#101

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 12:02
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #93
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #48

Im militärischen Jargon ist meist gemeint, dass man den Gegner vollständig besiegt., das heisst dass er zu keiner weiteren (Kampf) Handung fähig ist.

.

Das dürfte sich aber auf Armeen beziehen und nicht auf Einzelpersonen. Bevor eine Armee zu Kampfhandlungen unfähig ist, sterben viele. Trotzdem kann sie weiter existieren.
Bei Einzelnen ist das nicht möglich. Da kann es bezüglich "vernichten" keine Mißverständnisse geben, höchstens spätere Ausreden von denen, die uns vor Ort den "Schwarzen Peter" zuschoben.


Ich denke doch: Jeder Erschossenene an der Grenze wurde zum politischen Problem für die Aussenpolitik der DDR. Aus dem ganzen Zusammenhang des Textes der Vergatterung und der zugrundeliegenden Befehle ergibt sich, dass Tote möglichst zu vermeiden sind. Jemand, der noch lebt, aber mit einer Schussverletzung im Unterschenkel mehr nicht laufen kann, ist (auch) vernichtet.
Theo


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#102

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 12:47
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #41
Am Ende war doch alles taktisch sehr Klug eingefädelt.


Eine Grauzone...ein wenig schwammig formuliert..so das die Verantwortlichen später mit sauberen Händen da standen.

Schießbefehl..? Nein ..nicht von uns.



Pit 59, eisenringtheo, Freienhagener, linamax und matloh haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#103

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 13:02
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #101
Zitat von Freienhagener im Beitrag #93
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #48

Im militärischen Jargon ist meist gemeint, dass man den Gegner vollständig besiegt., das heisst dass er zu keiner weiteren (Kampf) Handung fähig ist.

.

Das dürfte sich aber auf Armeen beziehen und nicht auf Einzelpersonen. Bevor eine Armee zu Kampfhandlungen unfähig ist, sterben viele. Trotzdem kann sie weiter existieren.
Bei Einzelnen ist das nicht möglich. Da kann es bezüglich "vernichten" keine Mißverständnisse geben, höchstens spätere Ausreden von denen, die uns vor Ort den "Schwarzen Peter" zuschoben.


Ich denke doch: Jeder Erschossenene an der Grenze wurde zum politischen Problem für die Aussenpolitik der DDR. Aus dem ganzen Zusammenhang des Textes der Vergatterung und der zugrundeliegenden Befehle ergibt sich, dass Tote möglichst zu vermeiden sind. Jemand, der noch lebt, aber mit einer Schussverletzung im Unterschenkel mehr nicht laufen kann, ist (auch) vernichtet.
Theo



Genau so habe ich die Vergatterungen auch verstanden ,- von Töten war dabei nie die Rede,- wobei in der Praxis ein getöteter Flüchtling schon billigend in Kauf genommen wurde....


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#104

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 13:37
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #101
Zitat von Freienhagener im Beitrag #93
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #48

Im militärischen Jargon ist meist gemeint, dass man den Gegner vollständig besiegt., das heisst dass er zu keiner weiteren (Kampf) Handung fähig ist.

.

Das dürfte sich aber auf Armeen beziehen und nicht auf Einzelpersonen. Bevor eine Armee zu Kampfhandlungen unfähig ist, sterben viele. Trotzdem kann sie weiter existieren.
Bei Einzelnen ist das nicht möglich. Da kann es bezüglich "vernichten" keine Mißverständnisse geben, höchstens spätere Ausreden von denen, die uns vor Ort den "Schwarzen Peter" zuschoben.


Ich denke doch: Jeder Erschossenene an der Grenze wurde zum politischen Problem für die Aussenpolitik der DDR. Aus dem ganzen Zusammenhang des Textes der Vergatterung und der zugrundeliegenden Befehle ergibt sich, dass Tote möglichst zu vermeiden sind. Jemand, der noch lebt, aber mit einer Schussverletzung im Unterschenkel mehr nicht laufen kann, ist (auch) vernichtet.
Theo



Nein. "vernichten" ist ein Wort, dass den Tod impliziert und es steckt darüber hinaus, neben dem Vorgang des Tötens, auch ein Werturteil darin, nämlich dem der absoluten Feindschaft.
.


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#105

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 14:33
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #97
Zitat von Freienhagener im Beitrag #96
Mag sein, aber zwei Jahre vor dem Ende...und intensiv auf Rückkehr geprüft und gesiebt.

Die Realität sah voher anders aus. Das weiß Jeder.
Selbst "Westbesuch von drüben" war lange (fast) unmöglich.



So gründlich wurde doch überhaupt nicht gesiebt.
Wie konnte es sonst passieren, dass allein im ersten Halbjahr 1988 rund 3.000 Personen von genehmigten Reisen nicht in die DDR zurück kamen ?



Weil man sich verstellen und niemand Gedanken lesen kann. 3000 sind trotzdem sehr wenig, bei Millionen Reisenden.

Wir brauchen da nicht drumrumzureden: Bei umfassenden Reisemöglichkeiten wär kaum jemand unter Lebensgefahr geflüchtet, anders als z. B. in Frankreich. Das weiß jeder und darum ging es.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 03.08.2014 14:37 | nach oben springen

#106

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 14:52
von passport | 2.639 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #79
Zitat von Freienhagener im Beitrag #40
Das ist des Pudels Kern.
Die Blöden waren die Grenzer vor Ort.

Wie das juristisch nicht Faßbare verstanden werden sollte, war eigentlich klar.

Anfangs wurde man nicht umsonst gefragt, ob man schießen würde. Und bei einer gelungenen Flucht mußte sich rechtfertigen, wer nicht geschossen hatte.


Die Regelung war so angelegt, dass der " Schwarze Peter" im Fall des Falles dem Schützen zugeschoben werden konnte. Weil dieser, möglicherweise, in Bruchteilen von Sekunden, eine falsche, aber folgenschwere Entscheidung getroffen hatte.
Dabei lag die Sauerei schon in der Option, dass überhaupt auf jemanden geschossen werden darf, nur weil er eine Staatsgrenze ohne Erlaubnis überqueren will. Diesen Passus im Grenzgesetz hätte es nie geben dürfen! Da spielte es keine Rolle, dass die Bürokraten den Passus so ausformulierten, dass er als " absolute letzte Option galt." Denn sehr oft gab es für die Grenzer keine andere, als die letzte Option.
Die andere Sauerei sehe ich darin, dass über viele Jahre erklärt wurde, dass auch an den Grenzen anderer europäischer Staaten, inklusive des westlichen Europas, bei einem " illegalen Grenzübertritt" geschossen werden darf.
Das war eine verdammte Lüge!

Gruß an alle
Uwe



@ABV

Nur mal so im Vergleich

Grenztote DDR (lt. Staatsanwaltschaft II Berlin) 270

Grenztote BRD 420


Tja Uwe, wie kommt das ?


passport


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#107

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 16:12
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #106
Zitat von ABV im Beitrag #79
Zitat von Freienhagener im Beitrag #40
Das ist des Pudels Kern.
Die Blöden waren die Grenzer vor Ort.

Wie das juristisch nicht Faßbare verstanden werden sollte, war eigentlich klar.

Anfangs wurde man nicht umsonst gefragt, ob man schießen würde. Und bei einer gelungenen Flucht mußte sich rechtfertigen, wer nicht geschossen hatte.


Die Regelung war so angelegt, dass der " Schwarze Peter" im Fall des Falles dem Schützen zugeschoben werden konnte. Weil dieser, möglicherweise, in Bruchteilen von Sekunden, eine falsche, aber folgenschwere Entscheidung getroffen hatte.
Dabei lag die Sauerei schon in der Option, dass überhaupt auf jemanden geschossen werden darf, nur weil er eine Staatsgrenze ohne Erlaubnis überqueren will. Diesen Passus im Grenzgesetz hätte es nie geben dürfen! Da spielte es keine Rolle, dass die Bürokraten den Passus so ausformulierten, dass er als " absolute letzte Option galt." Denn sehr oft gab es für die Grenzer keine andere, als die letzte Option.
Die andere Sauerei sehe ich darin, dass über viele Jahre erklärt wurde, dass auch an den Grenzen anderer europäischer Staaten, inklusive des westlichen Europas, bei einem " illegalen Grenzübertritt" geschossen werden darf.
Das war eine verdammte Lüge!

Gruß an alle
Uwe



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passport



Frag doch mal nach, bei den Rechtsbeiständen, wie die Verteidigung im Prozeß u.a. gegen Krenz, Keßler und andere auf diese Zahl 420 gekommen ist!!!!!


Ach ja die Zahl 420 kommt im Forum schon vor, sach ja, täglich grüßt dass Murmeltier!!!!


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 03.08.2014 16:18 | nach oben springen

#108

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 16:28
von passport | 2.639 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #107
Zitat von passport im Beitrag #106
Zitat von ABV im Beitrag #79
Zitat von Freienhagener im Beitrag #40
Das ist des Pudels Kern.
Die Blöden waren die Grenzer vor Ort.

Wie das juristisch nicht Faßbare verstanden werden sollte, war eigentlich klar.

Anfangs wurde man nicht umsonst gefragt, ob man schießen würde. Und bei einer gelungenen Flucht mußte sich rechtfertigen, wer nicht geschossen hatte.


Die Regelung war so angelegt, dass der " Schwarze Peter" im Fall des Falles dem Schützen zugeschoben werden konnte. Weil dieser, möglicherweise, in Bruchteilen von Sekunden, eine falsche, aber folgenschwere Entscheidung getroffen hatte.
Dabei lag die Sauerei schon in der Option, dass überhaupt auf jemanden geschossen werden darf, nur weil er eine Staatsgrenze ohne Erlaubnis überqueren will. Diesen Passus im Grenzgesetz hätte es nie geben dürfen! Da spielte es keine Rolle, dass die Bürokraten den Passus so ausformulierten, dass er als " absolute letzte Option galt." Denn sehr oft gab es für die Grenzer keine andere, als die letzte Option.
Die andere Sauerei sehe ich darin, dass über viele Jahre erklärt wurde, dass auch an den Grenzen anderer europäischer Staaten, inklusive des westlichen Europas, bei einem " illegalen Grenzübertritt" geschossen werden darf.
Das war eine verdammte Lüge!

Gruß an alle
Uwe



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Frag doch mal nach, bei den Rechtsbeiständen, wie die Verteidigung im Prozeß u.a. gegen Krenz, Keßler und andere auf diese Zahl 420 gekommen ist!!!!!


Ach ja die Zahl 420 kommt im Forum schon vor, sach ja, täglich grüßt dass Murmeltier!!!!



Manche Sachen muss man 3x schreiben bevor es einmal begriffen wird !


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#109

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 16:45
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #104
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #101
Zitat von Freienhagener im Beitrag #93
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #48

Im militärischen Jargon ist meist gemeint, dass man den Gegner vollständig besiegt., das heisst dass er zu keiner weiteren (Kampf) Handung fähig ist.

.

Das dürfte sich aber auf Armeen beziehen und nicht auf Einzelpersonen. Bevor eine Armee zu Kampfhandlungen unfähig ist, sterben viele. Trotzdem kann sie weiter existieren.
Bei Einzelnen ist das nicht möglich. Da kann es bezüglich "vernichten" keine Mißverständnisse geben, höchstens spätere Ausreden von denen, die uns vor Ort den "Schwarzen Peter" zuschoben.


Ich denke doch: Jeder Erschossenene an der Grenze wurde zum politischen Problem für die Aussenpolitik der DDR. Aus dem ganzen Zusammenhang des Textes der Vergatterung und der zugrundeliegenden Befehle ergibt sich, dass Tote möglichst zu vermeiden sind. Jemand, der noch lebt, aber mit einer Schussverletzung im Unterschenkel mehr nicht laufen kann, ist (auch) vernichtet.
Theo



Nein. "vernichten" ist ein Wort, dass den Tod impliziert und es steckt darüber hinaus, neben dem Vorgang des Tötens, auch ein Werturteil darin, nämlich dem der absoluten Feindschaft.

.


ROT .

Schlimmer noch ,- in diesem Wort steckt viel Hitlerisches !

Vernichtet werden mussten im III.Reich neben Unkraut vor allem Juden, Minderwertige Untermenschen nebst sämtlichen Feinden !

Der sozialistische Sprachgebrauch war manchmal widerlich und unüberlegt...


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#110

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 17:01
von linamax | 2.020 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #106
Zitat von ABV im Beitrag #79
Zitat von Freienhagener im Beitrag #40
Das ist des Pudels Kern.
Die Blöden waren die Grenzer vor Ort.

Wie das juristisch nicht Faßbare verstanden werden sollte, war eigentlich klar.

Anfangs wurde man nicht umsonst gefragt, ob man schießen würde. Und bei einer gelungenen Flucht mußte sich rechtfertigen, wer nicht geschossen hatte.


Die Regelung war so angelegt, dass der " Schwarze Peter" im Fall des Falles dem Schützen zugeschoben werden konnte. Weil dieser, möglicherweise, in Bruchteilen von Sekunden, eine falsche, aber folgenschwere Entscheidung getroffen hatte.
Dabei lag die Sauerei schon in der Option, dass überhaupt auf jemanden geschossen werden darf, nur weil er eine Staatsgrenze ohne Erlaubnis überqueren will. Diesen Passus im Grenzgesetz hätte es nie geben dürfen! Da spielte es keine Rolle, dass die Bürokraten den Passus so ausformulierten, dass er als " absolute letzte Option galt." Denn sehr oft gab es für die Grenzer keine andere, als die letzte Option.
Die andere Sauerei sehe ich darin, dass über viele Jahre erklärt wurde, dass auch an den Grenzen anderer europäischer Staaten, inklusive des westlichen Europas, bei einem " illegalen Grenzübertritt" geschossen werden darf.
Das war eine verdammte Lüge!

Gruß an alle
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Hallo passport
Sag mal jetzt willst du uns verarschen .


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#111

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 17:04
von passport | 2.639 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #110
Zitat von passport im Beitrag #106
Zitat von ABV im Beitrag #79
Zitat von Freienhagener im Beitrag #40
Das ist des Pudels Kern.
Die Blöden waren die Grenzer vor Ort.

Wie das juristisch nicht Faßbare verstanden werden sollte, war eigentlich klar.

Anfangs wurde man nicht umsonst gefragt, ob man schießen würde. Und bei einer gelungenen Flucht mußte sich rechtfertigen, wer nicht geschossen hatte.


Die Regelung war so angelegt, dass der " Schwarze Peter" im Fall des Falles dem Schützen zugeschoben werden konnte. Weil dieser, möglicherweise, in Bruchteilen von Sekunden, eine falsche, aber folgenschwere Entscheidung getroffen hatte.
Dabei lag die Sauerei schon in der Option, dass überhaupt auf jemanden geschossen werden darf, nur weil er eine Staatsgrenze ohne Erlaubnis überqueren will. Diesen Passus im Grenzgesetz hätte es nie geben dürfen! Da spielte es keine Rolle, dass die Bürokraten den Passus so ausformulierten, dass er als " absolute letzte Option galt." Denn sehr oft gab es für die Grenzer keine andere, als die letzte Option.
Die andere Sauerei sehe ich darin, dass über viele Jahre erklärt wurde, dass auch an den Grenzen anderer europäischer Staaten, inklusive des westlichen Europas, bei einem " illegalen Grenzübertritt" geschossen werden darf.
Das war eine verdammte Lüge!

Gruß an alle
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Ich weiß @linamax Wahrheit tut weh !


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#112

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 17:09
von linamax | 2.020 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #111
Zitat von linamax im Beitrag #110
Zitat von passport im Beitrag #106
Zitat von ABV im Beitrag #79
Zitat von Freienhagener im Beitrag #40
Das ist des Pudels Kern.
Die Blöden waren die Grenzer vor Ort.

Wie das juristisch nicht Faßbare verstanden werden sollte, war eigentlich klar.

Anfangs wurde man nicht umsonst gefragt, ob man schießen würde. Und bei einer gelungenen Flucht mußte sich rechtfertigen, wer nicht geschossen hatte.


Die Regelung war so angelegt, dass der " Schwarze Peter" im Fall des Falles dem Schützen zugeschoben werden konnte. Weil dieser, möglicherweise, in Bruchteilen von Sekunden, eine falsche, aber folgenschwere Entscheidung getroffen hatte.
Dabei lag die Sauerei schon in der Option, dass überhaupt auf jemanden geschossen werden darf, nur weil er eine Staatsgrenze ohne Erlaubnis überqueren will. Diesen Passus im Grenzgesetz hätte es nie geben dürfen! Da spielte es keine Rolle, dass die Bürokraten den Passus so ausformulierten, dass er als " absolute letzte Option galt." Denn sehr oft gab es für die Grenzer keine andere, als die letzte Option.
Die andere Sauerei sehe ich darin, dass über viele Jahre erklärt wurde, dass auch an den Grenzen anderer europäischer Staaten, inklusive des westlichen Europas, bei einem " illegalen Grenzübertritt" geschossen werden darf.
Das war eine verdammte Lüge!

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Ich weiß @linamax Wahrheit tut weh !
Du kannst ruhig offen schreiben wir sind nicht mehr in der DDR .
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#113

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 17:16
von passport | 2.639 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #112
Zitat von passport im Beitrag #111
Zitat von linamax im Beitrag #110
Zitat von passport im Beitrag #106
Zitat von ABV im Beitrag #79
Zitat von Freienhagener im Beitrag #40
Das ist des Pudels Kern.
Die Blöden waren die Grenzer vor Ort.

Wie das juristisch nicht Faßbare verstanden werden sollte, war eigentlich klar.

Anfangs wurde man nicht umsonst gefragt, ob man schießen würde. Und bei einer gelungenen Flucht mußte sich rechtfertigen, wer nicht geschossen hatte.


Die Regelung war so angelegt, dass der " Schwarze Peter" im Fall des Falles dem Schützen zugeschoben werden konnte. Weil dieser, möglicherweise, in Bruchteilen von Sekunden, eine falsche, aber folgenschwere Entscheidung getroffen hatte.
Dabei lag die Sauerei schon in der Option, dass überhaupt auf jemanden geschossen werden darf, nur weil er eine Staatsgrenze ohne Erlaubnis überqueren will. Diesen Passus im Grenzgesetz hätte es nie geben dürfen! Da spielte es keine Rolle, dass die Bürokraten den Passus so ausformulierten, dass er als " absolute letzte Option galt." Denn sehr oft gab es für die Grenzer keine andere, als die letzte Option.
Die andere Sauerei sehe ich darin, dass über viele Jahre erklärt wurde, dass auch an den Grenzen anderer europäischer Staaten, inklusive des westlichen Europas, bei einem " illegalen Grenzübertritt" geschossen werden darf.
Das war eine verdammte Lüge!

Gruß an alle
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@ABV

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Tja Uwe, wie kommt das ?


passport

Hallo passport
Sag mal jetzt willst du uns verarschen .


Ich weiß @linamax Wahrheit tut weh !
Du kannst ruhig offen schreiben wir sind nicht mehr in der DDR .
passport





Ich bin für alles offen ! Damals wie Heute !

passport


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#114

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 17:47
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Entschuldigung, dass ich mich jetzt hier mal in dieses ganze pluralistisch-hinterfragende Gesülze um Schiefbefehl bzw. Schusswaffengebrauchsanweisung einschließlich juristisch-bürokratischen Scheingetues einmische.
Aber um es mal auf einen verflucht und verdammt nochmal einfachen Nenner zu bringen: Der Befehl zum Schießen auf Personen, die das Staatsgebiet der DDR auf nach einst geltender Gesetzgebung illegal verlassen wollten, war uns wehrdienstpflichtigen Soldaten gegenüber durchaus legitimiert. Dies schloss auch ohne Zweifel ein, die Schusswaffe nötigenfalls (nachdem alle durchbruchsverhinderten Mittel ausgeschöpft waren) als tötendes Instrument einzusetzen.

Um ohne weitere Umschweife auf den Casus Knacksus zu kommen: Der sogenannte "Schießbefehl" existierte ohne Wenn und Aber.

P.S.: 'tschuldigung, dass ich mich etwas aufgeregt habe, aber irgendwann muss doch jemand den Arsch in der Hose haben, das mal unverblümt offerieren.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#115

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 17:55
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #108
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #107
[
Nur mal so im Vergleich

Grenztote DDR (lt. Staatsanwaltschaft II Berlin) 270

Grenztote BRD 420


Tja Uwe, wie kommt das ?


passport



Frag doch mal nach, bei den Rechtsbeiständen, wie die Verteidigung im Prozeß u.a. gegen Krenz, Keßler und andere auf diese Zahl 420 gekommen ist!!!!!


Ach ja die Zahl 420 kommt im Forum schon vor, sach ja, täglich grüßt dass Murmeltier!!!!



Manche Sachen muss man 3x schreiben bevor es einmal begriffen wird !


passport
[/quote]


Ob der user "passport" es begriffen hat, starke Zweifel.

Sicherlich kommt noch vom user ""passport"" eine Auflösung wie diese Zahl 420 entstanden ist!!!!
So wegen der WAHRHEIT!

Ach ja, Schützenhilfe (im Sprichwörtlichen Sinn zu verstehen, nicht dass da noch einer auf dumme Gedanken kommt) könnte aus der allseitig bekannten Ecke von A. kommen.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#116

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 18:01
von passport | 2.639 Beiträge

Habe doch nur noch auf Deinen Kommentar gewartet Th.




Seite 128

Lesen müsst Ihr es aber schon selber


passport


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#117

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 18:07
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #116
Habe doch nur noch auf Deinen Kommentar gewartet Th.




Seite 128

Lesen müsst Ihr es aber schon selber


passport




Na wo die Zahl in dem Buch wohl herkommt!!!
Erschienen in 2006.

Die Prozesse waren ja bekanntlich früher.
Und auch hinsichtlich der Auswertungen die er sich angeblich seit 1977 hat geben lassen, bzw. bekommen habe.

Der Autor klopft sich auch kräftig auf die eigene Schulter!
So in Sachen Authentizität.

Ab in die Trash box.

Grins mir eins!


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 03.08.2014 18:11 | nach oben springen

#118

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 18:13
von passport | 2.639 Beiträge

Der Autor klopft sich auch kräftig auf die eigene Schulter!
So in Sachen Authentizität.


Th. was gibt es fachlich an der Thematik dieses Buches auszusetzen ?

Ist es heute diesen Politikern und Diplomaten peinlich wie eng und kooperativ sie damals mit der DDR-Administration zusammengearbeitet haben. Wie in diesen Buch beschrieben, auch mit dem MfS ?

passport


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#119

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 18:16
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Ist es heute diesen Politikern und Diplomaten peinlich wie eng und kooperativ sie damals mit der DDR-Administration zusammengearbeitet haben. Wie in diesen Buch beschrieben, auch mit dem MfS ?

passport

Rainer dann sei Froh das Du nur Papier Stempler warst,sonst hätten die vieleicht noch mit Dir zusammen gearbeitet


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#120

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 18:23
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #118
Der Autor klopft sich auch kräftig auf die eigene Schulter!
So in Sachen Authentizität.


Th. was gibt es fachlich an der Thematik dieses Buches auszusetzen ?

Ist es heute diesen Politikern und Diplomaten peinlich wie eng und kooperativ sie damals mit der DDR-Administration zusammengearbeitet haben. Wie in diesen Buch beschrieben, auch mit dem MfS ?

passport


Wie schon geschrieben.
Schulterklopfen!!


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