#21

RE: Silvester an der Grenze im Dienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.08.2009 20:58
von Mike59 | 7.944 Beiträge

@S41
Die Regelung mit dem Urlaub über die Feiertage gab es bei uns auch. Ich gehe mal davon aus das es in der ganzen Truppe so gehandhabt wurde. Mit den S Geräten gegen Mitternacht, ja kann mich noch daran erinnern. Manchmal ist man aber auch unaufmerksam . Der eine Jahreswechsel (keine Ahnung mehr welcher) war besonders schlimm, der KC hatte angeordnet das keine HLZ mit in den Grenzdienst gehen sollen. So ein Pech aber auch. Gab es nie wieder. Der Waffenuffz hatte am 1.1. voll zu schaffen das er die Dinger wieder e.b. machen konnte.


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#22

RE: Silvester an der Grenze im Dienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.08.2009 22:16
von Alpha4550 (gelöscht)
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Hallo zusammen,

ich hatte einmal das "Glück" im Zollkommissariat Helmstedt den Jahreswechsel von 1988/89 im Nachtdienst zu verbringen.Es gehörte zur Tradition im Grenzzolldienst, dass die Kollegen ,welche Sylvester Nachtdienst hatten, die überlagerte Leuchtmunition verschiessen durften.Der Personaleinsatz war über Weihnachten und Neujahr eher reduziert.Man war bestrebt, so wenig Kollegen wie möglich mit Dienst über die Feiertage zu belasten.Während der Dienstzeit galt absolutes Alkoholverbot.Das galt natürlich auch für die Feiertage.Da auch die Stadt Helmstedt zu unserem Grenzabschnitt gehörte, hatte ich einige nette Kontakte zur Grenzbevölkerung.Insgesamt war meine Nachtschicht in der Sylvesternacht eher unspektakulär.

Gruß an alle

Alpha4550


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#23

RE: Silvester an der Grenze im Dienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.08.2009 23:21
von S51 | 3.733 Beiträge

Und wir haben immer gerätselt, wie es die Beamten der Gegenseite geschaft haben, Raketen zu organisieren und ihren Vorgesetzten deren Verbrauch zu erklären. Bei unserer Einschätzung des deutschen Beamten kam so etwas einem Sakrileg gleich.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#24

RE: Silvester an der Grenze im Dienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.08.2009 00:59
von 254Spielregel | 339 Beiträge

Hallo sentry!

Zitat von sentry
Zu den Feiertagen gab es in der SiK Marienborn in der Regel "Dritteldienst", d.h. ein Drittel der Kompanie ging in Urlaub, während die anderen beiden Drittel sich in 12-Stunden-Schichten den Grenzdienst teilten. Die Schichten liefen von 06.00 bis 18.00 bzw. von 18.00 bis 06.00.
Bis auf diese 12-h-Einteilung war der Grenzdienst eigentlich nichts besonderes.

Hatte Deine Ausführungen zwar auch schon an anderer Stelle gelesen, muß da aber mal kurz einlenken.
Zu Weihnachten und Silvester gab es regelmäßig feststehende Urlaubsraten, also zwei Vor-Raten, eine Weihnachts-Rate, eine Silvester-Rate und eine Nach-Rate, in denen alle Angehörigen der Kompanie mindesten einmal die Familie sehen sollten.
Die Raten lagen im betreffenden Jahreswechsel 1987/1988 wie folgt:

Vor-Rate-1___________Fr 11.12.1987 bis Di 15.12.1987
Urlaubssperre________Mi 16.12.1987
Vor-Rate-2___________Do 17.12.1987 bis Mo 21.12.1987
Urlaubssperre________Di 22.12.1987
Weihnachts-Rate______Mi 23.12.1987 bis So 27.12.1987
Urlaubssperre________Mo 28.12.1987
Urlaubssperre________Di 29.12.1987
Silvester-Rate_______Mi 30.12.1987 bis So 03.01.1988
Urlaubssperre________Mo 04.01.1988
Urlaubssperre________Di 05.01.1988
Urlaubssperre________Mi 06.01.1988
Nach-Rate____________Do 07.01.1988 bis Mo 11.01.1988
Damit sollte erreicht werden, daß sich maximal ein Fünftel des Zuges im Urlaub bzw. Dienstfrei (ZF bzw. StZF) befindet.
Das wiederum bedeutet, daß in der Regel je Rate 4 bis 5 Mann pro Zug fehlten, während normalerweise 2, maximal 3 Leute pro Zug gleichzeitig im Urlaub sein durften.
12-Stunden Schichten wurden übrigens nicht gefahren, es gab normale Früh-, Spät- und Nachtaufzüge, allerdings lag der Anteil der kurzen Wechsel und der Springer auf Grund des Personalmangels natürlich deutlich höher als sonst, was übrigens auch die ZF betraf.
Zitat von sentry
Da auch die Offiziere wussten, wie madig den Soldaten so eine Feiertagsnachtschicht sein konnte, gab es gelegentlich, so auch diese Nacht eine Postenkontrolle. Das besondere war, dass sie von einem der Stellvertreter des Komandanten geführt wurde, einem Oberstleutnant, der sonst den Job als Diensthabender Offizier (DHO) der GÜSt wahrnahm. Ich weiß nicht mehr, welcher der OSL's das war und ich weiß auch nicht mehr, wen er noch dabei hatte. Aber er kam ncht weit nach 00.00 Uhr auf Höhe der A3 aus der südlich gelegenen Kaserne in den Abschnitt und besuchte natürlich auch unseren Turm.
OSL Schr... war übrigens der nette Herr, an den Du Dich nicht mehr erinnerst.
Er war allerdings doch schon seit 22:10 Uhr im Sicherungsabschnitt unterwegs und hat diesen erst um 01:07 Uhr wieder verlassen.
Die Silvesterschicht auf der A3 führte damals übrigens Oltn. G......, meiner Meinung nach war damalige ZF des 3. Zuges sehr in Ordnung.
Von daher kann ich gut nachvollziehen, daß Du eine ruhige Silvesterschicht auf dem Schiff verbracht hast.
G...... war später der letzte KC der SiK-Mbn.

Übrigens wurde auch die tägliche Alarmüberprüfung der GÜSt weder wegen Weihnachten noch wegen Silvester ausgesetzt.
Sie fand am 01.01.1988 um 0:45 ohne Vorkommnisse statt.

Gruß,254


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#25

RE: Silvester an der Grenze im Dienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.08.2009 08:17
von sentry | 1.077 Beiträge

Hey 254,
da war wieder einer dieser Insider-Artikel, die ich so mag...

Ich kann mich noch gut erinnern, dass es diese Urlaubs-Einteilung gab, nicht so detailliert, aber dem Grunde nach schon. Ich dachte allerdings immer, es hätte auch noch eine "Zwischenrate" zwischen X-Mas und Silvester gegeben. Da lag ich wohl auch falsch.
In dem Jahr hatte ich die Ars*-karte, weil ich eine der Raten ohne Feiertagsbeteiligung erwischt hatte. Ich hab' jetzt mein Tagebuch nicht parat und kann nicht genau sagen welche...
Das mit den 12-h-Schichten war noch so eine kleine Widersprüchlichkeit in meinem Hirn. Vielleicht hätte ich einfach Dich fragen sollen

Ich war mir sicher, dass wir auf 12-h-Schichten waren, allerdings steht das tatsächlich nicht so in meinem Tagebuch.
Vielleicht sollte man doch eher seinen Aufzeichnungen als dem verblassenden Hirn glauben.
Meine Unsicherheit hatte ich in der Wortgruppe

In Antwort auf:
Zu den Feiertagen gab es in der SiK Marienborn in der Regel "Dritteldienst"

"in der Regel" untergebracht. Ich war mir wie gesagt nicht ganz sicher und wollte keinen Quatsch erzählen.

Du hattest mich ja auch früher schon einmal darauf hingewiesen, dass nicht alle meine Ausführungen hundertprozentig korrekt sind.

OSL Schr. war der den ich vor Augen hatte, war mir aber nicht ganzu sicher. Das war einer der coolen unter den OSL's. Wenn man den auf der Eisenbahn als DHO hatte, gabs nie Stress - sehr ruhiger, angenehmer Zeitgenosse.
Das Betreten des Abschnittes nach 00.00 Uhr war wohl auch so eine Hirnverwischung. Ich weiß aber noch, dass er um diese Zeit Süd 3 betrat, um das Schiff zu besuchen. Vermutlich habe ich vergessen, dass er schon länger dort rumgewuselt ist. Aber es ist ja bezeichnend, dass er gegen 00.00 Uhr aufs Schiff kam, um ein bisschen Feuerwerk zu gucken

Oltn. G. war auch einer der (wenigen) bestätigten Offiziere. Mir ist so, als wenn der zu meiner Zeit aus Berlin zur SiK Marienborn versetzt wurde. Ich hatte ihn gelegentlich als KGSi, wo ich A3-Posten oder Kontrollstreife war. Das war 'ne coole Sache, weil er 'ne Menge Sachen zu erzählen hatte, die die Zeit schneller vergehen ließen...
Vermutlich hätten wir uns die stündliche Scheinwerfernummer gespart, wenn jemand anders als die Konstellation Oltn. G./OSL. Schr. im Abschnitt gewesen wäre.
Dass G. zuletzt KC wurde, hatte mir bei einem Marienborn-Besuch schon einmal Ex-Kommandante Schl. erzählt, den ich da getroffen habe.

Wie auch immer - schönen Dank für die Korrekturen...kannste ruhig immer machen, wenn Dir was auffällt. Ich nehme allemal lieber einen kleinen Nackenschlag hin, als dass mein Geschriebsel nicht korrekt ist. ...geht ja auch um die Korrektheit meiner persönlichen Erinnerungen.


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#26

RE: Silvester an der Grenze im Dienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.08.2009 23:30
von werraglück (gelöscht)
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Hallo,

ich habe mit einem Berliner Kameraden in Oberzella, neben der Hundlaufanlage mit Tee angestoßen....und es war eine Ruhe dort, mal abgesehen von den Tieren , die sich ab und an mal lautstark äußerten.

MfG


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#27

RE: Silvester an der Grenze im Dienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.08.2009 23:32
von werraglück (gelöscht)
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Das war der Jahreswechsel 1988/1989 und das neue Jahr wurde sehr erlebnisreich!

MfG


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#28

RE: Silvester an der Grenze im Dienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.08.2009 11:30
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von werraglück
Das war der Jahreswechsel 1988/1989 und das neue Jahr wurde sehr erlebnisreich!

MfG

das stimmt. wie war denn jahreswechsel 1989/1990. auch so hart? oder war alles ganz anders?



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#29

RE: Silvester an der Grenze im Dienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.08.2009 12:17
von werraglück (gelöscht)
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Hi glasi,

das kann ich dir nicht sagen...ich war Silvester 89/90 zu Hause(Urlaub)in Leipzig und habe Party gemacht! Ich wohnte damals als 19jähriger noch bei meinen Eltern, die zu der Zeit am Brandenbuger Tor in Berlin feierten...
Es war ja zum Glück alles vorbei, mein Entlassungstermin stand fest und es war einfach geil in das neue Jahr zu feiern!!!
Die Stimmung damals war einfach unglaublich!

MfG


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#30

RE: Silvester an der Grenze im Dienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.09.2010 12:43
von Retter (gelöscht)
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Ich habe die Sylvester Nacht 77-78 an der Werra bei Dankmarshausen verbracht.Die DDR Dörfer durften eigentlich kein Feuerwerk im freien veranstalten.Unser KC hat noch bei der Vergatterung gesagt das alle Handleuchtzeichen bezahlt werden müssen die morgen früh fehlen.Haben um Mitternacht trotzdem eine Dicke Berta gezündet,kurz ans GMN verdächtige Geräusche am Zaun und los gings.


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#31

RE: Silvester an der Grenze im Dienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.09.2010 22:24
von willie | 612 Beiträge

Es soll mal Anfangs der 70iger Jahre in der Sylvester-Nacht bei der Ortschaft Lindewerra (Nahe Bad Sooden Allendorf, Nordhessen) einen Zwischenfall gegeben haben.
Aus Frust über den angeordneten Streifendienst in der Sylvesternacht soll ein Streifenangehöriger der BGS-Abteilung in Eschwege
mittels der mitgeführten Signalpistole eine Signalpatrone (drei-stern-grün?) in Richtung des etwa 50m entfernten Beobachtungsturms
geschossen haben. Der BT wurde angeblich auch getroffen. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Angefügte Bilder:
lindewerra.jpg

...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
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#32

RE: Silvester an der Grenze im Dienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.09.2010 22:25
von Krelle (gelöscht)
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Ich habe während meiner mehrjährigen Dienstzeit an der Grenze zwischen Lübeck-Eichholz und Herrnburg dreimal das Vergnügen gehabt, in der Sylvester-Nacht Streife laufen zu dürfen. Mir wurden dann so viele Leuchtpatronen von Seiten meines Kommissariates mitgegeben, wie ich haben wollte. Alles Patronen, die aufgrund der Lagerzeit verbraucht werden mussten. Nun, das hat immer sehr viel Spass gemacht.... hin und wieder wurde eine LK mal durch Wind abgetrieben und ging dann über DDR-Gebiet runter - da hatte ich schon ein mulmiges Gefühl. Ist aber immer alles klar gegangen!
Als der Dienst dann zu Ende ging und ich "ableisten" wollte/musste (durch Unterschrift im Dienstbuch), da habe ich dann nicht mehr die Kraft gehabt, den Kugelschreiber zwischen den Fingern zu halten. Kein Gefühl mehr in der Hand - verursacht durch den Rückschlag der Leuchtpistole, die ich vielleicht 200 Mal abgefeuert hatte. Die Unterschrift habe ich dann mittags nachgeholt, wobei ich dann auch die vollkommen verdreckte Leuchtpistole gereinigt habe (die sah vielleicht aus..... und wie lange ich gebraucht habe, diese wieder in blitzeblankem Zustand zu bekommen....). Ich erinnere mich jedenfalls sehr gern an meine Grenzdienstzeit zurück. Bin sehr dankbar für diese Jahre - bin mir ganz sicher, dass ich bei meiner Pensionierung zu der Auffassung gelange, dass der Aufsichtsdienst an der Grenze zur DDR für mich die schönste Zeit beim Zoll darstellte.


zuletzt bearbeitet 04.09.2010 22:27 | nach oben springen

#33

RE: Silvester an der Grenze im Dienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.09.2010 07:46
von Zkom IV | 320 Beiträge

Hallo Krelle, auch ich als Ex Zöllnern muß sagen, dass die Zeit "am Draht" eine sehr schöne war, Manchmal etwas langweilig, machmal auch stressig, wenn der BzbV (war bei uns ein ganz harter) im Beritt unterwegs war.
Was mich überrascht hat, dass ihr alte Leuchtpatronen verschossen habt. Wir führten in Berlin sowas gar nicht mit, kann ich mich jedenfalls nicht mehr daran erinnern. So ein oder zwei Silverster Nachtdienste habe ich dann auch geschoben. War immer eine "lässige" Nacht, da mit "Treffern" durch ZKom oder BzbV nicht zu rechnen war. So habe ich eine Silvesternacht mit zwei Kollegen und unseren Frauen gefeiert. Die kamen kurz vor 24.oo Uhr zur GAst und wir haben dann Fondue gemacht. Wie gesagt, im Gegensatz zu meinem jetzigen Job (Schupo in Schöneberg) war GAD extrem entspannend.

Gruß Frank



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#34

RE: Silvester an der Grenze im Dienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.09.2010 12:03
von Krelle (gelöscht)
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Hallo Frank!
Nun, die Leuchtpistole haben wir im täglichen Grenzdienst auch nicht mitgeführt. Man konnte, musste diese aber nicht während des Nachtdienstes führen. Also haben wir uns damit auch nicht abgeschleppt. Die LP haben wir dann meist nur zur Hundeübungen (bei den "Nachthundeübungen") bzw. an Silvester geführt. Die Leuchtpatronen, die wir verschossen haben, waren nicht überlagert, sondern nur in der Nähe des Verfalls-/Verbrauchsdatums. Und da haben sich am Jahresende meist eine ganze Menge angesammelt. Wir haben sie gern in die Höhe gejagt; es hat sehr viel Spass gemacht. Die Kollegen von der "anderen Feldpost-Nr", die sich die wilde Ballerei vom BT aus angesehen haben, hatten sicherlich auch ihre Freude - sie blinkten mit ihren Taschenlampen (mit vorgesetztem Rot- oder Grünfilter) zu uns herüber.


zuletzt bearbeitet 06.09.2010 21:24 | nach oben springen

#35

RE: Silvester an der Grenze im Dienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.09.2010 14:11
von Zkom IV | 320 Beiträge

Hallo Krelle,
find ich ja witzig, dass ihr mit dem Ding da so ganz offiziell rumballern durftet. Hätte mir sicherlich auch Spaß gemacht. Kann mich auch nicht an eine Ausbildung mit der Leuchtpistole erinnern. Vielleicht gabs das zu meiner Zeit (Frühjahr 1981 in Bad Gandersheim zur Waffenausbildung bei ZAM Uwe S.) nicht mehr.
Gruß in den Norden
P.S. Gehörte der Priwall auch zu eurem Zkom Bereich? Kannte von dort mal einen Koll. über die damalige Jugendvertretung, weiß aber den Namen nicht mehr.



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#36

RE: Silvester an der Grenze im Dienst

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.09.2010 14:25
von Krelle (gelöscht)
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Die GASt Priwall gehörte zu uns (ZKom Süd). Die dortigen Kollegen hatten auch ein kleines Zollboot, mit dem sie auf dem Dassower See unterwegs waren. Was die Ausbildung mit der Leuchtpistole anbelangt, so habe ich diese im Raum Hof (an der Saale) gehabt, es war Januar/Februar 1982. Sind wohl der letzte (und vielleicht auch einzige) Lehrgang gewesen, der neben der LP, der MPi und dem G3 sowohl an der HK 4 (7,65 mm) als auch an der damals neuen Dienstwaffe des Zolls (SIG Sauer P 6 in 9 mm) ausgebildet wurde. Nach Beendigung des 6-wöchigen Lehrgangs habe ich dann in Flensburg eine HK 4-Dienstpistole bekommen, die dann aber in den nächsten Monaten gegen die P 6 ausgetauscht wurde.


zuletzt bearbeitet 06.09.2010 21:23 | nach oben springen

#37

RE: Silvester an der Grenze im Dienstären die Meisten S

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.09.2010 23:02
von Sachse (gelöscht)
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Als junger Mensch wären die meisten Soldaten sicher lieber Weihnachten aufgezogen und hätten Silvester daheim bei Freunden verbracht und dort Halli-Galli gemacht.

Mir gings da auch so. Weihnachten hatte man in der GK seine Ruhe, irgendwie lief alles deutlich friedlicher ab als zu anderen Tagen des Jahres. Und letztlich auch viel toleranter, was bspw. den Genuss von Spirituosen anging.

Aber wer dennoch über den Jahreswechsel draußen am Kanten war, der fand schon ne Begründung, weshalb er um Mitternacht HLZ schießen musste. Und auch der Spitz (oder Spizz?) war in der Abrechnung nachsichtiger als sonst.

Das Folgende ist zwar nicht direkt an der Grenze passiert, hat aber unmittelbar damit zu tun:

Hatte mir einige (natürlich ausrangierte ) HLZ Gefechtsfeldbeleuchtung mit nach Hause genommen. In der Silvesternacht kam dann kurz nach Mitternacht mein großer Auftritt:

Während sich die Bürgerinnen und Bürger des einzigen deutschen Arbeiter- und Bauernstaates daran erfreuten, ihre Silvesterraketen, die sie für teures Geld im größtenteils volkseigenen Einzelhandel erworben hatten, zu bestaunen, zündete ich meine Gefechtsfeldbeleuchtung unmittelbar nach Mitternacht, als der Silvesterhimmel von Raketen und Feuerwerk nur so leuchtete.

Und plötzlich war alles taghell ... und das nicht nur 20 Sekunden ... und alle machten ein griesgrämiges Gesicht, weil sie sozusagen ihre teuren Raketen in den taghell erleuchteten Himmel schickten und in etwa so viel sahen, wie wenn sie sie um 14 Uhr gezündet hätten ...

Wir hatten Spaß ... Schadenfreude ... ... und gaben uns kurze Zeit später, den Bauch vor Lachen haltend, wieder Grand Mousseau, Wilde(r) Sau und Apricot Brandy (an dem ich mir in dieser Silvesternacht solch einen Ekel angesoffen habe, dass ich heute, fast 30 Jahre später!, immer noch nicht rankomme), hin.


zuletzt bearbeitet 05.09.2010 23:04 | nach oben springen

#38

RE: Silvester an der Grenze im Dienstären die Meisten S

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.03.2013 21:44
von 82zwo | 123 Beiträge

Apricot Brandy trinke ich seit 82 auch nicht mehr
Und schon vor Silvester wurden bei uns keine Leuchtzeichen mehr ausgegeben !



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#39

RE: Silvester an der Grenze im Dienstären die Meisten S

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.03.2013 21:49
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von 82zwo im Beitrag #38
Apricot Brandy trinke ich seit 82 auch nicht mehr
Und schon vor Silvester wurden bei uns keine Leuchtzeichen mehr ausgegeben !


Silvester 67/68 Nachtschicht, verstärkte Sicherung. Ein Anwohner brachte uns ein paar Flaschen Bier raus. Punkt Zwölf hätte man vom All aus die Umrisse von Westberlin sehen können. Überall gingen die Stern Gelb hoch.



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#40

RE: Silvester an der Grenze im Dienstären die Meisten S

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.03.2013 08:47
von hardi24a | 331 Beiträge

Silvester 75/76 Rhön-Kaltenwestheim

Nachtschicht RTL auf dem "Bock".
Soweit ich mich erinnere : Ruhig
Gegen 23:00 meldete sich der KC samt Furier an.
Sie kamen mit dem P3 und es gab eine heiße Tasse Ochsenschwanzsuppe und für jeden ein halbes Glas Sekt um uns bei "Laune" zu halten.
In dieser Nacht: -Im Westen nichts Neues-


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