#201

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.10.2014 17:58
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #160
Zurück zum eigentlichen Thema.

Waren es für Viele wirklich Züge nur in die Freiheit?

Klar und unbestritten, raus aus dem eingezäunten und bevormundeten SED- "Paradies".
Hinein in die von Westmedien dem eingesperrten DDR- Bürger fein säuberlich suggesierte bunte Welt, das ach so tolle Paradies von Glitzer, vollen Regalen, Konsum schier ohne Ende.

Aber waren es für viele nicht auch Züge in die (schnelle) Ernüchterung? Das nach Euphorie, Freude ganz schnell die Ernüchterung kommt, besonders die des ausnahmslosen Leistungsprinzipes? Nix mehr mit Drückebergerei, fast unbegrenzt bezahlter Freistellung für gesellschaftlihe Tätigkeit & Co? Der eigentlich damals noch normale Alltag?

(Nebenbeibemerkung: ich schreibe jetzt bewußt von damals, weil leider heute, 25 Jahre danach das reale Leistungsprinzip und damit eine gesunde soziale Marktwirtschaft über eigentlich billige Taschenspielertricks wie Dumpinglöhne, Zeitrbeit, Werksverträge & Co total untergraben und für einen nicht geringen Teil der Arbeitnehmer quasi abgeschafft wurde. was zählt sind Skrupellosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Raffgier, Rigerosität, Ellenbogen...)

Und meine Meinung, was die s. g. krimminellen Elemente anbelangt..., oh weia! Wie doch 25 Jahre danach die SED- Propaganda noch fortlebt....!

Kann mich ohne viel Worte eigentlich nur der Meinung von @ABV anschließen.

Ebenso und zum wiederholten male, was die Massen der angeblich zurückgelassenen Kinder anbelangt.
Einfach nur billigste Polemik, Propaganda von damals ohne beweiskräftige Zahlen oder anderweitige konkrete Belege!

Noch mal was direkt zum Videoclip und den Zügen.

Ich glaube, sehr viele meiner damaligen Kollegen in den betreffenden Bahnbetriebswerken an der Fahrtroute der Züge waren mehr als froh, diese Züge nicht fahren zu müssen. Denn jeder halb wegs nüchtern denkende Lokführer, Reichsbahner konnte sich in etwa ausmahlen, was da auf ihn zukommen kann. Gerade was das Erfassen (Überfahren mit meisst tödlichem Ausgang) von Personen im Gleis anbelangt.

Und wäre es dazu gekommen, das Personen, die im oder zu nah am Gleis gestanden haben, getötet wurden wären. Die DDR- Staatsanwaltschaft hätte mit ganz großer Sicherheit nüchtern und real, unabhängig wie eine Staatsanwaltschaft nun mal sein sollte und ohne SED- Einfluß spätestens ab Dezember 1989 ermittelt. Und sie hätte die Schuldigen gefunden, in nerster Linie natürlich die handelnden Lokführer, aber auch die auf den Lokomotiven mitfahrenden Instrukteure.

Und nach DDR- Gesetzes- und Rechtslage wären die mit ebenso großer Sicherheit nicht so gut davongekommen wie so mancher Kompaniechef und Einpeitscher bei der Vergatterung von Grenzsoldaten zum Grenzdienst und Schusswaffengebrauch bei späteren, von der bundesdeutschen Justitz geführten Prozessen.

Aber, seien wir alle froh, das damals niemand dabei zu Schaden oder gar ums Leben gekommen ist. Hätte vermutlich auch ganz schnell zur Eskalation in den Oktober- und Novembertagen vor nunmehr 25 Jahren führen können. Hätte manchen ungewollt Beteiigten schwere Gewissenbisse gebracht und niemanden wirklich gedient.

Bleibt immer nur die nüchterne und auch nach 25 Jahren immer noch schwer begreifliche Feststellung.

Sowas konnte nur ein (seniler) Vollidiot anweisen, diese hochbrisanten Züge noch über die DDR fahren zu lassen, oder?

josy95



Die Ermittlungen wären eingestellt worden. Im Gegensatz zum Straßenverkehr gibt es bei der Bahn kein Sichtfahrgebot. Wenn sich Personen im Gleisbereich bzw. zu nah an den Gleisen aufhalten (und damit gegen die Bestimmungen im Eisenbahnbetrieb verstoßen), liegt die Schuld bei den Verunglückten. Auf Grund der im Fahrplan vorgesehenen Geschwindigkeit hätte ein Lokführer die Personen erst gesehen, wenn er sowiso nicht mehr hätte anhalten können. Seine einzige Pflicht wäre es gewesen, Achtungssignal zu geben (Signalhorn), um die Personen aus dem Gleisbereich zu vertreiben. Auc heute wird kein Lokfüher dafür verantwortlich gemacht, wenn ein Selbstmörder, Graffiti-Schmierer oder spielende Kinder unter den Zug kommen, da ein rechtzeitiges Anhalten technisch unmöglich ist.



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#202

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.10.2014 18:02
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Auc heute wird kein Lokfüher dafür verantwortlich gemacht, wenn ein Selbstmörder, Graffiti-Schmierer oder spielende Kinder unter den Zug kommen, da ein rechtzeitiges Anhalten technisch unmöglich ist.

Logisch das der Lokführer Unschuldig ist. Ich habe bei meiner Arbeit (Rettungsdienst) Lokführer gesehen die waren fertig mit sich und der Welt, wieviele dann weiter gefahren sind keine Ahnung,aber mit Sicherheit nicht alle.


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#203

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.10.2014 19:26
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde,……
Seine einzige Pflicht wäre es gewesen, Achtungssignal zu geben (Signalhorn), um die Personen aus dem Gleisbereich zu vertreiben.
Widerspruch . Die maßgebliche Vorschrift ist die Fahrdienstvorschrift der DR, DV 408. Sozusagen die Bibel für den Lokführer.
"so ist nach § 68 Abs. 1 der Fahrdienstvorschriften (FV), DV 408, zu handeln. ...... Bei Gefahr ist zuerst die Schnellbremsung einzuleiten, der Sandstreuer anzustellen, "
Sicher , keine Strafrechtliche Vorschrift, trotzdem hat der Lokführer in jedem Fall von Betriebsgefahr eine Schnellbremsung einzuleiten. Unabhängig davon, ob ein rechtzeitiges Anhalten technisch noch möglich ist. Wird auch in mehreren, anderen Vorschriften der DR ausdrücklich verlangt. (Aufzählung verkneif ich mir mal.)
73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#204

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.10.2014 21:15
von Gelöschtes Mitglied
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Ungeachtet der zuvor geführten Diskussion möchte ich einmal, obwohl ich mich erneut und wiederholt sehr weit aus dem Fenster lehne, dem Thread-Eröffner sagen, dass seine Heldentat durchaus nicht darin bestand, in einem jener Züge gesessen zu haben. Und daraus das ewige Recht der richtigen Tat abzuleiten!
Ich weiß nicht, wie oft, wie viele Male ich hier und anderswo im Netz der Geschichte begegnet bin? Aufdringlich wirkende Fotos mit dem ehem. Bundesaußenminister Genscher, Radio-Interviews auf Facebook oder, was ich echt krass fand, eine ganzseitige Aufmachung mit Herrn Altheide auf Seite 3 unserer Tageszeitung...
Sorry, mein lieber, da kannst Du heute machen, was Du willst, als 10-jähriger Bengel warst Du wohl Zeitzeuge in Prag und in einem der Züge, aber ganz andere Leute haben Dir den Weg damals in den Westen freigemacht.

Und nur, wer in einem der Züge saß, war und ist noch lange kein Held!

Ganz persönliche Grüße

von Klaus


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#205

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.10.2014 21:24
von Gelöschtes Mitglied
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Korrektur: Ich meine die Einlassung ab #38, sorry.


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#206

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.10.2014 21:25
von exgakl | 7.237 Beiträge

öhm Klaus... den Thread hat der @ek40 eröffnet, der wird mit Sicherheit auch schon Zug gefahren sein, aber wahrscheinlich nicht in einem der in die Freiheit fuhr....
Der Rest des Beitrages ist aber ok....


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#207

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.10.2014 21:31
von Gelöschtes Mitglied
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Ja, Karsten, ich habe es bemerkt, und versucht zu korrigieren. Allerdings geht mir diese Geschichte, wenn auch offenbar sehr einprägsam, so auf den Sender, weil sie einfach nicht die Mehrheit der damals Betroffenen darstellt.
Ich sage das hier nicht gern, aber nicht der, der am lautesten schreit mit damals 10 Jahren, war der Held, sondern ganz andere Leute...

VG Klaus


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#208

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.10.2014 21:35
von exgakl | 7.237 Beiträge

ja eine Rohrdommel kann auch ordentlich Krach machen....


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#209

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.10.2014 16:36
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #203
Abend, Gemeinde,……
Seine einzige Pflicht wäre es gewesen, Achtungssignal zu geben (Signalhorn), um die Personen aus dem Gleisbereich zu vertreiben.
Widerspruch . Die maßgebliche Vorschrift ist die Fahrdienstvorschrift der DR, DV 408. Sozusagen die Bibel für den Lokführer.
"so ist nach § 68 Abs. 1 der Fahrdienstvorschriften (FV), DV 408, zu handeln. ...... Bei Gefahr ist zuerst die Schnellbremsung einzuleiten, der Sandstreuer anzustellen, "
Sicher , keine Strafrechtliche Vorschrift, trotzdem hat der Lokführer in jedem Fall von Betriebsgefahr eine Schnellbremsung einzuleiten. Unabhängig davon, ob ein rechtzeitiges Anhalten technisch noch möglich ist. Wird auch in mehreren, anderen Vorschriften der DR ausdrücklich verlangt. (Aufzählung verkneif ich mir mal.)
73, Hans




Die Anweisung zum Nichtbremsen dürfte damit begründet gewesen sein, daß ein Bremsgeräusch Gleisbesetzer in falscher Sicherheit gewiegt haben dürfte. Insofern war der Verstoß gegen die Fahrdienstvorschrift gerade als Mittel zur Gefahrenabwehr als Ausnahme angewiesen worden.



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#210

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.10.2014 17:19
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #201



Die Ermittlungen wären eingestellt worden. Im Gegensatz zum Straßenverkehr gibt es bei der Bahn kein Sichtfahrgebot. Wenn sich Personen im Gleisbereich bzw. zu nah an den Gleisen aufhalten (und damit gegen die Bestimmungen im Eisenbahnbetrieb verstoßen), liegt die Schuld bei den Verunglückten. Auf Grund der im Fahrplan vorgesehenen Geschwindigkeit hätte ein Lokführer die Personen erst gesehen, wenn er sowiso nicht mehr hätte anhalten können. Seine einzige Pflicht wäre es gewesen, Achtungssignal zu geben (Signalhorn), um die Personen aus dem Gleisbereich zu vertreiben. Auc heute wird kein Lokfüher dafür verantwortlich gemacht, wenn ein Selbstmörder, Graffiti-Schmierer oder spielende Kinder unter den Zug kommen, da ein rechtzeitiges Anhalten technisch unmöglich ist.



Das kann und will ich hier nicht so stehen lassen!

@Stabsfeldkoenig, wenn man von Eisenbahn und dem Drumherum nicht viel Ahnung hat, sollte man sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen!
Und besonders dann, wenn man damit, so wie Du offenkundig, das Handeln oder Handlungsanweisungen damaliger Personen leggalisieren oder schönreden will.

Du hast im Ansatz und bedingt Recht, das im Eisenbahnbetrieb im Gegensatz zum Straßenverkehr vom Grundsatz her kein Sichtfahrgebot gibt.

Da gibt es aber zwei ganz feine Unterschiede.
Nämlich einmal den s. g. Rangierdienst, wo eindeutig Sichtfahrgebot vorgeschrieben ist. Ich will jetzt nicht den berühmten Satz, was Einrichtung der Geschwindigkeit usw. und rechtzeitiges, sichers(!) Anhalten vor Hindernissen (also auch Persomnen) im Fahrweg (Gleis) wortwörtlich herholen, wie er ähnlich auch in der STVO abformuliert ist. Jeder Führerscheinbesitzer kennt ihn.
Hier hat man als Lokführer bei einem entsprechenden Unfall ganz schnell mit die A- Karte!

Im Zugfahrdienst sieht es etwas anders aus. Hier ist zwar kein Sichtfahrgebot wie im Rangierdienst zwingend vorgeschrieben, aber @Hans hat es schon treffend formuliert. Der Lokführer oder auch jeder x- beliebige Betriebseisenbahner, der eine Gefahr erkennt, hat diese mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln abzuwenden .Mit diesen Mitteln sind vor allem der Gebrauch von Notbremseinrichtingen aber auch Signalmittel gemeint. Wie z. Bsp. ein auf Fahrt stehendes Signal in die Haltestellung zurückverbringen. Oder der klassische Spruch über Kommunikationseinrichtungen wie Funk oder Fernsprecher: "Betriebsgefahr, haltet Züge zurück!" Dieses ultimative Haltsignal gilt dann für alle Züge, hier insbesondere für die Lokführer oder Betriebseisenbahner, die sich an Notbremseinrichtungen oder Signalbedienungen usw. befinden, diese dann auch sofort benutzen müssen! Und eine Betiebsgefahr sind nun mal auch Personen im Gleis oder im s. g. Gefahrenbereich der Gleise. Auch wenn von einem menschlichen Körper im Regelfall für ein Eisenbahnfahrzeug nicht die Gefahr ausgeht, das es bei einer Kollision entgleist. Aber z. Bsp. Hauptluftleitungen gerade im Frontbereich eines führenden Fahrzeug (Lokomotoive) werden bei einem Zusammenprall sehr schnell beschädigt und lösen die vom Lokführer nicht mehr zu beeinflussende s. g. Zwangsbremsung aus.

Bei "unseren" Zügen, um die es hier geht, kann man von s. g. klassischen Zugfahrten ausgehen.

Und strafrechtlich, damals wie heute wird im Regelfall auch immer gegen den Lokführer mit ermittelt. Gerade das ist ja oft für Lokführer dann die zweite große psychische Belastung! Mit Detailsachen dann mit der ganzen Sache nochmals konfrontiert zu werden. Einzigste Ausnahme war und ist meines Wissens bei einem eindeutig nachgewiesenen Suizid. Z. Bsp. wenn der Betreffende einen Abschiedsbrief bei sich hatte oder es gibt eindeutige Zeugenaussagen.

Aber sonst geht es knallhart um Bremsweg, gefahrene (eingehaltene) Geschwindigkeit, Sicht vor und zum Zeitpunkt des Zusammenpralls usw..
Schon damals konnte man u. a. an Hand der s. g. Indusi- Schreibstreifen (heute PZB 90 genannt - die Zugsicherungseinrichtung, die im Januar 2011 bei dem schrecklichen Unfall in Hordorf bei Oschersleben gefehlt hat) diese Daten minutiös abbrufen, also wann der Lokführer reagiert hat. Und diese Geräte unterlagen (unterliegen) nicht um sonst strengen Prüfregularien und sind verplompt. Für die Nichteisenbahner unter uns, es sind Fahrtenschreiber nix anderes wie beim LKW.

Auch wenn ich mich wiederhole. Demjenigen, dem nachgewiesen wird, das er wissentlich, wenn in diesem Fall nicht sogar vorsätzlich "draufgehalten" hat, dem hätte man ein Ding wenigstens wegen fahrlässiger Tötung, wenn nicht sogar wegen Mord gemacht!
Wenn vielleicht damals, im Oktober 1989 auch nicht sofort, da zu dieser Zeit der Botschaftszüge noch andere Gremien ein nicht zu unterschätzendes Mitspracherecht und entsprechend wirksame Vertuschungsmöglichkeitenn hatten, aber spätestens im Dezember 1989 oder danach...

@StabsfeldKoenig , ich sag es noch einmal: Du redest, schreibst echt ein Schmarrn daher, der unerträglich ist.
Da nützt es auch nichts, etwas Zeit ins Land gehen zu lasssen und es immer wieder erneut zu versuchen!

josy95

sorry, war vorhin sehr in Eile und dauernd abgelenkt, mußte das aber loswerden! Korrekturlesung erst jetzt rtfolgt..., und Schreibfehleredit war irgendwie notwendig..


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 14.10.2014 19:10 | nach oben springen

#211

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.10.2014 17:57
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Zugfahren ist einfach, würde man als PkW Fahrer meinen, ist es aber nicht... Um die Nerven zu beruhigen:
http://youtu.be/OILD0xMOMfY?t=16m32s
Theo


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#212

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.10.2014 20:09
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Mir ist seinerzeit aufgefallen, dass nur die ersten Züge das mediale Interesse des Westens inbezug auf die Durchfahrtsstrecke (durch die DDR) hatten. Möglich gab es ein Schweigeabkommen der BRD mit der DDR zur Schadensbegrenzung, dass bei den späteren Zügen die Streckenführung geheim bleiben sollte. Da ich zu diesem Zeitpunkt in der DDR war, hörte ich die wildesten Gerüchte über die Streckenführung besonders der "Warschauer Züge": Berliner Nordring, Berliner Südring (über den damaligen HBf Potsdam, heute Pirschheide) mit speziell eingerichteten provisorischen Kontrollbahnhöfen auf kleinen abgelegenen Landbahnhöfen, die besonders gut gesichert werden konnten. Hat da jemand Infos?
Theo


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#213

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.10.2014 23:02
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #212
Mir ist seinerzeit aufgefallen, dass nur die ersten Züge das mediale Interesse des Westens inbezug auf die Durchfahrtsstrecke (durch die DDR) hatten. Möglich gab es ein Schweigeabkommen der BRD mit der DDR zur Schadensbegrenzung, dass bei den späteren Zügen die Streckenführung geheim bleiben sollte. Da ich zu diesem Zeitpunkt in der DDR war, hörte ich die wildesten Gerüchte über die Streckenführung besonders der "Warschauer Züge": Berliner Nordring, Berliner Südring (über den damaligen HBf Potsdam, heute Pirschheide) mit speziell eingerichteten provisorischen Kontrollbahnhöfen auf kleinen abgelegenen Landbahnhöfen, die besonders gut gesichert werden konnten. Hat da jemand Infos?
Theo


Wie hast du denn für dich zum damaligen Zeitpunkt die Gesamtsituation gefühlt, aufregend, besorgniserregend, oder doch eher ruhig?


zuletzt bearbeitet 14.10.2014 23:03 | nach oben springen

#214

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.10.2014 23:34
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #33
Zitat von Hans im Beitrag #32
Ausreichend Bildmaterial im Net. , z.B. bei "Himmelreich" oder "Gruppe der Zwanzig". Ansehen.

Leider konnte ich unter den angegebenen Begriffen nichts finden (zumindest keine Bilder vom Dresdner Hauptbahnhof).
Da solltest Du schon einen präzisen Link einstellen.

Aber im Grunde genommen auch nicht erforderlich, denn ich war am nächsten Tag auf dem Hauptbahnhof und konnte mir selbst ein Bild machen.


Vielleicht mal eine Bemerkung dazu.Die Tanklöschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr sollten als Wasserwerfer zum Hauptbahnhof aus rücken und dort eingreifen.Das wurde von den Feuerwehrleuten verweigert,es kam nicht zum ausrücken.Noch etwas habe ich,das nicht bekannt wurde.In der Stasizentrale Dresden befanden sich Tanklöschfahrzeuge mit den Nummernschildern der Berufsfeuerwehr.Ist schon komisch,aber macht sinn.
Die Feuerwehrleute haben nach diesen Tagen ihre DDR-Mützenembleme entfernt.
Gruß rei


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#215

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.10.2014 23:54
von Gelöschtes Mitglied
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Beitrag entferndt


PKE hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.10.2014 23:49 | nach oben springen

#216

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 15.10.2014 00:18
von Gelöschtes Mitglied
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Die Feuerwehr hat doch zur DVP gehört, wie kann man da einfach einen Befehl missachten? Hat man nicht gerade in solchen Positionen des öffentlichen Dienstes seinem Dienstherrn gegenüber eine besondere Treuepflicht und somit auch Dinge mit zu tragen die einem persönlich auch mal nicht gefallen können? Gerade wenn man diese Bilder von Dir sieht wäre es doch mehr als angebracht gewesen die eigenen Kameraden der VP gegen diese Chaoten entsprechend zu unterstützen? Ich würde mich da als Feuerwehrmann heute noch schämen meine Kameraden feige im Stich gelassen zu haben, egal wie man zu dem System an sich steht.


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#217

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 15.10.2014 00:30
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von Sicherheitsrisiko im Beitrag #216
Die Feuerwehr hat doch zur DVP gehört, wie kann man da einfach einen Befehl missachten? Hat man nicht gerade in solchen Positionen des öffentlichen Dienstes seinem Dienstherrn gegenüber eine besondere Treuepflicht und somit auch Dinge mit zu tragen die einem persönlich auch mal nicht gefallen können? Gerade wenn man diese Bilder von Dir sieht wäre es doch mehr als angebracht gewesen die eigenen Kameraden der VP gegen diese Chaoten entsprechend zu unterstützen? Ich würde mich da als Feuerwehrmann heute noch schämen meine Kameraden feige im Stich gelassen zu haben, egal wie man zu dem System an sich steht.


Die Feuerwehr hat nicht zur DVP gehört sondern war dem MdI unterstellt, wie auch die VP...


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#218

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 15.10.2014 00:39
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Sicherheitsrisiko im Beitrag #216
Die Feuerwehr hat doch zur DVP gehört, wie kann man da einfach einen Befehl missachten? Hat man nicht gerade in solchen Positionen des öffentlichen Dienstes seinem Dienstherrn gegenüber eine besondere Treuepflicht und somit auch Dinge mit zu tragen die einem persönlich auch mal nicht gefallen können? Gerade wenn man diese Bilder von Dir sieht wäre es doch mehr als angebracht gewesen die eigenen Kameraden der VP gegen diese Chaoten entsprechend zu unterstützen? Ich würde mich da als Feuerwehrmann heute noch schämen meine Kameraden feige im Stich gelassen zu haben, egal wie man zu dem System an sich steht.

Die Feuerwehr unterstand dem MDI!
Kein Feuerwehrmann muß sich heute schämen,das er sich nicht für politische Aktionen mißbrauchen ließ.
Hauptaufgabe:Brände löschen und Menschenleben retten.
Wenn Du der Meinung bist,das brutal prügelnde Polizisten und Wasserwerfer die richtige Entscheidung ist,dann stehst Du wohl hier alleine da.
Mach mal eins,suche mal die Ursachen,warum es am Hbf. dazu kam.
Dresdner Feuerwehrleute sind heute noch stolz,das sie sich nicht mißbrauchen ließen,auch ihre Vorgesetzten.
Wasser marsch
Rei


zuletzt bearbeitet 15.10.2014 00:40 | nach oben springen

#219

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 15.10.2014 00:46
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ich war zu DDR-Zeiten nicht nur ein einfacher Grenzsoldat sondern auch ein einfacher Feuerwehrmann, wie an der Grenze hatte ich bei beiden obere Vorgesetzte die irgendwie was im großen Rahmen bestimmten und ich möchte nicht die Hand ins Feuer legen (passt zur Feuerwehr ) ob diese Oberen nicht bei beiden Diensten kräftig negativ zündelten, beim Kreisbranntmeister hätte ich es mir durchaus vorstellen können.


zuletzt bearbeitet 15.10.2014 00:50 | nach oben springen

#220

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 15.10.2014 05:43
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von exgakl im Beitrag #217
Die Feuerwehr hat nicht zur DVP gehört sondern war dem MdI unterstellt, wie auch die VP...


Danke für die Aufklärung, aber warum unterstanden die Abteilungen Feuerwehr auf Bezirksebene dann immer der jeweiligen BdVP oder waren in ihr angesiedelt?

Zitat
Die BdVP Suhl gliederterte sich in folgende Abteilungen: Politabteilung, Kriminalpolizei, Personalabteilung, Pass- und Meldewesen, Ausbildung und Schulung, Schutzpolizei, Verkehrspolizei, Intendantur, Technische Dienste, Betriebsschutz, Feuerwehr, Strafvollzug, Sekretariat. Diese Abteilungen unterstanden dem Chef der BdVP Suhl.
In den 60er Jahren änderte sich die Struktur der BdVP. Es gab fortan Stellvertreter des Chefs für politische Arbeit, den Stabschef, den der Feuerwehr/Strafvollzug und den der Versogungsdienste. Weiterhin waren die Leiter der Abteilungen: Kader/ Ausbildung, der Inspektion, der Bereitschaften/ Kampfgruppen, der Finanzen, den Presseoffizier und die Leiter bzw. Kommandeure der nachgeordneten Dienststellen dem Chef der BdVP unmittelbar unterstellt.
http://www.archive-in-thueringen.de/inde...estand&id=24352


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