#41

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 15.09.2014 00:40
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #9
Zitat von damals wars im Beitrag #7
War wirklich eine Armee des Volkes.
Gewohnt, Befehlen zu gehorchen, haben sie in der entscheidenden Stunde auf ihr Herz gehört!



Widerspruch....nein, war eine Armee der Verbrecher Partei SED.

Widerspruch ... Dieser Film hinterfragt die Situation, als diese Armee von der Partei im Sticht gelassen, ja sogar verraten wurde.
Ich gehe davon aus, dass @damals wars genau das auch meinte.
Die Betrachtung dieses Momentes lässt auch eine andere Schlussfolgerung zu, als die Deine.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#42

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 15.09.2014 02:55
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Der Film ist ein beeindruckendes Zeitdokument. Er hat mir wieder in Erinnerung gebracht, wie stark in den Tagen nach der Grenzöffnung bei vielen von uns Partiemitgliedern in Führungsverantwortung der Glaube noch verankert war, es könne eine Lösung aus einer reformierten Parteistruktur heraus geben. Man wandte sich gegen die Führung. Bei dem Oberstleutnant Stein klingt es an, dass er die eigenen Versäumnisse in der Partei mit dafür als Ursache benennt, dass sich in der Führung Betonköpfe etablieren konnten. Damit geht er für diese Zeit und seine Position schon recht weit. Aber er sieht noch nicht, dass die Partei als Ganzes bereits abgewirtschaftet hatte. Interessant übrigens auch in der Szene der Maueröffnung am Brandenburger Tor die "Modrow, Modrow"-Rufe. Viele wünschten sich zunächst neue Leitfiguren eher, als ein Aufgeben der DDR. Interessant auch die Haltung der Grenzsoldaten zu ihrem weiteren Dienst - "es muss ja weiter gemacht werden". Auch wenn hier das diensthabende System des Grenzdienstes tief in den Knochen steckt, Respekt vor diesen Leuten. Da ist keiner, der sofort alles hinschmeißen möchte, weil er verraten und verkauft wurde. Das entspricht auch meinem Erleben und meinen Erinnerungen aus dieser Zeit.

ciao Rainman


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(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#43

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 15.09.2014 08:31
von damals wars | 12.210 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #9
Zitat von damals wars im Beitrag #7
War wirklich eine Armee des Volkes.
Gewohnt, Befehlen zu gehorchen, haben sie in der entscheidenden Stunde auf ihr Herz gehört!



Widerspruch....nein, war eine Armee der Verbrecher Partei SED.



Habe von Dir nicht anderes erwartet....
Hast Du noch mehr so Weisheiten.
Aber in einem Rechtsstaat werden Verbrecher verurteilt.
Ein Glück, das Du auch gedient hast, 4 Finger zeigen immer auf Dich.
Trotz aller Suche der Hubertusknaben ist es aber auch bei diesem BlaBlaBla geblieben...


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#44

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 15.09.2014 10:25
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #43
Zitat von Gert im Beitrag #9
Zitat von damals wars im Beitrag #7
War wirklich eine Armee des Volkes.
Gewohnt, Befehlen zu gehorchen, haben sie in der entscheidenden Stunde auf ihr Herz gehört!



Widerspruch....nein, war eine Armee der Verbrecher Partei SED.



Habe von Dir nicht anderes erwartet....
Hast Du noch mehr so Weisheiten.
Aber in einem Rechtsstaat werden Verbrecher verurteilt.
Ein Glück, das Du auch gedient hast, 4 Finger zeigen immer auf Dich.
Trotz aller Suche der Hubertusknaben ist es aber auch bei diesem BlaBlaBla geblieben...

@damals wars, das ist faktisch richtig , ich war aber kein Freiwilliger, kein BU oder BO sondern einer der ersten per Wehrpflichtgesetz eingezogen Soldaten. Ich hatte die Wahl zwischen 18 Monate Wehrdienst oder 18 Monate Gefängnis. Da habe ich mich für das erstere entschieden.
Und glaube mir, ich habe mir bei jeder Schicht Grenzdienst auf den Klippen der Lübecker Bucht Gedanken gemacht, wie ich aus dem "eingezäunten Staat" am besten herauskomme.Bekanntlich ist es dann auch gelungen, wie du siehst man muss sich im Leben Ziele setzen


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#45

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 15.09.2014 17:22
von damals wars | 12.210 Beiträge

Als Freiwilliger wurde man nicht automatisch BU oder BO.
Und letztendlich sind alle ehemaligen Grenzer im Westen gelandet.
Hier geht es aber um die Grenzer, die zum Zeitpunkt der Maueröffnung umsichtig und friedlich im Interesse ihres Volkes gehandelt haben.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
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#46

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 15.09.2014 17:37
von Barbara (gelöscht)
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Ein großartiges und sehr vielschichtiges Zeit-Dokument.

Es ist doch bemerkenswert, wie differenziert sich die Interviewten äußern, die unmittelbar unter dem Eindruck der Ereignisse standen, sowohl was ihre persönliche Situation betrifft als auch ihr milit. Selbstverständnis.
Und wie beeindruckend auch die logistische Leistung bzgl. der schnellen Öffnung von Grenzübergängen.

Auch haben mich die Aussagen derer sehr berührt, die den Bau der Mauer persönlich miterlebt hatten und sie jetzt fallen sahen, was muss in diesen Menschen vorgegangen sein..


Und außerdem: Es hat gar keine Aggressionen seitens der DDR-Bevölkerung gegen die Grenztruppen gegeben, im Gegenteil...

------------------------------------------------

Da ich nicht weiß, ob die Details zu Autorenschaft/Herstellung des Films im Forum schon gepostet worden sind, mache ich es hier mal:

"Grenzdurchbruch '89"
DDR 1989, R: Matthias-Joachim Blochwitz, P: Filmstudio der NVA (D 483), 38 · DVD

"Am 9.11.1989 öffnete sich die Berliner Mauer, unzählige Ostdeutsche drängten in den Westteil der Stadt, verdutzte Grenzposten ließen sie passieren.
Regisseur Matthias-Joachim Blochwitz, damals Filmoffizier der Nationalen Volksarmee, filmte im November und Dezember 1989 rund um das Brandenburger Tor. Nicht das gen Westen strömende Volk, er interviewte vielmehr Grenzsoldaten, fragte nach deren Gedanken und Gefühlen zum Mauerfall. Aus dem Filmmaterial fertigte Blochwitz Grenzdurchbruch '89, der erst 2009 seine Kinopremiere feierte: ein einmaliges zeitgeschichtliches Dokument einer zentralen Umbruchphase der deutschen Geschichte."

[url]http://www.dhm.de/kalender/terminansicht.html?tx_cal_controller[type]=tx_cal_phpicalendar&tx_cal_controller[uid]=617&tx_cal_controller[lastview]=view-list|page_id-45||view-month|page_id-884||view-month|page_id-885&tx_cal_controller[view]=event&tx_cal_controller[year]=2014&tx_cal_controller[month]=11&tx_cal_controller[day]=01&cHash=091b575d756239dc8ab8daf7c0b5e992[/url]

---------------------------------------------

Die Link-Adresse sieht deswegen so komisch aus, weil es die Kalender-Ansicht des Deutschen Historischen Museums ist.
.


Rainman2 und bendix haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#47

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 16.09.2014 11:57
von Gert | 12.356 Beiträge

die Offiziere in dem Film haben sich, wie ich finde, sehr ordentlich, glaubwürdig und selbstbestimmt in ihren Antworten ausgedrückt. Das konnte ich aber bei den 2 jungen Grenzsoldaten mit der Fellmütze größtenteils nicht beobachten. Ihre Antworten klangen derart gestelzt und eingeübt, dass ich glaubte mir liest einer die Headlines des ND aus der Zeit vor dem 9.11. vor. Hatten die noch nicht geschnallt was die Uhr geschlagen hatte ? Oder war die "Gehirnwäsche" des Politunterrichts in den Grenztruppen so nachhaltig, dass die ihre kommunstischen Sprechblasen in das Mikro blubberten? Ich fand das einfach peinlich, wie sie daherredeten.


.
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zuletzt bearbeitet 16.09.2014 11:57 | nach oben springen

#48

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 16.09.2014 11:58
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #45
Als Freiwilliger wurde man nicht automatisch BU oder BO.
Und letztendlich sind alle ehemaligen Grenzer im Westen gelandet.
Hier geht es aber um die Grenzer, die zum Zeitpunkt der Maueröffnung umsichtig und friedlich im Interesse ihres Volkes gehandelt haben.


rot mark.
natürlich nicht, hatte ich auch gar nicht so geschrieben.


.
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#49

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 16.09.2014 12:33
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #47
die Offiziere in dem Film haben sich, wie ich finde, sehr ordentlich, glaubwürdig und selbstbestimmt in ihren Antworten ausgedrückt. Das konnte ich aber bei den 2 jungen Grenzsoldaten mit der Fellmütze größtenteils nicht beobachten. Ihre Antworten klangen derart gestelzt und eingeübt, dass ich glaubte mir liest einer die Headlines des ND aus der Zeit vor dem 9.11. vor. Hatten die noch nicht geschnallt was die Uhr geschlagen hatte ? Oder war die "Gehirnwäsche" des Politunterrichts in den Grenztruppen so nachhaltig, dass die ihre kommunstischen Sprechblasen in das Mikro blubberten? Ich fand das einfach peinlich, wie sie daherredeten.


Hallo Gert,

da wäre ich zurückhaltend mit einer Wertung. Egal, wie die persönliche Meinung aussah, sie hatten Vorgesetzte, hatten keine Ahnung, wie das Filmmaterial verwendet und wer das alles sehen wird. Außerdem: Hast Du mal auf die Mützen von den Jungs geachtet?

Ich meine, gut, der Übergangsbefehl zum Winter war wahrscheinlich am 01.11. gekommen - die konnten also neue Mützen haben ... aber trotzdem, die sehen mir zu gestellt aus. Kein Armeekorrespondent ging in eine Einheit und sprach einfach mal Soldaten an. Das lief immer über die Vorgesetzten. Also kann man auch hier davon ausgehen, dass die Jungs "hinbefohlen" waren. Und egal, wie die politische oder militärische Lage war: Im Vordergrund stand immer der pünktliche und stressfreie Heimgang. Bei Offizieren, vor allem bei den Kommandeursebenen, war das etwas anderes. Nachdem man in den wichtigen Fragen allein gelassen wurde, hat man bei solchen Details wie einem Interview auch nicht mehr nachgefragt, denke ich mal. Im übrigen sind die beiden durchaus kritisch mit der Situation. Aber, ob der realsozialistische Schlenker nun aus Gewohnheit kam, oder weil die beiden (vielleicht) Mitglieder der Partei waren oder weil sie meinten, sich den Heimgang nicht zu versauen ... ich würde da kein "Ergebnis einer Rotlichtbestrahlung" sehen.

Übrigens ist dieser Interviewteil mal ein schöner Einblick in meine damalige Arbeit. Ich habe viel mit Soldaten gesprochen und hätte ich es in dieser Zeit an diesem Ort getan, wären die Antworten auch mir gegenüber so gekommen. Das war durchaus üblich, egal ob es aus Überzeugung, aus dem Wunsch nach Ruhe und Heimgang, oder aus Angst vor dem sprechenden Weihnachtsbaum, den ich darstellte, gesagt wurde. Das Bequeme in meinem Job als Politoffizier konnte durchaus darin bestehen, dass ich solche Wortbeiträge eins zu eins in meine Meldungen aufnehmen konnte mit der Schlussfolgerung: Politisch-moralischer Zustand in Ordnung (und wenn ich einen draufsetzen wollte: Ein Ergebnis meiner Arbeit!). Wenn ich wissen wollte, was die Leute wirklich bewegt, musste ich tiefer gehen, mir mehr Zeit nehmen. Das Hirnrissige war tatsächlich, dass sich die Leute, um sich vor der Rotlichtbestrahlung zu schützen, vorgaben, das Licht schon gesehen zu haben. Eine interessante Zeit ... auch schon vor der Grenzöffnung.

ciao Rainman


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zuletzt bearbeitet 16.09.2014 12:35 | nach oben springen

#50

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 16.09.2014 13:13
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #49
Zitat von Gert im Beitrag #47
die Offiziere in dem Film haben sich, wie ich finde, sehr ordentlich, glaubwürdig und selbstbestimmt in ihren Antworten ausgedrückt. Das konnte ich aber bei den 2 jungen Grenzsoldaten mit der Fellmütze größtenteils nicht beobachten. Ihre Antworten klangen derart gestelzt und eingeübt, dass ich glaubte mir liest einer die Headlines des ND aus der Zeit vor dem 9.11. vor. Hatten die noch nicht geschnallt was die Uhr geschlagen hatte ? Oder war die "Gehirnwäsche" des Politunterrichts in den Grenztruppen so nachhaltig, dass die ihre kommunstischen Sprechblasen in das Mikro blubberten? Ich fand das einfach peinlich, wie sie daherredeten.


Hallo Gert,

da wäre ich zurückhaltend mit einer Wertung. Egal, wie die persönliche Meinung aussah, sie hatten Vorgesetzte, hatten keine Ahnung, wie das Filmmaterial verwendet und wer das alles sehen wird. Außerdem: Hast Du mal auf die Mützen von den Jungs geachtet?

Ich meine, gut, der Übergangsbefehl zum Winter war wahrscheinlich am 01.11. gekommen - die konnten also neue Mützen haben ... aber trotzdem, die sehen mir zu gestellt aus. Kein Armeekorrespondent ging in eine Einheit und sprach einfach mal Soldaten an. Das lief immer über die Vorgesetzten. Also kann man auch hier davon ausgehen, dass die Jungs "hinbefohlen" waren. Und egal, wie die politische oder militärische Lage war: Im Vordergrund stand immer der pünktliche und stressfreie Heimgang. Bei Offizieren, vor allem bei den Kommandeursebenen, war das etwas anderes. Nachdem man in den wichtigen Fragen allein gelassen wurde, hat man bei solchen Details wie einem Interview auch nicht mehr nachgefragt, denke ich mal. Im übrigen sind die beiden durchaus kritisch mit der Situation. Aber, ob der realsozialistische Schlenker nun aus Gewohnheit kam, oder weil die beiden (vielleicht) Mitglieder der Partei waren oder weil sie meinten, sich den Heimgang nicht zu versauen ... ich würde da kein "Ergebnis einer Rotlichtbestrahlung" sehen.

Übrigens ist dieser Interviewteil mal ein schöner Einblick in meine damalige Arbeit. Ich habe viel mit Soldaten gesprochen und hätte ich es in dieser Zeit an diesem Ort getan, wären die Antworten auch mir gegenüber so gekommen. Das war durchaus üblich, egal ob es aus Überzeugung, aus dem Wunsch nach Ruhe und Heimgang, oder aus Angst vor dem sprechenden Weihnachtsbaum, den ich darstellte, gesagt wurde. Das Bequeme in meinem Job als Politoffizier konnte durchaus darin bestehen, dass ich solche Wortbeiträge eins zu eins in meine Meldungen aufnehmen konnte mit der Schlussfolgerung: Politisch-moralischer Zustand in Ordnung (und wenn ich einen draufsetzen wollte: Ein Ergebnis meiner Arbeit!). Wenn ich wissen wollte, was die Leute wirklich bewegt, musste ich tiefer gehen, mir mehr Zeit nehmen. Das Hirnrissige war tatsächlich, dass sich die Leute, um sich vor der Rotlichtbestrahlung zu schützen, vorgaben, das Licht schon gesehen zu haben. Eine interessante Zeit ... auch schon vor der Grenzöffnung.

ciao Rainman



OK was du schreibst, verstehe ich.So vermute ich es auch, waren ihre Motive. Sie sind vorher auch wahrscheinlich "gebrieft" worden, wie man das heute in Denglisch schreibt.
Mein Politunterricht ist nun schon 50 Jahre her. Ich habe dort auch stets versucht, die Fre.. zu halten. Einmal jedoch kam der Politoffz.mit einem Tonband und spielte als erstes einen Ausschnitte aus dem damaligen Radiosender "Radio Luxemburg" vor. Es war mein Lieblingssender damals weil er so einmalig lockere, flockige Moderationen hatte und natürlich meine geliebten Rock'n Roll Platten spielte. Ich gab einen Begeisterungslaut von mir. Na da hatte ich es aber verschi..... Der hatte das nicht zu meiner Unterhaltung mitgebracht, sondern um zu demonstrieren, wie der "Feind" seine ideologische Diversionsarbeit geschickt verpackt um sie auch unters ostdeutsche Volk zu bringen. Ich verstand nur Bahnhof ( was hatte Elvis oder eine Reklame für " Persil 59 das beste Persil dass es je gab" mit ideologischer Diversion zu tun). Das war sein Geheimnis.



P.S was war mit den Mützen ? Mir ist nichts aufgefallen, abe rich kenn die Kleiderordnung der GT aus dieser Zeit nicht.


.
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Ostlandritter und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.09.2014 13:15 | nach oben springen

#51

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 16.09.2014 15:06
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #50
[quote=Rainman2|p387465][quote=Gert|p387456] spielte als erstes einen Ausschnitte aus dem damaligen Radiosender "Radio Luxemburg" vor. Es war mein Lieblingssender damals weil er so einmalig lockere, flockige Moderationen hatte und natürlich meine geliebten Rock'n Roll Platten spielte. Ich gab einen Begeisterungslaut von mir. Na da hatte ich es aber verschi..... Der hatte das nicht zu meiner Unterhaltung mitgebracht, sondern um zu demonstrieren, wie der "Feind" seine ideologische Diversionsarbeit geschickt verpackt um sie auch unters ostdeutsche Volk zu bringen. Ich verstand nur Bahnhof ( was hatte Elvis oder eine Reklame für " Persil 59 das beste Persil dass es je gab" mit ideologischer Diversion zu tun). Das war sein Geheimnis.



P.S was war mit den Mützen ? Mir ist nichts aufgefallen, abe rich kenn die Kleiderordnung der GT aus dieser Zeit nicht.


Sonntags 13.30 Uhr :

Die Hitparade auf Radio Luxemburg International !

das war eine Pflichtveranstaltung für alle Beatniks dazumals........

und zu den Mützen :

Mit solchen schwulen Kleiderkammermodellen ist kein Schwein an den Strich rausgegangen ,- das Ding musste zerknautscht aussehen
( vom vielen Draufsitzen )


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
Hapedi und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#52

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 16.09.2014 15:24
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #50
...
P.S was war mit den Mützen ? Mir ist nichts aufgefallen, abe rich kenn die Kleiderordnung der GT aus dieser Zeit nicht.

Hallo Gert,

die sehen nagelneu aus = dachshaft. Kann sein, das man das in Berlin so getragen hat, aber im Dienst hätte sich bei uns jeder geschämt, so herumzulaufen. Dienstuniformen hatten gefälligst auch "gedient" auszusehen. Da aber alle Soldaten und Unteroffiziere im Film solch neue Mützchen und auch Webpelzkragen tragen, die dann bisweilen auch im krassen Widerspruch zu den Schulterklappen stehen

kommt schon der Verdacht auf, dass hier die "SoKo B/A-Kammer" vorher nochmal über die Objekte medialer Aufmerksamkeit hinweggefegt hat. Und das hat kein B/A-Offizier des Regiments freiwillig gemacht. Ich tippe mal auf die letzte Rache der Politabteilung (Leiter PA oder Offz. f. Agit/Prop).

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
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Ostlandritter, Hapedi und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#53

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 16.09.2014 21:39
von Zkom IV | 323 Beiträge

Ein sehr "unter die Haut" gehender Film.
Ich sehe zum erstenmal einen Film über die Wendezeit, aufgenommen kurz nach dem Mauerfall, der nicht nur jubelnde Menschen zeigt, sondern viel Nachdenkliches zeigt.
Die Aussagen der Soldaten und Uffz. wirken sicherlich noch etwas unbeholfen. Wenn man vorher nie offen und ehrlich seine Meinung sagen konnte, immer überlegen musste, was genau man sagt, so ist diese Unsicherheit vollauf zu verstehen.
Sehr eindrucksvoll sind die Worte des Oberstleutnant Stein.
Offene , ernüchternde Worte, die mir als West-Zöllner, der ich jahrelang an dieser Zonengrenze Dienst gemacht habe, nocheinmal eindrucksvoll die Gefühlswelt eines GT Offiziers darlegt.
Eine Gefühlswelt, die man damals nicht verstanden hat, die aber heute, mit etwas Abstand, besser nachzuvollziehen ist.
Die tiefe Enttäuschung in seinen Worten, über das, was man einmal gedacht hat, woran man geglaubt hat....und nun DIESE Realität.

Nach 25 Jahren und trotz vieler Gespräche mit PKE, GT und Ostzoll-Angehörigen kurz nach der Wende und auch Jahre später, hat dieser Film mich (wiedereinmal) sehr nachdenklich gemacht.

Ich wünsche mir im fünfundzwanzigsten Jahr nach dem Mauerfall, dass der gute Glaube von Menschen in Deutschland nie wieder so missbraucht wird und dass diese Nation, trotz aller Widrigkeiten, weiter zusammenwächst. Auch wenn sicherlich nicht alle Wunden, auf der einen wie auf der anderen Seite verheilen werden.

Gruß Frank



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#54

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 16.09.2014 21:57
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Zkom IV im Beitrag #53
Ein sehr "unter die Haut" gehender Film.
Ich sehe zum erstenmal einen Film über die Wendezeit, aufgenommen kurz nach dem Mauerfall, der nicht nur jubelnde Menschen zeigt, sondern viel Nachdenkliches zeigt.
Die Aussagen der Soldaten und Uffz. wirken sicherlich noch etwas unbeholfen. Wenn man vorher nie offen und ehrlich seine Meinung sagen konnte, immer überlegen musste, was genau man sagt, so ist diese Unsicherheit vollauf zu verstehen.
Sehr eindrucksvoll sind die Worte des Oberstleutnant Stein.
Offene , ernüchternde Worte, die mir als West-Zöllner, der ich jahrelang an dieser Zonengrenze Dienst gemacht habe, nocheinmal eindrucksvoll die Gefühlswelt eines GT Offiziers darlegt.
Eine Gefühlswelt, die man damals nicht verstanden hat, die aber heute, mit etwas Abstand, besser nachzuvollziehen ist.
Die tiefe Enttäuschung in seinen Worten, über das, was man einmal gedacht hat, woran man geglaubt hat....und nun DIESE Realität.

Nach 25 Jahren und trotz vieler Gespräche mit PKE, GT und Ostzoll-Angehörigen kurz nach der Wende und auch Jahre später, hat dieser Film mich (wiedereinmal) sehr nachdenklich gemacht.

Ich wünsche mir im fünfundzwanzigsten Jahr nach dem Mauerfall, dass der gute Glaube von Menschen in Deutschland nie wieder so missbraucht wird und dass diese Nation, trotz aller Widrigkeiten, weiter zusammenwächst. Auch wenn sicherlich nicht alle Wunden, auf der einen wie auf der anderen Seite verheilen werden.

Gruß Frank

Hast Du gut geschrieben, Frank, auch ich als ehemaliger DDR-Bürger, habe den Film mit anderen Augen gesehen, wie sie die Offiziere und Soldaten im Regen stehen gelassen haben, kann auch die Genossen verstehen die für eine Sache standen, ob nun berechtigt oder nicht das ist mal dahin gestellt.Die Wunden werden vernarben und wen die Generation(wir die es erlebt haben, egal wie man dazu stand) nicht mehr sind, dann spricht die neue Generation kaum noch davon und weiß auch nichts mehr! Dann kommt Ruhe rein und nur noch vom erzählen! Ist doch heute schon das die Jugend nichts mehr wissen will von damals, sondern ihr Leben im Heute einrichten!
Grüsse steffen52


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#55

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 16.09.2014 22:02
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Zkom IV im Beitrag #53
Ein sehr "unter die Haut" gehender Film.
Ich sehe zum erstenmal einen Film über die Wendezeit, aufgenommen kurz nach dem Mauerfall, der nicht nur jubelnde Menschen zeigt, sondern viel Nachdenkliches zeigt.
Die Aussagen der Soldaten und Uffz. wirken sicherlich noch etwas unbeholfen. Wenn man vorher nie offen und ehrlich seine Meinung sagen konnte, immer überlegen musste, was genau man sagt, so ist diese Unsicherheit vollauf zu verstehen.
Sehr eindrucksvoll sind die Worte des Oberstleutnant Stein.
Offene , ernüchternde Worte, die mir als West-Zöllner, der ich jahrelang an dieser Zonengrenze Dienst gemacht habe, nocheinmal eindrucksvoll die Gefühlswelt eines GT Offiziers darlegt.
Eine Gefühlswelt, die man damals nicht verstanden hat, die aber heute, mit etwas Abstand, besser nachzuvollziehen ist.
Die tiefe Enttäuschung in seinen Worten, über das, was man einmal gedacht hat, woran man geglaubt hat....und nun DIESE Realität.

Nach 25 Jahren und trotz vieler Gespräche mit PKE, GT und Ostzoll-Angehörigen kurz nach der Wende und auch Jahre später, hat dieser Film mich (wiedereinmal) sehr nachdenklich gemacht.

Ich wünsche mir im fünfundzwanzigsten Jahr nach dem Mauerfall, dass der gute Glaube von Menschen in Deutschland nie wieder so missbraucht wird und dass diese Nation, trotz aller Widrigkeiten, weiter zusammenwächst. Auch wenn sicherlich nicht alle Wunden, auf der einen wie auf der anderen Seite verheilen werden.

Gruß Frank


rot - Staatsgrenze


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#56

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 16.09.2014 22:05
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #55
Zitat von Zkom IV im Beitrag #53
Ein sehr "unter die Haut" gehender Film.
Ich sehe zum erstenmal einen Film über die Wendezeit, aufgenommen kurz nach dem Mauerfall, der nicht nur jubelnde Menschen zeigt, sondern viel Nachdenkliches zeigt.
Die Aussagen der Soldaten und Uffz. wirken sicherlich noch etwas unbeholfen. Wenn man vorher nie offen und ehrlich seine Meinung sagen konnte, immer überlegen musste, was genau man sagt, so ist diese Unsicherheit vollauf zu verstehen.
Sehr eindrucksvoll sind die Worte des Oberstleutnant Stein.
Offene , ernüchternde Worte, die mir als West-Zöllner, der ich jahrelang an dieser Zonengrenze Dienst gemacht habe, nocheinmal eindrucksvoll die Gefühlswelt eines GT Offiziers darlegt.
Eine Gefühlswelt, die man damals nicht verstanden hat, die aber heute, mit etwas Abstand, besser nachzuvollziehen ist.
Die tiefe Enttäuschung in seinen Worten, über das, was man einmal gedacht hat, woran man geglaubt hat....und nun DIESE Realität.

Nach 25 Jahren und trotz vieler Gespräche mit PKE, GT und Ostzoll-Angehörigen kurz nach der Wende und auch Jahre später, hat dieser Film mich (wiedereinmal) sehr nachdenklich gemacht.

Ich wünsche mir im fünfundzwanzigsten Jahr nach dem Mauerfall, dass der gute Glaube von Menschen in Deutschland nie wieder so missbraucht wird und dass diese Nation, trotz aller Widrigkeiten, weiter zusammenwächst. Auch wenn sicherlich nicht alle Wunden, auf der einen wie auf der anderen Seite verheilen werden.

Gruß Frank


rot - Staatsgrenze


Für die alten Bundesbürger, ist es die Zonengrenze gewesen.Punkt!! Sind ja auch russische Besatzungszone bis zum Ende gewesen!
Grüsse steffen52


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#57

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 16.09.2014 22:09
von Gelöschtes Mitglied
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@steffen52 , so wie heute AMI-Zone.....


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#58

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 16.09.2014 22:10
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #57
@steffen52 , so wie heute AMI-Zone.....

Wen Du es eben so willst, bitte!
Grüsse steffen52


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#59

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 16.09.2014 22:11
von passport | 2.640 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #56
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #55
Zitat von Zkom IV im Beitrag #53
Ein sehr "unter die Haut" gehender Film.
Ich sehe zum erstenmal einen Film über die Wendezeit, aufgenommen kurz nach dem Mauerfall, der nicht nur jubelnde Menschen zeigt, sondern viel Nachdenkliches zeigt.
Die Aussagen der Soldaten und Uffz. wirken sicherlich noch etwas unbeholfen. Wenn man vorher nie offen und ehrlich seine Meinung sagen konnte, immer überlegen musste, was genau man sagt, so ist diese Unsicherheit vollauf zu verstehen.
Sehr eindrucksvoll sind die Worte des Oberstleutnant Stein.
Offene , ernüchternde Worte, die mir als West-Zöllner, der ich jahrelang an dieser Zonengrenze Dienst gemacht habe, nocheinmal eindrucksvoll die Gefühlswelt eines GT Offiziers darlegt.
Eine Gefühlswelt, die man damals nicht verstanden hat, die aber heute, mit etwas Abstand, besser nachzuvollziehen ist.
Die tiefe Enttäuschung in seinen Worten, über das, was man einmal gedacht hat, woran man geglaubt hat....und nun DIESE Realität.

Nach 25 Jahren und trotz vieler Gespräche mit PKE, GT und Ostzoll-Angehörigen kurz nach der Wende und auch Jahre später, hat dieser Film mich (wiedereinmal) sehr nachdenklich gemacht.

Ich wünsche mir im fünfundzwanzigsten Jahr nach dem Mauerfall, dass der gute Glaube von Menschen in Deutschland nie wieder so missbraucht wird und dass diese Nation, trotz aller Widrigkeiten, weiter zusammenwächst. Auch wenn sicherlich nicht alle Wunden, auf der einen wie auf der anderen Seite verheilen werden.

Gruß Frank


rot - Staatsgrenze


Für die alten Bundesbürger, ist es die Zonengrenze gewesen.Punkt!! Sind ja auch russische Besatzungszone bis zum Ende gewesen!
Grüsse steffen52



Tja, die amerikanischen Besatzungstruppen muss Deutschland immer noch aushalten !


passport


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#60

RE: Bericht von einem NVA-Offz.- zwei Tage nach Grenzöffnung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 16.09.2014 22:14
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von passport im Beitrag #59
Zitat von steffen52 im Beitrag #56
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #55
Zitat von Zkom IV im Beitrag #53
Ein sehr "unter die Haut" gehender Film.
Ich sehe zum erstenmal einen Film über die Wendezeit, aufgenommen kurz nach dem Mauerfall, der nicht nur jubelnde Menschen zeigt, sondern viel Nachdenkliches zeigt.
Die Aussagen der Soldaten und Uffz. wirken sicherlich noch etwas unbeholfen. Wenn man vorher nie offen und ehrlich seine Meinung sagen konnte, immer überlegen musste, was genau man sagt, so ist diese Unsicherheit vollauf zu verstehen.
Sehr eindrucksvoll sind die Worte des Oberstleutnant Stein.
Offene , ernüchternde Worte, die mir als West-Zöllner, der ich jahrelang an dieser Zonengrenze Dienst gemacht habe, nocheinmal eindrucksvoll die Gefühlswelt eines GT Offiziers darlegt.
Eine Gefühlswelt, die man damals nicht verstanden hat, die aber heute, mit etwas Abstand, besser nachzuvollziehen ist.
Die tiefe Enttäuschung in seinen Worten, über das, was man einmal gedacht hat, woran man geglaubt hat....und nun DIESE Realität.

Nach 25 Jahren und trotz vieler Gespräche mit PKE, GT und Ostzoll-Angehörigen kurz nach der Wende und auch Jahre später, hat dieser Film mich (wiedereinmal) sehr nachdenklich gemacht.

Ich wünsche mir im fünfundzwanzigsten Jahr nach dem Mauerfall, dass der gute Glaube von Menschen in Deutschland nie wieder so missbraucht wird und dass diese Nation, trotz aller Widrigkeiten, weiter zusammenwächst. Auch wenn sicherlich nicht alle Wunden, auf der einen wie auf der anderen Seite verheilen werden.

Gruß Frank


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Für die alten Bundesbürger, ist es die Zonengrenze gewesen.Punkt!! Sind ja auch russische Besatzungszone bis zum Ende gewesen!
Grüsse steffen52



Tja, die amerikanischen Besatzungstruppen muss Deutschland immer noch aushalten !


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Ein Vorteil muss man nun auch mal im Osten Deutschlands haben ohne Amis und Russen!
Grüsse steffen52


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