#21

RE: Unbequeme Zeitzeugen - NEU !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.11.2014 18:09
von passport | 2.634 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #19
Der Minister erteilte den anwesenden Leitern den Auftrag nicht nur die Betriebe und Einrichtungen abzusichern sondern auch deren angehäuften Probleme zu lösen und jegliche Hilfe zukommen zulassen.

Das war schon ein guter Kerl,der Herr Minister

Nee,aber mal im ernst,wie sollte denn die Hilfe vom MFS für die Wirtschaft aussehen ? Etwa,2 Mitarbeiter an jedes Betriebstor (Tag u. Nacht) damit die Klauerei aufhört




@Pit 59

Für Diebstahl, Hehlerei u.ä. Delikte war die Polizei zuständig. Hier ging es vorrangig um die Versorgungslage der Bevölkerung, Materialbeschaffung für die Betriebe und auch um die Reisemöglichkeiten. Also um Problembehandlungen auf die das MfS keinen Einfluss hatte. Das waren wirtschaftliche und politische Angelegenheiten. Dafür war das MfS nicht geschaffen und konzipiert worden.


passport


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#22

RE: Unbequeme Zeitzeugen - NEU !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.11.2014 18:18
von Pit 59 | 10.138 Beiträge

Rainer,weil Du Materialbeschaffung geschrieben hast, kann mich daran sehr gut erinnern wir brauchten z.B. für die Beschaffung von lächerlichen Nutenfräsern eine schriftliche Bestätigung das diese für die Produktion von NSW Export dringend benötigt werden.
Auch nicht in Ordnung,na gut aber das könnten wir jetzt unendlich weiterführen.


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#23

RE: Unbequeme Zeitzeugen - NEU !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.11.2014 18:41
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von passport im Beitrag #18
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #16
Dieses "Wir haben es gewusst aber keiner wollte es hören" nehme ich den Leuten die das heute propagieren nicht richtig ab.
Gerade ein Erich Mielke mit seinen Generälen hätte wohl die Möglichkeiten besessen Änderungen herbeizuführen um dem unvermeidlichem GAU auf dem die DDR zusteuerte entgegegen zu wirken.
Dazu hätte aber auch den einfachen Leuten paar unbequeme Wahrheiten gesagt werden müssen, von einer inneren Selbstreinigung der SED gar nicht zu reden.
Die kindischen Greise die sich ständig selbst beklatschten hätten halt weg gemusst weil die nun mal die größte Gefahr für die DDR darstellten.
Das hätte doch ganz ehrlich nie im Leben jemand vom Schild und Schwert der Partei so richtig mit aller Konsequenz gewollt, wäre ja selbst den Ast absägen auf dem man sitzt.



@Grenzwolf62

Die Autoren waren, bis auf eine Ausnahme, keine Generäle. Auf Grund ihrer Arbeit und ihrer Dienststellung wurden sie direkt mit den Poblemen die dieses Land betraf konfrontiert. Dies Informationen wurden natürlich weitergegeben an die nächste höhere Instanz usw, usw. Der Leiter der BVfS Halle berichtet in seinen Erinnerungen das Ende August beim Minister für Staatssicherheit eine Dienstkonferenz aller BV-Leiter stattfand. Thema war die aktuelle Situation im Land. Alle Leiter die sich zu Wort meldeten schilderten die komplizierte und angespannte Lage in der DDR. Sie erklärten ihre Unzufriedenheit das Partei und Regierung (auch innerhalb) keine effektive Veränderungen vornahmen. Der Minister erteilte den anwesenden Leitern den Auftrag nicht nur die Betriebe und Einrichtungen abzusichern sondern auch deren angehäuften Probleme zu lösen und jegliche Hilfe zukommen zulassen. Das ging aber weit über die Zielstellung eines Geheimdienstes hinaus. Es nicht die Aufgabe eines GD wirtschaftliche, personelle oder ökonomische Probleme eines Landes zu lösen.Das ist Aufgabe von staatlichen Organen und Einrichtungen. Mit dieser Anweisung überschätzte der Minister die Möglichkeiten und Fähigkeiten seines Ministeriums und unterschätzte die Gesamtsituation in der DDR.



passport


Die Frage ist ja eigentlich ob das MfS nun das ergebene Schild und Schwert der SED sein sollte/wollte, oder in letzter Konsequenz als Hauptaufgabe Schaden vom Sozialismus in der DDR abgewendet werden sollte und ich meine damit nicht dieses hineinknien in Fälle wie diesem eigentlich harmlosen schreibenden Arbeiter "Revisor", der war ja sicherlich keine richtige Gefahr für den Sozialismus.
Wenn das zweite gewollt war kann man sagen versagt, egal wie man es nun im Nachhinein auch hinstellt, zumal mit diesem Wissen um die wirkliche Situation.


zuletzt bearbeitet 18.11.2014 18:42 | nach oben springen

#24

RE: Unbequeme Zeitzeugen - NEU !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.11.2014 18:51
von Vierkrug (gelöscht)
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #23
Zitat von passport im Beitrag #18
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #16
Dieses "Wir haben es gewusst aber keiner wollte es hören" nehme ich den Leuten die das heute propagieren nicht richtig ab.
Gerade ein Erich Mielke mit seinen Generälen hätte wohl die Möglichkeiten besessen Änderungen herbeizuführen um dem unvermeidlichem GAU auf dem die DDR zusteuerte entgegegen zu wirken.
Dazu hätte aber auch den einfachen Leuten paar unbequeme Wahrheiten gesagt werden müssen, von einer inneren Selbstreinigung der SED gar nicht zu reden.
Die kindischen Greise die sich ständig selbst beklatschten hätten halt weg gemusst weil die nun mal die größte Gefahr für die DDR darstellten.
Das hätte doch ganz ehrlich nie im Leben jemand vom Schild und Schwert der Partei so richtig mit aller Konsequenz gewollt, wäre ja selbst den Ast absägen auf dem man sitzt.



@Grenzwolf62

Die Autoren waren, bis auf eine Ausnahme, keine Generäle. Auf Grund ihrer Arbeit und ihrer Dienststellung wurden sie direkt mit den Poblemen die dieses Land betraf konfrontiert. Dies Informationen wurden natürlich weitergegeben an die nächste höhere Instanz usw, usw. Der Leiter der BVfS Halle berichtet in seinen Erinnerungen das Ende August beim Minister für Staatssicherheit eine Dienstkonferenz aller BV-Leiter stattfand. Thema war die aktuelle Situation im Land. Alle Leiter die sich zu Wort meldeten schilderten die komplizierte und angespannte Lage in der DDR. Sie erklärten ihre Unzufriedenheit das Partei und Regierung (auch innerhalb) keine effektive Veränderungen vornahmen. Der Minister erteilte den anwesenden Leitern den Auftrag nicht nur die Betriebe und Einrichtungen abzusichern sondern auch deren angehäuften Probleme zu lösen und jegliche Hilfe zukommen zulassen. Das ging aber weit über die Zielstellung eines Geheimdienstes hinaus. Es nicht die Aufgabe eines GD wirtschaftliche, personelle oder ökonomische Probleme eines Landes zu lösen.Das ist Aufgabe von staatlichen Organen und Einrichtungen. Mit dieser Anweisung überschätzte der Minister die Möglichkeiten und Fähigkeiten seines Ministeriums und unterschätzte die Gesamtsituation in der DDR.



passport


Die Frage ist ja eigentlich ob das MfS nun das ergebene Schild und Schwert der SED sein sollte/wollte, oder in letzter Konsequenz als Hauptaufgabe Schaden vom Sozialismus in der DDR abgewendet werden sollte und ich meine damit nicht dieses hineinknien in Fälle wie diesem eigentlich harmlosen schreibenden Arbeiter "Revisor", der war ja sicherlich keine richtige Gefahr für den Sozialismus.
Wenn das zweite gewollt war kann man sagen versagt, egal wie man es nun im Nachhinein auch hinstellt, zumal mit diesem Wissen um die wirkliche Situation.


Das hatte ich als eigentliche Aufgabe gesehen. Im diesem Sinne ja, haben wir versagt, denn wir haben uns zum Schild und Schwert der SED instrumentalisieren lassen und sind trotz anderer Erkenntnisse bedingungslos dem Kurs der Partei gefolgt, bis zum bitterem Ende.

Vierkrug


Gert und matloh haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Unbequeme Zeitzeugen - NEU !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.11.2014 18:53
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #24
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #23
Zitat von passport im Beitrag #18
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #16
Dieses "Wir haben es gewusst aber keiner wollte es hören" nehme ich den Leuten die das heute propagieren nicht richtig ab.
Gerade ein Erich Mielke mit seinen Generälen hätte wohl die Möglichkeiten besessen Änderungen herbeizuführen um dem unvermeidlichem GAU auf dem die DDR zusteuerte entgegegen zu wirken.
Dazu hätte aber auch den einfachen Leuten paar unbequeme Wahrheiten gesagt werden müssen, von einer inneren Selbstreinigung der SED gar nicht zu reden.
Die kindischen Greise die sich ständig selbst beklatschten hätten halt weg gemusst weil die nun mal die größte Gefahr für die DDR darstellten.
Das hätte doch ganz ehrlich nie im Leben jemand vom Schild und Schwert der Partei so richtig mit aller Konsequenz gewollt, wäre ja selbst den Ast absägen auf dem man sitzt.



@Grenzwolf62

Die Autoren waren, bis auf eine Ausnahme, keine Generäle. Auf Grund ihrer Arbeit und ihrer Dienststellung wurden sie direkt mit den Poblemen die dieses Land betraf konfrontiert. Dies Informationen wurden natürlich weitergegeben an die nächste höhere Instanz usw, usw. Der Leiter der BVfS Halle berichtet in seinen Erinnerungen das Ende August beim Minister für Staatssicherheit eine Dienstkonferenz aller BV-Leiter stattfand. Thema war die aktuelle Situation im Land. Alle Leiter die sich zu Wort meldeten schilderten die komplizierte und angespannte Lage in der DDR. Sie erklärten ihre Unzufriedenheit das Partei und Regierung (auch innerhalb) keine effektive Veränderungen vornahmen. Der Minister erteilte den anwesenden Leitern den Auftrag nicht nur die Betriebe und Einrichtungen abzusichern sondern auch deren angehäuften Probleme zu lösen und jegliche Hilfe zukommen zulassen. Das ging aber weit über die Zielstellung eines Geheimdienstes hinaus. Es nicht die Aufgabe eines GD wirtschaftliche, personelle oder ökonomische Probleme eines Landes zu lösen.Das ist Aufgabe von staatlichen Organen und Einrichtungen. Mit dieser Anweisung überschätzte der Minister die Möglichkeiten und Fähigkeiten seines Ministeriums und unterschätzte die Gesamtsituation in der DDR.



passport


Die Frage ist ja eigentlich ob das MfS nun das ergebene Schild und Schwert der SED sein sollte/wollte, oder in letzter Konsequenz als Hauptaufgabe Schaden vom Sozialismus in der DDR abgewendet werden sollte und ich meine damit nicht dieses hineinknien in Fälle wie diesem eigentlich harmlosen schreibenden Arbeiter "Revisor", der war ja sicherlich keine richtige Gefahr für den Sozialismus.
Wenn das zweite gewollt war kann man sagen versagt, egal wie man es nun im Nachhinein auch hinstellt, zumal mit diesem Wissen um die wirkliche Situation.


Das hatte ich als eigentliche Aufgabe gesehen. Im diesem Sinne ja, haben wir versagt, denn wir haben uns zum Schild und Schwert der SED instrumentalisieren lassen und sind trotz anderer Erkenntnisse bedingungslos dem Kurs der Partei gefolgt, bis zum bitterem Ende.

Vierkrug


Jetzt drück ich mal nicht den Button sondern bedanke mich so für diese ehrliche Aussage.
Ich glaube auch ihr habt oft das richtige gewollt und manchmal das falsche getan, aber wer hat das nicht.


zuletzt bearbeitet 18.11.2014 18:54 | nach oben springen

#26

RE: Unbequeme Zeitzeugen - NEU !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.11.2014 19:33
von passport | 2.634 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #23
Zitat von passport im Beitrag #18
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #16
Dieses "Wir haben es gewusst aber keiner wollte es hören" nehme ich den Leuten die das heute propagieren nicht richtig ab.
Gerade ein Erich Mielke mit seinen Generälen hätte wohl die Möglichkeiten besessen Änderungen herbeizuführen um dem unvermeidlichem GAU auf dem die DDR zusteuerte entgegegen zu wirken.
Dazu hätte aber auch den einfachen Leuten paar unbequeme Wahrheiten gesagt werden müssen, von einer inneren Selbstreinigung der SED gar nicht zu reden.
Die kindischen Greise die sich ständig selbst beklatschten hätten halt weg gemusst weil die nun mal die größte Gefahr für die DDR darstellten.
Das hätte doch ganz ehrlich nie im Leben jemand vom Schild und Schwert der Partei so richtig mit aller Konsequenz gewollt, wäre ja selbst den Ast absägen auf dem man sitzt.



@Grenzwolf62

Die Autoren waren, bis auf eine Ausnahme, keine Generäle. Auf Grund ihrer Arbeit und ihrer Dienststellung wurden sie direkt mit den Poblemen die dieses Land betraf konfrontiert. Dies Informationen wurden natürlich weitergegeben an die nächste höhere Instanz usw, usw. Der Leiter der BVfS Halle berichtet in seinen Erinnerungen das Ende August beim Minister für Staatssicherheit eine Dienstkonferenz aller BV-Leiter stattfand. Thema war die aktuelle Situation im Land. Alle Leiter die sich zu Wort meldeten schilderten die komplizierte und angespannte Lage in der DDR. Sie erklärten ihre Unzufriedenheit das Partei und Regierung (auch innerhalb) keine effektive Veränderungen vornahmen. Der Minister erteilte den anwesenden Leitern den Auftrag nicht nur die Betriebe und Einrichtungen abzusichern sondern auch deren angehäuften Probleme zu lösen und jegliche Hilfe zukommen zulassen. Das ging aber weit über die Zielstellung eines Geheimdienstes hinaus. Es nicht die Aufgabe eines GD wirtschaftliche, personelle oder ökonomische Probleme eines Landes zu lösen.Das ist Aufgabe von staatlichen Organen und Einrichtungen. Mit dieser Anweisung überschätzte der Minister die Möglichkeiten und Fähigkeiten seines Ministeriums und unterschätzte die Gesamtsituation in der DDR.



passport


Die Frage ist ja eigentlich ob das MfS nun das ergebene Schild und Schwert der SED sein sollte/wollte, oder in letzter Konsequenz als Hauptaufgabe Schaden vom Sozialismus in der DDR abgewendet werden sollte und ich meine damit nicht dieses hineinknien in Fälle wie diesem eigentlich harmlosen schreibenden Arbeiter "Revisor", der war ja sicherlich keine richtige Gefahr für den Sozialismus.
Wenn das zweite gewollt war kann man sagen versagt, egal wie man es nun im Nachhinein auch hinstellt, zumal mit diesem Wissen um die wirkliche Situation.



@Grenzwolf62


Mal so nebenbei. Die Doku "Revisor" war ein Lehrfilm und wurde von MA des MfS geschauspielert !



passport


94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#27

RE: Unbequeme Zeitzeugen - NEU !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.11.2014 21:02
von passport | 2.634 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #20
Zitat von passport im Beitrag #18
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #16
Dieses "Wir haben es gewusst aber keiner wollte es hören" nehme ich den Leuten die das heute propagieren nicht richtig ab.
Gerade ein Erich Mielke mit seinen Generälen hätte wohl die Möglichkeiten besessen Änderungen herbeizuführen um dem unvermeidlichem GAU auf dem die DDR zusteuerte entgegegen zu wirken.
Dazu hätte aber auch den einfachen Leuten paar unbequeme Wahrheiten gesagt werden müssen, von einer inneren Selbstreinigung der SED gar nicht zu reden.
Die kindischen Greise die sich ständig selbst beklatschten hätten halt weg gemusst weil die nun mal die größte Gefahr für die DDR darstellten.
Das hätte doch ganz ehrlich nie im Leben jemand vom Schild und Schwert der Partei so richtig mit aller Konsequenz gewollt, wäre ja selbst den Ast absägen auf dem man sitzt.



@Grenzwolf62

Die Autoren waren, bis auf eine Ausnahme, keine Generäle. Auf Grund ihrer Arbeit und ihrer Dienststellung wurden sie direkt mit den Poblemen die dieses Land betraf konfrontiert. Dies Informationen wurden natürlich weitergegeben an die nächste höhere Instanz usw, usw. Der Leiter der BVfS Halle berichtet in seinen Erinnerungen das Ende August beim Minister für Staatssicherheit eine Dienstkonferenz aller BV-Leiter stattfand. Thema war die aktuelle Situation im Land. Alle Leiter die sich zu Wort meldeten schilderten die komplizierte und angespannte Lage in der DDR. Sie erklärten ihre Unzufriedenheit das Partei und Regierung (auch innerhalb) keine effektive Veränderungen vornahmen. Der Minister erteilte den anwesenden Leitern den Auftrag nicht nur die Betriebe und Einrichtungen abzusichern sondern auch deren angehäuften Probleme zu lösen und jegliche Hilfe zukommen zulassen. [lila]Das ging aber weit über die Zielstellung eines Geheimdienstes hinaus. Es nicht die Aufgabe eines GD wirtschaftliche, personelle oder ökonomische Probleme eines Landes zu lösen.Das ist Aufgabe von staatlichen Organen und Einrichtungen. Mit dieser Anweisung überschätzte der Minister die Möglichkeiten und Fähigkeiten seines Ministeriums und unterschätzte die Gesamtsituation in der DDR.



passport

rot mark.
@passport, mit dieser Selbstüberschätzung war er aber kein Alleinstellungsmerkmal innerhalb des SED Politbüros



Naja @Gert ,

wenn ich so in Gedanken die Regierungsmannschaft von der Merkel in ihren Regierungsjahren durch den Kopf gehen lasse kommen mir auch Zweifel an die Kompetenz mancher Minister(Innen). Mein "Lieblingsminister" ist zB. Michael Glos. Seine Berufung zum Wirtschaftsminister war doch eine absolute Fehlbesetzung ! Seine allerbeste Entscheidung die er im Amt getroffen hat war sein freiwilliger Rücktritt.
In einen späteren Interview erklärte Glos :
"Ich wusste damals nicht mal, wo dieses Wirtschaftsministerium genau stand. Ich habe sogar in der Nähe gewohnt, aber es hat mich nie interessiert. Ich hatte kaum eine Ahnung davon, was die Aufgaben dieses Ministeriums sind, um was es sich alles zu kümmern hat.“


passport


zuletzt bearbeitet 19.11.2014 10:23 | nach oben springen

#28

RE: Unbequeme Zeitzeugen - NEU !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.11.2014 21:32
von DoreHolm | 7.695 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #18
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #16
Dieses "Wir haben es gewusst aber keiner wollte es hören" nehme ich den Leuten die das heute propagieren nicht richtig ab.
Gerade ein Erich Mielke mit seinen Generälen hätte wohl die Möglichkeiten besessen Änderungen herbeizuführen um dem unvermeidlichem GAU auf dem die DDR zusteuerte entgegegen zu wirken.
Dazu hätte aber auch den einfachen Leuten paar unbequeme Wahrheiten gesagt werden müssen, von einer inneren Selbstreinigung der SED gar nicht zu reden.
Die kindischen Greise die sich ständig selbst beklatschten hätten halt weg gemusst weil die nun mal die größte Gefahr für die DDR darstellten.
Das hätte doch ganz ehrlich nie im Leben jemand vom Schild und Schwert der Partei so richtig mit aller Konsequenz gewollt, wäre ja selbst den Ast absägen auf dem man sitzt.



@Grenzwolf62

Die Autoren waren, bis auf eine Ausnahme, keine Generäle. Auf Grund ihrer Arbeit und ihrer Dienststellung wurden sie direkt mit den Poblemen die dieses Land betraf konfrontiert. Dies Informationen wurden natürlich weitergegeben an die nächste höhere Instanz usw, usw. Der Leiter der BVfS Halle berichtet in seinen Erinnerungen das Ende August beim Minister für Staatssicherheit eine Dienstkonferenz aller BV-Leiter stattfand. Thema war die aktuelle Situation im Land. Alle Leiter die sich zu Wort meldeten schilderten die komplizierte und angespannte Lage in der DDR. Sie erklärten ihre Unzufriedenheit das Partei und Regierung (auch innerhalb) keine effektive Veränderungen vornahmen. Der Minister erteilte den anwesenden Leitern den Auftrag nicht nur die Betriebe und Einrichtungen abzusichern sondern auch deren angehäuften Probleme zu lösen und jegliche Hilfe zukommen zulassen. Das ging aber weit über die Zielstellung eines Geheimdienstes hinaus. Es nicht die Aufgabe eines GD wirtschaftliche, personelle oder ökonomische Probleme eines Landes zu lösen.Das ist Aufgabe von staatlichen Organen und Einrichtungen. Mit dieser Anweisung überschätzte der Minister die Möglichkeiten und Fähigkeiten seines Ministeriums und unterschätzte die Gesamtsituation in der DDR.
passport


Stimmt. Genauso, wie es nicht Aufgabe der NVA war, in der Produktion oder der Ernte mitzuhelfen, obwohl ich das in diesem Fall noch einsehen würde, so lange keine angespannte internationale Lage besteht. Aber es sind Kosten, die anfallen und ich weiß nicht, aus wessen Haushaltsbudget die beglichen wurden. Technik wurde eingesetzt, die dabei kaputt gehen kann und im Bedarfsfall nicht zur Verfügung steht.
Woher hätte das MfS die Mittel nehmen sollen und auch die Fachkräfte, Probleme zu lösen, die selbst für rührige und intelligente Führungskräfte der Industrie nicht lösbar waren ? Wenn die Betdecke nunmal zu kurz ist, kann man sie nur woanders hinziehen und friert dann eben statt an die Füße nun an den Hintern oder anderswo. Die Problem durch Mitarbeiter des MfS lösen zu können, war eine völlig weltfremde Festlegung von E.M.
Wieviel seiner Mitarbeiter müssen sich da gedanklich an die Stirn getippt haben ?
Ich bin nach wie vor der Meinung, auch aus Gesprächen mit ehem. MfS-Mitarbeitern, die nach Auflösung des MfS bzw. dessen kurzzeitigem Nachfolger in unsere Firma als Produktionsarbeiter eingestellt wurden, daß die BV schon wahrheitsgemäß die tatsächliche Lage an die Zentrale sowie auch der BL der SED weitergegeben haben. Aber wie das so ist bei Berichten "nach oben". Wenn die dann weiterverdichten müssen, werden dann auch mehr die positiven Dinge herausgestellt. Jeder weiß, bei Nennung der Tatsachen hat man bald keine Ruhe mehr vor dummen, unsachlichen Fragen durch Vorgesetzte.



passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#29

RE: Unbequeme Zeitzeugen - NEU !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.11.2014 21:52
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #27
Zitat von Gert im Beitrag #20
Zitat von passport im Beitrag #18
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #16
Dieses "Wir haben es gewusst aber keiner wollte es hören" nehme ich den Leuten die das heute propagieren nicht richtig ab.
Gerade ein Erich Mielke mit seinen Generälen hätte wohl die Möglichkeiten besessen Änderungen herbeizuführen um dem unvermeidlichem GAU auf dem die DDR zusteuerte entgegegen zu wirken.
Dazu hätte aber auch den einfachen Leuten paar unbequeme Wahrheiten gesagt werden müssen, von einer inneren Selbstreinigung der SED gar nicht zu reden.
Die kindischen Greise die sich ständig selbst beklatschten hätten halt weg gemusst weil die nun mal die größte Gefahr für die DDR darstellten.
Das hätte doch ganz ehrlich nie im Leben jemand vom Schild und Schwert der Partei so richtig mit aller Konsequenz gewollt, wäre ja selbst den Ast absägen auf dem man sitzt.



@Grenzwolf62

Die Autoren waren, bis auf eine Ausnahme, keine Generäle. Auf Grund ihrer Arbeit und ihrer Dienststellung wurden sie direkt mit den Poblemen die dieses Land betraf konfrontiert. Dies Informationen wurden natürlich weitergegeben an die nächste höhere Instanz usw, usw. Der Leiter der BVfS Halle berichtet in seinen Erinnerungen das Ende August beim Minister für Staatssicherheit eine Dienstkonferenz aller BV-Leiter stattfand. Thema war die aktuelle Situation im Land. Alle Leiter die sich zu Wort meldeten schilderten die komplizierte und angespannte Lage in der DDR. Sie erklärten ihre Unzufriedenheit das Partei und Regierung (auch innerhalb) keine effektive Veränderungen vornahmen. Der Minister erteilte den anwesenden Leitern den Auftrag nicht nur die Betriebe und Einrichtungen abzusichern sondern auch deren angehäuften Probleme zu lösen und jegliche Hilfe zukommen zulassen. [lila]Das ging aber weit über die Zielstellung eines Geheimdienstes hinaus. Es nicht die Aufgabe eines GD wirtschaftliche, personelle oder ökonomische Probleme eines Landes zu lösen.Das ist Aufgabe von staatlichen Organen und Einrichtungen. Mit dieser Anweisung überschätzte der Minister die Möglichkeiten und Fähigkeiten seines Ministeriums und unterschätzte die Gesamtsituation in der DDR.



passport

rot mark.
@passport, mit dieser Selbstüberschätzung war er aber kein Alleinstellungsmerkmal innerhalb des SED Politbüros



Naja @Gert ,

wenn ich so in Gedanken die Regierungsmannschaft von der Merkel in ihren Regierungsjahren durch den Kopf gehen lasse kommen mir auch Zweifel an die Kompetenz mancher Minister(Innen). Mein "Lieblingsminister" zB. Michael Glos. Seine Berufung zum Wirtschaftsminister war doch eine absolute Fehlbesetzung ! Seine allerbeste Entscheidung die er im Amt getroffen hat war sein freiwilliger Rücktritt.
In einen späteren Interview erklärte Glos :
"Ich wusste damals nicht mal, wo dieses Wirtschaftsministerium genau stand. Ich habe sogar in der Nähe gewohnt, aber es hat mich nie interessiert. Ich hatte kaum eine Ahnung davon, was die Aufgaben dieses Ministeriums sind, um was es sich alles zu kümmern hat.“


passport


das war aber nicht da sThema . Nebelkerze ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#30

RE: Unbequeme Zeitzeugen - NEU !

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.11.2014 22:56
von passport | 2.634 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #29
Zitat von passport im Beitrag #27
Zitat von Gert im Beitrag #20
Zitat von passport im Beitrag #18
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #16
Dieses "Wir haben es gewusst aber keiner wollte es hören" nehme ich den Leuten die das heute propagieren nicht richtig ab.
Gerade ein Erich Mielke mit seinen Generälen hätte wohl die Möglichkeiten besessen Änderungen herbeizuführen um dem unvermeidlichem GAU auf dem die DDR zusteuerte entgegegen zu wirken.
Dazu hätte aber auch den einfachen Leuten paar unbequeme Wahrheiten gesagt werden müssen, von einer inneren Selbstreinigung der SED gar nicht zu reden.
Die kindischen Greise die sich ständig selbst beklatschten hätten halt weg gemusst weil die nun mal die größte Gefahr für die DDR darstellten.
Das hätte doch ganz ehrlich nie im Leben jemand vom Schild und Schwert der Partei so richtig mit aller Konsequenz gewollt, wäre ja selbst den Ast absägen auf dem man sitzt.



@Grenzwolf62

Die Autoren waren, bis auf eine Ausnahme, keine Generäle. Auf Grund ihrer Arbeit und ihrer Dienststellung wurden sie direkt mit den Poblemen die dieses Land betraf konfrontiert. Dies Informationen wurden natürlich weitergegeben an die nächste höhere Instanz usw, usw. Der Leiter der BVfS Halle berichtet in seinen Erinnerungen das Ende August beim Minister für Staatssicherheit eine Dienstkonferenz aller BV-Leiter stattfand. Thema war die aktuelle Situation im Land. Alle Leiter die sich zu Wort meldeten schilderten die komplizierte und angespannte Lage in der DDR. Sie erklärten ihre Unzufriedenheit das Partei und Regierung (auch innerhalb) keine effektive Veränderungen vornahmen. Der Minister erteilte den anwesenden Leitern den Auftrag nicht nur die Betriebe und Einrichtungen abzusichern sondern auch deren angehäuften Probleme zu lösen und jegliche Hilfe zukommen zulassen. [lila]Das ging aber weit über die Zielstellung eines Geheimdienstes hinaus. Es nicht die Aufgabe eines GD wirtschaftliche, personelle oder ökonomische Probleme eines Landes zu lösen.Das ist Aufgabe von staatlichen Organen und Einrichtungen. Mit dieser Anweisung überschätzte der Minister die Möglichkeiten und Fähigkeiten seines Ministeriums und unterschätzte die Gesamtsituation in der DDR.



passport

rot mark.
@passport, mit dieser Selbstüberschätzung war er aber kein Alleinstellungsmerkmal innerhalb des SED Politbüros



Naja @Gert ,

wenn ich so in Gedanken die Regierungsmannschaft von der Merkel in ihren Regierungsjahren durch den Kopf gehen lasse kommen mir auch Zweifel an die Kompetenz mancher Minister(Innen). Mein "Lieblingsminister" zB. Michael Glos. Seine Berufung zum Wirtschaftsminister war doch eine absolute Fehlbesetzung ! Seine allerbeste Entscheidung die er im Amt getroffen hat war sein freiwilliger Rücktritt.
In einen späteren Interview erklärte Glos :
"Ich wusste damals nicht mal, wo dieses Wirtschaftsministerium genau stand. Ich habe sogar in der Nähe gewohnt, aber es hat mich nie interessiert. Ich hatte kaum eine Ahnung davon, was die Aufgaben dieses Ministeriums sind, um was es sich alles zu kümmern hat.“


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das war aber nicht da sThema . Nebelkerze ?



Man muss schon vergleichen können ! Wie im Supermarkt !


passport


zuletzt bearbeitet 18.11.2014 22:56 | nach oben springen


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