#61

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 04.09.2014 08:40
von Georg | 1.027 Beiträge

Eben zurück zum Thema.
Auf den Beitrag #59 traue ich mich sowieso nicht zu antworten. Gefahr der Amtsanmaßung.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#62

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 04.09.2014 08:44
von damals wars | 12.182 Beiträge

Immer wieder der Versuch, die Taten der Deutschen im 2. Weltkrieg zu Verharmlosen, nach Möglichkeit wird jeder Andersdenkende und anders Handelnde zum Diktator erklärt.Je weiter östlich, desto mehr Diktator!
Gestern war auf NTV zu sehen, das Warschau 1939 von der deutschen Luftwaffe so bombartiert wurde, wie später die deutschen Städte, Deutschland war der Lehrmeister des Terrorkrieges und der Diktaturen.
Das sind die Fakten.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
grenzgänger81 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#63

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 04.09.2014 10:21
von Georg | 1.027 Beiträge

Ein paar Ergebnisse zum Hitler - Putin Vergleich:

http://www.welt.de/politik/ausland/artic...hinten-los.html
Es kann ihr die Präsidentschaft kosten.
http://www.bild.de/politik/inland/wolfga...14696.bild.html
" Kanzlerin Angela Merkel lehnte es auf Anfrage ab, die russische Annexion der Schwarzmeer-Halbinsel mit Vorgängen in Deutschland unter Adolf Hitler zu vergleichen. Kritik an Schäubles Formulierungen kamen vom Koalitionspartner SPD sowie der Opposition."
http://www.handelsblatt.com/politik/deut...ik/9696104.html
" Denn Hitler und das Naziregime und deren „gnadenlose Brutalität“ blieben in ihrer „teuflischen Boshaftigkeit“ gewiss einmalig in der Geschichte."

Für mich ist der Vergleich in einem Forum, in einem Thema, wie dieses, nach wie vor eine Zurechtweisung nötig. Wenn die Moderation dem nicht folgt, kann ich es nicht ändern


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#64

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 05.09.2014 02:21
von B208 | 1.351 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #63
Ein paar Ergebnisse zum Hitler - Putin Vergleich:

http://www.welt.de/politik/ausland/artic...hinten-los.html
Es kann ihr die Präsidentschaft kosten.
http://www.bild.de/politik/inland/wolfga...14696.bild.html
" Kanzlerin Angela Merkel lehnte es auf Anfrage ab, die russische Annexion der Schwarzmeer-Halbinsel mit Vorgängen in Deutschland unter Adolf Hitler zu vergleichen. Kritik an Schäubles Formulierungen kamen vom Koalitionspartner SPD sowie der Opposition."
http://www.handelsblatt.com/politik/deut...ik/9696104.html
" Denn Hitler und das Naziregime und deren „gnadenlose Brutalität“ blieben in ihrer „teuflischen Boshaftigkeit“ gewiss einmalig in der Geschichte."

Für mich ist der Vergleich in einem Forum, in einem Thema, wie dieses, nach wie vor eine Zurechtweisung nötig. Wenn die Moderation dem nicht folgt, kann ich es nicht ändern



VERGLEICHEN !!!!!!

Unterschiede und Übereinstimmungen sind möglich .


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#65

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 05.09.2014 10:14
von Turmwache | 293 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #15
Noch nie hat mich dieser Tag - der Weltfriedenstag - so emotional mitgenommen, wie gestern. Hin und her gerissen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Auch wenn ich wahrscheinlich Unverständnis ernte - am Ende des Tages, als die Tränen so halbwegs getrocknet waren, blieb neben der Trauer, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung übrig. Emotionen, die durch eine Rede ausgelöst wurden:

http://www.bundespraesident.de/SharedDoc...sterplatte.html

Aber so hat jeder seine Emotionen - der Bundespräsident und eins seiner "Schäfchen".

LG von der Moskwitschka




es ist ja schon lange her, aber wann begann unter deutscher Beteiligung das NATO bombardement auf Yugoslawien?


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#66

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 05.09.2014 12:26
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von Turmwache im Beitrag #65
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #15
Noch nie hat mich dieser Tag - der Weltfriedenstag - so emotional mitgenommen, wie gestern. Hin und her gerissen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Auch wenn ich wahrscheinlich Unverständnis ernte - am Ende des Tages, als die Tränen so halbwegs getrocknet waren, blieb neben der Trauer, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung übrig. Emotionen, die durch eine Rede ausgelöst wurden:

http://www.bundespraesident.de/SharedDoc...sterplatte.html

Aber so hat jeder seine Emotionen - der Bundespräsident und eins seiner "Schäfchen".

LG von der Moskwitschka




es ist ja schon lange her, aber wann begann unter deutscher Beteiligung das NATO bombardement auf Yugoslawien?


Ich glaube 1995


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#67

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 07.09.2014 15:07
von Schuddelkind | 3.515 Beiträge

Hat ja auch irgendwie damit zu tun, sehr interessante Story:


"Archibald Brown hatte schon viel während des Krieges gesehen - aber nichts wie das: Es war Mitte Februar 1944, und Brown, ein Kurier des britischen Generals Bernard Montgomery, empfing am Hafen von Neapel eine Einheit polnischer Soldaten, die gerade aus Alexandria eingeschifft worden war, um gemeinsam mit den Briten gegen die deutschen und italienischen Streitkräfte vorzurücken. Es gehörte zu seinem Alltag, die Besatzungslisten zu prüfen und mit den frisch eingetroffenen Soldaten zu sprechen. Doch an diesem Tag war etwas anders als sonst.
Brown hatte mit jedem einzelnen Mitglied des gerade angekommenen Verbundes, der 22. Artillerieversorgungskompanie des 2. Polnischen Korps, gesprochen - mit jedem außer einem: "Ich sah mir die Liste an, und mir fiel ein Unteroffizier namens Wojtek auf, der nicht erschienen war", erinnerte sich Brown Jahre später in einem Interview. Laut Unterlagen gehörte Herr Wojtek aber zu der Einheit. Eine Dienstnummer, ein Soldbuch, alles war vorhanden - nur er selbst schien spurlos verschwunden: "Ich rief seinen Namen auf, aber keiner antwortete." Brown fragte die anderen Soldaten, warum sich Wojtek nicht melde. Amüsiert, so Brown, antworteten die: "Na ja, er versteht nur Polnisch und Persisch", und führten ihn zu einem Käfig mit einem ausgewachsenen Braunbären. Dem beliebtesten Mitglied ihrer Kompanie.

Zwei Jahre zuvor hatte Polens Armee ihr wohl ungewöhnlichstes Mitglied aufgenommen. Durch reinen Zufall wurde der Braunbär Wojtek 1942 ein Teil der polnischen Streitkräfte, doch bis heute ist er unvergessen: In den Berichten jener, die mit ihm gedient hatten, überdauerten die Heldentaten, die er während des Krieges vollbracht haben soll. Dabei war es gerade nicht die wilde, kriegerische Bestie in ihm, die ihn für seine Kameraden unersetzlich machte - sondern das Schmusebärchen.

"Er mochte Zigaretten"

Begonnen hatte Wojteks ungewöhnliche Militärkarriere 1942, im iranischen Elburs-Gebirge. Es heißt, ein kleiner Junge aus der Provinz Hamadan habe das Jungtier in der Wildnis verwaist vorgefunden. Seine Mutter war, so berichtete BBC News 2011, einem Jäger zum Opfer gefallen. Der Junge nahm das kleine Fellknäuel mit nach Hause, doch schon bald sollte der Bär erneut den Besitzer wechseln: Für ein paar Konserven verkaufte der Junge angeblich im Herbst 1942 seinen Spielgefährten an polnische Soldaten.

Sie waren Teil der sogenannten "Anders-Armee", die aus ehemaligen polnischen Kriegsgefangenen bestand, die Russland freigelassen hatte, nachdem es vom einstigen Bündnispartner Deutschland 1941 angegriffen worden war. Mit Hilfe dieser im Nahen Osten stationierten Streitkräfte sollte Deutschland zurückgeschlagen werden.

Schnell wurde der tapsige kleine Bär zum Liebling der Soldaten der 22. Artillerieversorgungskompanie. Sie päppelten ihren Zögling mit Milch aus Nuckelflaschen auf. Im Gegenzug hob das scheinbar durch den Verlust seiner Mutter und die frühe Prägung auf Menschen sehr nähebedürftige Tier die Moral der Truppe. Der ehemalige Soldat Wojciech Narebski erinnerte sich 2011 in dem Dokumentarfilm "Wojtek the Soldier Bear": "Wojteks herzlicher Empfang für die zurückkehrenden, oft extrem erschöpften Soldaten war sehr wichtig für uns. Er half uns runterzukommen." Nach der Marter ihrer Kriegsgefangenschaft, fern von Familie und Freunden, schien ein niedlicher, verschmuster Bär die einzige Freude im entbehrungsreichen Leben der Soldaten zu sein.




Von artgerechter Haltung verstanden die Soldaten allerdings wenig. Sie behandelten ihren neuen Kameraden einfach, als wäre er einer von ihnen, so der polnische Soldat Augustyn Karolewski 2008 gegenüber der BBC: "Er wusste ein gutes Bier zu schätzen. Er trank aus der Flasche, wie jeder andere Mensch auch. Und er mochte Zigaretten." Jedoch schlang Wojtek die Glimmstängel, die die Soldaten ihm gaben, einfach mit einem Bissen hinunter. Auch Soldat Wojciech Narebski erinnert sich ehrfurchtsvoll, der Bär habe bei ihnen regelrecht um Zigaretten gebettelt - und sich als überaus trinkfest erwiesen: "Eine Flasche war gar nichts für ihn. Er wurde nie betrunken."

Ein Bär wird zum Mythos

Doch schon bald schien es, als müssten sie ihren neuen Gefährten wieder zurücklassen: Am 14. April 1944, als die inzwischen nach Ägypten weitergezogene Kompanie zum Italienfeldzug der Alliierten nach Neapel verschifft werden sollten. Die Hafenbehörden von Alexandria weigerten sich, das wilde Tier an Bord zu lassen. Mitfahren dürften nur polnische Soldaten. Und so holte die Kompanie kurzerhand die Genehmigung vom Oberkommando in Kairo ein - und machten ihren Bären zum Soldaten: Sie tauften ihn auf den Namen "Wojtek", gaben ihm Dienstnummer und Soldbuch und ernannten ihn zum Unteroffizier. Der Trick funktionierte: Wojtek durfte mit an Bord.

Und so war der Soldatenbär, den Kurier Archibald Brown beim Empfang der Einheit in Neapel zunächst für einen Scherz gehalten haben muss, tatsächlich rechtskräftig ein Mitglied des polnischen Heeres, das seine Kameraden auch tatkräftig unterstützte: Denn aus dem kleinen Bärchen war inzwischen ein überaus stattlicher, 1,82 Meter großer und rund 220 Kilogramm schwerer Braunbär geworden. Die Soldaten beschlossen, die Kraft ihres pelzigen Kameraden zu nutzen und brachten ihm bei, Kisten mit schweren Mörsergranaten zu schleppen.

So kam es, dass ein britischer Kriegsveteran angeblich mitten in der blutigen Schlacht um Monte Cassino plötzlich einen ausgewachsenen Bären erblickte, der seelenruhig Granaten an ihm vorbeitrug. Ob die Geschichte nun stimmt oder nicht: Mit seiner Unterstützung in dieser entscheidenden Schlacht wurde das Maskottchen endgültig zum Mythos innerhalb der Truppen: Mit Zustimmung des polnischen Oberkommandos wurde das Emblem der 22. Kompanie geändert - in das Bild eines Bären, der ein riesiges Kanonengeschoss trägt.

Wojtek im Ruhestand

Der Krieg ging zu Ende, doch Wojteks Reise war noch nicht vorbei: 1946 wurde er gemeinsam mit seinen Kameraden nach Schottland verschifft und fand zusammen mit 3000 anderen Soldaten erste Zuflucht im "Winfield Camp", einem Armeelager im schottischen Hutton. Als die Demobilisierung des polnischen Heeres in Kraft trat, stellte sich die Frage, in welche Heimat der Bär nun eigentlich gehöre - in den Iran? Nach Polen? Schottland? Narebski erinnert sich: "Die kommunistischen Behörden in Polen wollten ihn in einen polnischen Zoo zurückbringen - aber meine Kameraden, die mit ihm in Schottland geblieben waren, waren dagegen." Und so entging der pelzige Held um Haaresbreite der kommunistischen Diktatur.

Seine neue Heimat wurde der Zoo von Edinburgh. Er wurde dort eine der größten Attraktionen - auch, weil viele Kriegsveteranen immer wieder zu ihm kamen. Auch Augustyn Karolewski besuchte seinen alten Gefährten mehrmals. Er stellte fest, dass der sich noch immer an den Klang der polnischen Sprache erinnerte: "Sobald ich mit ihm redete, setzte er sich aufs Hinterteil und fing an, um Zigaretten zu betteln." Einfach sei es nicht gewesen, ihm diesen Wunsch zu erfüllen: Er habe viele Zigaretten in den Graben geworfen, bis endlich eine bei seinem alten Freund ankam.

Mensch oder Bär?




Der ungewöhnliche Unteroffizier Wojtek starb 1963 in Edinburgh, im Alter von 22 Jahren. Aber im Gedächtnis vieler Polen und Schotten, für die er zu einem Wahrzeichen der Verbundenheit ihrer Länder geworden war, lebt der Bär weiter: So fand im März 2009 im schottischen Parlament ein Empfang zu Ehren Wojteks statt. Im November 2011 zog eine Prozession von Soldaten und Dudelsackspielern durch Edinburgh und ehrten den Soldatenbären mit einer Grabrede - auf Polnisch. Und ein "Wojtek Memorial Trust" kämpft derzeit sogar um die Errichtung einer großen Bronzestatue zu Ehren Wojteks im Herzen von Edinburgh.

Ob es ihnen gelingt oder nicht: Die einzigartige Geschichte des Soldaten Wojtek wird weitergereicht, in Erzählungen, in Büchern - oder in Filmen wie der 2011 erschienenen Dokumentation " Wojtek - The Bear That Went To War". Ihr Regisseur Will Hood erklärt, was ihn an dem Thema fasziniert habe: "Dass der Bär selbst geglaubt zu haben scheint, ein Mensch zu sein, wirft viele interessante Fragen auf. Zum Beispiel: Was bedeutet das - ein Mensch sein?"

Mensch oder Bär, darüber gibt es für den Veteranen Wojciech Narebski keinen Zweifel: "Für mich fühlte es sich an, als sei er mein großer Bruder."
http://www.spiegel.de/einestages/soldate...-a-947624.html

Heute Abend läuft dazu eine Doku im MDR. Allerdings erst um 00:20.


Intellektuelle spielen Telecaster
Rainman2, 94 und Hans haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#68

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 07.09.2014 15:51
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Das ist ja wohl das allerletzte,Putin mit Hitler zu vergleichen
Das geht selbst mir zu weit ,obwohl er nun nicht gerade mein Freund ist.
Komme auch gleich zum Thema,aber das wollte ich loswerden.


zuletzt bearbeitet 07.09.2014 15:59 | nach oben springen

#69

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 08.09.2014 12:10
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #1
Der 01. September 1939 - der Tag, der die Geschichte bis in unsere Tage bestimmt. Das Hitlerregime überfällt ohne Kriegserklärung Polen.



Stimmt, Hitler war nicht lehrender Professor für Völkerrecht und Vorbild für Friedensregelungen. Aber politische Wünsche mit "Säbelrasseln" und auch Zuschlagen durchzusetzen war damals weitverbreiterer Regierungstil:

z.B.:

Polen http://de.wikipedia.org/wiki/Olsagebiet,

Briten: http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Bur..._und_Uitlanders

Rückblickend gibt es zwei Vorwürfe:

1. Die absolut unakzetablen Einrichtungen Sobibor, Maidanek, Auschwitz usw. = Verbrechen.

2. Die Verkennung der realen Machtverhältnisse und Möglichkeiten = von Völkern teuer bezahlte Dummheit.



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#70

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 31.10.2014 17:38
von eisenringtheo | 9.177 Beiträge

Interessante Briefe eines Oberleutnants der Schweizer Armee im Zweiten Weltkrieg.
Die Schweiz kann für die Zeit des Zweiten Weltkriegs keine weisse Weste vorweisen. Raubgold, nachrichtenlose Vermögen, eine hartherzige Flüchtlingspolitik – diese unrühmlichen Aspekte der Kriegszeit wurden in den 1990er Jahren heiss diskutiert und im Auftrag des Bundes von einer Expertenkommission aufgearbeitet. Der umstrittenste Punkt bleibt bis heute die Zahl der abgewiesenen Flüchtlinge. Statistisch belegt sind 24'500 Rückweisungen. Wie viele Personen davon jüdisch waren und wie gross der Anteil jener ist, die zweimal zurückgewiesen wurden, ist unklar. Dass Zahlen als statistische Grösse interessieren, ist verständlich. Neben dieser Zahlenschieberei tritt aber der Alltag an der Grenze, die Praxis der Rückweisungen und Aufnahmen, in den Hintergrund.
Während des Krieges leisteten Hunderttausende von Männern Aktivdienst. Einer von ihnen war Erwin Naef.

http://opfer-taeter-held.nzz.ch/
Theo


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#71

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 31.10.2014 17:47
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Es ging aber auch anders. Akte Grüninger heute auf ARTE 20:15

http://www.arte.tv/guide/de/047835-000/akte-grueninger


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#72

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 31.10.2014 17:53
von Mike59 | 7.972 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #71
Es ging aber auch anders. Akte Grüninger heute auf ARTE 20:15

http://www.arte.tv/guide/de/047835-000/akte-grueninger


Wow - kanntest du das Eingestellte von Theo?
In der kurzen Zeit habe ich gerade gerafft die Überschriften zu lesen und die Steuerung der Seite zu verstehen.


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#73

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 31.10.2014 18:04
von eisenringtheo | 9.177 Beiträge
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#74

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 01.11.2014 11:42
von Barbara (gelöscht)
avatar

"Akte Grüninger" auf ARTE 7 - sehenswert!

http://www.arte.tv/guide/de/plus7/?em=047835-000


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#75

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 01.11.2014 12:33
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #70
Interessante Briefe eines Oberleutnants der Schweizer Armee im Zweiten Weltkrieg.
Die Schweiz kann für die Zeit des Zweiten Weltkriegs keine weisse Weste vorweisen. Raubgold, nachrichtenlose Vermögen, eine hartherzige Flüchtlingspolitik – diese unrühmlichen Aspekte der Kriegszeit wurden in den 1990er Jahren heiss diskutiert und im Auftrag des Bundes von einer Expertenkommission aufgearbeitet. Der umstrittenste Punkt bleibt bis heute die Zahl der abgewiesenen Flüchtlinge. Statistisch belegt sind 24'500 Rückweisungen. Wie viele Personen davon jüdisch waren und wie gross der Anteil jener ist, die zweimal zurückgewiesen wurden, ist unklar. Dass Zahlen als statistische Grösse interessieren, ist verständlich. Neben dieser Zahlenschieberei tritt aber der Alltag an der Grenze, die Praxis der Rückweisungen und Aufnahmen, in den Hintergrund.
Während des Krieges leisteten Hunderttausende von Männern Aktivdienst. Einer von ihnen war Erwin Naef.

http://opfer-taeter-held.nzz.ch/
Theo


Vielleicht OT: Mit viel Aufmerksamkeit habe ich Somm Markus : General Guisan. Widerstand nach Schweizerart gelesen (ich habe es in Luzern in der Bahnhofsbuchhandlung gefunden - vor einigen Jahren). Ich erinnere auch, dass ich in einer Zeitung (welche ?) aus dem Baselbiet gelesen habe, dass der Journalist die Rechtsorientierung des Autoren nicht sehr goutierte... (Ich habe mich vor einigen Jahren mit dem «erneuerten» Rütli-Schwur des Militärs vom Juli 1940 beschäftigt. Die Schweizer Geschichte ist sehr interessant und wird an den Universitäten oft, leider! - hinter der Geschichte der Schweizer Nachbarn verborgen.)

Überrascht war ich auch von der Tele-Reality-Show zum Reduit.

Daniel


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#76

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 01.11.2014 20:30
von eisenringtheo | 9.177 Beiträge

Zitat von Stringer49 im Beitrag #75
(...)

Vielleicht OT: Mit viel Aufmerksamkeit habe ich Somm Markus : General Guisan. Widerstand nach Schweizerart gelesen (ich habe es in Luzern in der Bahnhofsbuchhandlung gefunden - vor einigen Jahren). Ich erinnere auch, dass ich in einer Zeitung (welche ?) aus dem Baselbiet gelesen habe, dass der Journalist die Rechtsorientierung des Autoren nicht sehr goutierte... (Ich habe mich vor einigen Jahren mit dem «erneuerten» Rütli-Schwur des Militärs vom Juli 1940 beschäftigt. Die Schweizer Geschichte ist sehr interessant und wird an den Universitäten oft, leider! - hinter der Geschichte der Schweizer Nachbarn verborgen.)

Überrascht war ich auch von der Tele-Reality-Show zum Reduit.

Daniel


Markus Somm und Christoph Blocher sind eher "SVP"
http://www.nzz.ch/feuilleton/medien/neue...tung-1.18333530
Die Schweizer Geschichte während der Zeit des 1000 jährigen Reiches beim grossen Nachbarn ist sehr interessant, vor allem weil immer wieder Fakten auftauchen, die am Reduit Mythos kratzen. Zum Beispiel die Barackenlieferung aus Schweizer Holz an Wehrmacht und SS in grossem Stil unter Vermittlung von Henri Guisan junior, dem Sohn des Oberbefehlshaber der Schweizer Armee
https://www.afz.ethz.ch/bestaende/35c554...2cba21fc656.pdf
http://geschichte-luzern.ch/sites/defaul...ndel_1941_2.pdf
Demnächst kommt ein Film ins Kino, der den Schweizer Diplomaten und Vizekonsul in Ungarn, Carl Lutz, ehrt, der mit konsularischen Tricks 60'000 Juden das Leben gerettet hat.
http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Lutz

Theo


Stringer49 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#77

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 21.12.2014 15:42
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Hier mal ein Artikel, welcher u.A. die Rolle der Alliierten in den Wochen vor dem "überraschenden Überfall" betrachtet:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42625288.html

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#78

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 21.12.2014 15:51
von Gert | 12.355 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #76
[quote=Stringer49|p403361](...)


Demnächst kommt ein Film ins Kino, der den Schweizer Diplomaten und Vizekonsul in Ungarn, Carl Lutz, ehrt, der mit konsularischen Tricks 60'000 Juden das Leben gerettet hat.
http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Lutz

Theo


Theo ich habe von ihm und vor allem seinen großherzigen Taten gelesen. Er hätte den Friedensnobelpreis verdient und nicht ein Präsident Obama der diesen Preis für nichts bekam.

Leider hat die Schweizer Administration es ihm nicht gedankt, eher das Gegenteil war der Fall.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#79

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 21.12.2014 18:42
von eisenringtheo | 9.177 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #78
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #76
[quote=Stringer49|p403361](...)


Demnächst kommt ein Film ins Kino, der den Schweizer Diplomaten und Vizekonsul in Ungarn, Carl Lutz, ehrt, der mit konsularischen Tricks 60'000 Juden das Leben gerettet hat.
http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Lutz

Theo


Theo ich habe von ihm und vor allem seinen großherzigen Taten gelesen. Er hätte den Friedensnobelpreis verdient und nicht ein Präsident Obama der diesen Preis für nichts bekam.

Leider hat die Schweizer Administration es ihm nicht gedankt, eher das Gegenteil war der Fall.



Wo es Sonne hat, gibt es auch Schatten. Der schwedische Diplomat Raoul Wallenberg hat zur gleichen Zeit in Budapest etwa 80'000 Juden gerettet, indem er ihnen schwedische Schutzoässe ausgestellt hat.
http://de.wikipedia.org/wiki/Raoul_Wallenberg
Nach Einmarsch der Russen ist er verhaftet worden und seither verschwunden. Der Vorwurf: er sei amerikanischer Agent. Wie konnte es zu diesem Vorwurf kommen? - Um den Juden die Ausreise zu ermöglichen, musste man viel Geld in die Hand nehmen. Denn die beteiligten deutschen Stellen mussten bestochen werden. Das Geld kam zum grössten Teil aus den USA.
Es stellte sich für den Bundesrat die Frage: Was tun mit einem Diplomat, der die schweizerische Neutralität verletzt und pflichtwidrig mit Kriegsparteien (Nazis und Amerikanern) Geschäfte gemacht hat? Es ist kein Zufall, dass er erst nach Ende des Kalten Krieges rehabilitiert worden ist.
Theo


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#80

RE: 01.September 1939 - Der Überfall auf Polen und Beginn des 2. Weltkrieges

in Themen vom Tage 22.12.2014 12:46
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #19

Nie wieder sollte eine solche Appeasementpolitik gegenüber einem Diktator stattfinden wie es im Sommer 1939 zwischen Hitlerdeutschland und F und GB stattfand. Hätte damals GB und USA Hitler den Krieg erklärt, als er die CSR sich einverleibte, hätte es den WK II nie gegeben.



Hallo,
alles sehr nett und ethisch richtig, ich gehe aber auch davon aus daß eine ab 1937 fiktve nach Wahlen bürgerlich-sozialedmokratische Reichsregierung die sich freiwillig mit Polen, Tscheoslowakei und östereich fest verbündet hätte einen britisch-französishen "casus-belli" abgegeben hätte.

Nur als Hinweis, 1919 wurde e der Region Vorarlberg von Frankreich nicht gestattet sich der Schweiz als Kanton anzuschließen, ein zu großes "deutsches" Übergewicht der Schweiz wollte man an der Seine nicht.

Als Hinweis was alles hinter den Kulissen sich abspielte. Wo bei Hitler in seiner Doofheit den Alliierten alle Argumente lieferte, ähnlich wie Saddam mit dem Kuwait-raid....



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