#1

500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 10.06.2014 14:47
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Heute ist zwischen 11:00 Uhr und 14:00 Uhr eine 500 kg WKII-Bombe auf dem Baugrundstück Bergstraße Ecke Schönhauser Straße entschärft worden. Im Umkreis von 250 m wurde alles evakuiert.

Das Besondere an der Bombe nach Aussage der Feuerwerker ist, dass es sich um ein von den Alliierten erbeutetes deutsches Fabrikat handelt, dass nachträglich mit einem eigenen Zünder versehen und bei den Luftangriffen auf Berlin eingesetzt wurde.

Gruß Kalubke



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#2

RE: 500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 10.06.2014 15:05
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #1
Heute ist zwischen 11:00 Uhr und 14:00 Uhr eine 500 kg WKII-Bombe auf dem Baugrundstück Bergstraße Ecke Schönhauser Straße entschärft worden. Im Umkreis von 250 m wurde alles evakuiert.

Das Besondere an der Bombe nach Aussage der Feuerwerker ist, dass es sich um ein von den Alliierten erbeutetes deutsches Fabrikat handelt, dass nachträglich mit einem eigenen Zünder versehen und bei den Luftangriffen auf Berlin eingesetzt wurde.

Gruß Kalubke







na das war dann mal ein besonderes Knallbonbon.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
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#3

RE: 500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 10.06.2014 16:38
von LO-Wahnsinn | 3.491 Beiträge

Zitat
Im Umkreis von 250 m wurde alles evakuiert.



Da hast Du wohl eine 0 vergessen oder?

Ist schon Wahnsinn welche Mengen Bomben immernoch gefunden werden und man kann froh sein das nicht mehr passiert.
Ich zieh immer wieder den Hut vor den Sprengmeistern und Entschärfern, riskieren sie doch jedesmal ihr Leben, wie man in Göttingen damals wieder vor Augen bekam.
Wobei dieses Unglück vermutlich vermeidbar gewesen wäre, zumindest nach meinen laienhaften Einschätzungen, wenn man ohne eine neue Herangehensweise die Entschärfung vorgenommen hätte, denn der Zünder war dafür viel zu sensibel.

Auch bei uns auf dem Flugplatz hat man vor wenigen Jahren nochmal gründlich gesucht, im Zuge der Erschliessung von Solarfeldern, und da wurde noch eine ganze Menge gefunden.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#4

RE: 500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 10.06.2014 16:59
von Kalubke | 2.301 Beiträge

...nee, der Sperrkreis war wirklich nur 250 m, siehe Karte. Vielleicht waren die Angaben im Polizeiaushang zum Gewicht nicht ganz korrekt.

Gruß Kalubke



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#5

RE: 500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 10.06.2014 17:25
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #1
Heute ist zwischen 11:00 Uhr und 14:00 Uhr eine 500 kg WKII-Bombe auf dem Baugrundstück Bergstraße Ecke Schönhauser Straße entschärft worden. Im Umkreis von 250 m wurde alles evakuiert.

Das Besondere an der Bombe nach Aussage der Feuerwerker ist, dass es sich um ein von den Alliierten erbeutetes deutsches Fabrikat handelt, dass nachträglich mit einem eigenen Zünder versehen und bei den Luftangriffen auf Berlin eingesetzt wurde.


Gruß Kalubke






Sowas nennt man heutzutage " portofreie Retoure " ....

nee ,- lustig ist das nicht ,-
der Bombenkrieg gegen zivile Ziele und bewohnte Städte war ein Kriegsverbrechen ,- welchem alle Seiten eifrig frönten....


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#6

RE: 500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 10.06.2014 17:30
von Kalubke | 2.301 Beiträge

,, ich habe mir das mit der Gefährlichkeit der britischen und amerikanischen Zeitzünder mal von einem Feuerwerker erklären lassen. Im Gegensatz zu den Deutschen, die ein elektrisches System (Kondensator) benutzten, der beim Herausfallen aus dem Bombenschacht geladen und damit scharf wurde und beim Aufschlag durch Entladung zündete, arbeiteten die Aliierten mit mechanisch/chemischen Systemen. Beim Aufprall ging eine Azeton-Ampulle kaputt und das Lösungsmittel benetzte einen Plastikstreifen. Je nachdem wie dick er war, erfolgte die Zündung entsprechend später, wenn er aufgelöst war und den Schlagbolzen freigab. Wenn aber die Bombe nun mit dem Zünder nach oben liegt, kommt das Lösemittel nicht an den Plastikstreifen heran. Nach 60 Jahren dürfte er aber trotzdem mürbe und damit absolut gefährlich geworden sein. Beim Entschärfen wird die Bombe deshalb oft "vereist", damit die Mechanik einfriert und unwirksm wird. Trotz allerTricks sicher nur ein Job für Leute mit armdicken Nerven.

Gruß Kalubke



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#7

RE: 500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 10.06.2014 17:40
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #5
Zitat von Kalubke im Beitrag #1
Heute ist zwischen 11:00 Uhr und 14:00 Uhr eine 500 kg WKII-Bombe auf dem Baugrundstück Bergstraße Ecke Schönhauser Straße entschärft worden. Im Umkreis von 250 m wurde alles evakuiert.

Das Besondere an der Bombe nach Aussage der Feuerwerker ist, dass es sich um ein von den Alliierten erbeutetes deutsches Fabrikat handelt, dass nachträglich mit einem eigenen Zünder versehen und bei den Luftangriffen auf Berlin eingesetzt wurde.


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nee ,- lustig ist das nicht ,-
der Bombenkrieg gegen zivile Ziele und bewohnte Städte war ein Kriegsverbrechen ,- welchem alle Seiten eifrig frönten....



ich vermute, dass das in diesem Fall eher ein Rest- oder Fehlabwurf war und das eigentliche Ziel möglicherweise die östlich und westlich verlaufenden Bahnanlagen gewesen waren, siehe Karte. Wahrscheinlich waren es zwei Bomben. Die erste hat gezündet und das Eckhaus zerstört und die zweite schlug unversehrt in den Trümmerhaufen ein und kam jetzt bei den Grundbauarbeiten für die Neubebauung zum Vorschein. Rings herum ist ansonsten fast nichts zerstört worden. Die verbrecherischen Flächenbombardements von "Bomber-Harris" auf Wohnviertel, wie z.B. die Luisenstadt (heute H.-Heine Viertel) waren mehr in der Innenstadt. ...um den Wehrwillen der Deutschen zu brechen, wie man das damals begründete. Der Prenzlberg blieb aber seltsamerweise verschont.

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#8

RE: 500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 10.06.2014 18:04
von 94 | 10.792 Beiträge

Es sind Aluminiumplättchen und keine 'Plastikstreifen'. Und die Angabe 'Umkreis 250m' bezieht sich auf die gestrige Pressemeldung, der Blindgänger wurde ja bereits am Freitag gefunden. Das letzendlich evakuierte Gebiet war dann bissel größer ausgefallen, aber keine zweieinhalb Kilometer im Quadrat.
Na wie auch immer.

Im ersten Moment überrascht es, wieso läßt man eine so gefährliche Sache über die Feiertage liegen. Nun, das liegt an der Bauart der Bombe oder besser gesagt des Zünders. Die russischen Zünder haben erstens keine Entschärfungssicherung und sind zweitens keine Langzeitzünder. Für beides sind vor allem die im Vorbeitrag schon erwähnten Abwurfmittel der Westallierten aus dem 2.WK bekannt. Denn hinter der Idee der Entschärfungssicherung steckt, das auch ein Blindgänger (so ein Zehntel bis ein Fünftel sind 'normal') noch Schaden anrichtet und vor allem Kräfte bindet, aber auch demoralisiert. Besonders perfide ist in diesem Zusammenhang der Langzeitzünder, oft fälchlicherweise Säurezünder genannt ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Chemisch-me...zeitz%C3%BCnder
Die Frage ob derartige Zünder als Kriegsverbrechen einzustufen sind, ist ja heute noch nicht geklärt.
Hier noch eine Diskussion über Sinn und Unsinn (meint Verbrechen) von Blindgängern ...
http://www.whq-forum.de/invisionboard/in...showtopic=28416

Und so wurde vor vier Jahren, 65 Jahre nach Kriegsende in Göttingen (vermutlich) ein Bomb Long Delay Fuse M123 einer SAP 1000 lbs. (das ist sicher) zur tödlichen Falle. Und genau das kann in Zukunft noch öfters der Fall sein, siehe Abschitt 3 in obigen Wikiartikel. Doch nun zurück zu dem dagegen harmlosen russischen Zünder auf einer deutschen Bombe (anschauen kann man sich ein Teil in ähnlicher Konfiguration neben einer britischen und einer amerikanischen Fliegerbombe, diese jeweils ohne Zünder, im Foyer des Outpost in der Clayallee). Aber wieso schraubte Kolja seinen eignen, nicht ganz passenden Zünder auf die deutschen Beutestücke, immerhin stieg damit die Zahl der Blindgänger auf fast ein Drittel ...
http://www.nordkurier.de/mecklenburg-vor...-091091008.html

Nun, ganz einfach, die deutsche Ingenieurskunst war ihm zu 'komplex'. So verfügten die deutschen Bomber über sogenannte Zündschaltkästen, welche den (Kurz-)Zeitzünder erst während des Abwurfs schärften, näheres dazu ...
www.skbgmbh.de/kdm_monate/2010/10_10.pdf
www.eeoda.de/2011/1106_FB2_el-AZ-55-A.pdf


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#9

RE: 500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 10.06.2014 18:24
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

Ich habe alte Filme aus Hessen nach 1945 gesehen, es wurde alles über die alten Wohnungen, über neues Geld und vieles mehr gezeigt.
dazu sprach ein Mann aus der jetzigen Zeit.
Im Hintergrund spielten Kinder in der Trümmerwelt und niemand hatte Angst vor der Fundmunition.
Wir haben doch auch einige User die über 70 sind, habt ihr damals Angst gehabt, hat euch eure Eltern vor der Gefahr gewarnt?


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#10

RE: 500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 10.06.2014 18:25
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Dank für die umfangreichen Fakten. Wie hat das mit dem Alustreifen funktioniert? Eher mechanisch und ohne Lösemittel?

.. hab gerade den von Dir gelinkten Beitrag von SKB geladen. Frage hat sich erledigt. Alustreifen sind in den deutschen Zündern. Die Blindgängerquote von denen wahr wohl fast = 0. Der Feuerwerker sagte mir vorhin, dass der aufgeschraubte Zünder russischer Baurt war. Wahrscheinlich rein mechanisch. Vieleicht gab es zu wenig Aufschlagwiderstand als die Bombe in das gerade explodierende Haus einschlug.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 10.06.2014 18:49 | nach oben springen

#11

RE: 500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 10.06.2014 18:37
von 94 | 10.792 Beiträge

Upps, hast recht. Bei den Accetonzündern war'ns natürlich Zelluloidplättchen ...
www.bdfwt.de/files/13_lzzdr_kw.pdf

Zur Bemerkung von @thomas48, während der Schulzeit gabs jährlich gleich nach den großen Ferien (oder sogar halbjährlich) eine sogenannte Belehrung, unterschriftspflichtig. Da gings auch um Fundmunition.

P.S. Achso, man müßte sich mal wieder Was nicht passt, wird passend gemacht anschauen ... http://youtu.be/yhPv6-gILvU


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zuletzt bearbeitet 10.06.2014 18:53 | nach oben springen

#12

RE: 500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 10.06.2014 19:04
von Kalubke | 2.301 Beiträge

das mit der Entschärfungssicherung ist ja wirklich teuflisch. Wozu der menschliche "kreative" Geist so alles fähig ist.
Eine Methode trotz Entschärfungssicherung an den Sprengstoff heran zu kommen ist, den Bombenboden nach dem Vereisen mit Sprengschnur abzusprengen. Klingt absolut wahnsinnig, scheint aber zu funktionieren.

Mein Vater hat mir mal erzählt, was er als junger Bengel '45 so alles mit Fundmunition angestellt hat (z.B. mit Panzerminen Bombenrichter größer sprengen, indem man sie dort rein wirft und hinter dem Kraterwall in Deckung geht, bevor sie unten aufschlagen und hochgehen). Dagegen waren wir Nachkriegskinder alles Waisenknaben.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 10.06.2014 19:17 | nach oben springen

#13

RE: 500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 10.06.2014 20:11
von FRITZE (gelöscht)
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Viele der sogenannten Blindgänger werden ja immer noch durch Auswertung alter Luftbildaufnahmen gefunden.
Und diese Luftbilder lassen sich die ehemaligen Allierten mit barer Münze bezahlen . Auch heute noch ! Ist das nicht wahre Freundschaft !


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#14

RE: 500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 10.06.2014 21:04
von Wolle76 (gelöscht)
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Das ist hier im Osten Deutschlands nicht unüblich Deutsche Fliegerbomben mit sowj Zündern zu finden. Da das in der Regel kaum frunzte findet man halt sehr viele Blindgänger.

Anbei ein Zerlegter Langzeitzünder.

P.S.: Wer an dem Thema interesse hat sollte sich u.a. zulegen : Manfred Rauschert "Sprengkommandos" sowie Walther Merz " Feuerwerker. Namenlose Helden der Bombennächte"

Angefügte Bilder:
Unbenannt.jpg

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zuletzt bearbeitet 10.06.2014 21:15 | nach oben springen

#15

RE: 500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 12.06.2014 15:44
von StabsfeldKoenig | 2.655 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #7
Zitat von Ostlandritter im Beitrag #5
Zitat von Kalubke im Beitrag #1
Heute ist zwischen 11:00 Uhr und 14:00 Uhr eine 500 kg WKII-Bombe auf dem Baugrundstück Bergstraße Ecke Schönhauser Straße entschärft worden. Im Umkreis von 250 m wurde alles evakuiert.

Das Besondere an der Bombe nach Aussage der Feuerwerker ist, dass es sich um ein von den Alliierten erbeutetes deutsches Fabrikat handelt, dass nachträglich mit einem eigenen Zünder versehen und bei den Luftangriffen auf Berlin eingesetzt wurde.


Gruß Kalubke






Sowas nennt man heutzutage " portofreie Retoure " ....

nee ,- lustig ist das nicht ,-
der Bombenkrieg gegen zivile Ziele und bewohnte Städte war ein Kriegsverbrechen ,- welchem alle Seiten eifrig frönten....



ich vermute, dass das in diesem Fall eher ein Rest- oder Fehlabwurf war und das eigentliche Ziel möglicherweise die östlich und westlich verlaufenden Bahnanlagen gewesen waren, siehe Karte. Wahrscheinlich waren es zwei Bomben. Die erste hat gezündet und das Eckhaus zerstört und die zweite schlug unversehrt in den Trümmerhaufen ein und kam jetzt bei den Grundbauarbeiten für die Neubebauung zum Vorschein. Rings herum ist ansonsten fast nichts zerstört worden. Die verbrecherischen Flächenbombardements von "Bomber-Harris" auf Wohnviertel, wie z.B. die Luisenstadt (heute H.-Heine Viertel) waren mehr in der Innenstadt. ...um den Wehrwillen der Deutschen zu brechen, wie man das damals begründete. Der Prenzlberg blieb aber seltsamerweise verschont.

Gruß Kalubke




Es gab ein großes Zwangsarbeiterlager im Gelände des Gaswerkes (Gaskokerei) an der Greifswalder Straße (heutiges Wohngebiet Thälmannpark).
Um dieses nicht versehentlich mitzubombardieren, wurde der Bezirk Prenzlauer Berg in großen Teilen nicht flächendeckend bombardiert. Es gab offenbar nur einzelne gezielte Abwürfe auf Verkehrsanlagen (nebst dabei verursachten Fehlwürfen), u.a. erlitt die Straßenbrücke im Verlauf der Schönfließer Straße bzw Sonnenburger Straße über die Ringbahn Totalschaden und wurde später nur als Fußgängerbrücke wieder aufgebaut. Dabei wurden einige Wohnhäuser und eine Schule mitzerstört.
Die Zerstörung der Hochbahn in der Schönhauser Allee ist zum Glück mißlungnen, Fehlwürfe zerstörten Wohnhäuser in der Schönhauser Allee (Lücken-Bauten weichen optisch stark von der Altbausubstanz ab).
Es gibt darüber hinaus auch die These, das Berlin als Ziel für einer der US-Atombomben galt, jedoch der Krieg zum Glück zu früh zu ende war.



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#16

RE: 500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 12.06.2014 17:07
von suentaler | 1.923 Beiträge

Heute nun war Leipzig dran.
Nordöstlich vom Hauptbahnhof (Rohrteichstraße) hatte man gestern Abend eine 75Kg- Fliegerbombe gefunden, die nicht entschärft werden konnte.
Heute Vormittag wurde die Bombe dann gesprengt.
Damit verbunden ein Kollaps des Straßen- und Schienenverkehrs in diesem Gebiet.
http://www.leipzig-fernsehen.de/Aktuell/...gung-geglueckt/


[rot]Vielen Dank für die Sperrung.
Noch nicht einmal einen Grund konntet ihr angeben.
Andersdenkende mundtot machen - wie erbärmlich - selbst für euch ![/rot]
.
MfG Suentaler
.
[gruen]Leider kann ich nicht auf die mich erreichenden PN's antworten.
Man kann mich aber direkt unter suentaler@emailn.de anschreiben.[/gruen]
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#17

RE: 500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 12.06.2014 18:41
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #15



Es gab ein großes Zwangsarbeiterlager im Gelände des Gaswerkes (Gaskokerei) an der Greifswalder Straße (heutiges Wohngebiet Thälmannpark).
Um dieses nicht versehentlich mitzubombardieren, wurde der Bezirk Prenzlauer Berg in großen Teilen nicht flächendeckend bombardiert. Es gab offenbar nur einzelne gezielte Abwürfe auf Verkehrsanlagen (nebst dabei verursachten Fehlwürfen), u.a. erlitt die Straßenbrücke im Verlauf der Schönfließer Straße bzw Sonnenburger Straße über die Ringbahn Totalschaden und wurde später nur als Fußgängerbrücke wieder aufgebaut. Dabei wurden einige Wohnhäuser und eine Schule mitzerstört.
Die Zerstörung der Hochbahn in der Schönhauser Allee ist zum Glück mißlungnen, Fehlwürfe zerstörten Wohnhäuser in der Schönhauser Allee (Lücken-Bauten weichen optisch stark von der Altbausubstanz ab).
Es gibt darüber hinaus auch die These, das Berlin als Ziel für einer der US-Atombomben galt, jedoch der Krieg zum Glück zu früh zu ende war.


Hi Stabsfeld,

der Zeitpunkt des Abwurfes der "deutsch/russischen" Fliegebombe in Steglitz ist sicherlich nicht mehr zu rekonstruieren. Falls die sowjetische Luftwaffe Berlin im Gegenatz zu USAF und RAF erst 1945 kurz vor der Einnahme der Stadt massiver angegriffen hat, könnte es durchaus auch ein Zielabwurf gewesen sein. Denn die Sowjets hatten in den ersten Tagen der Einnahme der Stadt hohe Verluste durch Widerstandnester, die haptsächlich in Eckhäusern eingerichtet waren. Um sie auszuschalten, wurden sie entweder vom Boden aus mit Artillerie oder Panzern und möglicherweise auch aus der Luft gezielt zerstört. Deshalb gab es in Berlin früher auch viele Eckgrundstücke ohne Bebauung.

Gruß Kalubke



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#18

RE: 500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 13.06.2014 09:10
von Kalubke | 2.301 Beiträge

…hier ein paar Impressionen aus den Kriegstagen passend zum Thema:


Lagebesprechung des RAF-Oberbefehlshabers Sir Harris


RAF-Luftbildauswerterin bei der Markierung von Zielgebieten für den Bombenabwurf in der City West


USAF-Tagangriff, Zielgebiet Belle-Alliance Str. (heute Mehringdamm/Platz der Luftbrücke)


Sowj Jagdbomber über Berlin


Museumsinsel 1943


Museumsinsel 1945


Ausgebombte Berliner


Bombenopfer in den Messehallen am Funkturm


zerstörtes Haus mit deutscher Abwehrstellung


Gruß Kalubke



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#19

RE: 500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 13.06.2014 19:51
von Wolle76 (gelöscht)
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Die sowjetische Luftwaffe griff Berlin erst im April 45 an. Als Führergeschenk gab es am 20.04. de letzem alliierten Luftangriff.


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#20

RE: 500 kg Bombe am Dienstag, den 10.06.2014 in Berlin-Steglitz entschärft

in Themen vom Tage 14.06.2014 13:13
von DirkUK | 298 Beiträge

Mal was lustiges zum Thema Bombe entschaerfen.


zuletzt bearbeitet 14.06.2014 13:23 | nach oben springen



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