#81

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 10:27
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #79
(...)
Die andere Sauerei sehe ich darin, dass über viele Jahre erklärt wurde, dass auch an den Grenzen anderer europäischer Staaten, inklusive des westlichen Europas, bei einem " illegalen Grenzübertritt" geschossen werden darf.
Das war eine verdammte Lüge!

Gruß an alle
Uwe

Sicherheitsorgane dürfen als letzten Mitteleinsatz schiessen, um Gefahren abzuwehren oder um schwere Straftaten zu vermeiden. Der Grenzdienst sollte der DDR Volkswirtschaft das Humankapital erhalten (Gefahrenabwehr) und deshalb hat man den illegalen Grenzübertritt zur schweren Straftat erklärt.
In anderen Staaten durfte und darf bei illegalen Grenzübertritten auch geschossen werden, z.B. bei Verdacht auf bandenmässigen Schmuggel oder andere schwere Straftaten. Der illegale Grenzübertritt gilt aber meines Wissens im Westen nirgendwo als schwere Straftat.
Theo


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#82

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 10:32
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #79
Zitat von Freienhagener im Beitrag #40
Das ist des Pudels Kern.
Die Blöden waren die Grenzer vor Ort.

Wie das juristisch nicht Faßbare verstanden werden sollte, war eigentlich klar.

Anfangs wurde man nicht umsonst gefragt, ob man schießen würde. Und bei einer gelungenen Flucht mußte sich rechtfertigen, wer nicht geschossen hatte.



Die andere Sauerei sehe ich darin, dass über viele Jahre erklärt wurde, dass auch an den Grenzen anderer europäischer Staaten, inklusive des westlichen Europas, bei einem " illegalen Grenzübertritt" geschossen werden darf.
Das war eine verdammte Lüge!

Gruß an alle
Uwe


Auch an anderen Staatsgrenzen kam die Schusswaffe zum Einsatz. So z.B. an der Staatsgrenze CSSR / BRD / Österreich. Also kann man da nicht von Lüge sprechen.


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#83

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 10:39
von ABV | 4.202 Beiträge

Der bloße " illegale Grenzübertritt" wurde meines Wissens, vor "Schengen", in vielen Fällen als bloße Ordnungswidrigkeit behandelt. Zum Beispiel wenn ein Bundesbürger von Deutschland über die " Grüne Grenze" in die Niederlande wechselte. Um sich nicht in den Stau am offiziellen Grenzübergang einreihen zu müssen.
Interessanterweise wurden im Herbst 1989 die " illegalen Grenzübertritte" von der DDR nach Polen, zumindest bei "Ersttätern" ebenfalls als Ordnungswidrigkeit behandelt. Aber da stand die DDR schon mit dem Rücken zur Wand.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#84

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 10:42
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Und ständig grüßt das Murmeltier.
Immer wieder die gleiche Leier!!!


Vielleicht kann irgendwann einer mit Regiebefugniss die Themen zum Schusswaffengebrauch zusammensuchen und dann zusammenlegen!!!
Hilft möglicherweise den Neuzugängen und man wiederhoilt nicht alle liebe Zeit die Themen/Thematik.

Wobei manche sind anscheinend einfach zu Bequem/F...l zum suchen.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#85

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 10:44
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #82
Zitat von ABV im Beitrag #79
Zitat von Freienhagener im Beitrag #40
Das ist des Pudels Kern.
Die Blöden waren die Grenzer vor Ort.

Wie das juristisch nicht Faßbare verstanden werden sollte, war eigentlich klar.

Anfangs wurde man nicht umsonst gefragt, ob man schießen würde. Und bei einer gelungenen Flucht mußte sich rechtfertigen, wer nicht geschossen hatte.



Die andere Sauerei sehe ich darin, dass über viele Jahre erklärt wurde, dass auch an den Grenzen anderer europäischer Staaten, inklusive des westlichen Europas, bei einem " illegalen Grenzübertritt" geschossen werden darf.
Das war eine verdammte Lüge!

Gruß an alle
Uwe


Auch an anderen Staatsgrenzen kam die Schusswaffe zum Einsatz. So z.B. an der Staatsgrenze CSSR / BRD / Österreich. Also kann man da nicht von Lüge sprechen.



Mensch Alfred : den Grenzern wurde suggeriert, dass zum Beispiel auch an der Grenze der Bundesrepublik zu Frankreich und so weiter, bei illegalen Grenzübertritten die Schusswaffe angewendet werden darf. Und das ist nun einmal völliger Blödsinn!!
Das an der Grenze CSSR / BRD / Österreich ebenfalls geschossen wurde, ist doch klar! Die Rede war aber von den Grenzen in Westeuropa. Dort durfte auf niemanden geschossen werden, nur weil er über die Grenze wollte. Für einen Schusswaffengebrauch mussten andere Vorraussetzungen vorliegen.

Gruß Uwe


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#86

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 10:46
von Alfred | 6.841 Beiträge

Uwe,

dass war DEINE Formulierung :

"Die andere Sauerei sehe ich darin, dass über viele Jahre erklärt wurde, dass auch an den Grenzen anderer europäischer Staaten, inklusive des westlichen Europas, bei einem " illegalen Grenzübertritt" geschossen werden darf.
Das war eine verdammte Lüge! "

Die lässt vermuten, dass nur an der Staatsgrenze der DDR geschossen wurde.

Aber TH hat RECHT. Das Thema hatten wir schon zig mal und raubt nur Zeit.


zuletzt bearbeitet 03.08.2014 10:48 | nach oben springen

#87

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 10:47
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Hapedi im Beitrag #52
@Greso , ja die Aluoette war schnell und wendig . Schnell da und gleich wieder weg . Habe 1970 sone Sache erlebt . Kompaniegebäude war etwa 500m von der Grenze da standplötzlich über dem Hof son Ding und filmte . Überall gingen die Fenster auf und es wurde gewunken Da stand der Spies auf dem Hof und tobte rum seid ihr verrückt das ist eine Alouette sofort Fenster zu . [...]

Hallo Hapedi,

das müßte ja dann die GK Haselhorst gewesen sein. Wo war die denn genau verortet? Ich kann nur ein Haselhorst bei Spandau finden.

Danke und Gruß
Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#88

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 10:48
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #85
Zitat von Alfred im Beitrag #82
Zitat von ABV im Beitrag #79
Zitat von Freienhagener im Beitrag #40
Das ist des Pudels Kern.
Die Blöden waren die Grenzer vor Ort.

Wie das juristisch nicht Faßbare verstanden werden sollte, war eigentlich klar.

Anfangs wurde man nicht umsonst gefragt, ob man schießen würde. Und bei einer gelungenen Flucht mußte sich rechtfertigen, wer nicht geschossen hatte.



Die andere Sauerei sehe ich darin, dass über viele Jahre erklärt wurde, dass auch an den Grenzen anderer europäischer Staaten, inklusive des westlichen Europas, bei einem " illegalen Grenzübertritt" geschossen werden darf.
Das war eine verdammte Lüge!

Gruß an alle
Uwe


Auch an anderen Staatsgrenzen kam die Schusswaffe zum Einsatz. So z.B. an der Staatsgrenze CSSR / BRD / Österreich. Also kann man da nicht von Lüge sprechen.



Mensch Alfred : den Grenzern wurde suggeriert, dass zum Beispiel auch an der Grenze der Bundesrepublik zu Frankreich und so weiter, bei illegalen Grenzübertritten die Schusswaffe angewendet werden darf. Und das ist nun einmal völliger Blödsinn!!
Das an der Grenze CSSR / BRD / Österreich ebenfalls geschossen wurde, ist doch klar! Die Rede war aber von den Grenzen in Westeuropa. Dort durfte auf niemanden geschossen werden, nur weil er über die Grenze wollte. Für einen Schusswaffengebrauch mussten andere Vorraussetzungen vorliegen.

Gruß Uwe



Auweia, wenn dass mal nicht eine ""Steilvorlage"" für manchen vermeintlich Wissenden (Uwissenden) wird.


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#89

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 10:51
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #84
Und ständig grüßt das Murmeltier.
Immer wieder die gleiche Leier!!!


Vielleicht kann irgendwann einer mit Regiebefugniss die Themen zum Schusswaffengebrauch zusammensuchen und dann zusammenlegen!!!
Hilft möglicherweise den Neuzugängen und man wiederhoilt nicht alle liebe Zeit die Themen/Thematik.

Wobei manche sind anscheinend einfach zu Bequem/F...l zum suchen.

Nein, Thunderhorse,

das sollten wir nicht tun. Die Diskussion ist weder in der Gesellschaft noch in diesem Forum an einem Punkt, wo man sie beenden sollte. Dass sie immer wieder neu aufflammt widerspiegelt diesen Prozess und dass immer wieder die gleichen Argumente auftauchen zeigt nur, dass die Diskussion bisher immer nur an Erschöpfung starb, aber nicht durch Klärung aufgelöst wurde. Ja, es ist lästig, sich immer wieder durch den selben Meinungsbrei zu kämpfen, aber ich versichere Dir, noch in hundert Jahren werden Geschichtsprofessoren über diesen Punkt streiten und Studenten in den Vorlesungen zu dem Thema einschlafen. Tja, die Biologie hört auf, einfach zu werden, wenn sie auf den Menschen trifft.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#90

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 10:57
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von Ari@D187 im Beitrag #87
Zitat von Hapedi im Beitrag #52
@Greso , ja die Aluoette war schnell und wendig . Schnell da und gleich wieder weg . Habe 1970 sone Sache erlebt . Kompaniegebäude war etwa 500m von der Grenze da standplötzlich über dem Hof son Ding und filmte . Überall gingen die Fenster auf und es wurde gewunken Da stand der Spies auf dem Hof und tobte rum seid ihr verrückt das ist eine Alouette sofort Fenster zu . [...]

Hallo Hapedi,

das müßte ja dann die GK Haselhorst gewesen sein. Wo war die denn genau verortet? Ich kann nur ein Haselhorst bei Spandau finden.

Danke und Gruß
Ari


52°42'57.47"N 10°50'4.12"E


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#91

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 10:58
von Freienhagener | 3.860 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #85

Mensch Alfred : den Grenzern wurde suggeriert, dass zum Beispiel auch an der Grenze der Bundesrepublik zu Frankreich und so weiter, bei illegalen Grenzübertritten die Schusswaffe angewendet werden darf. Und das ist nun einmal völliger Blödsinn!!
Das an der Grenze CSSR / BRD / Österreich ebenfalls geschossen wurde, ist doch klar! Die Rede war aber von den Grenzen in Westeuropa. Dort durfte auf niemanden geschossen werden, nur weil er über die Grenze wollte. Für einen Schusswaffengebrauch mussten andere Vorraussetzungen vorliegen.



Der entscheidende Unterschied und die eigentliche Hauptsache für die DDR-Fluchten war doch aber, daß legale Ausreisen bei uns fast unmöglich waren (Ausnahmen bestätigen die Regel).
(Muß man darauf überhaupt hinweisen?)


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 03.08.2014 10:59 | nach oben springen

#92

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 10:59
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #89
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #84
Und ständig grüßt das Murmeltier.
Immer wieder die gleiche Leier!!!


Vielleicht kann irgendwann einer mit Regiebefugniss die Themen zum Schusswaffengebrauch zusammensuchen und dann zusammenlegen!!!
Hilft möglicherweise den Neuzugängen und man wiederhoilt nicht alle liebe Zeit die Themen/Thematik.

Wobei manche sind anscheinend einfach zu Bequem/F...l zum suchen.

Nein, Thunderhorse,

das sollten wir nicht tun. Die Diskussion ist weder in der Gesellschaft noch in diesem Forum an einem Punkt, wo man sie beenden sollte. Dass sie immer wieder neu aufflammt widerspiegelt diesen Prozess und dass immer wieder die gleichen Argumente auftauchen zeigt nur, dass die Diskussion bisher immer nur an Erschöpfung starb, aber nicht durch Klärung aufgelöst wurde. Ja, es ist lästig, sich immer wieder durch den selben Meinungsbrei zu kämpfen, aber ich versichere Dir, noch in hundert Jahren werden Geschichtsprofessoren über diesen Punkt streiten und Studenten in den Vorlesungen zu dem Thema einschlafen. Tja, die Biologie hört auf, einfach zu werden, wenn sie auf den Menschen trifft.

ciao Rainman


Für mich stets aufs Neue die Wiederholung von Alt bekanntem.
Neues bzw. neue Ansätze, Tendenz zu 0%

Eine Diskussion!!!!!!
Naa, wahrlich nicht.
Die diversen Fronten der Wissenden/Unwissenden und Ihre Darstellungen wiederholen sich.


Klärung??
Was soll den noch geklärt werden??
Die Faktenlage oder die Befindlichkeiten?

Manche schaffen es nicht mal, sich mit den einfachsten Ansätzen zu der Thematik zu befassen.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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zuletzt bearbeitet 03.08.2014 11:01 | nach oben springen

#93

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 11:07
von Freienhagener | 3.860 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #48

Im militärischen Jargon ist meist gemeint, dass man den Gegner vollständig besiegt., das heisst dass er zu keiner weiteren (Kampf) Handung fähig ist.

.

Das dürfte sich aber auf Armeen beziehen und nicht auf Einzelpersonen. Bevor eine Armee zu Kampfhandlungen unfähig ist, sterben viele. Trotzdem kann sie weiter existieren.
Bei Einzelnen ist das nicht möglich. Da kann es bezüglich "vernichten" keine Mißverständnisse geben, höchstens spätere Ausreden von denen, die uns vor Ort den "Schwarzen Peter" zuschoben.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
matloh hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#94

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 11:11
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #90


52°42'57.47"N 10°50'4.12"E

Alles klar, habe den Weiler auffinden können. :)

Thanks
Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#95

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 11:20
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #91
Zitat von ABV im Beitrag #85

Mensch Alfred : den Grenzern wurde suggeriert, dass zum Beispiel auch an der Grenze der Bundesrepublik zu Frankreich und so weiter, bei illegalen Grenzübertritten die Schusswaffe angewendet werden darf. Und das ist nun einmal völliger Blödsinn!!
Das an der Grenze CSSR / BRD / Österreich ebenfalls geschossen wurde, ist doch klar! Die Rede war aber von den Grenzen in Westeuropa. Dort durfte auf niemanden geschossen werden, nur weil er über die Grenze wollte. Für einen Schusswaffengebrauch mussten andere Vorraussetzungen vorliegen.



Der entscheidende Unterschied und die eigentliche Hauptsache für die DDR-Fluchten war doch aber, daß legale Ausreisen bei uns fast unmöglich waren (Ausnahmen bestätigen die Regel).
(Muß man darauf überhaupt hinweisen?)



1987 gab es über 1 Million Besuchsreisen von Bürgern der DDR in die BRD und nach Westberlin. ( Unterhalb Rentenalter ) Insgesamt über 5 Millionen. Ganz so wenig ist dies ja nun auch nicht.


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#96

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 11:28
von Freienhagener | 3.860 Beiträge

Mag sein, aber zwei Jahre vor dem Ende...und intensiv auf Rückkehr geprüft und gesiebt.

Die Realität sah voher anders aus. Das weiß Jeder.
Selbst "Westbesuch von drüben" war lange (fast) unmöglich.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 03.08.2014 11:34 | nach oben springen

#97

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 11:38
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #96
Mag sein, aber zwei Jahre vor dem Ende...und intensiv auf Rückkehr geprüft und gesiebt.

Die Realität sah voher anders aus. Das weiß Jeder.
Selbst "Westbesuch von drüben" war lange (fast) unmöglich.



So gründlich wurde doch überhaupt nicht gesiebt.
Wie konnte es sonst passieren, dass allein im ersten Halbjahr 1988 rund 3.000 Personen von genehmigten Reisen nicht in die DDR zurück kamen ?


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#98

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 11:41
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #93
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #48

Im militärischen Jargon ist meist gemeint, dass man den Gegner vollständig besiegt., das heisst dass er zu keiner weiteren (Kampf) Handung fähig ist.

.

Das dürfte sich aber auf Armeen beziehen und nicht auf Einzelpersonen. Bevor eine Armee zu Kampfhandlungen unfähig ist, sterben viele. Trotzdem kann sie weiter existieren.
Bei Einzelnen ist das nicht möglich. Da kann es bezüglich "vernichten" keine Mißverständnisse geben, höchstens spätere Ausreden von denen, die uns vor Ort den "Schwarzen Peter" zuschoben.


Jetzt könnte man aber auch argumentieren, dass die Staatsgrenze vornehmlich nach außen hin gesichert werden sollte. Zum Beispiel vor bewaffneten Kräften, die über die Staatsgrenze in die DDR "einsickern" wollten. Das Wort "vernichten" bezog sich ausschließlich auf solche Kräfte. Grenzverletzer die von Ost nach West " über den Zaun wollten" , sollten in erster Linie "aufgespürt und festgenommen werden." Schließlich war die West-Grenze der DDR keine Staatsgrenze im üblichen Sinn, sondern eine Trennlinie zwischen zwei feindlichen, hochgerüsteten Machtblöcken. Wer will es einem Staat, im Interesse der Sicherheit verdenken, wenn er effektive Abwehrmaßnahmen gegen bewaffnete Eindringlinge ergreift?

So würde ich jedenfalls argumentieren, wenn man mich wegen der "Vergatterungsformel" hätte vor Gericht verantworten müssen. Unter dem Motto: " Was wollt ihr denn eigentlich von mir?
Das wäre aber nur die halbe Wahrheit und eine ganze Lüge dazu! Gerade die schwammige Formulierung des Vergatterungstextes, macht ihn so gefährlich. Und juristisch unangreifbar.

Gruß Uwe


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#99

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 11:45
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #96
Mag sein, aber zwei Jahre vor dem Ende...und intensiv auf Rückkehr geprüft und gesiebt.

Die Realität sah voher anders aus. Das weiß Jeder.
Selbst "Westbesuch von drüben" war lange (fast) unmöglich.



Auf welche Zeit beziehst Du dich denn da ?


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#100

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.08.2014 11:47
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #92
... Für mich stets aufs Neue die Wiederholung von Alt bekanntem.
Neues bzw. neue Ansätze, Tendenz zu 0%

Eine Diskussion!!!!!!
Naa, wahrlich nicht.
Die diversen Fronten der Wissenden/Unwissenden und Ihre Darstellungen wiederholen sich.


Klärung??
Was soll den noch geklärt werden??
Die Faktenlage oder die Befindlichkeiten?

Manche schaffen es nicht mal, sich mit den einfachsten Ansätzen zu der Thematik zu befassen.

Hallo Thunderhorse,

damit beschreibst Du, aus meiner Sicht ziemlich genau, das Grundsätzliche am Problem:
Wir haben es hier nicht mit einem militärischen, politischem oder rechtlichem Streit zu tun. Hier geht es um Kultur. Nein, nicht Diskussionskultur, das ist Randrauschen. Es geht darum, dass es in der Gesellschaft (Politik, Justiz, Medien - um mal einige der wichtigsten Protagonisten zu nennen) nie darum ging, die wirklichen Abläufe und Wirkungsprinzipien vollständig zu untersuchen. Man hatte einen Begriff, der - militärisch auf den zu betrachtenden Sachverhalt angewendet - ein absoluter Humbug ist, untersetzte diesen juristisch und medial und erklärte obendrein noch denen, die dabei waren, was sie davon zu halten hätten. Die Reaktion "Ich lass mir von den Wessis nicht erklären, in welcher Geschichte ich gelebt habe" ist eine Trotzreaktion, die als Reaktion auf die grundsätzliche Missachtung der DDR-Kultur (weitester Sinn des Begriffs Kultur bitte!!!) gewertet werden kann. Dass dann die aberwitzigsten Sachen ausgegraben werden, ist eine traurige Begleiterscheinung. Anstatt sich auf die eigene Geschichte und das eigene Erleben zu konzentrieren, werden krudeste Sachen in die Meinungsschlacht geworfen.

Einem starken Empiriker wie Dir (das ist als Kompliment gemeint, sollte es anders ankommen oder falsch sein, dann vergib mir bitte) rollt es da sicher die Fußnägel hoch. Hier und in der Gesellschaft hauen ständig Leute aufeinander ein, die sich dessen, worum es ihnen geht, gar nicht im klaren sind. Mich persönlich beispielsweise interessiert es auf Deutsch gesagt einen Scheiß, ob und wenn ja, warum, an anderen Grenzen geschossen wurde. Weder die gesellschaftliche, die historische, noch die Seite der Systemauseinandersetzung hat entsprechende Vergleichsmöglichkeiten. Ich werde auch nicht anfangen, durch Archive zu kriechen. Im Vordergrund muss meine eigene Auseinandersetzung mit dem, was ich getan und gedacht habe, stehen. Und so kommt es zu der von außen betrachtet fast schizophrenen Situation, dass ich einen aus meiner Sicht grundsätzlich falschen Begriff akzeptiere, da ich mit der Herleitung und Bewertung im Rahmen eines Minimalkonsens leben kann.

Die Grundlage bieten bei mir 4 einfache Grundfragen:
1. Habe ich geschossen: Nein
2. Hätte ich geschossen: Mit hoher Wahrscheinlichkeit - Ja
3. Hätte ich "den Falschen" getroffen: Mit hoher Wahrscheinlichkeit - Ja
4. Hätte ich das alles getan mit meinem heutigen Wissen um die DDR: Mit hoher Wahrscheinlichkeit - Nein

Die dritte und vierte Frage stehen in einer engen Korrelation. Wenn 3. Ja UND 4. Nein lautet, dann kann ich mein damaliges Verhalten nicht mehr blind verteidigen. Ich muss mich kritisch damit auseinandersetzen. Und da sind externe Beispiele von anderen Armeen kein helfender Vergleich. Westliche Ideologeme helfen zwar auch nicht sonderlich, aber die stärkere Kultur gewinnt nun mal. Ich werde nicht gegen einen Begriff kämpfen, solange ich die Möglichkeit habe, meine Haltung und meine Geschichte dazu zu erzählen.

Das ist ein Prozess. Und der kann dauern. Also: Geduld!

Liebe Grüße
ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


Hans, ABV und 94 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.08.2014 11:49 | nach oben springen


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