#41

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 20:45
von manudave (gelöscht)
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Ich lese dann das hier:

Mein bisheriges Wissen beschränkt sich auf Buderus in Wetzlar und einen Metallverarbeitenden Beitrieb in Fulda, welche Stacheldraht produzierten.


zuletzt bearbeitet 12.09.2009 20:45 | nach oben springen

#42

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 20:46
von Thunderhorse | 4.024 Beiträge

Zitat von manudave
Ich lese dann das hier:
Mein bisheriges Wissen beschränkt sich auf Buderus in Wetzlar und einen Metallverarbeitenden Beitrieb in Fulda, welche Stacheldraht produzierten.



Wo liest man das?
Stacheldraht produziert, Ja und?


TH

P.S.: Welche Opfer meinst Du?


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 12.09.2009 20:47 | nach oben springen

#43

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 20:48
von manudave (gelöscht)
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Zitat von Thunderhorse

Zitat von manudave
Ich lese dann das hier:
Mein bisheriges Wissen beschränkt sich auf Buderus in Wetzlar und einen Metallverarbeitenden Beitrieb in Fulda, welche Stacheldraht produzierten.



Wo liest man das?

TH

P.S.: Welche Opfer meinst Du?




Wenn ich den Link anklicke, lese ich das...

Welches Opfer...hä? Versteh ich nicht.


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#44

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 20:53
von Thunderhorse | 4.024 Beiträge

Zitat von manudave

Zitat von Thunderhorse

Zitat von manudave
Ich lese dann das hier:
Mein bisheriges Wissen beschränkt sich auf Buderus in Wetzlar und einen Metallverarbeitenden Beitrieb in Fulda, welche Stacheldraht produzierten.


Wo liest man das?
TH
P.S.: Welche Opfer meinst Du?



Wenn ich den Link anklicke, lese ich das...
Welches Opfer...hä? Versteh ich nicht.




Die Opfer in einem anderen Forum.
Na, der Satz wurde ja inzwischen gelöscht.

Der Link funzt bei mir nicht.


TH


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 12.09.2009 20:54 | nach oben springen

#45

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 20:59
von manudave (gelöscht)
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Nun dann fassen wir zusammen:

Viele haben davon gehört, dass diese Teile aus anderen Ländern kamen. Einige Grenzer haben Sie sogar montiert und die Schilder entfernt, andere kennen die Lieferanten bzw. deren Mitarbeiter persönlich.
Da wir allerdings keine Lieferscheine haben, können wir das nicht beweisen, wobei sich die Frage stellt, ob man das überhaupt muss.
Wir wollen uns hier unterhalten und stehen nicht vor Gericht - mit Beweis und Gegenbeweis.


zuletzt bearbeitet 12.09.2009 20:59 | nach oben springen

#46

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 21:09
von Thunderhorse | 4.024 Beiträge

Zitat von manudave
Nun dann fassen wir zusammen:
Viele haben davon gehört, dass diese Teile aus anderen Ländern kamen. Einige Grenzer haben Sie sogar montiert und die Schilder entfernt, andere kennen die Lieferanten bzw. deren Mitarbeiter persönlich.
Da wir allerdings keine Lieferscheine haben, können wir das nicht beweisen, wobei sich die Frage stellt, ob man das überhaupt muss.
Wir wollen uns hier unterhalten und stehen nicht vor Gericht - mit Beweis und Gegenbeweis.



Wenn solche Behauptungen in die Welt gesetzt werden, sollten diese auch belegbar sein.
Storys vom Hörensagen gibts zur Genüge.
Solange nichts greifbares da ist, für mich alles ein Gerücht.

Hier mal ein Link zu einem Threat in einem anderen Forum.
Zeigt einen Auszug aus der Liste der Kennwerte für den GSSZ I und II.

http://www.nva-forum.de/nva-board/index....165#entry307722

TH


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#47

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 21:26
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Der Zaun ist weg !!!
Warum um ein Material streiten ?
Manche zerfetzen sich heute noch deswegen !
Warum ??

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#48

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 21:26
von manudave (gelöscht)
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Wenn man nun Erbsenzählerei betreiben möchte, könnte man auch meinen:

Warum sollte die DDR einen Westlieferanten auf so ein Dokument o.ä. drucken lassen?


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#49

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 21:43
von Thunderhorse | 4.024 Beiträge

Zitat von manudave
Wenn man nun Erbsenzählerei betreiben möchte, könnte man auch meinen:
Warum sollte die DDR einen Westlieferanten auf so ein Dokument o.ä. drucken lassen?




Wieso Erbsenzählerei!!!
Warum sollte sich die DDR, gerade in so einem sensiblen Bereich wie den Grenzsperranlagen auf Lieferanten/Material aus der BRD verlassen?
Warum schreibt Baumgarten oder seine Mitstreiter nichts über diese Thematik in seinen beiden Büchern?
Oder hab ich da was Überlesen!
Wenn Du etwas darlegst und Dich so darauf versteifst, solltest Du es auch Belegen können.
Lass mich bei Sachbeweisen gerne überzeugen.

Im Frühjahr 1990 hatte ich die Original Herstellerplaketten für den Stacheldraht in der Hand.
Es waren, zu Deinem Leidwesen, alles Herstellerplaketten eines VEB-Betriebe der DDR.
Einige Rollen von dem Draht lagern noch.
Bei Gelegenheit schau ich für Dich extra mal nach, ob noch Herstellerplaketten dranhängen.

TH


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 12.09.2009 21:48 | nach oben springen

#50

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 21:48
von Angelo | 12.397 Beiträge

Also sorry,hier sagt einer zum anderen das er kindisch ist ???
Ihr streitet hier über Metallgitterplatten oder Maschendrahtzaun??

Also ich kann echt nur noch mit dem Kopf schütteln....sorry

(ohne Smilies)


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#51

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 21:53
von Thunderhorse | 4.024 Beiträge

Zitat von Angelo
Also sorry,hier sagt einer zum anderen das er kindisch ist ???
Ihr streitet hier über Metallgitterplatten oder Maschendrahtzaun??
Also ich kann echt nur noch mit dem Kopf schütteln....sorry
(ohne Smilies)




Kindisch sind nur gewisse unangebrachte Beigaben.
Streit sieht doch anders aus.
Und welchen Maschendrahtzaun?

Vorsicht, nicht zu heftig schütteln. Nicht dass sich ein Wirbel klemmt!
Oder Nackenversteifung in der Muskulatur eintritt.
(ohne Smilie)

Grins.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 12.09.2009 21:58 | nach oben springen

#52

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 22:14
von CaptnDelta (gelöscht)
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Nun, gerade fuer die Wiki find ich so Details schon interessant. Und da sollten wir dann auch nicht mit irgendwelchen Geruechten 'rumeiern.

Allerdings: Zivil bleiben, Leute, bitte zivil bleiben. Es bringt 'nix sich wegen so was gegenseitig die Birne einzukloppen. Einfach 'mal zwischendurch zum Kuehlschrank gehen, ein Bier holen. Prost!

... in der Hoffnung nicht mehr Oel aufzugiessen
-Th


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#53

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 22:43
von ZA412 | 91 Beiträge

Ich glaube jetzt wird es ruhiger, denn jetzt wissen wir, dass zumindest auch in der DDR 18/10-Stacheldraht und Streckmetall hergestellt worden sind.
Bitte jetzt aber nicht wieder von vorn anfangen und sagen, dass die DDR die Kennwerttabelle mit den Herstellern zur Tarnung herausgebracht hat und das so nicht richtig ist.

Gerade der Hinweis auf das Wiki ist hier wichtig. Ihr könnt nicht das Wiki loben und dann eiern wir hier so rum. Wir können so kein Wiki aufbauen. Ich für meinen Teil möchte dort Beiträge stehen sehen, für die wir jederzeit einstehen können. Wir sind keine Boulevardpresse, die wollen Schlagzeilen, wir wollen Fakten.


Viele Grüße,
Michael
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#54

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 22:48
von Angelo | 12.397 Beiträge

Zitat von ZA412
Ich glaube jetzt wird es ruhiger, denn jetzt wissen wir, dass zumindest auch in der DDR 18/10-Stacheldraht und Streckmetall hergestellt worden sind.
Bitte jetzt aber nicht wieder von vorn anfangen und sagen, dass die DDR die Kennwerttabelle mit den Herstellern zur Tarnung herausgebracht hat und das so nicht richtig ist.

Gerade der Hinweis auf das Wiki ist hier wichtig. Ihr könnt nicht das Wiki loben und dann eiern wir hier so rum. Wir können so kein Wiki aufbauen. Ich für meinen Teil möchte dort Beiträge stehen sehen, für die wir jederzeit einstehen können. Wir sind keine Boulevardpresse, die wollen Schlagzeilen, wir wollen Fakten.





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#55

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.09.2009 00:03
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Thunderhorse

Zitat von altgrenzer
Wer das Geheimnis des GSZ kannte, wusste wie der zu überwinden ist:
Das Ende eines Feldes suchen und schauen wo die Drähte als Schleife zurückgeführt werden. Das waren Schleifenpaare, die einfach weiter vorn in richtung Schaltkasten gebrückt werden konnten. Nach Einbau der Brücken konnten die toten Schleifen aufgetrennt werden ohne dass ein Signal auslöst. Theoretisch.
Praktisch hab ich jedoch nicht erlebt, dass das jemand gemacht hat.
Btw., in meinen Abschnitten war der GZS auch nicht durchgängig. Als Ersatz gabs jedoch Signalgeräte, das waren abgesägte Karabiner wo dicke Platzpatronen reinkamen, Kaliber weiß ich nicht mehr. Dann gabs noch Signalgeräte mit Leuchtmunition, ziemlich kroßkalibrig.
Rolf


Bingo.
Dies ging jeweils im ersten Feld im Bereich einer Feldertrennung.
Die Trennung der toten Schleifen sollte in einer bestimmten Reihenfolge geschehn.
TH




Da haette ich noch 'ne Frage dazu, hatte auch schon mal woanders geschrieben:

Zitat von CaptnDelta
Wenn ich das richtig mitgekriegt hab' war doch ein GSSZ-Segment Teil eines elektrischen Schwingkreises den man auf Resonanz abgestimmt hatte. Durch Ueberbrueckung, Verlegung, etc. wuerde sich doch auch die Resonanzfrequenz aendern, und der Zaun somit ausloesen. Wuerde mich also interessieren wie das ueberbruecken gehen sollte.


(Vorrausgesetzt es ist so wie ich oben schrieb) - wenn man die einzelnen Schleifen brueckt, dann wuerde sich trotzdem die Kapazitaet des Zaunes aendern und damit ausloesen. Waren die einzelnen Schleifen Teil einer Schering- oder Wien-Robinson-Bruecke? Dann koennte ich mir vorstellen das man in der richtigen Reihenfolge das Zaunsegment lahmlegen koennte - vorrausgesetzt man weiss welche Schleife in welchem Brueckenzweig liegt und das das bruecken einer einzelnen Schleife die Kapazitaet nicht soweit veraendert das der Zaun ausloesst.

Das ist aber alles Spekulatius meinerseits, von daher waere eine authoritive Antwort gut von Leuten die das Ding konstruiert und gebaut haben.

-Th


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#56

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.09.2009 08:56
von manudave (gelöscht)
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Zitat von Thunderhorse

Zitat von manudave
Wenn man nun Erbsenzählerei betreiben möchte, könnte man auch meinen:
Warum sollte die DDR einen Westlieferanten auf so ein Dokument o.ä. drucken lassen?




Wieso Erbsenzählerei!!!
Warum sollte sich die DDR, gerade in so einem sensiblen Bereich wie den Grenzsperranlagen auf Lieferanten/Material aus der BRD verlassen?
Warum schreibt Baumgarten oder seine Mitstreiter nichts über diese Thematik in seinen beiden Büchern?
Oder hab ich da was Überlesen!
Wenn Du etwas darlegst und Dich so darauf versteifst, solltest Du es auch Belegen können.
Lass mich bei Sachbeweisen gerne überzeugen.

Im Frühjahr 1990 hatte ich die Original Herstellerplaketten für den Stacheldraht in der Hand.
Es waren, zu Deinem Leidwesen, alles Herstellerplaketten eines VEB-Betriebe der DDR.
Einige Rollen von dem Draht lagern noch.
Bei Gelegenheit schau ich für Dich extra mal nach, ob noch Herstellerplaketten dranhängen.

TH




Wieso zu meinem Leidwesen? Von mir aus können die Teile aus Tacka-Tucka-Land geliefert worden sein. Ich habe nur über mein Wissen berichtet, welches mir einige Zeitzeugen unabhängig voneinander erzählt haben.

Und nun is feddisch mit dem Kram...


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#57

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.09.2009 09:59
von ZA412 | 91 Beiträge

Von mir noch eine kleine Ergänzung zum Thema Überwinden des GSSZ II:
Ich hatte mal das Problem, dass ich bei der Kontrolle 2m diverse Spuren am K2 hatte. Ich musste also nach der Meldung an den KGSi hinterher. Da ich wusste, dass die mechanische Schwachstelle der Konstruktion die Verbindung des Y mit dem senkr. Teil war, konnte ich nach dem Abschlagen des Y-Abweisers (eine AK47 mit ihrem massiven Kolben ist ein recht guter Vorschlaghammer) zwischen den Streckmetallplatten und dem Y durchkriechen. Es gab nur eine ganz kurzzeitige Auslösung, jeder auf der FüSt hat sich gewundert, dass es so unspektakulär ablaufen kann. Hätte ich richtig Zeit gehabt, wäre ich sicher ohne Auslösung drüber gekommen (Jacke/Pullover oder ähnliches als Iso-Material für Drähte und Platten und dazwischen durch, hätte funktionieren können. Der GSSZ war auch rein mechanisch nicht unüberwindbar, an die Elektronik musste man gar nicht ran. Ich wog damals allerdings nur 60kg, jetzt sind es 15 mehr.

PS: es gab keinen Grund drüber zu klettern, ich hatte die Spuren des GSSZ-Trupps für GV gehalten, war mir sehr peinlich, gab aber keinen Ärger und die Strafe für den GSSZ-Trupp war die (immerhin leichte) Reparatur des Zauns. Ich brauchte übrigens noch eine neue Uniform. Die Löcher waren relativ unschön.


Viele Grüße,
Michael
zuletzt bearbeitet 13.09.2009 09:59 | nach oben springen

#58

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 16.09.2009 11:28
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

möchte mich mal hier in das Thema einklinken. Woher der Stacheldraht und die Streckmetallplatten kamen, entzieht sich meiner Kenntniss. Gemunkelt wurde damals, dass einige Teile für die GZA 80 aus der BRD über Schweden nach Rostock (DDR) geliefert wurden. Fakt ist eines. 1997/98 wurden im Bereich GR 24 2. GK die Grenzsicherungsanlagen vom Typ 70 auf Typ 80 umgebaut. Die Streckmetallplatten, sowie der Stacheldraht nebst Zubehör wurde mit Ural 375 D der GT angeliefert. Kein Beipackzettel oder Lieferschein dran. Die Streckmetallplatten waren nicht mal auf Europaletten verpackt. Der Stachedraht war aufgerollt und mit vier " Stoffbändchen" fixiert. Lediglich die Lochsegmentplatten (Unterkriechschutz) sowie die Betonpfeiler waren auf Paletten verladen. Die Glasfieberhalter sowie die Plastik (Plaste) halter für den SDr. waren in normalen unbeschrifteten Kisten verpackt. Der Zusammenbau der Teile erfolgte vor Ort.
Die Arbeiten begannen im allgemeinen morgens um 6 Uhr und dauerten bis zum Anbruch der Dämmerung. In der gesamten Zeit war verstärkte GSi angesagt. Da es bei der Anlieferung von Materialien (z.B. Beton) zu Verzögerungen gekommen ist, blieb nach Abbruch der Arbeiten weite des GZ offen. Als Maßnahmen zur Sicherung des Abschnittes wurden Signalgerätefelder, Hundestrassen, die A-Gruppe im Handlungsstreifen und die Gakl im Hinterland verstärkt eingesetzt. Der K2 wurde ein K3 bis K4 und wurde täglich neu mittels ZT 300 und scheibenegge "umgebuddelt". Die gesamte schwere Technik hatte mit Abschluss der Arbeiten den PIO Lagerplatz (zuvor geschlagene Schneise im Wald) zu verlassen. Bei der Technik wo der Aufwand zu groß gewesen wäre, wurden die Batterien, teilweise Schläuche etc. abgebaut, so dass diese nicht in Betrieb genommen werden konnten. Ich kann sagen, es war nicht prickelnd 12 Stunden im Hinterland alleine Dienst zu tun, wenn man weiß dass der Zaun auf einer Länge von 2-3 Km fehlt.
Noch "besch...." war das Gefühl als der Zaun I gebaut wurde............da war nichts mehr, außer dem K6. Trotz verstärkter GSi ist es trotzdem zwei Soldaten gelungen Fahnenflüchtig zu werden und dies auch noch mit einem Tatra 813 und angehängter Scheibenegge.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#59

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 31.10.2009 18:24
von Thunderhorse | 4.024 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich
möchte mich mal hier in das Thema einklinken. Woher der Stacheldraht und die Streckmetallplatten kamen, entzieht sich meiner Kenntniss. Gemunkelt wurde damals, dass einige Teile für die GZA 80 aus der BRD über Schweden nach Rostock (DDR) geliefert wurden. Fakt ist eines. 1997/98 wurden im Bereich GR 24 2. GK die Grenzsicherungsanlagen vom Typ 70 auf Typ 80 umgebaut. Die Streckmetallplatten, sowie der Stacheldraht nebst Zubehör wurde mit Ural 375 D der GT angeliefert. Kein Beipackzettel oder Lieferschein dran. Die Streckmetallplatten waren nicht mal auf Europaletten verpackt. Der Stachedraht war aufgerollt und mit vier " Stoffbändchen" fixiert. Lediglich die Lochsegmentplatten (Unterkriechschutz) sowie die Betonpfeiler waren auf Paletten verladen. Die Glasfieberhalter sowie die Plastik (Plaste) halter für den SDr. waren in normalen unbeschrifteten Kisten verpackt. Der Zusammenbau der Teile erfolgte vor Ort.
Die Arbeiten begannen im allgemeinen morgens um 6 Uhr und dauerten bis zum Anbruch der Dämmerung. In der gesamten Zeit war verstärkte GSi angesagt. Da es bei der Anlieferung von Materialien (z.B. Beton) zu Verzögerungen gekommen ist, blieb nach Abbruch der Arbeiten weite des GZ offen. Als Maßnahmen zur Sicherung des Abschnittes wurden Signalgerätefelder, Hundestrassen, die A-Gruppe im Handlungsstreifen und die Gakl im Hinterland verstärkt eingesetzt. Der K2 wurde ein K3 bis K4 und wurde täglich neu mittels ZT 300 und scheibenegge "umgebuddelt". Die gesamte schwere Technik hatte mit Abschluss der Arbeiten den PIO Lagerplatz (zuvor geschlagene Schneise im Wald) zu verlassen. Bei der Technik wo der Aufwand zu groß gewesen wäre, wurden die Batterien, teilweise Schläuche etc. abgebaut, so dass diese nicht in Betrieb genommen werden konnten. Ich kann sagen, es war nicht prickelnd 12 Stunden im Hinterland alleine Dienst zu tun, wenn man weiß dass der Zaun auf einer Länge von 2-3 Km fehlt.
Noch "besch...." war das Gefühl als der Zaun I gebaut wurde............da war nichts mehr, außer dem K6. Trotz verstärkter GSi ist es trotzdem zwei Soldaten gelungen Fahnenflüchtig zu werden und dies auch noch mit einem Tatra 813 und angehängter Scheibenegge.



Hi Stabsfähnrich,

Ihr wart da aber weit hinter der Planerfüllung!
1997/98.



Kannst du mir zu der Flucht mit dem Tatra 813 den ungefähren Zeitraum bennen?

Thanks.

Regards.

TH


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#60

RE: Grenzsignalzaun 2

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.06.2011 19:53
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Na, kommt noch was?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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