#61

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 06.10.2014 23:45
von FRITZE (gelöscht)
avatar

Ekkhard ist gut jetzt !


Schuddelkind hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#62

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 06.10.2014 23:51
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #44
Zitat von Uleu im Beitrag #40
Der " Tag der deutschen Einheit " bewegt mich eigentlich nicht. Habe die Ereignisse um 1989 auch nur aus weiter Entfernung gelesen.
Ich habe den arbeitsfreien Tag am 03.10. gerne angenommen, aber meine Heimat ist die DDR, und darauf werde ich morgen mit einem Glas Nordhäuser Doppelkorn anstossen ...


Schade, wir hatten gerade einen guten Draht, aus dem Thread was zu machen....und dann platzt wieder so ein *Ewiggestriger* rein mit seinem polemischen Kommentar. Warum erklärst du nicht mal warum du so denkst....damit man das *Ewiggestrige* relativieren kann. Mich würde deine Denkweise wirklich interessieren.

So ist es nun mal. Ich würde mir darüber keine Gedanken machen. Das ist seine Meinung. Und wenn er die ganze Flasche leer trinkt, die DDR kommt nicht wieder.



nach oben springen

#63

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 07.10.2014 00:04
von andyman | 1.875 Beiträge

@Antaios
Ohne weiter Öl ins Feuer gießen zu wollen,nur soviel dazu ich teile deinen Standpunkt nicht und verstehe deine Argumente auch nicht.Eine Antwort deinerseits gern auch per PN um den Forumsfrieden nicht zu gefährden.Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
Schuddelkind und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#64

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 07.10.2014 01:00
von utkieker | 2.920 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #12
Es war nicht die Idee des Sozialismus die ich verdammte, es war das wie man es in Berlin verstand. 89 dachte ich nun bekommen Sie eine zweite Chance einen besseren Staat auf zu bauen. Es war zu spät die Mehrheit der Bürger hatten fertig. Sie war vertan die große Chance nach 1945 eine bessere Gesellschaftsordnung aufzubauen.

@turtle,
Danke Peter für deine Einlassung. Ich glaube, ich habe schon mal darüber geschrieben, daß die friedliche Revolution zwischen den Massendemonstrationen 1989 und der Wiedervereinigung 1990 die schönste Zeit meines Lebens war. Das Schöne - man hatte Visionen Alles schien möglich. Heute wird die sogenannte Wende bestenfalls noch mit dem Fall der Mauer in Verbindung gebracht. Viele Vordenker der friedlichen Revolution von einst sind heute in "Vergessenheit" geraten wie Bärbel Bohley, Rolf Henrich, Wolfgang Templin oder Vera Lengsfeld, die damals noch Wollenberger hieß.
Ich selbst hatte mich der Böhlener Plattform (Linke Oppositionsbewegung) angeschlossen und habe damals Flugblätter verteilt für die Demo am Alexanderplatz in Berlin am 4. November 1989, sie wurde ein voller Erfolg!
"Zwischen dem Sturz der SED-Diktatur und der Machtübernahme durch das westdeutsche Establishment war die DDR "das freieste Land der Welt". Auf den Straßen und in den Betrieben hatten wir de facto demokratische Rechte erobert, die hernach wieder auf das westdeutsche Maß der Kapitalherrschaft zurückgeschraubt wurden. In etlichen Betrieben hatten demokratische Belegschaftsvertretungen im Jahre 1990 praktisch über den Eigentümerwechsel, über das Produktionsprofil der Betriebe oder das Management in einem Ausmaß mitentschieden, wie es heute unvorstellbar ist. Wir hatten ein Wahlgesetz ohne Fünf-Prozent-Klausel, dass die Teilnahme von Bürgerbewegungen erlaubte und rechtsradikale Parteien nicht zuließ." [Bernd Gehrke September 2004]

Gruß Hartmut


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
Grenzverletzerin, turtle und Arnstädter haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#65

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 07.10.2014 09:32
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #33
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #29
Zitat von Hufklaus im Beitrag #25
Ohne dass ich @Schuddelkind zu nahe treten möchte, mein Einwand bezog sich auf das Einstellen eines Zitats, das von ihm mit "Feuer frei..." unterschrieben wurde, ist das die neue Diskussionskultur?

Andersherum gefragt, was beabsichtigt der Eröffner des Threads damit?

Das sollte ungeachtet der Person auch einmal erfragt werden dürfen, bevor User die eigentlich interessante Frage für sich vereinnahmen...

VG Klaus


Hallo Klaus,
ich finde der Artikel hat was, zumal der Autor selbst in der DDR gelebt hat und man ihm somit nicht vorwerfen kann, er wüßte nicht, wovon er redet. Auch wenn ich nicht ihm zu 100% zustimme, so hat er doch viele Sachen einfach auf den Punkt gebracht. Und "Feuer frei" deshalb, weil es hier ja eigentlich egal ist, was man schreibt oder postet, irgendeiner findet sich immer, der den Thread zerballert.........und diese Disskusionskultur bildet sich hier ganz von alleine .



Okay, @Schuddelkind , ich habe Dich verstanden, und will auch nicht kneifen, da ich in der DDR aufgewachsen bin.

Als im Jahre 1959 Geborener hatte ich die Lebensstationen Kinderkrippe, Kindergarten usw. durchlaufen. Mit liebevoller Zuwendung der beteiligten Personen.
Mein leiblicher Vater war drei Monate vor meiner Geburt plötzlich verstorben, so dass meine Mutter mit drei Kindern, meine Schwester war drei, mein Bruder acht Jahre älter als ich, allein für uns verantwortlich war.
Wegen des plötzlichen Todes meines Vaters haben sich befreundete Familien in unserem Mietshaus schon damals uneigennützig uns Kindern zugewandt, was mich für mein Leben prägen sollte.
Zwei Jahre nach meiner Geburt erkrankte meine Mutter an Tuberkulose, sie kam für über ein Jahr in Krankenhäuser und Heilstätten, die es damals gottlob in der DDR gab, wir Kinder lebten in jener Zeit bei eigentlich fremden Leuten, getrennt, wurden aber mit menschlicher Wärme betreut.
Noch heute denke ich an meine liebe Tante Giese, die mich geliebt hat, wie ihren Enkel und von der ich Abschied nehmen musste in der Uniform der GT der DDR im Jahre 1978.
Meine Mutter hatte zwischenzeitlich erneut geheiratet, mein Stiefvater war Invalide des 2. WK und war ideologisch der Neuapostolischen Kirche verfallen, in die unsere ganze Familie gezwungen hatte.
Somit wurde es für uns Kinder schwerer, wir lebten in der DDR, nicht von der DDR. Mein Bruder ging von zu Hause fort, machte ein gutes Abi und wurde in Güstrow Lehrer.
Meine Schwester hatte sich dem Willen des Gläubigen angebiedert und lebt noch heute in Sachsen-Anhalt in alsbaldigem Ruhestand, soll heißen, sie lebt von einer Krankschreibung zur anderen...
Und ich? Ich wurde 3 Jahre Soldat der GT in Glöwen, ganz in der Nähe meiner Heimat, das hat jedoch niemanden interessiert.
Danach war ich 6 Jahre in Magdeburg zum Studium, wir hatten wenig Geld, deshalb machte ich einmal im Monat eine Woche Schicht täglich von 16:00 Uhr bis 06:00 Uhr für 400 Ostmark, die wir sparten.
1986 kam ich durch Bitten der damaligen Führung unseres Krankenhauses zurück in die Heimat, bezog mit meiner Frau eine zugige, nässedurchlässige und, wie sich später herausstellte verwanzte Wohnung im 4. Stock eines heruntergekommenen Mietshauses.

Wenn Kohlen geliefert wurden, nur samstags, wenn ich frei hatte, wurden 40 Zentner Kohlen in den Keller geschippt, zweimal in der Heizperiode...


Hier höre ich mal auf... Also, ich bin in der DDR aufgewachsen, bis ich 30 Jahre alt war, und hatte trotz aller Umstände ein glückliches Leben, bis dahin.
Das verdanke ich jedoch nicht dem Staat DDR, sondern den Menschen, die es einfach gut mit mir meinten, mit Grund.
Und jetzt kommts: Ich verachte das Staatsgefüge "DDR" deshalb so vehement, weil es seine "Werktätigen", "Bauern" und auch die Angehörigen der bewaffneten Organe jahrzehntelang so bewusst betrogen hat, belogen, beschissen, einfach betrogen um ihre Lebensleistung.

Kurzum ich wuchs nicht durch die DDR auf, sondern naturgemäß in ihr, das muss aber heute kein Grund sein, sie zu lieben.
Ich bin diesem glücklicherweise untergegangenem Schurkenstaat nichts schuldig!

VG Klaus

Klaus, eine sehr bewegende Lebensgeschichte, ich denke aber mal, dass du heute dafür belohnt wirst zumindest was die materielle Seite des Lebens betrifft.
Zu der rot mark. Stelle habe ich eine Frage : echte, lebende Wanzen oder Stasi Wanzen ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#66

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 07.10.2014 09:46
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #48

Habe hier schon häufig mal gelesen,dass man 1989 auch auf die Strasse ging um "die Freiheit der Andersdenkenden" zu garantieren/akzeptieren.

seaman




@seaman , diese Forderung ist zu 100 % erfüllt. Angefangen von der SED Nachfolge die Linke, die im Bundestag vertreten ist und dort nach kapitalistischer Manier ordentliche Tantiemen kassiert ohne etwas in der Politk zu bewegen. Ihr Anteil an den Wahlstimmen sagt ja auch aus, wieviel "Gestrige" es noch gibt. In 20 Jahren wird sie sich Im Himmel mit der FDP wiedersehen.
Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche "ewig Gestrige", in Vereine z.B eh. Stasileute, anderer linke Radikale die ungehindert im Internet und anderen Medien gegen diesen Staat pöbeln und ihn verbal niedermachen können. Es gibt keine HSH mehr , es gibt keine Gesinnungspolizei mehr dies darf alles ungestraft geschehen. So was hält dieser Staat locker aus, so wie er auch das Gesindel vom anderen Ende des Farbspektrums locker verkraftet ( die erreichen ja noch nicht mal mehr die Parlamente ). Also man kann sagen : geht doch !


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#67

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 07.10.2014 09:53
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Ach @Gert, Dein Beitrag erwärmt mein Herz.
Zeigt mir doch Deine Argumentationslinie, in Dir lebt der Geist von Karl-Eduard weiter welcher eine unheilige Symbiose mit dem von Gerard einging

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

nach oben springen

#68

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 07.10.2014 09:55
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #67
Ach @Gert, Dein Beitrag erwärmt mein Herz.
Zeigt mir doch Deine Argumentationslinie, in Dir lebt der Geist von Karl-Eduard weiter welcher eine unheilige Symbiose mit dem von Gerard einging

Gruß
Nostalgiker


du verwirrst mich, welchen Beitrag meinst du ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 07.10.2014 09:55 | nach oben springen

#69

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 07.10.2014 10:16
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #66
Zitat von seaman im Beitrag #48

Habe hier schon häufig mal gelesen,dass man 1989 auch auf die Strasse ging um "die Freiheit der Andersdenkenden" zu garantieren/akzeptieren.

seaman





Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche "ewig Gestrige", in Vereine z.B eh. Stasileute, anderer linke Radikale die ungehindert im Internet und anderen Medien gegen diesen Staat pöbeln und ihn verbal niedermachen können



Damit hat dieses Forum zum Glück ja nichts zu tun und ein paar ewige Kalte Krieger in Form von notorischen Antikommunisten anno dunnemals steckt man doch locker weg.Freiheit der Andersdenkenden eben.....

seaman


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#70

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 07.10.2014 10:20
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #68
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #67
Ach @Gert, Dein Beitrag erwärmt mein Herz.
Zeigt mir doch Deine Argumentationslinie, in Dir lebt der Geist von Karl-Eduard weiter welcher eine unheilige Symbiose mit dem von Gerard einging

Gruß
Nostalgiker


du verwirrst mich, welchen Beitrag meinst du ?


Das geht so einfach @Gert ?
Ich meinte speziell deine Antwort an @seaman . Jetzt klar?

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#71

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 07.10.2014 11:00
von Sperrbrecher | 1.654 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #33
Ich bin diesem glücklicherweise untergegangenem Schurkenstaat nichts schuldig

Na ja, ganz so fern kannst Du diesen "Schurkenstaat" ja wohl nicht gestanden haben.
Er muss Dir doch recht ans Herz gewachsen gewesen sein, dass Du Dich gleich für drei Jahre verpflichtet hast.
Ich kenne jedenfalls keinen, der dieser DDR ablehnend gegenüber stand und sich trotzdem freiwillig zur NVA meldete.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


nach oben springen

#72

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 07.10.2014 11:10
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #71
Zitat von Hufklaus im Beitrag #33
Ich bin diesem glücklicherweise untergegangenem Schurkenstaat nichts schuldig

Na ja, ganz so fern kannst Du diesen "Schurkenstaat" ja wohl nicht gestanden haben.
Er muss Dir doch recht ans Herz gewachsen gewesen sein, dass Du Dich gleich für drei Jahre verpflichtet hast.
Ich kenne jedenfalls keinen, der dieser DDR ablehnend gegenüber stand und sich trotzdem freiwillig zur NVA meldete.



Doch, hier wurde doch geschrieben, das zum Ziel Studium einige zu Opportunisten wurden.....
Viele sind das ihr Leben lang geblieben.


SEG15D hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#73

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 07.10.2014 11:20
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #72
Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #71
Zitat von Hufklaus im Beitrag #33
Ich bin diesem glücklicherweise untergegangenem Schurkenstaat nichts schuldig

Na ja, ganz so fern kannst Du diesen "Schurkenstaat" ja wohl nicht gestanden haben.
Er muss Dir doch recht ans Herz gewachsen gewesen sein, dass Du Dich gleich für drei Jahre verpflichtet hast.
Ich kenne jedenfalls keinen, der dieser DDR ablehnend gegenüber stand und sich trotzdem freiwillig zur NVA meldete.



Doch, hier wurde doch geschrieben, das zum Ziel Studium einige zu Opportunisten wurden.....
Viele sind das ihr Leben lang geblieben.

@Bürger der DDR , in diesem Staat hat fast keiner etwas freiwillig gemacht. Daher würde ich deinen Einwand sprachlich umformen in " zu Opportunisten gemacht wurden"


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#74

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 07.10.2014 11:36
von Rüganer (gelöscht)
avatar

Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #71
Zitat von Hufklaus im Beitrag #33
Ich bin diesem glücklicherweise untergegangenem Schurkenstaat nichts schuldig

Na ja, ganz so fern kannst Du diesen "Schurkenstaat" ja wohl nicht gestanden haben.
Er muss Dir doch recht ans Herz gewachsen gewesen sein, dass Du Dich gleich für drei Jahre verpflichtet hast.
Ich kenne jedenfalls keinen, der dieser DDR ablehnend gegenüber stand und sich trotzdem freiwillig zur NVA meldete.



@Sperrbrecher,

du bist 1969 abgehauen, daher kannst du sowas wahrscheinlich nicht wissen. Die DDR bekam offensichtlich nicht genug Nachwuchs in die Armee an die Stellen hinein, die mehr als den Grundwehrdienst leisten sollten. Deswegen begann man dann eine der fiesen Touren, man erpresste quasi die Zulassung zu einigen Studienfächern durch die Forderung, der Bewerber sollte doch vorher erst einmal seinen Klassenstandpunkt und die Treue zum Staat der Arbeiter und Bauern durch eine Verpflichtung für 3 Jahre dokumentieren. Tat er dies nicht, war es schon mal ganz trübe, mit diesem Studienfach. Alles vage und alles nicht einforderbar, ergebnisoffen, würde man heute formulieren.
Deswegen kann man Hufklaus nicht das geringste vorwerfen, wenn er hätte Agrarökonom werden wollen, hätte er wahrscheinlich nur den Grundwehrdienst leisten müssen. Wie noch öfter wird er diese Kröte geschluckt haben, um sein Ziel zu verwirklichen. Man musste mitunter viel Kröten schlucken... Glaubst Du etwa, diejenigen, die wegen der endgültigen Genehmigung der Besuchsreise in den Westen ständig bis kurz vor Ultimo noch zum Volkspolizeikreisamt gingen, um sich dort wie ein Bettler behandeln zu lassen, wären nun alles Opportunisten gewesen? Die wollten einfach nur fahren und schluckten all diese Demütigungen.


Gert, Hapedi und grenzgänger81 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#75

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 07.10.2014 11:47
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #69
Zitat von Gert im Beitrag #66
Zitat von seaman im Beitrag #48

Habe hier schon häufig mal gelesen,dass man 1989 auch auf die Strasse ging um "die Freiheit der Andersdenkenden" zu garantieren/akzeptieren.

seaman





Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche "ewig Gestrige", in Vereine z.B eh. Stasileute, anderer linke Radikale die ungehindert im Internet und anderen Medien gegen diesen Staat pöbeln und ihn verbal niedermachen können



Damit hat dieses Forum zum Glück ja nichts zu tun und ein paar ewige Kalte Krieger in Form von notorischen Antikommunisten anno dunnemals steckt man doch locker weg.Freiheit der Andersdenkenden eben.....

seaman




Es ist eine Auszeichnung Antikommunist genannt zu werden, so wie es nach WK II eine Auszeichnung war Antifaschist zu sein.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.10.2014 11:48 | nach oben springen

#76

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 07.10.2014 12:15
von FRITZE (gelöscht)
avatar

Du darfst es aber nicht mit dem Hasskasper verwechseln !


nach oben springen

#77

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 07.10.2014 13:43
von Sperrbrecher | 1.654 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #74

@Sperrbrecher,

du bist 1969 abgehauen, daher kannst du sowas wahrscheinlich nicht wissen. Die DDR bekam offensichtlich nicht genug Nachwuchs in die Armee an die Stellen hinein, die mehr als den Grundwehrdienst leisten sollten. Deswegen begann man dann eine der fiesen Touren, man erpresste quasi die Zulassung zu einigen Studienfächern durch die Forderung, der Bewerber sollte doch vorher erst einmal seinen Klassenstandpunkt und die Treue zum Staat der Arbeiter und Bauern durch eine Verpflichtung für 3 Jahre dokumentieren.

Diese Erpressungen gab es bereit vor der Einführung der Wehrpflicht.
Mein Bruder wurde bereits als 17jähriger dazu gedrängt, ist aber glücklicherweise 1960 als die Einberufung kam, auf mein Anraten hin,
abgehauen, hat sich dem entzogen und dann im Westen studiert..


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


nach oben springen

#78

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 07.10.2014 16:29
von StabsfeldKoenig | 2.643 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #75
Zitat von seaman im Beitrag #69
Zitat von Gert im Beitrag #66
Zitat von seaman im Beitrag #48

Habe hier schon häufig mal gelesen,dass man 1989 auch auf die Strasse ging um "die Freiheit der Andersdenkenden" zu garantieren/akzeptieren.

seaman





Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche "ewig Gestrige", in Vereine z.B eh. Stasileute, anderer linke Radikale die ungehindert im Internet und anderen Medien gegen diesen Staat pöbeln und ihn verbal niedermachen können



Damit hat dieses Forum zum Glück ja nichts zu tun und ein paar ewige Kalte Krieger in Form von notorischen Antikommunisten anno dunnemals steckt man doch locker weg.Freiheit der Andersdenkenden eben.....

seaman




Es ist eine Auszeichnung Antikommunist genannt zu werden, so wie es nach WK II eine Auszeichnung war Antifaschist zu sein.




Ich hoffe, daß diese "stolzen Antikommunisten" dann aber bitte auch freiwillig H.IV beantragen oder sich bei einer Leiharbeitsfirma bewerben, um die tariflich bezahlten Arbeitsplätze anständigen Bürgern zu überlassen.



nach oben springen

#79

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 07.10.2014 17:10
von Pit 59 | 10.135 Beiträge

Holger,ich möchte doch ums Verrecken gerne mal wissen warum Du seit der Wende so frustriert bist. Du warst 1989 24 !!!! Jahre alt,da haben Dir Scheunentore aufgestanden.
Und Du willst mir nicht erzählen das ein Hochqualifizierter CNC Zerspaner (Zerspaner warst Du ja) nichts sicheres auf dem Markt gefunden hätte.
So wie Du ich Zitiere mal gings natürlich nicht : "nach 1990 div. Arbeitsstellen in Handwerksbetrieben, Wachschutz, Taxi- und Kurierfahrer"
Hätteste mal einige von deinen Arbeitstellen genutzt für Schule,wärst Du auch ein Gewinner der Wende,so wie Du aber schreibst (nicht nur in dem Tread) bist Du ein klassischer Verlierer,und ich persönlich sage es mal so ,selber drann Schuld.


Hapedi, Marder, grenzgänger81, Grenzverletzerin und Schuddelkind haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#80

RE: Gedanken eines DDR-Bürgers zum Tag der deutschen Einheit

in Leben in der DDR 07.10.2014 17:11
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Hallo Gert!

Zitat von Gert im Beitrag #75
....
Es ist eine Auszeichnung Antikommunist genannt zu werden, so wie es nach WK II eine Auszeichnung war Antifaschist zu sein.

Es fehlt nur noch das Wort "Antidemokrat" zur Vervollständigung.
Ich halte den Satz für einen Kandidaten auf den Preis des "Leersatzes des Jahres"!
Ich halte von Worten mit "Anti..." überhaupt nichts!
Aber sie werden doch zu gerne von den (jeweils) "besseren" Menschen gebraucht.

Schöne Grüße,
Eckhard


nach oben springen



Besucher
17 Mitglieder und 54 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Erinnerung
Besucherzähler
Heute waren 1343 Gäste und 89 Mitglieder, gestern 3611 Gäste und 206 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14366 Themen und 557750 Beiträge.

Heute waren 89 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen