#81

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 09.09.2014 10:16
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #75
#64
josy
Der ganze Wald war ca 1968 in Saalfeld voller blauer Flugblätter von der SPD aus Hannover.
Ich fand so ein Blatt, las ihn kurz und steckte ihn ein.
In der Stadt hatte ich eine Schlägerei und warf, bevor Polizei kam, das Blatt in ein Papierkorb.
habe dann, schlauer Thomas , einen Brief an meinen Kinderfreund nach Schleswig- Holstein geschrieben,
einige Monate später kamen zwei Herren zu mir.
habe ich schon mal beim Thema MfS, getippt.




(rot)


...kannst Du zu diesem Beitrag bitte mal einen (Link-) Tip, Hinweis geben?

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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#82

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 09.09.2014 10:56
von turtle | 6.961 Beiträge

Zur Wende gehört auch der Tag der deutschen Einheit dazu. Am 2.10.zog ich alleine los ich wollte unbedingt hineinfeiern und um Mitternacht darauf anstoßen. Angefangen hatte ich in meiner Stammkneipe, die hatten wenig Verständnis das ich da mit der schwarz-rot-gelben Mütze saß und immerzu vom historischen Tag faselte. Die erste Euphorie nach der Grenzöffnung war bereits vorbei. Gegen 22:30 Uhr wurde es für mich Zeit zu erkennen die stoßen höchstens mit Dir an wenn Du bezahlst . Also Taxi bestellt mit Ziel St.Georg. Der Stadtteil St.Georg unmittelbar beim Hamburger Hauptbahnhof gelegen ist neben St.Pauli das Viertel wo immer was los und geöffnet ist. Auf der Suche nach Stimmung und Einheitslaune merkte ich das alles wie immer war die waren nicht zum Feiern der deutschen Einheit da. Die Damen hatten nicht einmal einen Tanga in den deutschen Farben an. Doch da hörte ich Stimmung laute Musik drang auf den Gehsteig und Heino sang die deutsche Hymne.
Can Can Club stand da groß. Nichts wie rein dachte ich hier bist Du richtig, Deutsche Fähnchen hingen überall . Mich machte nur etwas stutzig Frauen sah ich keine. Doch ich wurde um so netter begrüßt, Allmählich dämmerte es mir ,ich war in einer "Herrenbar" gelandet. Can-Can da muss ich doch an die Damen vom Lido denken mit Rock und Beine hoch ,aber das! Durch mein sächsisch war ich schnell als Ossi enttarnt der bestimmt zu Besuch in Hamburg ist. Na jedenfalls schob man mir ständig Bier und Köm zu . Um Mitternacht ließen wir es richtig krachen. Es war morgens um 5 als ich den Can-Can Club verließ. Als ich zwei Tage später wieder der Alte war, dachte ich so übel waren die Herren mit der Ledermütze gar nicht. Immer wenn ich zufällig in der Gegend war trank ich Nachmittags einen Kaffee im Can-Can. Ich wurde nie belästigt, und Fotos von dieser Nacht hingen herum. Oh mein Gott dachte ich zuerst ,wenn die ein Bekannter sieht wird der erzählen Peter ist schwul. Das Verwarf ich beim besseren Nachdenken mit der Frage. Was wollte der im Can-Can ? Diesen Can-Can Club gibt es auch schon lange nicht mehr. Doch meine Feier zur deutschen Einheit im "Herrenclub" werde ich nie vergessen. Toleranz gehört zum Leben.


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zuletzt bearbeitet 09.09.2014 10:58 | nach oben springen

#83

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 09.09.2014 11:19
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

Gert,
deine Fragen möchte ich gerne beantworten.
Wendegeschichte von mir, habe alles mitgemacht, war als Ordner tätig, habe einiges gepaust, war überall dabei, habe aber keine Daten mehr.
ff


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#84

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 09.09.2014 11:30
von GKUS64 | 1.611 Beiträge

Thomas, wir wollen doch keine Daten, wir wollen deine Wendeerlebnisse hören!!!

MfG

GKUS64


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#85

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 09.09.2014 13:38
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Ah, danke lieber @turtle ,

die Geschichte mit der Can-Can-Bar gefällt mir.

Meine Nacht vom 02.10. zum 03.10.1990 war durchaus auch ereignisreich. Am 02.10.1990 war unser letzter Tag in DDR-Uniform. Wir waren noch einmal angetreten mit dem Steingrau, hatten einen Appell, bei dem das Musikkorps nochmal spielte, eine Ehrenformation trug eine einfache DDR-Fahne an uns vorbei, die Truppenfahne sei schon an das Bundesarchiv gegangen, hieß es, und wir hörten eine Rede, die die Welt und vor allem wir nicht brauchte. Am Abend war ich mit meiner damaligen Frau verabredet. Wir wollten uns im "Prater" im Prenzlauer Berg, also bei uns um die Ecke, ein Programm von Mensching & Wenzel ansehen: "Allerletztes aus der DaDaeR". Wie zu erwarten war das Programm umwerfend und passte auf den Abend maßgeschneidert. Wir tranken noch eine Kleinigkeit und gingen nach Hause. Ich wollte vor 24:00 Uhr zuhause sein. Eine Viertelstunde vor Mitternacht setzten wir, der ehemalige Politoffizier der Grenztruppen und die marxistisch-leninistisch geschulte, promovierte Hochschuldozentin für Kulturtheorie und Ästhetik, uns zusammen hin und ich las eine halbe Stunde lang den "Prediger" aus dem Alten Testament. "Alles auf dieser Welt ist eitel und haschen nach Wind ...". War es der Abgesang auf die Eitelkeit meiner Person, mich besser geglaubt zu haben als andere, oder war es die eitle Zufriedenheit einer neuen Zeit, die über mich kam und die ich von vornherein unter Kritik nehmen wollte? Ich weiß es nicht. Mir war danach, diesen Text laut zu lesen. Nach der Hälfte wurde das untermalt vom Feuerwerk draußen. Es war aber, wenn ich so in der Erinnerung des Abends krame, dennoch eine sehr stille halbe Stunde, mit einem Text, der damals für mich und in diese Zeit passte, wie kaum ein anderer.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#86

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 09.09.2014 13:56
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

Du hattest in der DDR eine Bibel im Bücherregal.
Warum?
Du warst doch vom Soz. überzeugt.


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#87

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 09.09.2014 14:06
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

Gert,
Was war ein Rüstzeitheim?
In einigen Städten und Gegenden hatte die JG Ferienheime, sogenannte Rüstzeitheime, man rüstete sich wieder für den Arbeitstag.
Ich selber war in Zella-Mehlis, Bad Salzelmen, Schloss Mansfeld und Hoheneiche. In Eisenach gab es ein großes Heim mit Saal, den Falkhof.
Hoheneiche war in Thüringen sehr berühmt, wurde manchmal aus hygienischen Gründen geschlossen, war selber einige male dort.
Habe nie Ungeziefer gesehen


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#88

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 09.09.2014 14:17
von turtle | 6.961 Beiträge

Es sind diese ganz persönlichen Erlebnisse und Geschichten .die diesen Thread so liebenswert machen. Danke !


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#89

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 09.09.2014 14:28
von ABV | 4.202 Beiträge

Als Threaderöffner schließe ich mich Turtels Worten an. Danke an alle. Mit so viel Resonanz hätte ich gar nicht gerechnet.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#90

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 09.09.2014 14:41
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

Einige kleine Erlebnisse von mir.
Daten weiß ich nicht mehr, habe auch keine Notizen gemacht.
Ich habe im Uhrenwerk in Ruhla gearbeitet.
Die Arbeiter wurden immer unwilliger zu arbeiten, wir haben die meisten Uhren für die westd. Versandhäuser angefertigt, kennt noch jemand die Uhren mit den Figuren deren Augen immer wackelten.? War großer Exportschlager, nur für unsere Kinder konnte man die nicht kaufen.
Es war vor der Wende, wo wir Kollegen über die soz. Wirtschaft sich unterhielten, was ist falsch und was ist richtig, wie kann man das noch ändern.
unsere Thesen und Punkte schrieben wir auf einem Papier mit allen Unterschriften und schickten es an die Betriebszeitung und an die SED Kreiszeitung ,,das Volk,, mit der Bitte um zu veröffentlichen.
Es waren dabei unser Abteilungsleiter (SED, Kampfgruppe), Vertrauensmann (parteilos), stellv. Vertrauensmann (parteilos), Kulturobmann(CDU), Parteisekretär und viele andere. meine Aufgabe war das Papier zu kopieren und eins verschwinden zu lassen.
Tage später ging es los, andauern kamen wichtige Genossen zum Chef und fragen alles mögliche.
Wir haben etwas Glück gehabt. In der Betriebszeitung erschien der Brief mit zig anderen Leserbriefen, die dagegen waren


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#91

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 09.09.2014 14:47
von ABV | 4.202 Beiträge

Die politische Wende habe ich als sehr junger, in vielen Dingen noch unfertiger Mensch erlebt. Ich war erst fünfundzwanzig. Ein Alter in dem man durchaus noch auf der Suche nach Vorbildern ist. Und eigene Handlungsweisen an einmal gewählten Vorbildern ausrichtet. Auch was den so genannten " festen politischen Standpunkt" betrifft. Mir sind damals einige Leute begegnet, die voller Erfahrungen, fest im Leben stehend, Mitglieder der SED waren. Die sich in Gesprächen, offiziell zu dieser Partei, der DDR und dem Sozialismus bekannten.
So schlecht kann doch die SED, die DDR und der ganze Sozialismus überhaupt nicht sein, wenn ein " XY" , den ich für ein Vorbild hielt, ebenfalls Mitglied der SED, ein bekennender DDR-Bürger und glühender Sozialismus ist, habe ich jedes Mal gedacht. Und wollte genauso werden, wie "XY". Habe mich sogar über eigene Zweifel in Gedanken vor " XY" geschämt.
Dann kam der November 1989. " XY" wollte auf einmal kein Mitglied der SED mehr sein. Mehr noch: "XY" behauptete, immer nur widerwillig der SED angehört zu haben. " XY" verachtete auch die DDR und den Sozialismus sowieso. Nicht erst seit November 1989. Sondern angeblich schon immer. "XY" würde jeden in die Fresse hauen, der etwas anderes behauptet. " XY" reihte sich völlig selbstverständlich zwischen den mutigen Demonstranten ein. So als wäre es nie anders gewesen.
Solche "XY"s sind mir während und nach der Wende " Kompanieweise" begegnet. Ich bin seitdem gegenüber politischen Eiferern sehr vorsichtig und skeptisch geworden. Eine wichtige Lebenserfahrung, die ich der politischen Wende verdanke. Und für die ich, im nachhinein, sehr dankbar bin.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

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zuletzt bearbeitet 09.09.2014 14:52 | nach oben springen

#92

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 09.09.2014 14:50
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

ABV,
es wird vielleicht noch einiges kommen


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#93

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 09.09.2014 15:14
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #86
Du hattest in der DDR eine Bibel im Bücherregal.
Warum?
Du warst doch vom Soz. überzeugt.

Hallo Thomas,

Ich besaß sogar zwei Bibeln, eine habe ich inzwischen verschenkt. Sie kamen zunächst aus der Erbschaft einer entfernten Verwandten in meinen Besitz - Oma zeigte sie mir und fragte: "Willste die haben?". Schön gemachte Bücher - warum nicht. Meine erste Berührung hatte ich dann durch den Film bzw. das Buch "Die Abenteuer des Werner Holt". In seiner ersten Szene ruft Unteroffizier Revetcki, im Film dargestellt von Rolf Römer: "Dies sind die Tage von denen wir sagen werden, sie gefallen uns nicht! Prediger 12 Vers 1." Ich schlug diese Quelle nach und so kam ich durch realsozialistische Literatur zunächst an den Prediger. Danach das Hohelied, die Genesis, die Evangelien, die Offenbarung - und man hat schon ein kleines Werkzeug z.B. zum Verständnis christlicher Ikonografie in der Kunst in der Hand. Der Rest kam dann sukzessive bei Bedarf dazu. Beispiel: Konzert "Belsazar" - also holt man sich mal olle Daniel vor. So kommt mit der Zeit einiges zusammen.

Es ist für mich ein wichtiges Werk der Geschichte und ein Fundus zum Verständnis der Kunst. In der Zeit der Wende halfen mir einige der Texte. Die wichtige Botschaft des Predigers an mich lautete: Alles schon mal da gewesen - nimm Dich nicht so wichtig - such lieber nach dem, was Dir und anderen gefallen könnte - das schafft Bleibendes. Das Lesen der Bibel und der Glaube an den Sozialismus schlossen sich für mich gegenseitig genauso wenig aus, wie das Lesen Marxistischer Schriften und ein Theologiestudium. Das hat auch nicht nur etwas damit zu tun, dass man "seine Feinde kennen soll". Es ist einfach eine Erweiterung des Horizonts. Und das ist manchmal, zum Beispiel in Zeiten eines politischen Umbruchs, eine Menge wert.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
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zuletzt bearbeitet 09.09.2014 15:18 | nach oben springen

#94

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 09.09.2014 16:43
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

der Brief aus Weimar.
1989 haben 4 CDU Freunde einen Brief an die Parteileitung geschickt.
Im Inhalt stand alles drin ,was damals falsch war.
Die Autoren waren die Pastorin Ch. Lieberknecht, der Oberkirchenrat Martin Kirchner, der Kirchenrat und Verleger Dr. G. Müller und Frau Martina Huhn.
Der Brief wurde vor der Abgabe an G. Götting in den Parteigruppen besprochen.
In Eisenach waren die Versammlungen in der Superintendentur am Markt und im Kreissekretariat gegenüber dem Bahnhof.
Ich war bei beiden Versammlungen als Ordner dabei, sollte verhindern, das nicht so viele fremde Genossen als Besucher anwesend waren.
Leider wusste ich damals nicht, das das MfS schon bei dem entwerfen des Briefes dabei ist.
Jetzt schmunzelt man darüber, aber damals hatte der Brief viel Sprengstoff gehabt.
Am 2.11. 89 ist G. Götting zurück getreten


GKUS64 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.09.2014 16:45 | nach oben springen

#95

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 09.09.2014 18:53
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #53
Zitat von josy95 im Beitrag #52
@turtle,

das "Salambo" war das erste Etablisiment dieser Art, was ich beim ebenfalls ersten Reperbahnbesuch, war glaub ich 1992 kennengelernt habe. War dann noch mal mit einer Kollegentruppe (mit Ehefrauen!!!) 1994 dort drin.
Da lief die Erotikvariante von "Biene Maja" als Bühnenstück.

josy95


@josy95 , die der Willi umschwärmte die Biene Maja im Safari.




@furry

Bine Maja wurde dargestellt von einem zarten asiatisches Mäuschen, der regelrechte Wüstling Willi war ein mächtig gut gebauter Kerl, ebenso bestückt..., mehr möchte ich aus bestimmten Gründen hier und jetzt nicht preisgeben...

Was bald noch lustiger war, vorne in den ersten Reihen an der Bühne saßen mehrere etwas ältere Pärchen, schätze damals mal so um die 50, 60 Jahre alt. Objektiv kamen die auch wie wir aus den neuen Bundesländern. Für die vermeintlichen "Opis" war das natürlich was, sowas hatten sie vermutlich in keiner durch hunderte von Händen und abgegriffenen Pornozeitung je gesehen! Und nun life! Willi animierte auch noch, auf die Bühne zu kommen! Das war zwei Frauen dann aber doch zu viel und unter tosendem und jolenden Beifall des übrigen Publikums schnappten sie sich ihre zwei "Willis" regelrecht am Kragen und verließen scheddernd mit ihren gar nicht erfreuten Herren das Salambo...

Es war jedenfalls sowohl im Kollegenkreis als auch im Privaten noch lange das Gesprächsthema Nr. 1!

Nun sind solche Etablissimants nicht das Absolute,wo man rein muß, aber gesehen und erlebt haben, besonders die zusätzliche Einlage, möchte man es schon einmal!

josy95


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Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 09.09.2014 18:54 | nach oben springen

#96

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 09.09.2014 20:00
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Am Abend des 2 .10.1990 war ich mit einem Kumpel in unserer Musikkneippe.Wir waren gut am Kölsch bechern und wurden kurz vor 24:00 ein wenig "ruhig".Gleich würde es nur noch einen Staat geben....die DDR ist Geschichte.

Für uns würde sich eh kaum was ändern.

Also..kein Trübsal blasen sondern anstoßen..genau das haben wir exakt um 24:00 gemacht.

Womit ist ja wohl klar.....



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#97

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 09.09.2014 20:26
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #57
lest mal den Spiegel vom 5.11.1990
Ähhm, welchen Artikel genau?
(www.spiegel.de/spiegel/print/index-1990-45.html)

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #47
Am 9.11. war Ostberlin zeitweise dicht, warum konkret, ich weiß es nicht. Am Nachmittag war die Grenze noch geschlossen, der Straßenverkehr jedoch gebietsweise kollabiert.
Es gab jedoch zeitweise Sperrungen wegen irgendwelcher Parteikolonnen von Schönefeld nach Pankow.
Könnte am 10. Plenum des ZKs (8.-10.11.) gelegen haben?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#98

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 09.09.2014 23:35
von Batrachos | 1.549 Beiträge

Hallo,

Wendegeschichten aus Sicht eines Jugendlichen damals, nun gut.
Am 9.11. und 10.11. 89 war in Ellrich noch alles ruhig gewesen.
Doch am 11.11.89 ging es dann auch im beschaulichen Südharz los.
Abends wurde in Ellrich die Grenze auf gemacht.
Meine Erlebnisse und Erinnerungen an diesen Tag hatte ich hier schon mal geschrieben. Grenzöffnung in Ellrich am 11.11.1989 (4).

Und noch ein Nachwende Erlebnis das sich besonders eingeprägt hat bei mir.
Es war im Februar 1990, und einige Busunternehmen aus dem damaligen "Zonenrandgebiet" in Niedersachsen
boten Tagesbusfahrten für DDR-Bürger zu ganz besonders günstigen Preisen an.
So auch eine Fahrt nach Sonderborg-Dänemark
http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%B8nderborg.
Diese Fahrt kostete für DDR-Bürger sage und schreibe 8 DM.!!!
In dem Preis waren die Busfahrt nach Eckernförde, die Schiffsfahrt über die Ostsee und ein Mittagessen
an Bord der "Sunshine Shipping Line" enthalten.
Sehr zeitig morgens ging es von Bad Sachsa aus los Richtung Eckernförde.
Das erste mal an Hamburg vorbei war schon beeindruckend.
In Eckernförde an gekommen rauf auf dem " Dampfer" und über die Ostsee geschippert Richtung Dänemark.
Was es zu Essen gab weiß ich nicht mehr.
An Bord des Schiffes bestand auch die Möglichkeit des Zollfreien Einkaufs.
Dies konnten wir aber nicht nutzen da wir damals die DM noch nicht als Zahlungsmittel hatten.
Und unsere Aluchips wollten sie nicht. Die Fahrt für uns wurde vom Begrüßungsgeld bezahlt.
In Dänemark angekommen ging es gleich wieder rein in den Bus und ab Richtung Deutschland.
Von Dänemark haben wir nicht viel gesehen außer die Fahrt von Sonderborg Richtung Grenze, waren vielleicht 20-30 km.
Am späten Abend sind wir dann wieder erschöpft aber glücklich wieder im Südharz angekommen.


Und wir konnten sagen wir waren 3 Monate nach Öffnung der Grenze für 8DM nach Dänemark gekommen.
Wer konnte das schon von sich behaubten?
Von diesen Erlebnis zehre ich heute noch. Was würde so eine Fahrt heute kosten?

MFG Batrachos

EDIT: im Beitrag # 54 des oben genannten Threads ist die Stelle zu sehen als ich das erste mal Bundesdeutschen Boden betrat.
Im Hintergrund sind Neubaublöcke zu sehen, dort bin ich aufgewachsen. Man sieht gut wie nah ich an der Grenze aufgewachsen bin.


Drosseln sind Vögel. Sie in Motorräder zu stecken ist Tierquälerei!!
Motorradfahren ist das schönste, was man angezogen machen kann.
45° ist das zu schräg-bist du zu schwach
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zuletzt bearbeitet 10.09.2014 01:40 | nach oben springen

#99

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 10.09.2014 00:38
von Kalubke | 2.300 Beiträge

Hab in #48 zu meiner Story vom 9./10.11.89 noch ein paar Fotos reingestellt, die ich an dem Tag in der Invalidenstraße in Berlin gemacht habe.

Gruß Kalubke


Ergänzung Admin Rainman2: Hier der Link zu dem Beitrag ...



Rainman2 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.09.2014 10:58 | nach oben springen

#100

RE: Die Geschichte(n) der Wende

in Das Ende der DDR 10.09.2014 10:24
von GKUS64 | 1.611 Beiträge

Ich habe wieder einmal in den Tiefen des Forums geschürft und etwas zum Schmunzeln gefunden, das ganz gut zum Thema passt:

Vorstellung Techniker (2)

MfG

GKUS64


Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
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