#181

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.08.2014 20:27
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #180
Tote gibt es an Grenzen immer wieder. Die politische Brisanz der D/D Grenze ist allerdings eine ganz besondere Geschichte. Das aufrechnen der Toten halte ich für nicht richtig. Die politischen Gegebenheiten der damaligen Zeit sollten einfach akzeptieret werden. Auch wenn es vielen Betroffenen schwer fällt. Mit Betroffenen meine ich alle Betroffenen.

Deine Gegebenheiten haben verhindert das meine Eltern zu meiner Todkranken Schwester durften.Erst zur Trauerfeier durfte ein Elternteil Fahren.Du kannst von mir aus die politischen Gegebenheiten akzeptieren,ich tue das nicht.



Wenn es dir damit besser geht, waren es meine Gegebenheiten. Also ?? Du kannst das auch nicht akzeptieren - ändert vermutlich wenig. Mit Akzeptieren hatte ich nicht gemeint "Schwamm drüber"! Man sollte und muss weiter darüber reden, was wir ja auch machen. Aber wen möchtest du (bildlich gesprochen) ans Kreuz nageln?


zuletzt bearbeitet 08.08.2014 20:29 | nach oben springen

#182

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.08.2014 21:17
von FRITZE (gelöscht)
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Ich kann mir eigentlich an Pits Kreuz nur "Einen " vorstellen !


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#183

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.08.2014 13:02
von Heckenhaus | 5.153 Beiträge

Zitat von Ari@D187 im Beitrag #178
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #177
Mich wundert, daß es immer nur um Tote durch DDR-Schützen geht.
Es gab auch die umgekehrten Fälle, seit 1953 nicht mehr veröffentlicht.

[...]an den bundesdeutschen Westgrenzen[...]

Mich wundert das nicht im "Forum DDR Grenze".
Die Westgrenze der Bundesrepublik verlief und verläuft anderweitig.

Gruß
Ari


Wo welche Grenze verlief oder verläuft, ist unerheblich. Das Thema lautet wer hatte noch den Schießbefehl?, und da war es eben
auch in der alten BRD nicht ausgeschlossen, daß eben geschossen wurde an der Grenze, egal, ob im Osten oder einer anderen Himmelsrichtung.

Ich habe ja nun, im Gegensatz zu einigen Foris hier, die DDR von A bis Z erlebt, über 40 Jahre, frage mich aber jetzt, warum es -zig Themen bedarf,
um immer wieder über Schießbefehle und wer wann wo zu "fachsimpeln".
Ich betrachte das als eine Form von Masochismus, täglich aufs Neue mit Wissen, Halbwissen und sog. Fachkenntnissen seitenweise Beiträge zu formulieren.
"Wer hatte noch den Schießbefehl ?", eine völlig unsinnige Frage, denn es galt ein Grenzregime, und an Grenzen wird weltweit geschossen.
Daß es nun eine Grenze zwischen Deutschen war, ändert daran nichts, auch wenn die Mehrheit von uns es nicht für gut und richtig geheißen hat.
Schießen konnte / sollte jeder, der eine Schußwaffe führte, entsprechend der jeweiligen Bestimmungen. Dazu gehörte sicher auch die TraPo,
denn die sicherte die Grenzübergänge mit ab, besonders bereits im Vorfeld in Zügen und auf Bahnhöfen.
Wäre ein Witz gewesen, wenn die nicht hätten schießen dürfen.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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#184

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.08.2014 13:23
von mheini | 4 Beiträge

Die Dikussion um das Thema "Schießbefehl" macht mich noch immer fertig. Ja, für mich war die Vergatterung zum Grenzdienst immer auch ein Schießbefehl (schließlich hieß es darin "... Grenzverletzer sind festzunehmen bzw. zu vernichten..." ). Dabei war die Anwendung der Schusswaffe das letzte Mittel zur Verhinderung eines Grenzdurchbruchs. Das Vorgehen bei der Verhinderung eines Grenzdurchbruchs wurde in der Ausbildung oft genug trainiert. Doch auch dabei ging es immer nur um die Verhinderung einer GV. Es musste also zu keiner gezielten Anwendung der Schusswaffe kommen. Das die Folgen einer Anwendung einen tödlichen Ausgang haben können, ist bestimmt jeden bewußt.
Ich glaube, jeder gediente Grenzer ist froh, wenn er nie in solch eine Situation geraten ist.
Im Nachgang kann selbstverständlich jeder seine Meinung kundtun, doch es wird immer eine große Gewissensfrage sein.
Der Schuldige, der Böse ist immer der Kleinste im letzten Glied. Dieser stand ganz alleine da, ohne sich noch beraten zu können, ohne eine Rückversicherung - er hatte dafür keine Zeit, er mußte irgendwie handeln. Mit den Folgen stand er auch alleine da. Andere richten darüber was Richtig oder Falsch war.


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#185

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.08.2014 15:16
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

...zumal die Vergatterung formell angesagt wurde, ohne solch eine Erörterung/Erklärung des Inhalts, was schon in der Ausbildung hätte erfolgen müssen und nicht erst Jahrzehnte nach Ende der DDR.

Dazu immer wieder die Gleichsetzung mit Grenzregimes in Ländern, wo Ausreisen der Bürger normaler Alltag waren und sind.
Es kletterten nur leichtsinnige Betrunkene über den Zaun zu uns, ohne vom BGS generell mit der Schußwaffe aufgehalten zu werden.

(Wer hätte nicht lieber im Prinzip nur die Außengrenze des Weltsystems bewacht, in der Art wie der (bewaffnete!) BGS)


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 09.08.2014 15:34 | nach oben springen

#186

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.08.2014 16:15
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #183
[...]
Wo welche Grenze verlief oder verläuft, ist unerheblich. Das Thema lautet wer hatte noch den Schießbefehl?, und da war es eben
auch in der alten BRD nicht ausgeschlossen, daß eben geschossen wurde an der Grenze, egal, ob im Osten oder einer anderen Himmelsrichtung.
[...]

Na, dann bring doch ein paar Beispiele.
Direkt an der "Aachener Kaffeefront" beteiligte sind mittlerweile um die 80+ und werden hier kaum schreiben.
Spätestens das, was danach kam ist wohl kaum mit der militärisch gesicherten Grenze der DDR vergleichbar.

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#187

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.08.2014 16:25
von Heckenhaus | 5.153 Beiträge

Zitat von Ari@D187 im Beitrag #186
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #183
[...]
Wo welche Grenze verlief oder verläuft, ist unerheblich. Das Thema lautet wer hatte noch den Schießbefehl?, und da war es eben
auch in der alten BRD nicht ausgeschlossen, daß eben geschossen wurde an der Grenze, egal, ob im Osten oder einer anderen Himmelsrichtung.
[...]

Na, dann bring doch ein paar Beispiele.
Direkt an der "Aachener Kaffeefront" beteiligte sind mittlerweile um die 80+ und werden hier kaum schreiben.
Spätestens das, was danach kam ist wohl kaum mit der militärisch gesicherten Grenze der DDR vergleichbar.

Ari


Im Grunde genommen ist mir das so schexxxegal, was damals war, Schießbefehl hin oder her.
Es ist 44 Jahre her, seit ich der NVA den Rücken kehrte, und habe nie wieder etwas dort tun müssen, keine Reserve, nichts.
25 Jahre ist es (fast) her, daß die Grenze fiel, warum sich noch heute den Kopf zermartern, was wäre gewesen, wenn.
Es ist Geschichte, so wie alles Geschichte ist, was vor Jahrzehnten passiert oder nicht passiert ist.
Es gibt doch weiß Gott wichtigere Probleme, als wer noch alles schießen durfte oder sollte.

Und,Ari@D187 , hättest du den verlinkten Beitrag richtig gelesen, wüßtest du auch, daß es nicht nur um deine sog. Kaffeefront ging.
Und warum gibt es keine Aufzeichnungen mehr zu Grenzopfern von seiten der BRD ab 1953 ?
Gab es die wirklich nicht oder kann einfach nur nicht sein, was nicht sein darf ?


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#188

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.08.2014 19:38
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #39

Der einzelne kann das durchaus als "Schießbefehl" verstehen. Aber juristisch fassbar, in klare Worte gefasst, hat es diesen Befehl nicht gegeben.
So blöd war keiner. Nicht einmal unsere ehemalige Führung.

Gruß an alle
Uwe




Hallo,
blöd oder auch Absicht aus humanitärer Eistellung, eben zum Wohle des ganzen Volkes, der Volkswirtschaft illegale Grenzübertritte weitestgehend zu verhindern, andernseits so wenig wie dazu unbedingt im ungüstingsten Fall zur Rechtsdurchsetzung nötig ist schiessen zu lassen?

Auch wenn man es heute nicht gerne hört, im Rahmen der weltpolitischen Zwänge, bestimmt in Washington und Moskau holte die Regierung der DDR für die Bevölkerung das Meistmögliche heraus, schuf mit den Werktätigen für die Menschen in der DDR weltweit gesehen hervorragende Lebensbedingungen. "Menschenverachtend" geht anders, siehe Gaza, ISI im Irak, Nordkorea, Somalia, Städte wie Lagos, Manila, Dacca usw..

Und ich sage JEDER Grenzverletzer wußte worauf er sich einlässt, beim Pilzesuchen kam keiner versehentlich zu Schaden.


Detail: Liverpool Arbeitermuseum 1990 eine Ausstellung, Ende der 60er-Jahre wurden in England noch Wohnungen gebaut mit Etagenkloo ohne Badezimmer....



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#189

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.08.2014 10:00
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von mheini im Beitrag #184
Das Vorgehen bei der Verhinderung eines Grenzdurchbruchs wurde in der Ausbildung oft genug trainiert. Doch auch dabei ging es immer nur um die Verhinderung einer GV. Es musste also zu keiner gezielten Anwendung der Schusswaffe kommen. Das die Folgen einer Anwendung einen tödlichen Ausgang haben können, ist bestimmt jeden bewußt.



Hallo,
wie wurde denn grenztruppenintern mit tödlichen Zwischenfällen umgegangen? Wie von Seiten der Führung damit umgegangen Ballern und sofort Blattschuß nicht durch blindes Dulden zu fördern, andernseits die Wirksamkeit des Grenzergimes zu erhalten? Also keine schlimme Strafdrohung für fragliche Situationen in denen geschossen oder auch nicht wurde?
Wieweit galten die Nichtschießargumente wie Möglichkeit des Einschlagen im Westen in der Praxis akzeptiert.
Wieweit wurde sicheres Treffen aus ca. 500m und mehr vom Turm erwartet?



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#190

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.08.2014 11:15
von Gelöschtes Mitglied
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Auch wenn dem Einen oder Anderen hier das Thema langsam "zum Hals raushängt" (was ich verstehen kann), so sollte Eines doch bedacht werden: Zum Glück "lebt" dieses Forum und es kommen immer neue User dazu. Darunter auch viele, die eben nicht bei den GT gedient haben, die zu jung sind oder aus dem ehemaligen Westen kommen. Und ich finde es schon gut, wenn diese Foristen sich nicht nur auf die "offizielle" Sichtweise, vermittelt in Schulen oder durch andere Veröffentlichungen verlassen wollen, sondern Authentisches geschildert bekommen möchten. Halt eben von denen, die "dabei waren", die aus eigener Erfahrung berichten können. Und auch über ihre persönlichen Empfindungen erzählen.

Auch wenn es manchmal nervt: Es gibt auch eine Wahrheit jenseits der offiziellen Schilderungen und Verlautbarungen.


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#191

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.08.2014 13:27
von manudave | 390 Beiträge

Was ist denn die offizielle in der Schule vermittelte Sichtweise?


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#192

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.08.2014 14:32
von Krepp | 534 Beiträge

Zitat von manudave im Beitrag #191
Was ist denn die offizielle in der Schule vermittelte Sichtweise?

Hallo,

"Da werdt Ihr alle staunen, na"
oooohr toll, eine blaue Fahne, ooohr

also in dieser "Schule" kommts bestimmt ganz schlecht weg



weiter als bis zur "tollen blauen Fahne, die wir uns jetzt eine Stunde lang ansehen können"
kann man's als normal denkender Mensch nicht ansehen.



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
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#193

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.08.2014 14:51
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von manudave im Beitrag #191
Was ist denn die offizielle in der Schule vermittelte Sichtweise?

Eigene Erfahrungen kann ich dazu kaum beisteuern - meine Schulzeit ging vor gut 45 Jahren zu Ende. Aber am letzten WE war ein knapp 16jähriger bei uns zu Besuch und den habe ich mal gefragt. Zusammengefasst: Unrechtsstaat, SED, IM (meine Bezeichnung, er sprach von Spionen gegen das eigene Volk), Mangelwirtschaft, Mauer, Schießbefehl und November 89. Das blieb hängen. Kein sehr positives Bild, dass da vermittelt wurde. Er meinte, das könne auch am Lehrer gelegen haben - der wäre aus der DDR geflüchtet.

Ob das so dem Lehrplan entsprach, vermag ich nicht zu beurteilen. Und ich fühle mich auch nicht motiviert, in den Lehrplänen aller 16 Bundesländer nach einer "einheitlichen" Sprachregelung zu forschen.


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#194

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.08.2014 15:32
von Pit 59 | 10.156 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #193
Zitat von manudave im Beitrag #191
Was ist denn die offizielle in der Schule vermittelte Sichtweise?

Eigene Erfahrungen kann ich dazu kaum beisteuern - meine Schulzeit ging vor gut 45 Jahren zu Ende. Aber am letzten WE war ein knapp 16jähriger bei uns zu Besuch und den habe ich mal gefragt. Zusammengefasst: Unrechtsstaat, SED, IM (meine Bezeichnung, er sprach von Spionen gegen das eigene Volk), Mangelwirtschaft, Mauer, Schießbefehl und November 89. Das blieb hängen. Kein sehr positives Bild, dass da vermittelt wurde. Er meinte, das könne auch am Lehrer gelegen haben - der wäre aus der DDR geflüchtet.

Ob das so dem Lehrplan entsprach, vermag ich nicht zu beurteilen. Und ich fühle mich auch nicht motiviert, in den Lehrplänen aller 16 Bundesländer nach einer "einheitlichen" Sprachregelung zu forschen.




Ein sehr Kluger und fähiger Lehrer


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#195

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.08.2014 16:06
von Heckenhaus | 5.153 Beiträge

Zitat von Krepp im Beitrag #192
Zitat von manudave im Beitrag #191
Was ist denn die offizielle in der Schule vermittelte Sichtweise?

Hallo,

"Da werdt Ihr alle staunen, na"
..............




Das ist doch gequirlte................................!


.
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„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
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damals wars und Krepp haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#196

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.08.2014 16:53
von Hapedi | 1.885 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #194
Zitat von Dandelion im Beitrag #193
Zitat von manudave im Beitrag #191
Was ist denn die offizielle in der Schule vermittelte Sichtweise?

Eigene Erfahrungen kann ich dazu kaum beisteuern - meine Schulzeit ging vor gut 45 Jahren zu Ende. Aber am letzten WE war ein knapp 16jähriger bei uns zu Besuch und den habe ich mal gefragt. Zusammengefasst: Unrechtsstaat, SED, IM (meine Bezeichnung, er sprach von Spionen gegen das eigene Volk), Mangelwirtschaft, Mauer, Schießbefehl und November 89. Das blieb hängen. Kein sehr positives Bild, dass da vermittelt wurde. Er meinte, das könne auch am Lehrer gelegen haben - der wäre aus der DDR geflüchtet.

Ob das so dem Lehrplan entsprach, vermag ich nicht zu beurteilen. Und ich fühle mich auch nicht motiviert, in den Lehrplänen aller 16 Bundesländer nach einer "einheitlichen" Sprachregelung zu forschen.




Ein sehr Kluger und fähiger Lehrer






Gruß Hapedi



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#197

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.08.2014 17:05
von Alfred | 6.854 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #194
Zitat von Dandelion im Beitrag #193
Zitat von manudave im Beitrag #191
Was ist denn die offizielle in der Schule vermittelte Sichtweise?

Eigene Erfahrungen kann ich dazu kaum beisteuern - meine Schulzeit ging vor gut 45 Jahren zu Ende. Aber am letzten WE war ein knapp 16jähriger bei uns zu Besuch und den habe ich mal gefragt. Zusammengefasst: Unrechtsstaat, SED, IM (meine Bezeichnung, er sprach von Spionen gegen das eigene Volk), Mangelwirtschaft, Mauer, Schießbefehl und November 89. Das blieb hängen. Kein sehr positives Bild, dass da vermittelt wurde. Er meinte, das könne auch am Lehrer gelegen haben - der wäre aus der DDR geflüchtet.

Ob das so dem Lehrplan entsprach, vermag ich nicht zu beurteilen. Und ich fühle mich auch nicht motiviert, in den Lehrplänen aller 16 Bundesländer nach einer "einheitlichen" Sprachregelung zu forschen.




Ein sehr Kluger und fähiger Lehrer


Wenn solche Personen als klug und fähig bezeichnet werden ......


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#198

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.08.2014 17:06
von passport | 2.640 Beiträge

Zitat von Hapedi im Beitrag #196
Zitat von Pit 59 im Beitrag #194
Zitat von Dandelion im Beitrag #193
Zitat von manudave im Beitrag #191
Was ist denn die offizielle in der Schule vermittelte Sichtweise?

Eigene Erfahrungen kann ich dazu kaum beisteuern - meine Schulzeit ging vor gut 45 Jahren zu Ende. Aber am letzten WE war ein knapp 16jähriger bei uns zu Besuch und den habe ich mal gefragt. Zusammengefasst: Unrechtsstaat, SED, IM (meine Bezeichnung, er sprach von Spionen gegen das eigene Volk), Mangelwirtschaft, Mauer, Schießbefehl und November 89. Das blieb hängen. Kein sehr positives Bild, dass da vermittelt wurde. Er meinte, das könne auch am Lehrer gelegen haben - der wäre aus der DDR geflüchtet.

Ob das so dem Lehrplan entsprach, vermag ich nicht zu beurteilen. Und ich fühle mich auch nicht motiviert, in den Lehrplänen aller 16 Bundesländer nach einer "einheitlichen" Sprachregelung zu forschen.




Ein sehr Kluger und fähiger Lehrer






Gruß Hapedi



Dieser Lehrer ist in seiner Einstellung dumm, naiv, einfältig und dazu noch überheblich. Unwissenheit und Verteuflungen zu lehren dienen nicht der Geschichtsaufarbeitung. Daher mein Urteil : Setzen 6


passport


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#199

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.08.2014 17:12
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #197
Zitat von Pit 59 im Beitrag #194
Zitat von Dandelion im Beitrag #193
Zitat von manudave im Beitrag #191
Was ist denn die offizielle in der Schule vermittelte Sichtweise?

Eigene Erfahrungen kann ich dazu kaum beisteuern - meine Schulzeit ging vor gut 45 Jahren zu Ende. Aber am letzten WE war ein knapp 16jähriger bei uns zu Besuch und den habe ich mal gefragt. Zusammengefasst: Unrechtsstaat, SED, IM (meine Bezeichnung, er sprach von Spionen gegen das eigene Volk), Mangelwirtschaft, Mauer, Schießbefehl und November 89. Das blieb hängen. Kein sehr positives Bild, dass da vermittelt wurde. Er meinte, das könne auch am Lehrer gelegen haben - der wäre aus der DDR geflüchtet.

Ob das so dem Lehrplan entsprach, vermag ich nicht zu beurteilen. Und ich fühle mich auch nicht motiviert, in den Lehrplänen aller 16 Bundesländer nach einer "einheitlichen" Sprachregelung zu forschen.




Ein sehr Kluger und fähiger Lehrer


Wenn solche Personen als klug und fähig bezeichnet werden ......


und die Leute,die den Schießbefehl ausgeheckt haben,
waren also klüger gewesen
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#200

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.08.2014 17:17
von passport | 2.640 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #199
Zitat von Alfred im Beitrag #197
Zitat von Pit 59 im Beitrag #194
Zitat von Dandelion im Beitrag #193
Zitat von manudave im Beitrag #191
Was ist denn die offizielle in der Schule vermittelte Sichtweise?

Eigene Erfahrungen kann ich dazu kaum beisteuern - meine Schulzeit ging vor gut 45 Jahren zu Ende. Aber am letzten WE war ein knapp 16jähriger bei uns zu Besuch und den habe ich mal gefragt. Zusammengefasst: Unrechtsstaat, SED, IM (meine Bezeichnung, er sprach von Spionen gegen das eigene Volk), Mangelwirtschaft, Mauer, Schießbefehl und November 89. Das blieb hängen. Kein sehr positives Bild, dass da vermittelt wurde. Er meinte, das könne auch am Lehrer gelegen haben - der wäre aus der DDR geflüchtet.

Ob das so dem Lehrplan entsprach, vermag ich nicht zu beurteilen. Und ich fühle mich auch nicht motiviert, in den Lehrplänen aller 16 Bundesländer nach einer "einheitlichen" Sprachregelung zu forschen.




Ein sehr Kluger und fähiger Lehrer


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und die Leute,die den Schießbefehl ausgeheckt haben,
waren also klüger gewesen
Lutze



@Lutze

Was für ein Ding ? Tief durchatmen, Kopf einschalten und in Ruhe lesen



Gesetz über die Staatsgrenze
der Deutschen Demokratischen Republik

vom 25. März 1982



§ 27. Anwendung von Schußwaffen

(1) Die Anwendung der Schußwaffe ist die äußerste Maßnahme der Gewaltanwendung gegenüber Personen. Die Schußwaffe darf nur in solchen Fällen angewendet werden, wenn die körperliche Einwirkung ohne oder mit Hilfsmitteln erfolglos blieb oder offensichtlich keinen Erfolg verspricht. Die Anwendung von Schußwaffen gegen Personen ist erst dann zulässig, wenn durch Waffenwirkung gegen Sachen oder Tiere der Zweck nicht erreicht wird.

(2) Die Anwendung der Schußwaffe ist gerechtfertigt, um die unmittelbar bevorstehende Ausführung oder die Fortsetzung einer Straftat zu verhindern, die sich den Umständen nach als ein Verbrechen darstellt. Sie ist auch gerechtfertigt zur Ergreifung von Personen, die eines Verbrechens dringend verdächtig sind.

(3) Die Anwendung der Schußwaffe ist grundsätzlich durch Zuruf oder Abgabe eines Warnschusses anzukündigen, sofern nicht eine unmittelbar bevorstehende Gefahr nur durch die gezielte Anwendung der Schußwaffe verhindert oder beseitigt werden kann.

(4) Die Schußwaffe ist nicht anzuwenden, wenn

das Leben oder die Gesundheit Unbeteiligter gefährdet werden können,

die Personen dem äußeren Eindruck nach im Kindesalter sind oder

das Hoheitsgebiet eines benachbarten Staates beschossen würde.

Gegen Jugendliche und weibliche Personen sind nach Möglichkeit Schußwaffen nicht anzuwenden.

(5) Bei der Anwendung der Schußwaffe ist das Leben von Personen nach Möglichkeit zu schonen. Verletzten ist unter Beachtung, der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen Erste Hilfe zu erweisen.

...
passport


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