#41

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 07.08.2014 19:36
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Ich bin mal zu Ost-Zeiten als West-Berliner als Selbstversuch in die US Botschaft in Ost-Berlin gegangen. Da war ja eine öffentliche Bücherei der Amerikaner drin. Beim Reingehen musste man außen keinen Ausweis zeigen, Vopos oder so haben sich nicht blicken lassen. Ich sah auch nicht unbedingt aus wie ein garantierter Westler.

Als ich aber wieder rauskam, durfte ich noch zweimal um die Ecke gehen und dann hat mich ein DDr-Botschaftswächter unauffällig angehalten und meinen Ausweis laut an seinem Funkgerät vorgelesen. In meiner Stasi-Akte, ich bin offenbar mal im Rahmen eines "Sicherungsvorgangs" im Umfeld einer beobachteten Person in die Akten geraten, hatte mich die Stasi (daraufhin?) vorsorglich gleich mal in die Abteilung für mögliche US-Agenten eingestuft.


zuletzt bearbeitet 07.08.2014 20:08 | nach oben springen

#42

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 07.08.2014 19:36
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Lutze im Beitrag #40

wirklich ein natürlicher Todesfall?
Lutze


Nee, er wurde erst gerädert, dann gehenkt und anschließend gevierteilt.

Das mulmige Gefühl kann ich bestätigen - ich hatte es bei jedem meiner zahlreichen Besuche an der Grenze. Und bei Menschen, die vorher schon (vielleicht, ohne es selber zu wissen) Herzprobleme hatten, kann der Stress bei den Kontrollen durchaus zu ernsthaften Komplikationen führen. Jedenfalls nach meiner laienhaften Meinung.


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#43

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 07.08.2014 19:39
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Man ließ die Leute auch spüren, wie die Großwetterlage war. Da wurde schonmal rumgeschnautzt und immer so unterschwellig verunsichert. Wer alt und und vielleicht krank war und diese Spielchen nicht so kannte, konnte sich da schon aufregen. Man war immer froh, wenn man wieder draussen war. Die Grenze ließ jeden Ost-Besuch für untrainierte Westler als Schock beginnen und enden. Egal wie nett es zwischendrin im Osten bei Freunden und Familie oder sonstwo war. Sone Grenze gab es sonst nicht.


Hapedi und Sperrbrecher haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.08.2014 19:41 | nach oben springen

#44

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 07.08.2014 20:03
von ehem. Hu | 466 Beiträge

Bei der Masse an Personen gab es bei oder im Rahmen der Abfertigung auch Todesfälle. Ich erinnere mich konkret an 2 Fälle in Mbn./A. Eine Oma war auf der Toilette eines Reisebusses verblichen. Das wurde festgestellt, weil eben eine Person mehr auf der Liste stand, als im Fahrgastraum saß.

Der zweite Fall war schon interessanter. Ein alter Mann fiel nach der Zollkontrolle im Ausreisebereich wie ein Brett um. Er wurde in eine Kontrollgarage verbracht und u. a. aufgrund des Todesfalles in Drewitz musste die Abt. IX angerufen werden. Es stellte sich heraus, dass er wohl vor lauter Aufregung, die Ein- und Ausreise ohne Probleme hinter sich gebracht zu haben - sicher i. V. mit gesundheitlichen Problemen - plötzlich verstarb. Er hatte wohl eine Tätowierung auf dem linken Oberarm. Diese habe ich nicht gesehen, aber den toten Mann in der Garage.

friedliche Grüße Andreas


zuletzt bearbeitet 07.08.2014 20:03 | nach oben springen

#45

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 07.08.2014 20:44
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #43
Man ließ die Leute auch spüren, wie die Großwetterlage war. Da wurde schonmal rumgeschnautzt und immer so unterschwellig verunsichert. Wer alt und und vielleicht krank war und diese Spielchen nicht so kannte, konnte sich da schon aufregen. Man war immer froh, wenn man wieder draussen war. Die Grenze ließ jeden Ost-Besuch für untrainierte Westler als Schock beginnen und enden. Egal wie nett es zwischendrin im Osten bei Freunden und Familie oder sonstwo war. Sone Grenze gab es sonst nicht.


"Schrecklich" war beim erstem Mal vor allem die Fahrt durch die Grenzanlagen, besonders wenn man Gerstungen (Eisenbahn) als Grenzübergang wählte. Da "kam" der Doppelzaun von rechts, ging nach links hinter einen Hügel, dann hatte man in Fahrtrichtung rechts Blick auf ein vollkommen eingezäuntes kleines Dorf, nachher kam der Doppelzaun, der vorher hinter den Hügel verschwunden war, wieder von links her zurück und ging nach rechts weg und nach einer Weile kam der Doppelzaun wieder von rechts zurück und ging nach links und dann erst war man in Gerstungen.
Dieser Materialaufwand ließ mich schon etwas sprachlos werden.
Theo


nach oben springen

#46

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 07.08.2014 21:04
von passport | 2.631 Beiträge

Zitat von Ferdinand83 im Beitrag #1
Hallo,

Ich habe nun schon einige Zeit damit verbracht, im Internet nach einer Antwort auf meine Frage zu fahnden, konnte aber bisher leider nichts finden.

Ich frage mich was passiert wäre, wenn einem westlichen Touristen (der Einfachheit halber entweder Amerikaner, Engländer oder Franzose) innerhalb der DDR der Reisepass abhanden gekommen wäre (verloren oder gestohlen).

Ein amtliches Dokument, um sich zu auszuweisen, hätte es in diesem Fall ja nicht mehr gegeben, also wäre es sicherlich schwierig geworden, die DDR problemlos wieder zu verlassen.

Welche Optionen hätte ein ausländischer Touristen in dieser Situation gehabt, um letztlich wieder nach Hause zu kommen?


Vielen Dank schon einmal im Voraus für eure Antworten.



@Ferdinand83


Wenn es sich nach den Überprüfungsmaßnahmen durch die Behörden herausgestellt hätte, das es sich um Diebstahl handelte wurde dem Reisenden eine IB mit Ausreisevisa ausgestellt. Dazwischen wurden, für den Reisenden natürlich nicht bemerkbar, umfangreiche Kontroll - Überprüfungs - und Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Wenn es sich zB. dabei herausstellte das hier die "Opfermethode" angewandt wurde sah es für den Mittäter nicht mehr so gut aus


passport


eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#47

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 08.08.2014 05:18
von schulzi | 1.757 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #12
Es wurde in der Schweiz und sicher auch in D damals (und auch heute noch) empfohlen, einen zweiten Ausweis mit Lichtbild sowie eine Fotokopie mitzunehmen und getrennt vom anderen aufzubewahren.
Theo

Kann ich irgennt wie nur bestätigen ,bei einer Fahrt in die Ukraine zu meiner damaligen Frau (zwar immer noch verheiratet aber seit Jahren getrennt lebend)legte man mir nahe zur Vorsicht den Personalausweis mit zunehmen.


nach oben springen

#48

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 08.08.2014 08:10
von Georg | 1.008 Beiträge

Der Verwaltungsakt nannte sich Personenfeststellungsverfahren. Ein Protokoll dazu kann man bei eBay ersteigern.

http://www.ebay.de/itm/Protokoll-DDR-Vol...R_Ostalgie&hash


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
nach oben springen

#49

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 08.08.2014 08:41
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #12
Es wurde in der Schweiz und sicher auch in D damals (und auch heute noch) empfohlen, einen zweiten Ausweis mit Lichtbild sowie eine Fotokopie mitzunehmen und getrennt vom anderen aufzubewahren.
Theo


Danke, Theo. Ein wenig OT, aber:
Ein Tip, der sicher zeitlos und system-unabhängig ist.......

Generell: wenn ich in ein Land reise, welches nicht so einfach eine "offene Grenze" zu meiner Heimat hat (wie zB unsere "Schengen"-Nachbarn) habe ich immer Kopien vom Pass und anderen mitgeführten Dokumenten nebst einer Reserve an Bargeld an einer relativ sicheren Stelle bei mir. Gut geeignet ist hierfür zB. ein Geldgürtel.
Im Falles eines Diebstahls oder sonstigen Verlusts meiner Dokumente muss eben ich eine BRD-Botschaft kontaktieren um wieder unbeschadet nach Hause zu kommen. Um dort (und auch bei anderen Behörden, im Gastland) meine Identität nachzuweisen, ist eine Kopie von amtlichen Ausweisen von unschätzbarem Vorteil.
Das habe ich immer so praktiziert, sobald ich meine Reisefreiheit nutzen durfte.
Zu DDR-Zeiten und als DDR-Bürger habe ich darauf nicht geachtet. Da war meine Reisefreiheit auch ein wenig eingeschränkt und an einen Kopierer zu kommen, war auch nicht so einfach.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 08.08.2014 10:14 | nach oben springen

#50

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 08.08.2014 09:29
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #49
(...)Da war meine Reisefreiheit auch ein wenig eingeschränkt und an einen Kopierer zu kommen, war auch nicht so einfach.

Gruss Hartmut


OT. Hat einer der Foren User damals in der DDR schon Bekanntschaft mit einem Kopierer gehabt? Wenn überhaupt, wären es diese Thermokopierer gewesen

http://www.robotrontechnik.de/index.htm?...es/kopierer.htm
Theo


nach oben springen

#51

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 08.08.2014 10:10
von Stuelpner | 170 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #50
Zitat von Jobnomade im Beitrag #49
(...)Da war meine Reisefreiheit auch ein wenig eingeschränkt und an einen Kopierer zu kommen, war auch nicht so einfach.

Gruss Hartmut


OT. Hat einer der Foren User damals in der DDR schon Bekanntschaft mit einem Kopierer gehabt? Wenn überhaupt, wären es diese Thermokopierer gewesen

http://www.robotrontechnik.de/index.htm?...es/kopierer.htm
Theo


Ja, so ein Ding hatten wir. Dazu gab es eine Einlage mit einem Nylon-Deckblatt, wo Original und Thermopapier eingelegt wurden. Wenn da was klemmte, schmolz dieses Deckblatt. In der Bibliothek hatten wir Kopierer auf Zinkoxid-Basis. Die Kopien griffen sich irgendwie schmierig an...
ist aber alles lange her.

Gruß Stuelpner


nach oben springen

#52

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 08.08.2014 13:33
von Georg | 1.008 Beiträge

Zitat von ehem. Hu im Beitrag #44
Bei der Masse an Personen gab es bei oder im Rahmen der Abfertigung auch Todesfälle. Ich erinnere mich konkret an 2 Fälle in Mbn./A. Eine Oma war auf der Toilette eines Reisebusses verblichen. Das wurde festgestellt, weil eben eine Person mehr auf der Liste stand, als im Fahrgastraum saß.

Der zweite Fall war schon interessanter. Ein alter Mann fiel nach der Zollkontrolle im Ausreisebereich wie ein Brett um. Er wurde in eine Kontrollgarage verbracht und u. a. aufgrund des Todesfalles in Drewitz musste die Abt. IX angerufen werden. Es stellte sich heraus, dass er wohl vor lauter Aufregung, die Ein- und Ausreise ohne Probleme hinter sich gebracht zu haben - sicher i. V. mit gesundheitlichen Problemen - plötzlich verstarb. Er hatte wohl eine Tätowierung auf dem linken Oberarm. Diese habe ich nicht gesehen, aber den toten Mann in der Garage.

friedliche Grüße Andreas


Der zweite Fall - stimmt, der ist interessant. Als Führungskraft, warste ja wohl, trägt man Verantwortung bei solchem Geschehen. Man vergisst da
nicht so schnell. In einem Extrathema würd ich gern ein paar Fragen zu dem gesamten Prozedere der Notfälle an den Kontrollpunkten stellen. Einzelne Beiträge hab ich hier im Forum schon gelesen....
Abt. IX ( die waren wohl die Super Agents des MfS ) anrufen ? Mit dem Anruf war dann alles Unheil gelöst ? Tätowierung auf dem linken Oberarm ?
Wie geschrieben, neues Thema wär gut.
corr.+t


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
zuletzt bearbeitet 08.08.2014 14:12 | nach oben springen

#53

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 08.08.2014 14:54
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #40

wirklich ein natürlicher Todesfall?
Lutze

Da ich an der Abarbeitung dieser Geschichte maßgeblich beteiligt war kann ich Dir sagen, war es.
Was nämlich damals von den westlichen Medien nicht erwähnt wurde ist die Tatsache, dass der gute Mann auf der Transitstrecke von seinen Verwandten oder Freunden Gegenstände übernommen hatte. Konkret handelte es sich um antiquarisches Blechspielzeug. Dabei ist er von der VIII/4 beobachtet worden. In Drewitz wurde dann eine entsprechende Verdachtskontrolle durchgeführt. Das der Mann unter einer Herzschwäche litt wusste natürlich niemand und er war entsprechend aufgeregt, sicher hat er vermutet ihm drohen jetzt 20 Jahre Sibirien.
Ich muss zum Verständnis jetzt etwas abweichen. In der DDR waren die Thermostate für Heizkörper knapp, deswegen wurden diese regelmäßig geklaut, auch in Drewitz war das so. Für die Optimisten hier, es könnte natürlich auch sein sie waren defekt und wurden nicht wieder ersetzt. Jedenfalls wenn das Thermostat fehlte stand von dem Heizkörper ein spitzer Dorn ab.
Im Rahmen der Erstvernehmung saß der Mann nun unglücklicherweise neben so einem Heizkörper mit besagtem Dorn. Während der Befragung kippte er plötzlich zur Seite und knallte mit der Schläfe auf eben diesen Dorn, er hat da wohl einen Infarkt erlitten. Was dort eine Verletzung verursachte aber nicht zum Tod führte,sondern eben der Infarkt. Im Rahmen der Obduktion in WB wurde diese Verletzung natürlich festgestellt und durch die Medien entsprechend kommentiert. Es wurde dann behauptet,bzw. man meinte festgestellt zu haben, die Person wurde mit einem Gummiknüppel verprügelt. Wie man sich uns Schergen halt so vorstellte. Das Ganze entwickelte sich zu unangenehmen Dimensionen, der Strauß schaltete sich ein, wie es seine Art war, polterte er herum,sprach von Mördern und die DDR war in argen Schwierigkeiten. Man organisierte einen Lokaltermin,heuerte diesen Prokop an und der von mir geschilderte Ablauf wurde auch zweifelsfrei bestätigt. Damit war der Frieden zwischen den beiden deutschen Staaten wieder hergestellt, die Sache aus der Welt. Allerdings wurde die Öffentlichkeit darüber nicht so intensiv informiert wie über den vorherigen Verdacht und so hat sich unser schergenhaftes Verhalten in den Köpfen vieler fest gefressen, bei manchen bis heute Damals war es manchmal sogar ein bisschen nützlich, dass man meinte Angst vor uns haben zu müssen
Der Besuch von diesem Prokop und das Theater was darum gemacht wurde ist übrigens noch eine extra Geschichte wert, vielleicht erzähle ich sie noch mal. Weiß gar nicht so genau ob ich die ganze Geschichte hier überhaupt schon mal geschrieben habe.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
eisenringtheo, Lutze, ABV und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#54

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 08.08.2014 15:18
von Lutze | 8.033 Beiträge

also Mangelwirtschaft und Diebstahl haben letztendlich zum Tod
geführt,alles wurde kontrolliert,nur eure eigenen Diensträume nicht,
wurde wenigstens umgehend ein neues Thermostat angebaut?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#55

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 08.08.2014 15:18
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #52
Zitat von ehem. Hu im Beitrag #44
Bei der Masse an Personen gab es bei oder im Rahmen der Abfertigung auch Todesfälle. Ich erinnere mich konkret an 2 Fälle in Mbn./A. Eine Oma war auf der Toilette eines Reisebusses verblichen. Das wurde festgestellt, weil eben eine Person mehr auf der Liste stand, als im Fahrgastraum saß.

Der zweite Fall war schon interessanter. Ein alter Mann fiel nach der Zollkontrolle im Ausreisebereich wie ein Brett um. Er wurde in eine Kontrollgarage verbracht und u. a. aufgrund des Todesfalles in Drewitz musste die Abt. IX angerufen werden. Es stellte sich heraus, dass er wohl vor lauter Aufregung, die Ein- und Ausreise ohne Probleme hinter sich gebracht zu haben - sicher i. V. mit gesundheitlichen Problemen - plötzlich verstarb. Er hatte wohl eine Tätowierung auf dem linken Oberarm. Diese habe ich nicht gesehen, aber den toten Mann in der Garage.

friedliche Grüße Andreas


Der zweite Fall - stimmt, der ist interessant. Als Führungskraft, warste ja wohl, trägt man Verantwortung bei solchem Geschehen. Man vergisst da
nicht so schnell. In einem Extrathema würd ich gern ein paar Fragen zu dem gesamten Prozedere der Notfälle an den Kontrollpunkten stellen. Einzelne Beiträge hab ich hier im Forum schon gelesen....
Abt. IX ( die waren wohl die Super Agents des MfS ) anrufen ? Mit dem Anruf war dann alles Unheil gelöst ? Tätowierung auf dem linken Oberarm ?
Wie geschrieben, neues Thema wär gut.
corr.+t




"Super Agents" gab es nicht. Die Hauptabteilung / Abteilung IX war die Abt., die für entsprechende Untersuchungen verantwortlich waren.


nach oben springen

#56

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 08.08.2014 15:19
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #54
also Mangelwirtschaft und Diebstahl haben letztendlich zum Tod
geführt,alles wurde kontrolliert,nur eure eigenen Diensträume nicht,
wurde wenigstens umgehend ein neues Thermostat angebaut?
Lutze



Richtig lesen. Der Mann ist an einem Herzinfarkt verstorben !


nach oben springen

#57

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 08.08.2014 15:30
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

einen Kopierer kannte ich nicht.
habe aber viele Jahre als Pauser gearbeitet und eine Pausmaschine gehabt und Blaulichtpausen hergestellt.
habe auch von Konstruktionszeichnungen von Maschinen Filme für die Schweiz angefertigt.


nach oben springen

#58

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 08.08.2014 15:33
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #54
also Mangelwirtschaft und Diebstahl haben letztendlich zum Tod
geführt,alles wurde kontrolliert,nur eure eigenen Diensträume nicht,
wurde wenigstens umgehend ein neues Thermostat angebaut?
Lutze

So könnte man es sehen wenn der Mann an dem Nichtvorhandenen Thermostat gestorben wäre und man es es entsprechend klassenkämpferisch auslegt.
Ansonsten kann man nie alles kontrollieren, nicht mal die Stasi konnte das und die war nun wirklich Experte dafür.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
Lutze und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#59

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 08.08.2014 15:43
von Sperrbrecher | 1.654 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #53
Es wurde dann behauptet,bzw. man meinte festgestellt zu haben, die Person wurde mit einem Gummiknüppel verprügelt.

Was natürlich in der größten DDR der Welt nie und niemals gar nie vorgekommen ist und alle die da etwas anderes erzählen sind Verleumder und Knechte des verfaulenden Kapitalismus und des bezahlte Söldner der imperialistischen Kriegstreiber.

Zitat
Wie man sich uns Schergen halt so vorstellte.


....oder wie man sie erlebt hat.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


nach oben springen

#60

RE: Ausländer gestrandet in der DDR?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 08.08.2014 15:48
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #59
Zitat von KARNAK im Beitrag #53
Es wurde dann behauptet,bzw. man meinte festgestellt zu haben, die Person wurde mit einem Gummiknüppel verprügelt.

Was natürlich in der größten DDR der Welt nie und niemals gar nie vorgekommen ist und alle die da etwas anderes erzählen sind Verleumder und Knechte des verfaulenden Kapitalismus und des bezahlte Söldner der imperialistischen Kriegstreiber.

Zitat
Wie man sich uns Schergen halt so vorstellte.

....oder wie man sie erlebt hat.



Es ging hier um einen Zwischenfall auf einer GÜSt. Mir ist nicht bekannt, dass hier durch Kräfte der PKE oder des Zolls Schlagstöcke eingesetzt worden sind.


passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
In den Raum gestellt - Thema: Der unendliche Kampf gegen die DDR-"Staatssicherheit" und der real existierende Verfassu
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Feliks D.
211 21.02.2014 14:35goto
von Bürger der DDR • Zugriffe: 9735
Wohin diesen beitrag!! Frage zu einem gestrandeten Schiff!!!
Erstellt im Forum Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ von
21 11.11.2011 10:25goto
von Rüganer • Zugriffe: 2238
Umweltbewegungen in der DDR
Erstellt im Forum DDR Zeiten von Angelo
20 14.07.2013 00:19goto
von Hackel39 • Zugriffe: 1981
Staatsbürgerkunde in der DDR, wahr oder nicht wahr?
Erstellt im Forum DDR Zeiten von wosch
95 28.10.2010 23:12goto
von matloh • Zugriffe: 12601
Vor 25 Jahren: DDR-Ausreisebewegung 1984
Erstellt im Forum Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer von CaptnDelta
1 01.07.2009 10:52goto
von FSK-Veteran • Zugriffe: 3273
...geflüchteter DDR- Offizier-(objektive Fortsetzung)
Erstellt im Forum Mein Leben als DDR Grenzsoldat von Augenzeuge
58 08.12.2015 14:42goto
von Johnny • Zugriffe: 17602
Auszeichnungen der DDR für gute Bürger im Arbeiter und Bauernstaat
Erstellt im Forum Leben in der DDR von Angelo
20 12.11.2010 07:34goto
von Pit 59 • Zugriffe: 4643
Die Grenzen der DDR. Geschichten, Fakten, Hintergründe
Erstellt im Forum DDR Grenze Literatur von Angelo
0 13.10.2008 08:44goto
von Angelo • Zugriffe: 860
DISCOVERY GESCHICHTE zeigt Filmreihe über die dunklen Seiten der DDR
Erstellt im Forum Presse Artikel Grenze von Angelo
2 30.09.2008 18:51goto
von Zermatt • Zugriffe: 720

Besucher
6 Mitglieder und 29 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 185 Gäste und 16 Mitglieder, gestern 3611 Gäste und 206 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14366 Themen und 557704 Beiträge.

Heute waren 16 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen