#81

RE: Wolfgang Vogel

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2014 22:07
von Hapedi | 1.870 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #80
Zitat von Lutze im Beitrag #77
jeder politische Häftling wäre froh gewesen,
anwaltlich von Wolfgang Vogel vertreten zu sein
Lutze

Gab es einen Anderen?
Grüsse steffen52



Gab es da nicht auch einen Genossen Gysi , aber der war wohl nicht so gut wie der Vogel ?

gruß Hapedi



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#82

RE: Wolfgang Vogel

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2014 22:11
von Lutze | 8.028 Beiträge

Zitat von Hapedi im Beitrag #81
Zitat von steffen52 im Beitrag #80
Zitat von Lutze im Beitrag #77
jeder politische Häftling wäre froh gewesen,
anwaltlich von Wolfgang Vogel vertreten zu sein
Lutze

Gab es einen Anderen?
Grüsse steffen52



Gab es da nicht auch einen Genossen Gysi , aber der war wohl nicht so gut wie der Vogel ?

gruß Hapedi


erst im Strafvollzug habe ich öfters den Namen Vogel gehört,
ein Herr Gysi war mir damals völlig unbekannt
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#83

RE: Wolfgang Vogel

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2014 22:20
von Hapedi | 1.870 Beiträge

Lutze hat man ihn dir da zur Verteidigung vorgeschlagen so zu sagen als Pflichtverteidiger ?

gruß Hapedi



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#84

RE: Wolfgang Vogel

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2014 22:30
von Lutze | 8.028 Beiträge

Zitat von Hapedi im Beitrag #83
Lutze hat man ihn dir da zur Verteidigung vorgeschlagen so zu sagen als Pflichtverteidiger ?

gruß Hapedi


in der Untersuchungshaft-Anstalt Zwickau habe ich eine
Liste der ortsansässigen Rechtsanwälte bekommen,
ein Herr Vogel stand nicht darauf
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#85

RE: Wolfgang Vogel

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2014 22:33
von Hapedi | 1.870 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #84
Zitat von Hapedi im Beitrag #83
Lutze hat man ihn dir da zur Verteidigung vorgeschlagen so zu sagen als Pflichtverteidiger ?

gruß Hapedi


in der Untersuchungshaft-Anstalt Zwickau habe ich eine
Liste der ortsansässigen Rechtsanwälte bekommen,
ein Herr Vogel stand nicht darauf
Lutze



das heißt das bei dir für den Vogel nicht genug zu holen war .

gruß Hapedi



zuletzt bearbeitet 31.07.2014 22:34 | nach oben springen

#86

RE: Wolfgang Vogel

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2014 22:33
von thomas 48 | 3.566 Beiträge

Lutze,
ist doch logisch


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#87

RE: Wolfgang Vogel

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2014 22:37
von thomas 48 | 3.566 Beiträge

Hat nichts mit Lutze zu tun!!
Meine Frau erhielt einen Pflichtanwalt aus Jena, konnte ihn nicht aussuchen.
Resultat 8 Jahre


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#88

RE: Wolfgang Vogel

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2014 22:39
von Lutze | 8.028 Beiträge

Zitat von Hapedi im Beitrag #85
Zitat von Lutze im Beitrag #84
Zitat von Hapedi im Beitrag #83
Lutze hat man ihn dir da zur Verteidigung vorgeschlagen so zu sagen als Pflichtverteidiger ?

gruß Hapedi


in der Untersuchungshaft-Anstalt Zwickau habe ich eine
Liste der ortsansässigen Rechtsanwälte bekommen,
ein Herr Vogel stand nicht darauf
Lutze



das heißt das bei dir für den Vogel nicht genug zu holen war .

gruß Hapedi


ich glaube nicht,das Herr Vogel auf sowas großen Wert gelegt hat,
er hat bekanntlich auch schwierige Fälle übernommen,
wo nicht viel zu holen war
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#89

RE: Wolfgang Vogel

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2014 22:51
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Lutze im Beitrag #88
Zitat von Hapedi im Beitrag #85
Zitat von Lutze im Beitrag #84
Zitat von Hapedi im Beitrag #83
Lutze hat man ihn dir da zur Verteidigung vorgeschlagen so zu sagen als Pflichtverteidiger ?

gruß Hapedi


in der Untersuchungshaft-Anstalt Zwickau habe ich eine
Liste der ortsansässigen Rechtsanwälte bekommen,
ein Herr Vogel stand nicht darauf
Lutze



das heißt das bei dir für den Vogel nicht genug zu holen war .

gruß Hapedi


ich glaube nicht,das Herr Vogel auf sowas großen Wert gelegt hat,
er hat bekanntlich auch schwierige Fälle übernommen,
wo nicht viel zu holen war
Lutze

@Lutze, wen nicht von der Person, dann von den DDR-Staat, hat alles seinen Grund! Man muss nur hinter fragen!
Grüsse steffen52


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#90

RE: Wolfgang Vogel

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.08.2014 00:48
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Hapedi im Beitrag #85
Zitat von Lutze im Beitrag #84
[quote=Hapedi|p375121]...in der Untersuchungshaft-Anstalt Zwickau habe ich eine
Liste der ortsansässigen Rechtsanwälte bekommen,
ein Herr Vogel stand nicht darauf
Lutze



das heißt das bei dir für den Vogel nicht genug zu holen war .

gruß Hapedi


Nein, das heißt (wie heutzutage analog) das Herr Vogel keiner der ortsansässigen Anwälte war. Unabhängig davon hätte man ihn fragen können, ob er das Mandat übernimmt. Dazu benötigte man jedoch seine Adresse und Telefonnummer da in der Liste der jeweils ortsansässigen Anwälte eben nur diese aufgeführt waren.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#91

RE: Wolfgang Vogel

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.08.2014 01:07
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #87
Hat nichts mit Lutze zu tun!!
Meine Frau erhielt einen Pflichtanwalt aus Jena, konnte ihn nicht aussuchen.
Resultat 8 Jahre


Das verlief ähnlich wie heute auch. Es war und ist nicht Pflicht von Polizei und Staatsanwaltschaft einen Anwalt zu stellen. Sich einen Anwalt zu nehmen oder eben nicht, war einzig Sache des oder der Beschuldigten. Es war auch nicht Pflicht eines Anwaltes, ein Mandat zu übernehmen außer er hatte die Stellung eines Pflichtverteidigers. Ansonsten konnte er oder sie und kann dies ablehnen. Polizei und Staatsanwaltschaft konnten es aber auch nicht verwehren. Mitunter erst wenn aus dem Beschuldigten ein Angeklagter wurde, weil die Anklageschrift zugestellt wurde und er oder sie dann immer noch keinen Anwalt hatten (oder haben), wird vom Gericht ein Pflichtverteidiger zugeordnet. Zum Beispiel in dem Moment, wo Untersuchungshaft angeordnet bzw. vollstreckt wurde, ein Verbrechenstatbestand vorgeworfen wurde, spätestens aber zur Hauptverhandlung. Diese Liste ist nicht vollständig. Den Pflichtverteidiger abzulehnen war und ist dann nicht so einfach. Man konnte beantragen, ihm das Mandat zu entziehen aber ob dem Antrag nachgekommen wurde entschied und entscheidet das Gericht. Wie gegenwärtig zum Beispiel bei Fr. Zschäpe zu sehen ist, mitunter eben nicht positiv...
Das Strafprozeßrecht von DDR und Bundesrepublik ging bzw. geht auf die gleichen Ursprünge zurück. Nämlich auf die Reichsstrafprozeßordnung von 1877. Deshalb funktionierte und funktioniert vieles sehr ähnlich.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 01.08.2014 01:27 | nach oben springen

#92

RE: Wolfgang Vogel

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.08.2014 01:25
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #82

...erst im Strafvollzug habe ich öfters den Namen Vogel gehört,
ein Herr Gysi war mir damals völlig unbekannt
Lutze


Während meiner Zeit in Berlin-Lichtenberg bin ich öfters von Beschuldigten nach Herrn Vogel gefragt worden. Dort und in Berlin-Marzahn stand er auch auf der Liste der ortsansässigen Anwälte. Grundsätzlich aber war es nicht Sache der Polizei oder Staatsanwaltschaft, einem oder einer Beschuldigten mehr Hilfestellung zu geben als ihm eben diese Liste zu übergeben. Er oder sie konnte telefonieren aber es ist durchaus vorgekommen, das Kanzeleien Anfragen abgelehnt haben.
An sich hatte der Untersuchungsführer oder der Ermittler damit jedoch gar nichts zu tun. Alle Rechtsanwälte, ob Herr oder Frau XY, Herr Gysi, Herr Schnurr (ja auch!) und ganz besonders Herr Vogel waren für uns Polizisten durchaus nicht Verbündete sondern absolute Gegner, die jeden auch kleinsten Fehler zugunsten ihrer Mandanten gnadenlos ausgenutzt haben. Sowie außerordentlich schnell mit extrem lästigen Beschwerden bei der Hand waren. "Feindbild" liest sich übertrieben, trifft es aber durchaus!
Es gab Untersuchungsführer, für die egal welcher Anwalt ansichtsmäßig eine Stellung irgendwo schlimmer als der Teufel bis hin zum "Vaterlandsverräter" selbst hatte. Auch ich hatte zumal als Neuling enormen Respekt, bin aber doch recht gut ausgekommen.
Nur hin und wieder im Gericht kam es vor, das man in einer Pause mit einem Anwalt über besondere Personen gesprochen hat und dann später hörte, das er oder sie die Vertretung übernommen haben.


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#93

RE: Wolfgang Vogel

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.08.2014 01:54
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #89
... wen nicht von der Person, dann von den DDR-Staat, hat alles seinen Grund! Man muss nur hinter fragen!
Grüsse steffen52


Das ist mit dem Hinterfragen so eine Sache. Hat viel von Stammtisch.
Es geht meiner bescheidenen Meinung sehr, sehr weit an der damaligen Wirklichkeit vorbei, die DDR als so eine Art kollektiver Verschwörung zu sehen, wo jeder nur seinen vorbestimmten Part auf dem Weg zu einem bereits abgesprochenen Ergebnis hatte.
Untersuchungsorgane, also Staatsanwaltschaft und Polizei bzw. MfS waren eben die Exekutive. Sie legten Gesetze durchaus oft parteilich gegen den Beschuldigten aus. Das ist heutzutage kein bisschen anders. Und es war oder ist absolut nicht ihre Aufgabe, Rücksicht auf den oder die Beschuldigten zu nehmen wo das Gesetz es nicht vorschrieb oder vorschreibt. Da ging es eben zur Sache.
Anwälte in der Aufgabe als Verteidiger waren die sachkundigen Gegner in dieser Sache. Und haben je nach Wissen und Können aber eben auch entscheidend je nach Sachlage und Beweisen uns absolut nichts geschenkt. Doch Beweise sind eben Beweise...Tatbestände, Tatbestände...
Soll heißen, es gab da ganz sachliche Grenzen.
Herr Vogel war da von seinen Fähigkeiten aber auch Verbindungen her ein absolut ernst zu nehmendes Schwergewicht.
Was das Gericht dann daraus gemacht hat, war eine ganz andere, dritte Sache. Der Untersuchungsführer konnte eine Strafe vorschlagen aber ob das Gericht dem nachkam. konnte er außer durch Beweise bzw. Beweisanträge des Staatsanwaltes eben nicht beeinflussen. Da kam es durchaus eben auf die Leistung des Verteidigers an.
Aus der Sicht eines Ermittlers haben die Gerichte in der DDR eigentlich immer zu milde geurteilt. Zumindest sah ich das damals im Bereich der allgemeinen Straftaten so. Mit der Zeit hat man sich dann auch privat mal mit Richtern zusammen gesetzt und gelernt, es aus deren Perspektive zu sehen. Grundsätzlich aber stellte man oft recht angesäuert fest, das das mögliche Strafmaß eher nach unten ausgereizt wurde. Ist wohl heute recht ähnlich...
Ich habe vor der Leistung des Herrn Vogel daher großen Respekt. Er ist garantiert einer Vielzahl von Staatsanwälten und Untersuchungsführern massiv auf die Füße getreten. Rein sportlich gesehen.
Die Auszeichnungen, nun ja. Wenn ein Mandat besonders gut zu Ende gebracht wurde, dann konnte ein solcher Ausgang sowohl der DDR wie auch anderen Staaten eben viel mehr bedeuten als es eine eben auch mögliche scharfe Verfolgung des Beschuldigten oder Angeklagten gekonnt hätte. Eine mögliche harte Strafe ist politisch eben nicht immer klug.

Was das "Verarschen" betrifft. Es ist schon merkwürdig. Ich hatte als Kind bereits Westfernsehen, habe Verwandte in der ganzen Welt und habe nie geglaubt, das da irgendwo ein Schlaraffenland wäre oder eine Seite immer nur edel, hilfreich und gut wäre oder die Andere hat das Gegenteil. Wieso tun so viele Menschen, als wäre das bei ihnen anders? Es gab und gibt immer überall gute und schlechte Seiten. Die DDR war halt ein anderes Gesellschaftsmodell. In vielem einfacher aber dafür ideologisch überfrachtet und von weitaus weniger Komfort als der Westen. Aber die Menschen waren überall gleich. Mal gut, mal böse. Ich habe meinem Land gedient, weil ich dort geboren wurde und es eben mein Land war. Dies so gut, wie man eben konnte und durfte. Auf die Idee, das wir DDR-erler nun deshalb nicht unseren ganz privaten oder beruflichen Vorteil verfolgten, wäre ich nie gekommen. Aber viele tun so, als hätte dies bei uns Staatsprinzip sein müssen. Bei den Anderen, versteht sich...


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Alfred, Udo und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.08.2014 02:08 | nach oben springen

#94

RE: Wolfgang Vogel

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.08.2014 04:22
von S51 | 3.733 Beiträge

Und es gab 1989 im Frühsommer einen Fall, das war allerdings nicht Herr Vogel, da hat mir ein Anwalt extra einen Komplicen präsentiert als er merkte, dass ich die Sache wegen Geringfügigkeit einstellen wollte. Nach Rücksprache mit seinem Mandanten, der meine Idee überraschenderweise überhaupt nicht gut fand. So wurde aus der Sache ein besonders schwerer Fall, sie war an das MfS abzugeben und als verblüffende Erklärung bekam ich zu hören, das nur bei einer angedrohten Freiheitsstrafe von über zwei Jahren die Chance auf Freikauf bestand.
Das war mir noch nie passiert und ließ mich erst mal etwas an meiner Rolle zweifeln. Aber schließlich war es egal.


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#95

RE: Wolfgang Vogel

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.08.2014 17:51
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Zitat
Anwälte in der Aufgabe als Verteidiger waren die sachkundigen Gegner in dieser Sache. Und haben je nach Wissen und Können aber eben auch entscheidend je nach Sachlage und Beweisen uns absolut nichts geschenkt. Doch Beweise sind eben Beweise...Tatbestände, Tatbestände...
Soll heißen, es gab da ganz sachliche Grenzen.
Herr Vogel war da von seinen Fähigkeiten aber auch Verbindungen her ein absolut ernst zu nehmendes Schwergewicht.



Bei vielen von den prominenten DDR-Anwälten ist ja ihre Unabhängigkeit bis heute nicht ganz erwiesen. Gysi, Schnur, de Maizière...
Manche haben ihre Mandanten verraten, siehe MfS-Akten, waren IM oder noch höher angesiedelt.
Das DDR-Rechtssystem mit dem der Bundesrepublik nahezu gleich zu setzen, halte ich für völlig abwegig. Parteienjustiz mit vorgegebenen Urteilen in einer Diktatur, wo die SED-Führungsrolle sogar in der Verfassung stand, und das demokratische System heute sind nun wirklich sehr unterschiedliche Paar Schuhe.


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#96

RE: Wolfgang Vogel

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.08.2014 21:50
von S51 | 3.733 Beiträge

Das sehe ich viel differenzierter.
Verrat wäre es für mich, wenn ein Anwalt zu meinem Nachteil auch mit der Gegenseite kungelt. Ansonsten aber ist verhandeln sein Job. Und sei es eben mit der Gegenseite. Zu einer Verhandlung gehört geben und nehmen. Zu meinem Vorteil als Mandant ist das okay. Ein Beschuldigter gibt beispielsweise etwas zu, was sonst schwer zu beweisen wäre, und erhält dafür eben mildernde Umstände zugebilligt.
Mir ist nicht bekannt, das solche Überprüfungen gegen diese Anwälte ausgegangen wären. Gerade nicht bei Herrn Vogel.
Ich habe auch nie erlebt, das ein Anwalt etwas gegen seinen Mandanten getan hätte. Das Beispiel vorhin, da kam die Initiative von dem Beschuldigten. Der wollte nur nicht, das in dem Protokoll steht, er hätte seinen Komplicen verpfiffen. Also hieß er seinen Anwalt sprechen...


GK Nord, GR 20, 7. GK
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zuletzt bearbeitet 01.08.2014 21:53 | nach oben springen

#97

RE: Wolfgang Vogel

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.08.2014 17:07
von Georg | 1.003 Beiträge

Der Herr Rechtsanwalt Wolfgang Vogel beschäftigt mich immer noch, wenn ich das Forum besuche. Hab mal gegooglet und Wiki gelesen....naja, bestimmt nicht die 1. Reihe der Quellen, aber...
In seinem Strafverfahren wurde er letzendlich vom Vorwurf der Erpressung freigesprochen. Politische Fürsprecher fand er nicht nur bei H.J. Vogel, H.D. Genscher, Graf Lambsdorf, sondern auch in den Medien.
Ich lese aber auch was von Westgeld und dem güldenen Auto - Neid ? Auf der ganzen Welt gibt es arme und reiche Anwälte - musste ich jetzt ma sagen.
Vogel wurde Vermittler/Händler zwischen Ost und West ausgewählt. Er wurde akzeptiert. Es soll mir jemand den RA nennen, der dies abgelehnt hätte.
Vogel hat mitgewirkt an der Familienzusammenführung, am Agentenaustausch und an der Entlassung von Strafgefangenen in den Westen und dafür sein Honorar bekommen. Zu hoch? In West/Ost? Na und - wenn ich ma rechne:

So rund 250 000 Leuten hatter übers Wasser von einem Himmel in den anderen Himmel geholfen. Wenn ich mit nem Honorar von 3000 Ost/West
rechne - geht nich mein Taschenrechner streikt ! Die Rechnung nimmt ne ungeahnte Dimension an, wenn ich daran denke, dass bereits Anfang der
70ziger Jahre der Preis für einen kommerzielle Personenschleusung bei 10 000 DM lag. Nee, ich rechne es nich aus. Da wird mir schwindlich bei soviel Knete. Und 10 000 DM wurden klaglos bezahlt.
Ohne Zweifel hat Vogel profitiert. Die Grenze hat er nicht gemacht, er hat seinen Job gemacht.

cor.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
zuletzt bearbeitet 15.08.2014 15:18 | nach oben springen


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