#1

Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.08.2008 21:37
von js674 | 231 Beiträge

Ja ich war dabei und wäre es heute noch. Es war für mich keine Berufung es war für mich mein Beruf(und das Freiwillig)
Mal Kurz was zu meiner Person
Bin Baujahr 1967 und habe alles genossen was es gab in der DDR :....Kita - Schule - Lehre und mein Freiwilliger Dienst an der Waffe
Für mich stand schon als kleiner Junge fest ....Du wirst Uniformträger und so wurde es auch. Zwar bekam ich einen Schock als ich damals in die US - 6 einrückte weil es nicht die Richtung war die man mir versprochen hatte, aber ich sagte mir, dass ziehst du durch. Und ich zog es durch bis zum Februar 90, wo ich meinen Abschied einreichte weil ich mit dem Fall der Mauer das Ende meines Traumberufes sah. Ja und für alle ex DDRler - Hasser , erst mit dem Fall der Mauer sah ich wie weit ich mit dem System verbunden war und ich schäme mich nicht dafür. Meine Land die DDR gab mir alles was es konnte und jeder exDDR-Bürger hat es genommen, das kann keiner abstreiten.
Nur mal ein paar Gedanken von einen Feldwebel der Grenztruppen

gruß Jens


"Sein Erbe hochzuhalten und gleichzeitig neue Wege zu beschreiten ist kein Widerspruch.
Tradition zu bewahren heißt nicht Asche aufzubewahren, sondern eine Flamme am Brennen zu halten"
(Hans-Josef Menke)

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#2

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.09.2008 00:57
von skylight | 52 Beiträge

Hallo Jens!
Da bin ich wohl der guten alten DDR noch was schuldig,für alles was sie mir so geboten hat?
Gruss Skylight,ehemaliger Gefreiter


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#3

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.09.2008 15:25
von js674 | 231 Beiträge
Zitat von skylight
Hallo Jens!
Da bin ich wohl der guten alten DDR noch was schuldig,für alles was sie mir so geboten hat?
Gruss Skylight,ehemaliger Gefreiter



@skylight,

Dein Hohn kannst du dir schenken, ich sprach von mir und nicht von den anderen !
Und wer lesen kann ist voll im Vorteil.
Und nicht immer was in die Texte von anderen hinein interpretieren!

Jens

"Sein Erbe hochzuhalten und gleichzeitig neue Wege zu beschreiten ist kein Widerspruch.
Tradition zu bewahren heißt nicht Asche aufzubewahren, sondern eine Flamme am Brennen zu halten"
(Hans-Josef Menke)

zuletzt bearbeitet 02.09.2008 15:27 | nach oben springen

#4

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.09.2008 23:20
von skylight | 52 Beiträge

Entschuldigung,bei dem Satz:Meine Land die DDR gab mir alles was es konnte und jeder exDDR-Bürger hat es genommen, das kann keiner abstreiten.-da hab ich mich schon angesprochen gefühlt.Oder wen meinst Du mit "jeder exDDR-Bürger".Als Admin solltest Du vielleicht
auch etwas weniger agressiv sein.Zu befehlen hast Du mir nämlich garnix.Tschüß,Skylight


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#5

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.09.2008 11:50
von js674 | 231 Beiträge

Zitat von skylight
Entschuldigung,bei dem Satz:Meine Land die DDR gab mir alles was es konnte und jeder exDDR-Bürger hat es genommen, das kann keiner abstreiten.-da hab ich mich schon angesprochen gefühlt.Oder wen meinst Du mit "jeder exDDR-Bürger".Als Admin solltest Du vielleicht
auch etwas weniger agressiv sein.Zu befehlen hast Du mir nämlich garnix.Tschüß,Skylight


Was ich schreibe ist meine Persönliche Meinung und nicht als Admin. Oder darf ich nicht mehr meine Meinung mehr sagen?
Und wenn ich als Admin auftrete dann mach ich das per PN und nicht öffentlich.

Jens


"Sein Erbe hochzuhalten und gleichzeitig neue Wege zu beschreiten ist kein Widerspruch.
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(Hans-Josef Menke)

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#6

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.09.2008 19:40
von Alter_Fritz (gelöscht)
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nunja , was soll ich sagen, : ich war berufssoldat im gr 44 in babelsberg. das geld hat mich gereizt und das versprechen der musterungskommission bezüglich wohnung usw. ist alles eingetreten was man versprochen hatte--wenn auch mit nachdruck meinerseits. richtig jens, ich bin der ddr dankbar für eine wundervolle kindheit, jugendzeit --sozusagen ohne probleme. in die gst musste ich nicht eintreten aber es hat mir spass gemacht als junger matrose auf dem süssen see bei eisleben. dann 69 die einbeufung nach potsdam an die us 7 . das ging ja alles noch--war eben so mit dem drill. trotzdem, schikaniert wurde ich nie ,im gegenteil ,wir waren eine dufte truppe. dann bin ich als schirrmeister nach babelsberg und hab die grenze 1972 das erste mal gesehen- mir war ehrlich gesagt mulmig zu mute. bis dahin habe ich noch geglaubt alles hat seine richtigkeit mit der mauer--nur: wieso waren die anlagen nicht gegen den feind ausgerichtet. es hies doch immer antifa schutzwall!!! wieso dier kfz sperrgraben und alles andere an zäunen auf ddr seite. und wozu dann diese hunde. die frage stand. ich war 21 jahre und hab die welt nicht mehr begriffen. verarscht hat man uns ???? oder wie sollte ich die sache sehen. dann hats klick gemacht bei mir. war auch nicht bereit alles zu glauben was man uns erzählt hat. klar die ddr wurde durch den warschauer vertrag dazu verdonnert die mauer gegen den feind zu errichten-- aber am ende ging es gegen die eigene bevölkerung. das kann nun wirklich keiner bestreiten. und ich habe im grenzgebiet gewohnt habe dort allerhand müll erlebt ich dachte immer hört auf zu quatschen ,sondern erzählt den leuten die wahrheit was die grenze anbetraf. dann jammert die alte garde die generäle ,und kommandeure der GR. von den politniks ganz zu schweigen , bei denen war die kunst der doppelten zunge zu beherrschen immer vorteilhaft. und trotzdem bin ich dabei geblieben , das geld stimmte ja auch und in gewisser weise hat man sich doch arrangiert mit dem system. zur meiner zeit gabs den vietnamkrieg und das hat meine einstellung zum westen sicher geprägt. das sozialistische system war eine hervorragende erfindung , nur gab es genügend lumpen, die mehr für sich herausgeschunden haben ,als für das eigene völkchen
nunja ich wollte eigentlich nur sagen, dass ich meine lebensgeschichte in form eines 500 seitigen buches herausgeben will. der termin ist der sept 2009. es sind eigene erfahrungen beginnend im alter von vier jahren . es wird manchem gefallen denke ich


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#7

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 20.09.2008 14:23
von Alter_Fritz (gelöscht)
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hi jens--du hast ein green barett auf deinem haupt? woher stammt das denn? vielleicht kannst du dich entsinnen, als die absicht seitens der grenzführung in peatz bei königswusterhausen bestand ,die grenzer mit vollkommen neuen uniformen auszustatten. ich habe die austellungsstücke gesehen. sah richtig schnieke aus. Springerstiefel, graue sogen. "Pluderhosen" mit dicken festen Schlaufen fürs Koppel ,Bluse drüber und das grüne Barett. wir hatten hoffnung , dass der alte Filz endlich abgelegt werden konnte. denn denke ich an die steife Schirrmütz, die gleich beim geringsten lufthauch vom kopf gepustet wurde, war mir das barett natürlich sehr willkommen. die begründung,dass diese uniformen nicht eingeführt wurden war. : 1. Man wollte an den Traditionen festhalten, was die Formgestaltung der herrkömmlichen uniform anbetraf. 2. es war sicher auch ein wirtschaftlicher faktor und 3. man wollte keine verbindung zu den green baretts in vietnam herstellen. schade eigentlich, denn irgendwie war die grenztruppe schon ein besonderer haufen --meinste nicht auch ? gruss sagt der Alte-Fritz


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#8

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.09.2008 17:09
von js674 | 231 Beiträge

Hallo Alter Fritz,

Es ist kein Original Barett, es ist ein umgebautetes von der BW.
Wir sollten ja ab 1990 neu Eingekleidet werden mit neuer FDA und das ganze Drumrum. Genau wie die Stiefelhosen und die Stiefel verschwinden sollten. Und als Kopfbedeckung sollten wir ein Einstrich Keinstrich Basecupe bekommen und die Schirmmütze wäre auch ausgemußtert gewesen, dafür wäre das Barett gekommen, nur etwas heller wäre es gewesen.
Wenn du die neue Uniform gesehen hast dann weißt du ja auch das Sie in jeder BA-Kammer auf Lager schon lag.
IM GKS würde die FDA ja schon ab mitte 1989 Probe in vereinzelten Kompanien getragen.

gruß Jens


"Sein Erbe hochzuhalten und gleichzeitig neue Wege zu beschreiten ist kein Widerspruch.
Tradition zu bewahren heißt nicht Asche aufzubewahren, sondern eine Flamme am Brennen zu halten"
(Hans-Josef Menke)

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#9

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2009 08:52
von Jens | 280 Beiträge

Ich war auch dabei und ich würde auch heute noch dabei sein,
Ich bin 1968 geboren, Kita ,Schule, Lehre. Sportlich erst Radsport und dann im TZ Schießen. Meine Kindheit und Jugend war abwechslungs- und lehrreich. Da ich in einer Garnisonsstadt lebte und auch durch den Sport im Armee-Gelände war, wollte ich auch Berufssoldat werden. Ich hatte mich für die Grenztruppen entschieden und ich würde es heute wieder tun.
Bin im Mai, es war am 5., Angehöriger der Grenztruppen geworden. Nach der Uffz-Schule Perleberg bin ich in das GR 38
4.Kompanie gekommen.Nach der Wende war ich noch kurz in der 1.Kompanie bis ich meinen E-Gesuch geschrieben habe. Das Angebot als Uniformträger in der Bundeswehr bzw. Zoll, konnte ich mit meinen Gewissen nicht vereinbaren.
Ich hatte ein Fahneneid geschworen und ich war nicht bereit, diesen zu verleugnen.
Das sind Gedanken von einen anderen Feldwebel, die sich gleichen und wir sind bestimmt nicht nur die einzigen.


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#10

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2009 09:35
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Jens
Das Angebot als Uniformträger in der Bundeswehr bzw. Zoll, konnte ich mit meinen Gewissen nicht vereinbaren.
Ich hatte ein Fahneneid geschworen und ich war nicht bereit, diesen zu verleugnen.
Das sind Gedanken von einen anderen Feldwebel, die sich gleichen und wir sind bestimmt nicht nur die einzigen.


Hallo Jens,
deinen Beitrag finde ich erstaunlich. Einerseits musst du ja sehr von dem Staat überzeugt gewesen sein, und bist es sicher noch, ok. Die falschen Wahrheiten der DDR waren für dich sicher keine Erfordernis (und sind es wohl auch heute noch nicht) zur Überprüfung und ggf. Revidierung deines mit 21 Jahren ausgeprägten Gewissens?! Andererseits musst du dich damals sehr loyal verhalten haben, sonst hättest du das Angebot zur Übernahme in die Bundeswehr sicher nicht bekommen.
Noch eins. Wieso verleugnet man einen Fahneneid, den man geschworen hat, wenn es diesen Staat gar nicht mehr gibt?
Damit hätte also jeder Soldat der Wehrmacht nach '45, der später in die SED eingetreten war, teilweise aus Überzeugung, seinen Eid verleugnet?

Gruß, Augenzeuge

@Alter Fritz: Danke für den ehrlichen Beitrag.


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#11

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2009 09:59
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Alter Fritz,
Dein Beitrag hat mir gefallen.Ich denke so wie Du beim betrachten der Grenzanlagen gedacht hast,hätten es alle eigentlich so sehen müssen! Natürlich hat jeder Staat das Recht seine Grenzen zu sichern, zumal das auch die Grenze zwischen zwei Militärblöcken war. Doch in dieser Form war die Grenze gegen die eigene Bevölkerung aufgebaut.Dein Buch würde mich interessieren.Bitte teile mir per pers Nachricht den Titel,sobald das Buch erschienen ist mit!
Gruß Peter(Turtle)


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#12

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2009 10:38
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Jens,
Ich mag Menschen welche zu ihrer Überzeugung stehen! Nur fällt es mir manchmal schwer Menschen zu verstehen,wenn ich persönlich diese Überzeugung einer Ansicht überhaupt nicht teilen kann! Vielleicht kannst Du mir oder uns einmal mitteilen was für dich die vorwiegenden Gründe sind warum Dein Fahneneid für Dich immer noch so wichtig ist! Was war eigentlich für Dich in der DDR alles so gut das Du auch heute noch so verbunden fühlst? Obwohl nach der Wende so viel Negatives über die DDR bekannt wurde,ist Deine Einstellung für mich umso erstaunlicher,auch wenn ich lese
Ich hatte mich für die Grenztruppen entschieden und ich würde es heute wieder tun.
Ist für Dich die Ex-Grenze wie sie war auch heute noch so gerechtfertigt?? Vielleicht verstehe ich Dich nach Deiner Antwort besser! Gruß Peter(Turtle)


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#13

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2009 17:42
von skbw | 216 Beiträge

Hallo Jens,
erst einmal freue ich mich Dich hier als ehemaligen GKM`ler zu treffen. Und da Du bis zum Schluß dabei warst, teilen wir schon eine Gemeinsamkeit. Für Deine Entscheidung nicht beim BGS (BW etc.) "anzuheuern" hast Du meinen vollen Respekt. Den Mut hatte ich nicht. Zu spät habe ich begriffen, daß wir nur dazu gebraucht wurden, den personellen Engpass bei der neuen "Ostgrenze" zu überbrücken. Nach dem das neue Grenzkommando Ost aufgebaut und mit "sauberen" Personal aufgefüllt war, dürften viele wieder gehen. Hast also nicht´s verpasst.
Schön wäre es gewesen, wenn sich unser Land verändert hätte, nach den Vorstellungen derer ,die geblieben sind und auf die Straße gingen. Abhauen konnte keine Lösung sein. Leider hatten die erstrebten Veränderungen keine Chance, weil die DDR "aufgekauft" wurde. Trotzdem kann ich persönlich auf vieles in der DDR stolz sein.
Bis bald


" Man kann nur zu einer eigenen Meinung gelangen, wenn man offen sein kann und sich auch irren darf. "

Maxie Wander
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#14

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2009 20:26
von Bunkerkommandant (gelöscht)
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Hallo Jungs,
ich kann Jens verstehen.
Ein Eid ist für mich ein Versprechen. Und mein Wort zählt. Verständnis habe ich voll und ganz dafür.

Wenn ich jemandem mein Wort gebe, es dann breche und mich in eine völlig andere Richtung begebe, könnte ich demjenigen gegenüber nicht mehr in die Augen sehen, dem ich den Eid geleistet habe (und das war nicht nur der Staat DDR, der ist weg - auch das Volk in der DDR, seine Werktätigen, Arbeiter und Bauern - und die gibt es heute noch). Mein Eid gilt mir somit auch heute noch sehr viel. Man kann Einsichten gewinnen, und mag Kritik am System DDR äußern können, aber es war letzten Endes mein Land, und an dem werde ich nicht zum Verräter. Auf die Gefahr hin, wieder böse Stimmen zu ernten, die Bundesrepublik Deutschland ist nicht mein Land. Sie ist ein Siegerland, in dem ich mich zurecht finden muss.
In einem andern Thread geht es derzeit um Günther Schabowskie, den rainman2 als Verräter bezeichnet. Da geht die Diskussion um Wendehälse und Opportunisten. Die werden beschimpft. Jens ist kein Wendehals, steht zu seinem Vaterland und sieht dankbar zurück. Aber auch er wird beschimpft. Komisch?!
Ich habe der DDR auch sehr viel zu verdanken, eigentlich alles. Ich war dort glücklicher als heute in diesem Land. Ich stehe hier im Forum auch zu meiner Vergangenheit und sage, ich helfe Euch, wenn es etwas aufzuklären gibt. Dafür ernte ich Beifall ringsum. Bin ich dann nicht auch ein Wendehals? Verdiene ich nicht genauso Schimpf und Schande, wie Schabowskie...weil ich hier mitarbeite. Oder verdiene ich Schimpf und Schande, wie Jens,... weil ich zu meinem Vaterland stehe?

Da solltet Ihr Euch schon entscheiden!

Wer ist hier im Recht? Wer will hier richten über Menschen, die immer davon ausgehen, hoffentlich das Richtige zu tun? Wer entscheidet, was richtig und was falsch ist, Recht oder Unrecht?

Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht. Ich folge nur noch meinem Herzen und höre nie wieder auf andere.
Mein Herz sagt: Hilf bei der Aufklärung von Unrecht, aber stehe zu Deinem Vaterland! Aber das heißt nicht Bundesrepublik Deutschland.

Danke für's zuhören.
Wir lesen uns,
Thomas.

zuletzt bearbeitet 12.06.2009 20:29 | nach oben springen

#15

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2009 20:34
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

gute rede bunkerkommandant.seh ich genauso.ich habe auch nicht den neuen eid geschworen(auch nicht auf eppelmann)
auch ich stehe zu dem was ich getan habe.bin genauso gezwungen mangels alternative mich hier zurechtzufinden.und das ist manchmal nicht so einfach.aber wir sin ja lernfähig


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#16

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2009 22:06
von Rostocker | 7.731 Beiträge

Ich möchte mal sagen ich akzeptiere jede Meinung die hier geschrieben wurde und noch geschrieben wird.Aber das Experiment--Sozialismus oder auch gesagt Kommunismus ist mal nun gescheitert.Nun könnte man sich die Frage stellen warum.Vielleicht wird es ein neuer Gsprächsstoff oder neue diskussions Runde hier im Forum.
Meine Meinung dazu ist.Man wollte den Sozialismus auf einer Gewaltherschaft aufbauen und man scheute vor Gewalt nicht zurück.Siehe den 17 juni 53 in Berlin---den Ungarnaufstand 56----den Prager Frühling--das Kriegsrecht in Polen---die Niederschlagung der Studentenproteste in China und zuletzt zog man es 1989 in erwägung auch in der DDR an das eigene Volk ein Blutbad anzurichten.Den Grabstein für den Sozialismus wurde schon zu Stalins Zeiten gesetzt,ja warum.Die jeweiligen herschenden Kommunisten ließen tausende eigener Gefolgsleute weg sperren und ermorden.Und noch eins--das Experiment Sozialismus ist am eigenen Volk der jeweiligen Länder gescheitert.


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#17

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2009 22:27
von Jens | 280 Beiträge

Guten Abend Augenzeuge,
Hoffe ich kann mich richtig ausdrücken und ich möchte es auch das Du bzw Ihr mich versteht.Ich gehe aber nur von mir aus,denn jeder Mensch kann selber entscheiden, was er für richtig empfindet. Für mich stand 1990 fest, meine Uniform
die ich mit Stolz getragen habe,wegzulegen. Besser geschrieben war ich zu tiefst enttäuscht, wie sich Leute einfach billig verkauft haben.
Ich durfte mit 18 Jahren einen Fahneneid schwören(habe immer noch Gänsehaut)wenn ich daran denke wo es hieß, Der Deutschen Demokratischen Republik allzeit treu zu dienen und sie sie auf Befehl der Arbeiter-und-Bauern-Regierung gegen jeden Feind zu schützen. Ich schwöre: An der Seite der Nationalen Volksarmee und der anderen Schutz- und Sicherheitsorgane der Deutschen Demokratischen Republik sowie fest verbunden mit den Armeen und den Grenztruppen der Sowjetunion und der anderen verbündeten sozialistischen Länder als Soldat der Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Republik jederzeit bereit zu sein, standhaft und mutig, auch unter Einsatz des Lebens, die Grenzen meines sozialistischen Vaterlandes gegen alle Feinde zuverlässig zu schützen. Ich schwöre, ein ehrlicher, tapferer,diziplinierter und wachsamer Soldat zu sein. usw.
Du wirst ihn auch kennen,deswegen nur der Anfang.
Auch wenn es diesen Staat nicht mehr gibt, bin ich in diesem Staat großgeworden, Man hat mir beigebracht, das was ich jetzt eigentlich bin. Er hatte mich geformt, geschult und mir Menschlichkeit gegeben. Ich bin ohne Vater großgeworden und meine Mutter hatte nicht viel verdient, trozdem konnte ich an vielen Aktivitäten teilnehmen.Beim Radsport war es das Rennrad, das meine Mutter mir nie hätte kaufen können und beim TZ Schießen die Waffen. Über die Wehrmacht möchte ich mich nicht äußern, nur so viel das ich noch welche gekannt habe und Sie waren nicht in der SED.
Die friedliche Revolution 1989 war ein geschichtlicher Moment, das es wieder mal zeigt das es auch ohne Krieg geht. Die DDR war ein Staat,was es noch nie gegeben hat und vielleicht nie wieder geben wird. Trotzdem sollte man stolz auf seine Heimat sein und wenn der Russe uns nicht so ausgebeutet hätte, wer weiß was dann gewesen wäre.
So Augenzeuge leider kann ich Dich nicht mit den Namen ansprechen,weil ich ihn nicht weiß.Also ich versuche gerne weiter deine Fragen zu beantworten. MFG Jens



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#18

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2009 23:00
von Jens | 280 Beiträge

Hallo Peter, ich habe schon versucht Die Frage den Augenzeugen zu beantworten, was Du ja lesen kannst. Ich finde die Ex-Grenze bis 1990, solange gab es die DDR, als gerechtfertigt.Jeder Staat hat das Recht seine Grenzen so zu schützen.........,
Einen Fahneneid schwört man und das was man schwört, daran sollte man sich doch halten. Es waren doch auch Menschen die mich erzogen haben. Meine Oma die den 2. Weltkrieg mitgemacht hat.Die sich eine neue Heimat aufbauen mußte, weil sie vertrieben worden ist.Wir hatten früher als Kindern alten Leuten geholfen, wie zB. Einkaufen gehen, Kohlen aus den Keller holen usw. Der Dienst an der Waffe war für mich einfach selbstverständlich.
Negatives über die DDR zu lesen, seien wir doch mal ehrlich, man sollte sich doch um die jetzige Politik mehr Gedanken machen und das ansprechen.
Mal eine Gegenfrage, was hast Du für eine Überzeugung????
MFG Jens


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#19

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2009 23:05
von Jens | 280 Beiträge

Löbauer,
ich bin auch in Löbau geboren und aufgewachsen. Ich finde Deinen Beitrag echt Klasse und es freut mich immer wieder zu lesen, das andere genauso denken wie ich. Würde mich freuen wenn man mehr von Dir erfahren würde. Also bis bald Jens


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#20

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2009 23:11
von Jens | 280 Beiträge

Hallo skbw,
danke für den Respekt den Du mir zollst. Was hat Dich dazu bewegt eigentlich weiter zu machen. Wie ist es Dir ergangen??????? Das würde mich echt interressieren.
Würde mich freuen wenn Du uns das schreiben könntest. Du weißt ja,immer neugierig sein und Achtung vor dem Menschen haben. MFG Jens


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