#101

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 16:32
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #100
Seit wann ist Steuerhinterziehung legalisiert?

http://books.google.de/books?id=7b8HAQAA...3%A4fte&f=false


Spätestens seit Postminister,- Hoeness und Eccleston darf jeder hinterziehen ( entspr. Bonität vorausgesetzt )....


....................................
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#102

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 16:40
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #89
[quote=schnatterinchen|p382872]
Der gleiche Staat der bis Anfang der 1970er Jahre die Privatinitiative im Zusammenhang mit Kleinunternehmern wenigstens geduldet hatte, würgte sie später ab und begab sich endgültig auf die Verliererstraße weil er das Konsumverlangen seiner Bürger unterschätzt hatte.

Es ist leider so, daß im Verlauf der DDR die Pragmatiker in der SED immer weniger worden und man sich immer weniger zutraute, was wiederum untrennbar mit der Vergreisung des Politbüros zu tun hatte.



Korrekt !

Die zwangsweise Überführung der Kleinbetriebe in das volkseigene Gemisch war wohl ein letzter versuch ,- die drohende Schuldenlawine aufzuhalten.
den Politgenossen - ganz oben - war mit Sicherheit die präkulare Lage der Volkswirtschaft der DDR bekannt ,- nicht umsonst liess man sich ja vom verteufelten Franz Joseph Strauss eine Riesenkredit der Bundesregierung besorgen ,- damit war der Untergang der DDR eigentlich schon besiegelt.


....................................
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Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#103

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 16:58
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #102
Zitat von Hackel39 im Beitrag #89
[quote=schnatterinchen|p382872]
Der gleiche Staat der bis Anfang der 1970er Jahre die Privatinitiative im Zusammenhang mit Kleinunternehmern wenigstens geduldet hatte, würgte sie später ab und begab sich endgültig auf die Verliererstraße weil er das Konsumverlangen seiner Bürger unterschätzt hatte.

Es ist leider so, daß im Verlauf der DDR die Pragmatiker in der SED immer weniger worden und man sich immer weniger zutraute, was wiederum untrennbar mit der Vergreisung des Politbüros zu tun hatte.



Korrekt !

Die zwangsweise Überführung der Kleinbetriebe in das volkseigene Gemisch war wohl ein letzter versuch ,- die drohende Schuldenlawine aufzuhalten.
den Politgenossen - ganz oben - war mit Sicherheit die präkulare Lage der Volkswirtschaft der DDR bekannt ,- nicht umsonst liess man sich ja vom verteufelten Franz Joseph Strauss eine Riesenkredit der Bundesregierung besorgen ,- damit war der Untergang der DDR eigentlich schon besiegelt.




Einmal mehr fehlen mir 10-15 Jahre mehr DDR- Biografie, ich bewerte diesen Schritt der Kleinkrämerausrottung in der DDR so, daß die damals noch nicht vergreisten SED- Führer angesichts der weltweiten Anerkennung der Republik mit der Aufnahme in die UNO Höhenflüge bekamen.
So wie Angie angesichts ihrer getürkten Wirtschaftszahlen sich auf der Siegerstraße gegenüber den anderen europäischen Volkswirtschaften sieht, so meinte wohl das DDR- Wirtschaftsministerium, daß von nun ab die großen schwerfälligen Kombinate alles abdecken können, was die Waren des täglichen Bedarfs betraf.
Gab es damals wirklich einen Schuldenschub oder nur ein kleines Störfeuer wegen der Ölkrise ?
War es wirklich Größenwahn und Urvertrauen, der die Genossen damals veranlaßte, privatwirtschaftliche Aktivitäten dermaßen zu zerschlagen, gab es warnende Stimmen, womit hat man das in den alltäglichen Nachrichten begründet und war es ein schleichender Prozeß ?
Was ich weiß ist, daß es die Weiche aufs Nebengleis war, das ist aber bei einem durchdachten Netz mit Kurskorrekturmöglichkeiten noch kein Beinbruch.
Die Lehre, die wir heute daraus ziehen sollten ist, daß Regierungen nicht in Wirtschaftsabläufe eingreifen sollten, sondern nur die Linien fürs Spielfeld ziehen dürfen, so gesehen kann man nur konstatieren: die haben nichts dazu gelernt.



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#104

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 19:03
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #93
Küchentischökonomie.
Waren aus der DDR wurden in der EU ähnlich behandelt wie Waren aus der BRD.Dumm nur , das die DDR fast nur als Billiganbieter mithalten konnte und daher unter dem Strich nicht genug übrig blieb.
Die DDR hat in Lohndumping produzierte Textilien aus Fernost eingeführt und in die BRD als Eigenproduktion teurer weiterverkauft.
Obwohl auf diesen Waren im EU Raum Schutzzölle lagen um die europäische Textilindustrie zu schützen.



Dazu hätte ich gern mal sichere Quellen.
Beim Umfang der Textilindustrie in der DDR kann ich das kaum nachvollziehn.
Rohstoffe ja, aber ganze fertige Teile, also das glaube ich nur wenn es mir belegt wird.
Hinzu kommt, ein grosser Teil der Textilindustrie in der DDR arbeitet in Lohnarbeit für westdeutsche und/oder europäische Unternehmen.
Wenn es also dort Zollverstösse gegeben hat, dann darf man davon ausgehn, dass der Auftraggeber involviert war, oder zumindest weg gesehn hat.
Wenn man die westeuropäische Textilindustrie wirklich hätte schützen wollen, dann hätte man auch niemals im Osten Europas produzieren lassen dürfen.
Ich halte das also für eine Ente mit dem Schutz, die westeuropäische Textilindustrie war bereits zur Wende 1989 tot, sie bestand nur noch aus Handel, Einkauf und Verkauf.
Bereits 1990 lud ich im Hamburger Hafen Textilien aus Fernost.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#105

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 19:13
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #94
Ich staune,was alles so geschrieben wird, über den Erhalt der DDR! Es ist mal ein Land gewesen und es wurde wieder ein Deutschland! Die Frage ist die,wie soll ein Land mit unterschiedlichen politischen Ansichten oder Systeme weiter leben, der eine Teil so und der andere so! Geht nicht und klappt nicht, egal was man hier von der alten BRD oder der damaligen DDR denkt! Dann kommt man wieder auf das alte Level. das sich jeder Bürger das raus sucht, was für ihn am besten ist! Kann nicht gehen! Bitte denkt doch mal nach und dann schreiben für die oder die Sache! Oder man hätte die Mauer wieder aufbauen müssen und alle wieder damit festhalten! Hatten wir aber schon mal und ging in die Hose, wer wollte es noch mal?
Grüsse steffen52


Komm doch mal von dem Punkt weg, dass die DDR exakt genauso fortbestanden hätte wie sie zuvor war.
Darum gehts doch garnicht, dass das nicht gegangen wäre ist doch klar.
Es geht doch um eine Erneuerung, vielleicht genau das, was man hätte nach der Wende mit Gesamtdeutschland tun können aber verpasst hat.
Zumindest ich rede hier nicht von einer sozialistischen DDR nach 1990, sondern von einem freien Land, einer wirklichen sozialen Marktwirtschaft, bzw. dem Weg und dem Aufbau dahin.
Die DDR, hatte genau wie alle anderen Ostländer, die gleichen Voraussetzungen, nein, die DDR war vielleicht sogar ein wenig im Vorteil.
Es wurde aber nicht genutzt, es gab in Ost und West zu wenige die solch ein Weg wollten.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
Kurt hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#106

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 19:43
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Als Wirtschaftsbereich relativ gut durchgekommen ist die DDR-Landwirtschaft. Durch die LPGn gab es relativ große Flächen und weitgehend industrialisierte Prozesse, was gegenüber den kleineren West-Landwirten Kostenvorteile brachte. Für die heutige und künftige Bio-Landwirtschaft muss das aber kein Vorteil mehr sein.


zuletzt bearbeitet 30.08.2014 19:43 | nach oben springen

#107

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 21:06
von Hagen Friedrichs | 103 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #49
Zitat von Hackel39 im Beitrag #48
Das mit den Autodesignern ist von der allmächtigen Borniertheit im Keim erstickt worden, wenn man solche Geschichten früher gekannt hätte wären manche Zweifel auch früher gekommen.
https://www.youtube.com/watch?feature=pl...UQqj7lK2E#t=352
Dieser eine Satz war legendär ("Für Playboys bauen wir keine Autos...") und Porsche & Co können froh sein, daß sie solche Partner im Politbüro hatten.



Der war gut, als ob es weltweit keine anderen Autobauer gegeben hätte als die verhinderten in der DDR.

Nö, aber somit waren schon mal einige ausgesperrt.



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#108

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 31.08.2014 00:56
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #105
Zitat von steffen52 im Beitrag #94
Ich staune,was alles so geschrieben wird, über den Erhalt der DDR! Es ist mal ein Land gewesen und es wurde wieder ein Deutschland! Die Frage ist die,wie soll ein Land mit unterschiedlichen politischen Ansichten oder Systeme weiter leben, der eine Teil so und der andere so! Geht nicht und klappt nicht, egal was man hier von der alten BRD oder der damaligen DDR denkt! Dann kommt man wieder auf das alte Level. das sich jeder Bürger das raus sucht, was für ihn am besten ist! Kann nicht gehen! Bitte denkt doch mal nach und dann schreiben für die oder die Sache! Oder man hätte die Mauer wieder aufbauen müssen und alle wieder damit festhalten! Hatten wir aber schon mal und ging in die Hose, wer wollte es noch mal?
Grüsse steffen52


Komm doch mal von dem Punkt weg, dass die DDR exakt genauso fortbestanden hätte wie sie zuvor war.
Darum gehts doch garnicht, dass das nicht gegangen wäre ist doch klar.
Es geht doch um eine Erneuerung, vielleicht genau das, was man hätte nach der Wende mit Gesamtdeutschland tun können aber verpasst hat.
Zumindest ich rede hier nicht von einer sozialistischen DDR nach 1990, sondern von einem freien Land, einer wirklichen sozialen Marktwirtschaft, bzw. dem Weg und dem Aufbau dahin.
Die DDR, hatte genau wie alle anderen Ostländer, die gleichen Voraussetzungen, nein, die DDR war vielleicht sogar ein wenig im Vorteil.
Es wurde aber nicht genutzt, es gab in Ost und West zu wenige die solch ein Weg wollten.


Wo ist der Vorteil der DDR gegenüber der BRD gewesen? Es hat sie nie gegeben und einen Aufbau und einen Versuch, einer sozialen Marktwirtschaft, wo her sollte sie kommen? Von einen maroden Land(DDR)? Das kann und will kein Unternehmer machen(Kapitalist)!Es geht nun mal um das Geld und um nichts anderes und ohne dem sind die neuen Bundesländer nach der Wende verloren gewesen!
Ein Geldgeber(Kapitalist) würde kaum etwas in eine sozialistischen System zahlen, was schon einmal gescheitert ist. Frage, wie sollte es gehen?
Die Leute die etwas auf der der Kirsche hatten( in der DDR), hätten doch die Seite gewechselt! Dazu kommt ja auch noch, das Länder wie Polen u.s.w. nie geteilt waren! Deshalb außen vor!
Grüsse steffen52


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#109

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 31.08.2014 09:01
von Georg | 1.022 Beiträge

Ich kann da so ein paar Gedanken nicht unterdrücken.
Was macht ein Unternehmer, wenn die Rendite nicht mehr stimmen ? Ihm stehen eine Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung, oder nicht?
Lohnkürzungen, Abbau Sozialleistungen ( Gratifikationen, Urlaub ), Personalabbau, Rationalisierung, Umorganiesierung der Produktion und deren
Abläufe usw. Für sein Wohl und dem Rest seiner Belegschaft. Nunja, der andere Rest muss erst mal in die materielle Verantwortung des Arbeitsamtes.
Waren diese Maßnahmen in einem DDR - Unternehmen durchführbar? Erhöhung der Arbeitsdisziplin, Unterbindung der Fremdentnahme von Material ? Verbot von Raucherpausen ? Überwachung Toilettengänge ? Kündigungen überhaupt durchführbar ? Kapitalistische
betriebswirtschaftliche Denke in einem sozialistischen Unternehmen ?
Den allermeisten DDR - Wirtschaftsfunktionären und Betriebleitern einschliesslich der Parteimitglieder ist doch der Spagat bewusst gewesen. Und den Arbeitern, Bauern, Angestellten und Gewerkschaftfunktionären ebenso. Man hat sozialistische Gemeinschaft gespielt anstatt zu handeln. Unrentable Buden zu. Da wär viel gespart worden im Gegensatz zum Nutzen. Und wir hätten hier noch mehr Menschenrechtsverletzungen inne DDR zu diskutieren. Nach ein Gedanke oder ne Frage, wie viele Unternehmen, selbst Traditionsunternehmen haben seit 1989 die Wende nicht geschafft ? Oder lassen z.B. in Asien produzieren ?


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#110

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 31.08.2014 10:08
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Georg, nimm nur mal an der Unternehmer aus Halle hat gleichzeitig ein Investment in der Backwarenproduktion und vermietet andererseits Wohnungen in der Stadt.
Nachdem er mit der Drohung abzuwandern erfolgreich die Löhne gedrückt hat wundert er sich nun, daß ihm keiner mehr 7€ Miete pro m² für seine Wohnungen zahlen kann.
Es ist momentan eine Kurzfristökonomie und irgendwann wird auch der letzte begriffen haben, daß wir alle in einem Boot sitzen, deshalb auch meine vormalige Anmerkung zu den Gefahren des staatenlosen anonymen Kapitals.
Das Konzept der alten DDR sah vor, die breitestmögliche Einbeziehung der Bevölkerung in Wertschöpfung und Verteilung zu erreichen weitgehend unabhängig davon wie sich jeder in die Riemen schmeißt , in der Nachwendeökonomie einer eigenständigen DDR mit marktwirtschaftlichen Anstrich hätte man in diesem Boot alle über Bord geschmissen, die jung und gesund waren und trotzdem nicht rudern wollten.



silberfuchs60, Hagen Friedrichs und Kalubke haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.08.2014 11:10 | nach oben springen

#111

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 31.08.2014 11:50
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Nach allem,was hier (min 11:45) zur Sprache kommt ist Ex- Finanzminister T. Waigel ein historischer Wirtschaftsverbrecher, der die Enron- Betrüger, Baulöwe Schneider und Big Manni (Schmieder...flowtex) zusammengenommen noch lächerlich erscheinen läßt.



Ich weiß, daß er in diesem Zusammenhang einmal von einem DDR- Journalisten befragt wurde der sich umgehend die Gegenfrage anhören mußte, ob er denn "agitiere statt informiere".
Ich denke mal, daß drüben noch viele Ex- Minister der Kohl- Ära sitzen, die auf das möglichst schnelle Ableben der alten Kombinatsdirektoren (Nichtwendehälse), Wirtschaftsfachleute aus dem Kernschatten der Propaganda (Nichtfunktionäre) und unabhängiger Publizisten dieser Fachrichtung hoffen.
Die Diskussion ist auch anderswo als hier noch lange nicht abgeschlossen.
Eine Ursache dafür ist, daß die damaligen Eliten nach und nach aus dem Berufsleben ausscheiden und ihre Abhängigkeit von den übernehmenden Konzernen verlieren, vielleicht ziehen diese Personen auch eine Ethikbilanz in Form von Autobiografien am Ende ihres Lebens.
Bermerkenswert ist in dieser Sendung auch der Vergleich der Perspektiven eines Kombinatsdirektors mit denen eines Konzernchefs, der keine gesamtwirtschaftliche Strategie mit Blick auf die Aktionäre verfolgen darf, während der Kombinatsdirektor dreidimensional mit Blick auf die gesamtgesellschaftlichen Vorgänge agieren mußte.
An Fallbeispielen, wie z. B. der Pharmawirtschaft, Energienetze u.a. wird branchenbezogen dokumentiert, daß planwirtschaftliche Komponenten durchaus auch überlegen sein können und daß es tatsächlich Unternehmen gab, dessen Weltruf auch in der Marktwirtschaft nicht verhallt wäre.
Jene Unternehmen hätten mehr Marktfreiheit erhalten und die Herausforderung war konkret, wie man die Produktion für die eigene Bevölkerung damit in Einklang hätte bringen können.

(Nachtrag: Ab min 42:00 kommen auch die Antworten aus meinen Fragen im Beitrag #103 zu Honeckers "Gesellenstück", der Ausrottung des Kleingewerbes und dem Hintergrund dieser Vorgänge aus der Sicht der damaligen Verantwortlichen)



zuletzt bearbeitet 31.08.2014 17:47 | nach oben springen

#112

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 31.08.2014 15:58
von Barbara (gelöscht)
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Hackel, du weißt schon, wes Geistes Kind der Inhaber dieses Kanals ist?

Die Überlegungen zu einem eigenen Weg der DDR nach 89 können in ihrer Motiviertheit nicht in der Delegitimierung und Abschaffung des heutigen Staates begründet sein - und das ganz sicher nicht zugunsten einer gerechteren und menschenfreundlichen Gesellschaft.
Hier wird subtil etwas verknüpft und ich denke, da müssen wir aufpassen.
.



edit: "Staates" hinzugefügt


zuletzt bearbeitet 31.08.2014 16:46 | nach oben springen

#113

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 31.08.2014 16:12
von FRITZE (gelöscht)
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Die Dynamik dieses Threads und vor allem sein Tempo zeigt wieder ,daß es bis zur Annäherung noch sehr viel Gesprächsbereitschaft bedarf !


Hagen Friedrichs hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#114

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 31.08.2014 16:15
von Barbara (gelöscht)
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Wie meinst du das Fritze??


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#115

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 31.08.2014 16:29
von FRITZE (gelöscht)
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Zitat von Barbara im Beitrag #114
Wie meinst du das Fritze??


Genau wie ich es geschrieben habe, liebe Barbara !
Nicht wenige sind ja schon auf gutem Wege ,aber mich stören immer wieder diese selbsternannten Experten !
Ich finde ,wenn jemand seine Meinung kund tut ,muss dies auch erkennbar sein und nicht das Dogma der Wirklichkeit pachten !


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#116

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 31.08.2014 16:55
von Barbara (gelöscht)
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Ok.
Meine Frage zu deiner Bemerkung in #113 war so zu verstehen:
ich finde diesen Thread im Hinblick auf die Fragestellung überwiegend sachlich und informativ, er bildet verschieden Positionen und Ideen ab und das z.T. sehr fundiert und aus persönlichen Erfahrungen resultierend.
Und ich habe den Eindruck, die TN "hören sich zu". Eine Meinungseinigkeit wird wahrscheinlich nicht hergestellt werden, aber ein gemeinsames differenziertes Nachdenken ist m.E. in jedem Fall ein guter Anfang, wenn man das Gute will.


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#117

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 31.08.2014 17:35
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #112
Hackel, du weißt schon, wes Geistes Kind der Inhaber dieses Kanals ist?

Die Überlegungen zu einem eigenen Weg der DDR nach 89 können in ihrer Motiviertheit nicht in der Delegitimierung und Abschaffung des heutigen Staates begründet sein - und das ganz sicher nicht zugunsten einer gerechteren und menschenfreundlichen Gesellschaft.
Hier wird subtil etwas verknüpft und ich denke, da müssen wir aufpassen.
.



edit: "Staates" hinzugefügt


Liebe Barbara, das recherchiere ich gar nicht erst, zwar habe ich eine Ahnung und könnte sagen, daß es primär um den Verkauf eines Buches geht aber ich will unvoreingenommen herangehen und sehe daher nicht so angestrengt auf die Herkunft der Botschaft sondern auf die Inhalte, sonst finde ich mich ja gleich in irgend einem Graben wieder um sinnlose Kämpfe zu führen.
Die haben mit ihren Einlassungen auf das Tagesgeschehen einfach nur Recht und deshalb finde ich fast alles schlüssig, was dort über die Vergangenheit kommuniziert wird.
Auch die Entgegnungen, wie beschrieben von Waigel sind armseelig und machen einen erst recht mißtrauisch, solche Antworten gibt man keinen Reportern auch wenn man 36 Stunden nicht geschlafen hat.
Wer so etwas https://www.youtube.com/watch?feature=pl...M_S1K3NypI#t=63 raus haut, erklärt mir nicht die Eröffnungsbilanz im hinzugekommenen Osten mit dem D ja schon mal eine "Light"- Variante des Deutschen Reiches geworden ist.
Um Buchungsakrobaten wie Waigel geht's hier aber nicht aber trotzdem wurden damals schon Bilanzen hexenmäßig aufbereitet und da sehe ich nun mal Parallelen zur Geschichte der Eurobonds und all dem ganzen anderen Schlamassel den uns die aktuellen Eliten in ihrer todesmutigen Hilflosigkeit eingebrockt haben.



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#118

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 01.09.2014 12:05
von Barbara (gelöscht)
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OT

Nein Hackel, es geht nicht darum ein Buch zu verkaufen.

zu "Herkunft der Botschaft sondern auf die Inhalte":

Darum geht es: Die Kritik an der damaligen Bundesrepublik, hier Weigel, Schäuble so berechtigt sie auch sei, ist ein Vorwand um rechtsgerichtetes Gedankengut unter die Leute zu bringen. Das Intenet ist voll von diesen TV-Formaten, Vorträgen, Buchangeboten. Alles sehr seriös getarnt und akademisch aufgemotzt. So agiert die "neue Rechte", wird vermeintlich Sammelpool für Kritik und Unbehagen in der Gesellschaft, als ein Wolf, der Kreide gefressen hat. Und bedient sich nach Herzenslust gerade auch linker Positionen, das muss dringend enttarnt werden und zwar immer wieder!

Der Herr, der hier TV-Kanal-Inhaber und Moderator ist, verfolgt ein völkisch-nationalistisches und deutsch-imperiales Weltbild, wovon man mit zwei drei Klicks überzeugen kann. Ich verlinke das hier nicht, weil ich keine Reklame dafür machen will. Seine beiden Interview-Partner werden hier schlimmstenfalls missbraucht, ohne es zu wissen.

Um die Politik der ehm. oder auch heutige Bunderegierung zu kritisieren brauchen wir diese selbsternannten Aufklärer und Heilsbringer nicht, denn sie führen Böses im Schilde. Zumal sie ewig behaupten, etwas zu enthüllen, das längst enthüllt ist und in die Länge und Breite diskutiert werden kann und diskutiert wird.

Daher: dieser I-Net-Beitrag geht nicht um eine Rehabilitierung oder differenzierte Betrachtung der DDR-Wirtschaft sondern im tiefen Grunde um rassistische und Großreichvorstellungen, was wir widerum allen Grund haben zu demaskieren.

Bei allem was an der ehm. oder heutigen BRD zu kritisieren: es gibt etwas, was wir gemeinsam politisch zu verteidigen haben, die Würde des Menschen und eine humanistische Auffassung von Staat, dieses ist im GG festgeschrieben. Das würde als erstes fallen, kämen Leute wie der o.g. ans Ruder.

----------------------

Hier eine Kleine Anfrage an den Bundestag durch DIE LINKE von 2012 im Auszug, in dem u.a. der Name des o.g. fällt:

Rechtsextreme Tendenzen in der Deutschen Burschenschaft

„Die Verfassungsfeinde sitzen also in diesem Land an der Spitze von Staat und Regierung“ heißt es in einem Artikel in Ausgabe 2/2012 der von der Deutschen Burschenschaft herausgegebenen „Burschenschaftlichen Blätter“. In dem Beitrag „Weg in die Freiheit – Deutschlands Aufbruch 2012“ plädiert der Autor Michael Friedrich Vogt für eine „revolutionäre Neuordnung“ Deutschlands und die „Abschaffung des Parteienstaates“ zur „Herstellung wirklicher Volksherrschaft.“ Michael Friedrich Vogt erklärt in dem Artikel in völkischer Argumentationslinie, dass „nach deutschem und burschenschaftlichen Verständnis ein Deutscher“ nur derjenige ist, „der von Abstammung und Kultur her Deutscher ist“ und beklagt, dass „die bundesrepublikanische Staatsbürgerschaft inflationär und ohne Rücksicht auf deutsche Herkunft und Abstammung vergeben wird.“
Weiter heißt es: „An der tatsächlichen Neuordnung Deutschlands zu arbeiten, wäre vornehmste Pflicht der Deutschen Burschenschaft. [...]

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/108/1710829.pdf

.


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#119

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 01.09.2014 12:10
von Barbara (gelöscht)
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Das fand ich noch zum Thread-Thema, Interview von 1991.

Es reißt mir das Herz kaputt

SPIEGEL-Gespräch mit dem ehemaligen DDR-Wirtschaftslenker Günter Mittag über seine Politik und seine Fehler

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13491339.html
.


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#120

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 01.09.2014 13:50
von Pit 59 | 10.149 Beiträge

Der damit zu tun hatte wusste also 1981 schon das der wirtschaftliche Kollaps droht,hier in diesem Tread habe ich aber gelesen das bei einigen auch noch 1989 wirtschaftlich alles möglich war


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