#161

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 24.08.2014 22:22
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von home63 im Beitrag #159
Ich lese ja gern hier, weil mich manche so aufregen wie schnitzler früher. Passt ja zu Thema. Aber das viele zitieren nervt dermaßen.

Was soll man Deiner Meinung nach bei einen Thema tun? Nur Ja oder Nein schreiben!
Grüsse steffen52


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#162

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 24.08.2014 22:48
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #160
Frank, ist mir schon klar, das es zur Zeit des kalten Krieges gewesen ist und wer ist der Gute und wer der Böse! Aber, die Frage ist doch, wer hat in der DDR wem mehr geglaubt? Ob nun richtig oder falsch, aber das Geschwafel von Ede, ist doch so einfach und Schwachsinnig gewesen, das auch die meisten guten Genosse daran gezweifelt haben, was er schwätzt! Ich weiß von was ich spreche, deshalb muss mir keiner erklären, was das für eine gute und wichtige Sendung gewesen ist! Einfach politisches Geschwätz! Auch von der gegen Seite! Aber ob ich es nur so empfunden habe oder es so gewesen ist, den Schnitzler fand ich sehr einfach gestrickt und hatte fast keinen überzeugt! Kann aber nur von meinen Freundes-und Bekanntenkreis reden!!!
Grüsse steffen52


Rot: Ganz klar wurden m.E. den westdeutschen Medien untern´m Strich mehr geglaubt. Dem schönen Schein der eigenen Träume ist man eher geneigt, die nicht ganz so schöne Grautöne auszublenden. Bezüglich politischer Propaganda konnten die DDR-Ideologen der BRD vielfach nicht das wasser reichen. Meist zu einfach gestrickt, zu oft durchschaubare schwarz-weiß-Malerei. Anders kann ich mir die Wahlerfolge der CDU in Thüringen, einer der Hochburgen der Sozialdemokratie, nicht erklären. Trotz jahrzehnelanger politische Beeinflussung.
Ich erinnere mich noch an die Titelseite des "Eulenspiegel" danach. Ober dick und behäbig der König (Wähler), mit überheblicher Geste auf den Delinquenten am Boden zeigend, vor ihm mit triefender Nase der mickerige Lafontaine mit gesenketem Kopf. Hinter ihm der Scharfrichter. Untertitel: Der Überbringer der schlechten Botschaft.



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#163

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 24.08.2014 23:12
von damals wars | 12.166 Beiträge

Thüringen war mal nur kurz eine Hochburg der SPD, dann wurde die SPD Landesregierung von der SPD Reichsregierung mit Hilfe der Reichswehr aus dem Amt getrieben.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#164

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 24.08.2014 23:15
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #160
Frank, ist mir schon klar, das es zur Zeit des kalten Krieges gewesen ist und wer ist der Gute und wer der Böse! Aber, die Frage ist doch, wer hat in der DDR wem mehr geglaubt? ...

Hallo Steffen,

die Masse, wenn ich mal mit schlampiger Empirie nach den Äußerungen vieler gehe, haben Schnitzler nie wirklich gesehen. Es reichte, dass das Wort darauf kam und sie winkten bereits ab. Du hast geschrieben, dass Du seine Sendungen gesehen hast, insofern spreche ich Dir nicht ab, dass Du, anders als ich damals, seine Äußerungen an der von Dir wahrgenommenen Realität gemessen und verworfen hast. Allerdings entnehme ich, auch mit angeführter Schlampigkeit, den Äußerungen vieler zu DDR-Zeiten, dass sie sich genauso wenig mit Löwenthal beschäftigt haben. Die Wahrheit liegt oder lügt hier nicht in der Mitte, die Wahrheit liegt jenseits dieser Sendungen und hat ihre Ursache in einem bis 1986 (Glasnost/Perestroika) recht weit verbreiteten politischem Desinteresse. Da weiß ich, wovon ich rede, denn das war der größte mir damals entgegengebrachte Widerstand.

Die beiden, Schnitzler und Löwenthal, sind ein gutes Beispiel, wie Ideologie die Wahrnehmung und Deutung ins Extreme verzerren kann. Ein aktiver Beitrag zur Ideologiekritik, quasi und hemdsärmelig gesprochen.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#165

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 25.08.2014 02:48
von B208 | 1.350 Beiträge

Nach den letzten Beiträgen stellt sich mir die Frage ,
warum glaubten die DDR Machthaber die DDR Bürger brauchten einen -Erklärbär-
die Bundesbürger konnten ungehindert DDR Rundfunk sehen und hören und brauchten diesen nicht .



Dem schönen Schein der eigenen Träume ist man eher geneigt, die nicht ganz so schöne Grautöne auszublenden. Bezüglich politischer Propaganda konnten die DDR-Ideologen der BRD vielfach nicht das wasser reichen. Meist zu einfach gestrickt, zu oft durchschaubare schwarz-weiß-Malerei. Anders kann ich mir die Wahlerfolge der CDU in Thüringen, einer der Hochburgen der Sozialdemokratie, nicht erklären. Trotz jahrzehnelanger politische Beeinflussung.

Eine gewonnene Wahl kann ein Ausrutscher sein ! Aber VIER CDU Ministerpräsidenten in Folge !!!! als Resultat besserer Propaganda . Zweifel ich an .

Es klingt in einigen Beiträgen so , als wenn es ausgereicht hätte , dass die westliche Medienwelt um Löwenthal den westlichen Schrott in schönes Geschänkpapier eingewickelt hat und die Propagandisten um Schnitzler die goldenen Errungenschaften des Sozialismus nur in Zeitungspapier , dass Massen von DDR Bürgern bis 1990 vor der DDR geflüchtet sind und/oder 1953 und 1989 zu tausenden auf die Strassen gegangen .

Die Rufe lauteten nach Veränderungen in der DDR !!!! Also war doch etwas in der DDR mit der DDR nicht in Ordnung , kaputt .
Und das hat Löwenthal in einigen seiner Sendungen aufgezeigt .


Was meinst Du warum damals 1989 so viele mit gerannt sind und heute frustriert?

Weil viele auf der Strasse ihren und den Arsch ihrer Familien riskiert haben und nach der Wende festgestellt haben , dass viele damalige Bonzen auch heute noch Bonzen sind . So gehört von einem Hafenarbeiter in Dresden , der es unerträglich fand , dass die damalige SED Parteischnecke (wieder tierisch) nach kurzer Wendung wieder seine Vorgesetzte war . Der war zutiefst frustriert !

Grob gefasst, er sprach Dinge an wie, Berufsverbote, das Soziale, Wirtschaft, Preispolitik, Lohnpolitik usw.
Über diese Probleme der DDR berichtete Löwenthal auch .

Wir sehen doch in Europa bestens welch Raubbau stattfindet, politisch wie wirtschaftlich, die Kriege der letzten Jahre, sowie die Umstürze in vielen Ländern, haben die Fratze des Kapitalismus, oder wie auch immer man dieses System nennen mag, gezeigt
Auch darüber hat Löwenthal berichtet , Ungarn , CSSR , Solidarnosc , die katastrophale Lage der DDR Wirtschaft , die Arbeitsbedingungen , die Umweltverschmutzung , Versorgungsengpässe , und nicht nur Löwenthal , auch andere Fernsehjournalisten haben in ihren Sendungen darüber berichtet , wir hatten also mehrer Informationsmöglichkeiten .


All das sprach Schnitzler schon damals an, Dumpinglöhne, Zwänge, Spionage, Medien, Armut, Familie, Kinderlosigkeit usw
Sonderschichten , Planerhöhungen , Marcus Wolf , MfS , Günter Guillaume , Einheitsmedien und alles um die Familenplanung der DDR , auch Thema bei Löwenthal .

Und auch das alles hat sich bewahrheitet , leider .

Die Probleme der Bundesrepublik war nicht das vorrangige Thema im ZDF Magazin !
Für diese Informationen gab es aber in beiden Sendeanstalten Magazinsendungen wie Monitor , Panorama und Report und !! weil hier schon der Name Hildebrandt genannt wurde , es gab Sendungen der "Münchner Lach und Schiessgesellschaft" und der "Sachelschweine" , in denen mit scharfen Pointen Missstände angesprochen wurden .

Diese mehrgleisige Infomöglichkeit gab es doch in der DDR gar nicht .

Welche Position bezog Schnitzler zu den DDR Wahlergebnissen von weit über 90 % ? Wie hat er die erklärt ?
Wie hat er die Montagsdemos kommentiert ?
Den Einmarsch in die CSSR ?
Den Tod eines Grenzers durch einen Querschläger aus der Waffe eines Kameraden , nicht aus der des Tunnelbauers , hat er als feigen Mord bezeichnet . Hat er es nicht gewusst , hat die Stasi im die Info nicht gegeben oder hat er bewusst gelogen ?

Er hat auch nicht die grosse Weltpolitik vorhergesagt , er musste sich Woche für Woche mit den Berichten des Westfernsehns auseinandersetzen , von denen die SED Machthaber glaubten , die eigene Bevölkerung könnte sie " missverstehen " .

Viele alte DDR Sendungen haben überlebt ! Warum nicht die Sendung von Schnitzler , z.B. im RBB !


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.08.2014 03:49 | nach oben springen

#166

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 25.08.2014 06:59
von B208 | 1.350 Beiträge

Weiss jemand was über die Bezahlung von Schnitzler ?
Bekam er einen Teil seiner Gage in der Währung des verhassten Klassenfeindes und wenn ja , wozu hat er DM gebraucht .


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#167

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 25.08.2014 08:18
von Gelöschtes Mitglied
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@B208 Weiss jemand was über die Bezahlung von Schnitzler ?
Bekam er einen Teil seiner Gage in der Währung des verhassten Klassenfeindes und wenn ja , wozu hat er DM gebraucht

So etwas verlogenes wie den Schnitzler , neee, bin mal gespannt , ob jemand seinen Lügensold kennt !!!!!!!!!!!!. ratata


Hapedi und Ostlandritter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#168

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 25.08.2014 08:57
von Georg | 1.016 Beiträge

Ich hätte gern gewusst, wie das Herr von Schnitzler mit seinem" Pflichterbe - Anteil", das Familieerbe soll beachtlich gewesen sein, gehalten hat. Im
Westen war er doch ein freier Mann, oder?

Meiner Meinung nach erfolgt hier eine Beleidigung des Mannes, die den guten Geschmack der Gesprächskultur überschritten hat. Mich verwundert, dass die Regierung hier nicht eingreift. Oder gelten die Regeln nicht für Jedermann?


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#169

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 25.08.2014 09:25
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Wegen Thüringen braucht ihr keine Angst mehr haben, die nächste Wahl wird die PDS mit Hilfe der SPD gewinnen.
Gehört aber nicht zu der Überschrift.


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#170

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 25.08.2014 09:46
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #166
Weiss jemand was über die Bezahlung von Schnitzler ?
Bekam er einen Teil seiner Gage in der Währung des verhassten Klassenfeindes ...

Also die Titanic wird ihn schon mit 'richtigem Geld' entlohnt haben.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#171

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 25.08.2014 10:24
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #167


@B208 Weiss jemand was über die Bezahlung von Schnitzler ?
Bekam er einen Teil seiner Gage in der Währung des verhassten Klassenfeindes und wenn ja , wozu hat er DM gebraucht




Er wird seine Bezahlung in der Funktion als Fernsehkommentator bekommen haben.
Er wird Zusatzverdienste für in- und ausländische Vorträge bekommen haben.
Er wird Geld für schriftliche Dokumentationen bekommen haben.
Er wird Geld für staatliche Auszeichnungen bekommen haben.
Er wird Geld für das Mitwirken an Filmberichten bekommen haben.
ER wird Geld für Film-und Buchvorstellungen(Rezensionen+ Filmkritiken) bekommen haben.
Er wird Valutamittel zur Verfügung gestellt bekommen haben ,wenn er im staatlichen Auftrag der DDR Dokumentationen z.b. über den Nahen Osten fertigte....
Auflistung sicherlich nicht vollständig.

seaman


Rainman2 und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#172

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 25.08.2014 11:13
von Sperrbrecher | 1.657 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #166
Weiss jemand was über die Bezahlung von Schnitzler ?
Bekam er einen Teil seiner Gage in der Währung des verhassten Klassenfeindes und wenn ja , wozu hat er DM gebraucht .

Die DM brauchte er doch unbedingt, um seine Einkäufe in West-Berlin finanzieren zu können. Im Ka-De-We Tauentzienstraße am Wittenberglatz waren er bzw. seine Frau doch Stammkunden. Nach tätlichen Angriffen auf ihn, wohl dann eher nur noch seine Frau. Ost-Geld oder Forumschecks nahmen die dort nicht.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.08.2014 11:14 | nach oben springen

#173

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 25.08.2014 11:15
von turtle | 6.961 Beiträge

Naiv gedacht dürfte sein er bekam Valuta um in „Feindesland“ zu recherchieren damit er in seinem schwarzen Kanal objektiv und möglichst wahrheitsgemäß mit Fakten die Bürger aufklären kann. Allerdings sind solche Propaganda Sendungen keine Erfindungen der DDR gewesen. Seit es Politik gibt wird der Gegner negativ geschildert egal von welcher Seite. Von Schnitzler hatte es nicht leicht, da die Mehrheit der Bürger als Informationsquell des Westfernsehen nutzte. Die Aufklärung wie sie eigentlich gedacht war wurde doch so eher müde belächelt, und in der Mehrheit wurde der schwarze Kanal abgeschaltet. Sudel Ede war die gängige Bezeichnung für von Schnitzler. Mit Nachsicht sah man da etwas großzügig über manchen Journalisten und Politiker im Westen hinweg, welche nicht besser waren. Im politischen Kampf bleibt manche Wahrheit auf der Strecke. Eines muss ich von Schnitzler anrechnen, er hat aus seiner Einstellung auch nach der Wende keinen Hehl gemacht, sich für nichts entschuldigt, nichts bereut. Einen Wendehals kann man Ihn nicht nennen, das kann von sich nicht jeder Ex Genosse behaupten.


seaman, thomas 48, Rainman2 und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.08.2014 11:18 | nach oben springen

#174

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 25.08.2014 11:24
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #173
Naiv gedacht dürfte sein er bekam Valuta um in „Feindesland“ zu recherchieren damit er in seinem schwarzen Kanal objektiv und möglichst wahrheitsgemäß mit Fakten die Bürger aufklären kann.


Das ist richtig.Sicherlich kannst Du Dir vorstellen was an Kosten zusammen kommt,wenn man mit einem Filmteam 3-4 Wochen z.b. von Beirut/Libanon aus recherchiert. Hotelunterkunft,Verpflegung,Mietwagen/Sprit,kleine Gastgeschenke(Bakschisch) für Interviewgäste und ihre Bewirtung usw.

seaman


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#175

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 25.08.2014 11:25
von damals wars | 12.166 Beiträge

Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #172
Zitat von B208 im Beitrag #166
Weiss jemand was über die Bezahlung von Schnitzler ?
Bekam er einen Teil seiner Gage in der Währung des verhassten Klassenfeindes und wenn ja , wozu hat er DM gebraucht .

Die DM brauchte er doch unbedingt, um seine Einkäufe in West-Berlin finanzieren zu können. Im Ka-De-We Tauentzienstraße am Wittenberglatz waren er bzw. seine Frau doch Stammkunden. Nach tätlichen Angriffen auf ihn, wohl dann eher nur noch seine Frau. Ost-Geld oder Forumschecks nahmen die dort nicht.



Er hatte in Westberlin Einreiseverbot!
Immer wieder erstaunlich, was hier verbreitet wird!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#176

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 25.08.2014 12:01
von Sperrbrecher | 1.657 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #175

Er hatte in Westberlin Einreiseverbot!

....und wie wurde das kontrolliert ?

Bei meinen, sicher über 100maligen Wiedereinreisen nach West-Berlin, sei es zu Fuß, mit dem Auto oder mit U- und S-Bahn bin ich nicht ein einziges mal von der Westberliner Polizei angehalten und kontrolliert worden. Oft befanden sich überhaupt keine Polizeibeamten auf der westlichen Seite der GÜST.

Wer sollte einem deutschen Staatsbürger, der Herr von Schnitzler ja wohl war, die Einreise nach West-Berlin verbieten ?
Deine Behauptung über ein "Einreiseverbot nach West-Berlin" darf man wohl den Bereich der Legenden zuordnen, weil es derartiges überhaupt nicht gab.

Wenn es irgendwelche Ein- oder Ausreiseverbote gab, dann beschränkten die sich ausschließlich auf das Gebiet von Ost-Berlin oder die DDR.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.08.2014 12:02 | nach oben springen

#177

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 25.08.2014 12:08
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #176
Zitat von damals wars im Beitrag #175

Er hatte in Westberlin Einreiseverbot!

....und wie wurde das kontrolliert ?



Wer sollte einem deutschen Staatsbürger, der Herr von Schnitzler ja wohl war, die Einreise nach West-Berlin verbieten ?
Deine Behauptung über ein "Einreiseverbot nach West-Berlin" darf man wohl den Bereich der Legenden zuordnen, weil es derartiges überhaupt nicht gab.

Wenn es irgendwelche Ein- oder Ausreiseverbote gab, dann beschränkten die sich ausschließlich auf das Gebiet von Ost-Berlin oder die DDR.



Denke,
Schnitzler wäre aus politischen Gründen sicher nicht nach WB illegal eingereist.
Das Verbot bestand.
Siehe hier:
http://www.zeit.de/1970/10/macht-das-tor-auf-fuer-schnitzler

seaman


Rainman2, damals wars und 94 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#178

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 25.08.2014 12:49
von turtle | 6.961 Beiträge

Ob nun Von Schnitzler nach Westberlin durfte oder nicht halte ich für spekulativ. Es gab mal gewisse Meldungen das Frau von Schnitzler im KdW das bezahlen vergessen haben könnte halte ich für nicht bewiesen. Deshalb im Zweifel für --------- Selbstverständlich war es kein Problem mit Genehmigung in der Friedrichstrasse in die U-Bahn einzusteigen und nach Bahnhof Zoo zu fahren. Kontrolliert wurde in der Regel nicht. Man schaute mal nach Zigaretten die auf dem Bahnhof Friedrichstr.gekauft wurden Bei der Bekanntheit von Schnitzlers kann ich mir nicht vorstellen das er so nach Westberlin gereist ist. Natürlich gab es in der Friedrichstrasse und anderswo in Ostberlin Möglichkeiten unbemerkt von der breiten Masse nach Westberlin zu kommen. Nur unerkannt wäre von Schnitzler nicht geblieben. Die Reporter hätten sich auf ihn gestürzt. Für den schwarzen Kanal dürfte es wegen Unglaubwürdigkeit seiner Person gewesen sein. Daher für mich unwahrscheinlich von Schnitzler auf dem Kuh Damm.

Eine Uralte Meldung aus dem Spiegel vom 20.09.1961
Karl-Eduard von Schnitzler
Karl-Eduard von Schnitzler, 43, Star-Kommentator des "Deutschen Fernsehfunks" und des "Deutschlandsenders" der Sowjetzone sowie Spitzenreiter auf der vom Westberliner Innensenator Joachim Lipschitz zusammengestellten Liste "unerwünschter Personen", die Westberlin nicht mehr betreten dürfen, schlug der Westberliner Polizei am vorletzten Samstag ein Schnippchen: In einem Jeep der sowjetischen Streitkräfte und in Begleitung dreier sowjetischer Offiziere fuhr Schnitzler am Samstagmittag unbehindert nach Westberlin, da die Westberliner Grenzposten sowjetische Fahrzeuge nicht kontrollieren dür


zuletzt bearbeitet 25.08.2014 12:57 | nach oben springen

#179

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 25.08.2014 15:34
von damals wars | 12.166 Beiträge

Als Ungarin brauchte Frau Schnitzler keine Genehmigung!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#180

RE: Karl Eduard von Schnitzler : Gerhard Löwenthal

in DDR Politik Presse 25.08.2014 15:45
von Georg | 1.016 Beiträge

Immer uff Herrn von Schnitzler, nee.
Der Herr Löwenthal hatte es ebenfalls nicht einfach. Nicht nur von DDR, oder von von Schnitzler oder vom MfS wurde er angegriffen. Auch " Der Spiegel " hat ihn verläumdet, oder so:

" Gerhard Löwenthal , 79. Kein anderer Nachkriegsjournalist spaltete das geteilte Land auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs so wie Löwenthal, ..... "

Nachzulesen im Spiegel Nr. 51/2002

Mal so als neue Spur........
Also nicht nur der von Schnitzler. Wo hat der von Schnitzler sein journalistisches Handwerk gelernt ? Und was hat ihn veranlasst nicht die Hymne des Kapitals zu singen bzw. nicht das Evangelium des Imperialismus ( dessen Freiheit und Demokratie ) zu lehren ?
Wer hat eigentlich in einer politischen Sendung des Staatsfernsehens ne Bibelstunde erwartet, oder Volkstanz und Volksmusik ?
Und letztendlich war selbst in Zwangskulturkampfpolitikgruppenveranstaltungen die Möglichkeit des Protestes. Der Schlaf ! Nur Feiglinge haben sich nicht zum offenen Protest entschlossen. Bestimmt sehe ich dies aber wieder falsch. Nehme aber kein Wort zurück.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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