#1

Betrieb und GT

in Leben in der DDR 16.07.2014 11:52
von Udo | 1.267 Beiträge

Kürzlich suchte ich ein Bild, welches ich immer noch dem Herrn Direktor schulde (@Hufklaus, die Lindenbergerin bleibt verschollen) und fand aber diese hier:




In dieser höchst interessanten Literatur fand ich zwei Briefe
diesen hier




Der Inhalt ist schon ein bisschen verblasst, deshalb hab ich es abgeschrieben:
Werter Kollege!
In wenigen Tagen werden Sie Ihren Ehrendienst in den bewaffneten Organen der Deutschen Demokratischen Republik antreten. Damit übernehmen Sie die ehrenvolle Verpflichtung, Ihren ganz persönlichen Beitrag zum Schutz der Errungenschaften unserer sozialistischen Heimat zu leisten.
Aus unserer Erfahrung möchten wir Ihnen einige Hinweise geben, wie wir unsere Verpflichtungen Ihnen gegenüber wahrnehmen wollen.

-Mit dem im Einstellungsbüro empfangenen Zettel melden Sie sich in Ihrem zuständigen Betriebsbüro und bei den gesellschaftlichen Organisationen ab. Vergessen Sie dabei auch nicht die Abmeldung bei Ihrem Reservistenkollektivleiter.

-Teilen Sie Ihrem Reservistenkollektivleiter unverzüglich Ihre Anschrift (und eventuelle Veränderungen während der Dienstzeit) mit, denn das ist die wichtigste Voraussetzung, damit der Betrieb seine Verpflichtung Ihnen gegenüber erfüllen kann (zB die anteilmäßige Zahlung der Jahresendprämie für das Jahr Ihrer Einberufung).

-Halten Sie stets engen Kontakt mit Ihrem Arbeitskollektiv und der Leitung Ihres Reservistenkollektivs, denn nur dann ist gewährleistet, dass Sie Einladungen zu Höhepunkten im gesellschaftlichen Leben Ihres Kollektivs (zB Auszeichnungen mit Ehrentitel) erhalten und regelmäßig die kostenlose Betriebszeitung zugestellt bekommen.

-Teilen Sie Ihrem Reservistenkollektivleiter den Termin Ihrer Vereidigung (bei UaZ den Termin zur Ernennung zum Uffz.) mit, damit Ihr Kollektiv auf diesen Höhepunkt in Ihrer militärischen Ausbildung reagieren kann.
Informieren Sie auch über eventuelle Veränderungen im Dienstverhältnis.

dann fand ich noch diesen:






Werter Kollege!
Wir haben Kenntnis davon, daß Sie in wenigen Tagen Ihren Ehrendienst in den Reihen der bewaffneten Organe unserer Republik beginnen werden. Damit übernehmen Sie den ehrenvollen Auftrag, Ihren persönlichen Beitrag zum Schutze der Errungenschaften unserer Deutschen Demokratischen Republik zu leisten.
Wir sind sicher, daß Sie die an Sie gestellten Anforderungen mit hoher persönlicher Einsatzbereitschaft erfüllen werden.
Gleichzeitig richten wir an Sie die Bitte, während Ihrer Zugehörigkeit zu den bewaffneten Organen engen Kontakt mit dem Betrieb zu halten, damit die durch uns vorgesehenen Betreuungsaufgaben erfüllt werden können. Dazu bitten wir Sie, uns umgehend Ihre neue Anschrift mitzuteilen.
Wir erlauben uns, Ihnen bereits jetzt für Ihren weiteren Lebensweg alles Gute zu wünschen und würden uns freuen, wenn Sie nach Ihrer Entlassung wieder Ihre Tätigkeit bei uns aufnehmen würden.
Sie können sicher sein, daß Sie in Ihren Arbeitskollektiv mit Freude aufgenommen werden.

VEB Zellstoff- und Zellwollewerk
Wittenberge

und als krönenden Abschluss noch dieses:






Das obige Buch würde ich gern @Gert schicken, damit er sich bei seinem Lieblingsthema einlesen kann.


Rainman2, Jobnomade, eisenringtheo, Rothaut und schulzi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#2

RE: Betrieb und GT

in Leben in der DDR 16.07.2014 14:11
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

also ich hab mich gewissenhaft dran gehalten, damals...


Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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#3

RE: Betrieb und GT

in Leben in der DDR 16.07.2014 14:53
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Hallo Udo,

Danke für diese im besten Sinne des Wortes Originale gelebter sozialistischer Beziehungen. Das Schöne an den damaligen Technologien ist doch ihre Ehrlichkeit. Der Betrieb erklärt, dass er sich um einen kümmert während man seinen "ehrenvollen Dienst" versieht ... und das per Ormic-Abzug auf dem Firmenkopfbogen. Da fehlen doch nur noch das Abschiedsessen aus der Asiette und der Abschiedstrunk aus dem Picasso-Euter.

Mir fällt spontan dazu ein Satz aus einer Dienstbesprechung eines Bataillonskommandeurs mit seinen Kompaniechefs ein: "Und wenn das bei Euch nicht klappt mit den sozialistischen Beziehungen, dann binde ich Euch die Pfeife nach hinten!" Ach, was haben doch schmunzeln können unterm Regime ... Über Briefe, über Vorgesetzte.

Danke nochmal für die Zeitreise!

Ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#4

RE: Betrieb und GT

in Leben in der DDR 16.07.2014 15:08
von TOMMI | 1.988 Beiträge

So etwas schriftlich habe ich nie bekommen, dafür aber eine Versammlung mit ähnlichen Phrasen. Gezeigtes Buch bekam ich zu meiner Jugendweihe (1980). Als Abschied zum Wehrdienst erhielt ich ein anderes. Und man schickte mir während der Dienstzeit meine Betriebszeitung zu.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#5

RE: Betrieb und GT

in Leben in der DDR 16.07.2014 15:26
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat
Gleichzeitig richten wir an Sie die Bitte, während Ihrer Zugehörigkeit zu den bewaffneten Organen engen Kontakt mit dem Betrieb zu halten, damit die durch uns vorgesehenen Betreuungsaufgaben erfüllt werden können.



Die Betreuung hat bei meinem Vater wunderbar funktioniert, naja obwohl sein Vorgesetzter wohl die Aufgabe verwechselt hat. Statt ihn zu betreuen, hat seine damalige Freundin betreut. Das muss er aber richtig gut gemacht haben - sie sind immer noch verheiratet.


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#6

RE: Betrieb und GT

in Leben in der DDR 16.07.2014 16:23
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Udo im Beitrag #1
Kürzlich suchte ich ein Bild, welches ich immer noch dem Herrn Direktor schulde (@Hufklaus, die Lindenbergerin bleibt verschollen) und fand aber diese hier:




In dieser höchst interessanten Literatur fand ich zwei Briefe
diesen hier




Der Inhalt ist schon ein bisschen verblasst, deshalb hab ich es abgeschrieben:
Werter Kollege!
In wenigen Tagen werden Sie Ihren Ehrendienst in den bewaffneten Organen der Deutschen Demokratischen Republik antreten. Damit übernehmen Sie die ehrenvolle Verpflichtung, Ihren ganz persönlichen Beitrag zum Schutz der Errungenschaften unserer sozialistischen Heimat zu leisten.
Aus unserer Erfahrung möchten wir Ihnen einige Hinweise geben, wie wir unsere Verpflichtungen Ihnen gegenüber wahrnehmen wollen.

-Mit dem im Einstellungsbüro empfangenen Zettel melden Sie sich in Ihrem zuständigen Betriebsbüro und bei den gesellschaftlichen Organisationen ab. Vergessen Sie dabei auch nicht die Abmeldung bei Ihrem Reservistenkollektivleiter.

-Teilen Sie Ihrem Reservistenkollektivleiter unverzüglich Ihre Anschrift (und eventuelle Veränderungen während der Dienstzeit) mit, denn das ist die wichtigste Voraussetzung, damit der Betrieb seine Verpflichtung Ihnen gegenüber erfüllen kann (zB die anteilmäßige Zahlung der Jahresendprämie für das Jahr Ihrer Einberufung).

-Halten Sie stets engen Kontakt mit Ihrem Arbeitskollektiv und der Leitung Ihres Reservistenkollektivs, denn nur dann ist gewährleistet, dass Sie Einladungen zu Höhepunkten im gesellschaftlichen Leben Ihres Kollektivs (zB Auszeichnungen mit Ehrentitel) erhalten und regelmäßig die kostenlose Betriebszeitung zugestellt bekommen.

-Teilen Sie Ihrem Reservistenkollektivleiter den Termin Ihrer Vereidigung (bei UaZ den Termin zur Ernennung zum Uffz.) mit, damit Ihr Kollektiv auf diesen Höhepunkt in Ihrer militärischen Ausbildung reagieren kann.
Informieren Sie auch über eventuelle Veränderungen im Dienstverhältnis.

dann fand ich noch diesen:






Werter Kollege!
Wir haben Kenntnis davon, daß Sie in wenigen Tagen Ihren Ehrendienst in den Reihen der bewaffneten Organe unserer Republik beginnen werden. Damit übernehmen Sie den ehrenvollen Auftrag, Ihren persönlichen Beitrag zum Schutze der Errungenschaften unserer Deutschen Demokratischen Republik zu leisten.
Wir sind sicher, daß Sie die an Sie gestellten Anforderungen mit hoher persönlicher Einsatzbereitschaft erfüllen werden.
Gleichzeitig richten wir an Sie die Bitte, während Ihrer Zugehörigkeit zu den bewaffneten Organen engen Kontakt mit dem Betrieb zu halten, damit die durch uns vorgesehenen Betreuungsaufgaben erfüllt werden können. Dazu bitten wir Sie, uns umgehend Ihre neue Anschrift mitzuteilen.
Wir erlauben uns, Ihnen bereits jetzt für Ihren weiteren Lebensweg alles Gute zu wünschen und würden uns freuen, wenn Sie nach Ihrer Entlassung wieder Ihre Tätigkeit bei uns aufnehmen würden.
Sie können sicher sein, daß Sie in Ihren Arbeitskollektiv mit Freude aufgenommen werden.

VEB Zellstoff- und Zellwollewerk
Wittenberge

und als krönenden Abschluss noch dieses:






Das obige Buch würde ich gern @Gert schicken, damit er sich bei seinem Lieblingsthema einlesen kann.

@Udo schicken kannst du es mir gern, ob ich es allerdings lese steht auf einem anderen Blatt geschrieben !


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#7

RE: Betrieb und GT

in Leben in der DDR 16.07.2014 16:58
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Betrieb und Grenztruppen?

Also ich kann mich nicht erinnern, dass es da irgendein offizielles Brimborium gab; weder vorher, noch nachher.

Zwar schrieb ich ab und an ein paar Zeilen an meinen damaligen Arbeitsbereich, aber das hatte keinen offiziellen Charakter. Im Zuge dessen wollten meine Kolleginnen einen meiner Briefe ans Schwarze Brett heften, weil sie ihn besonders lebendig und lustig fanden.
Doch der Abteilungsleiter verwehrte dies, weil ich schrieb, dass einer meiner Mitsoldaten und ich angesichts der extremen Sommerhitze wie zwei Fettflecke in der Landschaft herumliefen.
"Nein das können wir nicht machen, das geht nicht" hieß es.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#8

RE: Betrieb und GT

in Leben in der DDR 16.07.2014 17:08
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Mein Schwiegervater hat mir letztes Weihnachten diesen 700 Seiten Schinken geschenkt.Sicher dachte er das er ein gutes Werk tut Und das wo ich überhaupt keine Bücher Lese

P.S.Ich wollte es schon mal einem Offizier der BW schenken,der kannte das alles schon

Angefügte Bilder:
IMG_0001.JPG

Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.07.2014 17:22 | nach oben springen

#9

RE: Betrieb und GT

in Leben in der DDR 16.07.2014 17:29
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

Mein Bruder war vor vielen Jahren bei den Raketen bei der NVA und wurde immer von seiner alten Schule und von seinem Betrieb eingeladen um was zu erzählen. Nach seinem Wehrdienst hat er einige Monate im Marienstift in Arnstadt gearbeitet und wollte zweimal einen Bericht über seine Arbeit halten.
Wurde zweimal abgelehnt.


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#10

RE: Betrieb und GT

in Leben in der DDR 16.07.2014 17:40
von Udo | 1.267 Beiträge

@Gert
Spielverderber. Dann spare ich mir das porto.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: Betrieb und GT

in Leben in der DDR 16.07.2014 17:56
von pik24 | 50 Beiträge

Ich hatte keinen Betrieb. Bin nach 12 Jahren Schule direkt zur Asche.



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#12

RE: Betrieb und GT

in Leben in der DDR 16.07.2014 18:00
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #6
Zitat von Udo im Beitrag #1
...

...
Das obige Buch würde ich gern @ Gert schicken, damit er sich bei seinem Lieblingsthema einlesen kann.

@ Udo schicken kannst du es mir gern, ob ich es allerdings lese steht auf einem anderen Blatt geschrieben !

Macht nüscht, Gert,

Ich hab 1975 nach meiner Jugendweihe auch nur ein bisschen drin geblättert. Es zeigte sich nach wenigen Sätzen, dass diese Lektüre beim Spannungs- und beim Spaßfaktor eher im unteren Durchschnitt rangierte. Mein Cousin hatte ein Jahr zuvor noch "Weltall, Erde, Mensch" bekommen. Vielleicht spielte damals auch die Enttäuschung über diesen Wechsel des Jugendweihepräsents bei meiner Bewertung eine Rolle. Wieder zu Hause las ich dann lieber meine Mosaik-Bücher mit den Amerikaabenteuern der Digedags, unter dem Spott meiner Mutter, die meinte, dass sich dies für einen Erwachsenen nicht zieme. Ich lese diese Bücher und Hefte noch heute gern. Das Jugendweihebuch behielt ich als Erinnerung an einen sonst schönen Tag. Mehr nicht. Mal schauen, vielleicht steckt bei mir auch noch irgendein Brief drin ...

Ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#13

RE: Betrieb und GT

in Leben in der DDR 16.07.2014 18:39
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde……
Bei dem Thema kam es wohl auch immer auf den Betrieb und auf den Beliebtheitsgrad des jeweiligen, abwesenden Kollegen an. Jedenfalls hatte ich da“ Glück“. Von den Jungs meiner „Dienstplangemeinschaft“ bekam ich in halbwegs regelmäßigen Abständen Fresspakete aus Arnstadt. Waren recht beliebt bei der Truppe. Die „Krone“ war ein Weihnachtspaket mit dem Unvermeidlichen „Schnittchen“ (Stolle) und 10 großen Büchsen mit eingemachten Birnen. Na ja, zuerst hab ich (und meine Stubenkumpels) etwas blöd geguckt. Solange , bis ich die erste Büchse öffnete. Die Birnen waren ausgesprochen hochprozentig, Weihnachtsfeier war gesichert.
Etwas Hochoffizielles mit Vertrag und so war das ganze natürlich nicht, wozu auch. Außer: Auf den Weihnachtspaket stand als Absender dann BGL des BW Arnstadt. Hat funktioniert. Da hat wohl einer seine Truppenerfahrung einfließen lassen.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#14

RE: Betrieb und GT

in Leben in der DDR 16.07.2014 19:41
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #13
Abend, Gemeinde……
Bei dem Thema kam es wohl auch immer auf den Betrieb und auf den Beliebtheitsgrad des jeweiligen, abwesenden Kollegen an. Jedenfalls hatte ich da“ Glück“. Von den Jungs meiner „Dienstplangemeinschaft“ bekam ich in halbwegs regelmäßigen Abständen Fresspakete aus Arnstadt. Waren recht beliebt bei der Truppe. Die „Krone“ war ein Weihnachtspaket mit dem Unvermeidlichen „Schnittchen“ (Stolle) und 10 großen Büchsen mit eingemachten Birnen. Na ja, zuerst hab ich (und meine Stubenkumpels) etwas blöd geguckt. Solange , bis ich die erste Büchse öffnete. Die Birnen waren ausgesprochen hochprozentig, Weihnachtsfeier war gesichert.
Etwas Hochoffizielles mit Vertrag und so war das ganze natürlich nicht, wozu auch. Außer: Auf den Weihnachtspaket stand als Absender dann BGL des BW Arnstadt. Hat funktioniert. Da hat wohl einer seine Truppenerfahrung einfließen lassen.
73 Hans

Du warst ein Konterrevolutionär, ein EK-Bewegter und ein Wehrkraftzersetzer!


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#15

RE: Betrieb und GT

in Leben in der DDR 16.07.2014 20:05
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi,.....
Konterrevolutionär und Wehrkraftzersetzer gib mir mal schriftlich, könnte heutzutage nur nützlich sein.
Mit EK . Bewegter war bei meinen Haufen , 1901 Strausberg, nicht so viel los, da wir faktisch "Sortenrein" -alle im gleichen Diensthalbjahr in der Kompanie, waren. Außer Bandmaß und so war da nicht allzuviel.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#16

RE: Betrieb und GT

in Leben in der DDR 16.07.2014 20:15
von küchenbulle | 196 Beiträge

Hallo Leute !

Ich habe auf einer Versammlung vor dem Einberufungsbefehl eine Reisetasche spendiert bekommen .Der Kontakt
zum Betrieb riss auch nicht ab , wurde zu Feiern eingeladen und bekam sogar zu Weihnachten ein Fresspakekt von
unserer Firma (Großbäckerei) .

Viele Grüße

der küchenbulle


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#17

RE: Betrieb und GT

in Leben in der DDR 16.07.2014 21:23
von FRITZE (gelöscht)
avatar

Ich hatte mich im Oktober 1985 nicht abgemeldet . Habe nur meinem Meister ,davon in Kenntnis gesetzt ,daß ich den mir noch zustehenden Urlaub nehme, die Werkzeugmarken auf den Tisch geklatscht , hab ihn darauf hingeweisen ,mir die Jahresendprämie auf mein Lohnkonto zu überweisen und war weg.
Der war so sauer ,daß ich wirklich bis fast zur Entlassung ,nichts von meinem Betrieb gehört habe. Etwa 4 Wochen vor Ablauf meiner 3 Jahre kam ein Brief bei mir zu Hause an ,in dem sie mir mit einem Willkommensbonus das wiederkommen schmackhaft machen wollten.
Jedes Jahr zu Weihnachten erhielt ich nicht von meinem letzten Betrieb das Paket ,sondern von der an meinem Ort ansessigen LPG (T).
Dort hatte ich immer in meinen Ferien gearbeitet !


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#18

RE: Betrieb und GT

in Leben in der DDR 16.07.2014 22:51
von Rothaut | 400 Beiträge

P.S.Ich wollte es schon mal einem Offizier der BW schenken,der kannte das alles schon

@ Pit...

Ich würde es nehmen....

Gruß Rothaut


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#19

RE: Betrieb und GT

in Leben in der DDR 17.07.2014 03:41
von schulzi | 1.762 Beiträge

Ich kann mich über Betrieb und Brigade auch nicht beklagen.Päckchen zu Weihnachten,Tag der Repulik und Tag der NVA(wurden alle beschenkt egal ob Bepo,Trapo oder GT) vom Betrieb.Die Päckchen von der Brigade waren aber besser und ausgewogner.Nach der Armee wieder im Betrieb angefangen und gleich eine Lohnerhöhund bekommen mit der Auflage einen Quali-lehrgang zu besuchen was mir später sehr nützlich war.Konnte also nicht meckern.Es lag vielleicht auch daran das wir als Spinnerei ein reiner Frauenbetrieb waren und männliche Fachkräfte rar waren.


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