "Privileg" gehabt zu haben: 1972 habe ich meine erste eigene Wohnung eingerichtet und gehörte damals wahrlich nicht zu denen, die sich die teuren Markengeräte leisten konnten.

Hinzu kam, dass auch viele namhafte Hersteller damals mit einer "Zweitmarkenstrategie" versuchten, nicht ausgelasteten Produktionskapazitäten zu mehr Menge zu verhelfen: Technisch oft baugleiche und nur im Design veränderte Produkte wurden gerade über den Versandhandel an den Mann gebracht - natürlich zu Preisen, die deutlich unterhalb des "Markenkollegen" lagen. Eine Strategie, die teilweise heute noch verfolgt wird. Nur gab es damals nicht die Informationsquellen, über die wir heute verfügen.

Aber auch heute noch gilt das Verschleierungsprinzip: "Hergestellt im Auftrag von...." findet man immer noch auf vielen Verpackungen und es ist recht mühsam, den tatsächlichen Produzenten zu ermitteln. Und wer macht das schon.....



Und trotzdem konnte man es Erkennen! Die Typenschilder wurden nur zu wenig betrachtet. Hinweise gab es darauf genug.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#102

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 00:12
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #99
Wer sich mit dem „Roten Dior“ () engagieren konnte, hatte noch in den siebziger Jahren, ja in der DDR, ein festes Standbein. Manch einer feierte eine regelrechte Erfolgsserie, sogar auf der Leipziger Messe.


Ja, auf der Leipziger Messe gab es Spitzenprodukte aus Ost und West zu sehen. Manch eine Firma schämt sich heute sogar für eine dort verliehene Goldmedaille.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


zuletzt bearbeitet 30.10.2014 00:13 | nach oben springen

#103

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 04:18
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #100
Zitat von seaman im Beitrag #97
Zitat von Dandelion im Beitrag #94
Zitat von seaman im Beitrag #93
Also in HH war das schon ca. 1972/73 in Teilen der Bevölkerung bekannt.
seaman


Das will ich nicht anzweifeln - wie gesagt, das Jahr kann ich nicht mehr fixieren. Ist auch schwierig, da es ein Prozess war.

Bei mir setzte dieses Wissen generell erst später ein. OK, wenn ich einen aus meinen DDR-Besuchen bekannten Markennamen sah, war es klar, aber ansonsten eher nicht. Zumal ja auch teilweise mit herkunftsverschleiernden Begriffen operiert wurde und die Möglichkeit, sich mit ein paar Klicks im Internet zu informieren, noch mehr als 2 Jahrzehnte auf sich warten ließ.



Ich erkannte die Herkunft mancher Produkte schon optisch als DDR-Produktion .
Hinzu kam bei umfangreicheren Einkäufen,dass mein Grosshändler in HH z.b., mich auf die Herkunft und den günstigeren Preis verwies.
Also,wenn ich einen Kühlschrank von Siemens,Bauknecht etc. kaufen wollte,wurde ich auf einen preisgünstigeren verwiesen,z.b. "Privileg" der aus Schwarzenberg/DDR stammte und bei Quelle vertrieben wurde.
Das war bei vielen anderen Produkten ähnlich(1972).

seaman







Nee, nee, aus Schwarzenberg kamen die Waschmaschinen. Die Kühlschränke kamen aus Niedersachswerfen oder Scharfenstein. Gefriertruhen gab es aus Erfurt.

Gruß Reiner


Richtig.Habe ich verwechselt.Hatte beim Schreiben immer eine Waschmaschine vor Augen.
Danke für die Korrektur.


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#104

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 16:33
von der glatte | 1.356 Beiträge

Kein Problem. Ich hatte die kühlenden Dinger oft genug auf dem Rücken getragen. Oftmals sogar im Westkarton.

Übrigens, die ganzen Verpackungspappen nebst Holzfuss zum Transport wurden gesammelt und mehrfach verwendet. Ging alles wieder an das Werk zurück und wurde von dort wiederum gut bezahlt. Wir bekamen "Pappengeld" bei der GHG ausgezahlt. Das waren bis zu 150 Mark pro Monat, also damals kein kleiner Fisch in der Brieftasche.

Gruß Reiner


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#105

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 21:00
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von der glatte im Beitrag #104
Kein Problem. Ich hatte die kühlenden Dinger oft genug auf dem Rücken getragen. Oftmals sogar im Westkarton.

Übrigens, die ganzen Verpackungspappen nebst Holzfuss zum Transport wurden gesammelt und mehrfach verwendet. Ging alles wieder an das Werk zurück und wurde von dort wiederum gut bezahlt. Wir bekamen "Pappengeld" bei der GHG ausgezahlt. Das waren bis zu 150 Mark pro Monat, also damals kein kleiner Fisch in der Brieftasche.

Gruß Reiner

Kann ich nur zustimmen,mit den Pappengeld,aber Du hast doch nicht bei der Abgabe gemogelt? und dann dann die selben Pappen noch mal abgeliefert?
Ich war 19 Jahre in der GHG Dresden.
Gruß Rei


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#106

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 21:21
von DoreHolm | 7.683 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #104
Kein Problem. Ich hatte die kühlenden Dinger oft genug auf dem Rücken getragen. Oftmals sogar im Westkarton.

Übrigens, die ganzen Verpackungspappen nebst Holzfuss zum Transport wurden gesammelt und mehrfach verwendet. Ging alles wieder an das Werk zurück und wurde von dort wiederum gut bezahlt. Wir bekamen "Pappengeld" bei der GHG ausgezahlt. Das waren bis zu 150 Mark pro Monat, also damals kein kleiner Fisch in der Brieftasche.

Gruß Reiner


Grün: Kann ich sinngemäß bestätigen. Wir haben gebrauchte Verpackungen zwar nicht an den Hersteller zurückgeliefert, sondern diese wurden für die Abfüllung unserer eigenen Produkte verwendet. Und was nicht verwendbar war, fand dankbare Abnehmer unter den Kollegen Häuslebauer und Kleingärtner, ganz kostenlos. So bekamen wir bestimmte Latexsorten (Polychloropren-Latex z.B.) in Plastefässern von 100, 120 oder 150 L Inhalt von der BASF u.a. Lieferanten. Diese wurden gereinigt und wiederbefüllt..Von Buna bekamen wir in großen Holzkisten auf Holzpaletten (ca. 1,20 x 1,20 x 120 cm) Kautschukballen geliefert. Die Bretter waren bei allen, die sowas brauchten, sehr begehrt und es fiel soviel an, daß der "innerbetriebliche Kollegenbedarf" gedeckt werden konnte. Alles andere, gesplittert oder zu kurz oder die Klötze unter den Paletten gingen zu Hause durch den Ofen. Die Aufbereitung war wegen der z.T. gedrehten Nägel etwas aufwändig, aber mit Kraft, Fäustel, kleiner Brechstange und Kneifzange ging das schon. Hatte mehrere große Haufen im aufzubauenden Garten liegen. Nach der Wende ging dann das Meiste durch den Ofen. Kam gerade rechtzeitig, da das Dach dran war.



der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#107

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 21:25
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #106
Zitat von der glatte im Beitrag #104
Kein Problem. Ich hatte die kühlenden Dinger oft genug auf dem Rücken getragen. Oftmals sogar im Westkarton.

Übrigens, die ganzen Verpackungspappen nebst Holzfuss zum Transport wurden gesammelt und mehrfach verwendet. Ging alles wieder an das Werk zurück und wurde von dort wiederum gut bezahlt. Wir bekamen "Pappengeld" bei der GHG ausgezahlt. Das waren bis zu 150 Mark pro Monat, also damals kein kleiner Fisch in der Brieftasche.

Gruß Reiner


Grün: Kann ich sinngemäß bestätigen. Wir haben gebrauchte Verpackungen zwar nicht an den Hersteller zurückgeliefert, sondern diese wurden für die Abfüllung unserer eigenen Produkte verwendet. Und was nicht verwendbar war, fand dankbare Abnehmer unter den Kollegen Häuslebauer und Kleingärtner, ganz kostenlos. So bekamen wir bestimmte Latexsorten (Polychloropren-Latex z.B.) in Plastefässern von 100, 120 oder 150 L Inhalt von der BASF u.a. Lieferanten. Diese wurden gereinigt und wiederbefüllt..Von Buna bekamen wir in großen Holzkisten auf Holzpaletten (ca. 1,20 x 1,20 x 120 cm) Kautschukballen geliefert. Die Bretter waren bei allen, die sowas brauchten, sehr begehrt und es fiel soviel an, daß der "innerbetriebliche Kollegenbedarf" gedeckt werden konnte. Alles andere, gesplittert oder zu kurz oder die Klötze unter den Paletten gingen zu Hause durch den Ofen. Die Aufbereitung war wegen der z.T. gedrehten Nägel etwas aufwändig, aber mit Kraft, Fäustel, kleiner Brechstange und Kneifzange ging das schon. Hatte mehrere große Haufen im aufzubauenden Garten liegen. Nach der Wende ging dann das Meiste durch den Ofen. Kam gerade rechtzeitig, da das Dach dran war.


Hallo!
Schön,das andere es auch so gemacht haben.
MfG.Rei


der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#108

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 21:43
von damals wars | 12.117 Beiträge

Wer die Qualität der DDR Produkte zu schätzen wusste, war die Sowjetunion.
Studenten brachtenda so einiges wieder mit,vor allem von AKA Elektrik, in jedem Haus zu Hause .
so brachte einer auf seiner Kraxe einen Ölradiator mit, bis dahin wusste ich gar nicht, das die bei uns produziert worden.
Ich kannte nur die Heizsonne.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#109

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 21:52
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von damals wars im Beitrag #108
Wer die Qualität der DDR Produkte zu schätzen wusste, war die Sowjetunion.
Studenten brachtenda so einiges wieder mit,vor allem von AKA Elektrik, in jedem Haus zu Hause .
so brachte einer auf seiner Kraxe einen Ölradiator mit, bis dahin wusste ich gar nicht, das die bei uns produziert worden.
Ich kannte nur die Heizsonne.


Du wirst lachen,als ich an der Trasse war,gab es wohl keinen,der nicht einen Ölradiator,mit nach Hause brachte.
Auch habe ich mir schöne Modellbahnloks von Piko gekauft und gar nicht so teuer.
Gruß Rei


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#110

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 22:00
von Gelöschtes Mitglied
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Die Braugerste, welche in den Malzwerken in Erfurt verarbeitet wurde, ging vorwiegend in Export. Das einfache Bier für die Werktätigen wurde dann aus Mangel an Braugerste auch aus Mais hergestellt. Die Braugerste aus dem Vogtland ging wegen der guten Qualität nach der Ernte gleich weiter nach Bayern.
Nur die Exportbier Brauereien wie Wernesgrün und Radeberg hatten beste Braugerste mit niedrigen Eiweißgehalt zur Verfügung, dafür garantierten sie auch mit 180 Tagen Haltbarkeit.

Der Hesselfuchs


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#111

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 22:36
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Merlini im Beitrag #110

Nur die Exportbier Brauereien wie Wernesgrün und Radeberg hatten beste Braugerste mit niedrigen Eiweißgehalt zur Verfügung, dafür garantierten sie auch mit 180 Tagen Haltbarkeit.

Der Hesselfuchs


Wieder was gelernt: Ich habe mich früher oft darüber gewundert, warum die lokal gebrauten Biere wie z.B. "Der Soltmann" aus Salzwedel gerade mal ein paar Tage oder bestenfalls ganz wenige Wochen haltbar waren. Mir wurde damals erklärt, dass es mit den etwas unhygienischen Produktions- und Abfüllbedingungen zusammenhängen würde, die nicht verhindern konnten, dass (für den Menschen unschädliche) Keime oder Bakterien mit ins Bier gelangen würden.

Es scheint aber noch weitere oder andere Gründe gegeben zu haben.


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#112

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 22:39
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #111
Zitat von Merlini im Beitrag #110

Nur die Exportbier Brauereien wie Wernesgrün und Radeberg hatten beste Braugerste mit niedrigen Eiweißgehalt zur Verfügung, dafür garantierten sie auch mit 180 Tagen Haltbarkeit.

Der Hesselfuchs


Wieder was gelernt: Ich habe mich früher oft darüber gewundert, warum die lokal gebrauten Biere wie z.B. "Der Soltmann" aus Salzwedel gerade mal ein paar Tage oder bestenfalls ganz wenige Wochen haltbar waren. Mir wurde damals erklärt, dass es mit den etwas unhygienischen Produktions- und Abfüllbedingungen zusammenhängen würde, die nicht verhindern konnten, dass (für den Menschen unschädliche) Keime oder Bakterien mit ins Bier gelangen würden.

Es scheint aber noch weitere oder andere Gründe gegeben zu haben.


das hat dein Freund schon mal ganz gut beschrieben, in einem Beitrag.Entweder du suchst dir es raus, oder verlangst nach dem Link


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#113

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 22:57
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von rei im Beitrag #105
Zitat von der glatte im Beitrag #104
Kein Problem. Ich hatte die kühlenden Dinger oft genug auf dem Rücken getragen. Oftmals sogar im Westkarton.

Übrigens, die ganzen Verpackungspappen nebst Holzfuss zum Transport wurden gesammelt und mehrfach verwendet. Ging alles wieder an das Werk zurück und wurde von dort wiederum gut bezahlt. Wir bekamen "Pappengeld" bei der GHG ausgezahlt. Das waren bis zu 150 Mark pro Monat, also damals kein kleiner Fisch in der Brieftasche.

Gruß Reiner

Kann ich nur zustimmen,mit den Pappengeld,aber Du hast doch nicht bei der Abgabe gemogelt? und dann dann die selben Pappen noch mal abgeliefert?
Ich war 19 Jahre in der GHG Dresden.
Gruß Rei


@rei Ach was gemogelt, nur e bissel verzählt.

Ne, im Ernst, bei uns gingen die gesammelten Pappen, zusammengefaltet auf Paletten, per Waggon an das Werk zurück.
Ich war in der GHG Meißen und dann in der GHG Berlin. Ging per Überleitungsvertrag ohne Probleme. Später dann in der GHG-Betriebs-Feuerwehr, Wirkungsbereich Berlin-Lichtenberg.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#114

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 23:02
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von der glatte im Beitrag #113
Zitat von rei im Beitrag #105
Zitat von der glatte im Beitrag #104
Kein Problem. Ich hatte die kühlenden Dinger oft genug auf dem Rücken getragen. Oftmals sogar im Westkarton.

Übrigens, die ganzen Verpackungspappen nebst Holzfuss zum Transport wurden gesammelt und mehrfach verwendet. Ging alles wieder an das Werk zurück und wurde von dort wiederum gut bezahlt. Wir bekamen "Pappengeld" bei der GHG ausgezahlt. Das waren bis zu 150 Mark pro Monat, also damals kein kleiner Fisch in der Brieftasche.

Gruß Reiner

Kann ich nur zustimmen,mit den Pappengeld,aber Du hast doch nicht bei der Abgabe gemogelt? und dann dann die selben Pappen noch mal abgeliefert?
Ich war 19 Jahre in der GHG Dresden.
Gruß Rei


@rei Ach was gemogelt, nur e bissel verzählt.

Ne, im Ernst, bei uns gingen die gesammelten Pappen, zusammengefaltet auf Paletten, per Waggon an das Werk zurück.
Ich war in der GHG Meißen und dann in der GHG Berlin. Ging per Überleitungsvertrag ohne Probleme. Später dann in der GHG-Betriebs-Feuerwehr, Wirkungsbereich Berlin-Lichtenberg.

Gruß Reiner

Hallo!
Dazu brauch ich nichts schreiben,denn Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.So war es.
Gruß Reiner


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#115

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 23:02
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #106
Zitat von der glatte im Beitrag #104
Kein Problem. Ich hatte die kühlenden Dinger oft genug auf dem Rücken getragen. Oftmals sogar im Westkarton.

Übrigens, die ganzen Verpackungspappen nebst Holzfuss zum Transport wurden gesammelt und mehrfach verwendet. Ging alles wieder an das Werk zurück und wurde von dort wiederum gut bezahlt. Wir bekamen "Pappengeld" bei der GHG ausgezahlt. Das waren bis zu 150 Mark pro Monat, also damals kein kleiner Fisch in der Brieftasche.

Gruß Reiner


Grün: Kann ich sinngemäß bestätigen. Wir haben gebrauchte Verpackungen zwar nicht an den Hersteller zurückgeliefert, sondern diese wurden für die Abfüllung unserer eigenen Produkte verwendet. Und was nicht verwendbar war, fand dankbare Abnehmer unter den Kollegen Häuslebauer und Kleingärtner, ganz kostenlos. So bekamen wir bestimmte Latexsorten (Polychloropren-Latex z.B.) in Plastefässern von 100, 120 oder 150 L Inhalt von der BASF u.a. Lieferanten. Diese wurden gereinigt und wiederbefüllt..Von Buna bekamen wir in großen Holzkisten auf Holzpaletten (ca. 1,20 x 1,20 x 120 cm) Kautschukballen geliefert. Die Bretter waren bei allen, die sowas brauchten, sehr begehrt und es fiel soviel an, daß der "innerbetriebliche Kollegenbedarf" gedeckt werden konnte. Alles andere, gesplittert oder zu kurz oder die Klötze unter den Paletten gingen zu Hause durch den Ofen. Die Aufbereitung war wegen der z.T. gedrehten Nägel etwas aufwändig, aber mit Kraft, Fäustel, kleiner Brechstange und Kneifzange ging das schon. Hatte mehrere große Haufen im aufzubauenden Garten liegen. Nach der Wende ging dann das Meiste durch den Ofen. Kam gerade rechtzeitig, da das Dach dran war.



Thema Holzpaletten, da habe ich mir immer die Seitenklötzer mit dem Logo der einzelnen Bahnen weggefunden. Nicht zum Verbrennen, ich habe die gesammelt, aufgestellt und wenn es Muttern wollte auch abgestaubt. Sammler sind eben von einem anderen Stern!

Gruß Reiner


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polsam hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#116

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 23:04
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von der glatte im Beitrag #115
Zitat von DoreHolm im Beitrag #106
Zitat von der glatte im Beitrag #104
Kein Problem. Ich hatte die kühlenden Dinger oft genug auf dem Rücken getragen. Oftmals sogar im Westkarton.

Übrigens, die ganzen Verpackungspappen nebst Holzfuss zum Transport wurden gesammelt und mehrfach verwendet. Ging alles wieder an das Werk zurück und wurde von dort wiederum gut bezahlt. Wir bekamen "Pappengeld" bei der GHG ausgezahlt. Das waren bis zu 150 Mark pro Monat, also damals kein kleiner Fisch in der Brieftasche.

Gruß Reiner


Grün: Kann ich sinngemäß bestätigen. Wir haben gebrauchte Verpackungen zwar nicht an den Hersteller zurückgeliefert, sondern diese wurden für die Abfüllung unserer eigenen Produkte verwendet. Und was nicht verwendbar war, fand dankbare Abnehmer unter den Kollegen Häuslebauer und Kleingärtner, ganz kostenlos. So bekamen wir bestimmte Latexsorten (Polychloropren-Latex z.B.) in Plastefässern von 100, 120 oder 150 L Inhalt von der BASF u.a. Lieferanten. Diese wurden gereinigt und wiederbefüllt..Von Buna bekamen wir in großen Holzkisten auf Holzpaletten (ca. 1,20 x 1,20 x 120 cm) Kautschukballen geliefert. Die Bretter waren bei allen, die sowas brauchten, sehr begehrt und es fiel soviel an, daß der "innerbetriebliche Kollegenbedarf" gedeckt werden konnte. Alles andere, gesplittert oder zu kurz oder die Klötze unter den Paletten gingen zu Hause durch den Ofen. Die Aufbereitung war wegen der z.T. gedrehten Nägel etwas aufwändig, aber mit Kraft, Fäustel, kleiner Brechstange und Kneifzange ging das schon. Hatte mehrere große Haufen im aufzubauenden Garten liegen. Nach der Wende ging dann das Meiste durch den Ofen. Kam gerade rechtzeitig, da das Dach dran war.



Thema Holzpaletten, da habe ich mir immer die Seitenklötzer mit dem Logo der einzelnen Bahnen weggefunden. Nicht zum Verbrennen, ich habe die gesammelt, aufgestellt und wenn es Muttern wollte auch abgestaubt. Sammler sind eben von einem anderen Stern!

Gruß Reiner

Nee,die habe ich nicht gesammelt,die kamen in den Ofen
Gruß reiner


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#117

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 23:07
von der glatte | 1.356 Beiträge

Um beim Thema zu bleiben, der Wein aus der Gegend von Radebeul, war bestimmt auch im Ausland begehrt. Und die Dresdner Christstolle sicherlich auch. Meist exportiert von der lieben Familie aus dem Osten.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#118

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 23:13
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von der glatte im Beitrag #117
Um beim Thema zu bleiben, der Wein aus der Gegend von Radebeul, war bestimmt auch im Ausland begehrt. Und die Dresdner Christstolle sicherlich auch. Meist exportiert von der lieben Familie aus dem Osten.

Gruß Reiner

Mit den Wein kenne ich mich nicht so aus.
Die Stollen werden heute noch exportiert.
Gruß Reiner


zuletzt bearbeitet 30.10.2014 23:13 | nach oben springen

#119

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 23:13
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #111
Zitat von Merlini im Beitrag #110

Nur die Exportbier Brauereien wie Wernesgrün und Radeberg hatten beste Braugerste mit niedrigen Eiweißgehalt zur Verfügung, dafür garantierten sie auch mit 180 Tagen Haltbarkeit.

Der Hesselfuchs


Wieder was gelernt: Ich habe mich früher oft darüber gewundert, warum die lokal gebrauten Biere wie z.B. "Der Soltmann" aus Salzwedel gerade mal ein paar Tage oder bestenfalls ganz wenige Wochen haltbar waren. Mir wurde damals erklärt, dass es mit den etwas unhygienischen Produktions- und Abfüllbedingungen zusammenhängen würde, die nicht verhindern konnten, dass (für den Menschen unschädliche) Keime oder Bakterien mit ins Bier gelangen würden.

Es scheint aber noch weitere oder andere Gründe gegeben zu haben.



@Dandelion Und denke Dir, hier wurden beim Bier die grünen Flaschen arg verpönt.Keiner wollte die grünen Pullen haben.
Was noch beim Bier in Flaschen beim Kauf wichtig war, ist die Drehprobe gewesen. In den Kaufhallen konnte man immer Leute an den Bierkästen stehen sehen, die die Flaschen umdrehten und gegen das Licht hielten. Sah alles sehr komisch aus.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


zuletzt bearbeitet 30.10.2014 23:13 | nach oben springen

#120

RE: Qualität Made in GDR

in Leben in der DDR 30.10.2014 23:17
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von der glatte im Beitrag #119
Zitat von Dandelion im Beitrag #111
Zitat von Merlini im Beitrag #110

Nur die Exportbier Brauereien wie Wernesgrün und Radeberg hatten beste Braugerste mit niedrigen Eiweißgehalt zur Verfügung, dafür garantierten sie auch mit 180 Tagen Haltbarkeit.

Der Hesselfuchs


Wieder was gelernt: Ich habe mich früher oft darüber gewundert, warum die lokal gebrauten Biere wie z.B. "Der Soltmann" aus Salzwedel gerade mal ein paar Tage oder bestenfalls ganz wenige Wochen haltbar waren. Mir wurde damals erklärt, dass es mit den etwas unhygienischen Produktions- und Abfüllbedingungen zusammenhängen würde, die nicht verhindern konnten, dass (für den Menschen unschädliche) Keime oder Bakterien mit ins Bier gelangen würden.

Es scheint aber noch weitere oder andere Gründe gegeben zu haben.



@Dandelion Und denke Dir, hier wurden beim Bier die grünen Flaschen arg verpönt.Keiner wollte die grünen Pullen haben.
Was noch beim Bier in Flaschen beim Kauf wichtig war, ist die Drehprobe gewesen. In den Kaufhallen konnte man immer Leute an den Bierkästen stehen sehen, die die Flaschen umdrehten und gegen das Licht hielten. Sah alles sehr komisch aus.

Gruß Reiner

Ja,wer zu spät kam,hatte nur noch grüne Flaschen,es wurden ganze Stapel von Bierkästen um gebaut.
Dann kam das Schild am Radeberger "Nur zehn Flaschen entnehmen"
Geil
Gruß Reiner


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