#241

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 12:26
von Rüganer (gelöscht)
avatar

Zitat von Barbara im Beitrag #240
Warum Hackel seine Jugend "vorwerfen", damit ihm sozusagen die Qualifizierung einer Bewertung zu den Umständen in der DDR absprechen? Waren denn nicht gerade die letzten Jahre in der DDR die "Schlechten" wo alles den Bach runterging? So habe ich das jedenfalls hier andauernd gelesen.
Er hat es anders erlebt, andere seines Alters werden es widerum anders erlebt haben.
Der Wert solcher Dispute liegt doch auch im Generationenaustausch!





@Barbara
Ich werfe Hackel nicht seine Jugend vor, ich sage, es ist seiner Jugend geschuldet, dass er solche Meinungen:

Die Weltgeschichte ist nun mal ein Staffellauf und denjenigen, die dem Politbüro den Stab abgenommen haben durften ihren Lauf nicht zu Ende bringen, denn das wäre in der Tat spannend geworden.
Der Bürgerbewegung mit ihren Ansätzen zur Umsetzung einer wahren Demokratie hat man die Beine weggehauen, weil sie mit fetten breitärschigen Autos und Südseereisen in der Regel wenig am Hut hatte sondern neue Wege in eine gerechtere Gesellschaft finden wollten.


vertritt und dies nicht die Meinung derer ist, die sich in der DDR eine Familie aufgebaut haben, die Engpässe und Mangelwirtschaft am eigenen Leib erfahren haben und bei denen immer mehr an Pflicht gegenüber Frau und Kindern stand, als jemand sie hat, der 23 Jahre alt ist.
Die Rufe: "keine sozialistischen Experimente mehr" kamen doch nicht von ungefähr.
Ich jedenfalls bin sehr froh, dass ich nicht mehr wegen irgendeinem Produkt früh um 04.00 Uhr in eine Schlange auf die Straße muss und glücklich darüber, dass ich eben auch in die Südsee reisen kann und mich nicht mit ideologischen Parolen umhüllen muss, wie ich es in der DDR tun musste. Drei Kreuze, dass dies vorbei ist.,


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#242

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 12:33
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #240
Warum Hackel seine Jugend "vorwerfen", damit ihm sozusagen die Qualifizierung einer Bewertung zu den Umständen in der DDR absprechen? Waren denn nicht gerade die letzten Jahre in der DDR die "Schlechten" wo alles den Bach runterging? So habe ich das jedenfalls hier andauernd gelesen.
Er hat es anders erlebt, andere seines Alters werden es widerum anders erlebt haben.
Der Wert solcher Dispute liegt doch auch im Generationenaustausch!



In der Tat hat zuletzt viel Krampf und Trägheit die gesellschaftliche Tätigkeit gelähmt, da stand man oft auf verlorenem Posten, wenn wieder mal etwas organisiert werden sollte und man Mitstreiter für diese Projekte suchte, das ist bei vielen Dingen heute nicht anders, wo bürgerliches Engagement vieles am Leben erhält was erhaltendwert ist und sich trotzdem kaum jemand freiwillig einbringen möchte, obwohl Zeit und Mittel vorhanden wären.
In so einer Situation trotzdem das Große und Ganze im Blick zu behalten war schon schwierig genug, dann aber alles noch unter der Flagge von FDJ oder SED in den Hafen bringen zu wollen, war ab Mitte 1989 kaum mehr lösbar.
Warum ich mich von all dem Frust um die Versorgungslage und die feiernden Jugendfeunde auf dem Pfingsttreffen trotz Mangelwirtschaft nicht anstecken ließ, lag an meinem Vermögen für den Moment zu leben.
Ich war weder in irgendeiner Weise privilegiert, noch hatte ich Narrenfreiheit, war also vergleichbar mit allen anderen Personen, sagen wir mal der Arbeiterklasse.
In der Folge ging es nun darum, Schwachstellen auszumerzen wo es mir möglich war ohne die vorgegebene Qualität (des Sozialismus) aufzugeben.
Dazu kam noch, daß man vom Alternativmodell West praktisch nichts wußte und man ohne die totale Aufgabe des gemeinschaftlichen Eigentums an Produktionsmitteln scheinbar die Grenzen des Wohlstandes erreicht hatte, deshalb auch meine Abstriche an diesem Status in meinen früheren Beiträgen in diesem Thread zu einem möglichen Nachwendeszenario.
Daß alles nun in eine Abrechnung mit dem DDR- Sozialismus und Gegenüberstellung beider Systeme mündet, ist auch meine Schuld, es schien aber streckenweise notwendig zu sein.
Natürlich spielten auch globale Faktoren eine bedeutende Rolle, die Bomben auf Vietnam, der Überfall auf die Falkland- Inseln, die Profite der Rüstungsmonopole, die Armut in den reichen Staaten Westeuropas und den USA da haben die DDR- Medien ja nun mal die Wahrheit gesagt, da ist man doch nicht naiv, wenn man sich auf die andere Seite stellt, sobald es um das Große geht, da werden doch Bananen und Einheitsautos aus Pappe nebensächlich, so zumindest mein Empfinden von damals.
Vielleicht wäre vieles auch anders gekommen, wenn erfahrene Mitstreiter von damals einen auch mal beiseite genommen hätten um uns Jugendfreunden zu flüstern, daß es so oder so nicht korrekt ist aber das ist nur geschehen, wenn es nicht um grundsätzliche Dinge ging
Einen Generationenaustausch gab es zwar auf der Ebene der Namensträgerbewegung (Brigaden erhielten die Namen verdienter Kämpfer der Region) und auf diversen Treffen mit unseren damaligen Führungskräften (die gab es ja seitens der Politabteilung der DR einerseits und andererseits durch die Kreisleitungen der FDJ/ SED), man blieb aber weitgehend an der Oberfläche, da hätte man mal etwas tiefer runtertauchen sollen aber dazu fehlte wohl die Luft und der Mut....



nach oben springen

#243

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 13:02
von Hagen Friedrichs | 103 Beiträge

Zitat
Ich jedenfalls bin sehr froh, dass ich nicht mehr wegen irgendeinem Produkt früh um 04.00 Uhr in eine Schlange auf die Straße muss


Macht man heute zum Teil freiwillig (Eifon) und zum Teil, weil man sichs sonst nicht leisten kann (TV-Gerät bei Aldi). Oha, also zuletzt wieder für einige Bevölkerungsteile wie früher ...

Zitat
und glücklich darüber, dass ich eben auch in die Südsee reisen kann und mich nicht mit ideologischen Parolen umhüllen muss, wie ich es in der DDR tun musste. Drei Kreuze, dass dies vorbei ist.,


Jacke wie Hose. Früher durfte man nicht, heute kann man nicht. Einige (Wie der Bundesgrüßaugust) konnten schon damals.
Also, für die Leute mit geringem Einkommen völlig wurscht.



nach oben springen

#244

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 13:03
von Barbara (gelöscht)
avatar

Zitat von Rüganer im Beitrag #241
Zitat von Barbara im Beitrag #240
Warum Hackel seine Jugend "vorwerfen", damit ihm sozusagen die Qualifizierung einer Bewertung zu den Umständen in der DDR absprechen? Waren denn nicht gerade die letzten Jahre in der DDR die "Schlechten" wo alles den Bach runterging? So habe ich das jedenfalls hier andauernd gelesen.
Er hat es anders erlebt, andere seines Alters werden es widerum anders erlebt haben.
Der Wert solcher Dispute liegt doch auch im Generationenaustausch!





@Barbara
Ich werfe Hackel nicht seine Jugend vor, ich sage, es ist seiner Jugend geschuldet, dass er solche Meinungen:

Die Weltgeschichte ist nun mal ein Staffellauf und denjenigen, die dem Politbüro den Stab abgenommen haben durften ihren Lauf nicht zu Ende bringen, denn das wäre in der Tat spannend geworden.
Der Bürgerbewegung mit ihren Ansätzen zur Umsetzung einer wahren Demokratie hat man die Beine weggehauen, weil sie mit fetten breitärschigen Autos und Südseereisen in der Regel wenig am Hut hatte sondern neue Wege in eine gerechtere Gesellschaft finden wollten.


vertritt und dies nicht die Meinung derer ist, die sich in der DDR eine Familie aufgebaut haben, die Engpässe und Mangelwirtschaft am eigenen Leib erfahren haben und bei denen immer mehr an Pflicht gegenüber Frau und Kindern stand, als jemand sie hat, der 23 Jahre alt ist.
Die Rufe: "keine sozialistischen Experimente mehr" kamen doch nicht von ungefähr.
Ich jedenfalls bin sehr froh, dass ich nicht mehr wegen irgendeinem Produkt früh um 04.00 Uhr in eine Schlange auf die Straße muss und glücklich darüber, dass ich eben auch in die Südsee reisen kann und mich nicht mit ideologischen Parolen umhüllen muss, wie ich es in der DDR tun musste. Drei Kreuze, dass dies vorbei ist.,




Rüganer, ist doch vollkommen klar und ich verstehe deine Perspektive. Ich habe hier Dinge über das Leben in der DDR gelesen, wo ich dachte, "da wärst du eingegangen wie eine Primel".
Aber dein Erleben wird von Hackel, wenn du seine Beiträge genau liest, gar nicht in Frage gestellt, ebenso wenig singt er ein permanentes Loblied auf die DDR.

Ich verstehe die Thread-Überschrift als eher exemplarisch und nicht als den Versuch einer Restauration des Systems DDR, aber unser heutiges System, egal wie gut man darin lebt, ist aus verschiedenen Gründen allemal wert, kritisiert zu werden, meine ich, diesbezüglich empfinde ich Hackels Beiträge oft sehr profund, ohne immer mit ihm einer Meinung zu sein.

"Der Bürgerbewegung mit ihren Ansätzen zur Umsetzung einer wahren Demokratie hat man die Beine weggehauen..."

Das ist doch allemal des Nachdenkens wert, auch wenn man z.B. die Erinnerungen ehem. Bürgerrechtler liest, auch sie waren - zeitgleich z.B. mit dir - Bürger der DDR.
Das kann man ja historisch nicht ausradieren und sollte man auch nicht, das ist politisches Kulturgut finde ich.

-----------

Zum Begriff der "wahren" Demokratie: wir leben in einer Demokratie, das wird ja mitunter auch im Forum bestritten, aber es ist eine, egal wie angreifbar und unperfekt sie sei, deshalb gilt es sie aber zu verteidigen, auch gegen diejenigen, die ihre Freizügigkeit schamlos für ihre Interessen ausnutzen.


zuletzt bearbeitet 17.09.2014 13:04 | nach oben springen

#245

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 15:50
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #236
Zitat von Gert im Beitrag #221
[quote=Hackel39|p387588][quote=steffen52|p387581][quote=Hackel39|p387575]R


ich möchte meine Freiheit heute nicht dagegen tauschen, zu jeder Zeit Gartenabfälle verbrennen zu dürfen oder es zumindest nicht zu verboten bekommen. Mit anderen Worten: ich tausche Reisefreiheit vs.legal Blätter verbrennen.


Das mit dieser Verbrennung ist für mich ein ganz interner Gängelindikator von denen es heute unzählige mehr gibt als damals und zeigt auf, daß selbst Regionalpolitiker (es sind Kommunalgesetze, die das regeln) die Vernunft über den Haufen schmeißen, wenn andere (hier die arbeitsscheue Wohlfühlgesellschaft) nur laut genug plärrt, weil der Rauch von verbrannten Gartenabfällen offensichtlich anders ist als der vom Grill oder die Abgase vom Auto oder Rasenmäher.
Seit Jahrhunderten müssen kranke und schädlingsbefallene Zweige und Pflanzen eben so entsorgt werden, um sie nicht immer wieder neu im Garten zu haben, hier geht es um "Leben und Leben lassen" und um das Leben im Einklang mit der Natur.
Die Alternative ist das Sprühen von Schädlingsbekämpfungsmitteln (die dann je auch nicht aus der Welt sind) oder die Einstellung des Obst- und Gemüseanbaus.
Übrigens war das Abfackeln ganzer Hänge immer hilfreich, Zecken zu vernichten und den Bewuchs mit Bäumen zu stoppen, wenn ich heute meinen Angelsee, der kaum noch zugänglich ist betrachte, wird klar, wie hilfreich solche Lösungen eben doch waren.
Und dieser Vorsprung an Pragmatismus, den wir damals auch anderswo hatten ist einer unerträglichen Lobbywirtschaft gewichen, die anderswo viel mehr nervt als im Gemüsegarten.




@Hackel39 und @Gert ,

die Freiheit des Verbrennens von Gartenabfällen ist für mich irgendwie eine Art Müßiggang, dürfte in der Form der realen Überregularien eigentlich kein großes Thema und schon gar nicht ein monströses Gesetz sein. Dessen Ursprung unübersehbar im Monster Brüsselbürokratie und seiner vielen, überflüssigen Komissariate und noch üüberflüssigeren, be überbezahlten Kommissare liegt...

Verbrennenund daraus neues Leben entstehen lasen ist eines der urältesten Regularien der Natur. Um Schädlinge, krankes, schwaches auszumerzen - so hart das auch klingen mag.

Schaut Euch doch um, die massenhaften Krankheiten besonders in der Pflanzenwelt greifen doch derart um sich, das einen Angst und Bange wird. Pilzkrankheiten, besonders exotischer und durch den zügellosen globalisierten Handel eingeschlepptt, Feuerbrand, uralte Obstbaumkrankheit. Kasanienenminimiermotte, Fichtenborkenkäfer, Eichenprozessionsspinner, Blattspitzenkrankheit bei Kernobst....
Man könnte noch etliche aufzählen. In einigen Regionen (wie auch hier im Harz) ist fast der gesamte Baumbestand davon betroffen, dazu die Versteppung von kleineren Wiesen. Vieles hat man zu Vorwendezeiten beiderseits des eisernen Vorhanges mit der Chemiekeule bekämpft. Bestimmt auch nicht immer die richtige Art und Weise - aber statt Totalkollaps eines Ökosystems zu riskieren, immer noch die bessere Variante.
Oder eben durch Verbrennen, Laub und Beschnitt von befallenen Bäumen, Reste von Baumfällungen wie Fichtenreisig zur Beseitigung der Butstätten des Borkenkäfers, herbstliches kontrolliertesAbbrennen von versteppten Wiesen...

Hab gerade dieser Tage einen faszinierenden Bericht vom Mount St. Helens in den USA gesehen. War zwar eine Wiederholung, aber immer wieder interessant!

https://www.google.de/search?q=Mount+San...GaaF8QecuICQBA#

In der Mediathek ist die Doku im Moment leider nicht mehr verfügbar...

Viele von euch werden sich an die verherende Katastrophe des Ausbruchs vom 18.05.1980 noch erinnern.
Die gewaltigen Kräfte haben damals im weiten Umfeld aber auch wirklich alles Leben zerstört., auf die Dauer von wenigstens einigen hundert Jahren ausgelöscht. So glaubte man jedenfalls damals zu wissen... !
Und heute? Das Leben kehrt nach nur 30 Jahren danach auf teils wissenschaftlich nicht zu erklärende Weise dorthin zurück oder noch besser, ist zurück.

Und hier wollen uns diese Schlauen weißmachen, das ein Gartenfeuer, das dezente Verbrennen von Gartenabfällen sooooooooooooo schädlich ist und damit die Freiheit des Einzelnen bedroht? Ich lach mich wie bei vielen so hochgezüchtetenDingen kaputt, soetwas mit Freiheit des Bürgers zu verbinden!
Geht`s noch? Statt dessen riskiert man lieber ganz andere (ökologische) Katastrophen!

Ich will auch nicht den Braunkohlen- und anderen Mief der DDR zurück. Es war aber bis in die 70-er nicht nur bein DDR- Problem....

Oder schaut die Überregularien mit dem erst seit kurzem in Kraft befindlichen Emissionsschutzgesetz bezüglich offener Kleinfeuerstellen in Haushalten usw. an. Ein ähnlich abstruser Wahnsinn! Gemeint ist u. a. Kamin, Küchenherd, wer so was ökonomisch wie ökologisch günstige Alternativheizvariante (Holz - nachwachsender Rohstoff) noch sein Eigen nennen kann! Gerade wo politisch gewollt am Gas aus Rußland und besonders an dessen Preis gedreht wird! Und ehrlich mal, wen stört es wirklich, wenn Nachbars Esse von Kamin oder Küchenherd mal etwas qualmt? Stören tut es in erster Linie real gestörte Leute, sonst niemanden. Grillgeruch, in Sommermonaten allerorten stört auch niemanden. Anders wie Gestank von EU- subventionierten Biogasanlagen, Großtierfabriken für Massenware Fleisch, vergiftet mit Medikamenten, Hormonen & Co... ! Auch um eine nie dagewesene Wegwerf- und Lebensmittelvernichtungsmentalität endlich zu stoppen!

Hier wäre dringend Handlungsbedarf im Sinne von Schutz der Umwelt, von gesünderer Ernährung

Statt dessen, denkt an diese ideotische EU-Glühbirnenverordnung, an die Leistungsbegrenzung bei Hausstaubsaugern...

Und wer sitzt dahinter? Überbezahlte, überversorgte Politiker, quer Beet durch alle Partein.
Wichtig ist diesen dummen und mittlerweile zu einer echten Gefah gewordenen Menschen doch nur ihr ICH, ihr Status.
Geschickte Täuschung der Masse durch Alibifunktion, z. Bsp. medienwirksam mit Fahrad oder ÖPNV ins Parlament fahren, aber in der Garage zwei, hoppla für die Kiddis ja auch einen..., drei, vier PS- starke und kraftstofffressende Schlitten stehen zu haben, man kann es sich ja leisten...!
An der See wenn´s geht noch eine Motorjacht oder anderswo eine Cesna im Hanger..., dazu, der dämliche Wähler merkts ja nicht, noch Dienstwagen oder gar Bonusmeilenkomfort wie einst ein Chem Özdemir als wortgewaltiger Öko- und Multi- Kulti- Vorbeter...

In sachsen, Brandenburg und Thüringen gab es ja ersteinmaleine kleine Klatsche dafür, hoffentlich wachen noch mehr getäuschte wähler auf!

Es stinkt gewaltig in diesem Ländle in dieser EU. Nicht nach Gartenfeuer oder Nachbars Kamin,, sondern nach immer mehr geistig niederen Ausdünstungen von überversorgten Politikern...

Ich beende mal mit einem Gedanken an das eigentliche Thema.

Hatte die damalige DDR- Haushaltsgeräteindustrie (Foron, vorm. DKK Scharfenstein) im Wendejahr nicht den ersten FCKW- freien Kühlschrank zur serienreife entwickelt, auf den Markt gebracht? Und wäre damit, einschl. Patent Weltmarktführend, Weltmarktvorreiter?
Hatte dadurch mit Sicherheit als einiger der wenigen überlebensfähigen DDR- Betriebe ganz große Chancen, weiterzubestehen, zu überleben?

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
nach oben springen

#246

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 16:06
von Georg | 1.003 Beiträge

Für viele User ist die jungeWelt nicht die Quelle, aber in der aktuellen Ausgabe:

http://www.jungewelt.de/2014/09-17/001.php

eine Bertrachtung des marxistischen Ökonomen Jürgen Kuczynski. Jemand, der sich ernsthaft mit der ehemaligen DDR, auch Wirtschaft beschäftigt, wird um diesen Mann nicht herum kommen.

Aso, zum Thema:
Ging es eigentlich um die theoretische Betrachtung der Möglichkeit einer eigenen Wirtschaft oder um die geniale Strategie der SED Wirtschaftspolitik: Überholen ohne einzuholen ?


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
Hagen Friedrichs hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#247

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 16:17
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #244
Zitat von Rüganer im Beitrag #241
Zitat von Barbara im Beitrag #240
Warum Hackel seine Jugend "vorwerfen", damit ihm sozusagen die Qualifizierung einer Bewertung zu den Umständen in der DDR absprechen? Waren denn nicht gerade die letzten Jahre in der DDR die "Schlechten" wo alles den Bach runterging? So habe ich das jedenfalls hier andauernd gelesen.
Er hat es anders erlebt, andere seines Alters werden es widerum anders erlebt haben.
Der Wert solcher Dispute liegt doch auch im Generationenaustausch!





@Barbara
Ich werfe Hackel nicht seine Jugend vor, ich sage, es ist seiner Jugend geschuldet, dass er solche Meinungen:

Die Weltgeschichte ist nun mal ein Staffellauf und denjenigen, die dem Politbüro den Stab abgenommen haben durften ihren Lauf nicht zu Ende bringen, denn das wäre in der Tat spannend geworden.
Der Bürgerbewegung mit ihren Ansätzen zur Umsetzung einer wahren Demokratie hat man die Beine weggehauen, weil sie mit fetten breitärschigen Autos und Südseereisen in der Regel wenig am Hut hatte sondern neue Wege in eine gerechtere Gesellschaft finden wollten.


vertritt und dies nicht die Meinung derer ist, die sich in der DDR eine Familie aufgebaut haben, die Engpässe und Mangelwirtschaft am eigenen Leib erfahren haben und bei denen immer mehr an Pflicht gegenüber Frau und Kindern stand, als jemand sie hat, der 23 Jahre alt ist.
Die Rufe: "keine sozialistischen Experimente mehr" kamen doch nicht von ungefähr.
Ich jedenfalls bin sehr froh, dass ich nicht mehr wegen irgendeinem Produkt früh um 04.00 Uhr in eine Schlange auf die Straße muss und glücklich darüber, dass ich eben auch in die Südsee reisen kann und mich nicht mit ideologischen Parolen umhüllen muss, wie ich es in der DDR tun musste. Drei Kreuze, dass dies vorbei ist.,




Rüganer, ist doch vollkommen klar und ich verstehe deine Perspektive. Ich habe hier Dinge über das Leben in der DDR gelesen, wo ich dachte, "da wärst du eingegangen wie eine Primel".
Aber dein Erleben wird von Hackel, wenn du seine Beiträge genau liest, gar nicht in Frage gestellt, ebenso wenig singt er ein permanentes Loblied auf die DDR.

Ich verstehe die Thread-Überschrift als eher exemplarisch und nicht als den Versuch einer Restauration des Systems DDR, aber unser heutiges System, egal wie gut man darin lebt, ist aus verschiedenen Gründen allemal wert, kritisiert zu werden, meine ich, diesbezüglich empfinde ich Hackels Beiträge oft sehr profund, ohne immer mit ihm einer Meinung zu sein.

"Der Bürgerbewegung mit ihren Ansätzen zur Umsetzung einer wahren Demokratie hat man die Beine weggehauen..."

Das ist doch allemal des Nachdenkens wert, auch wenn man z.B. die Erinnerungen ehem. Bürgerrechtler liest, auch sie waren - zeitgleich z.B. mit dir - Bürger der DDR.
Das kann man ja historisch nicht ausradieren und sollte man auch nicht, das ist politisches Kulturgut finde ich.

-----------

Zum Begriff der "wahren" Demokratie: wir leben in einer Demokratie, das wird ja mitunter auch im Forum bestritten, aber es ist eine, egal wie angreifbar und unperfekt sie sei, deshalb gilt es sie aber zu verteidigen, auch gegen diejenigen, die ihre Freizügigkeit schamlos für ihre Interessen ausnutzen.









...einfacher gesagt, man hat mit geschickter Täuschung (umgangssprachlich, aber auch juristisch einfach ausgedrückt kann man real von Lug und Betrug sprechen, wohlweislich nicht mehr von "nur" falschen Versprechungen!) ca. 17 Millionen DDR- Bürger in Mehrheit statt in die soziale Marktwirtschaft zu geleiten in einen Raubritterkapitalismus mit deutlicher werdenden spätfeudalistischen Tendenzen gelockt und erpresst sie jetzt darin.

Und ca. 80 Millionen damaliger Altbundesbürger ebenfalls mehrheitlich bis heute fast vollständig um ihre schwer erwirtschafteten Früchte der einmalig auf dieser Welt funktionierenden sozialen Marktwirtschaft gebracht.
Die Reste dieser einst für alle Deutsche mit der iWiedervereinigung so erstrebenswerten sozialen Marktwirtschaft demontiert man gerade restlos. Durch ein Globalisierungsmonster Made in USA und UK, durch ein zweites Monster in Brüssel, ein Drittes in Berlin...

Dazu sind die Memoarien von Altbundeskanzler Helmut Schmidt dringend zu empfehlen. Ob man H. Schmidt nun mag oder nicht.
Hier taucht schon 1998(!), nur 8 Jahre nach der Wiedervereinigung, dieser unheilige Begriff Raubritterkapitalismus als neue, gesamtdeutsche Erscheinungsform auf. Gefolgt von Begriffen wie Profitmaximierung....

Dieses, sein Werk ist in einigen Zügen eine realitische Fortschreibung des "Kapitals" von Karl Marx....

Und das hat m. Ea. nix, aber auch gar nix mit Sehnsucht nach der DDR oder ihrer Rückkehr zu tun.


Das ist nackte Realität Anno 2014




josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
Damals87 und Hagen Friedrichs haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.09.2014 16:17 | nach oben springen

#248

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 16:32
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #246
Für viele User ist die jungeWelt nicht die Quelle, aber in der aktuellen Ausgabe:

http://www.jungewelt.de/2014/09-17/001.php

eine Bertrachtung des marxistischen Ökonomen Jürgen Kuczynski. Jemand, der sich ernsthaft mit der ehemaligen DDR, auch Wirtschaft beschäftigt, wird um diesen Mann nicht herum kommen.

Aso, zum Thema:
Ging es eigentlich um die theoretische Betrachtung der Möglichkeit einer eigenen Wirtschaft oder um die geniale Strategie der SED Wirtschaftspolitik: Überholen ohne einzuholen ?

Ein Hetzer aus dem vorigen Jahrhundert mit der klassenkampfideologie des 19.jahrhunderts, der Herr K.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#249

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 16:42
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #246
Für viele User ist die jungeWelt nicht die Quelle, aber in der aktuellen Ausgabe:

http://www.jungewelt.de/2014/09-17/001.php

eine Bertrachtung des marxistischen Ökonomen Jürgen Kuczynski. Jemand, der sich ernsthaft mit der ehemaligen DDR, auch Wirtschaft beschäftigt, wird um diesen Mann nicht herum kommen.

Aso, zum Thema:
Ging es eigentlich um die theoretische Betrachtung der Möglichkeit einer eigenen Wirtschaft oder um die geniale Strategie der SED Wirtschaftspolitik: Überholen ohne einzuholen ?


@Georg
Sorry das ist doch wohl ein Zitat aus Grimms Märchen.
Oder hast du in einem anderen Land gelebt ?
Und gerade dieses Schmierblatt Junge Welt zu zitieren,ist doch das allerletzte,vor 25 Jahren haben die uns noch den Kommunismus versprochen.
Das ist ein Linksreaktionäres geplänkel,das nur mit Hilfe der Linkspartei noch überlebesfähig ist.
Und das ist genau der Grund,warum ich diese Linken niemals wählen würde.
Herr Gysi ist sehr Sympatisch und mag ein guter Rethoriker sein, nur habe ich die Befürchtung, wenn die Linkspartei wirklich Regierungsaufgaben übernehmen müsste,sieht die Sache ganz anders aus.
Nicht nur in Länder sondern auf Bundesebene


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.09.2014 17:01 | nach oben springen

#250

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 17:19
von Hagen Friedrichs | 103 Beiträge

Hmm, was macht andere Zeitungen glaubwürdiger?
Das sie Deinem Ideal näherkommen?



nach oben springen

#251

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 17:51
von furry | 3.562 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #248
Zitat von Georg im Beitrag #246
Für viele User ist die jungeWelt nicht die Quelle, aber in der aktuellen Ausgabe:

http://www.jungewelt.de/2014/09-17/001.php

eine Bertrachtung des marxistischen Ökonomen Jürgen Kuczynski. Jemand, der sich ernsthaft mit der ehemaligen DDR, auch Wirtschaft beschäftigt, wird um diesen Mann nicht herum kommen.

Aso, zum Thema:
Ging es eigentlich um die theoretische Betrachtung der Möglichkeit einer eigenen Wirtschaft oder um die geniale Strategie der SED Wirtschaftspolitik: Überholen ohne einzuholen ?

Ein Hetzer aus dem vorigen Jahrhundert mit der klassenkampfideologie des 19.jahrhunderts, der Herr K.


@Gert , ich wage einen Tipp. Du hast die Aussagen von Kuczynski nicht vollständig gelesen. Stimmt es, oder habe ich recht?


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
Damals87 und Hagen Friedrichs haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#252

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 19:06
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Bevor sich hier alle weiter beharken, wie hätte denn nach Meinung der "Optimisten" die ideale DDR-Wirtschaft nach 89 Eurer Meinung nach ausgesehen? Wo hätte die DDR alleine Chancen gehabt? (Ehrliche Frage ohne Hinterhalt)
Bitte alles für die reale Umgebung mit zerfallender SU und so weiter angeben.


nach oben springen

#253

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 19:12
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von grenzgänger81 im Beitrag #249

Und das ist genau der Grund,warum ich diese Linken niemals wählen würde.
Herr Gysi ist sehr Sympatisch und mag ein guter Rethoriker sein, nur habe ich die Befürchtung, wenn die Linkspartei wirklich Regierungsaufgaben übernehmen müsste,sieht die Sache ganz anders aus.
Nicht nur in Länder sondern auf Bundesebene




(rot)

@grenzgänger81 ,

so ist es!

Das rot- rote Experiment in Sachsen Anhalt dürfte, sollte noch vielen in entsprechender Erinnerung sein.

Als Betroffener möchte ich u. a. an eine Sache erinnern, die gerade auch durch die Medien ging. Sachsen/ Anhalts derzeiiger Kultusminister Dorgeloth arbeitet weiter daran, die aktuelle Schulabbrecher bzw. Schulversagerquote (wenn ich letzteres Wort schon höre...) schnellstmöglich weiter unter 10% zu drücken. Wie rot- rot in Sachsen/ Anhalt endlich abgewählt wurde, lag sie bei fast 25 % (in Worten: fünfundzwanzig!)

Ich hatte während diesr Zeit zwei Kinder in der Schule. Kinder wie aller Orten, Kinder, auf die Eltern stolz sind, sich das Bestmögliche im bildungstechnischen Werdegang und für die Zukunft wünschen...

Einer meiner Buben hat es geschafft. der andere ist durch diese Maschen eines Experimentiermodells in der Bildungspolitik nach Muster dunkelroter "Weltverbesserer" gefallen.

Einige User hier aus dem Forum kennen die Realversion....

Maschen, die maßgeblich von der Linkspartei als s. g. Tolerierungspartner einer selbstherrlichen Regierungsmentalität eines gänzlich unfähigen, inzwischen verstorbenen Pfaffensohnes, gestrickt wurden.

Ein alter Spruch sagt mir dazu, Schuster, bleib bei Deinen Leisten! Abgewandelt könnte man es auch "Pastor, bleib auf Deiner Kanzel" nennen.

(Sehr) boshaft, der liebe Gott hat mal den Richtigen gestraft...

Nur, was haben die jungen Menschen davon, die zu diesen fast 25% mal gehörten?

Und darum käme für mich u. a. niemals in Frage, mein Kreuzchen bei dunkelrot zu machen...

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
Hapedi und grenzgänger81 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.09.2014 19:14 | nach oben springen

#254

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 19:14
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Es ist schon sehr Interessant was einige User so schreiben, was heute alles schlecht ist oder Änderung bedurft! Einige Dinge, da bin ich auch deren Meinung und schließe ich mich mit an! Aber die Frage ist. Wo sind die Leute damals gewesen zu den Dingen Umweltschutz, Ökonomie, Politik u.s.w., zu DDR-Zeiten!Ich frage mich nur, es gab doch genug zu verändern! Oder? Aber da sitzten sie in ihren Neubaukämmerlein und haben den Mund gehalten, aus Angst vor der Staatsmacht und heute? Da kann man ja alles los werden, weil man ja nichts mehr fürchten muss! Solche Kämpfer die sind mir die Liebsten!
Grüsse steffen52


Hapedi und grenzgänger81 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#255

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 19:20
von linamax | 2.015 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #254
Es ist schon sehr Interessant was einige User so schreiben, was heute alles schlecht ist oder Änderung bedurft! Einige Dinge, da bin ich auch deren Meinung und schließe ich mich mit an! Aber die Frage ist. Wo sind die Leute damals gewesen zu den Dingen Umweltschutz, Ökonomie, Politik u.s.w., zu DDR-Zeiten!Ich frage mich nur, es gab doch genug zu verändern! Oder? Aber da sitzten sie in ihren Neubaukämmerlein und haben den Mund gehalten, aus Angst vor der Staatsmacht und heute? Da kann man ja alles los werden, weil man ja nichts mehr fürchten muss! Solche Kämpfer die sind mir die Liebsten!
Grüsse steffen52

Hallo
Da sprichts du hier vielen aus den Herzen .


nach oben springen

#256

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 19:28
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #254
Es ist schon sehr Interessant was einige User so schreiben, was heute alles schlecht ist oder Änderung bedurft! Einige Dinge, da bin ich auch deren Meinung und schließe ich mich mit an! Aber die Frage ist. Wo sind die Leute damals gewesen zu den Dingen Umweltschutz, Ökonomie, Politik u.s.w., zu DDR-Zeiten!Ich frage mich nur, es gab doch genug zu verändern! Oder? Aber da sitzten sie in ihren Neubaukämmerlein und haben den Mund gehalten, aus Angst vor der Staatsmacht und heute? Da kann man ja alles los werden, weil man ja nichts mehr fürchten muss! Solche Kämpfer die sind mir die Liebsten!
Grüsse steffen52



@steffen52 , das glaub ich noch nicht einmal (im Kämmerlein gesessen...)

Weil durch Verwahrlosung jeglicher politischen Moral der Wille des Wählers mit billigen, aber wirksamen Taschnspielertricks schleichend, aber immer mehr ignoriert wurde. Ein Zeitalter dreister Lügen, nur dem Zwecke der Selbstbereicherung. u. a. durch Schaffung von Überversorgungssystemen für Politiker dienend. installiert wurde. Der beste Beweis ist die eingetretne s. g. Wahlmüdigkeit oder Politikverdrossenheit.

Das Schlimme, solche Prozesse sind wie andere gesellschaftliche Fehlentwicklungen in aller Regel schleichend.Gerade hier wären gute Politiker geragt, effizient mit Mitteln der Gesetzgebung gegenzusteuern. gefragt.
Beste Beispiel, Nachwendezeit, erste Jahre nach der Wiedervereinigung. Hier wurde Fehlentwicklungen freier Lauf gelassen, besser, diese per Gesetz noch beschleunigt. Wie u. a. Privarisierung der Staatskonzerne Bahn, Post, Telekommunikation, Gesundheitswesen. Einführung von Zeit- und Leihrbeit und damit Beginn eines zügellosen Lohndumpings....

Als Bürger, als Wähler bist Du, sind wir doch fast nur noch Nullnummern und so gut wie machtlos. Egal, ob in der Plattenwohnung, im Eigenheim oder im vielleicht etwas nobleren Heim als Kleinunternehmer, unterer Mittelstand...

josy95

(sorry, dieser Schreibfehlerteufel...)


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
Hagen Friedrichs hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.09.2014 19:33 | nach oben springen

#257

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 19:52
von Hagen Friedrichs | 103 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #255
Zitat von steffen52 im Beitrag #254
Es ist schon sehr Interessant was einige User so schreiben, was heute alles schlecht ist oder Änderung bedurft! Einige Dinge, da bin ich auch deren Meinung und schließe ich mich mit an! Aber die Frage ist. Wo sind die Leute damals gewesen zu den Dingen Umweltschutz, Ökonomie, Politik u.s.w., zu DDR-Zeiten!Ich frage mich nur, es gab doch genug zu verändern! Oder? Aber da sitzten sie in ihren Neubaukämmerlein und haben den Mund gehalten, aus Angst vor der Staatsmacht und heute? Da kann man ja alles los werden, weil man ja nichts mehr fürchten muss! Solche Kämpfer die sind mir die Liebsten!
Grüsse steffen52

Hallo
Da sprichts du hier vielen aus den Herzen .

So ein Unfug.



nach oben springen

#258

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 19:53
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Ob meine Stimmer zählt oder nicht, aber für mich und ich kann nur für meine Person sprechen, hat die Partei in Sachsen(CDU) dem Land viel Aufschwung gebracht! Konnte meine Vorstellung( mit Abstriche) im großen und ganzen Verwirklichen! Klar, ist die Umstellung auch für mich etwas Neues gewesen, aber da ich mich im Vorfeld mit dem Kapitalismus, durch Westverwandschaft, beschäftigt habe, ist mir es schon klar gewesen, das es für gelernte DDR-Bürger bestimmt schwer wird! Aber da man sich schon immer anpassen konnte, ging es! Klar ist Arbeitslosigkeit( mich hatte es 1 Jahr erwischt) was Neues, habe aber zu Glück wieder was gefunden und da ich immer nach unten schaue(denen es schlechter ging) habe ich nicht den Kopf in den Sand gesteckt, sonder weiter gemacht, auch wen es manchmal nicht leicht gewesen ist! Aber es hat sich gelohnt! Weshalb, soll ich etwas vergangenen nachtrauern! Vorbei ist vorbei und kommt nicht wieder! Leute die sich jeden Tag( dank Hartz 4) die Birne voll kippen und sagen: Ach wie schön ist es in der DDR gewesen, die können mir nur leid tun, weil sie nichts in die Rolle bringen und auch eigentlich nicht in der DDR, aber da wurden sie ja an die Hand genommen und in ihren Betrieb geführt! Ja, das geht im Kapitalismus nicht, da muss man schon selbst kämpfen, um etwas aus den Job zu machen! Nun, bin ich gespannt, wer alles auf mich los geht? Bitte, gerne. kann es ab!
Grüsse steffen52


nach oben springen

#259

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 19:54
von Hagen Friedrichs | 103 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #254
Es ist schon sehr Interessant was einige User so schreiben, was heute alles schlecht ist oder Änderung bedurft! Einige Dinge, da bin ich auch deren Meinung und schließe ich mich mit an! Aber die Frage ist. Wo sind die Leute damals gewesen zu den Dingen Umweltschutz, Ökonomie, Politik u.s.w., zu DDR-Zeiten!Ich frage mich nur, es gab doch genug zu verändern! Oder? Aber da sitzten sie in ihren Neubaukämmerlein und haben den Mund gehalten, aus Angst vor der Staatsmacht und heute? Da kann man ja alles los werden, weil man ja nichts mehr fürchten muss! Solche Kämpfer die sind mir die Liebsten!
Grüsse steffen52

Hmm. Na ich habe doch FREIHEIT. Soll ich diese nun nicht nutzen? Aber man konnte das durchaus auch sachlich in der DDR angbringen. Allerdings gabs selten Alternativen.



nach oben springen

#260

RE: Eigene Wirtschaft in ex DDR nach 1989 ?

in DDR Zeiten 17.09.2014 19:55
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #252
Bevor sich hier alle weiter beharken, wie hätte denn nach Meinung der "Optimisten" die ideale DDR-Wirtschaft nach 89 Eurer Meinung nach ausgesehen? Wo hätte die DDR alleine Chancen gehabt? (Ehrliche Frage ohne Hinterhalt)
Bitte alles für die reale Umgebung mit zerfallender SU und so weiter angeben.


@Harzwanderer diese Fragestellung finde ich sehr gut. Die Voraussetzungen waren denkbar schlecht, weil die SED in 40 Wirtschaftspolitik Fehler über Fehler gemacht hatte.
Ein sehr bedeutender Fehler war die Zerschlagung des Mittelstandes. Dort waren enorme Ressourcen an Intelligenz, Ingenieurkapazitäten, Erfindergeist einfach flach gelegt worden. Vor dem Bau der Mauer sind diese Firmen mit Inhaberfamilie bei Nacht und Nebel nach WD getürmt. Dort haben sie mitunter bei 0 anfangen müssen und großartige, leistungsfähige Firmen wieder aufgebaut. Da hat sich die SED selbst amputiert, d.h. aus Angst vor dem Tod Selbstmord begangen. Dieser Mittelstand war weg, die im Land geblieben sind, sind aus Frust in die innere Emigration gegangen.
Die großen Konzerne. : Ich habe da ein bischen Einblick in die Chemie. Also alle Leuna Arbeiter und Angestellte wir waren mal Kollegen ( rückwärts betrachtet über die IG Farben, ich habe für das IG Werk Mittelrhein gearbeit, natürlich hiess es nach dem Krieg wieder Farbwerke Hoechst AG) Ich war Kaufmann und so war ich mit den chemischen Verfahren nur insoweit vertraut, wie ich es für meine Verkaufstätigkeit brauchte. Aber einer meiner Ingenieure erzählte mir mal, wie rückständig Leuna noch arbeitete, das wichtige Äthlylengas ( wichtiger Grundstoff für die Kunststoffindustrie)wurde noch im Kohle Karbid Verfahren hergestellte, während die Hoechst AG schon den 50 er Jahren auf Erdgas als Rohstoffgewinnung für Äthylen umstellte. Das war viel wirtschaftlicher. Auch hatte ich Einblick in die Technik Lichtpauspapieren und Mikrofilm also hatte damit zu tun. Nach der Wende habe ich in der DDR hergestelltes Lichtpauspaier gesehen. Also das wollte keiner mehr kaufen als wir unser Produkt vorstellten. Die Ing. und Architekten waren begeistert von der Qualität unser Lipa -Papiere und Folien. Das heisst der Hersteller in der DDR konnte ebenfalls einpacken.
Wo sollte man also anfangen ? Die Firmen die die Wende überlebten, hatten einfach nur wettbewerbsfähige Produkte, die auf dem internationalen Markt bestehen konnten. Diese gibt es heute noch. Aber es waren zu wenige. Denn der Steinzeithandel des Ostblock brach ja auch weg, als die DM in die DDR kam. Wenn also ein ausländischer Interessent bei einer Maschinenfabrik in K.-M. Stadt Maschinen kaufen wollte musst er Devisen hinlegen. In dem Moment, wo er nicht mehr mit Baumwolle oder Erdöl bezahlen konnte, konnte er auch den gesamten Weltmarkt, also die Konkurrenz der Maschinenfabrik in K.M Stadt anschauen wie deren Produkte sind und was sie kosten. Da ging es dann hart her im Wettbewerb.
Es zählte Qualität und der Preis. Die Produkte mussten angepriesen, werden, die Märkte mussten untersucht werden, was sie brauche. Dazu braucht es gestandene Marketingexperten. Gab es die in der DDR ? Meines Wissens nicht ( Brehsnew soll mal einen westl Verkäufer gefragt haben, ob man Marketing auch kaufen kann und zu welchem Preis, ich weiss nicht ob dieser Bonmot richtig ist )
Also ne Menge Probleme, Voraussetzungen, geschultes Personal usw. waren wichtig und erforderlich und zwar in einer Zeitspanne die man flapsig mit " Gestern " bezeichnet, wenn die DDR es allein weiter versucht hätte. Ich habe da große Zwiefel ob das gelungen wäre.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Hapedi und Harzwanderer haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen



Besucher
26 Mitglieder und 63 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: rtde
Besucherzähler
Heute waren 2543 Gäste und 158 Mitglieder, gestern 3912 Gäste und 213 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14351 Themen und 556862 Beiträge.

Heute waren 158 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen