#21

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 18:32
von Gelöschtes Mitglied
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Es gab einfach keine Alternative, weil der Staat(DDR) bankrott war! Wie sollte er den, egal mit welchen Bedingungen, erhalten werden?
Es gab nichts anderes als sich der alten BRD anzuschließen und musst natürlich, mit allem für und wieder, das dort bestehende System akzeptieren!
Ist nun mal so, da kann man davon halten was man will! Um etwas zu verändern in der Damaligen, hätten hohe Genossen schon viele Jahre früher anfangen müssen, nicht erst in den letzten Zuckungen! Da ist die Karre schon in den Dreck gefahren und kam ohne Hilfe von der anderen Seite nicht mehr raus! Dazu kam, das die Masse des Volkes einfach die Schnauze voll hatte, von Sprüchen und Parolen, wo nichts mehr dahinter war!
Grüsse steffen52


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#22

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 18:47
von StabsfeldKoenig | 2.640 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #21
Es gab einfach keine Alternative, weil der Staat(DDR) bankrott war! Wie sollte er den, egal mit welchen Bedingungen, erhalten werden?
Es gab nichts anderes als sich der alten BRD anzuschließen und musst natürlich, mit allem für und wieder, das dort bestehende System akzeptieren!
Ist nun mal so, da kann man davon halten was man will! Um etwas zu verändern in der Damaligen, hätten hohe Genossen schon viele Jahre früher anfangen müssen, nicht erst in den letzten Zuckungen! Da ist die Karre schon in den Dreck gefahren und kam ohne Hilfe von der anderen Seite nicht mehr raus! Dazu kam, das die Masse des Volkes einfach die Schnauze voll hatte, von Sprüchen und Parolen, wo nichts mehr dahinter war!
Grüsse steffen52


Erstmit der DM-Einführung wurde die wirtschaft der DDR ruiniert. Das Bankrott-Gerücht stammt aus der BLÖD-Zeitung. Die Staatsverschuldung der DDR im Ausland, könnte man, im Vergleich mit heutigen Schulden bzw. den Griechenland-Rettungspaketen aus der Portokasse zahlen. Und die innere Verschuldung war in erster Linie eine Rechengröße. Aber auch diese sollte mit einem neuen Wirtschaftprogramm, welches im Frühjahr 1990 auf dem XII. Parteitag der SED beschlossen werden sollte, veringert werden. Die Papiere sind aber bis heute nur in Teilen offen gelegt. Dagegen wurde die "Wende" rechtzeitig mit der Bestechung der ungarischen Regierung (500 Mio DM für die Öffnung der Grenzen) vom Westen ausgelöst.



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#23

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 18:58
von Gelöschtes Mitglied
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Gut, Du weißt Bescheid und die Genossen Generaldirektoren sowie Finanzexperten (Schürer u.s.w.) sind alles Lügner gewesen! Ich möchte und kann auch nicht Deine Meinung zur Sache Dir ausreden und DU weißt es eben so und ich eben anders! Nun bleibt eben die Frage: Wieso haben die Führunsgenossen, so schnell klein bei gegeben? Werden schon , nicht alle, gewusst haben wie es um die marode DDR steht und einfach das Handtuch geworfen! Eben kampflos den Ring verlassen, da muss man sich schon wundern!
Grüsse steffen52


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#24

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 18:59
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #22
Erstmit der DM-Einführung wurde die wirtschaft der DDR ruiniert. Das Bankrott-Gerücht stammt aus der BLÖD-Zeitung. [...]

Nachfolgend ist die Analyse vom 30. Oktober 1989 (Schürer) einsehbar:
http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/DDRGes...kt_01_text.html

Zitat:
"Die Verschuldung im nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet ist seit dem VIII. Parteitag gegenwärtig auf eine Höhe gestiegen, die die Zahlungsfähigkeit der DDR in Frage stellt."

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#25

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 19:02
von Pit 59 | 10.134 Beiträge

Erstmit der DM-Einführung wurde die wirtschaft der DDR ruiniert.


Wenn man nicht selbst in dieser "völlig intakten" Wirtschaft gearbeitet hätte könnte man Dir dieses sogar noch glauben


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#26

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 19:08
von Gelöschtes Mitglied
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Ich habe gar nicht gewusst, dass Rotlicht eine so nachhaltige Schädigung hervorrufen konnte. Ein Glück, dass ich mich oft gedrückt habe bzw. mir etwas auf den Kopf gehalten habe.

Der Hesselfuchs


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#27

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 19:16
von Hapedi | 1.877 Beiträge

Stabsfeld wie alt warst du zum Mauerfall . Mit deinen Argumenten kann man denken du warst mit die Rechte Hand vom Krenz

gruß Hapedi



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#28

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 19:21
von Gelöschtes Mitglied
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Kaum Peter, den Krenz hatte ja die Analyse mit gefordert, zum Stand der Finanzlage in der Damaligen! Sonst würde er es wissen und nicht so tun als ist es nicht die Wahrheit! Er will es einfach nicht sehen und dabei muss man ihn lassen!
Grüsse steffen52


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zuletzt bearbeitet 05.10.2014 19:27 | nach oben springen

#29

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 19:22
von Annakin | 526 Beiträge

War zu dem Zeitpunkt 26 Jahre. War mit ein nen Kumpel zur Disco und sind dann um null Uhr ins vereinigte Deutschland gerutscht.


_____________________________________________________________________________________________________________
Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, mache ihn zum Verbündeten.
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#30

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 20:07
von utkieker | 2.920 Beiträge

Ich bin den ganzen Trouble entflohen und war den ganzen Tag in Dänemark. Als DDR- Bürger bin ich mit der Fähre nach Gedser und als Deutscher kam ich zurück nach Warnemünde. Die eigentliche Party war für mich Silvester im NDR- Festzelt.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#31

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 20:09
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #30
. Als DDR- Bürger bin ich mit der Fähre nach Gedser und als Deutscher kam ich zurück nach Warnemünde.

Gruß Hartmut!


Warst du als DDR-Bürger kein Deutscher?

seaman


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#32

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 20:32
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #17
Ich habe den Abend allein vor dem Fernseher verbracht. Punkt Mitternacht, nach dem Verklingen des letzten Tones der Nationalhymne der DDR habe ich den Fernseher und auch das Licht ausgeschaltet (nach einer Schweigeminute im Dunkeln habe ich kleines Licht gemacht, um schalfen zu gehen), um mich auf diese Art mit würde von meinem Vaterland zu verabschieden, welches Opfer eines Aktes des Hochverrates un einer Besetzung wurde. Gleichzeitig war es für mich ein Zeichen des Protestes dagegen, daß über eine solch wichtige Frage die sog. "Demokraten" und "Bürgerrechtler" (in Wirklichkeit eher frisch gewendete Blockflöten und freche Karrieristen) es nicht einmal für nötig hielten, einen Volksentscheid abzuhalten. Offenbar gab es einige, die Angst hatten, daß es zu viele Gegenstimmen zu diesem fragwürdigen Akt geben könnten.

Ist das war??? Wurde wirklich nochmal die DDR Nationalhymne gespielt?



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#33

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 20:35
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Krelle!

Zitat von Krelle im Beitrag #1
Zu den vielen Menschen, die sich am Abend des 2. Oktober 1990 am ehemaligen Grenzübergang Selmsdorf/Lübeck-Schlutup versammelten, um gemeinsam jenen Augenblick zu erleben, wo unser Deutschland wieder "eins" wird, gehörte auch ich. Mit Freunden war ich dort unterwegs, wo bereits am 9. November 1989 kurz nach 22.30 Uhr die ersten Trabbis,Wartburgs,Ladas usw. gen "Westen" rollten, nachdem Günter Schabowski seine in in die Geschichte eingehenden Worte gesprochen hatte........
Am Tag der "Deutschen Einheit" muss es deshalb immer "Hähnchen" geben!


Zu den Zeitpunkt war ich einige hundert Kilometer weg und hatte "Nachtschicht". In einer Fabrik der Firma die grüne und blaue Bohrmaschinen herstellt .
Dort wurde schon nicht mehr mit "Hurra" gefeiert und ich mußte mir schon anhören, wie ausverschämt die "Ossis" doch geworden sind und wie undankbar ... (es wußte aber keiner, daß ich Wossi bin). Die sind ja alle faul, unselbstständig, ehemalige SED Anhänger ... usw. usf.
Alles angeblich "vor Ort" erfahren!

Als ich es denn ein paar Tage später offenbarte, herrschte fast drei Tage betretenes Schweigen in weiten Teilen der Kollegenschaft. Danach kann einer nach dem anderen an und es kamen Sätze wie: "Naja du bist ja ganz anders ..." oder "Aber man hört ja immer wieder daß ..." oder der dickste Hund war, "Das merkt man ja bei dir garnicht ..."
Jaja, SO war damals die Stimmung im Südwesten offenbar in Teilen der BRD Bürger!
Und auf Nachfrage war KEINER je im Osten und nur wenige hatten "Ostverwandschaft".

Es ist nicht immer alles Gold was in der offiziellen Propaganda-West glänzt!!

Schöne Grüße,
Eckhard


zuletzt bearbeitet 05.10.2014 20:36 | nach oben springen

#34

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 20:36
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von ABV im Beitrag #10
Zitat von Sicherheitsrisiko im Beitrag #9
Im Bett.


Da gehören Kinder wohl ja auch hin. Um Mitternacht

Gruß Uwe


Deshalb fiel mir die Antwort ja auch so leicht, da musste ich nicht lange nachdenken. Das irgendwas anders war hab ich dann nur in der Schule gemerkt und dadurch das plötzlich überall neue Kaufhallen aufgemacht haben. Als Kind war die Welt ja noch recht klein.


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#35

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 20:53
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Antaios im Beitrag #33
Hallo Krelle!

Zitat von Krelle im Beitrag #1
Zu den vielen Menschen, die sich am Abend des 2. Oktober 1990 am ehemaligen Grenzübergang Selmsdorf/Lübeck-Schlutup versammelten, um gemeinsam jenen Augenblick zu erleben, wo unser Deutschland wieder "eins" wird, gehörte auch ich. Mit Freunden war ich dort unterwegs, wo bereits am 9. November 1989 kurz nach 22.30 Uhr die ersten Trabbis,Wartburgs,Ladas usw. gen "Westen" rollten, nachdem Günter Schabowski seine in in die Geschichte eingehenden Worte gesprochen hatte........
Am Tag der "Deutschen Einheit" muss es deshalb immer "Hähnchen" geben!


Zu den Zeitpunkt war ich einige hundert Kilometer weg und hatte "Nachtschicht". In einer Fabrik der Firma die grüne und blaue Bohrmaschinen herstellt .
Dort wurde schon nicht mehr mit "Hurra" gefeiert und ich mußte mir schon anhören, wie ausverschämt die "Ossis" doch geworden sind und wie undankbar ... (es wußte aber keiner, daß ich Wossi bin). Die sind ja alle faul, unselbstständig, ehemalige SED Anhänger ... usw. usf.
Alles angeblich "vor Ort" erfahren!

Als ich es denn ein paar Tage später offenbarte, herrschte fast drei Tage betretenes Schweigen in weiten Teilen der Kollegenschaft. Danach kann einer nach dem anderen an und es kamen Sätze wie: "Naja du bist ja ganz anders ..." oder "Aber man hört ja immer wieder daß ..." oder der dickste Hund war, "Das merkt man ja bei dir garnicht ..."
Jaja, SO war damals die Stimmung im Südwesten offenbar in Teilen der BRD Bürger!
Und auf Nachfrage war KEINER je im Osten und nur wenige hatten "Ostverwandschaft".

Es ist nicht immer alles Gold was in der offiziellen Propaganda-West glänzt!!

Schöne Grüße,
Eckhard

Eckhard, so ist Deine Erfahrung mit alt Bundesbürgern gewesen! Bei mir ist so gewesen, den zur Wende hatte komischer Weiße auf einmal jeder Westbekanntschaft, auch große Genossen! Was sehr erstaunlich gewesen ist! Aber nun weiter, mit meiner Erfahrung! Wir(meine Frau und ich) haben uns gesagt, so wie alle plötzlich unangemeldet bei der Westverwandschaft vor der Tür stehen, das machen wir nicht und sind nur frei Schnauze nach Nürnberg gefahren! Nun kommt es, nach 7 Tagen riefen sie bei uns an und fragten wo wir bleiben wir warten schon lange auf euch! Da wir sagten, sind ja nicht eingeladen, kam die Antwort: Wen ihr nicht morgen in die Buschen kommt und bei uns nicht vor der Tür steht, dann sind wir keine Freunde mehr! Natürlich, haben wir den Lada voll getankt und sind los! So, wie wir dort empfangen wurden, einfach super, auch von den uns unbekannten Nachbarn! Das ist auch heute noch so! Nun sind sie ja nicht mehr unbekannt! Man soll nicht alle über einen Kamm scheren, aus der alten BRD! So viel dazu aus meiner Sicht.
Grüsse steffen52


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#36

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 21:09
von Vogtländer (gelöscht)
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Steffen,die Nürnberger sind ja nu mal auch nen Extra-Völklein.Einfach nur cool.
Schon die Polimanzei alleine beim Eishockey-boah,sowas Entspanntes,aber holla!Meckern die doch erst los,wenn das Trikot nicht ordentlich sitzt!
Auch so hab ich in den 13 Monaten da nix Negatives gefunden!


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#37

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 21:17
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Steffen52!

Zitat von steffen52 im Beitrag #35
Zitat von Antaios im Beitrag #33
......
Jaja, SO war damals die Stimmung im Südwesten offenbar in Teilen der BRD Bürger!
Und auf Nachfrage war KEINER je im Osten und nur wenige hatten "Ostverwandschaft".
Es ist nicht immer alles Gold was in der offiziellen Propaganda-West glänzt!!
Schöne Grüße,
Eckhard

Eckhard, so ist Deine Erfahrung mit alt Bundesbürgern gewesen! Bei mir ist so gewesen, den zur Wende hatte komischer Weiße auf einmal jeder Westbekanntschaft, auch große Genossen! Was sehr erstaunlich gewesen ist! Aber nun weiter, mit meiner Erfahrung! Wir(meine Frau und ich) haben uns gesagt, so wie alle plötzlich unangemeldet bei der Westverwandschaft vor der Tür stehen, das machen wir nicht und sind nur frei Schnauze nach Nürnberg gefahren! Nun kommt es, nach 7 Tagen riefen sie bei uns an und fragten wo wir bleiben wir warten schon lange auf euch! Da wir sagten, sind ja nicht eingeladen, kam die Antwort: Wen ihr nicht morgen in die Buschen kommt und bei uns nicht vor der Tür steht, dann sind wir keine Freunde mehr! Natürlich, haben wir den Lada voll getankt und sind los! So, wie wir dort empfangen wurden, einfach super, auch von den uns unbekannten Nachbarn! Das ist auch heute noch so! Nun sind sie ja nicht mehr unbekannt! Man soll nicht alle über einen Kamm scheren, aus der alten BRD! So viel dazu aus meiner Sicht.
Grüsse steffen52

Naja, ich schrieb ja auch "im Südwesten"
Unsere Verwandten haben eine recht große Privatfirma und einige sind in höheren Positionen recht gut pekuniert.
Gleich nach der Wende schrieben sie, komm doch hier her, kannst bei uns wohnen und ein Auto haben wir auch schon für dich ...

Naja, naiv fuhr ich los (man kann ja seine Brötchen auch woanders verdienen.... )
Als ich ankam heiß es dann: Wir haben schon eine Wohnung für Dich, die kostet auch nur 600 Mark ... ups.
Naja, ist halt so dachte ich. Noch kein ausreichendes Westgeld, aber schon Mietkaution etc.
Aber auch das ließ sich bei der Bank regeln. Der "neue" Chef hielt die Hand dafür hin.

Dann kam nach ein paar Tagen die Ansage, wir haben bei Händler XY ein Auto für Dich ausgesucht, kostet auch nur 3000 Mark ....
So langsam wurde ich etwas rot im geistigen Gesicht.
Naja, wieder zur Bank, den Rest der 1:4 getauschten Kohle angezahlt und ich hatte mein Auto ....

Als ich dann auf Besuch kam, lagen 6 Stück Torte für 6 Personen auf dem Tisch. Und eine Tasse Kaffee für jeden....
Da bin ich kurz weg zum Bäcker, habe eine Schwarzwälder oder Schokocremtorte gekauft und auf den Tisch gestellt.
Alle schauten mich in Schlips und Krangen etwas düppiert an, futterten die Torte KOMPLETT auf und bedanken sich höflich für meinen Besuch ...
Seit dem hatten alle mehr oder weniger "keine Zeit" oder waren immer beschäftigt. Nur meine fast gleichaltrigen Verwandten hielten noch den Kontakt. Aber auch das schlief mit der Zeit etwas ein.
Heute habe ich nur noch "unverwandte" Freunde und gute Bekannte hier im Westen. Eine handverlesene Zahl netter und charakterfester Menschen, denn sowas ist unter Bundesbürgern scheinbar rar gesäht.

Ich glaube Geiz war nicht nur erst seit der Saturnwerbung im Westen geil!
Soweit zu meinen "persönlichen" Erfarungen mit Verwandschaft ...

Schöne Grüße,
Eckhard


zuletzt bearbeitet 05.10.2014 22:27 | nach oben springen

#38

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 21:27
von Gelöschtes Mitglied
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@Eckhard, leider gibt es überall solche und solche! Auch in den neuen Ländern! Gestern noch Freunde( du hast das , ich habe das), nach der Wende einfach Ars........!!! Da hatte sich ganz einfach gezeigt, wer Freund und wer nur geschäftsmäßig Freund! Hat sich aber alles mit der Zeit aufgeklärt und die jetzt noch mit mir grillen und Bier trinken und helfen, das sind die echten Freunde von damals und die möchte ich nicht miesen!
Grüsse steffen52


Hapedi und polsam haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.10.2014 21:39 | nach oben springen

#39

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 22:04
von Hapedi | 1.877 Beiträge

Eckhard , irgendwie liest sich das eher wie einstudierter Agitationsvortrag . Könnte aus dem Linken Lager kommen

gruß Hapedi



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#40

RE: Wo ich zur Stunde der "Einheit" war

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 05.10.2014 22:26
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Hapedi!

Zitat von Hapedi im Beitrag #39
Eckhard , irgendwie liest sich das eher wie einstudierter Agitationsvortrag . Könnte aus dem Linken Lager kommen
gruß Hapedi

Danke daß Du mich wieder mehr nach "links" rückst, ich hatte schon Befürchtungen, daß ich von "linker Seite" gemeuchelt werden könnte ...
So ist das aber leider in unserem Lande, wenn man sich der Realität im wahren Leben bemächtigt und sie nicht aus dem "offiziell" beschriebenen Papier, oder dem "unabhängigen", viereckigen Kasten saugt.
Damit mußte ich schon zu "Ostzeiten" leben und merke heute oftmals, daß ich es auch im "Neuen Deutschland" nicht zu vermissen brauche!

Schöne Grüße,
Eckhard


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