#1

Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 26.09.2014 14:17
von der glatte | 1.356 Beiträge

Da ich, wie sicherlich viele andere hier auch, keine Angehörigen im Westen hatte, war das mit einer "echten" Jeans nicht so einfach. Na gut in den jüngeren Jahren war das für mich auch nicht so das Problem. Später allerdings wurde es eins. Während andere ihre Markenjeans öfters wechseln konnten, freute ich mich über meine echt "erstandene Golfuchs". Die nannte man bei uns auch "Niethose".

Diese Marke aus der DDR war dann schon vom Aussehen gar nicht so schlecht. Als erstes musste bei mir das Schild mit der Aufschrift Goldfuchs verschwinden und dann gestehe ich: Auch ich habe mich nach altem überlieferten Brauch damit in die Badewanne gesetzt, mit Mutters Scheuerbürste bearbeitet bis die Hände weh taten und dann am Körper trocknen lassen. Danach sahen die Dinger ganz manierlich aus, aber das fehlende Schild und die nicht so stilechten Knöpfe waren noch ein Problem. Wir sind also an einem Samstag nicht in die Schule sondern auf den Polenmarkt gefahren und haben uns dort gut nachgemachte Knöpfe und ein Markenschild besorgt. Mutter hatte am Nachmittag noch etwas Arbeit mit der ehemaligen Goldfuchs aber am Abend hatte ich dann eine verächtete Markenjeans an. Ich war stolz.

Später habe ich dann die Jeansklamotten bei den Vertragsarbeitern aus Vietnam für gar nicht viel Geld schneidern lassen. In den Wohnheimen waren ganze Schneiderein privat untergebracht. Nie gab es Probleme und alles wurde nach Maß gefertigt. Wer keinen Jeansstoff hatte, war auch kein Problem. Die fleißigen und geschäftstüchtigen Leute besorgten auch das.

Wurden bei uns Jeans ausgemustert? Ich glaube kaum, alles wurde getragen bis es wirklich nicht mehr ging und begann sich die Hose aufzulösen, dann fand man immer noch eine andere Verwendung. Knöpfe wurden eh nicht weggeworfen, das konnte glatt eine Ehe zum wackeln bringen! Alles wurde aufgehoben und wiederverwendet.

Aber wie war das bei Euch? An was könnt Ihr Euch noch erinnern? Wie habt Ihr Eure Jeans, Markenhose oder nicht, in Form gebracht, damit sie ein Schmuckstück wurde?

Gruß vom Glatten


ACRITER ET FIDELITER


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#2

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 26.09.2014 14:21
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

Mein Vater hat uns Jungs die Jeans verboten.
Als Erwachsener hatte ich nie eine, jetzt nach der Wende habe ich die immer an.


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#3

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 26.09.2014 14:40
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Das Hauptproblem waren wohl Stoff und Farbe.

Komischerweise ist gerade das u. a. heute Mode.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#4

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 26.09.2014 15:19
von furry | 3.580 Beiträge

Als die ersten Auflösungserscheinungen bei meiner Levis im Schritt kamen, wurde ein Lederflicken eingenäht.
Das war übrigens in unseren Breiten ein gängiges Verfahren.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#5

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 26.09.2014 15:23
von der glatte | 1.356 Beiträge

Mich würde einmal interessieren, wie lange solche Hosen halten konnten?

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#6

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 26.09.2014 16:05
von Gelöschtes Mitglied
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In der Nähe von Eisenach gab es einen Schneidermeister (möchte nicht nöher eingehen wo und mit welchem richtigen Namen, Persönlichkjeitsrechte) der Jeans und Jeansjacken im Schnitt der "Originale" nähte. Auch der Stoff war gut. Nur waren die meist im Schritt etwas eng, darum hatte er bei der mänlichen Jugend den Spitznahmen "Sackheber" weg. Nach einigen Bemühen bekam ich die Adresse und machte mich mit meinem Simson "Star" auf den Weg. Als ich klingelte öffnete eine Frau und ich fragte ob der herr "Sack........." (konnte mich gerade noch bremsen) da sei.

Später gab es auch einmal eine Ladung "Le...." in der Jugendmode, trotz Fieber bin ich hin und habe tapfer in der Schlange ausgeharrt.


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#7

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 26.09.2014 18:18
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #6
In der Nähe von Eisenach gab es einen Schneidermeister (möchte nicht nöher eingehen wo und mit welchem richtigen Namen, Persönlichkjeitsrechte) der Jeans und Jeansjacken im Schnitt der "Originale" nähte. Auch der Stoff war gut. Nur waren die meist im Schritt etwas eng, darum hatte er bei der mänlichen Jugend den Spitznahmen "Sackheber" weg. Nach einigen Bemühen bekam ich die Adresse und machte mich mit meinem Simson "Star" auf den Weg. Als ich klingelte öffnete eine Frau und ich fragte ob der herr "Sack........." (konnte mich gerade noch bremsen) da sei.

Später gab es auch einmal eine Ladung "Le...." in der Jugendmode, trotz Fieber bin ich hin und habe tapfer in der Schlange ausgeharrt.



kann es fast nicht glauben, was du da geleistet hast für einen solch "dekadenten " Artikel


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#8

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 26.09.2014 18:35
von Gelöschtes Mitglied
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Meine erste Jeans, die bekam ich aus dem Westen,habe ich voller Stolz gleich zeigen wollen und bin in die Schule mit FDJ- Hemd! Ich dachte mein Klassenlehrer bekommt einen Herzkasper! Ich musste umgehend die Schule verlassen und durfte nur mit einer normalen Hose( so der Lehrer) wieder kommen! Mein Vater( Stabilehrer und guter Genosse) wollte sie gleich verbrennen, doch meine Mutter hat sie gerettet! Zur Strafe haben wir seine 600 Trabant( der nur an der Fahrertür ein Schloss hatte) mit der Fahrerseite an die Schulwand gehoben. Nun hatte er mehr als ein Problem einzusteigen!
Wir standen hinter den Sträuchern vom Schulgarten und haben uns eins gelacht
Grüsse steffen52


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zuletzt bearbeitet 26.09.2014 18:39 | nach oben springen

#9

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 26.09.2014 19:04
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

War doch eigentlich politisch total falsch, wir waren doch für die amerikanische Arbeiter.
Die Jeans war doch die Hose der Arbeiter und Farmer


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#10

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 26.09.2014 19:06
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

#8
Steffen,
wie bist du erzogen worden, berichte mal
Über meine Erziehung habe ich ja schon was getippt.


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#11

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 26.09.2014 19:38
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von thomas 48 im Beitrag #10
#8
Steffen,
wie bist du erzogen worden, berichte mal
Über meine Erziehung habe ich ja schon was getippt.

Thomas bekommst eine PN von mir!
Grüsse steffen52


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#12

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 26.09.2014 19:43
von linamax | 2.020 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #9
War doch eigentlich politisch total falsch, wir waren doch für die amerikanische Arbeiter.
Die Jeans war doch die Hose der Arbeiter und Farmer

Hallo Thomas
Das frage ich mich auch . Da kannst du mal sehen wie krank die Kommunisten waren .


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#13

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 26.09.2014 23:13
von Gelöschtes Mitglied
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Auch, wenn ich mal Wessi war - Parallelen gab es doch.

Natürlich war auch für mich eine Original-Lev.. das Ziel meiner Träume. Finanziell waren meine Eltern jedoch keineswegs auf Rosen gebettet und die Jeans waren teuer - also gab es keine. Meine erste Jeans habe ich mir mir 15 hart erarbeitet: 14 Tage Ferienjob in der NBV, der Neusser BlumenVersteigerung. Ein ziemlicher Knochenjob, jedenfalls habe ich ihn damals so empfunden.

Nach dem Erhalt der Lohntüte (damals wurde ja noch in bar ausgezahlt) bin ich umgehend in einen der Läden unserer Stadt marschiert und habe das Objekt der Begierde gekauft: Es war zwar nicht mein ganzer Lohn, der dafür draufgegangen ist, aber ein erheblicher Teil war es schon. Aber das war egal: Stolz wie Oskar bin ich mit meiner Jeans durch die Stadt stolziert und der Neid des einen oder anderen Klassenkameraden war mir gewiss: Auch von denen konnte sich nicht jeder so eine "Nietenhose" (so nannten die Eltern und die Älteren auch bei uns die Jeans) leisten.


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#14

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 26.09.2014 23:40
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #12
Zitat von thomas 48 im Beitrag #9
War doch eigentlich politisch total falsch, wir waren doch für die amerikanische Arbeiter.
Die Jeans war doch die Hose der Arbeiter und Farmer

Hallo Thomas
Das frage ich mich auch . Da kannst du mal sehen wie krank die Kommunisten waren .


Jeans zu tragen war in den 50er und 60er Jahren im Westen ein Zeichen des Protestes gegen Tradition und Autorität. So sahen es wohl auch viele Jugendliche im Osten. Ein wesentliches Argument gegen Jeans in der Planwirtschaft war aber sicher deren Kurzlebigkeit. Die Indigo Farbe war schon nach kurzer Zeit weg und man brauchte neue Jeans. "Stone Washed Jeans" waren sogar noch schneller ein Fall für die Altkleidersammlung. Im Westen war dieses Phänomen gut für den Profit im Textilhandel; aber im Osten mussten Kleider lange halten.
Theo


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#15

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 26.09.2014 23:49
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #14
Ein wesentliches Argument gegen Jeans in der Planwirtschaft war aber sicher deren Kurzlebigkeit. Die Indigo Farbe war schon nach kurzer Zeit weg und man brauchte neue Jeans. "Stone Washed Jeans" waren sogar noch schneller ein Fall für die Altkleidersammlung. Im Westen war dieses Phänomen gut für den Profit im Textilhandel; aber im Osten mussten Kleider lange halten.


Das deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen, @eisenringtheo : Es war gerade die solide Qualität der Jeans, die mich zum treuen Fan werden ließ: Trotz intensivstem Gebrauch (mehr oder weniger täglich) und eines nicht gerade schonenden Umgangs konnte ich die Jeans mehrere Jahre tragen, bevor sie dann ersetzt werden mussten. "Normale" Stoffhosen glänzten meist schon nach recht kurzer Zeit wie die berühmten Speckschwarten - und waren damit ein, wie man heute sagen würde, no-go.

Vor gut 4 Jahren habe ich mir zwei Stück gekauft, die ich abwechselnd trage. Täglich. OK, der Stoff wird durch die vielen Wäschen langsam morsch und die Farbe ist heller geworden, aber blau sind sie immer noch.


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#16

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 27.09.2014 02:09
von küchenbulle | 196 Beiträge

Hallo Leute !

Nu zankt euch mal nicht wegen der Qualität der guten Levi Strauss &Co . Das war schon ein edles Teil , als oller Ossi mit 18. Jahren (1978)
hab ich meine erste Levis für 55 DM im Intershop Friedrichstraße gekauft . Mann war das ein Blau , ach was hab ich die gepflegt war schon
Wahnsinn . Die Levisjacke kam damals im Shop 75 DM , schade schade soviel hab ich nicht gehabt. wenn der Westbesuch spendabler gewesen wäre
hätts für beides gereicht . Aber man soll ja nicht meckern die Care-Pakete waren ja auch gut . Im Jahr 1979 wurden im Osten eine Charge Levis Hosen
in der Jugendmode verkauft (Müll) . War zu diesem Zeitpunkt ja noch bei der Armee und hab Muttern vergattert mir 2 Stück davon zu kaufen .
Das Stück kostete 85,00 Glocken , nach 2x waschen ging schon die Farbe raus . Wer weiß wo der Stoff herkam ?
Mit meiner ersten echten Levis hab ich mich gleich in die heiße Badewanne gesetzt , destawegen dem Sitz . Ach was war man damals Stolz .

Viele Grüße

der Küchenbulle


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#17

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 27.09.2014 10:17
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Meine erste "richtige" Jeans ...

Meine Familie hatte auch keine direkte Westverwandschaft oder -Bekanntschaft. Aber indirekt: Wir pflegten eine alte Frau - sie war über 90 Jahre alt. Ich holte bei ihr immer die Kohlen in die dritte Etage, seit ich 14 Jahre alt war. Sie hatte einen Sohn in Westberlin. Der schickte ihr immer mal Geld. Und so bekam ich denn immer mal eine Gratifikation in Westgeld. Irgendwann hatte sich da etwas angesammelt und man konnte mal über eine "richtige Anschaffung" nachdenken. Eine ordentliche Jeans. Und so tamperte ich im Sommer des Jahres 1978 mit meinen gerade noch 17 Jahren in den Intershop. Und da lagen die Dinger in Größen, die ich nicht kannte. Ich konnte aber in Ruhe probieren und bekam eine. An den Preis kann ich mich nicht mehr erinnern. Irgendwelche Scherze mit Badewanne und Bürste habe ich nicht unternommen. Ich war froh, dass ich das Ding hatte. Ab da galt: "Nur von meinen kalten, toten Beinen ...!"

Die Kombination aus Levis und FDJ-Hemd hat mir selbst bei Auftritten mit den verschiedensten Singegruppen nie Probleme bereitet. Auch bei Veranstaltungen des Zentralrates der FDJ kam da nüscht. Beweis gefällig? Singegruppe Energiekombinat Leipzig - Herbst/Winter 1978:


Diese Hose verabschiedete sich übrigens kurz vor meinem Gang an die Offiziershochschule im Juni 1979. Wir hatte ein Konzert der "Frühlingspalette" - das war ein kultureller und beruflicher Leistungsvergleich der Lehrlinge der Stadt Leipzig. Das Abschlusskonzert der Preisträger war in der Kongresshalle am Zoo. Vor dem Auftritt ging ich noch mit ein paar Mädels aus der Singegruppe durch den Hinterausgang in den Zoo. Am Robbenbecken rief eine plötzlich: "Ohhhrrr guck mal, hier unten! Niiiieeeedlich!" Ich beugte mich vor und hörte ein nahezu knallendes "Ratsch" aus der Gegend meines Hinterns. Am linken Hinterbein, unterhalb der Pobacke, war ein riesiger horizontaler Riss. Heute wäre das Mode. Damals konstatierte ich: Kaputt! Den Auftritt bestritt ich dennoch noch mit dieser Hose, auch wenn meine Bühnenwege einigen merkwürdig erschienen, die mich kannten. Es ging. Danach warf ich diese Hosen weg, um kurz darauf andere anzuziehen ... aber das waren keine Jeans und das ist auch eine andere Geschichte.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#18

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 27.09.2014 12:26
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Die "echten" Einzelteile waren auch in der DDR irgendwie zu haben, vor allem ordentlicher Stoff in Ballen.

Den Mangel im Bekleidungshandel haben in den 80ern vietnamesische Gastarbeiter genutzt und aus den o. g. Teilen nach Feierabend im Wohnheim massenhaft Jeans genäht. Die waren von den echten kaum zu unterscheiden und maßgeschneidert.

Das müßtet ihr auch kennen, nehme ich mal an.

Gruß
Micha


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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zuletzt bearbeitet 27.09.2014 12:26 | nach oben springen

#19

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 27.09.2014 13:05
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Man darf die Zeitschiene nicht ausser Acht lassen. Wenn Jugendliche im Westen aus Protest andere Kleider als ihre Eltern trugen, griff das die Modeindustrie auf und die Kleidung verlor ihren Protestcharakter. Die Jugendlichen wurden älter und kriegten Kinder. Diese trugen dann aus Protest wieder andere Kleider als ihre Eltern.
Wenn ich mich recht erinnere, war in den 60er Jahren Bluejeans und Lederjacke angesagt. in den 70er Jahren war es die Hippiemode mit bunten Hemden, langem Kragen, oben engen, aber unten weiten Hosen, bevorzugt in oranger Farbe, Plateuschuhen und eine Haartracht, die mindestens die Ohren bedeckten, waren ein Muss (Frauen trugen kurze Haare). In den achtziger Jahren wurde es etwas kompliziert, ich denke Vokuhila Frisur und Netzhemden waren angesagt, Stonewashed Jeans und Cowboy Stiefel..??
Theo


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#20

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 27.09.2014 13:33
von Gelöschtes Mitglied
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@eisenringtheo , ich denke das war in Ost und West ähnlich. meine "Vorbilder" waren die Jungs der Studentenbewegung in der BRD. das ohne das Thema zu hinterfragen, mir erschien das einfach gut....

Jeans uned lange Haare, das war auch für mich ein Ausdruck meines Lebensgefühls. das konnten die "Spießer" in Ost und West nicht ab.....

Leider wurde das Thema in der DDR stark politisiert, weil diese Mode "der Unangepaßten" aus dem Westen kam. Selbst in dem Bild in meinem Parteiausweis hatte ich schulterlange Haare. Das war wohl nicht gerne gesehen, aber man fürchtete auch den Eklat einen "Kanditaten" zu verlieren.


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