#141

RE: F. Streletz - Der Arme

in Das Ende der DDR 12.09.2014 18:10
von passport | 2.626 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #138
Was soll eigentlich dieses mysteriöse "humanistische Erziehung" in diesem Zusammenhang sein? Wie bei Erich Mielke? "Alle Käse Genossen - Erschießen! Weil ick Humanist bin." (Mielke) So in der Art? Ja die Menschenfreunde an der Spitze der Diktatur.

Humanistische Bildung ist doch eigentlich was Bürgerliches?

Diese Bücher sind doch nur als Geschäft für die alten Genossen gedacht. Meistens ist kein bisschen ehrlicher Wille zur Aufklärung oder Aufarbeitung sichtbar. Nur eitle Selbstbeweihräucherung und Schutzbehauptungen.
Gibt es dafür eigentlich irgendwo sozialistische Ghostwriter zum Mieten? Das schreiben die doch bestimmt nichtmal selbst.





Typische Ausreden von Personen die Bücher eines gewissen Personenkreises nie gelesen bzw. gekauft haben. Aber immer dazu dumme und unsinnige Bemerkungen schreiben.

passport


edit : aus meiner Sicht gibt es noch nicht genug gute Bücher von Zeitzeugen der ehem. Schutz- und Sicherheitsorgane


zuletzt bearbeitet 12.09.2014 18:15 | nach oben springen

#142

RE: F. Streletz - Die Handlungen der militärischen Führung im Herbst 1989

in Das Ende der DDR 12.09.2014 18:12
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #130
Zitat von Alfred im Beitrag #124


Wurde Herr Streletz ggfls. runtergeputzt, wie es in diktatorischen Chefetagen durchaus üblich ist, was er sich da wagt da vorzulegen?

josy95




Sieh und hör selbst :

http://www.youtube.com/watch?v=eKXRxj9jnv4



@Alfred, vervollständigend ganz informativ.

Der Videoclip hört aber einfach so und fast mitten im Text bei der durch Herrn Streletz überraschend gut erfassten Thematik der möglichen Eskalation (Panzernahbekämpfung durch Demonstranten) auf. Gibt es eine Fortsetzung, noch andere Videoclips von Interviews mit F. Streletz zu diesem Thema?

josy95[/quote]

Warum das Video an der Stelle aufhört, ist mir nicht bekannt. Es gibt dann noch ein kuzes Video zum den Ereignissen des 9. November.


josy95 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#143

RE: F. Streletz - Die Handlungen der militärischen Führung im Herbst 1989

in Das Ende der DDR 12.09.2014 18:30
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Zitat
aus meiner Sicht gibt es noch nicht genug gute Bücher von Zeitzeugen der ehem. Schutz- und Sicherheitsorgane



Wenigstens das sehen wir mal ähnlich.

Dazu gehört nämlich ein wenig Selbstdistanz und auch ehrliche Selbstkritik. Beides haben die wenigsten alten Funktionäre.


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#144

RE: F. Streletz - Die Handlungen der militärischen Führung im Herbst 1989

in Das Ende der DDR 12.09.2014 19:26
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #136
@josy95
Also, dreist merk ich mir erst mal.

Auf solche Fragen antworte ich nicht mehr. Worauf ich geantwortet hab, hatte ich rot gekennzeichnet. Wie Du das bewertest ist mir eigentlich völlig wurscht. SED, Stalinismus..........Einpeitscher, von anderer Stelle hier. Ich habe eine humanistische Erziehung in den Handlungen der Militärs festgestellt. Es wurde, ob mans nun glaubt oder nicht, das grosse Blutbad verhindert. Das ist für mich Humanität von Militärs. Kommt diese Humanität der Militärs von selbst ? Weil sie Angst haben ? Ich denke, weil die sozialistischen Militärs in der DDR ordentlich ausgebildet und erzogen wurden. Wie handelten bzw. handeln denn die Militärs in den freiheitlichen, demokratischen Ländern in gleicher Situation?
Ich erspar mir Beispiele. SED oder Stalinismus sind diese Blutbäder wohl doch nicht.

Im Forum sind doch Dienstgrade und da meine ich jetzt nicht Soldaten im GWD, die den Herbst 1989 im Dienst erlebt haben. Warum habt ihr denn
keine Waffen eingesetzt? Vor Ort keinen Waffeneinsatz befohlen ?
Habt ihr an Stalin gedacht? An die SED - Oberen, wann denn endlich der Befehl kommt? Aus Angst nicht oder weil auf euch nicht geschossen wurde? Das Handeln der Militärs in dieser Zeit ist ein einmaliger Vorgang in der Welt. Sich ohne Not entwaffnen lassen........
Und wenn ich bisher nur vom Militär schrieb, dann schliesse ich das MdI, Kampfgruppen und MfS ein.










@Georg ,

ich zitiere jetzt mal aus meinem Beitrag #119:

Mein Grundtenor: Es ist selbst 25 Jahre danach immer noch als Glück der Menschen in Ost und West auch über die Grenzen Deutschlands hinaus zu bewerten, das alles ohne Blutvergießen abgelaufen ist und auf allen Seiten besonnene, in der Mehrheit kluge und weiter blickende Köpfe gehandelt und sich gegnüber Hardlinern auch durchgestzt haben.

Wir versuchen hier vielleicht, gemeinsam herauszuarbeiten, herauszufiltern, wer damals besonders an den Befehlsausgabestellen zu der (grün) gehörenden Mehrheit gehört hat. Wird schwierig sein und die Wahrheit wird nie ganz ans Licht kommen.

Ich halte mich mit massiven Unterstellungen bewußt zurück, wie Du sie mir, auch wenn nur ansatzweise, unterstellst. Zumal Befehlsausgeber in der DDR in Person mit Sicherheit (und auch wieder in Mehrheit!) keine ungebildeten Menschen waren. Eine Minderheit, hier ist das gegenläufige Wort zur Mehrheit, gehörte aber zweifellos einer Kategorie unbelhrbarer Hardliner an. Und die saßen nun mal vornehmlich an den Schaltstellen! Auch das dürfte wohl sehr unzweifelhaft sein.

Und eben diese Mehrheit der weiterblickenden und meißt jüngeren Entscheidungsträger wußte 1989 zu genau, was die Stunde geschlagen hatte.

Es ist nur immer echt erstaunlich, wenn man zu besimmten Personen etwas intensiver und besonders kritisch hinterfragt, von diesen ehem. Vorzeigekadern später geäußerte Rechtfertigungsversuche oder selbstentlastende Darstellungen anzweifelt, mit selbst Erlebten abgleicht, sich eine Meinung daraus bildet, dann sind User wie Du sofort auf dem Plan und geißeln sowohl jede noch so sachliche als auch schärfere Kritik.

Das erinnert mich immer schrecklich an die bestellten Hochrufer auf die SED- Parteiführung...

Hast Du da etwa auch mal mitgemacht?

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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zuletzt bearbeitet 12.09.2014 19:30 | nach oben springen

#145

RE: F. Streletz - Der Arme

in Das Ende der DDR 12.09.2014 19:50
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #139
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #138
Was soll eigentlich dieses mysteriöse "humanistische Erziehung" in diesem Zusammenhang sein? Wie bei Erich Mielke? "Alle Käse Genossen - Erschießen! Weil ick Humanist bin." (Mielke) So in der Art? Ja die Menschenfreunde an der Spitze der Diktatur.

[...]



rot - das hat Mielke nicht gesagt !


Nun, es war eher sowas:
"Ein Schuft unter uns, der würde ab morgen schon nicht mehr leben. Kurzen Prozeß. Weil ich ein Humanist bin".

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#146

RE: F. Streletz - Der Arme

in Das Ende der DDR 12.09.2014 20:00
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Ja, ich hatte gekürzt.

Zitat Erich Mielkes 1982 (Ausschnitt eines Stasi-Protokolls):

Zitat
"Wir sind nicht davor gefeit daß wir einmal einen Schuft unter uns haben. Wenn ich das schon jetzt wüßte würde er ab morgen nicht mehr leben. Kurzer Prozeß. Weil ich ein Humanist bin. Deshalb habe ich solche Auffassung. [...] Das ganze Geschwafel von wegen nicht Hinrichtung und nicht Todesurteil - alles Käse Genossen. Hinrichten wenn notwendig auch ohne Gerichtsurteil."

Quelle: Stasi-Ausstellung Leipzig


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zuletzt bearbeitet 12.09.2014 20:06 | nach oben springen

#147

RE: F. Streletz - Der Arme

in Das Ende der DDR 12.09.2014 20:06
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #146
Ja, ich hatte gekürzt.

Zitat Erich Mielkes 1982 (Ausschnitt eines Stasi-Protokolls):

Zitat
"Wir sind nicht davor gefeit daß wir einmal einen Schuft unter uns haben. Wenn ich das schon jetzt wüßte würde er ab morgen nicht mehr leben. Kurzer Prozeß. Weil ich ein Humanist bin. Deshalb habe ich solche Auffassung. [...] Das ganze Geschwafel von wegen nicht Hinrichtung und nicht Todesurteil - alles Käse Genossen. Hinrichten wenn notwendig auch ohne Gerichtsurteil."
Quelle: Stasi-Ausstellung Leipzig


Glaube es gibt dazu auch einen Tonband Mitschnitt und mit erschießen kannte er sich ja aus! Sage nur in den 30 Jahren Büloplatz!!
Grüsse steffen52


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#148

RE: F. Streletz - Der Arme

in Das Ende der DDR 12.09.2014 20:08
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Das war irgendeine Stasi-Führungskonferenz. Die waren alle wohl etwas platt über diesen knallharten Hinrichten-Spruch. Der Genosse Minister hat dann ermuntert, jetzt doch erstmal mal schön Mittagessen zu gehen.


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#149

RE: F. Streletz - Der Arme

in Das Ende der DDR 12.09.2014 20:13
von Gelöschtes Mitglied
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Und wir müssen uns hier nicht die Köpfe einrennen, die Abläufe waren so, wie sie waren, und das ist gut so...
Dem Eröffner des Threads schreibe ich gern ins Stammbuch, dass ich selbst mich nicht bedanken werde bei Hardlinern des untergegangenen Systems, da können sie in ihrem Altersstarrsinn noch soviel zurechtrücken..., gesiegt hat zu jener Zeit eine Übermacht des Volkes mit moralisch berechtigten Forderungen und ohne jede Waffe in der Hand.

Ich möchte heute nicht wissen, wenn nur einer aus dem Zirkel "Feuer" gerufen hätte, was dann in der damaligen Geriatrie-Riege geschehen wäre! Aber das bleibt glücklicherweise Spekulation und ich hoffe, dass der Schabernack der Veröffentlichung von Rechtfertigungen sich alsbald biologisch erledigt!

Niemand sollte die Denkfähigkeit eines Volkes unterschätzen, wenn er es zuvor unterdrückt hat!

VG Klaus


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#150

RE: F. Streletz - Der Arme

in Das Ende der DDR 12.09.2014 20:14
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #148
Das war irgendeine Stasi-Führungskonferenz. Die waren alle wohl etwas platt über diesen knallharten Hinrichten-Spruch. Der Genosse Minister hat dann ermuntert, jetzt doch erstmal mal schön Mittagessen zu gehen.

Müsste man mal den @94 fragen, der findet alles im Netz!
Grüsse steffen52


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#151

RE: F. Streletz - Der Arme

in Das Ende der DDR 12.09.2014 20:21
von Schuddelkind | 3.505 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #139
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #138
Was soll eigentlich dieses mysteriöse "humanistische Erziehung" in diesem Zusammenhang sein? Wie bei Erich Mielke? "Alle Käse Genossen - Erschießen! Weil ick Humanist bin." (Mielke) So in der Art? Ja die Menschenfreunde an der Spitze der Diktatur.

Humanistische Bildung ist doch eigentlich was Bürgerliches?

Diese Bücher sind doch nur als Geschäft für die alten Genossen gedacht. Meistens ist kein bisschen ehrlicher Wille zur Aufklärung oder Aufarbeitung sichtbar. Nur eitle Selbstbeweihräucherung und Schutzbehauptungen. Gibt es dafür eigentlich irgendwo sozialistische Ghostwriter zum Mieten? Das schreiben die doch bestimmt nichtmal selbst.



rot - das hat Mielke nicht gesagt !


Ach ja, was hat er denn gesagt?


Intellektuelle spielen Telecaster
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#152

RE: F. Streletz - Der Arme

in Das Ende der DDR 12.09.2014 21:07
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #151


rot - das hat Mielke nicht gesagt !


Ach ja, was hat er denn gesagt?[/quote]


@Schuddelkind , das weißt Du nicht???

Typisch Klassenfeind, *essi!

Hier etwas Nachhilfe in Staatsbürgerkunde!

https://www.youtube.com/watch?v=1XBEqyu5Mck



@Hufklaus ,

ich bin mir relativ sicher, wenn damals in Leipzig oder auch anderswo auch nur ein Schuß gefallen wär und die berüchtigte Signalwirkung ausgelost hätte, es hätte ähnliche Verhältnisse wie aktuell in der Ukraine gegeben.
Das hat der Herr Streletz in dem Videoclip auch gut und nüchtern erwähnt (Stichwort militärisch gut ausgebildete DDR- Bürger u. a. in Panzernahbekämpfung).
Vielleicht nicht so lang anhaltend und mit schwerer Waffentechnik, aber blutige Straßenkämpfe hätte es allemal gegeben. Und vermutlich auch Massen an Überläufern aus Reihen VP, GT, NVA und selbst MfS. Und das wußte ein Herr GO Streletz und andere seiner Genossen im Wendeherbst nur zu genau! Ihm blieb aus Angst vor eigenem Leib und Leben quasi nichts besseres übrig, das dem Erich Honecker zu verkaufen.

In Rumänien waren ja bereits Ansätze zur Eskalation da. Und dann wäre es einigen SED- Größen, derer der Mob habhaft geworden wär, schlecht ergangen, ganz sclecht....


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
Altmark01, Hapedi, Pit 59 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#153

RE: F. Streletz - Der Arme

in Das Ende der DDR 12.09.2014 21:22
von Gelöschtes Mitglied
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@josy95 , Thomas, das sehe ich ähnlich, möchte aber betonen, dass wir wohl gemeinsam dies ohne überhebliche Häme sehen, oder?

VG Klaus


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#154

RE: F. Streletz - Der Arme

in Das Ende der DDR 12.09.2014 21:39
von Gelöschtes Mitglied
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Thomas es ist doch klar gewesen, nicht für die paar Oberbetonköpfe, aber die normalen Offiziere wussten doch was die Stunde geschlagen hatte! Wie Du schon schriebst, wie viele Getreue hatten sie unter Waffen und wie viele sind einfach nur eingezogen wurden, die aber auch Waffen hatten!
Was hätten die, auch vielleicht auch die Berufssoldaten gesagt, wen sie gehört hätten, Bruder, Schwester oder Eltern bei Demonstration angeschossen oder schlimmer! Das Chaos wäre perfekt gewesen und es wäre viel Leid passiert! Denke da an Ungarn, vor längerer Zeit( Laterne)!
Das haben Einige bestimmt auch befürchtet und sind schlau gewesen und haben darauf gesund reagiert! Aber danach,sind es die gewesen ( die Herren Obergenossen) , die zwar am liebsten alles nieder geknüppelt hätten( egal wie und mit welchen Mittel), die immer gesagt haben, keine Gewalt gegen unser Volk und heute die Guten sein wollen( die sie nie waren)! Was soll, das ist früher so gewesen und hat sich danach auch nicht geändert, solche wird es in jeden System geben!
Grüsse steffen52


Hapedi und josy95 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#155

RE: F. Streletz - Der Arme

in Das Ende der DDR 12.09.2014 21:42
von 94 | 10.792 Beiträge

Upps, Huf ohne Häme *grübelnd_grins*

Na egal, und im Netz find ich auch nicht alles. Momentan suche ich gerade den DTD-String für FWXGA (1366x768@60Hz), um für eine 3x3-Monitorwand dem Zuspieler-Notebook die Intel-945GM-Graka zu patchen. ABER ... im Forum kann man und auch frau (also NICHT nur ich) so gut wie ALLES (wieder-)finden. Und stimmt scho @Schuddel, vom Erschießen wortwörtlich hat der Genosse Armengeneral nix gesagt. Allerdings war der 'Unerwartete Nahschuß' seit 1968 die einzige Hinrichtungsmethode, nun aber hier die 'Fundsache' ... ein anderer Mielke #175 (dank @Harzwanderer)

P.S. Na wer sagts denn, ich finde das Teil ist genau das, was ich gerad gesucht hab ...
http://www.clevertec.co.uk/productsfree.htm

Angefügte Bilder:
Zwischenablage01.gif

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 12.09.2014 22:04 | nach oben springen

#156

RE: F. Streletz - Der Arme

in Das Ende der DDR 12.09.2014 21:59
von Hapedi | 1.870 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #154
Thomas es ist doch klar gewesen, nicht für die paar Oberbetonköpfe, aber die normalen Offiziere wussten doch was die Stunde geschlagen hatte! Wie Du schon schriebst, wie viele Getreue hatten sie unter Waffen und wie viele sind einfach nur eingezogen wurden, die aber auch Waffen hatten!
Was hätten die, auch vielleicht auch die Berufssoldaten gesagt, wen sie gehört hätten, Bruder, Schwester oder Eltern bei Demonstration angeschossen oder schlimmer! Das Chaos wäre perfekt gewesen und es wäre viel Leid passiert! Denke da an Ungarn, vor längerer Zeit( Laterne)!
Das haben Einige bestimmt auch befürchtet und sind schlau gewesen und haben darauf gesund reagiert! Aber danach,sind es die gewesen ( die Herren Obergenossen) , die zwar am liebsten alles nieder geknüppelt hätten( egal wie und mit welchen Mittel), die immer gesagt haben, keine Gewalt gegen unser Volk und heute die Guten sein wollen( die sie nie waren)! Was soll, das ist früher so gewesen und hat sich danach auch nicht geändert, solche wird es in jeden System geben!
Grüsse steffen52




ich weiß es nicht mehr ganz genau 1972 - 1973 etwa , große Mobilmachung im Bezirk Gera . Ein sehr großer Teil von Offizieren konnte keine Befehle erteilen weil sie nie in der Armee gedient hatten nur auf grund irgendeiner Stellung in der Witschaft einen Offiziersgrad hatten .
Ich will damit nur sagen das es viele Offiziere gab die 89 mit auf der Strasse waren . @Ostlandritter weist du das noch ?

gruß Hapedi



Ostlandritter und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.09.2014 22:11 | nach oben springen

#157

RE: F. Streletz - Der Arme

in Das Ende der DDR 12.09.2014 22:24
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Hapedi im Beitrag #156
Zitat von steffen52 im Beitrag #154
Thomas es ist doch klar gewesen, nicht für die paar Oberbetonköpfe, aber die normalen Offiziere wussten doch was die Stunde geschlagen hatte! Wie Du schon schriebst, wie viele Getreue hatten sie unter Waffen und wie viele sind einfach nur eingezogen wurden, die aber auch Waffen hatten!
Was hätten die, auch vielleicht auch die Berufssoldaten gesagt, wen sie gehört hätten, Bruder, Schwester oder Eltern bei Demonstration angeschossen oder schlimmer! Das Chaos wäre perfekt gewesen und es wäre viel Leid passiert! Denke da an Ungarn, vor längerer Zeit( Laterne)!
Das haben Einige bestimmt auch befürchtet und sind schlau gewesen und haben darauf gesund reagiert! Aber danach,sind es die gewesen ( die Herren Obergenossen) , die zwar am liebsten alles nieder geknüppelt hätten( egal wie und mit welchen Mittel), die immer gesagt haben, keine Gewalt gegen unser Volk und heute die Guten sein wollen( die sie nie waren)! Was soll, das ist früher so gewesen und hat sich danach auch nicht geändert, solche wird es in jeden System geben!
Grüsse steffen52




ich weiß es nicht mehr ganz genau 1972 - 1973 etwa , große Mobilmachung im Bezirk Gera . Ein sehr großer Teil von Offizieren konnte keine Befehle erteilen weil sie nie in der Armee gedient hatten nur auf grund irgendeiner Stellung in der Witschaft einen Offiziersgrad hatten .
Ich will damit nur sagen das es viele Offiziere gab die 89 mit auf der Strasse waren . @Ostlandritter weist du das noch ?

gruß Hapedi


@Hapedi

1972-1973 ??

Nee ,- da weiss ich nichts von ,- ich erinnere mich nur an die größte Mobilmachung im Bezirk Gera ,- Anfang der 80-er Jahre im Februar oder März.
Angenommen wurde eine Sprengung der Thüringer Talsperren ( natürlich durch den Feind ).

Ziel war die Sicherstellung aller Kampfeinheiten, bevor die diversen Flutwellen eintreffen sollten ( um die Rettung der Zivilbevölkerung machte sich keiner Gedanken )
Da durfte ich 3 Tage lang die " Offiziere " aus nächster Nähe erleben,- und traurigerweise musste ich feststellen,- das es sich fast ausnahmslos um einen verweichlichten Haufen von Karrieristen und Trotteln handelte...

Meine schönste Erinnerung :

Als Sahnehäubchen wurden wir allesamt als verstrahlt erklärt und demgemäß mussten wir ( bei Frost ) nackisch über einen Acker hüpfen und am Ende wurden wir mit Wasser eiskalt abgestrahlt,-
da fingen die Offiziere an zu heulen und zu jammern und von Beschwerden zu faseln,- ich hätte mir vor Lachen gern in die Hosen gemacht,-
ging aber nicht - ich war selber nackisch und hab geklappert.
Merkwürdigerweise haben die niederen Dienstgrade alles mitgemacht ,- die Heulsusen fanden sich ausnahmslos bei den Herren Offizieren ,-
damals ist bei mir viel Lack von der Achtung der Offizierskaste abgeblättert...


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#158

RE: F. Streletz - Der Arme

in Das Ende der DDR 12.09.2014 22:40
von Hapedi | 1.870 Beiträge

@Ostlandritter ich war halt der Meinung es war für den Bezirk Gera , aber dann war es nur für den Kreis Pößneck und wir lagen da bei Greiz irgendwo eine Woche im Wald aber keiner sagte wo wir sind und wie lange das Kasperle dauern würde . Der Postboote brachte die Einberufung und man mußte ich glaube innerhalb von 3 Std an der Turnhalle stehen von da ging es dann auf so ein Gut bei Ranis und von dort bei Greiz auf ein großes Feld mit Zelt und da wurde komplett eingekleidet


gruß Hapedi



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#159

RE: F. Streletz - Der Arme

in Das Ende der DDR 13.09.2014 03:08
von WernerHolt (gelöscht)
avatar

könnte man sowas auch schlicht und ergreifend manöver nennen? @ hapedi


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#160

RE: F. Streletz - Der Arme

in Das Ende der DDR 13.09.2014 08:16
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #146
Ja, ich hatte gekürzt.

Zitat Erich Mielkes 1982 (Ausschnitt eines Stasi-Protokolls):

Zitat
"Wir sind nicht davor gefeit daß wir einmal einen Schuft unter uns haben. Wenn ich das schon jetzt wüßte würde er ab morgen nicht mehr leben. Kurzer Prozeß. Weil ich ein Humanist bin. Deshalb habe ich solche Auffassung. [...] Das ganze Geschwafel von wegen nicht Hinrichtung und nicht Todesurteil - alles Käse Genossen. Hinrichten wenn notwendig auch ohne Gerichtsurteil."
Quelle: Stasi-Ausstellung Leipzig



Die Aussage von Mielke lautete :

„Wir sind nicht gefeit, leider, dass auch mal ein Schuft noch unter uns sein kann, wir sind nicht gefeit dagegen, leider. Wenn ich das schon jetzt wüsste, dann würde er ab morgen schon nicht mehr leben. Ganz kurz – Prozess. Aber weil ich Humanist bin, deshalb habe ich solche Auffassungen. Lieber Millionen Menschen vor’m Tode retten als wie einen Banditen leben lassen, der also uns dann also die Toten bringt. [… unverständlich …] mal richtig erklären, warum man so hart sein muss. All das Geschwafel von wegen nicht hinrichten und nicht Todesurteil – alles Käse is' Genossen. Hinrichten die Menschen ohne billige Sätze, ohne Gerichtsbarkeit und so weiter.“

So sieht es doch schon etwas anders aus.

Aber Mielke ist ja nun nicht das Thema.
Man sollte auch bedenken, dass dies kein Befehl oder ähnliches war. Auch heute gibt es wohl Länder, die ähnlich verfahren.


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