#61

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 19.09.2014 12:19
von turtle | 6.961 Beiträge

Dandelion hat in seinem Beitrag das wesentliche geschrieben. Ich sehe es auch so. Persönlich hatte ich das Ergebnis sogar noch knapper erwartet. Hoffe nur das sich beide Lager pro und dagegen schnell der Normalität zuwenden . Eine schottische "IRA" können wir nicht gebrauchen. Immerhin haben die Befürworter mehr Zugeständnisse für Schottland erreicht.


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#62

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 19.09.2014 12:27
von eisenringtheo | 9.165 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #59
(...)
Nationalismus wird geschürt mit falschen Versprechungen.
Die Probleme auf der Welt sind international und lassen sich nicht durch den "nationalen Rückzug" lösen.
.

Die einen sind international, andere national, wieder andere regional und einige sogar nur lokal. Die häufigste Kritik an der EU ist, dass die EU immer mehr Kompetenzen an sich reisst, aber nicht in der Lage ist, vor Ort lokale Probleme zu lösen: Das könnten eben nur nationale, regionale oder lokale Behörden. Die EU Gegner untermauern diese Behauptungen mit Bauleichen aus Ländern, die von der EU gefördert wurden, zum Beispiel mit Geisterflughäfen in Spanien oder Griechenland
http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Ciudad_Real
http://fotos.de.msn.com/slideshow/nachri...afen/3bo2se65#1
Theo


grenzgänger81 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#63

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 19.09.2014 13:44
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #62
Zitat von Barbara im Beitrag #59
(...)
Nationalismus wird geschürt mit falschen Versprechungen.
Die Probleme auf der Welt sind international und lassen sich nicht durch den "nationalen Rückzug" lösen.
.

Die einen sind international, andere national, wieder andere regional und einige sogar nur lokal. Die häufigste Kritik an der EU ist, dass die EU immer mehr Kompetenzen an sich reisst, aber nicht in der Lage ist, vor Ort lokale Probleme zu lösen: Das könnten eben nur nationale, regionale oder lokale Behörden. Die EU Gegner untermauern diese Behauptungen mit Bauleichen aus Ländern, die von der EU gefördert wurden, zum Beispiel mit Geisterflughäfen in Spanien oder Griechenland
http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Ciudad_Real
http://fotos.de.msn.com/slideshow/nachri...afen/3bo2se65#1
Theo

Ein ja zu GB heist noch lange nicht ein ja zur EU.
Dieser knatsch kommt ja auch noch,da GB der Meinung ist allein besser klar zu kommen.
Oder anders gesagt,man kann sich ja die Rosinen aus dem Kuchen picken.


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#64

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 19.09.2014 13:48
von Barbara (gelöscht)
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Ist berechtigte Kritik an der EU Grund, sie insgesamt und grundsätzlich in Zweifel zu ziehen? Um zu nationalstaatlichem Handeln zurück zu kehren, das vordergründig mehr Autonomie verspricht? In Wahrheit aber in Vielfaches an Erschwernissen in einem gemeinsamem Handeln hinsichtlich globaler Probleme mit sich ziehen wird?

Das "Bedrohungsszenario", dass durch die Instanz "Europa" erzeugt wird, steht in keinem Verhältnis zu den echten Bedrohungen, die der Rückzug hinter die nationalen Gartenzäune bewirken wird, ob politisch, gesellschaftlich oder wirtschaftlich.


matloh hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#65

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 19.09.2014 13:54
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von grenzgänger81 im Beitrag #63
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #62
Zitat von Barbara im Beitrag #59
(...)
Nationalismus wird geschürt mit falschen Versprechungen.
Die Probleme auf der Welt sind international und lassen sich nicht durch den "nationalen Rückzug" lösen.
.

Die einen sind international, andere national, wieder andere regional und einige sogar nur lokal. Die häufigste Kritik an der EU ist, dass die EU immer mehr Kompetenzen an sich reisst, aber nicht in der Lage ist, vor Ort lokale Probleme zu lösen: Das könnten eben nur nationale, regionale oder lokale Behörden. Die EU Gegner untermauern diese Behauptungen mit Bauleichen aus Ländern, die von der EU gefördert wurden, zum Beispiel mit Geisterflughäfen in Spanien oder Griechenland
http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Ciudad_Real
http://fotos.de.msn.com/slideshow/nachri...afen/3bo2se65#1
Theo

Ein ja zu GB heist noch lange nicht ein ja zur EU.
Dieser knatsch kommt ja auch noch,da GB der Meinung ist allein besser klar zu kommen.
Oder anders gesagt,man kann sich ja die Rosinen aus dem Kuchen picken.



So ist es. Die EU-Kritik hat nämlich eigentlich als Motiv, dass jeder jederzeit das Beste aus allem für sich rausholen will, über das, was die EU leistet, wird interessanterweise nie geredet, sondern ausschließlich darüber, was sie nicht oder - im Auge des Betrachters - "falsch" leistet.

Wir haben es mit einer großen gesellschaftichen Egomanie zu tun, geschürt auf den Feuern der Nationalisten.
.


matloh hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#66

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 19.09.2014 14:01
von Heckenhaus | 5.127 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #59


Ich meine, das hat nichts mit "Nationen" zu tun, dem Erdöl in der Nordsee ist es egal, vor welcher Küste es lagert und denjenigen, die davon profitieren, auch.
Nationalismus wird geschürt mit falschen Versprechungen.
Die Probleme auf der Welt sind international und lassen sich nicht durch den "nationalen Rückzug" lösen.
.


Es hat nichts mit Nationen zu tun, wer wo wann Öl fördert, das ist richtig.
Auch sehe ich im Streben nach nationale Eigenständigkeit keinen Nationalismus. Es geht auch nicht vordergründig um Problemlösungen in aller Welt.
Vielmehr besinnen sich immer mehr Menschen auf ihre Wurzeln, ihre nationale Identität, ist das verwerflich ?

Ich finde NEIN, es ist sehr viel sinnvoller als die angestrebte Verquirlung der Völker Europas in einem EU-Einheitsbrei mit nicht kompatiblen
Gewürzen.
Die Schotten, die Basken, die Flamen usw sind Europäer, aber in erster Linie sind sie das, für was sie sich ausgeben, eigenständige
Völker oder Volksgruppen mit eigener Geschichte und Tradition, und das darf nicht im Topf von 500 Millionen EU-Bürgern untergehen und auch
nicht von "fremden" Regierungen befehligt werden.

Wenn das jetzt gescheiterte Referendum in Schottland dazu führt, den Herrschaften in den Regierungsetagen der Länder und auch in Brüssel
Denkanstöße mit praktischen Ergebnissen zu geben, ist trotz Niederlage schon wenigstens etwas erreicht.
Die gegenwärtig stetig wachsende EU-Diktatur wird sonst eines Tages im Chaos enden.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#67

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 19.09.2014 14:17
von Heckenhaus | 5.127 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #65


So ist es. Die EU-Kritik hat nämlich eigentlich als Motiv, dass jeder jederzeit das Beste aus allem für sich rausholen will, über das, was die EU leistet, wird interessanterweise nie geredet, sondern ausschließlich darüber, was sie nicht oder - im Auge des Betrachters - "falsch" leistet.

Was die EU leistet, oder besser, was sich die dortigen Abgeordneten legal leisten, ging bereits mehrfach durch die Medien.
Geldverschwendung ist da ganz vornehm formuliert.

Was sonst rüberkommt beim kleinen Mann sind Peanuts dagegen. Und jetzt bitte nicht mit den Förderungen verschiedenster Projekte kommen,
alles muß zuvor eingezahlt werden, bevor verteilt wird.
Dazu kommt, das der EU-Einheitswahn auch Nachteile bringt für verschiedene Länder, deren Erläuterung jetzt hier den Rahmen sprengen würden.
Nur eins dazu: Die gegenwärtige Sanktionspolitik der EU gegen Rußland, unter der die kleinen oder ärmeren Mitglieder unverhältnismäßig stärker leiden als die starken Länder. Der Widerstand in Osteuropa beweist das endeutig, denn dort geht es an die Substanz.
Weiterhin verbrennt die EU Geld bei der Reglementierung und Bevormundung der Bürger, Beispiele sind Gen-Mais, Staubsauger-Normen, Glühlampenverbote, Obst/Gemüse-Normen ect.pp.
Bei wirklich wichtigen Dingen macht jedes Land leider doch, was es will, zum Beispiel im Umweltschutz.
Ich könnte da Beispiele aus Kroatien benennen.

Die EU ist eine Organisation, in der die Kleinen zu Gunsten der Großen zu Kreuze kriechen müssen, und das wird süffisant mittels finanzieller
Almosengaben getarnt und schöngeredet.

Zitat
Wir haben es mit einer großen gesellschaftichen Egomanie zu tun, geschürt auf den Feuern der Nationalisten.


Das ist allein deine persönliche Meinung, oder wie soll man das verstehen ?
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
zuletzt bearbeitet 19.09.2014 14:20 | nach oben springen

#68

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 19.09.2014 20:05
von 94 | 10.792 Beiträge

Mal zurück zum Thema, also ich find's interessant das die Concils mit der geringsten Wahlbeteiligung aye stimmten ... und gleichzeitig auch die (industriellen) Ballungsräume sind (Dundee, Glasgow) ...
www.bbc.com/news/events/scotland-decides/results


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#69

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 19.09.2014 20:19
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo 94!

Zitat von 94 im Beitrag #68
Mal zurück zum Thema, also ich find's interessant ....

Das Wichtigste ist, die Atom-Uboote können bleiben wo sie sind.
Und was man versprochen hat in London, wird sicher recht schnell vergessen sein. Oder ist da was unterschrieben worden?
Aber die Hauptsache ist erreicht, der Druck ist aus dem Kessel!

Schöne Grüße,
Eckhard


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#70

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 19.09.2014 20:26
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Theo!

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #62
..... Die häufigste Kritik an der EU ist, dass die EU immer mehr Kompetenzen an sich reisst, aber nicht in der Lage ist, vor Ort lokale Probleme zu lösen:.....
Theo

Das müßen die Nutznießer dieser "Konglomeratsregion" Europa garnicht.
Wenn man erstmal die Macht hat, läßt man sich die Sache in den Regionen totlaufen.
Irgend einer wird sich finden, der dann das schwarze Schaf spielt. Und alles ist wieder "gut" ...
Und wenn es denn nicht schnell geht, "Geislerisiert" man das Problem eben. (siehe Stuttgart21)

Schöne Grüße,
Eckhard


zuletzt bearbeitet 19.09.2014 20:27 | nach oben springen

#71

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 19.09.2014 21:03
von damals wars | 12.134 Beiträge

Gerade die Regionen werden durch die EU gefördert, und der Osten hat davon sehr profitiert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4...ale_Entwicklung

Es gab genug Bauschilder im Osten, auf den diese Förderung erkennbar war.

Die Ostdeutschen Bundesländer haben sich immer sehr bemüht, Ziel 1 Region zu bleiben.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#72

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 19.09.2014 21:23
von josy95 | 4.915 Beiträge

Eins wundert mich von Anfang an.

Was gab es für ein Riesengeschrei westlicher Gutmenschen, Politiker..., um das Referendum der Krimbewohner, ob sie zukünftig zu Rußland oder zur Ukraine wollen.

Gut, ein klein wenig anders sieht es hier aus, die Schotten wollten Abspaltung von UK mit Ziel staatliche Eigenständigkeit.

Vom Grundsatz her aber nichts anderes!

Ist nun nicht so gekommen, knapper Ausgang. Aber das sind nun mal demokratische Grundsätze, wenn das Vollk selbst zu den gravierenden Fragen frei und offen entscheiden kann.

Frag mich nur, wann Bayern und BW in Deutschland so ein Referendum "anleiern"....

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#73

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 19.09.2014 22:10
von eisenringtheo | 9.165 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #72
Eins wundert mich von Anfang an.

Was gab es für ein Riesengeschrei westlicher Gutmenschen, Politiker..., um das Referendum der Krimbewohner, ob sie zukünftig zu Rußland oder zur Ukraine wollen.

Gut, ein klein wenig anders sieht es hier aus, die Schotten wollten Abspaltung von UK mit Ziel staatliche Eigenständigkeit.

Vom Grundsatz her aber nichts anderes!
(...)


josy95


Schon nicht das gleiche! In Schottland wurde die Abstimmung langfristig angekündigt und korrekt durchgeführt, der Wähler konnte überlegen und sich entscheiden: ja oder nein! Auf der Krim wurde es zur Feuerwehrübung und die Fragen waren so, dass der Status Quo nicht zur Diskussion stand: Man musste sich für eine von zwei Alternativen entscheiden. Man konnte weder gegen beides stimmen, aber auch nicht für beides sein (wenn man beispielsweise den jetzigen Verfassungszustand nicht gut fand und vor allem eine Veränderung wollte).
1)Sind Sie für eine Wiedervereinigung der Krim mit Russland mit den Rechten eines Subjekts der Russischen Föderation?
2)Sind Sie für eine Wiederherstellung der Gültigkeit der Verfassung der Republik Krim von 1992 und für einen Status der Krim als Teil der Ukraine?

Selbst in Russland gab es Kritiker auf höchster Ebene.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-...-wahlfaelschung
Theo


matloh hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#74

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 19.09.2014 22:26
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Hallo Josy!

Zitat von josy95 im Beitrag #72
Eins wundert mich von Anfang an.
Was gab es für ein Riesengeschrei westlicher Gutmenschen, Politiker..., um das Referendum der Krimbewohner, ob sie zukünftig zu Rußland oder zur Ukraine wollen.
Gut, ein klein wenig anders sieht es hier aus, .......
josy95

Naja, dort hatte man ja die politischen Zügel und die Medien noch in der Hand und es gab auch keine Kohle, Öl, oder die verlockende russische Grenze in der Nähe!
Also lief doch alles wie geplant ...
Kurz vor Schluß noch ein wenig "europäische Zentralpanikmache" und die "Unentschlossenen" reagierten wie gewollt.

Edit: So funktioniert die "Demokratie":



Schöne Grüße,
Eckhard


zuletzt bearbeitet 19.09.2014 23:12 | nach oben springen

#75

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 20.09.2014 02:50
von StabsfeldKoenig | 2.638 Beiträge

Die Schotten waren ganz klever. Erst mit abspaltung drohen, um gegen politische und soziale Zugeständnisse nachzugeben.
Das sollten wir in den östlichen Bundesländern zum Vorbild nehmen. Die sog. "deutsche Einheit" ist auf Grund von Formfehlern bei Anwendung von Art. 23 GG ungültig. Somit besteht die DDR (wenn auch seit dem 03.10.1990 widerrechtlich vonder BRD besetzt) fort. Mit entfall der "alliierten Vorbehaltsrechte" und dem Volksentscheid über die Berliner Verfassung ist ganz Berlin Bestandteil der DDR. Nun sollten wir per Volksentscheid regeln:
- entweder die DDR wird wieder unabhängig und verklagt die BRD für die Treuhand-Machenschaften auf Schadenersatz (Wiederaufbau von Industrie usw.)
- oder es erfolgt durch Anwendung von Art. 146 GG die Schaffung eines einheitlichen deutschen Staates, wobei die Bürger der DDR für Diskriminierung durch den sog. "Einigungsvertrag" und die Treuhand-Machenschaften entschädigt werden (Lohn-, Gehalts- und Rentennachzahlungen, Berliner bekommen rückwirkend die Berlin-Zulage nachgezahlt).



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#76

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 20.09.2014 04:37
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #75
Die Schotten waren ganz klever. Erst mit abspaltung drohen, um gegen politische und soziale Zugeständnisse nachzugeben.
Das sollten wir in den östlichen Bundesländern zum Vorbild nehmen. Die sog. "deutsche Einheit" ist auf Grund von Formfehlern bei Anwendung von Art. 23 GG ungültig. Somit besteht die DDR (wenn auch seit dem 03.10.1990 widerrechtlich vonder BRD besetzt) fort. Mit entfall der "alliierten Vorbehaltsrechte" und dem Volksentscheid über die Berliner Verfassung ist ganz Berlin Bestandteil der DDR. Nun sollten wir per Volksentscheid regeln:
- entweder die DDR wird wieder unabhängig und verklagt die BRD für die Treuhand-Machenschaften auf Schadenersatz (Wiederaufbau von Industrie usw.)
- oder es erfolgt durch Anwendung von Art. 146 GG die Schaffung eines einheitlichen deutschen Staates, wobei die Bürger der DDR für Diskriminierung durch den sog. "Einigungsvertrag" und die Treuhand-Machenschaften entschädigt werden (Lohn-, Gehalts- und Rentennachzahlungen, Berliner bekommen rückwirkend die Berlin-Zulage nachgezahlt).



@StabsfeldKoenig ,

bei allem Verständnis für Frust, Enttäuschungen und immer noch drastischen Fehlentwicklungen...,

aber:

Das ist jetzt nicht Dein Ernst???





josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 20.09.2014 04:39 | nach oben springen

#77

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 20.09.2014 08:46
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Barbara im Beitrag #65
Wir haben es mit einer großen gesellschaftichen Egomanie zu tun, geschürt auf den Feuern der Nationalisten.

Ist das nicht ein wenig zu einfach gedacht, @Barbara , nur die Nationalisten dafür verantwortlich machen zu wollen? Den folgenden Aussagen von @eisenringtheo und @Heckenhaus stimme ich durchaus zu:
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #62
Die einen sind international, andere national, wieder andere regional und einige sogar nur lokal. Die häufigste Kritik an der EU ist, dass die EU immer mehr Kompetenzen an sich reisst, aber nicht in der Lage ist, vor Ort lokale Probleme zu lösen: Das könnten eben nur nationale, regionale oder lokale Behörden.

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #66
Vielmehr besinnen sich immer mehr Menschen auf ihre Wurzeln, ihre nationale Identität, ist das verwerflich ?


Ich habe das unbestimmte Gefühl, dass wir uns in einer Art von "roll-back"-Phase befinden: Die Welt wird immer komplizierter, die Zusammenhänge immer komplexer und undurchschaubarer, die Welt dreht sich immer schneller. Und es gibt wohl eine nicht geringe Anzahl von Menschen, die sich von dieser Zentrifugalkraft an den Rand gedrängt fühlen. Das scheint nicht nur für Deutschland oder Europa zu gelten, sondern weltweit.

Ich kann sehr gut verstehen, dass es Menschen gibt, die sich nach einer überschaubaren "Welt", sprich ihrer Region, sehnen. Denen unbehaglich zumute ist, wenn nicht mehr "vor Ort" (bitte nicht wörtlich nehmen) über ihre ganz persönlichen Belange, ihre eigene Zukunft entschieden wird, sondern in irgendwelchen und (so empfundenen) anonymen Organisationen, die ganz weit weg "vom Schuss" sind. Und die ggf. in einem Geflecht von Absprachen, gegenseitigen Verpflichtungen sowie Einflussnahmen von innen und von außen, von Interessensvertretern und individuellen Zielen gefangen sind. Nebenbei bemerkt: Ich will hier nicht auf die Lobbyisten eindreschen: Auch Gewerkschaften, Kirchen und viele andere NGO's betreiben erfolgreiche Lobbyarbeit.

Im Ergebnis schwindet wohl bei vielen Bürgern der Glaube daran, tatsächlich Einfluss nehmen zu können. "Die machen doch sowieso, was sie wollen" - den Spruch höre ich auf der Straße fast täglich: Die Entscheider sitzen in ihrem Elfenbeinturm, sind sehr stark mit sich selbst beschäftigt und haben die Bodenhaftung teilweise bis ganz verloren - fast so wie damals in Wandlitz. Und das ist für mich einer der Gründe für die fortschreitende Politikverdrossenheit.

Zu Europa: Ich sehe ein, dass eine so stark vernetzte Wirtschaft einheitliche Normen braucht. Ob das jetzt bis zum (abgeschafften) Krümmungswinkel von Gurken reichen muss, sei dahingestellt, aber ohne sie geht es nicht. Und dazu gehören für mich auch gewisse Standards außerhalb der DIN-Norm. Deshalb teile ich auch die Befürchtung nicht, dass das ein Rückfall in die Kleinstaaterei des 19. Jahrhunderts wäre und Chaos damit vorprogrammiert sein würde: Klein- und Zwergstaaten wie Luxemburg, Estland, Lettland, Litauen, Liechtenstein, Andorra, Malta, San Marino oder Monaco sind sehr gut in das europäische Netz integriert, ob sie nun zur EU gehören oder nicht. Estland z.B. hat mit 1,3 Mio Menschen deutlich weniger Einwohner als Hamburg oder gar Berlin - und trotzdem gehen dort nicht die Schranken runter, sobald sich ein Ausländer nähert.

Schottland hätte mit seinen (lt. Wikipedia) rund 5,3 Mio. Einwohnern eine vergleichbare Größe zu Finnland oder Dänemark (5,4 Mio. bzw. 5,6 Mio, gleiche Quelle) und hätte damit zu den kleineren, nicht aber den Kleinstaaten in Europa gezählt.


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#78

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 20.09.2014 09:26
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Zitat
Die sog. "deutsche Einheit" ist auf Grund von Formfehlern bei Anwendung von Art. 23 GG ungültig. Somit besteht die DDR (wenn auch seit dem 03.10.1990 widerrechtlich vonder BRD besetzt) fort. Mit entfall der "alliierten Vorbehaltsrechte" und dem Volksentscheid über die Berliner Verfassung ist ganz Berlin Bestandteil der DDR.



Heidewitzka, Herr Kapitän.


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#79

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 20.09.2014 10:13
von Barbara (gelöscht)
avatar

Zitat von Dandelion im Beitrag #77
Zitat von Barbara im Beitrag #65
Wir haben es mit einer großen gesellschaftichen Egomanie zu tun, geschürt auf den Feuern der Nationalisten.

Ist das nicht ein wenig zu einfach gedacht, @Barbara , nur die Nationalisten dafür verantwortlich machen zu wollen? Den folgenden Aussagen von @eisenringtheo und @Heckenhaus stimme ich durchaus zu:
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #62
Die einen sind international, andere national, wieder andere regional und einige sogar nur lokal. Die häufigste Kritik an der EU ist, dass die EU immer mehr Kompetenzen an sich reisst, aber nicht in der Lage ist, vor Ort lokale Probleme zu lösen: Das könnten eben nur nationale, regionale oder lokale Behörden.

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #66
Vielmehr besinnen sich immer mehr Menschen auf ihre Wurzeln, ihre nationale Identität, ist das verwerflich ?


Ich habe das unbestimmte Gefühl, dass wir uns in einer Art von "roll-back"-Phase befinden: Die Welt wird immer komplizierter, die Zusammenhänge immer komplexer und undurchschaubarer, die Welt dreht sich immer schneller. Und es gibt wohl eine nicht geringe Anzahl von Menschen, die sich von dieser Zentrifugalkraft an den Rand gedrängt fühlen. Das scheint nicht nur für Deutschland oder Europa zu gelten, sondern weltweit.

Ich kann sehr gut verstehen, dass es Menschen gibt, die sich nach einer überschaubaren "Welt", sprich ihrer Region, sehnen. Denen unbehaglich zumute ist, wenn nicht mehr "vor Ort" (bitte nicht wörtlich nehmen) über ihre ganz persönlichen Belange, ihre eigene Zukunft entschieden wird, sondern in irgendwelchen und (so empfundenen) anonymen Organisationen, die ganz weit weg "vom Schuss" sind. Und die ggf. in einem Geflecht von Absprachen, gegenseitigen Verpflichtungen sowie Einflussnahmen von innen und von außen, von Interessensvertretern und individuellen Zielen gefangen sind. Nebenbei bemerkt: Ich will hier nicht auf die Lobbyisten eindreschen: Auch Gewerkschaften, Kirchen und viele andere NGO's betreiben erfolgreiche Lobbyarbeit.

Im Ergebnis schwindet wohl bei vielen Bürgern der Glaube daran, tatsächlich Einfluss nehmen zu können. "Die machen doch sowieso, was sie wollen" - den Spruch höre ich auf der Straße fast täglich: Die Entscheider sitzen in ihrem Elfenbeinturm, sind sehr stark mit sich selbst beschäftigt und haben die Bodenhaftung teilweise bis ganz verloren - fast so wie damals in Wandlitz. Und das ist für mich einer der Gründe für die fortschreitende Politikverdrossenheit.

Zu Europa: Ich sehe ein, dass eine so stark vernetzte Wirtschaft einheitliche Normen braucht. Ob das jetzt bis zum (abgeschafften) Krümmungswinkel von Gurken reichen muss, sei dahingestellt, aber ohne sie geht es nicht. Und dazu gehören für mich auch gewisse Standards außerhalb der DIN-Norm. Deshalb teile ich auch die Befürchtung nicht, dass das ein Rückfall in die Kleinstaaterei des 19. Jahrhunderts wäre und Chaos damit vorprogrammiert sein würde: Klein- und Zwergstaaten wie Luxemburg, Estland, Lettland, Litauen, Liechtenstein, Andorra, Malta, San Marino oder Monaco sind sehr gut in das europäische Netz integriert, ob sie nun zur EU gehören oder nicht. Estland z.B. hat mit 1,3 Mio Menschen deutlich weniger Einwohner als Hamburg oder gar Berlin - und trotzdem gehen dort nicht die Schranken runter, sobald sich ein Ausländer nähert.

Schottland hätte mit seinen (lt. Wikipedia) rund 5,3 Mio. Einwohnern eine vergleichbare Größe zu Finnland oder Dänemark (5,4 Mio. bzw. 5,6 Mio, gleiche Quelle) und hätte damit zu den kleineren, nicht aber den Kleinstaaten in Europa gezählt.





fett.
mache ich ja nicht Dandelion, ich sage, sie kochen ihr Süppchen darauf, siehe Europawahl.

Aber meine Aussage: im Prinzip geht es oft auf Staatlicher Ebene darum, sich die Filetstückchen aus der EU rauszuschneiden und ansonsten rum zu kokettieren, ich finde das sehr befremdlich, im Bezug auf das Thema auch: Schottland hatte u.a. auch von der Zugehörigkeit zu GB sehr profitiert, was also wollten sie mit ihrem Referendum eigentlich?? Die National-Scottish-Party, deren Vorsitzender jetzt erstmal beleidigt zurück getreten ist. Aha jetzt werden die national verwirrten Schäfchen erstmal wieder allein gelassen, so stele ich mir einen verantwortungsvollen Politiker vor. (< das ist jetzt sehr polemisch und gemein von mir :-)

Ich verstehe auch, dass Menschen in unseren Zeiten sich verunsichert und uberfordert fühlen, denn mir geht es manchmal genau so.
Ich halte es aber für fahrlässig, überforderte Menschen in ihrer Verunsicherung noch zu bestärken, wie eine bestimmte Politik das mit Kalkül gerne tut.
Niemand hat etwas dagegen, dass Bevölkerungsgruppen ihre Folklore - verzeih, dass ich dass jetzt mal so flapsig ausdrücke - leben und ich möchte gerne mal die Region in der EU sehen, wo das unterdrückt wird - außer bei den Sinti und Roma natürlich, da sind sich alle immer sehr schnell einig, dass das mit der kulturellne Identität doch jetzt ein bisschen zu weit ist. Kulturelle Identität? Ja, gerne, aber dann für alle, denn alle Menschen sind gleich!

Auch geht es doch überhaupt nicht darum, dass nationale, lokale, kommunale etc. Autonomien komplett ausgehebelt werden sollen - die EU besteht doch aus den Abgesandten der ihr angehörigen Staaten und ist keine Delegation die vom Mond gekommem ist.

Die "Roll-Back-Phase": ja wie Uitieker sehr richtig oben schrieb: Europa ist - ganz unabhängig von EU - in mehrfacher Hinsicht in einer regressiven Phase, das erstaunt uns umsomehr, als die letzten Jahrzehnte zunächst etwas ganz anderes versprachen.
Das macht mir zum Beispiel große Sorgen.
.


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#80

RE: Volksabtimmung Schottland

in Themen vom Tage 20.09.2014 10:15
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Ich finde es gut, dass es solche Abstimmungen gibt. Viel besser als die Ost-Methode des Einmarschierens und Drohens und Besetzens.


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