#81

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 09:42
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #79


Die DDR war durch die Handelsbeziehungen mit der BRD defacto EWG Mitglied und hat das auch mit Zollbetrug in großem Stil ausgenutzt.


War es nicht eher so, dass diese Handelsbeziehungen mit der BRD unter dem schönen Begriff "innerdeutscher Handel" lief und die EU damit überhaupt keine Probleme hatte? Von wegen Zollbetrug.

Erst als die Wiedervereinigung vor der Tür stand, bekam die EU das große Flattern wegen der zusätzlichen Konkurenz für die anderen europäischen Konkurenten. Doch auch da hatte man ein für viele nachvollzihbares Argument - die Erzeugnisse der ehemaligen entsprächen in weiten Teilen nicht der EU - Norm. Und schon beruhigte man die europäischen Partner.

LG von der Moskwitschka


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#82

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 09:45
von schnatterinchen (gelöscht)
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Erkundige dich doch bitte erst einmal über den Sachverhalt bevor du die kleine arme DDR und ihre lieben Bürger zu Opfern der bösen EU machst.


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#83

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 09:50
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #82
Erkundige dich doch bitte erst einmal über den Sachverhalt bevor du die kleine arme DDR und ihre lieben Bürger zu Opfern der bösen EU machst.


Habe ich. Und wenn Du Dir die Mühe machst, findest Du in den Untiefen des Forums einen von mir eingestellten entsprechenden link mit Aussagen von damaligen Zeitzeugen.

LG von der Moskwitschka


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#84

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 10:08
von schnatterinchen (gelöscht)
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Wieder einmal das von dir bekannte an der Nase herumführen. Ich weiß nicht was du willst.
Die DDR hat durch ihre Begünstigungen im innerdeutschen Handel die EU nach Strich und Faden betrogen.


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#85

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 10:14
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #72
[quote=LO-Wahnsinn|p382767][quote=Pit 59|p382723][rot]

Eigentlich verstehe ich dich nicht! Egal für was man ist oder wahr, Fakt ist doch, das es ein Deutschland gab und nur durch diesen blöden, verlorenen Krieg geteilt wurde! Also ist es doch nur eine Frage der Zeit gewesen das es wieder ein gemeinsames Land gibt! Hätte sich das System der DDR als das bessere erwiesen, dann hätte es vielleicht ein Sozialistisches Deutschland ergeben! Aber das System der DDR ist nun mal nicht auf gegangen,. gegenüber das der BRD ! Was sagt uns das, das was in der DDR ablief hat einfach nicht geklapp hat und konnte nicht überleben! Die Geschichte hat es doch gezeigt ohne Mauer und Stacheldraht, wer der DDR-Staat schon viel früher in die Binsen gegangen! Was soll man da noch aufbauen!
Grüsse steffen52


Nun ja, der Westen hat 1948 alle Reparationsleistungen an die UdSSR eingestellt.
Im Wettstreit der Systeme ist man mit der komplett vermieteten Schloßallee gestartet während die anderen mit 1000 Mark gerade aus dem faschistischen Gefängnis entlassen worden sind.
Der Marshallplan war einfach nur Doping und in einem regulären Wettstreit mit den wirtschaftlichen Ausgangsdaten von Anfang der 1950er Jahre wäre dieser Wettstreit anders ausgegangen, Thema ist aber der fiktive Fortbestand der DDR.
Wenn eine solche Nachwende- DDR nunmehr auch mit gezinkten Würfeln ins Monopolyspiel der Systeme eingestiegen wäre, so gäbe es bis heute weltmarktfähige Sektoren in dieser Teilrepublik.
Die hätten einen gewissen Anteil der Wirtschaft in Staatsbesitz gelassen, wie z. B. das Gesundheitswesen, Bahnverkehr, Stromversorgung u.a. Segmente der Daseinsvorsorge, eventuell mit Teilhabevarianten für die eigenen Bürger, auf jedem Fall hätte es eine Phase der Offenheit und Kreativität gegeben, wie die dann ausgegangen wäre und ob man alles am Ende nur halbherzig umsetzt, liegt allein an den Gestaltern.
Sehr wichtig wäre dabei auch gewesen, was in der Nachbarschaft geschieht, in der Phase des Bankenruns und der Unsicherheit der Währung wäre es ein ruhiger Ritt geworden für eine Mehrparteienregierung in der DDR.
Sofern man aber so wie in der aktuellen Phantomökonomie sich im Auge der Hurrikans pudelwohl fühlt, wäre alles ein wenig schwieriger aber irgendwann ist jede Party vorüber, die spanischen Immobilieninvestoren, die bereits ihre Koffer gepackt haben und mit 1000 Euro im Gepäck wieder ganz von vorn anzufangen werden bald massenhaft Leidensgefährten bekommen, die sich in das Heer der Wanderarbeiter einreihen.
Hoffen wir für unseren Wohlstand, daß keiner den nackten Kaiser zu sehen bekommt....



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#86

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 10:19
von glasi | 2.815 Beiträge

Warum soll mann überhaupt darüber reden??? Als die UDSSR ihre Satelitenstaaten entlassen hat gab es doch keinen Grund mehr für 2 deutsche Staaten. Die Teilung war doch wegen des kalten Krieges. Eine DDR danach??? Sinnlos!!



Freienhagener hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#87

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 10:19
von schnatterinchen (gelöscht)
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Bisher habe ich ja gerne mitgelesen, aber das driftet ja immer mehr in Richtung Phantasie ab.
Wie hätte das denn alles gehen sollen? Eine Diktatur , die jede Privatinitiative abwürgt gegen einen Staat der diese fördert.


Hapedi und Freienhagener haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#88

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 10:33
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von rei im Beitrag #77
Hast Du vergessen:das die DDR,alle Kriegsschulden leisten mußte.Eine eigene Wirtschaft aufbauen mußte.


Das ist zwar nicht Schnee von gestern, sondern von vorgestern und auch in der BRD musste die Wirtschaft erst wieder auf die Beine kommen, aber ein Punkt stimmt: Die Startbedingungen waren höchst unterschiedlich. Die BRD bekam in den Jahren 48 bis 52 mit 1.412,8 Mio. $ nach GB und F den drittgrößten Schluck aus der nahrhaften Pulle des Marshall-Plans, während die große, brüderliche Sowjetunion so ziemlich alles, was nicht niet- und nagelfest war, mitnahm:

Als die Reparationen 1953 für beendet erklärt wurden, hatte die SBZ/DDR die höchsten im 20. Jahrhundert bekanntgewordenen Reparationsleistungen erbracht.Die Reparationen der DDR betrugen insgesamt 99,1 Mrd. DM (zu Preisen von 1953) – die der BRD demgegenüber 2,1 Mrd. DM (zu Preisen von 1953). Die DDR/SBZ trug damit 97 bis 98 % der Reparationslast Gesamtdeutschlands – pro Person also das 130-fache
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Reparationen
So wurden z.B. knapp 50 % des Schienennetzes (nach Vorkriegsstand 1938, Zerstörungen damit nicht eingerechnet) demontiert und in die SU verbracht: Die für den Auf- und Ausbau einer Volkswirtschaft so unverzichtbare Infrastruktur dürfte damit de facto so gut wie nicht mehr vorhanden gewesen sein.Und auch mit Bodenschätzen wie z.B. der bis in die 60er Jahre so wichtigen Steinkohle war die DDR nicht gerade gesegnet.

Dass in der Folgezeit falsche Prioritäten gesetzt wurden, dass das System immer mehr erstarrte und verkrustete, hat zur unterschiedlichen Entwicklung der Wirtschaftskraft in beiden deutschen Staaten gewiss beigetragen. Das ändert aber nichts daran, dass der eine Teil Kraftfutter erhielt und der andere abmagern musste.


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#89

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 10:35
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #87
Bisher habe ich ja gerne mitgelesen, aber das driftet ja immer mehr in Richtung Phantasie ab.
Wie hätte das denn alles gehen sollen? Eine Diktatur , die jede Privatinitiative abwürgt gegen einen Staat der diese fördert.


Der gleiche Staat der bis Anfang der 1970er Jahre die Privatinitiative im Zusammenhang mit Kleinunternehmern wenigstens geduldet hatte, würgte sie später ab und begab sich endgültig auf die Verliererstraße weil er das Konsumverlangen seiner Bürger unterschätzt hatte.
Als man sich später durch die Hintertür (FDJ- Initiative "Konsumgüterproduktion") wieder einschleichen wollte, war es zu spät.
Schnatterinchen, leider sind die Grenzen zwischen Phantasie und Kreativität nicht so klar erkennbar wie die richtige Grenze zwischen der beiden deutschen Staaten, aber für dem richtigen Weg sind Experimente unerläßlich sonst gibt es Stillstand.
Es ist leider so, daß im Verlauf der DDR die Pragmatiker in der SED immer weniger worden und man sich immer weniger zutraute, was wiederum untrennbar mit der Vergreisung des Politbüros zu tun hatte.
Leute wie Modrow oder Schürer kann man mit Altenpflegern vergleichen, die alte starrsinnige Greise zwar rücksichtsvoll behandeln mußten aber andererseits noch eine Verantwortung für deren Umfeld hatten und in diesem Dilemma waren die Montagsdemos für das Umfeld die Erlösung.



Ostlandritter hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#90

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 10:46
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #56

Nein, bin ich nicht und Danke, dass Du mir das zutraust.
Ich habe auch nie behauptet, dass die soziale Marktwirtschaft, bei der der Wettbewerb eine der tragenden Säulen ist, makellos wäre. Ihr größter "Fehler" ist, dass sie Missbrauch ermöglicht und leider gibt es genug Menschen, die kaum Skrupel verspüren, an sich gut gemeinte Gesetze und Vorschriften völlig hemmungs- und schamlos auszunutzen. Das liegt wohl in der Natur des Menschen - und nicht zuletzt an dieser Natur sind auch die sozialistischen Länder gescheitert: Den selbstlosen, nur dem Allgemeinwohl verpflichteten und ohne Rücksicht auf eigene Vorteile agierenden Menschen gab es auch nicht, von Ausnahmen abgesehen.

Und zu Deinem letzten Satz: Genau dieses Monopol zu verhindern, über dessen negative Auswirkungen wir uns wohl nicht streiten müssen, ist Ziel des Wettbewerbs. Und wenn alle Stricke reißen, dann haben wir zum Glück noch das Kartellamt.



Das mit der Naivität war mehr rhetorisch gemeint, nicht persönlich. Sorry, falls zu nahe getreten. Kann ich alles unterschreiben, was Du sagst. Das schwächste Glied in diesem ganzen Scheiß-Wirtschaftsspiel ist also der Mensch selbst. Vieleicht fehlen ihm einfach ein paar Gehirnwindungen, um aus dem Schlamassel rauszukommen. Sein Schicksal halt.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 30.08.2014 19:23 | nach oben springen

#91

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 10:50
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Kalubke im Beitrag #90
Das mit der Naivität war mehr rhetorisch gemeint, nicht persönlich. Sorry, falls zu nahe getreten.


Allet jut, so habe ich das auch verstanden.


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#92

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 13:54
von LO-Wahnsinn | 3.485 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #84
Wieder einmal das von dir bekannte an der Nase herumführen. Ich weiß nicht was du willst.
Die DDR hat durch ihre Begünstigungen im innerdeutschen Handel die EU nach Strich und Faden betrogen.



Oh Mann schnatterinchen, wie war das in einem Deiner Folgepostings gleich noch mit Phantasie?

Das die DDR, durch den innerdeutschen Handel, gegenüber anderen Ländern vielleicht etwas begünstigt war, mag sein, doch was hatte die DDR mit der EU zu schaffen?
Wie kann ein Land welches mit der EU nichts zutun hat, weder politisch noch vertraglich, die EU nach Strich und Faden betrügen?
Wenn man den Einkaufspreis, der für den Westen in der DDR hergestellten Waren heranzieht, und dem den Preis im Laden, sowie die möglichen Umsätze auf dem Weltmarkt, dann darf man sich doch fragen wer hier wen nach Strich und Faden betrogen, benutzt und ausgebeutet hat, Feder führend ist hier nach wie vor die westeuropäische Industrie.

Und so komme ich doch beinahe nahtlos zu Osteuropa.

An @Dandelion bezüglich Polen und anderer Ostländer.
Natürlich liegen diese Länder weit unter dem Schnitt Deutschlands, doch warum hat der Pole ein niedriges Pro Kopf Einkommen?
An fehlenden Arbeitsplätzen liegt das immer weniger.
Wer sich mal Richtung Poznan und weiter nach Lodz und Warschau begibt, der kann rechts und links der Strassen sehen wie Firmen entstanden sind und diese Industriegebiete wachsen täglich weiter.
Doch viele dieser Firmen sind westdeutsche und westeuropäische Firmen, wo zum einen diese Arbeitsplätze bei uns gestrichen wurden, und zum anderen die Polen sich unter Wert verkaufen müssen, wenn sie einen Job haben möchten und nicht im Ausland arbeiten wollen.
Das niedrige Pro Kopf Einkommen rührt also auch aus der Ausbeutung der Arbeitnehmer.
Nein ich gehe soweit zu sagen, es rührt hauptsächlich daraus, denn die meisten dort produzierten Waren gehen in den Westen und stehn für viel Geld im Laden.
Wir haben also mehr oder weniger eine vergleichbare Situation wie die DDR zur BRD, bezüglich Lohnarbeit für den Westen.
Und zumindest diese Lohnarbeit hätte man nach der Wende weiterführen können und ganz am Anfang nach dem Fall der Mauer gabs dazu auch Ansätze.
Die Voraussicht aber, dass sich die Ostdeutschen auf Dauer nicht versklaven lassen, dazu und vorallem die Voraussicht, dass man in Polen, Spanien, Portugal und Tschechien billiger produzieren kann als in Ostdeutschland, all das führte dazu das Ostdeutschland wirtschaftlich keine Chance hatte.
Spanien und Portugal waren aber nur eine kurze Reise, die Menschen dort glaubten auch die Party endet niemals, haben uns ausgelacht und heute jammern sie, sie dachten der Zug der Industrie durch Europa hat bei ihnen ein Ende.
Heute haben diese osteuropäischen Länder, besonders Polen und Tschechien, auch immer mehr zu knabbern, die Erweiterung nach Rumänien und Bulgarien setzt diesen Länder heute auch zu.
Mich erfreut das allerdings, haben sie sich noch vor Jahren über uns lustig gemacht, haben verächtlich auf unsere niedrigen Löhne geschaut, genau wie die Spanier.

Und das ist es ja was ich an der EU kritisiere, bei uns fallen diese Arbeitsplätze weg, wir gehen ins Lohndumping (Zeitarbeit, etc.pp.), diese Arbeitsplätze werden im Osten errichtet, doch bekommt man dort viel zu wenig Lohn, als das sich die Menschen in diesen Ländern Speck ansparen könnten wie das in Deutschland früher möglich war, für schlechte Zeiten.
Von diesem Speck lebt man in Deutschland heute und unterstützt damit auch die EU.
Doch was ist wenn der Speck bei uns weg ist?
Dann brauchen wir auch Hilfe, doch die Ostländer haben kein Speck, man gab ihnen nicht die Möglichkeit welchen anzusetzen, der ganze Speck sitzt bei einigen wenigen auf ihren Bankkonten.
Aber ich drifte zu weit Richtung EU ab.

Und trotzdem habe ich von meinen Reisen den Eindruck, es geht den Menschen heute etwas besser, der Wohlstand scheint etwas gewachsen.
Ich fuhr ja bereits in diese Länder bevor sie in der EU waren, oder Beitrittskandidaten, daher kann ich gut vergleichen.

Natürlich wuchs der Wohlstand auch dank derer, die im Ausland arbeiten und das Geld nach Hause bringen, ist in Ostdeutschland ja nicht viel anders, ich arbeite ja auch im Westen weil ich den Hungerlohn vom Hungerlohn im Osten nicht hinnehme.

Und wer das alles nicht glaubt was ich schreibe.
Nun ich hab weder BWL studiert noch irgendwas anderes.
Aber ich hab Augen und einen wachen Verstand, ich beobachte den Zug der Industriekaravane seit ich Lkw fahre.
Besonders die Autoindustrie und die dazu gehörige Zulieferindustrie, beschreiben deutlich den europäischen Weg der Wirtschaft und Wirtschaftspolitik und welche Lobby die Autoindustrie in Europa hat, brauche ich sicherlich niemandem zu erklären.

Seit 1990 findet eine Wanderung quer über den europäischen Kontinent statt, Motor ist, billig, billigst, am billigsten, Wachstum, vorallem das Wachstum der Profite der grossen Konzerne und grössten Lobbyisten.
Und massenhaft Waren in unseren Geschäften, die heute nicht aus China oder dem asiatischen Raum per Container kommen, die kommen in Massen aus Osteuropa, Südosteuropa.
Allerdings ist man jetzt an einem Punkt, wo man noch weiter nach Osten expandieren muss um die Profite der Konzerne weiter zu sichern und zu mehren.
Darum schaut man auf die Ukraine, denn dort scheint die Erweiterung lukrativ, die Menschen sind fleissig und gut gebildet.

Und um den Kreis zur DDR wieder zu schliessen, die DDR oder Ostdeutschland, als allein stehendes selbstständiges Land in der EU, wäre natürlich nichts anderes geworden, als Polen und die anderen Ostländer für den Westen heute darstellen, ein Billiglohnland, aber überlebensfähig.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
Hackel39 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#93

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 14:09
von schnatterinchen (gelöscht)
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Küchentischökonomie.
Waren aus der DDR wurden in der EU ähnlich behandelt wie Waren aus der BRD.Dumm nur , das die DDR fast nur als Billiganbieter mithalten konnte und daher unter dem Strich nicht genug übrig blieb.
Die DDR hat in Lohndumping produzierte Textilien aus Fernost eingeführt und in die BRD als Eigenproduktion teurer weiterverkauft.
Obwohl auf diesen Waren im EU Raum Schutzzölle lagen um die europäische Textilindustrie zu schützen.


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#94

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 14:41
von Gelöschtes Mitglied
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Ich staune,was alles so geschrieben wird, über den Erhalt der DDR! Es ist mal ein Land gewesen und es wurde wieder ein Deutschland! Die Frage ist die,wie soll ein Land mit unterschiedlichen politischen Ansichten oder Systeme weiter leben, der eine Teil so und der andere so! Geht nicht und klappt nicht, egal was man hier von der alten BRD oder der damaligen DDR denkt! Dann kommt man wieder auf das alte Level. das sich jeder Bürger das raus sucht, was für ihn am besten ist! Kann nicht gehen! Bitte denkt doch mal nach und dann schreiben für die oder die Sache! Oder man hätte die Mauer wieder aufbauen müssen und alle wieder damit festhalten! Hatten wir aber schon mal und ging in die Hose, wer wollte es noch mal?
Grüsse steffen52


Ostlandritter und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#95

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 14:49
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #93
Küchentischökonomie.
Waren aus der DDR wurden in der EU ähnlich behandelt wie Waren aus der BRD.Dumm nur , das die DDR fast nur als Billiganbieter mithalten konnte und daher unter dem Strich nicht genug übrig blieb.
Die DDR hat in Lohndumping produzierte Textilien aus Fernost eingeführt und in die BRD als Eigenproduktion teurer weiterverkauft.
Obwohl auf diesen Waren im EU Raum Schutzzölle lagen um die europäische Textilindustrie zu schützen.



Was meinste,wie das heute abläuft. Man läst in China produzieren,führt es nach Deutschland ein und baut es hier zusammen und dann verscherbelt man es in die Welt hinaus. Man kann nun sagen,das nennt man Handel und Wandel


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#96

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 15:07
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #84
Die DDR hat durch ihre Begünstigungen im innerdeutschen Handel die EU nach Strich und Faden betrogen.


Nee, hat sie nicht. Wie es das Wort "Importzoll" schon sagt, ist es - von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen - Sache des Importeurs, die aus dem Nicht-EU-Ausland kommende Sendung zu verzollen und die Eingangsabgaben zu entrichten. Wenn jetzt an einen Betrieb in der BRD verkauft wurde, dann war für die DDR der Handel abgeschlossen. Was der dann (mit oder ohne Wissen des Lieferanten) damit machte, ob er sie z.B. nach Frankreich weiterverkaufte, war nicht mehr Angelegenheit der DDR.

Ja, zweifelsfrei hat die DDR von diesem Sonderstatus "innerdeutscher Handel! profitiert. Aber nicht in dem Sinne, dass sie die EU betrogen hat: Auch wenn sie direkt nach Frankreich geliefert hätte, wären für sie als Exporteur keine Zölle und Steuern entstanden. Wenn jemand "betrogen" hat, dann war es bei diesem Beispiel der französische Importeur.


Hagen Friedrichs hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#97

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 15:09
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Fakt ist aber, daß alles in Bewegung ist und wenn ein Hauptparameter der Globalisierung, die Transportkosten wieder einen Ausbruch nach oben unternehmen, beispielsweise wenn die Krise der Containerschifffahrt mit Charterpreisen unter 5000 €/ Tag für mittelgroße Schiffe auf alte Höhen klettern, dann muß man das auf die Überseewaren aufschlagen und nähere Produktionsstandorte werden wieder günstiger- es sind einfach nur irreguläre Verhältnisse.
Teilweise fahren solche Schiffe nur noch für einen Teil der Zinsen der HSH Nord- oder Commerzbank und selbst die haben große Probleme mit ihren Investments am Beteiligungsmarkt.
So etwas kann doch nicht der Maßstab für einen realen Wettbewerb sein, das Modell der kurzen Wege vom Produzenten zum Kunden hätte die DDR- Wirtschaft mit weitsichtigen Wirtschaftslenkern beibehalten, zumindest auf dem Sektor der Landwirtschaft.
Eine ehrliche und mehrdimensionale Rechnungslegung ( z. B. auch kalkulierte Kosten für Arbeitslose), die über die Spezifik von Quartalszahlen, Verlustvor- und Nachträgen hinaus gehen, würde den Vergleich der Systeme anders aussehen lassen.
Jeder weiß, daß man sich hierzulande je nach Bedarf beliebig arm oder reich rechnen kann und wenn wirkliche Bilanzierungswächter diese Spielereien stoppen würden, kämen andere Ergebnisse heraus.
Die DDR hat das mit Blick auf billiges Brot und billige Mieten auch getan, keine Frage es geht in unserer virtuellen Abhandlung aber um ein weiter entwickeltes Wirtschaftssystem, wobei zugegeben viel Hoffnung und ein kleiner Schuß Utopie mitschwingt, es kann trotzdem nicht schaden unsere schlafenden Bilanzierungswächter wachzurütteln.



zuletzt bearbeitet 30.08.2014 15:38 | nach oben springen

#98

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 15:20
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Dandelion im Beitrag #96
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #84
Die DDR hat durch ihre Begünstigungen im innerdeutschen Handel die EU nach Strich und Faden betrogen.


Nee, hat sie nicht. Wie es das Wort "Importzoll" schon sagt, ist es - von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen - Sache des Importeurs, die aus dem Nicht-EU-Ausland kommende Sendung zu verzollen und die Eingangsabgaben zu entrichten. Wenn jetzt an einen Betrieb in der BRD verkauft wurde, dann war für die DDR der Handel abgeschlossen. Was der dann (mit oder ohne Wissen des Lieferanten) damit machte, ob er sie z.B. nach Frankreich weiterverkaufte, war nicht mehr Angelegenheit der DDR.

Ja, zweifelsfrei hat die DDR von diesem Sonderstatus "innerdeutscher Handel! profitiert. Aber nicht in dem Sinne, dass sie die EU betrogen hat: Auch wenn sie direkt nach Frankreich geliefert hätte, wären für sie als Exporteur keine Zölle und Steuern entstanden. Wenn jemand "betrogen" hat, dann war es bei diesem Beispiel der französische Importeur.




Schon mal was von Umgehungsgeschäften gehört??


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#99

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 15:56
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #98
Schon mal was von Umgehungsgeschäften gehört??


Du magst mich ja für blöde halten, aber ich habe mein BWL-Studium in der Fachrichtung "Logistik" schon erfolgreich beendet.

Natürlich waren auch Umgehungsgeschäfte dabei, aber die waren nicht illegal, sofern der richtige Weg DDR-Lieferant => BRD-Kunde und dann weiter eingehalten wurde. Und natürlich waren diese Geschäfte den Verantwortlichen in der BRD und der EU bekannt, wurden aber stillschweigend geduldet.

Der Vorteil für die DDR war die Tatsache, dass der Empfänger im nicht-deutschen EU-Ausland keinen Zoll bezahlen musste, die Waren deshalb preiswerter importiert werden konnten. Aber ich habe keine Ahnung, wie umfangreich diese Weiterverkäufe waren.


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#100

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 30.08.2014 16:03
von schnatterinchen (gelöscht)
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Seit wann ist Steuerhinterziehung legalisiert?

http://books.google.de/books?id=7b8HAQAA...3%A4fte&f=false


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