#1

Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 03.09.2014 18:13
von der glatte | 1.356 Beiträge

Als alter Numismatiker hat mich die heimatliche Prägestätte mit dem "E" schon immer interessiert. Was ist aus ihr geworden? Sie steht noch, aber wie lange noch? Ich war mit meiner Frau vor Ort, aber lest und seht selbst.




Sachsen – Deine ehemalige Prägestätte weint!

Traurig und mit den schwersten Wunden der Zeit gezeichnet, steht schon seit vielen Jahren, die ehemalige Königlich-Sächsische Münzstätte in Muldenhütten, einsam und verlassen da.
Im Jahre 1886 hat man das alte Hauptgebäude direkt an der Freiberger Mulde, als neue sächsische Münzstätte erbaut. Noch bis 1953 wurden hier die Münzen mit dem „E“ geprägt. Als damals der Prägebetrieb eingestellt wurde, hatte man das Gebäude noch für die verschiedensten Zwecke weitergenutzt. So überlebte das ehrwürdige Haus das deutsche Kaiserreich, zwei Weltkriege, die DDR und steht noch heute. Viele interessante geschichtliche Begebenheiten könnten uns die alten Mauern sicherlich erzählen, denn hier waren öfters die ehemaligen sächsischen Könige zu Besuch. An dieser Stelle hat man nicht nur Aluminium, Nickel, Kupfer und Eisen, sondern auch Silber und Gold zu Münzen geprägt. In der Zeit von 1887-1953 verließen insgesamt 16 unterschiedliche Nominale deutscher Münzen die Prägestätte. Aber auch das Ausland, wie zum Beispiel Island (1930), ließ sich in Muldenhütten Umlaufmünzen herstellen. Nicht zu vergessen sind natürlich die vielen, in Kenner- und Sammlerkreisen hochgeschätzten Medaillenprägungen, welche für die unterschiedlichsten Anlässe in Muldenhütten hergestellt wurden. Hier gaben wahre Meister wie Friedrich Wilhelm Hörnlein den zu prägenden Münzen und Medaillen ihr ausdruckstarkes Antlitz. Heute präsentiert sich die ehemalige Königlich-Sächsische Prägestätte, obwohl das Gebäude zu den Kulturdenkmälern im Freistaat Sachsen gehört, in einem fast ruinösen Zustand. Wir besuchten mit ihrer Kamera im Mai 2014 die einstige Münzstätte Muldenhütten und mussten feststellen, hier ist mehr als „Gefahr im Verzug“.

Es ist sicherlich bekannt, dass die Urgewalten der Natur, besonders im Erzgebirge, noch immer unberechenbar sein können und so hat gerade in den vergangenen Jahren das Hochwasser der Mulde, schon öfters dem alten Gebäude böse mitgespielt. Das Wasser stand nicht selten tagelang über einem Meter im Gebäude und fügte auch dem umliegenden Gelände schwere Schäden zu. Uns beschäftigte die Frage, wie schaut es dort heute aus, wem gehört das Haus und was ist mit der alten Sächsischen Münze geplant?

Etwas zur Geschichte
Ursprünglich war die Prägestätte für sächsische Münzen bis 1887 in Dresden, nahe dem inzwischen prachtvoll wiederaufgebauten Schloss angesiedelt. Noch heute erinnert die Münzgasse in der Altstadt an den einstigen Standort. Allerdings wurde es hier mit der Zeit immer enger und man entschloss sich für einen Neubau in Muldenhütten bei Freiberg. Das Ende der Münzprägung in Dresden und den Neubeginn in Muldenhütten belegen zwei besondere Pfennigstücke, auf die wir später noch einmal zu sprechen kommen. Nicht nur Münzen, sondern auch wundervolle Medaillen kamen von nun ab aus der „Muldner Hütte“. Alle Münzen aus Muldenhütten tragen das Münzzeichen „E“, bis auf eine Ausnahme. Es handelt sich dabei um die 10-Pfennigstücke aus Zink (Jaeger Nr. 299), welche man in allen Münzstätten ohne ein Münzzeichen, in den Jahren von 1917-1922 geprägt hat. Eine einzelne Zuordnung ist daher nicht möglich. Durch die Münzgesetzgebung des Deutschen Reiches, erhielt bereits 1871 die Prägestätte Dresden das Münzzeichen „E“ zugewiesen. Nach dem Umzug behielt Muldenhütten das Münzzeichen „E“. Der vom Bundesrat 1888 beschlossene Verteilungsmaßstab für die Prägung von Münzen, sah für Muldenhütten einen Anteil von 7,45 % vor. Später, im Jahre 1941 waren es 6,35 %, die aber 1943 wegen der Zerstörung der Münze in Hamburg erhöht werden mussten, um den dortigen Prägeausfall auszugleichen. Im März 1944 hatte man dann der Münzstätte Muldenhütten einen Prägeanteil von 7 % zugewiesen. Nach dem Zweiten Weltkrieg prägte man unter der Alliierten Militärregierung bis 1948 die 5- und 10-Reichspfennigstücke ohne Hakenkreuz. Mit Gründung der DDR, hat man hier noch bis 1953 Pfennigmünzen der DDR aus Aluminium hergestellt. Dann war es vorbei mit der Münzprägung. Die Staatliche Münze der DDR in Berlin übernahm ab sofort die gesamten Prägungen von Umlaufmünzen und Medaillen. Das Ministerium der Finanzen in der DDR, drängte damals auf eine schnelle Auflösung der Prägestätte, allerdings konnte das erst mit einer speziellen „Anweisung“ vom 1. Januar 1962 endgültig vollzogen werden. Der ehemalige sächsische Münzbetrieb war nun aufgelöst und sämtliche Mitarbeiter und Einrichtungen gingen an den VEB Bergbau- und Hüttenkombinat „Albert Funk“ Freiberg.

Ein erschreckendes Heute
Wer heute am ehemaligen Gebäude der einstigen sächsischen Münzstätte vorbeikommt, wird ein längst baufälliges Haus auf dem Gelände einer Firma vorfinden. Nichts erinnert mehr an die alte Ehrwürdigkeit und den Glanz einer Münzfabrik. Auf den Dächern sind kaum noch Ziegel zu finden, überall bröckelt der Putz von der historischen Fassade und gibt den Blick auf die feucht gewordenen Ziegelmauern frei. Halb zerfallene Fenster blicken oft ohne Glas traurig in die Umgebung. Es scheint so als hätte Sachsen seine geschichtsträchtige Prägestätte vergessen. Der Zahn der Zeit hat in den vergangenen Jahren ganze Arbeit geleistet und dabei kam ihm das Wasser der vorbeifließenden Mulde noch zur Hilfe. Einsam und still, fast gespenstisch ist es hier geworden, nur ein leises stampfen aus den unweit gelegenen Produktionsräumen vom jetzigen Besitzer des Geländes nebst Münzgebäude, ist zu hören. Dreht sich der Wind, hört man dann das friedliche Plätschern aus dem Flussbett der Mulde, die hier unmittelbar angrenzend entlang fließt. Nach den schweren Unwettern mit anhaltend starken Regenfällen im Sommer 2002 trat nicht nur die Elbe, sondern auch die Mulde über die Ufer und richtete großen Schaden an. Auch im Gebäude der einstigen Münze stand das Wasser für Tage über einen Meter hoch. Dazu kam noch das marode Dach, welches dem Regen freien Zutritt erlaubte und das Regenwasser bis in die erste Etage vordringen konnte. Wohlbemerkt, dass alles war vor 12 Jahren! Inzwischen hat der Besitzer das Dach und die Dachrinne der Münze erneuert, um einem weiteren Verfall vorzubeugen. Allerdings hält sich die Feuchtigkeit im gesamten Haus. Letztes Jahr im Juni, drohte erneut das Hochwasser in das Gebäude einzudringen. In letzter Minute konnte allerdings Entwarnung gegeben werden und man kam mit einem blauen Auge davon. Aber wie lange noch? Ein weiteres Hochwasser wie 2002 überlebt das Gebäude im jetzigen Zustand wohl nicht mehr!

Der Schrecken nimmt kein Ende
Bei der Besichtigung im Gebäude offenbarte sich die ganze, von uns schon vermutete Wahrheit. Nein, hier war keine Kulisse für einen Katastrophenfilm à la Hollywood aufgebaut, hier war alles echt. Ein modriger Geruch wehte uns entgegen, der Keller sowie einige Räume vom Dachgeschoss waren nicht mehr ohne Gefahr zu betreten. Im Erdgeschoss war es immer noch feucht und die einstige Eingangstür von innen verrammelt. In einigen Räumen waren noch die Eisenfliesen mit Lochbandbohrungen zu finden. Diese sollten aus einer Zeit stammen, als man hier noch Münzen prägte. An den Wänden aller unteren Räume findet man in exakt gleicher Höhe einen dickeren schmutzigen Strich. Hier hat das stehende Hochwasser 2002 unverkennbar sein Wasserzeichen hinterlassen, man kann also innen genau sehen wie hoch das Gebäude unter Wasser stand. Hier im Erdgeschoß befand sich damals die Zählstube, daneben war gleich der Prägesaal. Spuren deuten darauf hin, dass der Boden der Zählstube sowie der Vorraum aus Hartbrandziegeln gemauert waren. Reste sind davon noch vorhanden. Die versiegelbare Gittertür dagegen, sollte noch aus DDR-Zeiten stammen, eventuell hatte man die Räume der Zählstube noch anderweitig benutzt.

Auf dem Weg in die obere Etage begegnen wir einem „aufblühenden“ Treppenhaus. Etwas ausgetretene Sandsteinstufen führen uns nach oben. Überall begegnen uns Spuren der Feuchtigkeit. Von unten her bringt die eingedrungene Nässe, die einstigen Wandfarben zum „Blühen“. Der Blick nach oben zeigt uns, wie das Wasser vom undichten Dach in das Treppenwerk eindrang und eine bizarre Landschaft entstehen ließ. Alles setzt sich in den Räumen weiter fort, überall scheint anhaltende Feuchtigkeit, die einst aufgetragenen Farben förmlich von den Wänden zu sprengen. In einigen Zimmern wiederum ein kleiner Lichtblick. Die meisten Fenster sind noch im Original mit den schönen Drehschließgriffen erhalten geblieben und der Fußboden ist mit extrabreiten Dielenbrettern versehen. Solche Dielen sind heute im Original sehr selten anzutreffen.
Auf dem Weg zum Dachgeschoss kommen wir an einem alten Eisengeländer vorbei, dass sich gerade auf märchenhafte Art seiner Farbe entledigt. Ein Blick zur Decke zeigt das stellenweise herabhängende Rohrgeflecht. Interessant sind die kleinen Einblicke in das historische Dachgestühl aus Holzbalken. Erstaunlicherweise sind diese, trotz eindringender Nässe, noch ganz gut erhalten. Aber auch hier ist es schon lange Fünf vor Zwölf und eine eventuelle Nutzung, egal welche, ist momentan unmöglich. Es ist scheinbar nur noch eine Frage der Zeit und das Haus bricht in sich zusammen!

Die Fakten
Die ehemalige sächsische Prägestätte wurde verkauft und befindet sich nebst umliegendem Gelände im Privatbesitz. Ob mit dem Verkauf bestimmte Auflagen an den Käufer gebunden wurden, ist bisher nicht bekannt geworden. Der Freistaat Sachsen, führt das Gebäude ausdrücklich als „Kulturdenkmal“ mit baugeschichtlicher Bedeutung im Denkmalverzeichnis (OBJ-Dok-N. 08991553). Unverständlich ist, dass das Gebäude nur von ortshistorischer, ortsgeschichtlicher, baugeschichtlicher und bergbaugeschichtlicher Bedeutung sein soll. Von einer staatlichen geschichtlichen Bedeutung für den Freistaat Sachsen selbst, ist dagegen nicht die Rede. Das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, sollte daher dringend, denn hier ist mehr als Gefahr im Verzug, seine verfasste Charakteristik zum Objekt überdenken und endlich nach dem gültigen Sächsischen Denkmalsschutzgesetz handeln. Es wird schwer sein, die benötigten finanziellen Mittel für eine dringend notwendige Sicherung des Gebäudes zu beschaffen, um anschließend eine weitere Nutzung zu planen.
Der Erhalt solcher Gebäude sollte jedem nach unserer Meinung am Herzen liegen. Es ist eine Tatsache, dass einst aus der Prägestätte Muldenhütten numismatische Geschichte in die Welt hinausgetragen wurde. Einige Raritäten sollen daher kurz benannt werden.

Sächsische Münzraritäten aus Muldenhütten
Man beendete die Münzherstellung in Dresden mit dem 1-Pfennigstück von 1887, welches zusätzlich noch einen dicken Punkt hinter dem Wort „Pfennig“ trug. Ganze 25 Stück hat man damals davon geprägt. In Muldenhütten eröffnete ein 20-Pfennigstück von 1887 mit einem zusätzlichen Stern unter der Wertzahl die Prägungen. Beide Stücke gelten als äußerst selten und reihen sich nebst dem 1-Pfennigstück von 1905, mit einem Kreuz unter der Wertzahl, in die numismatisch sächsischen Raritäten ein. Einen besonderen Pfennig von 1905 hatte man während eines Besuches vom Sächsischen König Friedrich August III. hergestellt.
Unangefochtener Spitzenreiter und das wohl bekannteste Stück deutscher Münzgeschichte aus Muldenhütten, sollte sicherlich die Silbermünze zu 3 Mark „Friedrich der Weise“ aus dem Jahre 1917 sein. Nur 100 Exemplare hatte man davon geprägt.

Liebe Freunde, die gezeigten Fotos sprechen eine klare Sprache. Der Zustand der ehemaligen Sächsischen Münze in Muldenhütten verlangt ein schnelles Handeln.

Trocknet die Tränen von Muldenhütten!

Gruß vom Glatten


Fotoquelle: Privatarchiv


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kassberg, katerjohn und mucker82 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.09.2014 18:30 | nach oben springen

#2

RE: Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 03.09.2014 18:22
von der glatte | 1.356 Beiträge

Weitere Fotos aus der ehemaligen Prägestätte.






Gruß vom Glatten


Fotoquelle: Privatarchiv


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Paramite, Schlutup und mucker82 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#3

RE: Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 03.09.2014 22:00
von turtle | 6.961 Beiträge

Danke für Deinen Beitrag. Das war Geschichte. Nur eben mit einem traurigen Ende. Man könnte mit der Faust dazwischen hauen.


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#4

RE: Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 21.12.2014 11:05
von schulzi | 1.756 Beiträge

@der glatte
hab zu den Münzen eine kurze frage die eine ein Pfennig Münze erinnert mich an früher wares eine DDR Prägnung oder wurde sie als Muster später inder DDR verwendet


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#5

RE: Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 21.12.2014 11:19
von katerjohn | 559 Beiträge

Man müsste die Rückseite sehen ,um diese Frage zu beantworten .Die Vorderseite ist wohl identisch mit den ersten DDR Geld ,habe ich auch in meiner Sammlung.


Nimm dir Zeit für deine Freunde,sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde !
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#6

RE: Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 21.12.2014 16:21
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von katerjohn im Beitrag #5
Man müsste die Rückseite sehen ,um diese Frage zu beantworten .Die Vorderseite ist wohl identisch mit den ersten DDR Geld ,habe ich auch in meiner Sammlung.


Erinnere mich an das 1 Pfennig Stück aus Alu. aus den 50ern.Ja es war DDR Geld. Auch Münzstätte E kommt hin.


schulzi und der glatte haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.12.2014 16:24 | nach oben springen

#7

RE: Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 21.12.2014 16:25
von katerjohn | 559 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #6
Zitat von katerjohn im Beitrag #5
Man müsste die Rückseite sehen ,um diese Frage zu beantworten .Die Vorderseite ist wohl identisch mit den ersten DDR Geld ,habe ich auch in meiner Sammlung.


Erinnere mich an das 1 Pfennig Stück aus Alu. aus den 50ern.Ja es war DDR Geld.



Gibt es aber noch mit einer anderen Rückseite (andere Getreideart)


Nimm dir Zeit für deine Freunde,sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde !
schulzi und der glatte haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.12.2014 16:26 | nach oben springen

#8

RE: Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 21.12.2014 16:37
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von katerjohn im Beitrag #7
Zitat von turtle im Beitrag #6
Zitat von katerjohn im Beitrag #5
Man müsste die Rückseite sehen ,um diese Frage zu beantworten .Die Vorderseite ist wohl identisch mit den ersten DDR Geld ,habe ich auch in meiner Sammlung.


Erinnere mich an das 1 Pfennig Stück aus Alu. aus den 50ern.Ja es war DDR Geld.



Gibt es aber noch mit einer anderen Rückseite (andere Getreideart)


Verwechselst Du das mit Zahnrad und Ähre ? Getreide war glaube ich gleich.


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#9

RE: Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 21.12.2014 16:43
von turtle | 6.961 Beiträge

Habe die gefunden im WWW.


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#10

RE: Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 21.12.2014 16:45
von Altmark01 | 1.163 Beiträge

Ich hab auch noch was in meiner Kramkiste gefunden:



VG Heiko


02.89 - 04.89 GAR 40 / 05.89 - 01.90 GR 34
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#11

RE: Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 21.12.2014 16:45
von katerjohn | 559 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #9
Habe die gefunden im WWW.

Genau ........gab es glaube ich bis 10 Pfennigmünzen in diesen beiden Varianten.


Nimm dir Zeit für deine Freunde,sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde !
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#12

RE: Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 21.12.2014 16:50
von katerjohn | 559 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #8
Zitat von katerjohn im Beitrag #7
Zitat von turtle im Beitrag #6
Zitat von katerjohn im Beitrag #5
Man müsste die Rückseite sehen ,um diese Frage zu beantworten .Die Vorderseite ist wohl identisch mit den ersten DDR Geld ,habe ich auch in meiner Sammlung.


Erinnere mich an das 1 Pfennig Stück aus Alu. aus den 50ern.Ja es war DDR Geld.



Gibt es aber noch mit einer anderen Rückseite (andere Getreideart)


Verwechselst Du das mit Zahnrad und Ähre ? Getreide war glaube ich gleich.

Ja Getreide ist gleich ,wenn auch anders dargestellt. Unterschiede sind bei den Werkzeugen bzw.Zahnrad .


Nimm dir Zeit für deine Freunde,sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde !
zuletzt bearbeitet 21.12.2014 16:51 | nach oben springen

#13

RE: Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 21.12.2014 16:55
von schulzi | 1.756 Beiträge

danke den es sind die Motive die bei mir noch im Hinterstübchen schlummerten


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#14

RE: Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 21.12.2014 17:44
von turtle | 6.961 Beiträge

Hatte ich zwar schon einmal reingestellt in Reiners Zeitzeugen: (http://www.acsearch.info/search.html?id=447425
,passt aber gut hier dazu .Man achte auf die Rückseite !

Habe mal gesucht wie diese Münze Gehandelt wird . 5000 Euro.


zuletzt bearbeitet 21.12.2014 17:57 | nach oben springen

#15

RE: Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 21.12.2014 18:26
von katerjohn | 559 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #14
Hatte ich zwar schon einmal reingestellt in Reiners Zeitzeugen: (http://www.acsearch.info/search.html?id=447425
,passt aber gut hier dazu .Man achte auf die Rückseite !

Habe mal gesucht wie diese Münze Gehandelt wird . 5000 Euro.


Ist das eine Fehlprägung oder hat die DDR oder die Freunde das vom anderen übernommen ??? Hat sich erledigt ,nachdem ich erst jetzt den link gelesen habe !!!


Nimm dir Zeit für deine Freunde,sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde !
zuletzt bearbeitet 21.12.2014 18:28 | nach oben springen

#16

RE: Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 21.12.2014 18:27
von Lutze | 8.027 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #14
Hatte ich zwar schon einmal reingestellt in Reiners Zeitzeugen: (http://www.acsearch.info/search.html?id=447425
,passt aber gut hier dazu .Man achte auf die Rückseite !

Habe mal gesucht wie diese Münze Gehandelt wird . 5000 Euro.


und Rußland hat eine Rubelkrise,
kaum zu glauben
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#17

RE: Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 21.12.2014 23:37
von der glatte | 1.356 Beiträge

@schulzi

Sorry, aber ich komme erst jetzt zu Antwort. Doch wurden einige Dinge hier schon erklärt. Nochmals eine Zusammenfassung. Zuerst die Wertseiten, es gab sie zu 1, 5 und 10 Pfennige. Zuerst diese mit dem Zahnrad von 1948-1950. Später die mit Hammer und Ähren 1952 und 1953. Nicht alle Jahrgänge wurden auch in Muldenhütten geprägt sondern meist in Berlin. Daher sind die Stücke aus Muldenhütten je nach der Erhaltung immer höher zu bewerten.

1948-1950 (mit Zahnrad) Entwurf und Model von Franz Paul Krischker
1952 und 1953 (Hammer und Ähren, Bildseite) Entwurf von Willy Wenger und Heinrich Herrmann.



Alle diese Münzen waren bis Ende 1971 noch im Umlauf zu finden. Ab 1972 waren sie Außer Kurs gesetzt.


Dann gab es noch zwischen 1949 und 1958 eine 50-Pfennig-Münze aus Messing. Viele werden diese wohl nicht mehr kennen, aber es hat sie gegeben. Erst im Jahre 1958 am 1. Dezember wurde sie Außer Kurs gesetzt und durch die Alu-Fünfziger ersetzt. Münzen mit dem Prägejahr 1949 sind hier die große Rarität und werden bis 15.000 EUR bewertet. Ist aber kaum aufgetaucht.
Die von 1950 kommen da schon öfters auf Trödelmärkten daher.



Bildseite: Pflug vor Hüttenwerk. Wertseite: Hier steht auch noch "Deutschland"
Entwurf und Model sind ebenfalls von Franz Paul Krischker, wie die Pfennig-Stücke mit dem Zahnrad. Diese Stücke wurden nur in Berlin geprägt.


Fotoquelle: Privatarchiv


Von dem 50-Pfennig-Stück aus Messing aus dem Jahre 1950 in der Erhaltung "Sehr Schön", kann ich "drei Stück" kostenlos abgeben. Bitte bei Interesse eine PM, für weitere Fragen auch bitte eine PM.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


schulzi und turtle haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.12.2014 23:41 | nach oben springen

#18

RE: Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 21.12.2014 23:49
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von katerjohn im Beitrag #12
Zitat von turtle im Beitrag #8
Zitat von katerjohn im Beitrag #7
Zitat von turtle im Beitrag #6
Zitat von katerjohn im Beitrag #5
Man müsste die Rückseite sehen ,um diese Frage zu beantworten .Die Vorderseite ist wohl identisch mit den ersten DDR Geld ,habe ich auch in meiner Sammlung.


Erinnere mich an das 1 Pfennig Stück aus Alu. aus den 50ern.Ja es war DDR Geld.



Gibt es aber noch mit einer anderen Rückseite (andere Getreideart)


Verwechselst Du das mit Zahnrad und Ähre ? Getreide war glaube ich gleich.

Ja Getreide ist gleich ,wenn auch anders dargestellt. Unterschiede sind bei den Werkzeugen bzw.Zahnrad .


Die Stücke ab 1952 tragen mit Hammer und Ähren das Emblem des Fünfjahrplans.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#19

RE: Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 22.12.2014 00:25
von G. Michael (gelöscht)
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Zitat von katerjohn im Beitrag #12
Zitat von turtle im Beitrag #8
Zitat von katerjohn im Beitrag #7
Zitat von turtle im Beitrag #6
Zitat von katerjohn im Beitrag #5
Man müsste die Rückseite sehen ,um diese Frage zu beantworten .Die Vorderseite ist wohl identisch mit den ersten DDR Geld ,habe ich auch in meiner Sammlung.


Erinnere mich an das 1 Pfennig Stück aus Alu. aus den 50ern.Ja es war DDR Geld.



Gibt es aber noch mit einer anderen Rückseite (andere Getreideart)


Verwechselst Du das mit Zahnrad und Ähre ? Getreide war glaube ich gleich.

Ja Getreide ist gleich ,wenn auch anders dargestellt. Unterschiede sind bei den Werkzeugen bzw.Zahnrad .


Ich denke mal die die gezeigten Munzen waren in der DDR noch im Umlauf aus Restbeständen als Die Währung sich noch Mark der Deutschen
Notenbank nannte (MDN). Bei den 50 Pf.-Stücken kamen 50-52 noch mal Münzen mit der Prägung "Bank Deutscher Länder" in Umlauf und die sind
noch heute begehrt.
Micha


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#20

RE: Die DDR-Münzstätte mit dem "E"

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 22.12.2014 01:01
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von G. Michael im Beitrag #19
Zitat von katerjohn im Beitrag #12
Zitat von turtle im Beitrag #8
Zitat von katerjohn im Beitrag #7
Zitat von turtle im Beitrag #6
Zitat von katerjohn im Beitrag #5
Man müsste die Rückseite sehen ,um diese Frage zu beantworten .Die Vorderseite ist wohl identisch mit den ersten DDR Geld ,habe ich auch in meiner Sammlung.


Erinnere mich an das 1 Pfennig Stück aus Alu. aus den 50ern.Ja es war DDR Geld.



Gibt es aber noch mit einer anderen Rückseite (andere Getreideart)


Verwechselst Du das mit Zahnrad und Ähre ? Getreide war glaube ich gleich.

Ja Getreide ist gleich ,wenn auch anders dargestellt. Unterschiede sind bei den Werkzeugen bzw.Zahnrad .


Ich denke mal die die gezeigten Munzen waren in der DDR noch im Umlauf aus Restbeständen als Die Währung sich noch Mark der Deutschen
Notenbank nannte (MDN). Bei den 50 Pf.-Stücken kamen 50-52 noch mal Münzen mit der Prägung "Bank Deutscher Länder" in Umlauf und die sind
noch heute begehrt.
Micha


Nein, das mit dem 50-Pfennig-Stück stimmt nicht. Hier ist von DDR-Münzen die Rede. Das Stück aus Messing war nur in der DDR gültig und kam aus Berlin!

Die von Dir genannten 50-Pfennig-Stücke (Bank Deutscher Länder) waren nur in der West-Zone, ab 1949 auch BRD, die Zahlungsmittel. Sie waren Motivgleich mit den 50-Pfennig-Stücken bis 2001. Diese Stücke wurden nur in D=München, F=Stuttgart, G=Karlsruhe und J=Hamburg geprägt.
Das "Bank Deutscher Länder" wurde ab 1950 in "Bundesrepublik Deutschland" auf den Münzen geändert.

Gruß Reiner


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