#101

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.01.2016 11:44
von Heckenhaus | 5.127 Beiträge

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.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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zuletzt bearbeitet 31.01.2016 11:44 | nach oben springen

#102

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.01.2016 15:15
von Ratze | 393 Beiträge

Am Samstag hat Wiolfgang Kniep sein Buch "Der Eid" vorgestellt. Er war Grenzer in Lassahn. Hat also da gedient, wo die Masser der Beiträge in diesem Thema spielen. Neu für mich war, das die Bootskompanie nicht dem Bat. unterstand sodnern der Kompanie.
Ich habe mal meinen Eindruck vom Buch zusammengefaßt.
Bei den Amazonen für 10,- € erhältlich. Ich bekomme dafür keine Kohle, ich finde das Buch nur sehr empfehlenswert.

Wolfgang Kniep hat in seinem Buch „Der Eid“ seine persönliche Geschichte aus der Zeit seines „Grenzerdienstes“ beschrieben. Er schildert das Leben eines DDR Bürgers, der im Grenzgebiet aufgewachsen ist und späterem Grenzer, der zuerst in Glöwen in der Ausbildung mit dem Abschluss im Manöver mit seiner ersten Begegnung mit Panzern und dann im täglichen Einsatz in Lassahn eingesetzt wurde.
Dieses Leben ist für Menschen aus dem Westen kaum nachzuvollziehen.
Respekt kommt auf, wenn man liest wie es einem Wehrdienstpflichtigen 73/74 an der Grenze erging. Die Angst vor einem Vorkommnis, das einem zum Glück erspart blieb ist deutlich zu spüren, nicht zuletzt in den Briefen an seine Frau, bei denen er immer damit rechnen musste, dass diese durch die Grenztruppe mitgelesen wurden.
Es wird der Alltag in der Grenztruppe beschrieben, nur an ausgewählten Beispielen, aber der Alltag ist gut nachvollziehbar und der Unterschied zwischen den Grenzern Ost und West ist für Insider schnell nachzuvollziehen. Er schildert eine Begegnung mit einem BGS Streifenboot, dass nur wenige Meter an ihm vorbeifährt und dem Vorbeiflug von Helikoptern, aber auch das Beobachten der Seeadler.
Sehr lesenswert, für den denjenigen, der sich über die Geschichte der Innerdeutschen Grenze
hier insbesondere über das Leben als Grenzsoldat in formieren will.


Kalubke, 1941ziger, IM Kressin und GeWa-8 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#103

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2016 00:09
von B208 | 1.327 Beiträge

Zitat von Ratze im Beitrag #98
Moin
hier ein Luftbild, dass ich gerade von einem Ex. Kollegen bekam. Der Stichkanal ist gut erkennbar, der den GrTr die Möglichkeit bot auch in den Bernstorfer Binnensee einzufahren. Aufgrund der Postition des Hubschraubers ist leider in dieser Serie aus 1984 Lassahn nicht dabei.
Aber vielleicht ist ja im Grenzhus dann bei dem Vortrag über den "Eid der GrTr einiges zu sehen"
Vielleicht sieht man sich, wenn man sich erkennt.
Tschüß|addpics|196-c-2224.jpg|/addpics|


Ab wann wurde der Kanal genutzt ? Wimre , dann umfuhren die Fischer (DDR ) die Halbinsel um in den Bernstorfer Binnensee zu kommen und wurden bei Zusammentreffen mit uns auch kontrolliert . Oder hat es evtl. etwas mit den Bootstypen zutun ? Tiefgang usw ?

B208


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#104

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2016 07:06
von Ratze | 393 Beiträge

Der Kanal wurde von der Bootsgruppe sofort nach Fertigstellung genutzt. Jetzt. Konnte halt auch der ostwärtige Teil des Bernstorfer Binnensees befahren werden.
Die Fischer wurden nie kontrolliert. Die setzten im Heck eine Flagge und schon durften die rüber und die Hakendirfer Halbinsel umfahren. Der Fischer B. aus Zecher durfte im Gegenzug die Rethwiese ostwärts umfahren. Erst 89, glaube ich, wurde in der Grenzkommission darüber gesprochen,dass der Fischer aus Lassahn auch in den Dutzower See einfahren darf. Dazu kam es aber nicht mehr. Die Geschichte war schneller.


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#105

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2016 16:46
von B208 | 1.327 Beiträge

Moin , wann war die Fertigstellung des Kanals ? Und wer hat ihn gebaut ? Zivil oder Pioniere der GT ? Zu meiner Zeit haben wir die Fischer
" kontrolliert " es gab aber keine Tauschgeschäfte Westzigaretten gegen volkseigenen Fisch . 😃 die Kontrolle war mehr ein kurzer Klönschnack unter Fischliebhabern , an Bord des Streifenbootes war immer eine Angel der Bootsführer aus der 4.Hu. . Grüße B208


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#106

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2016 16:56
von Ratze | 393 Beiträge

Bau durch die Pioniere der GrTr mit Amphibienfahrzeug, Fertigstellugn 85 (glaube ich)
Die Fischer waren aber eigentlich kontollfrei. Die Fahne im Heck reichte aus, so stand es m.E. im Protokoll der Grenzkommission


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#107

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2016 20:47
von Fritze | 3.474 Beiträge

Zitat von Ratze im Beitrag #106
Bau durch die Pioniere der GrTr mit Amphibienfahrzeug, Fertigstellugn 85 (glaube ich)
Die Fischer waren aber eigentlich kontollfrei. Die Fahne im Heck reichte aus, so stand es m.E. im Protokoll der Grenzkommission



Das ist so nicht richtig !

Der Kanal muss schon vor 1983 gebaut worden sein . Denn ,den ich abgelöst habe (UAZ) erzähle mir noch ,daß er beim Bau des Kanals noch nicht da war . Seine Zeit in Lassahn war von 83 II - 86 I .
Und als im August 1988 eine Überholung des Kanals stattfand äußerte der Zugführer ,daß es wohl 6 Jahre her wäre ,wo der Kanal gebaut wurde.

Es war übrigens nicht so einfach durch den Kanal zu fahren . Die Seiten waren nur durch eingeschlagen Pfähle und Faschinen gesichert .
Durch Wellenschlag bei Wind wurde ständig Sand und Lehm von den Wänden gespült. So war er am Südende ,also zum Schaalsee sehr flach !
Die Bernstorfer Seite sah besser aus . Auch wechselte über die Hakendorfer Halbinsel ständig Wild und an mehreren Stellen waren dadurch die Faschinen gebrochen . Die Durchfahrt gestaltete sich je nach Windrichtung schwierig . Meist wurde durchgestaakt . Nur bei wenig Wind oder
beherzten Fahrern wurde mit 45 Grad hoch gefahrenen Z-Trieben "durchgerauscht " !
Aber wie gesagt , das lag am Bootsführer ! Und Propeller hatten da so Einige auf dem Gewissen !
Achso, die schwere Technik (Schwimmpanzer und Bagger) wurden über eine Öffnung des GZ 1 auf Höhe Hakendorf verbracht .
Nur im August 1988 wurde der Schimmpanzer über die Insel Kampenwerder- Stintenburg zurückgefahren.
Anbei mal ein kurzes Video von einem baugleichen Typ .

Das Luftbild wirft ein ziemlich gutes Bild vom Zustand des Kanals .
Es wäre sehr interessant zu wissen von wann diese Aufnahme ist !


<iframe width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/oerJpM6BxnA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>


ist wohl nicht möglich einzukopieren . Dann unter Youtube nach "Schwimmpanzer in der Altmark " suchen !


MfG Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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zuletzt bearbeitet 01.02.2016 20:51 | nach oben springen

#108

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2016 21:09
von Ratze | 393 Beiträge

Völlig richtig, das Bild stammt von 84, also muss der Kanal 83 gebuddelt worden sein. Dah habe ich mich vergan.


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#109

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2016 21:15
von Fritze | 3.474 Beiträge

Fällt mir grade noch ein ,zu den Fischern ! Nachdem der Fischer aus Bresahn ja Ende April 1988 bei einer Flucht geholfen hatte ,war es ihm wohl nicht mehr geheuer auf der Ostseite der Rethwiese abzukürzen , sowie es ihm lt. Beschlüssen der Grenzkomission zustand !

Fritze


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#110

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.02.2016 09:21
von Ratze | 393 Beiträge

Moin @Fritze
am 28.04.88 gelang es To., Ga., und Ja. die Grenze vom Kampen Werder kommend zu überwinden. Einer war durch den Schaalsee nach Gr. Zecher geschwommen und wollte da ein Boot klauen, um seine beiden Kumpels zu holen, die völlig fertig waren. Sie wurden aber durch einen Zeltplatznutzer gestoppt, der BGS Ratzeburg wurde informiert, 2 Beamte im Ölzeug vom Fischer aus Gr. Zecher haben die beiden Freunde dann mit einem Fischerbotte abgeholt. Es war also nicht ein Fischer von Bresahn, sondern aus Gr. Zecher der geholfen hat. Nach dem Grundlagenvertrag meine ich mich auch zu erinnern, dass nur der Fischer aus Gr. Zecher die Rethwiese passieren durfte. In Bresahn gab es nach meiner Erinnerung nur einen Pächer einer Kreisdomäne. Der Abschlussbericht zu dieser Flucht, lagert jetzt im Stadtarchiv von Geesthacht. Er kam mit den Akten des BGS Schwarzenbek dahin, denn die Schwarzenbeker hatten damals eine Kopie des Berichtes erhalten.


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#111

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.02.2016 09:24
von Ratze | 393 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #107
Zitat von Ratze im Beitrag #106
Bau durch die Pioniere der GrTr mit Amphibienfahrzeug, Fertigstellugn 85 (glaube ich)
Die Fischer waren aber eigentlich kontollfrei. Die Fahne im Heck reichte aus, so stand es m.E. im Protokoll der Grenzkommission



Das ist so nicht richtig !

Der Kanal muss schon vor 1983 gebaut worden sein . Denn ,den ich abgelöst habe (UAZ) erzähle mir noch ,daß er beim Bau des Kanals noch nicht da war . Seine Zeit in Lassahn war von 83 II - 86 I .
Und als im August 1988 eine Überholung des Kanals stattfand äußerte der Zugführer ,daß es wohl 6 Jahre her wäre ,wo der Kanal gebaut wurde.

Es war übrigens nicht so einfach durch den Kanal zu fahren . Die Seiten waren nur durch eingeschlagen Pfähle und Faschinen gesichert .
Durch Wellenschlag bei Wind wurde ständig Sand und Lehm von den Wänden gespült. So war er am Südende ,also zum Schaalsee sehr flach !
Die Bernstorfer Seite sah besser aus . Auch wechselte über die Hakendorfer Halbinsel ständig Wild und an mehreren Stellen waren dadurch die Faschinen gebrochen . Die Durchfahrt gestaltete sich je nach Windrichtung schwierig . Meist wurde durchgestaakt . Nur bei wenig Wind oder
beherzten Fahrern wurde mit 45 Grad hoch gefahrenen Z-Trieben "durchgerauscht " !
Aber wie gesagt , das lag am Bootsführer ! Und Propeller hatten da so Einige auf dem Gewissen !
Achso, die schwere Technik (Schwimmpanzer und Bagger) wurden über eine Öffnung des GZ 1 auf Höhe Hakendorf verbracht .
Nur im August 1988 wurde der Schimmpanzer über die Insel Kampenwerder- Stintenburg zurückgefahren.
Anbei mal ein kurzes Video von einem baugleichen Typ .

Das Luftbild wirft ein ziemlich gutes Bild vom Zustand des Kanals .
Es wäre sehr interessant zu wissen von wann diese Aufnahme ist !





ist wohl nicht möglich einzukopieren . Dann unter Youtube nach "Schwimmpanzer in der Altmark " suchen !


MfG Fritze





Hier der Schwimmpanzer, allerdings bei Arbeiten 88. Da die Aufnahme aus dem Hubschrauber aufgenommen und stark vergrößert wurde ist er nur schwer erkennbar. Das Bild stammt von einem der Mitarbeiter des BeDo Trupps der 2./- und lagerte im Sachgebiet Sicherheit, bevor ich es "sichergestellt" habe. |addpics|196-h-474d.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|


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#112

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.02.2016 12:54
von Fritze | 3.474 Beiträge

Zitat von Ratze im Beitrag #110
Moin @Fritze
am 28.04.88 gelang es To., Ga., und Ja. die Grenze vom Kampen Werder kommend zu überwinden. Einer war durch den Schaalsee nach Gr. Zecher geschwommen und wollte da ein Boot klauen, um seine beiden Kumpels zu holen, die völlig fertig waren. Sie wurden aber durch einen Zeltplatznutzer gestoppt, der BGS Ratzeburg wurde informiert, 2 Beamte im Ölzeug vom Fischer aus Gr. Zecher haben die beiden Freunde dann mit einem Fischerbotte abgeholt. Es war also nicht ein Fischer von Bresahn, sondern aus Gr. Zecher der geholfen hat. Nach dem Grundlagenvertrag meine ich mich auch zu erinnern, dass nur der Fischer aus Gr. Zecher die Rethwiese passieren durfte. In Bresahn gab es nach meiner Erinnerung nur einen Pächer einer Kreisdomäne. Der Abschlussbericht zu dieser Flucht, lagert jetzt im Stadtarchiv von Geesthacht. Er kam mit den Akten des BGS Schwarzenbek dahin, denn die Schwarzenbeker hatten damals eine Kopie des Berichtes erhalten.


Das mit dem Fischer aus Groß Zecher ist richtig ! Den Fehler Bresahn habe ich zum überprüfen eingebaut !
Das mit der offiziellen Version der Flucht ....... Darüber gibt es verschiedene Versionen !
Ich war bei allen Aktionen an diesem Tag involviert . So war ich auch mit einer der Ersten am Zaun in Dutzow , wo die Flüchtigen den GZ überwunden hatten . Die Suche in diesem Bereich mit Schlauchboot führte zu keinem Ergebnis ,weil die Personen innen am GZ bis zum Damm zur Stintenburginsel ,direkt unterhalb der Füst entlanggelaufen waren. Auf Höhe der Hakendorfer Halbinsel wären sie viel eher und leichter an ihr Ziel gelangt .Aber das wußten sie ja nicht !
Die ganze Aktion war auch eine Verkettung von Zufällen. Erstens befand sich in dieser Nacht kein GSB auf dem See ,weil am kommenden Tag der Politunterricht für den Bootszug anstand .Zweitens war duch einen Einsatz, im Bereich Dutzow die Kontrolle des K6 erst am Morgen stattfand und nicht wie üblich auch in der Nacht .
Das war jedenfalls ein Plus für das gelingen der Flucht !
Vorher hatten sie ja noch versucht sich ein Floss auf Kampenwerder zu bauen .
Sag mal @Ratze in einer Fischerbotte, die nicht gerade kurze Strecke von Gross Zecher bis zur Nordspitze von Kampenwerder ! ?
Du siehst also auch ich kann en Detail lesen !

Gruß Fritze


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#113

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.02.2016 15:43
von Ratze | 393 Beiträge

Das Fischerboot hatte eine Motor und die beiden Grenzer Ölzeug, da war es ganz einfach, wie sollten die die 2 Verbliebenne sonst vom Kampen Werder geholt werden.
Wenn ein BGS Boot zu der frühen Zeit von Seedorf ausgelaufen wäre, hätten die GrTr es schon bemerkt, und der Anmarsch, bei der nur geringen Geschwindigkeit, die wir fahren durften, wäre länger gewesen
Die drei Flüchtlinge hatten sich verlaufen, sie wollten eigentlich südlich Campow am RZ See über den Zaun, dann wäre die Richtung Süden richtig gewesen. Aber orientieren bei Nacht und Angst in der Hose, haben sie halt südlich Dutzow den Zaun gefunden. Sie sind dann am Niendorfer Binnensee auch gleich über den Grenzzaun I und dann im Vorlgelagerten immer weiter nach Süden. Wären sdie nach Norden gegangen hätte man sie wahrscheinlich im bereich Dutzopw erwischt. Den Bunker am Zugang zur Halbinsel, der nach Aussagen des Gefreiten Kniep, der war in Lassahn und hat darüber in seinem Buch geschrieben, haben sie nicht gesehen. Zuerst wollten sie ein Boot klauen aber dann ging Licht im Gebäude der GAK - Schule/Stasi Schule an und dann sind sie am nördlichen Ufer dem Kampen Werder entlang gelaufen, bis sie Licht auf dem Zeltplatz gesehen haben.
Ob natürlich ihre ganze Geschichte stimmte, ist natürlich offen. Seit dem ich weis, dass am Zugang zum Werder ein ständig besetzter Bunker stand, bin ich da auch nicht mehr ganz so sicher, ob die mir damals nicht einen Bären aufgebunden haben, als ich die befragt habe.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#114

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.02.2016 16:00
von Fritze | 3.474 Beiträge

Das mit dem Boot klauen wäre nicht möglich gewesen . Dazu hätten sie zu viele Schlösser und auch den Hauptschalter eines Bootes knacken müssen !
Der Lärm wäre auch am Gassentor unterhalb der Füst bemerkt worden.
Licht in der alten Fuchsschule ? Die war aber seit Ende 1986 leerstehend , nur der Hausmeister sah gelegentlich nach dem Rechten .
Und Bewegungsmelder gab es keine . Ich bin mehrere male des Nachts auf dem Gelände sowohl der Fischerei und auch am Schloss gewesen .
Da ging nichts an !

Da müssen wir doch einen Ortstermin machen . Genügend Interessenten gibt es ja !

Also die Geschichte ,daß die Flüchtgen direkt unterhal der Füsst am Seeufer auf den Damm gelangt waren ,wurde an Hand von Spuren belegt !
Diese habe ich selbst im morastigen Schliffgebiet gesehen
Auch die Stämmchen ,mit denen sie ein improvisiertes Floss bauen wollten ! Sie lagen in einer Schonung auf Kampenwerder.
Haben die Flüchtige eigentlich über die kleine Ortschaft auf Kampenwerder berichtet ?
Ich denke aber mal ,daß sie nördlich davon vorbei bis zur Nordspitze gelaufen sind .

mfg Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

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#115

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.02.2016 16:14
von Ratze | 393 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #114
Das mit dem Boot klauen wäre nicht möglich gewesen . Dazu hätten sie zu viele Schlösser und auch den Hauptschalter eines Bootes knacken müssen !
Der Lärm wäre auch am Gassentor unterhalb der Füst bemerkt worden.
Licht in der alten Fuchsschule ? Die war aber seit Ende 1986 leerstehend , nur der Hausmeister sah gelegentlich nach dem Rechten .
Und Bewegungsmelder gab es keine . Ich bin mehrere male des Nachts auf dem Gelände sowohl der Fischerei und auch am Schloss gewesen .
Da ging nichts an !

Da müssen wir doch einen Ortstermin machen . Genügend Interessenten gibt es ja !

Also die Geschichte ,daß die Flüchtgen direkt unterhal der Füsst am Seeufer auf den Damm gelangt waren ,wurde an Hand von Spuren belegt !
Diese habe ich selbst im morastigen Schliffgebiet gesehen
Auch die Stämmchen ,mit denen sie ein improvisiertes Floss bauen wollten ! Sie lagen in einer Schonung auf Kampenwerder.
Haben die Flüchtige eigentlich über die kleine Ortschaft auf Kampenwerder berichtet ?
Ich denke aber mal ,daß sie nördlich davon vorbei bis zur Nordspitze gelaufen sind .

mfg Fritze



Nee, haben die nicht und da habe ich auch nicht nachgefragt, da ich ja drei Leute zu befragen hatte und die am Fogletag bereits nach Gießen fahren sollten. vorher bekamen die auch noch neue Klamotten. Wir hatten für solche Fälle, Einkaufsgutscheine udn haben das Kaufhaus Mohr in RZ aufgesucht.
Eine Ortsbesichtigung wäre sicher reizvoll. Viel sehen wird man nicht mehr , aber mal von der anderen Seite unter Führung würde ich schon gern mal machen.


IM Kressin und Kalubke haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#116

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.02.2016 11:26
von IM Kressin | 913 Beiträge

Zitat von Ratze im Beitrag #97

Am 30.01. um 11.00 Uhr liest Wolfgang Kniep aus seinem Buch "Der Eid" anschließend ist eine Podiumsdiskussion über den Dienst in den Grenztruppen geplant.
Kniep war von 1972 - 74 bei den Grenztruppen in Lassahn.
Veranstaltungsort: Grenzhus - Neubauernweg 1 in Schlagsdorf, www.grenzhus.de
Weitere Termine werden auf der Internetseite veröffentlicht.
Ratze



Die Lübecker Nachrichten berichten in der heutigen Ausgabe über die Lesung.

Sein Bekenntnis:

"Ich hätte damals auf Flüchtlinge geschossen"

entsprach der damaligen Denkweise.

Von Bedeutung ist, er erklärt das System und Zustandekommen seiner (damaligen) Überzeugung.

Die Aussage muss in Zusammenhang und Relation mit dem zeitlichen Kontext gewürdigt werden.

Bedauerlicherweise werden solche Bekenntnisse gern zitiert, leider oft aus dem Zusammenhang heraus und ohne Berücksichtigung
der zum damaligen Zeitpunkt gültigen Gesetze vor dem Hintergrund der Teilung und des kalten Krieges.

Der Bericht als pdf-Anlage!

Es grüßt Euch

Kressin


Dateianlage:
"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!
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#117

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.02.2016 11:30
von Ratze | 393 Beiträge

Zitat von IM Kressin im Beitrag #116
Zitat von Ratze im Beitrag #97

Am 30.01. um 11.00 Uhr liest Wolfgang Kniep aus seinem Buch "Der Eid" anschließend ist eine Podiumsdiskussion über den Dienst in den Grenztruppen geplant.
Kniep war von 1972 - 74 bei den Grenztruppen in Lassahn.
Veranstaltungsort: Grenzhus - Neubauernweg 1 in Schlagsdorf, www.grenzhus.de
Weitere Termine werden auf der Internetseite veröffentlicht.
Ratze



Die Lübecker Nachrichten berichten in der heutigen Ausgabe über die Lesung.

Sein Bekenntnis:

"Ich hätte damals auf Flüchtlinge geschossen"

entsprach der damaligen Denkweise.

Von Bedeutung ist, er erklärt das System und Zustandekommen seiner (damaligen) Überzeugung.

Die Aussage muss in Zusammenhang und Relation mit dem zeitlichen Kontext gewürdigt werden.

Bedauerlicherweise werden solche Bekenntnisse gern zitiert, leider oft aus dem Zusammenhang heraus und ohne Berücksichtigung
der zum damaligen Zeitpunkt gültigen Gesetze vor dem Hintergrund der Teilung und des kalten Krieges.

Der Bericht als pdf-Anlage!

Es grüßt Euch

Kressin






Die Veranstaltung war gut, die Besucherzahlen lagen weit über den Erwartugnen und die ruhige Aussage des Autors waren beeindruckend. Das Buch ist empfehlenswert.
Ratzeb


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#118

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.02.2016 16:22
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Zitat von Ratze im Beitrag #113
Das Fischerboot hatte eine Motor und die beiden Grenzer Ölzeug, da war es ganz einfach, wie sollten die die 2 Verbliebenne sonst vom Kampen Werder geholt werden.
Wenn ein BGS Boot zu der frühen Zeit von Seedorf ausgelaufen wäre, hätten die GrTr es schon bemerkt, und der Anmarsch, bei der nur geringen Geschwindigkeit, die wir fahren durften, wäre länger gewesen
Die drei Flüchtlinge hatten sich verlaufen, sie wollten eigentlich südlich Campow am RZ See über den Zaun, dann wäre die Richtung Süden richtig gewesen. Aber orientieren bei Nacht und Angst in der Hose, haben sie halt südlich Dutzow den Zaun gefunden. Sie sind dann am Niendorfer Binnensee auch gleich über den Grenzzaun I und dann im Vorlgelagerten immer weiter nach Süden. Wären sdie nach Norden gegangen hätte man sie wahrscheinlich im bereich Dutzopw erwischt. Den Bunker am Zugang zur Halbinsel, der nach Aussagen des Gefreiten Kniep, der war in Lassahn und hat darüber in seinem Buch geschrieben, haben sie nicht gesehen. Zuerst wollten sie ein Boot klauen aber dann ging Licht im Gebäude der GAK - Schule/Stasi Schule an und dann sind sie am nördlichen Ufer dem Kampen Werder entlang gelaufen, bis sie Licht auf dem Zeltplatz gesehen haben.
Ob natürlich ihre ganze Geschichte stimmte, ist natürlich offen. Seit dem ich weis, dass am Zugang zum Werder ein ständig besetzter Bunker stand, bin ich da auch nicht mehr ganz so sicher, ob die mir damals nicht einen Bären aufgebunden haben, als ich die befragt habe.



Von Campow bis runter an den Schaalsee sind ja allein schon bald 20 km Luftlinie. Die Strecke wollen sie in einer Nacht geschafft haben, z.T. durchs Vorgelagertee, ohne irgendjemandem über den Weg gelaufen zu sein?

Gruß Kalubke



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#119

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.02.2016 17:10
von Ratze | 393 Beiträge

Nee, das habe ich dann wohl mißverständlich geschrieben. Die sind weit östlich gestartet und wollten eigentlich in Richtung Campow, haben dann aber den Kurs verfehlt und sind nach SW gelaufen. Auf dem Vorgelagerten nur von Knerese bis zum Werder, ist auch schon allerhand
Am Dienstag, den 26.4.86 Im Bereich Lützow probierten sie ihre selbstgebaute Leiter aus bevor sie dann weiter in Richtung Westen fuhren, Ortzschaft Holdorf. Am Mittwoch den 27 dann bis Kneese, KP GEbäude gesehe4n uns sich im Sandfleder fort nei Dutzow tagsüber versteckt, abends dann zum Schutzstreifenzaun und mit der mitgebrachten Klappleiter rüber ohne alarm auszulösen, sie besaßen noch ein einzelnes Leiterstück, das nutzen sie um den MGZ zu übersteigen, und dann in der annahme das Wasser wäre der RZ See, in Richtung Süden. War aber der Niendorfer Binnensee udn dann mußten sie bis zum Werder


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#120

RE: Überwachung von Kanälen und Seen an der Staatsgrenze.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.02.2016 19:01
von Fritze | 3.474 Beiträge

War aber der Niendorfer Binnensee udn dann mußten sie bis zum Werder

Das die an der Hakendorfer Halbinsel vorbei gerannt sind ! Haben sich wohl zu seht am Zaun orientiert .
Und das sie ordentlich ausgepowert waren kann sich der Wissende gut vorstellen . Ich bin paar Mal das Gelände hinterm Zaun abgelaufen
zur Nachsuche von Wild . Das war aber immer am Tage ! Aber des nachts da und dann von Dutzow bis zur Insel ,da kommt schon ne nette Strecke zusammen . Also ganz untrainiert können die nicht gewesen sein .
Kann man eigentlich noch nach verfolgen wer zu der Besatzung des Zollbootes Cytra am 28.4. 1988 gehörte ,welche dann ab den Vormittagsstunden bis zum Nachmittag an der Inselkante die Handlungen der GT beobachtete und wahrscheinlich auch dokumentierte ?
Wimre waren zwei Mann an Bord . Als wir unser Mittag im Kochgeschirr erhielten , rief noch einer über Megafon , da0 wir unsere Erbsensuppe
schnell auslöffeln sollten und zum Skatspielen kommen sollten .
Den Tag gab es aber Schnitzel mit heller Sauce und Blumenkohl ! War schon eine skurile Situation ! Da kann man heute nur noch drüber schmunzeln !
Abends hatte ich dann mit Besatzung normale Nachtschicht . Wobei wir wohl die ganze Zeit auf Position lagen . Morgens fuhren wir dann in VKU, so daß wir am 1.Mai zu Hause waren .

Fritze


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Erstellt im Forum Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze von Feliks D.
2 04.10.2009 18:20goto
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Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See
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Grenzalarm: Angriff auf die Staatsgrenze der DDR
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