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#41

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 03.07.2014 19:50
von Gelöschtes Mitglied
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Anregung von mir :

Wir unterhalten uns täglich über Zwischenfälle an der innerdeutschen Grenze .

"Es ist richtig der getöteten und im Dienst verunglückten Kameraden zu Gedenken " auch die anderen Gedenken welche durch die Teilung Deutschlands ihr Leben auf Spiel setzten und es verloren . ob in Deutschland oder anderswo in Europa .

Ich würde es als gedenken aller ansehen ,wenn im Eingansbild des Forum ein einfaches Holzkreuz mit einer Gedenkschrift zu sehen wär . MfG ratata


thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.07.2014 19:50 | nach oben springen

#42

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 03.07.2014 22:21
von turtle | 6.961 Beiträge | 23 Punkte
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Zitat von Alfred im Beitrag #40
Turtle,

da sehen aber einige ganz andere Zahlen.

Ich kann hier mal "Die Todesopfer an Mauer und Grenze " von Hertle oder die Drucksache 16/ 6486 vom Deutschen Bundestag empfehlen.

Beides leicht zu finden.



Ich kenne die genauen Zahlen natürlich nicht. Aber bitte Alfred hier von Dir erwähntes.
http://www.berliner-mauer-gedenkstaette...._todesopfer.pdf


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#43

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 04.07.2014 01:42
von josy95 | 4.920 Beiträge | 11 Punkte
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Zitat von Gert im Beitrag #38
Zitat von seaman im Beitrag #34
Zitat von Gert im Beitrag #33
ich verstehe aber eines an der Geschichte nicht. Wir schreiben das Jahr 1950. Diese Grenze oder besser Demarkationslinie zwischen der sowj. und den übrigen Zonen war überhaupt noch keine Staatsgrenze.
Wie dem auch sei, heute nach 64 Jahren werden wir es nicht klären. Der Staat DDR hat bei solchen Delikten oft Fakten verdunkelt oder verdreht, wenn sie ihm zum Nachteil gereichten. Muss nicht sein, kann aber.....



Doch Gert,
nach der Gründung beider deutscher Staaten war es im Selbstverständnis der DDR eine Staatsgrenze.Wie auch später die UNO feststellte.....

seaman


zu der Zeit hat doch außer der Besatzungsmacht SU keiner diesen Staat als legitim anerkannt. Ich erinnere , das mein Vater erzählte, dass er in den 40 er Jahren des vorigen Jahrhunderts des öftern in die britische Zone von Erfurt aus fuhr. Er fuhr mit der Bahn bis Ellrich und ging dann mit vielen anderen über die grüne Grenze. Einmal erwischten ihn die Russen aber sie hielten ihn nur kurz fest und ließen ihn dann wieder laufen.
Ich weiss aber nicht, wie lange das möglich war. Ich denke mal, 1950 nicht mehr ganz so easy


@Gert und alle anderen, @seaman:

Mein Papa und viele, glaubhafte(!) alte Ilsenburger, Einheimische erzählten mir Ähniches. Ich lege die Betonung sehr auf glaubhaft..., bevor es unpassendervweise von dem einen oder anderen Erbsenzähler wieder peinliche Nachfragen gibt...
Hier war es das Eckertal, der Eckerkrug als eine zentrale Stelle im nördlichen Harzvorland, wo man die damals s. g. Demarkationslinie Richtung Westen überschritt und in vielen Fällen auch auf diesem Wege wieder zurückkehrte. Vermutlich, weil man in der DDR bleiben wollte! Nur viel zu schnell unterstellte die von stalinistischen Mordbuben inszenierte damalige Propaganda gerade diesen Menschen vollmundig staatsfeindliche Aktivitäten, Spionagetätigkeit, faschistisches (!) Gedankengut und was auch immer für abenteuerliche Behauptungen noch.

Was die Russen bei der Sicherung der damalig als Demarkationslinie bezeichneten Grenze anbelangt, auch das kann ich an Hand der Aussagen alter Zeitzeugen nur bestätigen. Die nahmen hier und da die Leute fest, verhörten sie und ließen sie meißt wieder laufen. Oft gegen einen Obulus aus Westzigaretten, Alkoholika oder was auch immer. Wann die Grenzsicherung von den Russen vollends an die DDR abgegeben wurde.., na denke mal Mitte/ Ende der 50- ziger Jahre.

Bis dahin waren dann aber noch die jungen Genossen der KVP, der Grenzpolizei der DDR. Bestimmt sehr viele, die glaubten, aus bitterer eigener und der Erfahrung und Enttäuschung, aber auch der Eltern, Großeltern über das bisher erlebte, fest an die junge DDR, an einen endlich besseren Staat, an endlich soziale Gerechtigkeit jenseits von Krieg und Völkermord.
Was vermutlich niemand so schnell durchschaute, bemerkte, diese junge DDR war schon perfide von Moskau und moskaudevot- treuen Vasallen nach dem Muster stalinistischer Alleinherschaftsansprüche infiltriert.
Das auch sehr viele von diesen jungen Genossen bei KVP, Grenzpolizei oder wo auch immer relativ schnell merkten, was hier für ein hinterlistig Spiel mit ihnen getrieben wird und mehr oder weniger dies umfassend durchschauten. Hier erlaube ich mir einfach mal zu sagen, je höher der IQ dieser Menschen war, desto schneller wird diese Einsicht funktioniert haben.

Es wird durchaus wenigsten 5 Gruppen von Betroffenen und ihren Ansichten damals gegeben haben:

1. Der Eine oder Andere, vermutlich die Mehrheit wird an die junge DDR und das alles nur besser werden kann, geglaubt haben. Wollte sich nicht lumpen lassen, wollte sich einbringen. Der SED- Propaganda folgend, irgendwie mitmischen. Verwerflich?
Unter damaligen Umständen. Erstmal ein klares NEIN!
Hat sich dann aber mit seinem Schicksal irgendwie abgefunden und wird nur gehofft haben, heile und ohne Zwischenfälle da irgendwie rauszukommen, denn, so vermutlich das Denkschema dieser Betroffenen, ...hier hab ich mich (gewaltig) geirrt und bin irgendwie vielleicht auch etwas leichtsinnig, gutgläubig, dazu noch jung und unerfahren, voller Tatendrang da reingerutscht und komm da auch irgendwie wieder raus..., denn, so die nüchtern- optimistische Betrachtung, "jedes Leid" hat mal ein Ende und auch diese freiwillige Dienstzeitverpflichtung bei KVP oder DDR- Grenzpolizei ist irgendwann vorbei...!

2. Andere und die nüchtern- überlegenden, die Cleveren mögen nach dieser vorab geschilderten Erkenntnis und in dieser Zeit den bequemeren und hier schon beschriebenen aber wesentlich sicheren Weg über z. Bsp. Westberlin genutzt haben. Egal, ob hinterher Fahnenflucht oder nicht. Hauptsache, relativ geräuschlos und schnell weg! Geräuschlos im Westen in der Masse abtauchen und einfach sein Ding durchziehen, machen...!
Wen hat damals besonders in den westlichen Besatzungszonen hinterher interessiert, was vorher war, woher jeder kam? Leistung und Fleiß wird in erster Linie gezählt haben, was anderes kaum...

@Gert, Du warst indirekt ein Fahnenflüchtiger, hattest ja gedient, den Fahneneid geleistet und bist nach Deiner Dienstzeit via Westen "verdunstet"
- sag bitte mal was dazu! Wer wollte damals im Westen noch was davon wissen, woher Du kamst, wen hat das noch interessiert? Ich vermute mal: NIEMANDEN!

3. Das dritte,dafür aber unberechenbare, egoistisch- gefährliche Klientel hat voll in die Tastatur der DDR- Propaganda mit reingehauen, nur um die eigenen Pfründe zu sichern. Selbstverpflichtung, Eintritt in die SED..., Rampenlicht...dumpfe Parolen ohne große Überlegung schnell nachplappern...Aber auch schnell bemerkt..., heimlich für sich selbst natürlich..., hoppla, im Westen geht es mir ja materiell noch viel, viel besser..., da kann ich vielleicht dazu noch ein Held sein! Wenn ich mich dort an die sensationslüsternde Presse verkaufe und eine heroische Fluchtgeschichte präsentieren kann..., vielleicht noch gespickt mit Horrorszenario á la Hollywood, wie ich einen gemeinen DDR- Vopo erschießen musste...
Dieses Klientel zähle ich eher zu den der unteren aber gefährlichen IQ- Klasse, so wie das folgende auch:

4. Die total verblendeten Hardliner mit bekannten preußisch- angeborenem Kadavergehorsam.... Die die stalinistische Ideologie 1 zu 1 plus eigener Inovation und ohne jede Skrupel gelebt und auch durchgesetzt haben. Und sich dabei garantiert nicht besonders beliebt gemacht haben..., besser gesagt, sich dabei viele und bestimmt dauerhaft unerbittliche Feinde besonders auch in den eigenen Reihen geschaffen haben.
Das sind ungeregelte Gesetzmäßigkeiten des menschlichen Zusammenlebens, die man wohl kaum weiter erläutern oder komentieren muß...

Dann ist da noch die 5. Opfergruppe, die eigentlich bedauernswerte und wohl am meißten betroffene, aber vollends unschuldige Gruppe. Die Mehrheit.

Die bei KVP, Grenzpolizei gedient haben, ob nun freiwillig oder später als Grundwehrdienstleistender. Die diese Zeit nur geräuschlos hinter sich bringen wollten, um dann wieder ganz einfach, so die Hoffnung, nach Hause zu gehen und um das bisherige Leben weiterzuführen, weiter zu gestalten. Mit Haus und Hof, mit Familie, Freunden usw. .
Die nie die Ambitionen hatten, die DDR und damit ihr gewohntes Umfeld zu verlassen, weil hier irgendwie die Heimat schon der Eltern, Großltern war, die eigene ist, einfach die Wurzeln waren und man Unpässlichkeiten wie das in der DDR gegenber der BRD, dem "Westen" niedere materielle Niveau einfach in Kauf nahm. Die ideologische SED- Dauerberieselung ausblendete...
Die dann aber unerwartet in Situationen kamen, wissentlich gebracht wurden von solchen Leuten, den eigenen Kameraden wie unter 3. Und nur die pure Angst vor wieder den eigenen Kameraden, den Vorgesetzten unter 4. hatten und dabei in nicht zu umschreibende Konfikte kamen und letztendlich dies mit ihrem Leben bezahlen mußten...., sinnlos verheizt wurden...

Das sind für mich die ganz besonders armen Schweine.., derer wir ganz besonders in Ehre gedenken sollten! Die absoluten Verlierer, weil sie mit etwas bezahlen mußten, was ein ganz hohes und unwiderbringliches, einmaliges Gut ist:

Das Leben! Das unantastbare Recht auf Leben!

In Freiheit und Selbstbestimmung und ohne jegliche Bevormundung....

Auch nicht durch eine Bevormundung und Strategien, Schönreden einer selbsternannten "Diktatur des Proletarias"...

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zwei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.07.2014 01:55 | nach oben springen

#44

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 04.07.2014 08:48
von Gert | 12.861 Beiträge | 608 Punkte
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Zitat von josy95 im Beitrag #43
Zitat von Gert im Beitrag #38
Zitat von seaman im Beitrag #34
Zitat von Gert im Beitrag #33
ich verstehe aber eines an der Geschichte nicht. Wir schreiben das Jahr 1950. Diese Grenze oder besser Demarkationslinie zwischen der sowj. und den übrigen Zonen war überhaupt noch keine Staatsgrenze.
Wie dem auch sei, heute nach 64 Jahren werden wir es nicht klären. Der Staat DDR hat bei solchen Delikten oft Fakten verdunkelt oder verdreht, wenn sie ihm zum Nachteil gereichten. Muss nicht sein, kann aber.....



Doch Gert,
nach der Gründung beider deutscher Staaten war es im Selbstverständnis der DDR eine Staatsgrenze.Wie auch später die UNO feststellte.....

seaman


zu der Zeit hat doch außer der Besatzungsmacht SU keiner diesen Staat als legitim anerkannt. Ich erinnere , das mein Vater erzählte, dass er in den 40 er Jahren des vorigen Jahrhunderts des öftern in die britische Zone von Erfurt aus fuhr. Er fuhr mit der Bahn bis Ellrich und ging dann mit vielen anderen über die grüne Grenze. Einmal erwischten ihn die Russen aber sie hielten ihn nur kurz fest und ließen ihn dann wieder laufen.
Ich weiss aber nicht, wie lange das möglich war. Ich denke mal, 1950 nicht mehr ganz so easy


@Gert und alle anderen, @seaman:

Mein Papa und viele, glaubhafte(!) alte Ilsenburger, Einheimische erzählten mir Ähniches. Ich lege die Betonung sehr auf glaubhaft..., bevor es unpassendervweise von dem einen oder anderen Erbsenzähler wieder peinliche Nachfragen gibt...
Hier war es das Eckertal, der Eckerkrug als eine zentrale Stelle im nördlichen Harzvorland, wo man die damals s. g. Demarkationslinie Richtung Westen überschritt und in vielen Fällen auch auf diesem Wege wieder zurückkehrte. Vermutlich, weil man in der DDR bleiben wollte! Nur viel zu schnell unterstellte die von stalinistischen Mordbuben inszenierte damalige Propaganda gerade diesen Menschen vollmundig staatsfeindliche Aktivitäten, Spionagetätigkeit, faschistisches (!) Gedankengut und was auch immer für abenteuerliche Behauptungen noch.

Was die Russen bei der Sicherung der damalig als Demarkationslinie bezeichneten Grenze anbelangt, auch das kann ich an Hand der Aussagen alter Zeitzeugen nur bestätigen. Die nahmen hier und da die Leute fest, verhörten sie und ließen sie meißt wieder laufen. Oft gegen einen Obulus aus Westzigaretten, Alkoholika oder was auch immer. Wann die Grenzsicherung von den Russen vollends an die DDR abgegeben wurde.., na denke mal Mitte/ Ende der 50- ziger Jahre.

Bis dahin waren dann aber noch die jungen Genossen der KVP, der Grenzpolizei der DDR. Bestimmt sehr viele, die glaubten, aus bitterer eigener und der Erfahrung und Enttäuschung, aber auch der Eltern, Großeltern über das bisher erlebte, fest an die junge DDR, an einen endlich besseren Staat, an endlich soziale Gerechtigkeit jenseits von Krieg und Völkermord.
Was vermutlich niemand so schnell durchschaute, bemerkte, diese junge DDR war schon perfide von Moskau und moskaudevot- treuen Vasallen nach dem Muster stalinistischer Alleinherschaftsansprüche infiltriert.
Das auch sehr viele von diesen jungen Genossen bei KVP, Grenzpolizei oder wo auch immer relativ schnell merkten, was hier für ein hinterlistig Spiel mit ihnen getrieben wird und mehr oder weniger dies umfassend durchschauten. Hier erlaube ich mir einfach mal zu sagen, je höher der IQ dieser Menschen war, desto schneller wird diese Einsicht funktioniert haben.

Es wird durchaus wenigsten 5 Gruppen von Betroffenen und ihren Ansichten damals gegeben haben:

1. Der Eine oder Andere, vermutlich die Mehrheit wird an die junge DDR und das alles nur besser werden kann, geglaubt haben. Wollte sich nicht lumpen lassen, wollte sich einbringen. Der SED- Propaganda folgend, irgendwie mitmischen. Verwerflich?
Unter damaligen Umständen. Erstmal ein klares NEIN!
Hat sich dann aber mit seinem Schicksal irgendwie abgefunden und wird nur gehofft haben, heile und ohne Zwischenfälle da irgendwie rauszukommen, denn, so vermutlich das Denkschema dieser Betroffenen, ...hier hab ich mich (gewaltig) geirrt und bin irgendwie vielleicht auch etwas leichtsinnig, gutgläubig, dazu noch jung und unerfahren, voller Tatendrang da reingerutscht und komm da auch irgendwie wieder raus..., denn, so die nüchtern- optimistische Betrachtung, "jedes Leid" hat mal ein Ende und auch diese freiwillige Dienstzeitverpflichtung bei KVP oder DDR- Grenzpolizei ist irgendwann vorbei...!

2. Andere und die nüchtern- überlegenden, die Cleveren mögen nach dieser vorab geschilderten Erkenntnis und in dieser Zeit den bequemeren und hier schon beschriebenen aber wesentlich sicheren Weg über z. Bsp. Westberlin genutzt haben. Egal, ob hinterher Fahnenflucht oder nicht. Hauptsache, relativ geräuschlos und schnell weg! Geräuschlos im Westen in der Masse abtauchen und einfach sein Ding durchziehen, machen...!
Wen hat damals besonders in den westlichen Besatzungszonen hinterher interessiert, was vorher war, woher jeder kam? Leistung und Fleiß wird in erster Linie gezählt haben, was anderes kaum...

@Gert, Du warst indirekt ein Fahnenflüchtiger, hattest ja gedient, den Fahneneid geleistet und bist nach Deiner Dienstzeit via Westen "verdunstet"
- sag bitte mal was dazu! Wer wollte damals im Westen noch was davon wissen, woher Du kamst, wen hat das noch interessiert? Ich vermute mal: NIEMANDEN!

3. Das dritte,dafür aber unberechenbare, egoistisch- gefährliche Klientel hat voll in die Tastatur der DDR- Propaganda mit reingehauen, nur um die eigenen Pfründe zu sichern. Selbstverpflichtung, Eintritt in die SED..., Rampenlicht...dumpfe Parolen ohne große Überlegung schnell nachplappern...Aber auch schnell bemerkt..., heimlich für sich selbst natürlich..., hoppla, im Westen geht es mir ja materiell noch viel, viel besser..., da kann ich vielleicht dazu noch ein Held sein! Wenn ich mich dort an die sensationslüsternde Presse verkaufe und eine heroische Fluchtgeschichte präsentieren kann..., vielleicht noch gespickt mit Horrorszenario á la Hollywood, wie ich einen gemeinen DDR- Vopo erschießen musste...
Dieses Klientel zähle ich eher zu den der unteren aber gefährlichen IQ- Klasse, so wie das folgende auch:

4. Die total verblendeten Hardliner mit bekannten preußisch- angeborenem Kadavergehorsam.... Die die stalinistische Ideologie 1 zu 1 plus eigener Inovation und ohne jede Skrupel gelebt und auch durchgesetzt haben. Und sich dabei garantiert nicht besonders beliebt gemacht haben..., besser gesagt, sich dabei viele und bestimmt dauerhaft unerbittliche Feinde besonders auch in den eigenen Reihen geschaffen haben.
Das sind ungeregelte Gesetzmäßigkeiten des menschlichen Zusammenlebens, die man wohl kaum weiter erläutern oder komentieren muß...

Dann ist da noch die 5. Opfergruppe, die eigentlich bedauernswerte und wohl am meißten betroffene, aber vollends unschuldige Gruppe. Die Mehrheit.

Die bei KVP, Grenzpolizei gedient haben, ob nun freiwillig oder später als Grundwehrdienstleistender. Die diese Zeit nur geräuschlos hinter sich bringen wollten, um dann wieder ganz einfach, so die Hoffnung, nach Hause zu gehen und um das bisherige Leben weiterzuführen, weiter zu gestalten. Mit Haus und Hof, mit Familie, Freunden usw. .
Die nie die Ambitionen hatten, die DDR und damit ihr gewohntes Umfeld zu verlassen, weil hier irgendwie die Heimat schon der Eltern, Großltern war, die eigene ist, einfach die Wurzeln waren und man Unpässlichkeiten wie das in der DDR gegenber der BRD, dem "Westen" niedere materielle Niveau einfach in Kauf nahm. Die ideologische SED- Dauerberieselung ausblendete...
Die dann aber unerwartet in Situationen kamen, wissentlich gebracht wurden von solchen Leuten, den eigenen Kameraden wie unter 3. Und nur die pure Angst vor wieder den eigenen Kameraden, den Vorgesetzten unter 4. hatten und dabei in nicht zu umschreibende Konfikte kamen und letztendlich dies mit ihrem Leben bezahlen mußten...., sinnlos verheizt wurden...

Das sind für mich die ganz besonders armen Schweine.., derer wir ganz besonders in Ehre gedenken sollten! Die absoluten Verlierer, weil sie mit etwas bezahlen mußten, was ein ganz hohes und unwiderbringliches, einmaliges Gut ist:

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so ist es Thomas !


.🇩🇪
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#45

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 04.07.2014 11:01
von josy95 | 4.920 Beiträge | 11 Punkte
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In Anlehnung an meinen Beitrag #43 möchte ich hier nun ganz gezielt die Frage stellen, in welche der 5 Gruppen kann man heute, 64 Jahre nach dem Geschehen das tragische Opfer, den VP Wachtmeister Siegfried Apportin zweifelsfrei einordnen?

Ich denke mal, auf Grund des erheblichen Zeitvorlaufes, des Fehlens von glaubhaften und unparteiischen Zeitzeugen und dem berechtigten Zweifel an der Glaubhaftigkeit einiger(!) historischer Unterlagen wird diese Frage gar nicht so einfach zu beantworten sein.

Aber, Kameraden und Forumsfreunde. Zeigt bitte einfach nur Flagge und äußert Eure Meinung.

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zwei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#46

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 04.07.2014 11:18
von eisenringtheo | 9.461 Beiträge | 213 Punkte
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Zitat von josy95 im Beitrag #45
In Anlehnung an meinen Beitrag #43 möchte ich hier nun ganz gezielt die Frage stellen, in welche der 5 Gruppen kann man heute, 64 Jahre nach dem Geschehen das tragische Opfer, den VP Wachtmeister Siegfried Apportin zweifelsfrei einordnen?

Ich denke mal, auf Grund des erheblichen Zeitvorlaufes, des Fehlens von glaubhaften und unparteiischen Zeitzeugen und dem berechtigten Zweifel an der Glaubhaftigkeit einiger(!) historischer Unterlagen wird diese Frage gar nicht so einfach zu beantworten sein.

Aber, Kameraden und Forumsfreunde. Zeigt bitte einfach nur Flagge und äußert Eure Meinung.

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Kann und soll man Todesopfer kategorisieren?
http://www.odmp.info/mod/cms/
http://www.odmp.info/mod/cms/index.php?site=seite&id=1
http://www.odmp.info/mod/polizei/
http://www.odmp.info/mod/polizei/index.p...details&id=2233
Theo


94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#47

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 04.07.2014 12:51
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #46
Zitat von josy95 im Beitrag #45
In Anlehnung an meinen Beitrag #43 möchte ich hier nun ganz gezielt die Frage stellen, in welche der 5 Gruppen kann man heute, 64 Jahre nach dem Geschehen das tragische Opfer, den VP Wachtmeister Siegfried Apportin zweifelsfrei einordnen?

Ich denke mal, auf Grund des erheblichen Zeitvorlaufes, des Fehlens von glaubhaften und unparteiischen Zeitzeugen und dem berechtigten Zweifel an der Glaubhaftigkeit einiger(!) historischer Unterlagen wird diese Frage gar nicht so einfach zu beantworten sein.

Aber, Kameraden und Forumsfreunde. Zeigt bitte einfach nur Flagge und äußert Eure Meinung.

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Kann und soll man Todesopfer kategorisieren?
http://www.odmp.info/mod/cms/
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http://www.odmp.info/mod/polizei/
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Theo




...auch Deine Frage ist vom Grundsatz her mehr als berechtigt und schwer zu beantworten!

In der Beantwortung meiner Frage sehe, wünsche ich mir mehr die deutliche Feststellung, das alle Opfer waren, dazu sinnlose Opfer.
Teilweise, so hart das auch klingen mag, auch das sollte man ganz wertfrei- nüchtern betrachten, an ihrem tragischen Schicksal nicht ganz unbeteiligt, unschuldig waren.

Und nicht, so wie es einige gern hätten..., wie es die perfide SED- Ideologie schon versucht hat darzustellen, das sind die Helden, das sind die Schurken, die Bösen...

Darum diese Frage auch bitte nicht als piätetlos verstehen.

Das liegt mir in Ehrfurcht vor den Opfern und ihren teilweise sehr jungen Leben total fern!

josy95


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zuletzt bearbeitet 04.07.2014 12:52 | nach oben springen

#48

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 04.07.2014 13:19
von FRITZE (gelöscht)
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Die Toten werden nicht wieder lebendig ,egal wieviel darüber ,ich sag mal milde ausgedrückt , PHILOSOPHIERT wird !
Tot ist tot ,egal von wem umgebracht !
Jeder Tote war einer zuviel ! Egal ob Flüchtling oder Grenzer !
Ich bin froh ,daß ich nicht geschossen habe !
Laßt uns der Toten gedenken ,aber "still " !

FRITZE


josy95 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#49

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 04.07.2014 21:00
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Fritze!

Man muß nur aufpassen das dieses "stille Gedenken" nicht zum verschweigen wird.


Schöne Grüße,
Eckhard



Zitat von FRITZE im Beitrag #48
Die Toten werden nicht wieder lebendig ,egal wieviel darüber ,ich sag mal milde ausgedrückt , PHILOSOPHIERT wird !
Tot ist tot ,egal von wem umgebracht !
Jeder Tote war einer zuviel ! Egal ob Flüchtling oder Grenzer !
Ich bin froh ,daß ich nicht geschossen habe !
Laßt uns der Toten gedenken ,aber "still " !
FRITZE


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#50

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 04.07.2014 21:02
von josy95 | 4.920 Beiträge | 11 Punkte
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Zitat von FRITZE im Beitrag #48
Die Toten werden nicht wieder lebendig ,egal wieviel darüber ,ich sag mal milde ausgedrückt , PHILOSOPHIERT wird !
Tot ist tot ,egal von wem umgebracht !
Jeder Tote war einer zuviel ! Egal ob Flüchtling oder Grenzer !
Ich bin froh ,daß ich nicht geschossen habe !
Laßt uns der Toten gedenken ,aber "still " !

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@FRITZE , da magst Du Recht haben.

Bisher sind bei ähnlichen Themen oft Myhten auch von einigen Usern hier hochgepuscht wurden, die Opfer, die Uniformen der DDR trugen, einseitig als Helden darstellten, regelrecht glorifizierten. Googelte man danach, las man aufmerksam und hörte andere glaubhafte Zeitzeugen, las die Meinung der Gegenseite, versuchte sich daraus ein objektives Urteil zu bilden, empfand man oft den herben Beigeschmack, das hier einige User uns nach wie vor die einseitige Darstellung der damaligen SED- Propaaganda fast 1 zu 1 auftischen wollen.

Das funktioniert so nicht. Nicht mehr.
Auch dank Internet..., www. und auch diesem Forum hier!

Die Gegenfraktion wiederum, viele sehen es in ihren Beiträgen ähnlich, waren nur die bösen mordenden Grenzverletzer, Feinde des Sozialismus...,immer und irgendwie von Imperialisten und Faschisten und was es sonst noch so im Vokabular der SED- Propaganda alles gab, aufgehetzt, infiltriert, bezahlt, gelenkt...geleitet.

Und gerade deshalb, jeden Fall als Einzelfall zu betrachten und damit auch ganz geziehlt der absolut unschuldigen Opfer, egal ob sie in DDR- Uniformen gesteckt haben oder nicht im besonderen zu gedenken, sollte das Philosophieren uns als der Generation erlaubt sein, die jetzt in der einmaligen historischen Lage und mit diesen Möglichkeiten hier begnadet ausgestattet ist, dieses unseelige Thema der deutschen Teilung irgendwie aber sachlich und mir geschärften Blick aufzuarbeiten.
Gegen das Vergessen, gegen einseitige Darstellungen und Glorifizierungen aufzustehen, die Opfer und Täter, auch Mitäter ungerecht auf eine Stufe stellen.

Das haben alle wahren Opfer einfach nicht verdient! Das wäre eine Beleidigung ihrer...

josy95


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#51

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 04.07.2014 21:15
von Freienhagener | 4.464 Beiträge | 758 Punkte
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Da eine Flucht ganz einfach auch außerhalb der Dienstzeit möglich war, gibt es eine mögliche Schlußfolgerung:

Ein tödlicher Streit (wer weiß warum) und deswegen eine nicht geplante Flucht.

Aber wer weiß.................


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


zuletzt bearbeitet 04.07.2014 21:16 | nach oben springen

#52

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 04.07.2014 21:19
von FRITZE (gelöscht)
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Alles richtig ,es bleiben nur immer die vielen "aber " ! Und auf denen wird immer rumgeritten .


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#53

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 04.07.2014 21:24
von eisenringtheo | 9.461 Beiträge | 213 Punkte
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #51
Da eine Flucht ganz einfach auch außerhalb der Dienstzeit möglich war, gibt es eine mögliche Schlußfolgerung:

Ein tödlicher Streit (wer weiß warum) und deswegen eine nicht geplante Flucht.

Aber wer weiß.................


Ist möglich. Die DDR Version des Vorfalles ist irgendwie unlogisch.
Er wurde vom eigenen Kameraden, dem Fahnenflüchtigen L. K., erschossen. Der Täter war zum Tatzeitpunkt bereits von einem westlichen Dienst angeworben und versuchte seinen Postenführer Apportin zur Fahnenflucht zu überreden. Als sich dieser weigerte, wurde er getötet.
K. flüchtete in die BRD und blieb straffrei.

Die Westversion laut "Spiegel"
Der Volkspolizei-Anwärter Leo Knöpke schoß Apportin am 2. Juli 1950 mit dem Karabiner in den Mund - ob vorsätzlich oder aus Versehen, läßt das Protokoll der zuständigen mecklenburgischen Volkspolizei offen. Knöpke floh und stellte sich, nach einem zweitägigen Verhör bei den britischen Besatzungstruppen, den westdeutschen Behörden.
Knöpke, der zunächst wegen "vorsätzlicher Tötung" vor dem Lübecker Landgericht angeklagt war, kam aufgrund einer Revisionsentscheidung 1951 glimpflich davon: Wegen "fahrlässiger Tötung" wurde er zu drei Monaten Gefängnis verurteilt - die Strafe, vermerkt das Register zu dem Fall unter dem Aktenzeichen 6 Ks 4/50, war bereits "durch U-Haft verbüßt".

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13488216.html
Theo


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