#1

Metallgitterzaun oder Stacheldraht?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.08.2009 22:26
von manudave (gelöscht)
avatar

Damit wir auch ab und zu über die Grenze sprechen:

Wo in euren Abschnitten konnte man noch relativ spät den Doppelreihenzaun aus Stacheldraht finden und in welchen Abschnitten war die Grenzsicherung durch Zäune etwas rückständig gegenüber modernen Zaunsystemen.

Erst heute hatte ich jemanden vom BGS bei mir, der sagte er war Anfang der 60er in einem Abschnitt, da gab es gar keinen Zaun.
Konnte so etwas sein?


nach oben springen

#2

RE: Metallgitterzaun oder Stacheldraht?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.08.2009 23:11
von S51 | 3.733 Beiträge

Im Bereich der GK Schierke haben die alten Aufklärer erzählt, dass es erst ab 1972 dort einen Metallgitterzaum gab, davor Stacheldraht. Bei Feindwärtseinsätzen haben wir ab und an noch Reste des alten Stacheldrahtes gefunden und entsorgt (das ging nur nachts, weil wir dabei nicht gesehen werden wollten). Aus ihren Erzählungen wussten wir, was das für Reste waren. Man hätte es auch für Weidezaun halten können. Kann also durchaus sein. Es hat im Bereich der Rhön und in Thüringen sicher auch ähnliche Stellen gegeben.
Im gleichen Bereich gab es den GSZ im Hinterland bis 1986/87 nur zwischen der Trennungslinie Elend bis zur Sandbrinkstraße bzw kurz vor die Strecke der Brockenbahn unterhalb des Eckerloches. Von dort bis zur Brockenmauer war erst mal nichts und dann weiter vorne nur der Zaun 1, der ab dem Goethebahnhof oben Signaldrähte hatte. Erst zwischen 1987/88 wurde in diesem Bereich ein GSZ aufgebaut, der bis zur Brockenbahn ging.
Nördlich zwischen Brockenmauer und dem eisernen Tisch bzw. bis kurz vor die Kompanie Scharfenstein gab es auch nur den Zaun 1. Dort wegen mangelnder Gründung sogar ohne Signaldrähte und so labil, dass er bei Sturm umgeworfen werden konnte. Zwischen diesem Zaun und der eigentlichen Grenzlinie unten am Fuße des Brockens gab es nur abschnittsweise Reste von altem Stacheldraht bzw. über große Strecken nichts, nichts als Natur. Erst knapp oberhalb der Eckertalsperre war wieder ausgebaut.
Die Grenze war teuer, denke ich, und wo man es nicht sah, waren die Sperranlage lange nicht so sorgfältig ausgeführt, wie in Filmen und Bildern immer zu sehen ist.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


nach oben springen

#3

RE: Metallgitterzaun oder Stacheldraht?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.08.2009 00:24
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Erst heute hatte ich jemanden vom BGS bei mir, der sagte er war Anfang der 60er in einem Abschnitt, da gab es gar keinen Zaun.
Konnte so etwas sein?



manudave, Heute 22:26
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Also ich kann nur aus meinen Erinnerungen,hier schreiben.Und das war 74/75 in den Abschnitt wo ich diente.Und zwar auch am Schaalsee-Zarrentin,da gab es Abschnitte wo es keine Sperranlagen gab.Zum Beispiel,auf der Halbinsel Stintenburg.Da gab es nur einen K6 mehr nicht.Wir hatten unseren Postenplatz am Halbinselzugang gegenüber vom Fischer,um zum K6 zu gelangen war immer ein Fußmarsch fällig.

Angefügte Bilder:
11.gif

nach oben springen

#4

RE: Metallgitterzaun oder Stacheldraht?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.11.2009 23:28
von Thunderhorse | 4.010 Beiträge

Zitat von manudave
Damit wir auch ab und zu über die Grenze sprechen:
Wo in euren Abschnitten konnte man noch relativ spät den Doppelreihenzaun aus Stacheldraht finden und in welchen Abschnitten war die Grenzsicherung durch Zäune etwas rückständig gegenüber modernen Zaunsystemen.
Erst heute hatte ich jemanden vom BGS bei mir, der sagte er war Anfang der 60er in einem Abschnitt, da gab es gar keinen Zaun.
Konnte so etwas sein?



Im Bereich Tettau (Tettauer Zipfel) stand noch Mitte der 80er Jahre der alte zweireihige Stacheldrahtzaun.
Der Metallgitterzaun wurde etwas weiter zurück errichtet.


"Mobility, Vigilance, Justice"
nach oben springen

#5

RE: Metallgitterzaun oder Stacheldraht?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.03.2014 12:59
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #3
Erst heute hatte ich jemanden vom BGS bei mir, der sagte er war Anfang der 60er in einem Abschnitt, da gab es gar keinen Zaun.
Konnte so etwas sein?



manudave, Heute 22:26
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Also ich kann nur aus meinen Erinnerungen,hier schreiben.Und das war 74/75 in den Abschnitt wo ich diente.Und zwar auch am Schaalsee-Zarrentin,da gab es Abschnitte wo es keine Sperranlagen gab.Zum Beispiel,auf der Halbinsel Stintenburg.Da gab es nur einen K6 mehr nicht.Wir hatten unseren Postenplatz am Halbinselzugang gegenüber vom Fischer,um zum K6 zu gelangen war immer ein Fußmarsch fällig.



Gestern waren wir da B208,icke-ek71 ich. dazu noch zwei ex.Grenzer
War sehr interessant B208 konnte viel erzählen da er da seinen Dienst versah.


nach oben springen

#6

RE: Metallgitterzaun oder Stacheldraht?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.03.2014 16:12
von Freienhagener | 3.861 Beiträge

Im Eichsfeld bei Freienhagen gab es 1975 noch den zweireihig mit Stacheldrahtzaun abgesperrten Minenstreifen.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
nach oben springen

#7

RE: Metallgitterzaun oder Stacheldraht?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.03.2014 16:37
von DoreHolm | 7.695 Beiträge

So sah die Grenze zu WB im Sommer 67 westlich der Enklaven Erlengrund/Fichtewiese aus. Wer die Stellen kannte, wo die Wildschweine durchmachten, konnte mit dem guten Anzug durchkriechen.



Stuck hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#8

RE: Metallgitterzaun oder Stacheldraht?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.03.2014 17:06
von Freienhagener | 3.861 Beiträge

Der Minenstreifen bei Freienhagen war breiter.............


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
nach oben springen

#9

RE: Metallgitterzaun oder Stacheldraht?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.03.2014 18:25
von Hansteiner | 1.413 Beiträge

Der Stand im 2. Halbjahr 75 sah so aus: - Mitte 75 ging das 3.GB/GR-4 zur Bat.-Sicher. über. Der gesamte Bereich hatte den GZ-1, also von der TL am "Steinbruch Siemerode" bis zur LTL "Sickenberg" zum GR-1.
Nur im Abschnitt der GK "Rustenfelde" befand sich noch ein Stück "alte Sperre" vor dem GZ-1 (mit Minen) im Bereich rechts "Weißer Weg" in Rtg. "Lichtenhagenscher Weg". Siehe Bild.

VG H.



nach oben springen

#10

RE: Metallgitterzaun oder Stacheldraht?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.03.2014 18:33
von Hansteiner | 1.413 Beiträge
nach oben springen

#11

RE: Metallgitterzaun oder Stacheldraht?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.03.2014 18:36
von Freienhagener | 3.861 Beiträge

"Bei Freienhagen" soll heißen am "Mastenweg".
Dort war die Sperre deulich zu sehen.

Links davon, im sogenannten "U", war der Zaun weit weg und vom Posten normalerweise nicht zu sehen.
Rechts davon war er auch weit entfernt, am "Kesselberg" und am "Steinbruch" hinter einem Höhenrücken.
Dort hatte der Posten nicht den guten Einblick.
Deshalb ist meine Erinnerung nur am Mastenweg deutlich.

In der Landschaft erkennt man die Breite der Sperre noch:



Gruß
Micha


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 12.03.2014 18:41 | nach oben springen

#12

RE: Metallgitterzaun oder Stacheldraht?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.03.2014 20:37
von DoreHolm | 7.695 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #8
Der Minenstreifen bei Freienhagen war breiter.............


Falls Du das Foto von mir in #7 meinst. Das war zu Westberlin und da gab´s keine Minen.



damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#13

RE: Metallgitterzaun oder Stacheldraht?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 13.03.2014 09:06
von Freienhagener | 3.861 Beiträge

..........dann war der Streifen zwischen den Stacheldrahtzäunen bei Freienhagen breiter, möglicherweise wegen den Minen dort.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 13.03.2014 09:06 | nach oben springen

#14

RE: Metallgitterzaun oder Stacheldraht?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 13.03.2014 18:57
von Hansteiner | 1.413 Beiträge

Vielleicht noch als Ergänzung zu # 9 u.10 :
dieser Abschnitt wurde dann im Jahr 76 von Pionierkräften geräumt.

VG H.



nach oben springen



Besucher
24 Mitglieder und 62 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: ralli62
Besucherzähler
Heute waren 3700 Gäste und 185 Mitglieder, gestern 3611 Gäste und 206 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14369 Themen und 557897 Beiträge.

Heute waren 185 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen