#201

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 22:15
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #63
Es gab aber auch einige wenige , die mit einem gewissen Stolz behauptet haben , ja ich hätte geschossen , es war meine Pflicht , habe einen Eid geschworen , es war Befehl . Ohne eine Lage vorauszusetzen haben sie gesagt , ich hätte geschossen und das sind die schwarzen Schafe , durch die heute die Masse der AGT den unrühmlichen Ruf des -schiesswütigen Grenzers- hat .

Den Punkt möchte ich nochmal herausarbeiten, damals trugen solche, na wie sagt's man, also als Schwarze Schafe würde ich's nun nicht benennen, also solche spätpubertären Macho-Äußerungen nicht unwesentlich zu dem Bild der Grenzsichrung in der Bevölkerung bei und ließen es dann wohl manch einen es sich zweimal überlegen, ob er einen Antrag stellt oder bei einer möglichen NSW-Reise als Verbleiber nicht zurückkommt ODER ob er sein Leben auf's Spiel setzt.
Die Kehrseite dieser Medaille, Diejenigen, welche sich dann trotzdem für eine Grenzverletzung entschieden, bereiteten sich auch entsprechen darauf vor.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#202

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 22:15
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #199
Zitat von B208 im Beitrag #63
Ahoi ,

das Bild des schießwütigen Grenzers ist doch keine Erfindung der westdeutschen Presse .

Es sind Schüsse an der grünen Grenze und an der Mauer gefallen , es wurden Menschen durch die Anwendung der Schusswaffe an der grünen Grenze , an der Mauer und an den Güst vernichtet , zu Land und zu Wasser . Das ist Fakt und wird durch Unterlagen der zuständigen Untersuchungsorgane der DDR auch belegt . Es gab Tote und Verletzte . In Bezug auf die grosse Zahl von AGT , die in den zig Jahren an der Grenze ihren Wehrdienst ableisteten und ihre Schusswaffe nicht zum Einsatz bringen mussten , kann man aber sicher nicht pauschal von dem
-schiesswütigen Grenzer- sprechen
. Es ist ein ganz kleiner Anteil der AGT , der in diese unglückliche Lage gekommen ist , dieser kleine Personenkreis hat aber geschossen und , und das ist das Verwerfliche , getroffen . Warum ? weiß nur der Schütze .
Ich habe viele AGT persönlich kennengelernt und die Mehrzahl machte mir nicht den Eindruck eines schießwütigen Genossen .
Es gab aber auch einige wenige , die mit einem gewissen Stolz behauptet haben , ja ich hätte geschossen , es war meine Pflicht , habe einen Eid geschworen , es war Befehl . Ohne eine Lage vorauszusetzen haben sie gesagt , ich hätte geschossen und das sind die schwarzen Schafe , durch die heute die Masse der AGT den unrühmlichen Ruf des -schiesswütigen Grenzers- hat . Zu Unrecht in meinen Augen .

Aber von einigen AGT habe ich auch gehört , daß es bei Heimfahrten in der Uniform der GT zu Beschimpfungen durch Bürger kam , daß man sich von der Schützenschnur und Auszeichnungen trennte um nicht besonders aufzufallen .
Das schlechte Image ist also keine Erfindung der Westpresse und der Bildzeitung .
Dazu kommt die von der politischen Führung der DDR gewollte Sonderstellung der Grenztruppe und ihrer Angehörigen als eine Art Elite .

B208



Für Mitglieder mit Leseschwäche .




Das habe ich dann wohl wirklich überlesen.


Bin 2,5 Jahre in Uniform im ÖNuFV durch die DDR gereist. Kann das nicht bestätigen.

Und weswegen dann immer wieder der Bezug auf die Ausnahmesituation?


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#203

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 22:17
von LO-Wahnsinn | 3.495 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #95
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #76
Zitat von B208 im Beitrag #63
Ahoi ,

das Bild des schießwütigen Grenzers ist doch keine Erfindung der westdeutschen Presse .

Es sind Schüsse an der grünen Grenze und an der Mauer gefallen , es wurden Menschen durch die Anwendung der Schusswaffe an der grünen Grenze , an der Mauer und an den Güst vernichtet , zu Land und zu Wasser . Das ist Fakt und wird durch Unterlagen der zuständigen Untersuchungsorgane der DDR auch belegt . Es gab Tote und Verletzte . In Bezug auf die grosse Zahl von AGT , die in den zig Jahren an der Grenze ihren Wehrdienst ableisteten und ihre Schusswaffe nicht zum Einsatz bringen mussten , kann man aber sicher nicht pauschal von dem
-schiesswütigen Grenzer- sprechen . Es ist ein ganz kleiner Anteil der AGT , der in diese unglückliche Lage gekommen ist , dieser kleine Personenkreis hat aber geschossen und , und das ist das Verwerfliche , getroffen . Warum ? weiß nur der Schütze .
Ich habe viele AGT persönlich kennengelernt und die Mehrzahl machte mir nicht den Eindruck eines schießwütigen Genossen .
Es gab aber auch einige wenige , die mit einem gewissen Stolz behauptet haben , ja ich hätte geschossen , es war meine Pflicht , habe einen Eid geschworen , es war Befehl . Ohne eine Lage vorauszusetzen haben sie gesagt , ich hätte geschossen und das sind die schwarzen Schafe , durch die heute die Masse der AGT den unrühmlichen Ruf des -schiesswütigen Grenzers- hat . Zu Unrecht in meinen Augen .

Aber von einigen AGT habe ich auch gehört , daß es bei Heimfahrten in der Uniform der GT zu Beschimpfungen durch Bürger kam , daß man sich von der Schützenschnur und Auszeichnungen trennte um nicht besonders aufzufallen .
Das schlechte Image ist also keine Erfindung der Westpresse und der Bildzeitung .
Dazu kommt die von der politischen Führung der DDR gewollte Sonderstellung der Grenztruppe und ihrer Angehörigen als eine Art Elite .

B208



Dann war ich ja schiesswütig, danke für die Aufklärung.

Du bist beim Bundesgrenzschutz?
Warum trägst Du eine Waffe?
Ist da nur Wasser drin oder warum?
So wie Du schreibst, frage ich mich ob Polizist für Dich der richtige Beruf ist, bei Greenpeace wärst Du vielleicht besser aufgehoben, allerdings haben die auch keine Wasserspritzpistolen sondern bei bestimmten Einsätzen zu ihrer Verteidigung auch scharfe Waffen.

Sei bloss froh, dass/wenn Du sie mal nie benutzen musst wenn einer mit einem langen Messer vor Dir steht, oder Du Dich sonstwie bedroht fühlst, wenn es darum geht, mein Arsch oder seiner.
Kein Schütze, oder zumindest wohl die meisten, hat vorher gewusst was kommt, ich glaub den wenigsten Schützen gings beim Abdrücken um Ruhm und Ehre für die Deutsche Demokratische Republik, den gings nur um ihren Arsch, wo die Hose die drüber war randvoll war.
Und das ich heute sage, ich hätte geschossen, nun wie es in der Realität ausgesehn hätte kann man im nachhinein eh schwer sagen, theoretisch hätte ich aber, jedoch nicht für Staat und Partei sondern nur zu meinem Schutz und mit Stolz sage ich das schon garnicht, sondern mit der Gewissheit auch leben zu wollen.
Die meisten der Mauerhüpfer waren keine Regimeopfer die den Namen auch mit Fug und Recht tragen dürfen, jeder der objektiv denkt weis das.
Warum also sollte ich mich dafür schämen heute noch zu sagen, ja ich hätte geschossen?
Nur weil es schick ist sich nun hinzustellen und zu sagen, nein ich niemals!, damit ich den anderen gefalle und schön mit dem Strom schwimme?



Ahoi Rainer , wenn Du meine Zeilen bitte nochmal liest , dann solltest Du feststellen , dass ich von persönlichen Gesprächen berichtet habe . Ich saß diesen Menschen gegenüber .
Wenn ich Deine Anmerkungen dazu vergleiche , dann schreibst Du von ganz bestimmten Lagen , von Angriffen und von Notwehr . Das hat aber nichts mit meinen beschriebenen Gesprächen zu tun .
Wenn es damals und heute zu einem Einsatz der Schusswaffe kam/kommt , wird dieser Fall staatlanwaltlich untersucht . Wie war es damals an der Grenze , wenn ein GV durch Schusswaffengebrauch ums Leben kam ? Wurden Untersuchungen gegen den Schützen eingeleitet ?

Die von Dir beschriebene Situation , mein Arsch oder sein Arsch . Kannst Du mir das mal in Bezug auf die vielen erschossenen GV in Berlins Gewässern erklären ? Keine Bedrohung , keine Waffen , nur Schwimmbewegungen . Oder die GV , die die letzte pioniertechnische Anlage schon erreichthaben , also nur noch damit beschäftigt sind , das letzte Hindernis zu überwinden .


B208



Ich möchte darauf noch Antworten @B206, ich hoffe es stört den Threadverlauf nicht zu sehr.

Bei persönlichen Gesprächen wäre ich vorsichtig, natürlich gabs an der Grenze -wie in jeder Truppe- auch Halbstarke, Halbstarke die das auch heute im höheren Alter noch sind, zumindest -wie schon damals- mit dem Mund.
Ich würde nicht jedem Abkaufen wenn er sagt, ich hätte geschossen und das aus voller Überzeugung aus Loyalität gegenüber dem Staat.
Natürlich gabs auch diese, das ist klar, ich glaube aber das man diese nicht in grösseren Gruppen trifft.

Die Lagen, ja nicht nur Notwehr, die sowieso.
Ich meinte vorallem auch Angst, es gibt ja -zumindest nennt man sie so- Kampfhunde, und es gibt Angstbeisser.
Es gibt Kampfhunde die scharf gemacht wurden, es gibt Kampfhunde die von Haus eine hohe Agressivität mitbringen, das einfach auf die Grenzer umlegen.
Der überwiegende Teil, dürfte aber aus Angstbeissern bestanden haben, die bissen aus Schreck, und/oder weil sie eingeschüchtert wurden.
Man darf nicht vergessen, wir hatten glaube in Eisenach 90 Stunden Politschulung/Unterricht.
Dieser bestand zum grössten Teil darin unseren Klassenstandpunkt zu schärfen und eben auch, uns an den Schusswaffengebrauch heran zu führen, seelische und moralische, also psychologische Vorbereitung auf den Schuss, das Feindbild wurde gestählt.
Dabei wurden uns, zumindest bei mir 1984, sämtliche Tötungen von Grenzern im Detail geschildert und mit sämtlichen Bildmaterial unterlegt.
Und glaub mir, dass wirkt und macht Angst.
Das war bei mir damals so ein Punkt, wo ich mich gefragt habe, ob ich hier lebend wieder raus komme, denn man dramatisierte natürlich zusätzlich.
Fall Weinhold war ja bereits Vergangenheit und man hat natürlich seitens der Ausbilder die Legende aufrecht erhalten um die "Gefechtsbreitschaft" zu heben.
Am Ausbildungsende, nach all der Bestrahlung, gings -glaub Lauchröden, konnte jedenfalls von dem Hügel die Eisenacher Hochbrücke sehn- zum erstenmal "raus", also an die Grenze, zumindest wurde das uns suggeriert, es war noch Hinterland.
Es war dunkel und wir hatten alle die Hosen gestrichen voll, wir dachten jeden Moment kommt ein GV um die Ecke, so waren wir gedrillt, dass wir dachten das passiert mehrmals täglich/nächtlich.
Ein Knacken im Gehölz, schon standen die Haare zu Berge und der Finger ging zum Sicherungshebel.
Man hatte uns also in der Ausbildung zu psychischen Wracks gemacht, Soldaten die funktionierten wie Schweizer Uhrwerke, wir hätten in der Nacht alles umgepustet was die Parole nicht kennt, wir hatten also unser Ausbildungsziel erreicht.

So gestählt ging man in den Grenzdienst, ich zum Glück nicht, die Flinte gehörte bei mir mehr zum Kostüm, oder besser gesagt, zur Halterung im LO.
Hinter diesem Hintergrund muss man jede Schussabgabe auf einen GV beleuchten, auch diese wo der GV bereits halb drüben war etc.pp.
Gerade diese Fälle sind genauer zu untersuchen, da waren garantiert Cowboys drunter, ich glaube aber fest sie waren in der Minderheit.
Die Legende von Schwedt, ich kenne garnichst anderes, grasierte ständig, wenn du nicht schiesst, 2 Jahre Bau, oder 3? spielt heute keine Rolle mehr, jedenfalls lange Bau.
Frau und Kinder Heim, Haus im Rohbau, Trabi bestellt, Studium vor Augen, Kinder sollen mal Abi machen und auch studieren, alles kaputt wenn du versagst, alles kaputt wenn 2-3 Jahre Schwedt in deiner Akte steht.
Und wofür? Für wen?
Für einen Fremden, einen GV, der wie uns gesagt wurde ein Verbrecher ist oder ein Feind des Staates, einer der Sabotage befürwortet oder gar durchführte wo Mitmenschen zu Schaden kamen.
Warum sollte ich auf so einen Menschen Rücksicht nehmen, meine Zukunft und die Zukunft meiner Kinder verbauen, warum?
Die Realität, wie wir heute wissen, sah oft anders aus, viele sind aus persönlichen Verwerfungen mit Freunden und Familie weg, viele auch aus einer Art Diskolaune heraus. Doch das werden die wenigsten gewusst haben, viele Grenzer waren doch Klassenbewusst erzogen und aufgewachsen, sie glaubten was im ND oder in der Jungen Welt stand, was der Stabü Lehrer erzählte, was der Polit vorn an der Tafel in der Ausbildung erzählte, die GV waren böse, Mitleid hielt sich in Grenzen.

Verstehst du jetzt was ich meine?
Hervorgehend aus diesem Hintergrund, stehe ich noch heute dazu zu sagen, ich hätte geschossen.
Weder für den Staat, noch für Auszeichnungen und angebliche Prämien -abgesehn vom Sonderurlaub der wohl eher der psychsichen Erholung dienen sollte statt der Belohnung.
Ich hätte also auch geschossen, theoretisch zumindest, angelehnt an meine Gedanken, nicht nur aus Notwehr.
Ob ich ein vom Zaun geschossen hätte, nun ja, über diesen Punkt kann ich nichts sagen, hier möchte ich weder ja noch nein sagen, das sind Situationen die in Bruchteilen von Sekunden zu entscheidne sind.
Aus heutiger Sicht würde ich meinen, nein da wäre dann die Luft mein Ziel gewesen, also bei denen die schon auf dem Zaun sassen oder im Wasser schwammen.

Und ich stehe eben dazu das ich so gedrillt war, dass ich geschossen hätte, viele stellen sich ja heute hin und sagen Sie? nein niemals! nur um beim Gegenüber oder im Umfeld nicht anzuecken.
Aber mir war schon immer egal was andere über mich denken, für Ehrlichkeit brauch man sich im Spiegel nicht zu schämen und nur das zählt, nicht Mäuler die sich zerfetzen.

Heute wissen wir es wäre nichts, oder nicht viel passiert, zumindest nicht an direkter Strafe, die Folgen im Zivilleben als Reservist wären ein anderes Thema, da kams sicher auch auf Wohlwollen an.
Ich dneke dieses Bedrohungsszenario hat die meisten Grenzer überhaupt schiessen lassen, wäre das nicht da gewesen, hätten vermutlich viele den Finger zur Stirn geführt und man hätte den Vorgesetzten gefragt was er geraucht hat.

Mit dem Wissen von heute, das hätte ich in meinem Text des letzten Postings noch anfügen sollen, mit diesem Wissen das mir nichts passiert (Schwedt, etc.pp. war ja nicht nur Schwedt sondern die ganze Zukunft stand auf dem Spiel), hätte sicher kaum einer geschossen, ausser die Cowboys und ganz Systemtreuen die beim Abdrücken sowieso keine Regung zeigen.

Es ging also bei mein Arsch-dein Arsch nicht nur um die Situation, sondern auch um die Zukunft von einem selber.
Der Typ musste nicht flüchten, er hätte auch die Tür nehmen können wie Tausende andere.
Da stand also, nach meinem Dafürhalten, ein Egoist vor mir, dem es nicht schnell genug ging, warum sollte ich wegen dem 2-3 Jahre Jahre in Schwedt einfahren, darf ich da nicht auch Egoist sein?
Wer hatte sich denn diese Situation eingebrockt, ich oder er?
Wer kam denn freiwillig dahin, ich oder er?

Wer hat denn den Herrn im Schifflersgrund erschossen, die Grenzer?
Oder war es doch seine Habgier nochmal zurück zu klettern, um seine Jacke zu holen, in der seine Ersparnisse von seiner Mutter eingenäht waren (nach offizieller Geschichtsschreibung hat er seine Aktentasche geholt um Akten zu übergeben).
Erst so hatten die Grenzer Gelegenheit zu schiessen, ohne seine Habgier würde er heute noch leben und viele andere auch wenn sie die Tür benutzt hätten.

Ich kann die Gründe der Flüchtlinge bis heute nicht nachvollziehn ihr Leben aufs Spiel zu setzen.
Für Otto normal kann doch die DDR nicht so schlimm gewesen sein das man Kopf und Kragen riskierte, zumindest bei den Menschen die nichts auf dem Kerbholz hatten oder sich wegen politischer Tätigkeit bedroht fühlten.
Aber das ist nur meine subjektive Sichtweise, ich kann ja nur davon reden was ich selber um mich herum wahrgenommen habe.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
B208, Udo, Krepp, Jobnomade und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#204

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 00:05
von B208 | 1.352 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #203
Zitat von B208 im Beitrag #95
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #76
Zitat von B208 im Beitrag #63
Ahoi ,

das Bild des schießwütigen Grenzers ist doch keine Erfindung der westdeutschen Presse .

Es sind Schüsse an der grünen Grenze und an der Mauer gefallen , es wurden Menschen durch die Anwendung der Schusswaffe an der grünen Grenze , an der Mauer und an den Güst vernichtet , zu Land und zu Wasser . Das ist Fakt und wird durch Unterlagen der zuständigen Untersuchungsorgane der DDR auch belegt . Es gab Tote und Verletzte . In Bezug auf die grosse Zahl von AGT , die in den zig Jahren an der Grenze ihren Wehrdienst ableisteten und ihre Schusswaffe nicht zum Einsatz bringen mussten , kann man aber sicher nicht pauschal von dem
-schiesswütigen Grenzer- sprechen . Es ist ein ganz kleiner Anteil der AGT , der in diese unglückliche Lage gekommen ist , dieser kleine Personenkreis hat aber geschossen und , und das ist das Verwerfliche , getroffen . Warum ? weiß nur der Schütze .
Ich habe viele AGT persönlich kennengelernt und die Mehrzahl machte mir nicht den Eindruck eines schießwütigen Genossen .
Es gab aber auch einige wenige , die mit einem gewissen Stolz behauptet haben , ja ich hätte geschossen , es war meine Pflicht , habe einen Eid geschworen , es war Befehl . Ohne eine Lage vorauszusetzen haben sie gesagt , ich hätte geschossen und das sind die schwarzen Schafe , durch die heute die Masse der AGT den unrühmlichen Ruf des -schiesswütigen Grenzers- hat . Zu Unrecht in meinen Augen .

Aber von einigen AGT habe ich auch gehört , daß es bei Heimfahrten in der Uniform der GT zu Beschimpfungen durch Bürger kam , daß man sich von der Schützenschnur und Auszeichnungen trennte um nicht besonders aufzufallen .
Das schlechte Image ist also keine Erfindung der Westpresse und der Bildzeitung .
Dazu kommt die von der politischen Führung der DDR gewollte Sonderstellung der Grenztruppe und ihrer Angehörigen als eine Art Elite .

B208



Dann war ich ja schiesswütig, danke für die Aufklärung.

Du bist beim Bundesgrenzschutz?
Warum trägst Du eine Waffe?
Ist da nur Wasser drin oder warum?
So wie Du schreibst, frage ich mich ob Polizist für Dich der richtige Beruf ist, bei Greenpeace wärst Du vielleicht besser aufgehoben, allerdings haben die auch keine Wasserspritzpistolen sondern bei bestimmten Einsätzen zu ihrer Verteidigung auch scharfe Waffen.

Sei bloss froh, dass/wenn Du sie mal nie benutzen musst wenn einer mit einem langen Messer vor Dir steht, oder Du Dich sonstwie bedroht fühlst, wenn es darum geht, mein Arsch oder seiner.
Kein Schütze, oder zumindest wohl die meisten, hat vorher gewusst was kommt, ich glaub den wenigsten Schützen gings beim Abdrücken um Ruhm und Ehre für die Deutsche Demokratische Republik, den gings nur um ihren Arsch, wo die Hose die drüber war randvoll war.
Und das ich heute sage, ich hätte geschossen, nun wie es in der Realität ausgesehn hätte kann man im nachhinein eh schwer sagen, theoretisch hätte ich aber, jedoch nicht für Staat und Partei sondern nur zu meinem Schutz und mit Stolz sage ich das schon garnicht, sondern mit der Gewissheit auch leben zu wollen.
Die meisten der Mauerhüpfer waren keine Regimeopfer die den Namen auch mit Fug und Recht tragen dürfen, jeder der objektiv denkt weis das.
Warum also sollte ich mich dafür schämen heute noch zu sagen, ja ich hätte geschossen?
Nur weil es schick ist sich nun hinzustellen und zu sagen, nein ich niemals!, damit ich den anderen gefalle und schön mit dem Strom schwimme?



Ahoi Rainer , wenn Du meine Zeilen bitte nochmal liest , dann solltest Du feststellen , dass ich von persönlichen Gesprächen berichtet habe . Ich saß diesen Menschen gegenüber .
Wenn ich Deine Anmerkungen dazu vergleiche , dann schreibst Du von ganz bestimmten Lagen , von Angriffen und von Notwehr . Das hat aber nichts mit meinen beschriebenen Gesprächen zu tun .
Wenn es damals und heute zu einem Einsatz der Schusswaffe kam/kommt , wird dieser Fall staatlanwaltlich untersucht . Wie war es damals an der Grenze , wenn ein GV durch Schusswaffengebrauch ums Leben kam ? Wurden Untersuchungen gegen den Schützen eingeleitet ?

Die von Dir beschriebene Situation , mein Arsch oder sein Arsch . Kannst Du mir das mal in Bezug auf die vielen erschossenen GV in Berlins Gewässern erklären ? Keine Bedrohung , keine Waffen , nur Schwimmbewegungen . Oder die GV , die die letzte pioniertechnische Anlage schon erreichthaben , also nur noch damit beschäftigt sind , das letzte Hindernis zu überwinden .


B208



Ich möchte darauf noch Antworten @B206, ich hoffe es stört den Threadverlauf nicht zu sehr.

Bei persönlichen Gesprächen wäre ich vorsichtig, natürlich gabs an der Grenze -wie in jeder Truppe- auch Halbstarke, Halbstarke die das auch heute im höheren Alter noch sind, zumindest -wie schon damals- mit dem Mund.
Ich würde nicht jedem Abkaufen wenn er sagt, ich hätte geschossen und das aus voller Überzeugung aus Loyalität gegenüber dem Staat.
Natürlich gabs auch diese, das ist klar, ich glaube aber das man diese nicht in grösseren Gruppen trifft.

Die Lagen, ja nicht nur Notwehr, die sowieso.
Ich meinte vorallem auch Angst, es gibt ja -zumindest nennt man sie so- Kampfhunde, und es gibt Angstbeisser.
Es gibt Kampfhunde die scharf gemacht wurden, es gibt Kampfhunde die von Haus eine hohe Agressivität mitbringen, das einfach auf die Grenzer umlegen.
Der überwiegende Teil, dürfte aber aus Angstbeissern bestanden haben, die bissen aus Schreck, und/oder weil sie eingeschüchtert wurden.
Man darf nicht vergessen, wir hatten glaube in Eisenach 90 Stunden Politschulung/Unterricht.
Dieser bestand zum grössten Teil darin unseren Klassenstandpunkt zu schärfen und eben auch, uns an den Schusswaffengebrauch heran zu führen, seelische und moralische, also psychologische Vorbereitung auf den Schuss, das Feindbild wurde gestählt.
Dabei wurden uns, zumindest bei mir 1984, sämtliche Tötungen von Grenzern im Detail geschildert und mit sämtlichen Bildmaterial unterlegt.
Und glaub mir, dass wirkt und macht Angst.
Das war bei mir damals so ein Punkt, wo ich mich gefragt habe, ob ich hier lebend wieder raus komme, denn man dramatisierte natürlich zusätzlich.
Fall Weinhold war ja bereits Vergangenheit und man hat natürlich seitens der Ausbilder die Legende aufrecht erhalten um die "Gefechtsbreitschaft" zu heben.
Am Ausbildungsende, nach all der Bestrahlung, gings -glaub Lauchröden, konnte jedenfalls von dem Hügel die Eisenacher Hochbrücke sehn- zum erstenmal "raus", also an die Grenze, zumindest wurde das uns suggeriert, es war noch Hinterland.
Es war dunkel und wir hatten alle die Hosen gestrichen voll, wir dachten jeden Moment kommt ein GV um die Ecke, so waren wir gedrillt, dass wir dachten das passiert mehrmals täglich/nächtlich.
Ein Knacken im Gehölz, schon standen die Haare zu Berge und der Finger ging zum Sicherungshebel.
Man hatte uns also in der Ausbildung zu psychischen Wracks gemacht, Soldaten die funktionierten wie Schweizer Uhrwerke, wir hätten in der Nacht alles umgepustet was die Parole nicht kennt, wir hatten also unser Ausbildungsziel erreicht.

So gestählt ging man in den Grenzdienst, ich zum Glück nicht, die Flinte gehörte bei mir mehr zum Kostüm, oder besser gesagt, zur Halterung im LO.
Hinter diesem Hintergrund muss man jede Schussabgabe auf einen GV beleuchten, auch diese wo der GV bereits halb drüben war etc.pp.
Gerade diese Fälle sind genauer zu untersuchen, da waren garantiert Cowboys drunter, ich glaube aber fest sie waren in der Minderheit.
Die Legende von Schwedt, ich kenne garnichst anderes, grasierte ständig, wenn du nicht schiesst, 2 Jahre Bau, oder 3? spielt heute keine Rolle mehr, jedenfalls lange Bau.
Frau und Kinder Heim, Haus im Rohbau, Trabi bestellt, Studium vor Augen, Kinder sollen mal Abi machen und auch studieren, alles kaputt wenn du versagst, alles kaputt wenn 2-3 Jahre Schwedt in deiner Akte steht.
Und wofür? Für wen?
Für einen Fremden, einen GV, der wie uns gesagt wurde ein Verbrecher ist oder ein Feind des Staates, einer der Sabotage befürwortet oder gar durchführte wo Mitmenschen zu Schaden kamen.
Warum sollte ich auf so einen Menschen Rücksicht nehmen, meine Zukunft und die Zukunft meiner Kinder verbauen, warum?
Die Realität, wie wir heute wissen, sah oft anders aus, viele sind aus persönlichen Verwerfungen mit Freunden und Familie weg, viele auch aus einer Art Diskolaune heraus. Doch das werden die wenigsten gewusst haben, viele Grenzer waren doch Klassenbewusst erzogen und aufgewachsen, sie glaubten was im ND oder in der Jungen Welt stand, was der Stabü Lehrer erzählte, was der Polit vorn an der Tafel in der Ausbildung erzählte, die GV waren böse, Mitleid hielt sich in Grenzen.

Verstehst du jetzt was ich meine?
Hervorgehend aus diesem Hintergrund, stehe ich noch heute dazu zu sagen, ich hätte geschossen.
Weder für den Staat, noch für Auszeichnungen und angebliche Prämien -abgesehn vom Sonderurlaub der wohl eher der psychsichen Erholung dienen sollte statt der Belohnung.
Ich hätte also auch geschossen, theoretisch zumindest, angelehnt an meine Gedanken, nicht nur aus Notwehr.
Ob ich ein vom Zaun geschossen hätte, nun ja, über diesen Punkt kann ich nichts sagen, hier möchte ich weder ja noch nein sagen, das sind Situationen die in Bruchteilen von Sekunden zu entscheidne sind.
Aus heutiger Sicht würde ich meinen, nein da wäre dann die Luft mein Ziel gewesen, also bei denen die schon auf dem Zaun sassen oder im Wasser schwammen.

Und ich stehe eben dazu das ich so gedrillt war, dass ich geschossen hätte, viele stellen sich ja heute hin und sagen Sie? nein niemals! nur um beim Gegenüber oder im Umfeld nicht anzuecken.
Aber mir war schon immer egal was andere über mich denken, für Ehrlichkeit brauch man sich im Spiegel nicht zu schämen und nur das zählt, nicht Mäuler die sich zerfetzen.

Heute wissen wir es wäre nichts, oder nicht viel passiert, zumindest nicht an direkter Strafe, die Folgen im Zivilleben als Reservist wären ein anderes Thema, da kams sicher auch auf Wohlwollen an.
Ich dneke dieses Bedrohungsszenario hat die meisten Grenzer überhaupt schiessen lassen, wäre das nicht da gewesen, hätten vermutlich viele den Finger zur Stirn geführt und man hätte den Vorgesetzten gefragt was er geraucht hat.

Mit dem Wissen von heute, das hätte ich in meinem Text des letzten Postings noch anfügen sollen, mit diesem Wissen das mir nichts passiert (Schwedt, etc.pp. war ja nicht nur Schwedt sondern die ganze Zukunft stand auf dem Spiel), hätte sicher kaum einer geschossen, ausser die Cowboys und ganz Systemtreuen die beim Abdrücken sowieso keine Regung zeigen.

Es ging also bei mein Arsch-dein Arsch nicht nur um die Situation, sondern auch um die Zukunft von einem selber.
Der Typ musste nicht flüchten, er hätte auch die Tür nehmen können wie Tausende andere.
Da stand also, nach meinem Dafürhalten, ein Egoist vor mir, dem es nicht schnell genug ging, warum sollte ich wegen dem 2-3 Jahre Jahre in Schwedt einfahren, darf ich da nicht auch Egoist sein?
Wer hatte sich denn diese Situation eingebrockt, ich oder er?
Wer kam denn freiwillig dahin, ich oder er?

Wer hat denn den Herrn im Schifflersgrund erschossen, die Grenzer?
Oder war es doch seine Habgier nochmal zurück zu klettern, um seine Jacke zu holen, in der seine Ersparnisse von seiner Mutter eingenäht waren (nach offizieller Geschichtsschreibung hat er seine Aktentasche geholt um Akten zu übergeben).
Erst so hatten die Grenzer Gelegenheit zu schiessen, ohne seine Habgier würde er heute noch leben und viele andere auch wenn sie die Tür benutzt hätten.

Ich kann die Gründe der Flüchtlinge bis heute nicht nachvollziehn ihr Leben aufs Spiel zu setzen.
Für Otto normal kann doch die DDR nicht so schlimm gewesen sein das man Kopf und Kragen riskierte, zumindest bei den Menschen die nichts auf dem Kerbholz hatten oder sich wegen politischer Tätigkeit bedroht fühlten.

Aber das ist nur meine subjektive Sichtweise, ich kann ja nur davon reden was ich selber um mich herum wahrgenommen habe.





Das war ein beeindruckender , sachlicher Bericht , dafür grossen Dank . ( Grün : das kann ich nicht so unterschreiben ) . Aber der Beitrag hat mich weitergebracht ! Gruss B208


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#205

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 09:24
von Sperrbrecher | 1.662 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #204


Das war ein beeindruckender , sachlicher Bericht , dafür grossen Dank . ( Grün : das kann ich nicht so unterschreiben ) . Aber der Beitrag hat mich weitergebracht ! Gruss B208

Ich verstehe immer noch nicht, weshalb man einen halben Themenstrang zitieren muss, wenn gerade mal mit zwei Sätzen darauf antwortet. Das "Grüne" hätte als Zitat völlig ausgereicht.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#206

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 09:28
von Kalubke | 2.303 Beiträge

.... da kann man nur hoffen, dass das eine grundlegende Lehre für alle !!! Deutschen ist, ein für allemal, die Finger davon zu lassen wen auch immer zu instrumentalisieren und für die eigenen politischen Zwecke zu mißbrauchen. Denn genau das kommt dabei heraus: Trauma und Leid! Aber in puncto kollektiver Weisheit ist der Mensch leider ziemlich bildungsresistent.

Gruß Kalubke



LO-Wahnsinn und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.06.2014 09:30 | nach oben springen

#207

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 10:13
von Heckenhaus | 5.158 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #199
Zitat von B208 im Beitrag #63
Ahoi ,

das Bild des schießwütigen Grenzers ist doch keine Erfindung der westdeutschen Presse .
---------------------
und so weiter...
---------------------


B208



Für Mitglieder mit Leseschwäche .


Nicht alles, was in den Zeitungen stand, ist Wahrheit, und meine Erfahrung aus vielen Jahren : Es wird übertrieben und pauschalisiert bis zum
heutigen Tag.
Von "Fachleuten" und "Journalisten".

Dieses ganze Gefasel von "schießwütig" ist einfach eine Frechheit. Hier werden Einzelfälle hochstilisiert und als repräsentativ für alle
Grenzer dargestellt. Normalerweise müßten solche journalistischen Schmutzfinken angezeigt werden.
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
LO-Wahnsinn und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#208

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 10:15
von Heckenhaus | 5.158 Beiträge

Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #205
Zitat von B208 im Beitrag #204


Das war ein beeindruckender , sachlicher Bericht , dafür grossen Dank . ( Grün : das kann ich nicht so unterschreiben ) . Aber der Beitrag hat mich weitergebracht ! Gruss B208

Ich verstehe immer noch nicht, weshalb man einen halben Themenstrang zitieren muss, wenn gerade mal mit zwei Sätzen darauf antwortet. Das "Grüne" hätte als Zitat völlig ausgereicht.


Es gibt eben nicht nur Leseschwächen
sondern auch Zitierschwächen.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#209

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 10:33
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #207

Dieses ganze Gefasel von "schießwütig" ist einfach eine Frechheit. Hier werden Einzelfälle hochstilisiert und als repräsentativ für alle
Grenzer dargestellt. Normalerweise müßten solche journalistischen Schmutzfinken angezeigt werden.
.


Das kannste ja mal probieren......viel Spaß dabei! Ich sag mal so, wenn man den Begriff "potentiell Schießwütig" verwendet, ist juristisch alles in trockenen Tüchern...........


Intellektuelle spielen Telecaster
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#210

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 10:58
von Heckenhaus | 5.158 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #209
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #207

Dieses ganze Gefasel von "schießwütig" ist einfach eine Frechheit. Hier werden Einzelfälle hochstilisiert und als repräsentativ für alle
Grenzer dargestellt. Normalerweise müßten solche journalistischen Schmutzfinken angezeigt werden.
.


Das kannste ja mal probieren......viel Spaß dabei! Ich sag mal so, wenn man den Begriff "potentiell Schießwütig" verwendet, ist juristisch alles in trockenen Tüchern...........

Ich schrieb : Normalerweise .
Einfach, weil das eine gewissenlose sensationslüsterne und titelblattgeile Zunft ist, ohne Gewissen.
Anstand ist in dieser Branche vielen Schreiberlingen abhanden gekommen. Nur Quote zählt.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#211

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 12:19
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #210

Einfach, weil das eine gewissenlose sensationslüsterne und titelblattgeile Zunft ist, ohne Gewissen.
Anstand ist in dieser Branche vielen Schreiberlingen abhanden gekommen. Nur Quote zählt.


Ich weiß, ich werde jetzt zum Erbsenzähler, aber "Auflage" anstelle von Quote wäre bei der schreibenden Zunft angebrachter.

Ich muss Dir Recht geben und gleichzeitig auch widersprechen: Ja, es gibt sie, die von Dir beschriebenen Typen, die sich einen Dreck darum scheren, was sie mit ihren "Berichten" auslösen. Und leider nicht wenige davon.

Aber mein "Aber" kann ich jetzt getrost in die Tonne treten: Ich habe zum Glück Deinen zweiten Satz nochmals und diesmal aufmerksamer gelesen und dabei das Wort "viele" entdeckt. Ich wollte gerade zu einer Philippika über die pauschale Verunglimpfung einer ganzen Branche ansetzen, darauf hinweisen, dass es auch noch gute, faire und verantwortungsbewusste Journalisten gibt und nicht nur solche Schmierfinken - und dann las ich das kleine Wörtchen "viele".

Tja, einer meiner Sprüche ist "Wer lesen kann, ist klar im Vorteil". Ich sollte mich selber daran halten


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#212

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 12:23
von Kalubke | 2.303 Beiträge

... wie heißt es so schön: "Die Wahrheit ist das erste Opfer des Krieges." Vieleicht befinden sich manche Medienvertreter noch in einer Art Kriegszustand. Interessant auch, dass bei eigenen Befindlichkeiten die Goldwaage herausgeholt und beim ausgemachten Gegner der verbale Holzhammer geschwungen wird. Das hat mit objektiver zeitgeschichtlicher Aufarbeitung nichts mehr zu tun.

Gruß kalubke



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#213

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 12:30
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Kalubke im Beitrag #212
Interessant auch, dass bei eigenen Befindlichkeiten die Goldwaage herausgeholt und beim ausgemachten Gegner der verbale Holzhammer geschwungen wird. Das hat mit objektiver zeitgeschichtlicher Aufarbeitung nichts mehr zu tun.


Meinst Du jetzt die Presse oder die aktiven Mitglieder dieses Forums? Oder gar beide?


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#214

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 13:29
von manudave | 390 Beiträge

Um nochmal darauf zu kommen: Wo steht das mit den "schiesswütigen Grenzern"? Trotz ausgiebiger Suche finde ich keine Massenmedien, die das verbreiten.


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#215

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 13:31
von Kalubke | 2.303 Beiträge

...die Bemerkung zur pathologischen Störung des Verhältnisses zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung war in Richtung Medienvertreter gemeint. Von diesem "Leiden" sind aber leider auch einige Mitmenschen befallen. Muss aber sagen, dass wir hier im Forum trotz manchmal gegensätzlicher Standpunkte und dem einen oder anderen fliegenden Fetzen doch einen überwiegend ernsthaften und fairen Diskurs pflegen. Das weiß ich zu schätzen.

Gruß Kalubke



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#216

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 15:44
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zugegeben, es ging auch noch viel schlimmer..........

""Republikflüchtlinge": So hießen im Jargon der SED Bürger, die aus der DDR in den Westen wollten. Den Ost-Berliner Herrschern galten sie als Staatsfeinde und Verbrecher, deren Flucht verhindert werden musste, kostete was es wolle - auch wenn es ihren Tod bedeutete. Bis Ende 1989 starben nach neuesten Erkenntnissen wohl 600 bis 800 Ost-Flüchtlinge an Berliner Mauer und deutsch-deutscher Grenze.




Gezielt getötet wurden DDR-Bürger auf dem Weg gen Westen aber nicht nur an der innerdeutschen Grenze. Auch die Flucht über die sozialistischen "Bruderländer" wie Ungarn oder Bulgarien war brandgefährlich und endete nicht selten tödlich. In der Balkanrepublik am Schwarzen Meer ging es dabei besonders blutig und brutal zu - mit ausdrücklicher Billigung der SED-Oberen in Ost-Berlin.

Nach Aussagen ehemaliger bulgarischer Grenzoffiziere, die die bulgarische Zeitschrift "Anti" schon Anfang 1993 veröffentlichte, zahlte die DDR-Botschaft in Sofia bulgarischen Grenzern für jeden getöteten DDR-Flüchtling eine Prämie in Höhe von 2000 Lewa, damals umgerechnet etwa 1000 D-Mark - im bettelarmen Bulgarien ein kleines Vermögen. Außerdem wurden die Todesschützen mit mehreren Tagen Sonderurlaub ausgezeichnet, eine auch in der DDR und in anderen Ostblockländern übliche Praxis. Ehemalige bulgarische Mitarbeiter der DDR-Botschaft in Sofia bestätigten der Zeitschrift seinerzeit, dass bulgarische Grenzer bei "vereitelten Grenzdurchbrüchen" Kopfgelder aus der DDR erhalten hätten. Der Bericht blieb in Deutschland aber weitgehend unbeachtet.

Im Grenzstreifen verscharrt

Sollten DDR-Behörden tatsächlich Kopfgelder an bulgarische Grenzer für die Tötung fluchtwilliger Bürger gezahlt haben, würde das möglicherweise auch erklären, warum einzelne ostdeutsche Flüchtlinge in Bulgarien mit Schüssen in den Hinterkopf regelrecht exekutiert wurden. Diese Todesart, die zuletzt bei einem Fall aus dem Juli 1989 dokumentiert wurde, wird durch Obduktionsberichte zweifelsfrei belegt.

Menschenverachtend war auch der Umgang mit den sterblichen Überresten der Opfer. Aus jetzt bekannt gewordenen Akten des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (MfS) ergibt sich, dass die Leichen von an der Grenze getöteten DDR-Bürgern in Bulgarien bis Mitte der siebziger Jahre nur in Einzelfällen auf Friedhöfen beigesetzt wurden. In der Regel wurden sie an Ort und Stelle im Grenzstreifen verscharrt - wo sie zum Teil von wilden Tieren gefressen wurden. "Im Grenzgebiet wurden menschliche Gebeine entdeckt, die von Schakalen und streunenden Hunden aus der Erde geholt worden waren", sagt ein der Redaktion einestages namentlich bekannter Hochschullehrer aus Sofia, der jahrelang das Schicksal ostdeutscher Flüchtlinge in Bulgarien erforscht hat.

Beleg für diese unmenschliche Praxis war ein jetzt in Stasi-Akten aufgefundenes Geheimabkommen, das die DDR-Botschaft in Sofia Ende Februar 1975 mit dem bulgarischen Generalstaatsanwalt geschlossen hatte. Darin wurde festgelegt, dass die Leichen der im Grenzgebiet getöteten ostdeutschen "Straftäter" zukünftig zu überführen seien oder auf einem "öffentlichen Friedhof der Volksrepublik Bulgarien" beizusetzen seien - im Umkehrschluss fand dies bis dahin also nicht statt. Die Vereinbarung zwischen DDR und Bulgarien war das Resultat eines jahrelangen Kampfes der Eltern zweier in Bulgarien erschossener ostdeutscher Teenager, deren Leichen spurlos verschwunden waren. Die Eltern hatten sich bei ihrem Ringen um Aufklärung der Todesfälle nicht wie andere Angehörige von den DDR-Behörden einschüchtern lassen.

Ungeklärter Verbleib




Bis heute ist der Verbleib der sterblichen Überreste mehrerer in Bulgarien erschossener DDR-Bürger unbekannt. Einigermaßen sicher ist nur: Verbrannt wurden sie nicht, denn das war in der Bulgarien gesetzlich verboten. Kurz vor Ende der Volksrepublik 1990 untersagte der damalige bulgarische Innenminister Atanas Semerdjiev Grabungen im Grenzgebiet, offiziell um die "Grabesruhe der Toten" zu respektieren, so damals der SPIEGEL. Bis heute mag sich weder das Innenministerium noch die Pressestelle der bulgarischen Grenztruppen zu den damaligen Vorgängen äußern. Interviewanfragen aus Deutschland wurden bisher abgelehnt, jegliche Akteneinsicht verweigert.

Wie viele DDR-Bürger bei Fluchtversuchen in Bulgarien ums Leben kamen, wird wohl niemals genau herauszufinden sein. Nach Angaben bulgarischer Grenzer wurden ganze Familien mit Frauen und Kindern "ausgelöscht". Heute ist aus MfS-Akten bekannt, dass es mindestens 2000 Fluchtversuche von DDR-Bürgern über die bulgarischen Grenzen gab. Doch bisher sind erst 17 ostdeutsche Opfer des bulgarischen Grenzregimes namentlich bekannt.

Kein einziger der Todesschützen unter den bulgarischen Grenzern wurde bis heute rechtskräftig verurteilt, ebenso wenig wie die politisch verantwortlichen früheren Mitglieder des Politbüros der BKP. Im Gegensatz zu anderen Ostblockländern blieben die "Anweisungen zum Schusswaffengebrauch im Grenzgebiet" in der Balkanrepublik auch nach der Wende jahrelang unverändert in Kraft. Das musste auch die deutsche Botschafterin Christel Steffler erleben: Im Sommer 1994 wurde sie von der bulgarischen Polizei von einer Fahrt ins Grenzgebiet abgehalten, weil ihr die dazu erforderliche "Sondererlaubnis" fehlte.

"Das sind DDR-Bürger, die im Ausland ums Leben kamen"

In der Bundesrepublik ist das Interesse für die Aufarbeitung dieses tragischen Kapitels der deutsch-deutschen Geschichte bisher gering. So gelten jene DDR-Bürger, die bei Fluchtversuchen über die "verlängerte Mauer" im Ausland ums Leben kamen, bis heute nicht als Opfer des DDR-Regimes - der Gesetzgeber hat diesen Personenkreis schlicht übersehen. Bis heute fühlt sich niemand zuständig, die sterblichen Überreste dieser Flüchtlinge, soweit ihre Gräber überhaupt bekannt sind, in die Bundesrepublik zu überführen.

Die Gräber all jener an der bulgarischen Grenze erschossenen Deutschen, die in den achtziger Jahren in die DDR überführt und dort beigesetzt wurden, dürfen wegen fehlender Rechtsgrundlage bis heute nicht in "Opfergräber" umgewandelt werden und können damit nicht auf Dauer als Gedenkstätten erhalten werden. Diese Toten seien keine Opfer totalitärer Gewaltherrschaft, sagte die zuständige Sachgebietsleiterin in der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf Anfrage: "Das sind DDR-Bürger, die im Ausland ums Leben kamen."
http://www.spiegel.de/einestages/flucht-...-a-948791.html


Intellektuelle spielen Telecaster
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#217

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 15:52
von FRITZE (gelöscht)
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In Gedenken aller Opfer !

R. I. P.


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#218

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 16:10
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #201
ließen es dann wohl manch einen es sich zweimal überlegen, ob er einen Antrag stellt oder bei einer möglichen NSW-Reise als Verbleiber nicht zurückkommt ODER ob er sein Leben auf's Spiel setzt.



Wie denn? Antrag gestellt, genehmigt und fort?
Muß man erklären, daß es für die große Mehrheit die Alternativen nicht gab - erst in den letzten Jahren der DDR im Ausnahmefall.
Es gab meist kein ODER.
Sonst hätten wir tatsächlich unsere Ruhe gehabt.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 26.06.2014 16:35 | nach oben springen

#219

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 16:11
von Kalubke | 2.303 Beiträge

Ja, das ist ein übles Kapitel, die staatlich organisierte Vertuschung und Verheimlichung dieser Schicksale. Das passierte auch in der DDR, damit die Öffentlichkeit möglichst wenig erfährt. Im Falle der in Berlin 1967 an der Grenze getöteten Kinder versuchte das MfS den Angehörigen laut Medienbericht einzureden, dass sie bei einem "Badeunfall" ums Leben kamen. Sie wurden heimlich und anonym eingäschert.

Gruß Kalubke



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#220

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 17:10
von passport | 2.640 Beiträge

@Schuddelkind


Nach Aussagen ehemaliger bulgarischer Grenzoffiziere, die die bulgarische Zeitschrift "Anti" schon Anfang 1993 veröffentlichte, zahlte die DDR-Botschaft in Sofia bulgarischen Grenzern für jeden getöteten DDR-Flüchtling eine Prämie in Höhe von 2000 Lewa, damals umgerechnet etwa 1000 D-Mark - im bettelarmen Bulgarien ein kleines Vermögen. Außerdem wurden die Todesschützen mit mehreren Tagen Sonderurlaub ausgezeichnet, eine auch in der DDR und in anderen Ostblockländern übliche Praxis. Ehemalige bulgarische Mitarbeiter der DDR-Botschaft in Sofia bestätigten der Zeitschrift seinerzeit, dass bulgarische Grenzer bei "vereitelten Grenzdurchbrüchen" Kopfgelder aus der DDR erhalten hätten. Der Bericht blieb in Deutschland aber weitgehend unbeachtet.

Im Grenzstreifen verscharrt

Sollten DDR-Behörden tatsächlich Kopfgelder an bulgarische Grenzer für die Tötung fluchtwilliger Bürger gezahlt haben, würde das möglicherweise auch erklären, warum einzelne ostdeutsche Flüchtlinge in Bulgarien mit Schüssen in den Hinterkopf regelrecht exekutiert wurde
. usw. usw.


Für diesen geschriebenen Unsinn (Spiegel-Online) gibt es keine Beweise oder Unterlagen. Wenn ich dann lese : "...ehemalige bulgarische Mitarbeiter der DDR-Botschaft....." was soll das. An anderer Stelle wird behauptet es handelt sich um ein "Geheimdokument"
Also kannte auch eine bulgarische Putzfrau dieses "Geheimdokument"

Und dann 2000 Lewa (ca. 6000,-DDR-Mark) Abschußprämie !? Jeder "schiesswütige Grenzer" beisst sich im Nachgang in den eigenen A....weil er sowas nicht bekommen hat.


Im übrigen haben wir dieses Thema schon einmal durchgekaut !

Tod an der verlängerten Mauer in Bulgarien (2)



passport


zuletzt bearbeitet 26.06.2014 17:18 | nach oben springen


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