#1

Archäologie und Politik im Wandel der Zeiten

in Themen vom Tage 26.10.2014 01:32
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo allesamt!

Zitat von ABV im Beitrag RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze
Santok (Zantoch).- [b]" Wachturm und Schlüssel Polens

Santok, das frühere deutsche Zantoch, liegt ungefähr siebzig Kilometer nordöstlich von der heutigen deutsch-polnischen Staatsgrenze entfernt. Dennoch ist wohl kein Ort mehr mit der Geschichte der im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verschobenen Trennlinie zwischen Deutschen und Polen verbunden, als dieses Santok. ......
.....Richtig spannend wird das ganze im frühen Mittelalter. Ab dem 10. Jahrhundert. In dem der noch polnische Staat die Bühne der Geschichte betrat. Und nach Westen expandierte. Bis weit über Oder und Neiße hinaus. ........
Mich hatte dieser Ort schon immer brennend interessiert. An einem schwül-heißen Julitag im Jahre 2011 war es dann soweit. .....
Wenige Minuten später stand ich vor jenem Hügel, dessen Gipfel der vermeintliche "Palast" schmückte. Vermeintlich deshalb, weil es sich um den im Jahre 1934 errichteten Nachbau eines mittelalterlichen Wachturms handelte. Gewissermaßen um den Vorgänger der allseits bekannten B-Türme.
Am Fuße des Hügels stehend, kam mir ein Artikel in den Sinn. Den ich kurz vor dem Trip in einer Zeitschrift gelesen hatte. Darin beschrieb der Autor die Ausgrabungen des seinerzeit bekannten Archäologen Dr. Wilhelm Unverzagt im Bereich des Berges. Dr. Unverzagt förderte etliche hochinteressante Funde ans Tageslicht. Unter anderem ein Skelett, zwischen des Rippen noch eine Pfeilspitze steckte.
Wie gesagt: die Ausgrabungen fanden im Jahre 1934 statt. Seit einem Jahr regierte " Adolf Nazi" und seine Gesellen in Deutschland. Ungeniert, ganz sicher nicht zur Freude des Archäologen, schlachteten die Nazis die Ausgrabungen ungeniert für propagandistische Zwecke aus. .....
Als " deutsches Grenzbollwerk gegen die beständig aus dem Osten anstürmenden Slawen". Das bei den Ausgrabungen gefundene Skelett wird zum im Kampf gefallenen deutschen Grenzsoldaten erklärt. Geschichte kann so einfach sein. Vor allem wenn sich genügend Trottel finden, die den Blödsinn Glauben schenken!
Wortgewaltig beschwört der NSDAP-Oberfuzzi die Traditionen des deutschen Grenzers. Der, in einer Hand den Pflug in der anderen Hand das Schwert, deutsche Heimat kultivierten und gegen die slawischen Barbaren verteidigten.
Kommt einem irgendwie bekannt vor. .......
Wie friedlich doch diese Welt sein kann. Ohne wilde Heerscharen. Ohne tumbe Nazideppen. Von deren Existenz die Kleine höchstwahrscheinlich nicht einmal etwas ahnt.
Und das ist gut so!
Gruß an alle
Uwe


Vielen Dank nochmals für den ausführlichen Bericht.

Die politische Wertung der Archäologie kennt man leider auch aus manchen geschichtlichen Dokumentationen in Funk und Medien. Scheinbar gehört das dazu, um der Sache eine "Gewichtung" mehr zu geben.
Ich halte das eher für überflüßig und nicht zielführend.
Naja, sei`s drum. Der geschichtliche Hintergrund ist aber interessant genug und den schildert Uwe ja sehr ausführlich und bildlich.
Aber nun etwas zu den von Uwe eingestreuten Dingen.

Unter AH wurde der historischen Archäologie natürlich bedeutend mehr Gewicht gegeben als es heute auch nur annähernd der Fall ist. Natürlich mit dem Haupthintergrund des Untermauerns des sog. "völkischen Gedankens".
Was macht zB. die israelische Archäologie in weiten Bereichen der Forschung im heiligen Land anders? Sie versucht auch die eingewanderten „12 Stämme“ als herausragendes Zentrum der geschichtlichen Entwicklung mit Hilfe der Archäologie darzustellen. Dabei sind sie auch nur Migranten in fremdem Land. Historisch gesehen!

Hier in unerem Lande ist es leider genau konträr.
Nach 1945 wurden viele Ausarbeitungen auf den Index gesetzt, alles national Identifizierende (selbst wenn es nicht „deutsch“ war) wurde bestenfalls umgedeutet oder im schlimmsten Falle negiert.
Wozu?
Nur weil eine Wissenschaft damals im politischem Sinne benutzt wurde?
Was kann die Wissenschaft dafür?
Oder stört(e) die Besatzer und deren hintergründige Akteure eine lange und umfangreiche deutsche Geschichte? Eine neutrale Geschichte, die man den Deutschen zugestehen kann, wie jedem anderen Volk!?

Sagt mal zu Franzosen, daß sie ihre Geschichte nach politischen Vorgaben darstellen sollten! Oder daß ihre Geschichte nur aus Indochina, Algerien usw. bestehen darf!
Oder den sog. Amerikanern, die ja eher überaus aggressive Migranten sind, sie sollen sich nicht so verlogen über deren eigene Geschichte geben, die ja sehr lange Zeit fast nur aus Mord und Totschlag der einheimischen Menschen bestand und der übelsten Sklaverei und Rassismus!
Die werden Dir dann schon was erzählen ......

Aber hier betreibt man genau das, nur um 180° anders herum.
Da werden in Schwerin schon mal die ältesten Einbäume der Welt vergammeln lassen (ist ja "nur" historisch Einmaliges auf deutschem Boden), da werden Kürzungen bei der archäologischen Forschung wie ein Wettrennen betrieben.
Selbst der Jahrhundertfund im Tollensetal wird nicht annähernd seiner Wichtigkeit entsprechend finanziert und gefördert!

Dort ist der erste "Krieg" der Menscheitsgeschichte zwischen Einheimischen und Zugewanderten im Europa der Bronzezeit nördlich der Alpen, zu ergraben. Eine einmalige historische Stätte!
Und was hört man in den Medien, mal eine kleine Meldung, oder ein paar Berichte und das war`s.
So wie bei der Nebrascheibe sollten die Mittel fließen und die Berichte in den Medien auftauchen.

Oder man schaue sich den einsamen Ötzi an! Was da für ein (neudeutsch) Hype gemacht wurde.
Der ist sicher gerechtfertigt, aber nicht annähernd so wichtig, wie die Tollenseschlacht vor über 3300 Jahren! Hunderte von Opfern mit Sack und Pack, Pferden und sonstigen Dingen.
Läppische 90 000 Euro wurden „bewilligt“.
Dort müßten umgehend Heerscharen von Archäologen eingesetzt werden! Das Ausgrabungsfeld müßte umgehend interdisziplinär bearbeitet werden !!!

Aber der "Schlacht" haftet scheinbar das politisch "Unkorrekte" an. Da wehrten sich mutmaßlich Einheimische gegen Zugewanderte.
Und man hat sogleich Angst davor, daß (wie Du schon richtig schriebst) sich andere Leute dessen bemächtigen könnten, die das für sich werten würden.
Na und?
Sollen sie doch. Wer hört auf "Speakers' Corner" solchen Leuten zu?
Es geht dort um die Geschichte auf deutschem Boden, obwohl damals wahrscheinlich nicht einmal "nordische Stämme" daran beteiligt waren, sondern eher Stammesformationen der späteren Slaven und Ostseeanwohner, die gegen die Eindringlinge kämpften.

Aber die archäologische Wissenschaft scheint da wiedermal als Stiefkind der Nation zu gelten. Historische Fakten die politisch „brisant“ sind (das ist mehr als lächerlich) werden einfach unter den Tisch gekehrt. Oder aber man fördert solche Ausgrabungen nicht.
Historische Dinge wie die nordischen Mythen, Geschichte und Kultur werden negiert. Und was passiert, diese Dinge geraten in Hände, die mit Wissenschaft nun eher nicht so sehr viel am Hut haben.
Tut das Not?

Wozu „riskiert“ man daß solche Leute historisches Gut nicht vernünftig nutzen, sondern oftmals nur noch wirr (be)nutzen?!
Aber man trommelt auf Toleranz gegenüber allem möglichen herum. Nur nicht in Bezug auf die eigene Geschichte. Da darf es irgendwie keine „Unschuldigen“ geben. Oder gar beachtenswert Positives für die Entwicklung des Volkes.

"in einer Hand den Pflug in der anderen Hand das Schwert" Das war wirklich so und nicht anders zu handhaben in der Zeit.

Es ist nicht despektierlich gemeint, aber man sollte nicht immer wieder Wissenschaft und Politik in einen Topf werfen meine ich. Und dann darüber resümieren, daß andere es gemacht haben und es dort „falsch“ war.
So das war`s was mir auf der Seele lag.

Schöne Grüße,
Eckhard


ABV und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.10.2014 01:33 | nach oben springen

#2

RE: Archäologie und Politik im Wandel der Zeiten

in Themen vom Tage 26.10.2014 12:04
von Gelöschtes Mitglied
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Zu dem Thema Archäologie fällt mir eines ein, wie "stiefmütterlich" wird noch mit der geschichte vor der "Christianisierung" umgegangen. Ein Indiz ist auch die Bezeichnung "vor Christi Geburt", früher hieß das mal ganz neutral "vor unserer Zeitrechnung".
Und so geht das weiter, auf ursprünglich keltischen Kult- und Wohnstätten werden die später "aufgepfropften" Kapellen gehegt und gefleg. Die Novemberrevolution wird totgeschwiegen und, und....


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#3

RE: Archäologie und Politik im Wandel der Zeiten

in Themen vom Tage 26.10.2014 12:48
von FRITZE (gelöscht)
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Es kann nicht sein ,was nicht sein darf !


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#4

RE: Archäologie und Politik im Wandel der Zeiten

in Themen vom Tage 26.10.2014 13:03
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Antaios im Beitrag #1
Hallo allesamt!

Zitat von ABV im Beitrag RE: Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze
Santok (Zantoch).- [b]" Wachturm und Schlüssel Polens

Santok, das frühere deutsche Zantoch, liegt ungefähr siebzig Kilometer nordöstlich von der heutigen deutsch-polnischen Staatsgrenze entfernt. Dennoch ist wohl kein Ort mehr mit der Geschichte der im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verschobenen Trennlinie zwischen Deutschen und Polen verbunden, als dieses Santok. ......
.....Richtig spannend wird das ganze im frühen Mittelalter. Ab dem 10. Jahrhundert. In dem der noch polnische Staat die Bühne der Geschichte betrat. Und nach Westen expandierte. Bis weit über Oder und Neiße hinaus. ........
Mich hatte dieser Ort schon immer brennend interessiert. An einem schwül-heißen Julitag im Jahre 2011 war es dann soweit. .....
Wenige Minuten später stand ich vor jenem Hügel, dessen Gipfel der vermeintliche "Palast" schmückte. Vermeintlich deshalb, weil es sich um den im Jahre 1934 errichteten Nachbau eines mittelalterlichen Wachturms handelte. Gewissermaßen um den Vorgänger der allseits bekannten B-Türme.
Am Fuße des Hügels stehend, kam mir ein Artikel in den Sinn. Den ich kurz vor dem Trip in einer Zeitschrift gelesen hatte. Darin beschrieb der Autor die Ausgrabungen des seinerzeit bekannten Archäologen Dr. Wilhelm Unverzagt im Bereich des Berges. Dr. Unverzagt förderte etliche hochinteressante Funde ans Tageslicht. Unter anderem ein Skelett, zwischen des Rippen noch eine Pfeilspitze steckte.
Wie gesagt: die Ausgrabungen fanden im Jahre 1934 statt. Seit einem Jahr regierte " Adolf Nazi" und seine Gesellen in Deutschland. Ungeniert, ganz sicher nicht zur Freude des Archäologen, schlachteten die Nazis die Ausgrabungen ungeniert für propagandistische Zwecke aus. .....
Als " deutsches Grenzbollwerk gegen die beständig aus dem Osten anstürmenden Slawen". Das bei den Ausgrabungen gefundene Skelett wird zum im Kampf gefallenen deutschen Grenzsoldaten erklärt. Geschichte kann so einfach sein. Vor allem wenn sich genügend Trottel finden, die den Blödsinn Glauben schenken!
Wortgewaltig beschwört der NSDAP-Oberfuzzi die Traditionen des deutschen Grenzers. Der, in einer Hand den Pflug in der anderen Hand das Schwert, deutsche Heimat kultivierten und gegen die slawischen Barbaren verteidigten.
Kommt einem irgendwie bekannt vor. .......
Wie friedlich doch diese Welt sein kann. Ohne wilde Heerscharen. Ohne tumbe Nazideppen. Von deren Existenz die Kleine höchstwahrscheinlich nicht einmal etwas ahnt.
Und das ist gut so!
Gruß an alle
Uwe


Vielen Dank nochmals für den ausführlichen Bericht.

Die politische Wertung der Archäologie kennt man leider auch aus manchen geschichtlichen Dokumentationen in Funk und Medien. Scheinbar gehört das dazu, um der Sache eine "Gewichtung" mehr zu geben.
Ich halte das eher für überflüßig und nicht zielführend.
Naja, sei`s drum. Der geschichtliche Hintergrund ist aber interessant genug und den schildert Uwe ja sehr ausführlich und bildlich.
Aber nun etwas zu den von Uwe eingestreuten Dingen.

Unter AH wurde der historischen Archäologie natürlich bedeutend mehr Gewicht gegeben als es heute auch nur annähernd der Fall ist. Natürlich mit dem Haupthintergrund des Untermauerns des sog. "völkischen Gedankens".
Was macht zB. die israelische Archäologie in weiten Bereichen der Forschung im heiligen Land anders? Sie versucht auch die eingewanderten „12 Stämme“ als herausragendes Zentrum der geschichtlichen Entwicklung mit Hilfe der Archäologie darzustellen. Dabei sind sie auch nur Migranten in fremdem Land. Historisch gesehen!

Hier in unerem Lande ist es leider genau konträr.
Nach 1945 wurden viele Ausarbeitungen auf den Index gesetzt, alles national Identifizierende (selbst wenn es nicht „deutsch“ war) wurde bestenfalls umgedeutet oder im schlimmsten Falle negiert.
Wozu?
Nur weil eine Wissenschaft damals im politischem Sinne benutzt wurde?
Was kann die Wissenschaft dafür?
Oder stört(e) die Besatzer und deren hintergründige Akteure eine lange und umfangreiche deutsche Geschichte? Eine neutrale Geschichte, die man den Deutschen zugestehen kann, wie jedem anderen Volk!?

Sagt mal zu Franzosen, daß sie ihre Geschichte nach politischen Vorgaben darstellen sollten! Oder daß ihre Geschichte nur aus Indochina, Algerien usw. bestehen darf!
Oder den sog. Amerikanern, die ja eher überaus aggressive Migranten sind, sie sollen sich nicht so verlogen über deren eigene Geschichte geben, die ja sehr lange Zeit fast nur aus Mord und Totschlag der einheimischen Menschen bestand und der übelsten Sklaverei und Rassismus!
Die werden Dir dann schon was erzählen ......

Aber hier betreibt man genau das, nur um 180° anders herum.
Da werden in Schwerin schon mal die ältesten Einbäume der Welt vergammeln lassen (ist ja "nur" historisch Einmaliges auf deutschem Boden), da werden Kürzungen bei der archäologischen Forschung wie ein Wettrennen betrieben.
Selbst der Jahrhundertfund im Tollensetal wird nicht annähernd seiner Wichtigkeit entsprechend finanziert und gefördert!

Dort ist der erste "Krieg" der Menscheitsgeschichte zwischen Einheimischen und Zugewanderten im Europa der Bronzezeit nördlich der Alpen, zu ergraben. Eine einmalige historische Stätte!
Und was hört man in den Medien, mal eine kleine Meldung, oder ein paar Berichte und das war`s.
So wie bei der Nebrascheibe sollten die Mittel fließen und die Berichte in den Medien auftauchen.

Oder man schaue sich den einsamen Ötzi an! Was da für ein (neudeutsch) Hype gemacht wurde.
Der ist sicher gerechtfertigt, aber nicht annähernd so wichtig, wie die Tollenseschlacht vor über 3300 Jahren! Hunderte von Opfern mit Sack und Pack, Pferden und sonstigen Dingen.
Läppische 90 000 Euro wurden „bewilligt“.
Dort müßten umgehend Heerscharen von Archäologen eingesetzt werden! Das Ausgrabungsfeld müßte umgehend interdisziplinär bearbeitet werden !!!

Aber der "Schlacht" haftet scheinbar das politisch "Unkorrekte" an. Da wehrten sich mutmaßlich Einheimische gegen Zugewanderte.
Und man hat sogleich Angst davor, daß (wie Du schon richtig schriebst) sich andere Leute dessen bemächtigen könnten, die das für sich werten würden.
Na und?
Sollen sie doch. Wer hört auf "Speakers' Corner" solchen Leuten zu?
Es geht dort um die Geschichte auf deutschem Boden, obwohl damals wahrscheinlich nicht einmal "nordische Stämme" daran beteiligt waren, sondern eher Stammesformationen der späteren Slaven und Ostseeanwohner, die gegen die Eindringlinge kämpften.

Aber die archäologische Wissenschaft scheint da wiedermal als Stiefkind der Nation zu gelten. Historische Fakten die politisch „brisant“ sind (das ist mehr als lächerlich) werden einfach unter den Tisch gekehrt. Oder aber man fördert solche Ausgrabungen nicht.
Historische Dinge wie die nordischen Mythen, Geschichte und Kultur werden negiert. Und was passiert, diese Dinge geraten in Hände, die mit Wissenschaft nun eher nicht so sehr viel am Hut haben.
Tut das Not?

Wozu „riskiert“ man daß solche Leute historisches Gut nicht vernünftig nutzen, sondern oftmals nur noch wirr (be)nutzen?!
Aber man trommelt auf Toleranz gegenüber allem möglichen herum. Nur nicht in Bezug auf die eigene Geschichte. Da darf es irgendwie keine „Unschuldigen“ geben. Oder gar beachtenswert Positives für die Entwicklung des Volkes.

"in einer Hand den Pflug in der anderen Hand das Schwert" Das war wirklich so und nicht anders zu handhaben in der Zeit.

Es ist nicht despektierlich gemeint, aber man sollte nicht immer wieder Wissenschaft und Politik in einen Topf werfen meine ich. Und dann darüber resümieren, daß andere es gemacht haben und es dort „falsch“ war.
So das war`s was mir auf der Seele lag.

Schöne Grüße,
Eckhard





Wo ist jetzt nochmal genau das Problem Eckhard?
.


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#5

RE: Archäologie und Politik im Wandel der Zeiten

in Themen vom Tage 26.10.2014 13:07
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #4



Wo ist jetzt nochmal genau das Problem Eckhard?
.


Das es das Ahnenerbe nicht mehr gibt..........-


Intellektuelle spielen Telecaster
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#6

RE: Archäologie und Politik im Wandel der Zeiten

in Themen vom Tage 26.10.2014 13:40
von Gelöschtes Mitglied
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HAllo Bürger der DDR!

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #2
Zu dem Thema Archäologie fällt mir eines ein, wie "stiefmütterlich" wird noch mit der geschichte vor der "Christianisierung" umgegangen. Ein Indiz ist auch die Bezeichnung "vor Christi Geburt", früher hieß das mal ganz neutral "vor unserer Zeitrechnung".
Und so geht das weiter, auf ursprünglich keltischen Kult- und Wohnstätten werden die später "aufgepfropften" Kapellen gehegt und gefleg. Die Novemberrevolution wird totgeschwiegen und, und....


Naja, wir leben nun mal in einer sog. "christlichen Kultur". Da kann man sich gegen manches nur bedingt durchsetzen. Das BC oder vor Christus ist da noch das Geringere. Aber das Christentum wird mir in der (auch speziell deutschen) Geschichte oftmals zu sehr als "grundlegend" prädisponiert.
Unsere slavischen und! nordischen Wurzeln werden leider auch zu unterschiedlich gewichtet.
Die alten "Kultplätze wurden oftmals "wieder- oder weitergenutzt", andererseits aber auch (wie die Fällung der Donnareiche durch die Christianisierer) geschleift, um die Grundlage des Völker- und Stammeszusammenhalts zu vernichten. So wie man es modern in dem Verbot der Ideologien und Symbole der Verlierer der Auseinandersetzungen vornimmt. Also wie immer, nichts Neues in der Menschheitsgeschichte.

So machten es die Spanier in den Mittel und Südamerikanischen Ländern ebenfals. Man "überbaute" teilweise die kulturellen Bauten der unterworfenen Völker mit Kirchen. Fürwahr, seeeehr christlich. Naja, der Palast der Republik wurde ja auch geschleift ....

In der neueren deutschen Geschichte und deren Erforschung, muß zwingend das Wort "europäisch" vorkommen, wenn es halbwegs öffentliche Förderung erfahren soll.
Der sog. "europäische" Gedanke von heute, ist ein reines politisches Konstrukt der Nachkriegszeit und der Sieger des Krieges.

Auch in dritten Reich gab es solche politischen Gedanken bereits. Himmler meinte mal, daßmder nächste SS Chef kein Deutscher sein würde.
Und die "europäische" Ausrichtung meinte er auch durch die multistaatliche Aufstellung der Waffen SS zu lokalisieren.
Kann man vielleicht in gewisser Hinsicht nachvollziehen, aber so stelle ich mir das eigentlich nicht vor.
Obwohl es heute mit der "deutsch-französischen" Brigade, genau den selben Ansatz gibt, wohl aber unter den heutigen, politischen Vorgaben

Aber was die Archäologie und die politische Verwendung antrifft. Zu DDR Zeiten gabe es KEINE politischen Einschränkungen in diesem Bereich. Alles kam auf den Tisch des Hauses (im Gegensatz zur tagesaktuellen Geschichte ) und wurde wissenschaftlich ausgewertet.
Heute sind nicht-deutsche Ausgrabungen wichtiger, als die Erforschung unserer Voortgeschichte.
Natürlich muß man auch die Weltgeschichte erforschen, aber unsere historische Geschichte ist mindestens genauso relevant für uns Deutsche!

Es müßten VIEL mehr Gelder für die Luftbildarchäologie zur Verfügung stehen!!! und solche Projekte wie das Tolensetal müßten von höchster Stelle gefördert werden. Aber man schickt deutsche Soldaten lieber zur Ansteckung in Ebolagebiete, oder zur Kriegsführung in alle Welt.
Ein Bruchteil dieser Millionen würde reichen, hier die Forschung um `zig Potenzen zu beschleunigen!

Und noch einmal zur neueren Geschichte. Das Massaker von Marienburg wurde sogar vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge vertuscht. Menschen mit Einschußlöchern im Kopf usw. Man deutete alles als "vielleicht und eventuell" um.
Nur polnische Historiker nahmen sich der Sache etwas intensiver an.
Ich habe mich darüber beim VDK beschwert und bis heute keine Antwort erhalten.
Hunderte Mordopfer zählen nichts, wenn es denn nur eben deutsche Leichen sind ... Aber vor kurzem kam eine Meldung in allem Medien, daß man die "Murmeln der Anne Frank" wiedergefunden hat ......

Jaja, wir haben eben "unsere besondere Zeit" sagte mein Großvater immer. Mir ist nur Angst und Bange wenn es in "unserer Zeit" nicht einmal gelingt, den Verstand einzuschalten. Wie soll es denn in zukünftigen Zeiten gelingen, wenn der Mensch in einem vollkommenen Überwachungsstaat ala 1984 leben wird?!

Zum Schluß noch eine Bitte. Wer hat Material über die Tollensegrabungskampagne (nach Mai 2014) und könnte es mir zur Verfügung stellen?
Die Funde erstrecken sich über mehr als vier Kilometer entlang des Flusslaufes der kleinen Tollense in ca. 1 m Tiefe.

Vielen Dank und schöne Grüße,
Eckhard


zuletzt bearbeitet 26.10.2014 13:44 | nach oben springen

#7

RE: Archäologie und Politik im Wandel der Zeiten

in Themen vom Tage 26.10.2014 13:47
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Barbara!

Zitat von Barbara im Beitrag #4
Zitat von Antaios im Beitrag #1
Hallo allesamt!
........

Wo ist jetzt nochmal genau das Problem Eckhard?
.

Bitte sieh es mir nach, aber wenn Du es bisher nicht erfassen konntest, dann kann ich Dir da auch mit anderen Worten nicht mehr nachhelfen.

Schöne Grüße,
Eckhard


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#8

RE: Archäologie und Politik im Wandel der Zeiten

in Themen vom Tage 26.10.2014 13:52
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Schuddelkind!

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #5
Zitat von Barbara im Beitrag #4

Wo ist jetzt nochmal genau das Problem Eckhard?
.

Das es das Ahnenerbe nicht mehr gibt..........-

Habt Ihr beiden eine gemeinsame Copy and Paste Taste ?!
Hier mal für Euch beide eine Quelle, die Ihr hoffenlich nicht so despektierlich behandeln werdet:
"Wer sich nicht erinnert, lebt ohne Zukunft. Der Mensch ohne Erinnerung ist ein lebendiger Leichnam, das Volk ohne Gedächtnis eine dumpfe Horde. Ich möchte ohne Gedächtnis nicht leben."

Schöne Grüße,
Eckhard

Edit: Duden


zuletzt bearbeitet 26.10.2014 14:44 | nach oben springen

#9

RE: Archäologie und Politik im Wandel der Zeiten

in Themen vom Tage 26.10.2014 14:00
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Antaios im Beitrag #8
Hallo Schuddelkind!

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #5
Zitat von Barbara im Beitrag #4

Wo ist jetzt nochmal genau das Problem Eckhard?
.

Das es das Ahnenerbe nicht mehr gibt..........-

Habt Ihr beiden eine gemeinsame Copy and Paste Taste ?!
Hier mal für Euch beide eine Quelle, die Ihr hoffenlich nicht so despektierlich behandeln werdet:
"Wer sich nicht erinnert, lebt ohne Zukunft. Der Mensch ohne Erinerung ist ein lebendiger Leichnam, das Vilk ohne Gedächtnis eine dumpfe Horde. Ich möchte ohne Gedächtnis nicht leben."

Schöne Grüße,
Eckhard




Nein Eckhard, wir haben keine gemeinsame Copy-und Paste Taste, aber beide einen kritischen Verstand.


HIer zu einer Quelle, die sich - u.a. - mit dem Grabungsgebiet befasst:


Ernst-Moritz-Arndt Unisversität Greifswald



Schlachtfeld der Bronzezeit im Tollensetal

In den letzten Jahren wurden bei archäologischen Untersuchungen wiederholt menschliche Überreste (u.a. mit Verletzungsspuren) sowie Waffenreste entdeckt. Naturwissenschaftliche Datierungsverfahren bestätigten, dass die menschlichen Überreste in die Bronzezeit gehören. Die Fundstelle wird in einem gemeinsamen Forschungsprojekt des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege und der Universitäten Greifswald und Rostock untersucht.
2009 konnten die ersten größeren Arbeiten im Gelände seit 1996 mit Unterstützung der Archäologischen Gesellschaft für Mecklenburg und Vorpommern initiiert werden. Seit 2010 wird das Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.


Projektleiter:

Dr. D. Jantzen (Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern)
PD Dr. J. Orschiedt (Universität Hamburg)
Prof. Dr. J. Piek (Universität Rostock)
Prof. Dr. T. Terberger (Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege Hannover)

Kooperationspartner:

Prof. Dr. N. Benecke (DAI Berlin): Archäozoologie
Dr. R. Bollongino, Prof. Dr. J. Burger (Universität Mainz): Paläogenetik
J. Heinemeier (Universität Aarhus): AMS-Datierungen, Isotopenanalyse
Dr. K.-U. Heußner (DAI Berlin): Dendrochronologie
Dr. J. Krüger (Landesverband für Unterwasserarchäologie Mecklenburg-Vorpommern): unterwasserarchäol. Untersuchungen
Prof. Dr. R. Lampe, Dr. S. Lorenz, M. Schult (Geographisches Institut, Universität Greifswald): Landschaftsrekonstruktion, Vegetationsgeschichte
Prof. Dr. T. D. Price (University of Wisconsin): Strontium-Isotopen-Analyse

Mitarbeiter

Dr. Gundula Lidke (Projektkoordinatorin, Universität Greifswald)
Jana Dräger M.A. (Universität Greifswald)
Ute Brinker M.A. (Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern)
Annemarie Schramm M.A. (Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern)

Grabungsteilnehmer:

Studenten der Universitäten Greifswald, Berlin, Erlangen, Göttingen, Poznan ....
Untersuchungen

Forschungsgeschichte
Tauchprospektionen
Geowissenschaftliche und paläobotanische Untersuchungen
Geländebegehungen mit Metalldetektoren
Archäologische Untersuchungen
Untersuchungen der menschlichen Skelettreste
Archäozoologische Untersuchungen
Bronzefunde im Tollensetal - Dissertationsvorhaben

Literatur:

Ch. Jantzen, D. Jantzen, T. Terberger, Der Fundplatz Weltzin, Lkr. Demmin – ein Zeugnis bronzezeitlicher Konflikte? In: J. Piek, T. Terberger (Hrsg.), Traumatologische und pathologische Veränderungen an prähistorischen und historischen Skelettresten – Diagnose, Ursachen und Kontext. Workshop Warnemünde Nov. 2006 (Rahden/Westf. 2008) 89-97.

U. Brinker, H. Lübke, J. Krüger, Taucharchäologische Untersuchungen zur Frage der Herkunft der bronzezeitlichen Menschenfunde im Tollensetal bei Weltzin, Mecklenburg-Vorpommern - ein Vorbericht. Nachrichtenblatt Arbeitskreis Unterwasserarchäologie 16, 2010, 41-47.

D. Jantzen, U. Brinker, J. Orschiedt, J. Heinemeier, J. Piek, K.
Hauenstein, J. Krüger, G. Lidke, H. Lübke, R. Lampe, S. Lorenz, M.
Schult, T. Terberger, A Bronze Age battlefield? Weapons and trauma in
the Tollense Valley, north-eastern Germany. Antiquity 85, 2011,
417-433.

D. Jantzen, T. Terberger, Gewaltsamer Tod im Tollensetal vor 3200 Jahren. Archäologie in Deutschland 4-2011, 6-11.

D. Jantzen/T. Terberger, Un champ de bataille de l'âge du bronze. La Recherche - l'actualité des sciences nr. 459, 01-2012, 58-60.

A. Franz, Gemetzel im Tollense-Tal. Bild der Wissenschaft 4/2012, 80-85.

Goldfund auf dem Schlachtfeld. Bild der Wissenschaft 8/2012, 10.

J. Krüger/F. Nagel/S. Nagel/D. Jantzen/R. Lampe/J. Dräger/G. Lidke/O. Mecking/T. Schüler/T. Terberger, Bronze Age tin rings from the Tollense valley in northeastern Germany. Prähistorische Zeitschrift 87, 2012, 29-43.

U. Brinker/S. Flohr/J. Piek/A. Schramm/J. Orschiedt, Die bronzezeitlichen Menschenreste aus dem Tollensetal, Mecklenburg-Vorpommern: Opfer eines gewaltsamen Konflikts? Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien 143, 2013, 131-147.

U. Brinker/S. Flohr/J. Piek/J. Orschiedt, Human remains from a Bronze Age site in the Tollense Valley: victims of a battle? In: C. Knüsel/M. J. Smith (eds.), The Routledge Handbook of the Bioarchaeology of Human Conflict (London/New York 2014) 146-160.

G. Lidke/T. Terberger/D. Jantzen, Tatort Tollensetal: Schussexperimente mit Pfeil und Bogen. Archäologie in Deutschland 2-2014, 62-63.
Öffentlichkeitsarbeit
Pressekonferenz Schwerin, 7. Mai 2014

www.regierung-mv.deIcon externe Seite

Artikel in FAZ

www.faz.netIcon externe Seite

Sueddeutsche Zeitung (Juli 2011)

www.sueddeutsche.deIcon externe Seite

Pressetermin (2009)

www.uni-greifswald.deIcon externe Seite

Pressemeldung beim idw

idw-online.deIcon externe Seite

------------------------------------------------------------



Ganz so stiefmütterlich scheint der Umgang mit diesem historischen Fund wohl nicht zu sein, also mach dir nicht zu viele Sorgen.


http://www.phil.uni-greifswald.de/index.php?id=22941

.


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#10

RE: Archäologie und Politik im Wandel der Zeiten

in Themen vom Tage 26.10.2014 14:44
von Gelöschtes Mitglied
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HAllo Barbara!

Zitat von Barbara im Beitrag #9
Zitat von Antaios im Beitrag #8
Hallo Schuddelkind!
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #5
Zitat von Barbara im Beitrag #4

Wo ist jetzt nochmal genau das Problem Eckhard?
.

Das es das Ahnenerbe nicht mehr gibt..........-

Habt Ihr beiden eine gemeinsame Copy and Paste Taste ?!
Hier mal für Euch beide eine Quelle, die Ihr hoffenlich nicht so despektierlich behandeln werdet:
"Wer sich nicht erinnert, lebt ohne Zukunft. Der Mensch ohne Erinnerung ist ein lebendiger Leichnam, das Volk ohne Gedächtnis eine dumpfe Horde. Ich möchte ohne Gedächtnis nicht leben."
Schöne Grüße,
Eckhard


Nein Eckhard, wir haben keine gemeinsame Copy-und Paste Taste, aber beide einen kritischen Verstand.
...
HIer zu einer Quelle, die sich - u.a. - mit dem Grabungsgebiet befasst:....
Ganz so stiefmütterlich scheint der Umgang mit diesem historischen Fund wohl nicht zu sein, also mach dir nicht zu viele Sorgen.
http://www.phil.uni-greifswald.de/index.php?id=22941
.

Seit Mai (ca.) 2014 werden die öffentlichen Datensätze immer spärlicher. Ich habe die sog. Newsletter von:
https://www.aid-magazin.de/
http://www.theiss.de/
http://www.archaeologie-online.de/newsletter/
und Kontakt zu http://www.dvarch.de/index.php

Aber leider ist es zum Thema Tollense rar geworden.
Und das Thema Öffentlichkeitsarbeit scheint entweder recht unbekannt zu sein, oder die Medien schneiden das Thema absolut.


Schöne Grüße,
Eckhard


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#11

RE: Archäologie und Politik im Wandel der Zeiten

in Themen vom Tage 26.10.2014 15:21
von Barbara (gelöscht)
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Na ist doch prima, wenn du weißt wo du deine Info herbekommst
Ich interessiere mich auch für Ärchäologie, es gibt auch jede Menge Fachpublikationen.

Dass die Medien das Thema "schneiden" ist eine Unterstellung deinerseits.
Archäologie ist doch ein Spartenthema und ich unterstelle mal, dass sich proz. nur sehr wenige dafür interessieren, selbst die, die in der Region leben.

Mal abgesehen davon dass solche Grabungen ein mühsames und sehr zeitaufwändiges Geschäft sind und die Auswertung solcher wiss. Ergebnisse ebenfalls. Oder möchstest du jeden Tag wissen in welchem Winkel ein Hämmerchen ins Gestein geklopft wird?

Schreib doch einfach mal einen Leserbrief, du würdest dir mehr Berichterstattung darüber wünschen, kannst ja auch mal an die Greifswalder Uni schreiben, die freuen sich bestimmt über Interesse!
.


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#12

RE: Archäologie und Politik im Wandel der Zeiten

in Themen vom Tage 26.10.2014 15:46
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von Antaios im Beitrag #6


Und noch einmal zur neueren Geschichte. Das Massaker von Marienburg wurde sogar vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge vertuscht. Menschen mit Einschußlöchern im Kopf usw. Man deutete alles als "vielleicht und eventuell" um.
Nur polnische Historiker nahmen sich der Sache etwas intensiver an.
Ich habe mich darüber beim VDK beschwert und bis heute keine Antwort erhalten.
Hunderte Mordopfer zählen nichts, wenn es denn nur eben deutsche Leichen sind ... Aber vor kurzem kam eine Meldung in allem Medien, daß man die "Murmeln der Anne Frank" wiedergefunden hat ......




Kein Wunder, das der VDK sich nicht meldet.........

"Polnische Gerichtsmediziner haben Gebeine aus der früheren deutschen Festung Marienburg untersucht - nun liegt ihr Gutachten vor. Es liefert keinerlei Hinweise auf ein Massaker an Deutschen zum Ende des Zweiten Weltkriegs."

"Ich werde keine Anklage vorbereiten, weil wir nicht annehmen können, dass es sich um Massenmord handelt", sagte Bozena Wlodarczyk, die zuständige Staatsanwältin beim Institut für Nationales Gedenken, am Dienstag dem SPIEGEL. Nach monatelangem Warten liegt ihr nun eine Expertise der Medizinischen Akademie in Danzig vor, die mit der Untersuchung von ausgewählten Knochen und Schädeln aus Malbork, dem ehemaligen Marienburg, beauftragt war."

"Doch andere Indizien machen die These vom geplanten Massenmord mit anschließender Beerdigung in der Innenstadt unwahrscheinlich. Die Tötung von 2000 Menschen wäre auch in den letzten Kriegswochen kaum unbemerkt geblieben, glaubhafte Zeitzeugenberichte über solche Erschießungen gibt es nicht."

http://www.spiegel.de/panorama/massengra...-a-698102.html


Intellektuelle spielen Telecaster
zuletzt bearbeitet 26.10.2014 15:57 | nach oben springen

#13

RE: Archäologie und Politik im Wandel der Zeiten

in Themen vom Tage 23.11.2014 13:01
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Hallo Schuddelkind!

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #12
Zitat von Antaios im Beitrag #6

Und noch einmal zur neueren Geschichte. Das Massaker von Marienburg wurde sogar vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge vertuscht. Menschen mit Einschußlöchern im Kopf usw. Man deutete alles als "vielleicht und eventuell" um.
Nur polnische Historiker nahmen sich der Sache etwas intensiver an.
Ich habe mich darüber beim VDK beschwert und bis heute keine Antwort erhalten.
Hunderte Mordopfer zählen nichts, wenn es denn nur eben deutsche Leichen sind ... Aber vor kurzem kam eine Meldung in allem Medien, daß man die "Murmeln der Anne Frank" wiedergefunden hat ......




Kein Wunder, das der VDK sich nicht meldet.........
"Polnische Gerichtsmediziner haben Gebeine aus der früheren deutschen Festung Marienburg untersucht - nun liegt ihr Gutachten vor. Es liefert keinerlei Hinweise auf ein Massaker an Deutschen zum Ende des Zweiten Weltkriegs."
"Ich werde keine Anklage vorbereiten, weil wir nicht annehmen können, dass es sich um Massenmord handelt", sagte Bozena Wlodarczyk, die zuständige Staatsanwältin beim Institut für Nationales Gedenken, am Dienstag dem SPIEGEL. Nach monatelangem Warten liegt ihr nun eine Expertise der Medizinischen Akademie in Danzig vor, die mit der Untersuchung von ausgewählten Knochen und Schädeln aus Malbork, dem ehemaligen Marienburg, beauftragt war."
"Doch andere Indizien machen die These vom geplanten Massenmord mit anschließender Beerdigung in der Innenstadt unwahrscheinlich. Die Tötung von 2000 Menschen wäre auch in den letzten Kriegswochen kaum unbemerkt geblieben, glaubhafte Zeitzeugenberichte über solche Erschießungen gibt es nicht."
http://www.spiegel.de/panorama/massengra...-a-698102.html

Ich bitte um Nachsicht, denn der Beitrag ist schon in der "Redaktiosphase" ...
Aber im Moment gehts leider nicht so sehr vorn. Kommt aber, versprochen.
Nur soviel. Am Anfang vor der politischen Einflußnahme waren die Opfer noch zu einem erheblichen Prozentsatz mit Kopf/Kopschußverletzungen.
Nach der politischen Intervention verschwanden diese "Opfereigenschafte" still und heimlich aus der öffenlichen Publikation.
Und wer Nemmersdorf und Metgethen kennt, kann sich den Rest ja denken...
http://de.metapedia.org/wiki/Massaker_von_Nemmersdorf
http://de.metapedia.org/wiki/Massaker_von_Metgethen

So, demnächst weiter ...

Schöne Grüße,
Eckhard


zuletzt bearbeitet 23.11.2014 13:02 | nach oben springen

#14

RE: Archäologie und Politik im Wandel der Zeiten

in Themen vom Tage 23.11.2014 13:59
von 94 | 10.792 Beiträge

Hallo Antonius, kennst Du auch seriöse Quellen?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Schuddelkind hat sich für diesen Beitrag bedankt
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