#1

Design und Test der Sperranlagen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.07.2014 11:25
von DirkUK | 298 Beiträge

Wo wurden die Sperranlagen und Alarmsysteme der Grenze konstruiert und wie und wo wurden sie getestet ?


thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#2

RE: Design und Test der Sperranlagen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.07.2014 15:24
von FRITZE (gelöscht)
avatar

Gute Frage ! Ist das hier im Forum schon mal Thema gewesen ?


nach oben springen

#3

RE: Design und Test der Sperranlagen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.07.2014 17:10
von DirkUK | 298 Beiträge

Ich meine so perfekt die Grenze war da muss doch gehoerige Ingeneursarbeit dahinterstecken. Um deren Funktion unter realen Bedingungen zu testen gab es da sowas wie Testfluchten ? Ich weiss hoert sich bloed an lol.
Oder die Güsts z.B. die ganze Logistik . Wer hat sich das alles ausgedacht ?


zuletzt bearbeitet 12.07.2014 17:11 | nach oben springen

#4

RE: Design und Test der Sperranlagen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.07.2014 18:11
von MHL-er | 19 Beiträge

Soweit ich mich erinnern kann, gab es zb. in der OHS der GT eine Grenzanlagensimulation. Und ich kann mich auch dran erinnern, dass dort auch neue Designs und Techniken erprobt wurden. In dem Zusammenhang fallen mir die L-Mauersegmente ein. Da wurde versucht sie zu überwinden bzw. mit diversen Fahrzeugen zu durchbrechen.



nach oben springen

#5

RE: Design und Test der Sperranlagen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.07.2014 21:58
von Gelöschtes Mitglied
avatar

So perfekt wie immer vermutet wurde waren die Sicherungsanlagen gar nicht. Wenn man bedenkt, das in manchen Abschnitten ein Postengebiet mehrere Kilometer länge hatte und dazu noch kurvenreiche Waldgebiete wundere ich mich, dass nicht mehr Grenzverletzungen stattgefunden haben. Die größte Unsicherheit für Grenzverletzer war meines Erachtens, dass die Sperranlagen nicht nach Schema F überall gleich aufgebaut waren. Neben den örtlichen Gegebenheiten war auch der Zeitpunkt des Ausbaus der Anlagen ausschlaggebend. Zwischen Treffurt und Sickenberg waren 76/77 ungefähr die Hälfte der Anlagen ohne Mienensperre und der Signalzaun nur auf zwei Drittel der Länge aufgebaut. Die Schilder Vorsicht Mienen haben aber überall gestanden. Ich bin mir sicher, dass von den entlassenen Grenzern die wenigsten etwas über den Aufbau und die Postendichte weitererzählt haben. Etwaige GV hätten ja den Informanten meist schnell verraten. Das Unwissen über die Sperranlagen und die Postendichte waren die beste Grenzsicherung.


LO-Wahnsinn und 94 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#6

RE: Design und Test der Sperranlagen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 12.07.2014 23:03
von MHL-er | 19 Beiträge

ups--- falscher thread



zuletzt bearbeitet 12.07.2014 23:04 | nach oben springen

#7

RE: Design und Test der Sperranlagen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 13.07.2014 10:22
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Verantwortlich war bei der GT der Bereich "Technik und Bewaffnung". Ebenso beteiligt war die NVA mit dem Militärtechnischen Institut.
Konstruiert und produziert wurden die Elemente der Sperranlagen mit Masse auf Auftrag durch den Bereich Technik und Bewaffnung durch die Industrie (VEB, etc.) der DDR.
Teilweise handelte es sich um handelsübliche Bauteile die in Serie produziert wurden (Betontürme, Segmente der Sperrmauern, Metallgitterzaun, Tore, etc).
Die Hersteller waren über das Gebiet der DDR verteilt.
Manches Material kam aus dem befreundeten sozialistischen Ausland (Polen, Rumänien, Ungarn, UdSSR etc.)
Gewisse Bauelemente wurde auf die Anforderungen der GT, MfS, NVA hin speziell für den Bedarf entwickelt, z.B. der Stacheldraht, Bimdedraht CrNi für die GSZA 80, Zaunerhöhungen mit Magnetfeldern, Signaltechnik, etc..
Erprobungen fanden zunächst auf den Übungsplätzen der GT (meist Neu-Zittau) oder der NVA (hier insbesondere Minen und SM70 auf dem TÜP Streganz) statt.
Nach diesen Erprobungen wurden Musteranlagen in einzelen Bereichen der GR (Kompanieabschnitten) in den GK Nord, Süd und Mitte errichtet und über kürzere oder längere Zeiträume hin auf die Funktionstüchtigkeit getestet.
Z.B.: Musteranlage 701 im Bereich des I. GB des GR 9 im Jahre 1983, Eprobung Übersteigschutz im GR4, etc..


So als kurzer Abriß.


"Mobility, Vigilance, Justice"
DirkUK und MHL-er haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.07.2014 10:32 | nach oben springen

#8

RE: Design und Test der Sperranlagen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 13.07.2014 10:34
von FRITZE (gelöscht)
avatar

Na bitte , geht doch ! Danke TH !


nach oben springen

#9

RE: Design und Test der Sperranlagen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 13.07.2014 17:28
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Im SA 4 Bereich Karrenberg gab es ein ganz besonderes Design der Anlagen. Da war ein längere Stelle wo vom alten Grenzzaun (wahrscheinlich noch Erstausbau) nur noch Fragmente zu erkennen waren. Zerbröselte Betonsäulen und verrosteter Stacheldraht, da hätte man ohne anzuecken durchlaufen können. Und auf mehreren Kilometern nur ein Mot.Posten, wenn das jemand gewusst hätte.


nach oben springen

#10

RE: Design und Test der Sperranlagen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 13.07.2014 18:16
von Freienhagener | 3.860 Beiträge

"learning by doing" heißt das heute.................


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
nach oben springen



Besucher
22 Mitglieder und 71 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: weber-thum@web.de
Besucherzähler
Heute waren 2904 Gäste und 154 Mitglieder, gestern 3611 Gäste und 206 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14367 Themen und 557830 Beiträge.

Heute waren 154 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen