#21

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 27.06.2014 18:27
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von FRITZE im Beitrag #19
Wir mussten nie in eine KFZ Werkstatt ! Am Skoda und am Trabbi konnten wir alles allein und ausserdem waren wir nicht gewillt diese Fatzkes in den Werkstätten zu unterstützen..
Heutzutage isses ja oft schon notwendig, das halbe Auto auseinander zu nehmen um eine Glühbirne zu wechseln.!
Und für die Ersatzteilbeschaffung hatten wir auch unsere Gegenwerte .Reifen sind wir meist Runderneuerte gefahren und für die war es sowieso besser ,wenn sie ein halbes Jahr gelagert haben.
Skuril waren nach der Währungsumstellung die Preise für Ersatzteile der Ostmarken .
Am 02.07.1990 durfte ich für ein Schwimmernadelventil für 600er Trabbi 14.95 DM berappen . Der verkäufer sagte mir "In der letzten Woche, hättste dit Ding für 4.50 Ostmark jekricht ! "
Willkommen im Kapitalismus !

FRITZE






wie kann ein Schwimmernadelventil kaputtgehen?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#22

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 27.06.2014 18:38
von FRITZE (gelöscht)
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Es war ausgearbeitet und klemmte immer !


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#23

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 27.06.2014 18:57
von Heckenhaus | 5.155 Beiträge

Zitat von FRITZE im Beitrag #22
Es war ausgearbeitet und klemmte immer !


Und meistens in geöffnetem Zustand, damit der Sprit ausläuft und die Karre absoff.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#24

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 27.06.2014 20:05
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Krepp im Beitrag #1
Hallo,
wie war das denn in der DDR.
Ich habe eigentlich nur schlechte Erfahrungen, man hat immer gehofft dass man nie hinmuß.
Als ich z.B. 1988 für meinen S105 einen Austauschmotor brauchte, mußte ich das doppelte hinlegen
um dann nach 3Monaten endlich einen zu bekommen.
Also eigentlich mußte ich nicht, aber damit das Auto wieder fährt mußte ich eben doch.
Kurz danach bekam ich Heckbesuch von einem Mossi. Gleiches Spiel für Karosserie und Lack.

O.K. der Ersatzteilmangel kann den Werkstätten nicht zugeschrieben werden,
aber warum wurden denn die eigenen Mitbürger so über den Tisch gezogen.
Warum wurde von staaatlicher Seite nicht gegen die Korruption eingeschritten.
Was habt Ihr für Erfahrungen?



Noe eijentlich nich,auf kurz oder lang konnte man sich gegen Ersatzteilmangel nicht mehr wehren...sozusagen....
Jeder der im eigenen Betrieb oder Privatleben nicht nen Brett vorm Kopp hatte wusste...
man braucht fuer Etliches einen Kooperationsbeschleuniger...
"Sozialistische Werkshilfe" im Privatleben sozusagen.

Also die Feierabendbrigade der Elektriker,hilft die Werkstatt vom Automeister zu installieren,der wiederum kuemmert sich um das Wohlergehen der Fahrzeuge,dann das Einfamilienhaus vom LPG Vorsitzenden,das neue Feuerwehrhaus,die Friedhofskapelle.das elektrische Geblaese fuer doe Orgel eijens aus Westen einjeflogen inne Dorfkirche einjebaut...irgendwann schliesst sich der Kreis und Jeder hat mindestens einen Zuverlaessigen an der Hand bei dem er seine technischen oder Andere Sorgen loswerden kann.
Dem Genossen Major wurde natuerlich in seinem Bungalow auch das Licht elektrisch entzuendet,allerdings hatte der das Material selbst mitzubringen!

Braucht die Arbeiterin eine Schukosteckdose Feuchtraum im Bad,dann wird das erledigt und sei es mit Rechnung vom Hauptbuchalter.
Ja Mangel macht erfinderisch.
Uebrigens braucht man heute ja auch wenigsten einen zuverlaessigen Elektriker,Gas Wasser Scheisse Monteur,etc.....

Sonst loeft der Laden naehmlich oooch nicht rund.

Gruessli BO

Die Elektifizierung des ganzen Landes.....ach wem sag ich das.


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#25

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 27.06.2014 20:23
von Unner Gräzer | 399 Beiträge

Ja ja, da entwickelten sich viele kleine eigene Wirtschaftskreisläufe. Hilfreich war irgendwie alles, was es nicht gab. Rosenthaler Kadarka gegen Dichtungssatz vom Dacia 1300, den gegen einen Satz Bremsklötze vom Lada getauscht, die konnte man wieder prima gegen ein Trabant-Geweih tauschen und irgendwann hattest du dann über weitere "Umwege" wie Wartburg-Kopfdichtungen, Bad-Armaturen, Fliesen, Wernesgrüner Pils endlich deine Fuhre Sand zum Bauen da liegen. Schneller gings mit D-Mark, die hatte aber nicht jeder.



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#26

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 27.06.2014 20:30
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Unner Gräzer im Beitrag #25
Ja ja, da entwickelten sich viele kleine eigene Wirtschaftskreisläufe. Hilfreich war irgendwie alles, was es nicht gab. Rosenthaler Kadarka gegen Dichtungssatz vom Dacia 1300, den gegen einen Satz Bremsklötze vom Lada getauscht, die konnte man wieder prima gegen ein Trabant-Geweih tauschen und irgendwann hattest du dann über weitere "Umwege" wie Wartburg-Kopfdichtungen, Bad-Armaturen, Fliesen, Wernesgrüner Pils endlich deine Fuhre Sand zum Bauen da liegen. Schneller gings mit D-Mark, die hatte aber nicht jeder.


Dann Raeucheraal....selbst gebloekert

Gruss BO

"Vorwaerts zu neuen Taten"


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#27

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 27.06.2014 20:31
von Gelöschtes Mitglied
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Wenn man gute Beziehungen oder noch besser D-Mark hatte, dann bekam man schon fast alles, aber leider nur unter diesen Bedingungen!
Grüsse steffen52


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#28

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 27.06.2014 21:23
von PF75 | 3.294 Beiträge

Zitat von Krepp im Beitrag #6
Zitat von furry im Beitrag #5
@Krepp , lies mal hier
es war nicht einfach

Weiter ging der Spaß bei Reifen. Ein Vierteljahr voranmelden, bevor es neue Schlappen gab.
Außer man hat vom Gendarmen oder bei der technischen Überprüfung einen Mängelschein bekommen. In dem Fall sollte es wohl etwas schneller gegangen sein.


Hallo,
mir ging es nicht um die allgemeine Mangelwirtschaft, sondern darum dass diese
von einigen gegen ihre eigenen Mitbürger (oder auch Leidensgenossen) dann
schamlos zum eigenem Vorteil ausgenutzt wurde.



Nach Meinung einiger hier inm Forum war es doch grundvoraussetzung um in der DDR zu überleben das man nach dem Motto ging "das Hemd isz mir näher als die Hose "


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#29

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 28.06.2014 11:29
von Heckenhaus | 5.155 Beiträge

Zitat von PF75 im Beitrag #28


Nach Meinung einiger hier inm Forum war es doch grundvoraussetzung um in der DDR zu überleben das man nach dem Motto ging "das Hemd isz mir näher als die Hose "


Nö, besser : Eine Hand wäscht die andere, und beide das Gesicht.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#30

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 29.06.2014 17:33
von StabsfeldKoenig | 2.655 Beiträge

Zum Teil half aber auch etwas anderes. In einer Wohnung (KWV) mußte eine Toilette erneuert werden. Der Klempner konnte auf offiziellen Auftragsschein angeblich kein Toilettenbecken liefern und wollte Schmiergeld. Statt zu zahlen, Eingabe an den Berliner Oberbürgermeister, auf einmal hatte der Klempner das Toilettenbecken (ihm waren lt. Antwort auf Eingabe mehrere Toil.'s geliefert worden). Aber die wollte er offenbar für Überpreis oder Westgeld an Privatkunden verschieben, statt damit KWV-Aufträge abzuarbeiten.
Wenn mehr Bürger mit Eingaben statt Schmiergeldern gegen den "Mangel" (Der durch Schiebereien erst erzeugt wurde) vorgegangen wären, hätten sich die Handwerker keine goldenen Nasen ergaunert.
Nicht umsonst gab es einen Witz: Wie sorgt man dafür, daß es keinen Senf mehr gibt? Man hängt einen Zettel an das Regal "nur 2 Becher entnehmen".



Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#31

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 29.06.2014 18:05
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #30
Zum Teil half aber auch etwas anderes. In einer Wohnung (KWV) mußte eine Toilette erneuert werden. Der Klempner konnte auf offiziellen Auftragsschein angeblich kein Toilettenbecken liefern und wollte Schmiergeld. Statt zu zahlen, Eingabe an den Berliner Oberbürgermeister, auf einmal hatte der Klempner das Toilettenbecken (ihm waren lt. Antwort auf Eingabe mehrere Toil.'s geliefert worden). Aber die wollte er offenbar für Überpreis oder Westgeld an Privatkunden verschieben, statt damit KWV-Aufträge abzuarbeiten.
Wenn mehr Bürger mit Eingaben statt Schmiergeldern gegen den "Mangel" (Der durch Schiebereien erst erzeugt wurde) vorgegangen wären, hätten sich die Handwerker keine goldenen Nasen ergaunert.
Nicht umsonst gab es einen Witz: Wie sorgt man dafür, daß es keinen Senf mehr gibt? Man hängt einen Zettel an das Regal "nur 2 Becher entnehmen".

Das wäre schön gewesen wenn es so einfach war! Aber als Privatmann,wo wollte man sich beschweren? Entweder man hatte geschmiert und bekam die Sachen oder man lies es und hatte nichts bekommen oder nach langer Wartezeit! So, ist es eben gewesen in der damaligen DDR!
Grüsse steffen52


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#32

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 29.06.2014 18:29
von Heckenhaus | 5.155 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #31
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #30
Zum Teil half aber auch etwas anderes. In einer Wohnung (KWV) mußte eine Toilette erneuert werden. Der Klempner konnte auf offiziellen Auftragsschein angeblich kein Toilettenbecken liefern und wollte Schmiergeld. Statt zu zahlen, Eingabe an den Berliner Oberbürgermeister, auf einmal hatte der Klempner das Toilettenbecken (ihm waren lt. Antwort auf Eingabe mehrere Toil.'s geliefert worden). Aber die wollte er offenbar für Überpreis oder Westgeld an Privatkunden verschieben, statt damit KWV-Aufträge abzuarbeiten.
Wenn mehr Bürger mit Eingaben statt Schmiergeldern gegen den "Mangel" (Der durch Schiebereien erst erzeugt wurde) vorgegangen wären, hätten sich die Handwerker keine goldenen Nasen ergaunert.
Nicht umsonst gab es einen Witz: Wie sorgt man dafür, daß es keinen Senf mehr gibt? Man hängt einen Zettel an das Regal "nur 2 Becher entnehmen".

Das wäre schön gewesen wenn es so einfach war! Aber als Privatmann,wo wollte man sich beschweren? Entweder man hatte geschmiert und bekam die Sachen oder man lies es und hatte nichts bekommen oder nach langer Wartezeit! So, ist es eben gewesen in der damaligen DDR!
Grüsse steffen52


Kat des Bezirks, Rat des Kreises, Arbeiter-und Bauern-Inspektion, Staatsrat ect. Es gab genügend Möglichkeiten, die mir sogar zur Genehmigung
einer Westreise (fam.Gründe) verholfen haben. Da mußte man vollkommen hemmungslos sein, aber genug gelernte DDR-Bürger hatten einfach Schiß.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

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— Abraham Lincoln –
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#33

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 29.06.2014 18:29
von Heckenhaus | 5.155 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #31
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #30
Zum Teil half aber auch etwas anderes. In einer Wohnung (KWV) mußte eine Toilette erneuert werden. Der Klempner konnte auf offiziellen Auftragsschein angeblich kein Toilettenbecken liefern und wollte Schmiergeld. Statt zu zahlen, Eingabe an den Berliner Oberbürgermeister, auf einmal hatte der Klempner das Toilettenbecken (ihm waren lt. Antwort auf Eingabe mehrere Toil.'s geliefert worden). Aber die wollte er offenbar für Überpreis oder Westgeld an Privatkunden verschieben, statt damit KWV-Aufträge abzuarbeiten.
Wenn mehr Bürger mit Eingaben statt Schmiergeldern gegen den "Mangel" (Der durch Schiebereien erst erzeugt wurde) vorgegangen wären, hätten sich die Handwerker keine goldenen Nasen ergaunert.
Nicht umsonst gab es einen Witz: Wie sorgt man dafür, daß es keinen Senf mehr gibt? Man hängt einen Zettel an das Regal "nur 2 Becher entnehmen".

Das wäre schön gewesen wenn es so einfach war! Aber als Privatmann,wo wollte man sich beschweren? Entweder man hatte geschmiert und bekam die Sachen oder man lies es und hatte nichts bekommen oder nach langer Wartezeit! So, ist es eben gewesen in der damaligen DDR!
Grüsse steffen52


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#34

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 29.06.2014 18:31
von StabsfeldKoenig | 2.655 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #31
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #30
Zum Teil half aber auch etwas anderes. In einer Wohnung (KWV) mußte eine Toilette erneuert werden. Der Klempner konnte auf offiziellen Auftragsschein angeblich kein Toilettenbecken liefern und wollte Schmiergeld. Statt zu zahlen, Eingabe an den Berliner Oberbürgermeister, auf einmal hatte der Klempner das Toilettenbecken (ihm waren lt. Antwort auf Eingabe mehrere Toil.'s geliefert worden). Aber die wollte er offenbar für Überpreis oder Westgeld an Privatkunden verschieben, statt damit KWV-Aufträge abzuarbeiten.
Wenn mehr Bürger mit Eingaben statt Schmiergeldern gegen den "Mangel" (Der durch Schiebereien erst erzeugt wurde) vorgegangen wären, hätten sich die Handwerker keine goldenen Nasen ergaunert.
Nicht umsonst gab es einen Witz: Wie sorgt man dafür, daß es keinen Senf mehr gibt? Man hängt einen Zettel an das Regal "nur 2 Becher entnehmen".

Das wäre schön gewesen wenn es so einfach war! Aber als Privatmann,wo wollte man sich beschweren? Entweder man hatte geschmiert und bekam die Sachen oder man lies es und hatte nichts bekommen oder nach langer Wartezeit! So, ist es eben gewesen in der damaligen DDR!
Grüsse steffen52


Korruption war auch in der DDR strafbar. Als Privatperson konnte man schon Anzeige erstatten bzw. eine Eingabe machen (es gab extra ein Gesetz über Eingaben und deren Bearbeitung, der Bürger hatte ein Recht auf Antwort, wobei innerhalb bestimmter Fristen entweder die antwort Erledigung oder Zwischenbescheid bedeutete). Handwerker, die heute angeblich politisch verfolgt worden sind, haben heufig deswegen "eins auf den Deckel bekommen", weil sie bei dem Versuch, Schmiergeld zu erpressen, an den Falschen geraten sind. Googelt mal ABI (Arbeiter- und Bauerninspektion) und Staatsratseingabe (das schärfste Schwert des Bürgers). Die Eingabe (mein vorhergehender Beitrag) wurde übrigens vom Mieter der Wohnung gemacht.



Krepp und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 29.06.2014 18:32
von Heckenhaus | 5.155 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #33
Zitat von steffen52 im Beitrag #31
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #30
Zum Teil half aber auch etwas anderes. In einer Wohnung (KWV) mußte eine Toilette erneuert werden. Der Klempner konnte auf offiziellen Auftragsschein angeblich kein Toilettenbecken liefern und wollte Schmiergeld. Statt zu zahlen, Eingabe an den Berliner Oberbürgermeister, auf einmal hatte der Klempner das Toilettenbecken (ihm waren lt. Antwort auf Eingabe mehrere Toil.'s geliefert worden). Aber die wollte er offenbar für Überpreis oder Westgeld an Privatkunden verschieben, statt damit KWV-Aufträge abzuarbeiten.
Wenn mehr Bürger mit Eingaben statt Schmiergeldern gegen den "Mangel" (Der durch Schiebereien erst erzeugt wurde) vorgegangen wären, hätten sich die Handwerker keine goldenen Nasen ergaunert.
Nicht umsonst gab es einen Witz: Wie sorgt man dafür, daß es keinen Senf mehr gibt? Man hängt einen Zettel an das Regal "nur 2 Becher entnehmen".

Das wäre schön gewesen wenn es so einfach war! Aber als Privatmann,wo wollte man sich beschweren? Entweder man hatte geschmiert und bekam die Sachen oder man lies es und hatte nichts bekommen oder nach langer Wartezeit! So, ist es eben gewesen in der damaligen DDR!
Grüsse steffen52



Rat des Kreises/des Bezirks, Arbeiter-und Bauern-Inspektion, Staatsrat, es gab Möglichkeiten. Nur, der gelernte DDR-Bürger hatte oft Schiß, aufzumucken. Mir verhalf das sogar zur Westreise (fam.Angelegenheit).


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„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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#36

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 29.06.2014 19:45
von Greso | 2.377 Beiträge

Ich schäme mich ja richtig,das ich mal KFZ Handwerker in der DDR war.


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#37

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 29.06.2014 20:30
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Greso im Beitrag #36
Ich schäme mich ja richtig,das ich mal KFZ Handwerker in der DDR war.

Greso, mache Dir nix daraus, die Sprüche, was man hatte machen können sind eine Sache, aber die Realität in der Damaligen sah anders aus! Wen bekannt wurde, das man einen angeschwärzt hatte, dann brauchte man zu keinen mit einer Bitte mehr kommen! Habe einige leider vergessen oder waren in einer Stellung, wo sie an alles ran kamen.
Grüsse steffen52


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#38

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 29.06.2014 20:35
von rotrang (gelöscht)
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Zitat von Greso im Beitrag #36
Ich schäme mich ja richtig,das ich mal KFZ Handwerker in der DDR war.

Greso alle Latten am Zaun hast du noch ja. Warum Schämen ,und für was ?


zuletzt bearbeitet 29.06.2014 20:46 | nach oben springen

#39

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 29.06.2014 20:56
von Hapedi | 1.885 Beiträge

es ist ein riesen Armutszeugnis wenn die Bürger nur an Dinge die sie dringends benötigen über Eingaben herankommen . In dem Moment mußte einer zurücktreten der sich ordnungsgemäß hinten angestellt hat . Aber das war halt den Leuten die heute die sogenannte Ellenbogen Gesellschaft verfluchen egal . Wenn das jeder mit allem was gefragt war gemacht hätte , hätte man Einkaufscenter mit nur Bückdich Ware errichten müssen . Aber dort nur Eintritt mit Berechtigungsschein vom Rat des Kreises etc . Am besten mit einem Bezugsschein

gruß Hapedi



zuletzt bearbeitet 29.06.2014 21:02 | nach oben springen

#40

RE: KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

in DDR Zeiten 29.06.2014 22:42
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von rotrang im Beitrag #38
Zitat von Greso im Beitrag #36
Ich schäme mich ja richtig,das ich mal KFZ Handwerker in der DDR war.

Greso alle Latten am Zaun hast du noch ja. Warum Schämen ,und für was ?


Wenn man wie in #9 als Canove bezeichnet wirt.


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