#81

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 01.07.2014 22:12
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #72
Zitat von steffen52 im Beitrag #55

Was Du hier schreibst ist verdammt weit weg von der Zeit in der DDR! Was es nicht gab, das gab es nicht, da konnte man die oder den Verkäufer anschauen wie man wollte, es gab es nicht! Für gute Freunde vielleicht, aber nicht für einen der durch die Ladentür kam! Gut Du warst vielleicht etwas gehobenes und da hast Du es bekommen! Immer schön bei der Wahrheit bleiben und keine Märchen erzählen! Es gibt hier im Forum einige die auch fast 40 Jahre in der DDR gelebt haben und denen brauchst nicht so einen Bären aufbinden! Die Jüngeren kaufen es Dir vielleicht ab, aber der Rest!
Grüsse steffen52

Ja klar, ich war gehobener Malergeselle in einem größeren berliner Betrieb. Wenn das ausreicht ...

Ich habe nicht behauptet, das es immer alles gab, aber durch die blöde demütige Fragerei "Ham se" war das "Nein" schon vorprogrammiert.
Vielleicht lag es an Berlin, aber auf die Art habe ich Zeitschriften bekommen, einen zusammenklappbaren Kinderwagen, eine elektrische
Nähmaschine, einen Fernsehkonverter fürs 2.Programm, den 1.Farbfernseher usw.
Klar, was es partout nicht gab, war nicht zu bekommen, Wunder konnten nicht bewirkt werden.
Aber dieses ewige ham se dies, ham se das hatte überhaupt keinen Erfolg. Das suggeriert doch schon die Mangelwirtschaft.



@Heckenhaus, diese demütigende Frage habe ich praktisch mit der Muttermilch aufgesogen, denn in meiner Kindheit und Jugend der Nachkriegszeit wurde in Deutschland tagtäglich geprobt, den Mangel zu verwalten. Gut, das war das Ergebnis des letzten Krieges. Das war für mich schlagartig zu Ende als ich meine DDR Staatsbürgerschaft in einer aufregenden Nacht ablegte. In dem anderen Teil Deutschlands habe ich dann aus Gewohnheit ( war auf der Festplatte fest eingebrannt) auch 2 - 3 mal diese Frage gestellt und die freundliche Antwort bekommen, natürlich haben wir....... Ich lernte sehr schnell, dass es nicht schicksalhaft war, in einer Mangelgesellschaft zu leben.
Musste ich gaaaanz schell umlernen, ist aber sehr leicht gefallen. Anlässlich Besuchen in der DDR habe ich dann ganz selbstbewusst Verkäufer angesprochen und einen gewünschten Artikel verlangt ( wie ich es zu Haue auch machte , also nix aufgesetztes oder geschauspielert). Da hat so manch eine(r) die Gesichtszüge ob einer solchen Ansprache merkwürdig verrenkt. Ich weiss nicht was sie dachten aber den Verkäufern war anzusehen, dass sie in ihrem unerschütterlichen Glauben an ihre sozialistische Machtposition in dem Moment etwas erschüttert waren. Einmal habe ich mit meinen Eltern in Eisenach sehr gut Essen wollen. Die verantwortliche Kellnerin hatte wohl keinen Bock zu arbeiten und liess das allzusehr raushängen. Da fragte ich sie , ob sie keinen Spass an ihrem Beruf hätte. Sie schaute mich verdutzt an, ich schlug ihr vor lieber Autos ( fiel mir in der Autostadt gerade so ein) zusammenzuschrauben statt zu kellnern, denn für uns Gäste machte das auch keinen Spass. Meiner Mutter blieb die Luft weg, hinter sagte sie mir das du dir so etwas traust zu sagen. Ich sagte wieso nicht, wenn ich einen solch saumäßigen Service geliefert bekomme. Natürlich entstehen dann Legenden über die Arroganz der Westdeutschen usw., aber diese entstanden eben nur durch den sehr unterschiedlichen Weg und die Art und Weise miteinander zu kommunizieren.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#82

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 01.07.2014 22:13
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von FRITZE im Beitrag #78
@Gert Ja wir hatten auch lustige Tage damals ! Und Glück hatten wir auch ,denn wenn das alles nicht passiert wäre ,wie langweilig würde heute ein Forum sein ! Vlt. mit dem Namen "Fernsehgerätemarken in der Bundesrepublik" !

Da würden sich dann die Grundig Liebhaber mit den Sony Freunden zanken und die Panasonic Freunde würden immer die Samsung-User auslachen !

Nee ,da erzählen wir noch lieber , den ein oder anderen Schwank aus der DDR !

MfG FRITZE


Schwank ist gut! Es war leider so, man hatte gute Beziehung oder auch mal Glück! Da konnte man schön angeben bei der Verwandschaft! Ob das aber nun die Erfüllung für ein Leben in der DDR war, das möchte ich bezweifeln. Den auch wir haben gearbeitet und was war dann mit dem Geld(Spielgeld), keiner außerhalb(Bruderländer) der DDR wollte es! Da hatte ich mich bei meinen Urlaub( Bulgarien) mehr als Menschen der 2 Klasse gesehen und mir Kopfschmerzen gemacht! Waren doch die bösen Kapitalisten mit ihrer D-Mark mehr gefragt,als die eigenen sozialistischen Brüder! Standest da wie der Tepp der soz. Nation! Das war auf bauend und da hat man schon etwas mehr den Glauben an das sogenannte bessere System verloren! Da gibt es noch so viele Beispiele, da reicht der Abend nicht, um alles auf zuführen! Aber nun kommen wieder gegen Meinungen, wie gut und schön es doch war, in der DDR! Nun mal los!
Grüsse steffen52


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#83

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 01.07.2014 22:21
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #79
Und auch die Media-Märkte gab's schon, den ersten übrigens bereits 1979. Und Saturn in Köln sogar seit 1972. Also manchmal glaube ich der Gert hat nicht nur in einer andern DDR gelebt, sondern auch in einer andern BRD, na egal.

ich schrieb ja aus dem Jahre 1980 und wenn da in Ingolstadt oder sonstwo ein Mediamarkt aufmachte, so habe ich das in Düsseldorf nicht mitbekommen. Ich hatte in der Zeit auch anderes zu tun, als Jahrbücher über Firmengründungen zu führen Du gingst wahrscheinlich noch in die erste Klasse und hast es ebenso nicht mitbekommen. Saturn erwähnte ich ja und auch die Keimzelle in Köln, die mir damals schon bekannt war. Jahreszahl ebenso wie schon geschrieben, ich führte darüber auch kein Tagebuch, wie es mit Saturn aufwärts ging. Ist a bissl deine übliche Sultaninenauscheidung , * milde lächeln *

edit Buchstabe ergänzt


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zuletzt bearbeitet 01.07.2014 22:35 | nach oben springen

#84

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 01.07.2014 22:34
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #82
Zitat von FRITZE im Beitrag #78
@Gert Ja wir hatten auch lustige Tage damals ! Und Glück hatten wir auch ,denn wenn das alles nicht passiert wäre ,wie langweilig würde heute ein Forum sein ! Vlt. mit dem Namen "Fernsehgerätemarken in der Bundesrepublik" !

Da würden sich dann die Grundig Liebhaber mit den Sony Freunden zanken und die Panasonic Freunde würden immer die Samsung-User auslachen !

Nee ,da erzählen wir noch lieber , den ein oder anderen Schwank aus der DDR !

MfG FRITZE


Schwank ist gut! Es war leider so, man hatte gute Beziehung oder auch mal Glück! Da konnte man schön angeben bei der Verwandschaft! Ob das aber nun die Erfüllung für ein Leben in der DDR war, das möchte ich bezweifeln. Den auch wir haben gearbeitet und was war dann mit dem Geld(Spielgeld), keiner außerhalb(Bruderländer) der DDR wollte es! Da hatte ich mich bei meinen Urlaub( Bulgarien) mehr als Menschen der 2 Klasse gesehen und mir Kopfschmerzen gemacht! Waren doch die bösen Kapitalisten mit ihrer D-Mark mehr gefragt,als die eigenen sozialistischen Brüder! Standest da wie der Tepp der soz. Nation! Das war auf bauend und da hat man schon etwas mehr den Glauben an das sogenannte bessere System verloren! Da gibt es noch so viele Beispiele, da reicht der Abend nicht, um alles auf zuführen! Aber nun kommen wieder gegen Meinungen, wie gut und schön es doch war, in der DDR! Nun mal los!
Grüsse steffen52

@ steffen52, das kann ich sehr gut verstehen, habe es bei meinen Verwandtenbesuchen in der CSSR oft mitbekommen und auch dort mit DDR Bürgern gesprochen, die so etwas berichteten. Auch die tschechischen Genossen wollten lieber unsere Mark, sie hatten auch solche Devisenläden wie Intershop, hiess glaube ich Tuzex, da waren wir oft einkaufen ( ich rauchte damals noch und da gabs zollfreie Marlboro) auch mit der tschechischen Familie, die wir dort verwöhnen konnten. Der Status der DDR Bürger bei ihren Genossen war mir wohl bekannt.Sie, die DDR Bürger, haben es nicht genossen bei den Genossen, wir als Nicht-Genossen haben unseren Status aber genossen. Denn wir bekamen für weniger Geld oft die gleiche Leistung wie zu Hause und vor allem war unsere Währung frei konvertierbar und unbegrenzt mit zunehmen. Das war schon ein großer Vorteil.


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#85

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 01.07.2014 22:43
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von FRITZE im Beitrag #78
@Gert Ja wir hatten auch lustige Tage damals ! Und Glück hatten wir auch ,denn wenn das alles nicht passiert wäre ,wie langweilig würde heute ein Forum sein ! Vlt. mit dem Namen "Fernsehgerätemarken in der Bundesrepublik" !

Da würden sich dann die Grundig Liebhaber mit den Sony Freunden zanken und die Panasonic Freunde würden immer die Samsung-User auslachen !

Nee ,da erzählen wir noch lieber , den ein oder anderen Schwank aus der DDR !

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richtig, das sehe ich auch so. Übrigens, fällt mir in dem Zusammenhang etwas auf. In einem Film über Stasiaufklärung oder Abhöraktion sah ich, dass die Herren ein Tonbandgerät der Marke " Uher " verwendeten. Erstens ein westdeutsches Fabrikat und zweitens in den 60ern und 70ern eine Art Kultgerät unter den Leuten, die die damals aufkommenden Stereoanlagen zusammenbauten, war. Das MfS wusste schon was Qualität war oder waren RFT Geräte so knapp ?


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#86

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 02.07.2014 00:35
von polsam | 575 Beiträge

Ja @Gert,
Tonbandgeräte dieser Firma wurden bei der "Firma" benutzt.
In meiner Sammlung befindet sich ein solches, ein UHER 4200 REPORTER STEREO IC.
Unmittelbar nach der Wende war die Volkspolizei durch die Bürgerbewegung angehalten, die Bewaffnung und technischen Geräte der Dienststellen des MfS sicherzustellen.
Das Zeug war dann in den Dienststellen der VP vorhanden.
Irgendwannn wurde dann entschieden, dass ein Teil der Technik für polizeiliche Arbeit genutzt werden kann.
So sind auch zwei Diktiergerät der Firma ASSMAN bei mir hängen geblieben.
Vor kurzem habe ich von einem ehemaligen Kollegen einige Kameras der Firma ROBOT erhalten um diese bei ebay zu vertickern.
Der Kollege war nach der Wende mit der "Unbrauchbarmachung" der Kameras beauftragt.
Bei der "Firma" war schon etliches an Gerätschaften vorhanden für das Westgeld investiert wurde um auf der Höhe der Zeit zu sein.
Wenn Bilder von den Geräten gewünscht werden dann ist auch das möglich



Zitat von Gert im Beitrag #85
Zitat von FRITZE im Beitrag #78
@Gert Ja wir hatten auch lustige Tage damals ! Und Glück hatten wir auch ,denn wenn das alles nicht passiert wäre ,wie langweilig würde heute ein Forum sein ! Vlt. mit dem Namen "Fernsehgerätemarken in der Bundesrepublik" !

Da würden sich dann die Grundig Liebhaber mit den Sony Freunden zanken und die Panasonic Freunde würden immer die Samsung-User auslachen !

Nee ,da erzählen wir noch lieber , den ein oder anderen Schwank aus der DDR !

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richtig, das sehe ich auch so. Übrigens, fällt mir in dem Zusammenhang etwas auf. In einem Film über Stasiaufklärung oder Abhöraktion sah ich, dass die Herren ein Tonbandgerät der Marke " Uher " verwendeten. Erstens ein westdeutsches Fabrikat und zweitens in den 60ern und 70ern eine Art Kultgerät unter den Leuten, die die damals aufkommenden Stereoanlagen zusammenbauten, war. Das MfS wusste schon was Qualität war oder waren RFT Geräte so knapp ?


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zuletzt bearbeitet 02.07.2014 00:36 | nach oben springen

#87

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 02.07.2014 13:31
von Gelöschtes Mitglied
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Mal wieder ein "Blick von außen":

Mein Cousin ist ein Jahr jünger, meine Cousine zwei. Beide haben Anfang der 80er ihr Eigenheim gebaut - in Selbst- und Kameradenhilfe, wie wohl üblich. Motto: "Ich mache Dir die Elektroinstallation (er ist Elektroingenieur) und Du machst mir dafür die Heizung". Gute zwei Jahre hat er an seinem Haus gewerkelt: Fast an jedem Feierabend, so gut wie jedes Wochenende und jeden Urlaubstag sowieso.

Vor dieser Leistung hatte ich ungeheuren Respekt; ich bin mir ziemlich sicher, dass ich diese Energie nicht aufgebracht hätte. Nach der Fertigstellung sprach ich ihn darauf an und er antwortete sinngemäß, dass die Arbeit selber eigentlich gar nicht so schlimm gewesen sei. Viel belastender und auch zeitraubender sei das Organisieren des Materials gewesen - beim Kies angefangen und bei den Kacheln noch lange nicht aufgehört. Gehört habe ich es - verstanden aber nicht wirklich, dazu war ich dann doch zu sehr Wessi.

So halbwegs begriffen habe ich es erst zwei, drei Jahre später, in der Mitte der 80er. Als mein Vater verstarb, erhielt er (natürlich ohne Frau und Kinder) eine Besuchserlaubnis in dringenden Familienangelegenheiten. Er kam kurz vor der Beisetzung an und so hatten wir danach noch einige Tage Zeit, die wir gemeinsam verbracht haben. Irgendwann habe ich ihn gefragt, ob er denn einen bestimmten Wunsch habe, ob er sich denn gerne mal etwas ansehen würde. Und dachte dabei an den Kölner Dom oder andere Sehenswürdigkeiten. Ja, er hatte einen Wunsch: Er bat mich, ihn bei Obi (oder einem anderen Baumarkt) abzusetzen und zwei Stunden später wieder abzuholen. Er wolle nichts kaufen, nur schauen. Ich muss ihn wohl ziemlich irritiert angesehen haben, denn er antwortete: "Ich möchte einfach nur wissen, wie es ist, in einen Laden zu gehen und all das, was ich brauche, kaufen und mitnehmen zu können. Und auch noch die Auswahl zu haben, mich zwischen verschiedenen Angeboten entscheiden zu können."

Ich war erschüttert, hatte ich doch mit allen möglichen Wünschen gerechnet, mit diesem aber gewiss nicht. Natürlich habe ich ihm diesen Wunsch erfüllt und so wuchs in mir langsam die Erkenntnis, was es bedeutet haben muss, unter DDR-Bedingungen ein Haus zu bauen.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#88

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 02.07.2014 14:57
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #87
Mal wieder ein "Blick von außen":

Mein Cousin ist ein Jahr jünger, meine Cousine zwei. Beide haben Anfang der 80er ihr Eigenheim gebaut - in Selbst- und Kameradenhilfe, wie wohl üblich. Motto: "Ich mache Dir die Elektroinstallation (er ist Elektroingenieur) und Du machst mir dafür die Heizung". Gute zwei Jahre hat er an seinem Haus gewerkelt: Fast an jedem Feierabend, so gut wie jedes Wochenende und jeden Urlaubstag sowieso.

Vor dieser Leistung hatte ich ungeheuren Respekt; ich bin mir ziemlich sicher, dass ich diese Energie nicht aufgebracht hätte. Nach der Fertigstellung sprach ich ihn darauf an und er antwortete sinngemäß, dass die Arbeit selber eigentlich gar nicht so schlimm gewesen sei. Viel belastender und auch zeitraubender sei das Organisieren des Materials gewesen - beim Kies angefangen und bei den Kacheln noch lange nicht aufgehört. Gehört habe ich es - verstanden aber nicht wirklich, dazu war ich dann doch zu sehr Wessi.

So halbwegs begriffen habe ich es erst zwei, drei Jahre später, in der Mitte der 80er. Als mein Vater verstarb, erhielt er (natürlich ohne Frau und Kinder) eine Besuchserlaubnis in dringenden Familienangelegenheiten. Er kam kurz vor der Beisetzung an und so hatten wir danach noch einige Tage Zeit, die wir gemeinsam verbracht haben. Irgendwann habe ich ihn gefragt, ob er denn einen bestimmten Wunsch habe, ob er sich denn gerne mal etwas ansehen würde. Und dachte dabei an den Kölner Dom oder andere Sehenswürdigkeiten. Ja, er hatte einen Wunsch: Er bat mich, ihn bei Obi (oder einem anderen Baumarkt) abzusetzen und zwei Stunden später wieder abzuholen. Er wolle nichts kaufen, nur schauen. Ich muss ihn wohl ziemlich irritiert angesehen haben, denn er antwortete: "Ich möchte einfach nur wissen, wie es ist, in einen Laden zu gehen und all das, was ich brauche, kaufen und mitnehmen zu können. Und auch noch die Auswahl zu haben, mich zwischen verschiedenen Angeboten entscheiden zu können."

Ich war erschüttert, hatte ich doch mit allen möglichen Wünschen gerechnet, mit diesem aber gewiss nicht. Natürlich habe ich ihm diesen Wunsch erfüllt und so wuchs in mir langsam die Erkenntnis, was es bedeutet haben muss, unter DDR-Bedingungen ein Haus zu bauen.


@Dandelion
wie sich die Bilder gleichen. Das gleiche Erlebnis hatte ich, als mein Vater Rentner wurde ( 1982). Auf die gleiche Frage, was ich ihm denn Gutes tun könnte, antwortete er auch wie aus der Pistole geschossen, Baumarkt besuchen. Ich war genau so irritiert im ersten Augenblick aber beim zweiten Nachdenken habe ich ihn verstanden. Im Gegensatz zu mir , ich bin handwerklich nicht so begabt, habe mein Geld als "Kopfarbeiter " verdient, war er ein gestandener und sehr geschickter Handwerksmeister ( Goldschmied). Er hat Obi , Bauhaus und wie sie alle heissen in sich aufgesogen. Beim ersten Male fragte er mich, erschlagen von der Vielfalt der Waren, wer kauft das alles. Mmmhh , ich war zunächst von der Frage überrascht , aber so abwegig war sie nicht wenn man wie ich das Warenangebot der DDR kannte. Ich sagte ihm dann, die Waren werden alle verkauft, es ist nur eine Frage der Zeit und des Preises. Jede Ware findet also ihren Kunden über diese 2 Kriterien.


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#89

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 02.07.2014 15:35
von Gelöschtes Mitglied
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Nochmals zum Stichwort "organisieren": Ich habe mich öfter gefragt, woher denn die Schlangen vor den Geschäften in der DDR stammen, die im TV immer wieder mal gezeigt wurden: Das konnten doch nicht alles Arbeitslose sein (denn die gab es ja offiziell nicht), es waren auch nicht nur Hausfrauen (denn dort warteten auch Männer) und auch nicht nur Rentner, der Altersschnitt sprach einfach dagegen. Und dass es nur Urlauber waren oder die Aufnahmen nur am Samstag gemacht wurden - nun, das erschien mir eigentlich auch unglaubwürdig.

Als Antwort blieb somit nur übrig, dass es normale Arbeitnehmer waren, die während der Arbeitszeit einkaufen gingen. Eine Bestätigung habe ich während eines meiner Besuche bekommen. Cousine zu ihrem Mann: "Du, morgen gibt es dort und dort das und das. Kannst Du das besorgen?" Antwort: "Klar. Aber ich muss früh dort sein, sonst ist alles weg." Am Abend brachte er das Gewünschte mit und erwähnte, dass er gute zwei Stunden in der Schlange zugebracht habe.

Eine Ergänzung bekam ich kurz nach der Wende: Ein Kunde meines damaligen Arbeitgebers hatte zwei Ex-DDR-Bürger für den Bereich Logistik eingestellt. An einem normalen Arbeitstag verschwanden die beiden plötzlich für mehr als eine Stunde und es musste ihnen im Anschluss klar gemacht werden, dass ein Sonderangebot für Orangen bei ALDI (es mag auch ein anderer Artikel gewesen sein, ich weiß es nicht mehr) kein Grund sei, den Arbeitsplatz zu verlassen.

Ich habe mich während des Studiums auch mit Volkswirtschaft befasst und frage mich schon, welcher betriebs- und in der Gesamtheit volkswirtschaftliche Schaden durch diese augenscheinlich recht weit verbreitete Praxis entstanden sein mag: Die Produktivität in einer Schlange wartender Menschen dürfte nicht sonderlich hoch gewesen sein.....


Gert und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#90

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 02.07.2014 16:32
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #89
Ich habe mich während des Studiums auch mit Volkswirtschaft befasst und frage mich schon, welcher betriebs- und in der Gesamtheit volkswirtschaftliche Schaden durch diese augenscheinlich recht weit verbreitete Praxis entstanden sein mag: Die Produktivität in einer Schlange wartender Menschen dürfte nicht sonderlich hoch gewesen sein.....
Ja, richtig, mit der Effizienz einer zentralen Planwirtschaft ist einfach kein Blumentopf zu gewinnen.
Das Schlangestehen ist ja eine der Auswirkungen der Ineffizienz eines derartigen Wirtschaftssystems - und gleichzeitig steigert es die Ineffizienz noch weiter. Ein Teufelskreis...

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
zuletzt bearbeitet 02.07.2014 16:33 | nach oben springen

#91

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 03.07.2014 15:55
von StabsfeldKoenig | 2.655 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #89
Nochmals zum Stichwort "organisieren": Ich habe mich öfter gefragt, woher denn die Schlangen vor den Geschäften in der DDR stammen, die im TV immer wieder mal gezeigt wurden: Das konnten doch nicht alles Arbeitslose sein (denn die gab es ja offiziell nicht), es waren auch nicht nur Hausfrauen (denn dort warteten auch Männer) und auch nicht nur Rentner, der Altersschnitt sprach einfach dagegen. Und dass es nur Urlauber waren oder die Aufnahmen nur am Samstag gemacht wurden - nun, das erschien mir eigentlich auch unglaubwürdig.

Als Antwort blieb somit nur übrig, dass es normale Arbeitnehmer waren, die während der Arbeitszeit einkaufen gingen. Eine Bestätigung habe ich während eines meiner Besuche bekommen. Cousine zu ihrem Mann: "Du, morgen gibt es dort und dort das und das. Kannst Du das besorgen?" Antwort: "Klar. Aber ich muss früh dort sein, sonst ist alles weg." Am Abend brachte er das Gewünschte mit und erwähnte, dass er gute zwei Stunden in der Schlange zugebracht habe.

Eine Ergänzung bekam ich kurz nach der Wende: Ein Kunde meines damaligen Arbeitgebers hatte zwei Ex-DDR-Bürger für den Bereich Logistik eingestellt. An einem normalen Arbeitstag verschwanden die beiden plötzlich für mehr als eine Stunde und es musste ihnen im Anschluss klar gemacht werden, dass ein Sonderangebot für Orangen bei ALDI (es mag auch ein anderer Artikel gewesen sein, ich weiß es nicht mehr) kein Grund sei, den Arbeitsplatz zu verlassen.

Ich habe mich während des Studiums auch mit Volkswirtschaft befasst und frage mich schon, welcher betriebs- und in der Gesamtheit volkswirtschaftliche Schaden durch diese augenscheinlich recht weit verbreitete Praxis entstanden sein mag: Die Produktivität in einer Schlange wartender Menschen dürfte nicht sonderlich hoch gewesen sein.....


Ich habe als junger Mann in der DDR auch vormittags eingekauft, aber nicht die Arbeit geschwänzt. Auflösung: Ich war Schichtarbeiter (und bei weiten nicht der einzige). Nicht nur bei der DR, sondern auch in vielen Großbetrieben in der DDR wurde zwei- und dreischichtig (z.T. auch am Wochenende) gearbeitet. Wenn jemand gesagt hätte "Schichtarbeiter heraustreten, Ihr bekommt die Mangelware im Betrieb", wären die Schlangen am Vormittag ca. auf die Hälfte geschrumpft.



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#92

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 03.07.2014 16:50
von Heckenhaus | 5.153 Beiträge

Schlangen vor den Geschäften, DAS Thema der Westmedien. Frage mich, woher die Kamerateams immer sofort
wußten, wo eine Schlange ist. Es gab sie, unbestritten, aber bitte nicht dramatisieren. Lebensmittel gab es ohne
die berühmte Schlange, außer der Kultfrucht der Westpresse, der BANANE .
Heute sitzen die Idioten für eine Playstation oder das neueste I-Phone schon am Abend vorher vorm Geschäft.

Übrigens hätte mein Brigadier die Leviten gelesen, wenn ich tagsüber von der Baustelle wäre zum Einkauf, und meine
Frau kam aus der Schule auch nicht weg, in der sie im Sekretariat arbeitete.
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#93

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 03.07.2014 17:46
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Das hat zwar alles nichts mit KFZ-Werkstätten oder Mechanikern zu tun,aber es stimmt zu Hungern brauchten wir nicht in der DDR. Ob es allerdings am Wochenende das Fleisch gab worauf die Familie Appetit hatte,das war eine andere Frage.
Schlangen am Wochenende vor den Fleischerläden war eine "Normale" Sache,und das in Dreierreihen versteht sich,da konnte man schon einiges an Zeit verbringen.
Einige verwechseln hier immer die normale Provinz mit Berlin, Berlin war nicht die DDR alleine.


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#94

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 03.07.2014 18:46
von Gelöschtes Mitglied
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Berlin war das Aushängeschild der DDR und da gab es natürlich mehr als in der Provinz! Das natürlich die Provinzler in die Hauptstadt der DDR gefahren sind, wer konnte es ihnen verdenken! Das die Arbeiter aus den Betrieben gelaufen sind, um etwas zu erstehen, was Bückware war, das habe ich , wo ich noch im VEB-Betrieb gearbeitet habe, fast jeden Tag erlebt und was ich persönlich erlebt habe lasse ich auch von welchen die meinen das gab es nicht wegschreiben! Oder sie haben es vergessen, vielleicht auch nicht mehr war haben!Wie auch immer, es ist so gewesen und da beißt die Maus keinen Faden ab!
Grüsse steffen52


Pit 59, RudiEK89 und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#95

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 03.07.2014 19:46
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

Das Zeug war dann in den Dienststellen der VP vorhanden.
Irgendwannn wurde dann entschieden, dass ein Teil der Technik für polizeiliche Arbeit genutzt werden kann.
So sind auch zwei Diktiergerät der Firma ASSMAN bei mir hängen geblieben.
Vor kurzem habe ich von einem ehemaligen Kollegen einige Kameras der Firma ROBOT


Das Diktiergerät und die Kamera Robot benutzte ich auch 1995 noch.
Die Robot war gut und lieferte gute Bilder.

Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#96

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 03.07.2014 19:59
von Hapedi | 1.885 Beiträge

@StabsfeldKoenig klar konnten die paar Schichtarbeiter vormittags einkaufen . Aber die mehrheit in der Provinz waren keine und die mußten wärend der Arbeitszeit gehen . Es hat sich sofort herum gesprochen wenns was gab . Sogar wenns Schlosseranzüge gab ist man losgestürzt . Da angekommen gab es nur noch Kindergrößen , alles andere war schon weg und so war es mit allen Sachen außer Bockwurst ( Bockwurst Republik ) Aber ich merke schon ich motze schon wieder .

gruß Haped



zuletzt bearbeitet 03.07.2014 20:00 | nach oben springen

#97

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 03.07.2014 20:03
von PF75 | 3.294 Beiträge

Zitat von Hapedi im Beitrag #96
@StabsfeldKoenig klar konnten die paar Schichtarbeiter vormittags einkaufen . Aber die mehrheit in der Provinz waren keine und die mußten wärend der Arbeitszeit gehen . Es hat sich sofort herum gesprochen wenns was gab . Sogar wenns Schlosseranzüge gab ist man losgestürzt . Da angekommen gab es nur noch Kindergrößen , alles andere war schon weg und so war es mit allen Sachen außer Bockwurst ( Bockwurst Republik ) Aber ich merke schon ich motze schon wieder .

gruß Haped



meine Arbeitsbekleidung als Schlosser gabs einmal im Jahr von der Firma ,da mußte ich nicht während derArbeitszeit loslaufen.


schulzi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#98

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 03.07.2014 20:14
von Hapedi | 1.885 Beiträge

Zitat von PF75 im Beitrag #97
Zitat von Hapedi im Beitrag #96
@StabsfeldKoenig klar konnten die paar Schichtarbeiter vormittags einkaufen . Aber die mehrheit in der Provinz waren keine und die mußten wärend der Arbeitszeit gehen . Es hat sich sofort herum gesprochen wenns was gab . Sogar wenns Schlosseranzüge gab ist man losgestürzt . Da angekommen gab es nur noch Kindergrößen , alles andere war schon weg und so war es mit allen Sachen außer Bockwurst ( Bockwurst Republik ) Aber ich merke schon ich motze schon wieder .

gruß Haped



meine Arbeitsbekleidung als Schlosser gabs einmal im Jahr von der Firma ,da mußte ich nicht während derArbeitszeit loslaufen.



jahre lang gab es die auch bei uns in der Firma . Aber weil die auch nur noch kleine Größen geliefert bekommen haben die niemanden pasten wurden keine mehr bestellt . Haben vieleicht die kleinen Vietnamesen hergestellt keine Ahnung

Hapedi



zuletzt bearbeitet 03.07.2014 20:21 | nach oben springen

#99

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 03.07.2014 20:46
von Gelöschtes Mitglied
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Hier in der Kreisstadt war es so,. Frauen von Brigaden aus den Betrieben gingen jeden Freitag mit einen Bestellzettel ihrer Kollegen/innen in die Verkaufsstellen und kaufte die Bückware ein bzw . gab eine Bestellung beim Fleischer ab.
ihr schreibt über den privaten Bereich . Wir in den Betrieben ,welche für die Instandsetzung der Nutzfahrzeuge verantwortlich waren , bei uns sah es noch schlimmer aus .
Wer legte schon aus seiner privaten Kasse Geld usw . hin . Bei uns wurde alles über Aufträge die wir schrieben aus gehandelt .Da wurden Reparaturaufträge so erweitert ,das eben für nichts gezahlt wurde .
Da meine Firma zu Wasser und zu land viele Baustoffe herstellte , war es mal schnell für den Bauherren X von dem Kieswerk Y einen Kipper Sand auf Betriebskosten zu vermitteln .
es gab Betriebe die verkauften in den Spätschichten diverse Fuhren Sand an die Kipperfahrer . die wiederrum verscheuerten den an Abnehmer .
Wer zählte damals schon die Baustofftransporte an den Baubetrieben , Auf den Baustellen wurde doch auch nur geschoben.
so kam bei uns das Schwarzgeld rein . Wurde mal für die LPG oder Hühnerfarmen etwas repariert , da gab es zusätzlich ein Spanferkel , Spargel oder Hähnchen für die Brigade .
Sogar in den wohl sozialistischten Betrieben , da wurde bei den Disponenten so manche Geschenksendung hinterlassen .
Ich schreibe die Wahrheit und nichts als die Wahrheit .
Sogar das VPKA nutzte unseren betriebseigenen Omnibus für Sonntagsausflüge , gegen einen kleinen Obelus ging alles .
wer kennt sie noch die Mauererbrigaden in den Betrieben , so mancher leiter , leis sich sein Haus oder Wohnung modernisieren .
Wurde wichtige Kader eingestellt , so bekamen sie erstmal eine betriebliche Wohnung , die entsprechende fehlende Einrichtung aber auch dazu .
Ja der Buschfunk damals funktionierte eben .


Hapedi, linamax und hundemuchtel 88 0,5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.07.2014 20:48 | nach oben springen

#100

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 03.07.2014 21:05
von Gelöschtes Mitglied
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So, haben es die meisten von uns erlebt und keiner von uns schreibt hier die Grimms Märchen neu! Weiß nicht wo fast 40 Jahre einige gelebt haben, außer sie waren von der ober Schicht! Nun gut, man kann es versuchen weg zu schieben( aus dem Kopf), aber die reale DDR sah so aus! Wer etwas anderes schreibt lügt und leider auch sich selbst! Aber das muss jeder mit sich selbst aus machen ob er was zu gibt oder den Traum das die DDR das Beste war was es gab auf der Welt! Bitte!! Träumen darf jeder und etwas nachtrauern auch! Aber bitte immer schön bei der Wahrheit bleiben und den jungen Usern,die es nicht kennen, etwas schreiben was es nicht so in der untergegangen DDR gab!
Grüsse steffen52


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.07.2014 21:33 | nach oben springen


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