#221

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.08.2014 18:50
von Hapedi | 1.873 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #219
Wenn ich immer lese, es gab eine Schusswaffengebrauchsbestimmung , dann sind alle die damals auf Menschen an der Grenze geschossen haben , Gesetzesverstößer .?????????????????????ratata





und die halbjährlichen Vereidigungen nur ein Event wie bei einer Rockgruppe nur ohne Eintritt
Oder gabs da auch eine Bestimmung ihr braucht aber da nicht hingehen wer nicht will

gruß Hapedi



zuletzt bearbeitet 10.08.2014 18:54 | nach oben springen

#222

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.08.2014 20:08
von SET800 | 3.094 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #219
Wenn ich immer lese, es gab eine Schusswaffengebrauchsbestimmung , dann sind alle die damals auf Menschen an der Grenze geschossen haben , Gesetzesverstößer .?????????????????????ratata


Hallo,
kannst du dir vorstellen daß es im Rahmen der Gesetze des Staates und der Dienstvorschriften auch angemessenden, rechtlich gebotenen, legitimen und zulässigen Schußwaffeneinsatz gab?



zuletzt bearbeitet 10.08.2014 20:09 | nach oben springen

#223

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.08.2014 20:40
von passport | 2.626 Beiträge

Zitat von Hapedi im Beitrag #220
Zitat von passport im Beitrag #218
Zitat von Pit 59 im Beitrag #217
Wie hatte ich schon mal geschrieben,wir haben das Gerät ja nicht aus der Waffenkammer geholt und Stundenlang mit rumgeschleppt ,nur weil die Knarre mal an die frische Luft musste.


@Pit 59 für Dich 5 min.

Hatte im Dienst auch ständig meine PM 9 mit und ungebraucht nach Dienstende wieder abgegeben.


passport



da kannst du dich glücklich schätzen das du das Ding im Halfter lassen konntest
Ich denke mal am Kanten sah es anders aus . Am laufendenden Band Fahndungen . Ganz groß Russen die auch noch so verschiedenes mitbrachten .
Nun rate mal wer wen zu erst getötet hätte .Für die Russen stand ja wirklich viel auf dem Spiel . Aber nach deinen rausgesuchten Bestimmungen sollte wohl jeder der da abhauen wollte zur Vernuft aufgefordert werden

gruß Hapedi




Nö nicht doch, Fahndungen nach nicht abgemeldeten Bürger(Innen), Straftätern oder Fahnenflüchtigen gab es bei uns nicht. Schließlich waren Grenzübergänge "autonome Gebiete", da passierte nichts



passport


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#224

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.08.2014 21:15
von Rostocker | 7.717 Beiträge

Zitat von Hapedi im Beitrag #220
Zitat von passport im Beitrag #218
Zitat von Pit 59 im Beitrag #217
Wie hatte ich schon mal geschrieben,wir haben das Gerät ja nicht aus der Waffenkammer geholt und Stundenlang mit rumgeschleppt ,nur weil die Knarre mal an die frische Luft musste.


@Pit 59 für Dich 5 min.

Hatte im Dienst auch ständig meine PM 9 mit und ungebraucht nach Dienstende wieder abgegeben.


passport



da kannst du dich glücklich schätzen das du das Ding im Halfter lassen konntest
Ich denke mal am Kanten sah es anders aus . Am laufendenden Band Fahndungen . Ganz groß Russen die auch noch so verschiedenes mitbrachten .
Nun rate mal wer wen zu erst getötet hätte .Für die Russen stand ja wirklich viel auf dem Spiel . Aber nach deinen rausgesuchten Bestimmungen sollte wohl jeder der da abhauen wollte zur Vernuft aufgefordert werden

gruß Hapedi



Also während meiner Zeit gab es 2 Fandungen--1 nach einen russischen und 1 nach einen deutschen Militärangehörigen. Und während des Reservistendienstes,keine. Und zu Anwendung der Schußwaffe kam es überhaupt nicht. Also am laufenden Band war selten.


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#225

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.08.2014 21:25
von Hapedi | 1.873 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #224
Zitat von Hapedi im Beitrag #220
Zitat von passport im Beitrag #218
Zitat von Pit 59 im Beitrag #217
Wie hatte ich schon mal geschrieben,wir haben das Gerät ja nicht aus der Waffenkammer geholt und Stundenlang mit rumgeschleppt ,nur weil die Knarre mal an die frische Luft musste.


@Pit 59 für Dich 5 min.

Hatte im Dienst auch ständig meine PM 9 mit und ungebraucht nach Dienstende wieder abgegeben.


passport



da kannst du dich glücklich schätzen das du das Ding im Halfter lassen konntest
Ich denke mal am Kanten sah es anders aus . Am laufendenden Band Fahndungen . Ganz groß Russen die auch noch so verschiedenes mitbrachten .
Nun rate mal wer wen zu erst getötet hätte .Für die Russen stand ja wirklich viel auf dem Spiel . Aber nach deinen rausgesuchten Bestimmungen sollte wohl jeder der da abhauen wollte zur Vernuft aufgefordert werden

gruß Hapedi



Also während meiner Zeit gab es 2 Fandungen--1 nach einen russischen und 1 nach einen deutschen Militärangehörigen. Und während des Reservistendienstes,keine. Und zu Anwendung der Schußwaffe kam es überhaupt nicht. Also am laufenden Band war selten.





darf man fragen was das für ein Deutscher war danke ich meine Diensgrad

gruß Hapedi



zuletzt bearbeitet 10.08.2014 21:34 | nach oben springen

#226

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.08.2014 21:45
von Gelöschtes Mitglied
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Zu meiner Dienstzeit habe ich die Fahndung nach Weinhold mit erlebt. Auch solche Fälle sollte man in dem Rahmen "Gebrauch der Schußwaffe" nicht vergessen.


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#227

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.08.2014 22:33
von Rostocker | 7.717 Beiträge

Zitat von Hapedi im Beitrag #225
Zitat von Rostocker im Beitrag #224
Zitat von Hapedi im Beitrag #220
Zitat von passport im Beitrag #218
Zitat von Pit 59 im Beitrag #217
Wie hatte ich schon mal geschrieben,wir haben das Gerät ja nicht aus der Waffenkammer geholt und Stundenlang mit rumgeschleppt ,nur weil die Knarre mal an die frische Luft musste.


@Pit 59 für Dich 5 min.

Hatte im Dienst auch ständig meine PM 9 mit und ungebraucht nach Dienstende wieder abgegeben.


passport



da kannst du dich glücklich schätzen das du das Ding im Halfter lassen konntest
Ich denke mal am Kanten sah es anders aus . Am laufendenden Band Fahndungen . Ganz groß Russen die auch noch so verschiedenes mitbrachten .
Nun rate mal wer wen zu erst getötet hätte .Für die Russen stand ja wirklich viel auf dem Spiel . Aber nach deinen rausgesuchten Bestimmungen sollte wohl jeder der da abhauen wollte zur Vernuft aufgefordert werden

gruß Hapedi



Also während meiner Zeit gab es 2 Fandungen--1 nach einen russischen und 1 nach einen deutschen Militärangehörigen. Und während des Reservistendienstes,keine. Und zu Anwendung der Schußwaffe kam es überhaupt nicht. Also am laufenden Band war selten.





darf man fragen was das für ein Deutscher war danke ich meine Diensgrad

gruß Hapedi


Hapedi das war 75--man suchte einen Soldaten von den Falschirmjägern.


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#228

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.08.2014 12:06
von Heckenhaus | 5.112 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #200




Gesetz über die Staatsgrenze
der Deutschen Demokratischen Republik

vom 25. März 1982



§ 27. Anwendung von Schußwaffen

(1) Die Anwendung der Schußwaffe ist die äußerste Maßnahme der Gewaltanwendung gegenüber Personen. Die Schußwaffe darf nur in solchen Fällen angewendet werden, wenn die körperliche Einwirkung ohne oder mit Hilfsmitteln erfolglos blieb oder offensichtlich keinen Erfolg verspricht. Die Anwendung von Schußwaffen gegen Personen ist erst dann zulässig, wenn durch Waffenwirkung gegen Sachen oder Tiere der Zweck nicht erreicht wird.

(2) Die Anwendung der Schußwaffe ist gerechtfertigt, um die unmittelbar bevorstehende Ausführung oder die Fortsetzung einer Straftat zu verhindern, die sich den Umständen nach als ein Verbrechen darstellt. Sie ist auch gerechtfertigt zur Ergreifung von Personen, die eines Verbrechens dringend verdächtig sind.

(3) Die Anwendung der Schußwaffe ist grundsätzlich durch Zuruf oder Abgabe eines Warnschusses anzukündigen, sofern nicht eine unmittelbar bevorstehende Gefahr nur durch die gezielte Anwendung der Schußwaffe verhindert oder beseitigt werden kann.

(4) Die Schußwaffe ist nicht anzuwenden, wenn

das Leben oder die Gesundheit Unbeteiligter gefährdet werden können,

die Personen dem äußeren Eindruck nach im Kindesalter sind oder

das Hoheitsgebiet eines benachbarten Staates beschossen würde.

Gegen Jugendliche und weibliche Personen sind nach Möglichkeit Schußwaffen nicht anzuwenden.

(5) Bei der Anwendung der Schußwaffe ist das Leben von Personen nach Möglichkeit zu schonen. Verletzten ist unter Beachtung, der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen Erste Hilfe zu erweisen.

...
passport

Genau so und nicht anders war sinngemäß unsere Vergatterung, täglich. 1969/70 an der bayerischen Grenze in Juchhöh !

Wenn hier jemand behauptet, das nicht zu kennen, lügt er oder leidet unter Gedächtnisschwund.
Oder ist so voller Hass auf die DDR, das er alles unterschreiben würde.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#229

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.08.2014 13:14
von SET800 | 3.094 Beiträge

Hallo,
daraus ergibt sich daß auch nach BRD-Recht derartiger diesen Regeln entsprechender Waffeneinsatz nicht Mordtatbestandsmerkmale erfüllt.

Frage, ist je ein DDR-Grenzer nach dem 3.10.1990 wegen Mord rechtskräftig verurteilt worden?

Was gab es ggf. "stillschweigend" oder per nichtöffentlichem DDR-Militärstrafrecht an Urteilen gegen Leute mit real zu lockerem Finger am Abzug?

Oder war die Ausbildung, Kontrolle, Dizplin, charakterliche Prüfung und Gesinnung so gut daß Rambos dort sich nicht entfalten konten?



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#230

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.08.2014 13:33
von Lutze | 8.028 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #229
Hallo,
daraus ergibt sich daß auch nach BRD-Recht derartiger diesen Regeln entsprechender Waffeneinsatz nicht Mordtatbestandsmerkmale erfüllt.

Frage, ist je ein DDR-Grenzer nach dem 3.10.1990 wegen Mord rechtskräftig verurteilt worden?

Was gab es ggf. "stillschweigend" oder per nichtöffentlichem DDR-Militärstrafrecht an Urteilen gegen Leute mit real zu lockerem Finger am Abzug?

Oder war die Ausbildung, Kontrolle, Dizplin, charakterliche Prüfung und Gesinnung so gut daß Rambos dort sich nicht entfalten konten?


ein Grenzkommandeur wurde zu 10 Jahren wegen Mord verurteilt,
mit 30 Schüssen wurde Walter Kittel niedergemetzelt
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#231

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.08.2014 14:18
von Heckenhaus | 5.112 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #230
Zitat von SET800 im Beitrag #229
Hallo,
daraus ergibt sich daß auch nach BRD-Recht derartiger diesen Regeln entsprechender Waffeneinsatz nicht Mordtatbestandsmerkmale erfüllt.

Frage, ist je ein DDR-Grenzer nach dem 3.10.1990 wegen Mord rechtskräftig verurteilt worden?

Was gab es ggf. "stillschweigend" oder per nichtöffentlichem DDR-Militärstrafrecht an Urteilen gegen Leute mit real zu lockerem Finger am Abzug?

Oder war die Ausbildung, Kontrolle, Dizplin, charakterliche Prüfung und Gesinnung so gut daß Rambos dort sich nicht entfalten konten?


ein Grenzkommandeur wurde zu 10 Jahren wegen Mord verurteilt,
mit 30 Schüssen wurde Walter Kittel niedergemetzelt
Lutze

Wobei dieser sog. Grenzkommandeur ein ziemlicher Idiot war und gegen alle Vorschriften gehandelt hat.
http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph...d/593925/page/5
Er wurde zum Feldwebel befördert !!!
Ob sich das je ausgezahlt hat ?


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#232

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.08.2014 14:56
von SET800 | 3.094 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #231

Er wurde zum Feldwebel befördert !!!
Ob sich das je ausgezahlt hat ?



Und hatte der je Gelegenheit nochmals zur Waffe derartig zu greifen? Oder Innendienst als Vorgesetzter für Sammeldepot Kleiderkammer, Einsatzverpflegung und Zeltplanen?



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#233

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.08.2014 15:55
von Marder | 1.413 Beiträge

Hallo,
es nicht der Knackepunkt ob er jemals wieder Grenzdienst geschoben hat.
Vielmehr ist die ( gewünschte?) Signalwirkung auf die anderen Soldaten die, daß er sich richtig verhalten hat.
Eine Rechtstaatlichkeit hätte zumindest eine unvoreingenommene Untersuchung nach sich gezogen, um die genauen Tatbestände ans Licht zu fördern und dann in letzter Kosequenz ein Urteil zu fällen.
Dann wäre das Grenzgesetz auch so behandelt worden, wie es geschrieben war.
Somit war in meinen Augen die falsche Signalwirkung gegeben, nämlich die schnelle Entscheidung zum Schuss ( in diesem Fall 30!!!)
Mit freundlichen Grüßen Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
ABV hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#234

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.08.2014 16:52
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #228
Zitat von passport im Beitrag #200




Gesetz über die Staatsgrenze
der Deutschen Demokratischen Republik

vom 25. März 1982



§ 27. Anwendung von Schußwaffen

(1) Die Anwendung der Schußwaffe ist die äußerste Maßnahme der Gewaltanwendung gegenüber Personen. Die Schußwaffe darf nur in solchen Fällen angewendet werden, wenn die körperliche Einwirkung ohne oder mit Hilfsmitteln erfolglos blieb oder offensichtlich keinen Erfolg verspricht. Die Anwendung von Schußwaffen gegen Personen ist erst dann zulässig, wenn durch Waffenwirkung gegen Sachen oder Tiere der Zweck nicht erreicht wird.

(2) Die Anwendung der Schußwaffe ist gerechtfertigt, um die unmittelbar bevorstehende Ausführung oder die Fortsetzung einer Straftat zu verhindern, die sich den Umständen nach als ein Verbrechen darstellt. Sie ist auch gerechtfertigt zur Ergreifung von Personen, die eines Verbrechens dringend verdächtig sind.

(3) Die Anwendung der Schußwaffe ist grundsätzlich durch Zuruf oder Abgabe eines Warnschusses anzukündigen, sofern nicht eine unmittelbar bevorstehende Gefahr nur durch die gezielte Anwendung der Schußwaffe verhindert oder beseitigt werden kann.

(4) Die Schußwaffe ist nicht anzuwenden, wenn

das Leben oder die Gesundheit Unbeteiligter gefährdet werden können,

die Personen dem äußeren Eindruck nach im Kindesalter sind oder

das Hoheitsgebiet eines benachbarten Staates beschossen würde.

Gegen Jugendliche und weibliche Personen sind nach Möglichkeit Schußwaffen nicht anzuwenden.

(5) Bei der Anwendung der Schußwaffe ist das Leben von Personen nach Möglichkeit zu schonen. Verletzten ist unter Beachtung, der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen Erste Hilfe zu erweisen.

...
passport

Genau so und nicht anders war sinngemäß unsere Vergatterung, täglich. 1969/70 an der bayerischen Grenze in Juchhöh !

Wenn hier jemand behauptet, das nicht zu kennen, lügt er oder leidet unter Gedächtnisschwund.
Oder ist so voller Hass auf die DDR, das er alles unterschreiben würde.



@Heckenhaus
Besonders möchte ich deinen Gedächtnisschwund hervorheben.Wer hatte denn so lange Zeit das vorzulesen .

1969 - 1970
Ablauf der Vergatterung bei uns im GR 23.
Es wurde vorgelesen , wer oder was sich vermutlich auf der Flucht befindet , Welche Maßnahmen im Abschnitt vorgesehen sind ( LPG -Erntemaschinen)
dann folgte der Wortlaut der Vergatterung

Die .. Kompanie . ... Zug....... ist eingesetzt zur Sicherung der Staatsgrenze der DDR Im Abschnitt........ von 18- 06 h .
Grenzverletzer sind festzunehmen oder zu vernichten . VERGATTERUNG

ratata


Hapedi und GKUS64 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.08.2014 16:53 | nach oben springen

#235

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.08.2014 17:19
von GZB1 | 3.286 Beiträge

Erste Priorität lag also auf festnehmen!

Ihr hattet also damals 12h Schichten??


zuletzt bearbeitet 11.08.2014 17:20 | nach oben springen

#236

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.08.2014 18:21
von Heckenhaus | 5.112 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #234

@Heckenhaus
Besonders möchte ich deinen Gedächtnisschwund hervorheben.Wer hatte denn so lange Zeit das vorzulesen .

1969 - 1970
Ablauf der Vergatterung bei uns im GR 23.
Es wurde vorgelesen , wer oder was sich vermutlich auf der Flucht befindet , Welche Maßnahmen im Abschnitt vorgesehen sind ( LPG -Erntemaschinen)
dann folgte der Wortlaut der Vergatterung

Die .. Kompanie . ... Zug....... ist eingesetzt zur Sicherung der Staatsgrenze der DDR Im Abschnitt........ von 18- 06 h .
Grenzverletzer sind festzunehmen oder zu vernichten . VERGATTERUNG

ratata

Es gab eben verschiedene GK´s, ich habe das eben anders als du erlebt.

Es war von Festnahme die Rede und von notfalls bewegungsunfähig zu machen, und es wurde oft genug hinterfragt, was wir darunter verstehen.
Es ging immer darum, möglichst die Beine zu treffen, was , Gott sei Dank, nie real eintrat.

Von "Vernichten" im Sinne von erschießen war nicht die Rede, jedenfalls nicht während meiner Dienstzeit in der GK.


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„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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#237

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.08.2014 18:30
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Die scheinheilige Weisung "in die Beine Schießen" sollte jeder durchschauen, der vor Ort war:
Man stelle sich in der Nacht bei schlechter Sicht ein bewegtes Ziel in der Ferne vor. Wer konnte da auf Beine zielen und nur diese treffen...........

Und was die Festnahme betrifft: Es wurde ja nicht nur zurückgeschickt, wer nichts weiter wollte als raus..............


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 11.08.2014 18:43 | nach oben springen

#238

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.08.2014 22:22
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Vernichten......,hieß für uns einfache Soldaten,den Tod von Flüchtlingen in Kauf zu nehmen,.....also zu schießen.....jaja,....natürlich nur auf die Beine......

Alles andere ist doch um den heißen Brei zu reden......
Was im #228 steht,wurde uns zur Vergatterung nie vorgelesen!

ek40


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#239

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.08.2014 22:28
von Hapedi | 1.873 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #234
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #228
Zitat von passport im Beitrag #200




Gesetz über die Staatsgrenze
der Deutschen Demokratischen Republik

vom 25. März 1982



§ 27. Anwendung von Schußwaffen

(1) Die Anwendung der Schußwaffe ist die äußerste Maßnahme der Gewaltanwendung gegenüber Personen. Die Schußwaffe darf nur in solchen Fällen angewendet werden, wenn die körperliche Einwirkung ohne oder mit Hilfsmitteln erfolglos blieb oder offensichtlich keinen Erfolg verspricht. Die Anwendung von Schußwaffen gegen Personen ist erst dann zulässig, wenn durch Waffenwirkung gegen Sachen oder Tiere der Zweck nicht erreicht wird.

(2) Die Anwendung der Schußwaffe ist gerechtfertigt, um die unmittelbar bevorstehende Ausführung oder die Fortsetzung einer Straftat zu verhindern, die sich den Umständen nach als ein Verbrechen darstellt. Sie ist auch gerechtfertigt zur Ergreifung von Personen, die eines Verbrechens dringend verdächtig sind.

(3) Die Anwendung der Schußwaffe ist grundsätzlich durch Zuruf oder Abgabe eines Warnschusses anzukündigen, sofern nicht eine unmittelbar bevorstehende Gefahr nur durch die gezielte Anwendung der Schußwaffe verhindert oder beseitigt werden kann.

(4) Die Schußwaffe ist nicht anzuwenden, wenn

das Leben oder die Gesundheit Unbeteiligter gefährdet werden können,

die Personen dem äußeren Eindruck nach im Kindesalter sind oder

das Hoheitsgebiet eines benachbarten Staates beschossen würde.

Gegen Jugendliche und weibliche Personen sind nach Möglichkeit Schußwaffen nicht anzuwenden.

(5) Bei der Anwendung der Schußwaffe ist das Leben von Personen nach Möglichkeit zu schonen. Verletzten ist unter Beachtung, der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen Erste Hilfe zu erweisen.

...
passport

Genau so und nicht anders war sinngemäß unsere Vergatterung, täglich. 1969/70 an der bayerischen Grenze in Juchhöh !

Wenn hier jemand behauptet, das nicht zu kennen, lügt er oder leidet unter Gedächtnisschwund.
Oder ist so voller Hass auf die DDR, das er alles unterschreiben würde.



@Heckenhaus
Besonders möchte ich deinen Gedächtnisschwund hervorheben.Wer hatte denn so lange Zeit das vorzulesen .

1969 - 1970
Ablauf der Vergatterung bei uns im GR 23.
Es wurde vorgelesen , wer oder was sich vermutlich auf der Flucht befindet , Welche Maßnahmen im Abschnitt vorgesehen sind ( LPG -Erntemaschinen)
dann folgte der Wortlaut der Vergatterung

Die .. Kompanie . ... Zug....... ist eingesetzt zur Sicherung der Staatsgrenze der DDR Im Abschnitt........ von 18- 06 h .
Grenzverletzer sind festzunehmen oder zu vernichten . VERGATTERUNG

ratata





gibt es denn immer noch Leute hier die das wiederlegen @ratata . Genau so war die Vergatterung und nicht anders

gruß Hapedi



zuletzt bearbeitet 11.08.2014 22:34 | nach oben springen

#240

RE: wer hatte noch den Schießbefehl?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.08.2014 22:39
von SET800 | 3.094 Beiträge

Hallo,
auch wenn es niemand gerne hört, festzunehmen oder vernichten ( wenn ersteres nicht klappt ) gehört zur Logik des unmittelbaren Zwanges eines polizeilich-militärischen Schußwaffengebrauchs.

Solange nicht fremde Staaten involviert waren galt eben Grenzübertritt zu verhindern, auch ggf. dann auf einen Verletzten der noch kriecht zu feuern wenn der abstandsbedingt zu fuß nicht mehr erreichbar war.

Das ist nicht schön, nicht wünschbar, aber die Logik von Staaten und mitlitärischer Grenzsicherung. Begründet in der volkswirtschaftlichen Notwendigkeit, mit beruhend auf der Teilung Europas in NATO und WP, EWG und RGW.

Rumgeeiere es wäre nicht so ist ebenso verlogen wie die Ignorierung der politisch-volkswirtschaftlichen Bedingungen die dazu führten.



Marder hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.08.2014 22:42 | nach oben springen


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