#1

Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 29.06.2014 23:40
von Moskwitschka (gelöscht)
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Bei folgendem Beitrag von @steffen52 fielen mir die Eingaben in der DDR ein

Zitat von steffen52 im Beitrag RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

Das wäre schön gewesen wenn es so einfach war! Aber als Privatmann,wo wollte man sich beschweren? Entweder man hatte geschmiert und bekam die Sachen oder man lies es und hatte nichts bekommen oder nach langer Wartezeit! So, ist es eben gewesen in der damaligen DDR!


Ich habe in der DDR 3 mal zur Eingabe gegriffen. Ich habe darüber auch schon hier im Forum geschrieben. Vom BGL - Vorsitzenden des Betriebes meines Mannes über den Bezirksbürgermeister von Pankow bis zum Staatsratsvorsitzenden war zwischen 1983 bis 1988 alles dabei.

Leider habe ich keine Dokumente mehr. Habe ja auch nie geschrieben und immer die Beine in Bewegung gesetzt. Daher habe ich mal ein wenig gesucht und interessante Dinge gefunden. Auch wenn jetzt ein paar links dabei sind - sie sind lesenswert, weil es echte Zeitdokumente sind.

1960 Eingabe an den 1. Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates der DDR Walter Ulbricht und Beantwortung der Eingabe

Es ging um eine Kuh https://www.linguistik.hu-berlin.de/koop...ingabekuh1.html

1969 Eingabe an den Oberbürgermeister von Berlin und Beantwortung der Eingabe

Da beschwerte sich jemand über fehlenden Service im Rahmen von Theatervorstellungen https://www.linguistik.hu-berlin.de/koop...eingabeob1.html

1969 Eingabe an den Vorsitzenden des Ausschusses für Arbeit und Sozialpolitik der Volkskammer der DDR und deren Beantwortung

Auch um die Alten hat man sich gesorgt https://www.linguistik.hu-berlin.de/koop...eingabe78a.html

1987 Eingabe des Elternaktivs an den Oberbürgermeister von Eisenhüttenstadt und Lösungsvorschläge

Die Schulspeisung bzw. deren Ausgabe hat Eltern auf den Plan gerufen https://www.linguistik.hu-berlin.de/koop...e/eingabe87.pdf

Interessant bei diesen Dokumenten sind die angefügten Anworten.

Welche Erfahrung habt ihr mit Eingaben gemacht. Wenn man was erreichen wollte, war es damals eigentlich ein probates Mittel. Zwar nicht immer von Erfolg beschieden, aber eine Erfahrung wert.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 29.06.2014 23:44 | nach oben springen

#2

RE: Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 30.06.2014 07:33
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Hallo miteinander,

ich hab leider auch keine Dokumente mehr aus der Zeit.
Aber eine Spruch-Weisheit aus diesen Tagen fällt mir noch ein:

Was ist der Unterschied zwischen kapitalistischer und sozialistischer Wirtschaftsweise ?

Der Kapitalismus funktioniert auf der Basis von Einnahmen und Ausgaben.
Beim Sozialismus ist es genau umgekehrt:

Er funktioniert auf der Basis von Eingaben und Ausnahmen....

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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#3

RE: Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 30.06.2014 08:44
von Harsberg | 3.247 Beiträge

Das Mittel der Eingabe habe ich zum Glück in den 40 Jahren DDR nie gebraucht, habe meine Probleme immer selber zu meiner Zufriedenheit gelöst.
Kenne aber einige Bekannte, die auf so eine Eingabe, z.B. Wohnung, oder Kiga-Platz, nichtssagende Antworten erhielten.
Ihre Antwort war dann der Ausreiseantrag!


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#4

RE: Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 30.06.2014 09:12
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Ich habe zweimal eine Eingabe am Staatsratsvorsitzenden gemacht,das war 1988.Es ging um mein Wohnungsproblem. Nach der ersten ,durfte ich dann mit der Frau--beim Rat der Gemeinde erscheinen. Wo der Bürgermeister anwesend war und eine nette Dame vom Rat des Kreises.Man erläuterte uns,das wir den Werdegang der Eingabe doch einhalten sollten und man sich unser Problem annehmen würde.Nach 3 bis 4 Monate lag immer noch kein Ergebnis auf den Tisch, also 2. Eingabe. Und siehe da--es dauerte keinen Monat und das Problem war zu, Zufriedenheit gelöst.
Aber hinterher hab ich mich doch etwas geärgert--den meine WG mit noch 2 Damen um Mitte der 20 er war vorbei.


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#5

RE: Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 30.06.2014 12:34
von matloh | 1.204 Beiträge

Ersetzte das Eingabensystem den Verwaltungsgerichtshof und den Verfassungsgerichtshof in der DDR?`

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#6

RE: Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 30.06.2014 12:40
von Hapedi | 1.876 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #5
Ersetzte das Eingabensystem den Verwaltungsgerichtshof und den Verfassungsgerichtshof in der DDR?`

cheers matloh







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#7

RE: Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 30.06.2014 12:43
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Ich habe damals eine Eingabe wegen Kinderwegnahme gemacht.
Leider nur eine eigenartige Antwort erhalten
Thomas


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#8

RE: Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 30.06.2014 13:08
von Heckenhaus | 5.128 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #5
Ersetzte das Eingabensystem den Verwaltungsgerichtshof und den Verfassungsgerichtshof in der DDR?`

cheers matloh

Gib das mal bei Google ein...


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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#9

RE: Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 30.06.2014 13:18
von Moskwitschka (gelöscht)
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Na dann mal ein wenig Theorie zur Eingabe Tante google schlägt folgendes vor:

Gesetz über die Bearbeitung der Eingaben der Bürger
-Eingabengesetz-


vom 19. Juni 1975

faktisch aufgehoben durch
Einigungsvertrag vom 31. August 1990 (BGBl. II S. 889).

http://www.verfassungen.de/de/ddr/petitionsgesetz75.htm

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 30.06.2014 13:24 | nach oben springen

#10

RE: Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 30.06.2014 13:48
von schnatterinchen (gelöscht)
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"Wenn nichts mehr half........ "

Wir sind nicht auf die Idee gekommen Eingaben zu machen. Trotz allem.
An Honecker schreiben wegen einer Wohnung oder einem Trabbiauspuff. Was für ein komisches Land.


AR-11 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.06.2014 13:50 | nach oben springen

#11

RE: Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 30.06.2014 13:53
von Heckenhaus | 5.128 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #10
"Wenn nichts mehr half........ "

Wir sind nicht auf die Idee gekommen Eingaben zu machen. Trotz allem.
An Honecker schreiben wegen einer Wohnung oder einem Trabbiauspuff. Was für ein komisches Land.


Damals wurde die wenigstens noch meist geholfen, heute bleibt als letzte Konsequenz die Brücke.
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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#12

RE: Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 30.06.2014 14:20
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #11
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #10
"Wenn nichts mehr half........ "

Wir sind nicht auf die Idee gekommen Eingaben zu machen. Trotz allem.
An Honecker schreiben wegen einer Wohnung oder einem Trabbiauspuff. Was für ein komisches Land.


Damals wurde die wenigstens noch meist geholfen, heute bleibt als letzte Konsequenz die Brücke.
.


Guter Ansatz, nur finde ich etwas zu "schwarz - weiß", am meisten sind doch die "Grautöne" im Leben zu finden. Trairig das es Eingaben geben mußte um manch Problem zu lösen...
Guit das es die Möglichkeit der Eingabe gab. Nur gerade bei Wohnungen herrschte schon eine staatl. gewollte Schräglage. Da zählte Kinderreichtum, das war für mich auch keine Lösung.
Ich bin der eh. DDR eher positiv gegenüber eingestellt, doch die Subventionspolitik war ein Grundübel. Wo "Kinderreichtum" staatl. verordnet war, da konnte auch oft eine Eingabe nicht helfen und wenn dann gab es eine Wohnung mit Toilette auf der Treppe....

Aber der 3 Kinder vorweisen konnte, dem war eine Neubauwohnung sicher...., für mich sehr fraglich. Die Eingaben bewegten sich ja bei der "Entscheidungsfindung" in diesem Bereich in diesem Kontext. da hattes Du wirklich als "Alleinstehender" die berühmte A-Karte. Nur war der Alleinstehende nicht genauso gesell. Wertvoll, hat er nicht oft mehr gesell. Werte geschaffen?


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#13

RE: Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 30.06.2014 14:20
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #10
"Wenn nichts mehr half........ "

Wir sind nicht auf die Idee gekommen Eingaben zu machen. Trotz allem.
An Honecker schreiben wegen einer Wohnung oder einem Trabbiauspuff. Was für ein komisches Land.


Wohnraumregelung beschäftigte die Verwaltungen am meisten, danach folgten Handel und Versorgung, aber auch im Bereich Umweltschutz gab es Eingaben, oder bei Lohn - und Arbeitsrecht. Die Palette war groß.

Hier eine Dissertation zum Thema aus dem Jahr 1999

Informelle Konfliktbewältigung
Zur Geschichte der Eingabe in der DDR


http://www.qucosa.de/fileadmin/data/quco...37/data/dis.pdf

Meine 3 Eingaben waren zu den Themen - 1.Bereitstellung von Krippenplätzen - 2.Umweltverschmutzung und die Folgen auf die Gesundheit der Kinder - 3.Marode Bausubstanz von Kindergärten. Zugegeben ausgelöst durch persönliche Erfahrungen.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 30.06.2014 15:01 | nach oben springen

#14

RE: Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 30.06.2014 15:00
von stutz | 568 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #11
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #10
"Wenn nichts mehr half........ "

Wir sind nicht auf die Idee gekommen Eingaben zu machen. Trotz allem.
An Honecker schreiben wegen einer Wohnung oder einem Trabbiauspuff. Was für ein komisches Land.


Damals wurde die wenigstens noch meist geholfen, heute bleibt als letzte Konsequenz die Brücke.
.


Das stimmt. Man hat die Eingabe zu mindest bearbeitet, so meine Erfahrung.
Die Eingabe ist dann auf jeden Fall beantwortet worden und nicht immer ist einem zugunsten entschieden worden.
Heute dagegen könnte man denken, daß man sich an Taubstumme gewendet hat.......Schweigen im Walde


"Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk;
und meine Nation, die ich mit großen Stolz verehre, ist die deutsche Nation.
Eine ritterliche, stolze und harte Nation." ( Ernst Thälmann )
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#15

RE: Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 30.06.2014 15:09
von Heckenhaus | 5.128 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #12

Ich bin der eh. DDR eher positiv gegenüber eingestellt, doch die Subventionspolitik war ein Grundübel. Wo "Kinderreichtum" staatl. verordnet war, da konnte auch oft eine Eingabe nicht helfen und wenn dann gab es eine Wohnung mit Toilette auf der Treppe....

Aber der 3 Kinder vorweisen konnte, dem war eine Neubauwohnung sicher...., für mich sehr fraglich. Die Eingaben bewegten sich ja bei der "Entscheidungsfindung" in diesem Bereich in diesem Kontext. da hattes Du wirklich als "Alleinstehender" die berühmte A-Karte. Nur war der Alleinstehende nicht genauso gesell. Wertvoll, hat er nicht oft mehr gesell. Werte geschaffen?


Es gab zu viele unsanierte Häuser mit Klo 1 1/2 Treppen tiefer/höher, was sollte sonst angeboten werden ?
Wo nichts ist, gab es nichts. Nicht mal in Berlin. 2. oder 3. Hinterhof, Treppenhaus -->Küche--> 1. Zimmer--> 2. Zimmer.
Klo gemeinsam mit dem Nachbarn im Treppenhaus, war für viele Normalität. Da half auch ohne triftige Gründe keine Eingabe.

Kinderreichtum, der Schlüssel ? Hat die Wohnungsversorgung beschleunigt, aber faß mal einem nackten Mann in die Tasche.
Glaub mir, ich habe Buden gesehen in Berlin, teilweise wurden das dann Sanierungsgebiete (Schönhauser Allee).
Ich hätte dadrinnen nicht verrecken wollen.

Möglichkeit war, zumindest für einen Teil der Bürger, die AWG-Wohnung. Mit all seinen Antrags-, Genehmigungs- und Verlosungsmodalitäten.


.
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#16

RE: Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 30.06.2014 15:22
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von stutz im Beitrag #14
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #11
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #10
"Wenn nichts mehr half........ "

Wir sind nicht auf die Idee gekommen Eingaben zu machen. Trotz allem.
An Honecker schreiben wegen einer Wohnung oder einem Trabbiauspuff. Was für ein komisches Land.


Damals wurde die wenigstens noch meist geholfen, heute bleibt als letzte Konsequenz die Brücke.
.


Das stimmt. Man hat die Eingabe zu mindest bearbeitet, so meine Erfahrung.
Die Eingabe ist dann auf jeden Fall beantwortet worden und nicht immer ist einem zugunsten entschieden worden.
Heute dagegen könnte man denken, daß man sich an Taubstumme gewendet hat.......Schweigen im Walde





Hast Du da ein Beispiel aus heutiger Zeit?
Ich habe ausser vielleicht mal wegen einer Mülltonne o.ä. mit Behörden nichts zu tun.


zuletzt bearbeitet 30.06.2014 15:22 | nach oben springen

#17

RE: Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 30.06.2014 15:52
von Moskwitschka (gelöscht)
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Wenn ich Dir Beispiele liefern darf?

Bei uns, an der 96 Richtung Norden befinden sich an einer Kreuzung im Umkreis von 50 -60 m 3 Kindertagesstätten und eine Bus - und Straßenbahnhaltestelle. Zusätzlich macht die Straße einen leichten Bogen, so dass man in einer Richtung keinen Überblick über den Autoverkehr hat. Durch die Straßenbahnschienen kommt es bei nasser Fahrbahn immer wieder zu Unfällen. Dort für Fußgänger gefahrlos die Straße zu überqueren ist garnicht so einfach - weder für die Eltern, noch für ältere Mitbürger. Ich weiß nicht seit wann es immer wieder Initiativen für eine Ampel oder wenigstens einen Zebrastreifen gibt. Die Verantwortung wurde immer wieder von einen auf den anderen geschoben - Bezirksamt - Sentasverwaltung - und weiß ich was für Behörden - mit dem Ergebnis es bleibt alles so wie es ist. Nun wurde von den Gewerbetreibenden, den Kindereinrichtungen und den Anwohnern eine neue Initiative gestartet.

In Berlin gab es vo einiger Zeit eine Initiative von Eltern in einer Straße mit 2 Schulen eine verkehrsberühigte Zone einzuführen. Sie bekamen vom Grundsatz recht. Doch fehlte dem Bezirk für die notwendige Beschilderung das Geld. Und es blieb alles beim Alten.

Ich könnte jetzt noch zig Beispiele für den Stadtbezirk Pankow bringen mit viel größeren Dimensionen. Ob das der Erhalt von Seniorentreffs geht oder von denkmalgeschützten Häusern ....

Wenn es früher eher Eingaben von Einzelpersonen waren, so sind es heute Bürgerinitiativen, die manchaml auch nach hinten losgehen können, wie bei der U - Bahn - Sanierung in der Schönhauser Alle. Es kommt immer auf den Standpunkt des Betrachters an - das war früher so und heute ebenfalls.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 30.06.2014 16:01 | nach oben springen

#18

RE: Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 30.06.2014 16:36
von Freienhagener | 3.859 Beiträge

Zitat von stutz im Beitrag #14
.............Man hat die Eingabe zu mindest bearbeitet, so meine Erfahrung.
Die Eingabe ist dann auf jeden Fall beantwortet worden und nicht immer ist einem zugunsten entschieden worden.



Sicherlich nicht nur meine Erfahrung: Man erreichte nichts, außer Ausflüchten.
Z. B. bei solch einer Selbstverständlichkeit wie das schnelle Umsteigen bei Schienenersatzverkehr der Straßenbahn.
Die erklärten mir ausführlich, daß es nicht zu ändern sei, daß der Bus unmittelbar vor dem Eintreffen der Bahn abfährt.

Das Ganze war m. E. nur ein "Feigenblatt" bzw. eine Einrichtung zum "Dampf ablassen", vor allem aber ein Umlenken des Unmutes vom Staat auf einzelne "Sündenböcke".


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#19

RE: Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 30.06.2014 16:40
von Pit 59 | 10.133 Beiträge

Das stimmt. Man hat die Eingabe zu mindest bearbeitet, so meine Erfahrung.
Die Eingabe ist dann auf jeden Fall beantwortet worden und nicht immer ist einem zugunsten entschieden worden. : Zitat Stutz


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#20

RE: Wenn nichts mehr half, machte man eine Eingabe

in Leben in der DDR 30.06.2014 18:17
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #5
Ersetzte das Eingabensystem den Verwaltungsgerichtshof und den Verfassungsgerichtshof in der DDR?`

cheers matloh



@matloh
so was gab's nur im Feudalismus, gibts in keinem anderen Staat mehr. Hatte keine rechtliche Grundlage. Das ist so, wenn du zu deinem unumschränkten Herrscher gehst und fragst untertänigst, ob er vielleicht mal...........


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Freienhagener und matloh haben sich für diesen Beitrag bedankt
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