#21

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2009 23:25
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Ich denke manchen von euch geht es auch auf den Geist, sich permanent für die Tätigkeit zu rechtfertigen,die
man damals an der Grenze(Oder MFS) ausgeübt hat.
Was sagt ihr ?



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#22

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2009 23:58
von Jens | 280 Beiträge

Hallo Zermatt,
was heißt es sich zu rechtfertigen. Dieses Forum erlaubt es einen, wie man es gesehen hat und heut noch sieht.
Eigentlich sind wir Zeitzeugen einer unglaublichen Epoche geworden und wir sollten eigentlich nicht verstummen, damit das erlebte nie vergessen wird.
MFG Jens


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#23

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2009 00:31
von Rostocker | 7.728 Beiträge

Klar sollte man nicht verstummen was mal war.denn damit begräbt man Geschichte.Aber den ewig Gestrigen nach trauern ist auch nicht Sinn und Zweck der Sache.Was bleibt,ist das was Realität ist.


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#24

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2009 00:32
von Buedinger | 1.504 Beiträge

Hallo Jens, Bunkerkommandant, skbw und Pitti53,

eure Meinung und euren Standpunkt in Ehren, ich will ihn euch nicht streitig machen.

Nach dem ich eure Beiträge gelesen habe, muss ich sagen: Ihr seid Idealisten. Das ist mein Eindruck aus euren Beiträgen. Und irgendwie spricht aus euch Bitternis bezogen auf die Niederlage eines Gesellschaftssystems, welches ein besseres hätte sein können.

Diese Vergangenheit ist aber auch die meine. Auch ich weiß, das ich nur in der DDR zu dem werden konnte, was ich heute bin. Ich bin Berufsoffizier geworden, um dem Staat das zurück geben zu können, was er mir ermöglicht hat. Aber ich bin Realist geblieben. Ich habe in diesem Staat Menschen erlebt, deren Einstellung gegenüber Berufssoldaten nicht gerade positiv war, aber auch Menschen, die mir in dieser Situation beiseite standen.

Der Herbst 1989 war für mich etwas, was ich anfangs nicht verstehen konnte. Ich hatte ein dreiviertel Jahr Zeit, mich damit auseinander zu setzen, was aus mir und meiner Familie in Zukunft wird. Dabei blieb die Grenze ein wesentlicher Bezugspunkt. Ich bewarb mich beim Grenzschutz Ost, welcher ein Organ der Noch-DDR war. Ein wesentlicher Unterschied zu den GT war, das aus der militärischen Grenzsicherung jetzt die polizeiliche Grenzüberwachung wurde. Das Personal des Grenzschutz Ost war damals ein Sammelsurium von Angehörigen der GT, der Volkspolizei und des MfS. Für niemanden von uns war damals klar, welchen Weg jeder von uns nach dem 3. Oktober 1990 gehen würde - Arbeitslosigkeit, Selbständigkeit, Privatwirtschft oder Weiterverwendung.

Als Angehörige des BGS wurden wir bezüglich unserer Vergangenheit logischerweise überprüft (ein heute immer noch aktuelles Thema in Bund und einigen Ost-Ländern - in Westdeutschland wäre das Ergebnis einer solchen Überprüfung bestimmt ganz interessant). Einige mussten aus dem Resultat der Überprüfungen her ihren Dienst quittieren. Aber das war nicht die Masse. Auch ich bekam ein Schriftstück, welches mir Nahe legte, bis zum Ende des Jahres 1990 meinen Hut zu nehmen. Unterstützung erhielten wir damals durch den Leiter des Grenzschutzamtes Frankfurt/Oder, welcher uns über Rechte und Möglichkeiten in dieser Sache aufklärte. Das Ergebnis war das Einlegen des Widerspruches (heute bei jedem Pipapo eine ganz normale Sache). Ihr seht, ich bin immer noch dabei. Einige, welche damals gehen mussten, kamen durch ein erfolgreiches Klageverfahren gegen den Bund wieder in ihre Dienststellung zurück, andere wollten nicht mehr, obwohl sie auch die Möglichkeit gehabt hätten. Ein weiterer Punkt waren ab dem 03.10.1990 die sogenannten West-Berater. Da gab es Spannung und Spannungen auf beiden Seiten. Einige blieben ihre 3 Monate, andere bis zur Pensionierung. Das gegenseitige Kennenlernen brachte zu Tage, dass beiderseits der ehemaligen innerdeutschen Grenze ganz normale Menschen (und nicht nur Ideologen) mit ihren Sorgen, Problemen und Freuden lebten bzw. leben. Was jetzt nicht heißen soll, das ab sofort Friede, Freude, Eierkuchen herrschte. Die einen können sich riechen, die anderen nicht ...

Heute leiste ich meinen Dienst als Verwaltungsbeamter (wegen meiner Brille 1992 polizeidienstuntauglich geschrieben) in einer Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung in Frankfurt/Main. Ich habe mich nie verleugnet, habe über meine Vergangenheit immer offen gesprochen. Das ist bei den Kollegen auch positiv angekommen. Wir befrozzeln uns hier gegenseitig - allerdings auf der Grundlage der gegenseitigen Wertschätzung. Und diese habe ich bei den Kollegen durch Leistung erworben.

Tschüß
Ricardo


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
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#25

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2009 00:32
von turtle | 6.961 Beiträge

Vielleicht dürfte ich über das Thema Eid überhaupt nicht mit reden da ich nie gedient habe. Und trotzdem erlaube ich mir einige Anmerkungen dazu. Wie ich das herauslese ist da von Ehre, Loyalität, von Versprechen, Treue, auch dem Volk der DDR gegenüber die Rede. Jedenfalls lese ich das auch zwischen den Zeilen. Können sich dann auch Wehrmachtsoldaten auf ihren Eid berufen? Waren dann alle um die Staufenberggruppe. oder Deserteure Verräter? Die Bundesrepublik ein Siegerland? Für mich war es die Mehrheit des Volkes der DDR welche die Sieger waren. Auch wenn nicht alle Erwartungen eingetroffen sind.
Wer hat wohin gewollt? Es ist doch klar das sich die Bundesrepublik diese Chance nicht entgehen lies! Die Menschen welche das eigentlich so nicht wollten möchte ich fragen gab es denn überhaupt keine Möglichkeit mitzuarbeiten eine bessere DDR aufzubauen. Anzeichen für Unzufriedenheit gab es doch schon lange und nicht erst 1989! Hatten alle Menschen in der DDR die gleichen Chancen? Das diejenigen welche vom System des Sozialismus überzeugt waren und Mitglieder in der SED, Stasi, oder ähnlichen waren Vorteile hatten ist doch unbestreitbar! Damit mich jetzt niemand falsch versteht, das ist kein Vorwurf an die Mitglieder, jeder soll zu seiner Überzeugung stehen. Aber was ist mit Leuten wie mir welche eine andere Vorstellung von Demokratie hatten? Wie Bunkerkommandant schreibt ist die Bundesrepublik nicht sein Land, so sage ich die DDR war nicht mein Land! War ich deswegen ein Feind des Volkes? Ich habe Jens auch nicht beschimpft, ich achte seine Überzeugung. Ich hatte nur einige Fragen um ihn besser verstehen zu können.


Hallo Jens,
Danke für Deine Antwort hatte schon die an Augenzeuge gelesen. Das Elterhaus oder der Umgang formt oft den Menschen. Wenn Kinder zur Hilfe und Solidarität erzogen werden kann es nicht schaden das ist auch gut so. Ich denke auch in der DDR war die Zusammengehörigkeit und Hilfe untereinander größer als in der BRD. Trotzdem hatte ich von Demokratie und Freiheit eine andere Vorstellung und wollte weg!
Damit habe ich Deine Frage nach meiner Gesinnung beantwortet. Das ich die Grenze anders wie Du sehe ist meine pers. Sicht der Dinge.
Wie schon geschrieben achte ich ebenso Deine Überzeugung! Gruß Peter(Turtle)


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#26

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2009 01:01
von Rostocker | 7.728 Beiträge

ich selber stelle mir nun nach diesen antworten,immern die frage.was wäre wenn,wenn es nicht so gekommen wäre wie es ist.sicher wären sie heute noch stramme grenzer des ddr regiems von beruf her oder doch aus überzeugugungsie hätten heute noch den kleinen grenzsoldaten ihre idiologie ein getrichtert.aber so wie es mal ist ,so ist es halt---wie sagt man,versuch mit den arsch an die wand zu kommen und mach das beste draus.moral spielt keine rolle--oder´man sagt -jedem das seine


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#27

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2009 07:16
von Jens | 280 Beiträge

Hallo Peter(Turtle)
Auch ich bedanke mich für Deine Antwort und finde es gut,das wir obwohl wir eine andere Überzeugung haben,bzw, Sachen anders sehen, trozdem schreiben können und uns respektieren.
Gruß Jens


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#28

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2009 09:31
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Jens,
Genau so sollte es sein! Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute. Gruß Peter(Turtle)


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#29

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2009 10:33
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hallo Jens,

auch du sollst von mir eine Antwort auf deinen Beitrag erhalten.
Meine politische Meinung wird dir vertraut sein, wenn du meine Beiträge gelesen hast.

Sollte das noch nicht der Fall sein, habe ich hier mal einen früheren Beitrag von mir, der meine Sicht auf die Vergangenheit widerspiegelt.
http://www.forum-ddr-grenze.de/topic-thr...93&message=5171

Zur Möglichkeit einer Chance zum Aufbau einer wirklich demokratischen „DDR“ habe ich mich hier geäußert:
http://www.forum-ddr-grenze.de/topic-thr...71&message=4656

Nun weißt du, das die DDR auch meine Heimat war, aber dieser Staat hat mir so viel Böses und Widerwärtiges später zugefügt, er hat mir die Chance der normalen Entwicklung genommen- und alles aus vielen Missverständnissen heraus- das klingt sicher unglaublich für dich, aber es ist wahr. Ich habe eine neue Heimat in der BRD (für mich gehört hier auch Westberlin dazu) gefunden, in einem Staat der zwar auch verbesserungswürdig ist, aber der es mir nur erlaubte, mich ungeachtet meiner politischen Überzeugung, richtig entfalten zu können. Auch ich begann mein Leben hier mit 5 DM in der Tasche und Gepäck welches man noch tragen konnte. Aber ich durfte im Westen studieren und wurde finanziell mit Bafög (welches ich nicht zurückzahlen musste) unterstützt, bekam dazu noch Wohngeld, klingt doch fast wie Sozialismus, oder?


Auch wenn es dir nicht gefällt, so möchte ich doch bis auf Weiteres, so wie viele hier auch, bei meinem Nicknamen bleiben. Alle die in Eisenach dabei waren, wissen mehr, das ist auch gut so. Aber dort waren wir unter uns- hier sind wir es nie. Bitte versuche das zu verstehen.
Übrigens, wenn du alle Berichte des 1. Forentreffens gelesen hättest, wüsstest du in dieser Beziehung etwas mehr.

Um es gleich vorweg zu nehmen, deine Meinung verstehe ich, sie ist ganz deutlich geprägt von deinen Erfahrungen in der Kindheit und Jugend. Die Art und Weise, wie dir die DDR damals Dinge ermöglicht hat, ohne großes Geld zu haben, war wirklich gut. Ich gebe dir recht, das fehlt uns heute. Früher war das besser. Letztlich war dies aber auch die einzige Möglichkeit der DDR, eine überzeugte Jugend zu erziehen. Und das geschah nicht aus Nächstenliebe sondern aus Eigennutz. Man braucht ja jemanden, der mit vollster Überzeugung die Macht der vom Volk bereits abgehobenen Regierung verteidigt. Bei dir und einigen anderen scheint diese Ideologie leider auch heute noch tief verwurzelt zu sein. Und sie wird es sicher immer bleiben, denke ich. So wie bei mir eben auch. Ganz sicher wäre unsere Meinung über diesen Staat, hätten wir jeweils die Dinge des anderen erlebt, eine differenziertere Meinung geworden.

Aber das du, nachdem du doch auch vieles Negative von deinem Vaterland erfahren musstest, nach 20 Jahren immer noch die gleiche Meinung wie damals vertrittst, kann ich nicht begreifen. Hier ist doch eine Entwicklung dabei, die doch auch in unseren Köpfen stattgefunden haben muss und sollte. Ich wäre z.B. nie auf die Idee gekommen, mich 1990 mit Grenzern der DDR zu unterhalten. Heute sehe ich das anders.

Nun noch mal zum Fahneneid. Auch ich habe wie turtle nicht gedient, und ist sicher für alle auch gut so. Dafür hätte ich mich mit meiner pazifistischen Grundhaltung nicht unbedingt geeignet.
Der Eid wurde auf die Verteidigung des Volkes geschworen, aber dieses Volk wurde doch mehr von innen bedroht als von außen. Für mich war es das Volk der DDR, welches mehrheitlich die Einheit wollte. Wenn ihr heute, die an der Grenze standet, sagt, die Mehrheit wollte das nicht, dann entspricht das nicht die Realität. Für die Ideen der Veränderung gab es genug Zeit, aber- habt ihr sie denn überhaupt vor 1989 erkannt bzw. gefördert?
Waren diese Menschen, die das getan haben, bis 1989, in einigen Köpfen von euch nicht Verräter? Die man besser in den Westen abschiebt? Deshalb frage ich mich, wer die Chancen vertan hat…

Zur Wehrmacht kurz zurück- klar ein schwieriges Thema- nur gut sage ich mir, das diese Soldaten, egal welchen Ranges, nicht so idealistisch waren, wo hätte das sonst hingeführt?
Kam damals jemand auf die Idee sie als Wendehälse zu bezeichnen?

So, lieber Jens, trotz aller Meinungsdifferenzen zwischen uns, ich hoffe auf ein Kennenlernen und einen guten Austausch bei einem Glas Bier.

Gruß, Augenzeuge








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#30

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2009 10:52
von Angelo | 12.396 Beiträge

In Antwort auf:
Hallo Zermatt,
was heißt es sich zu rechtfertigen. Dieses Forum erlaubt es einen, wie man es gesehen hat und heut noch sieht.
Eigentlich sind wir Zeitzeugen einer unglaublichen Epoche geworden und wir sollten eigentlich nicht verstummen, damit das erlebte nie vergessen wird.
MFG Jens



Das waren auch meine Beweggründe dieses Forum zu eröffnen....man könnte es auch als Leitbild bezeichnen.


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#31

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2009 12:42
von manudave (gelöscht)
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Allerdings kann ich der Ideologie " Die Grenze schützen " nichts abgewinnen. Vor wem sollte sie denn geschützt werden?
Jeder Staat hat das Recht dies zu tun - Richtig. Allerdings tun das die meisten gegen Bedrohungen von außen...


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#32

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2009 15:23
von skbw | 216 Beiträge

Hallo Jens,
Deine Fragen beantworte ich gern. Ich glaubte einfach, daß es ein neues Land geben würde, das auch seine Grenzen schützen musste ( wie naiv von mir ). Für dieses Land wollte ich meinen Dienst tun. Bekanntlich entstand ja kein neues Land, sondern meins verschwand. Somit wurde ich "polizeidienstuntauglich" geschrieben ( auch Brillenträger, wie Büdinger ) und dem freien Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt. An meinen Fahneneid füllte ich mich 1990 nicht mehr gebunden, weil meine Heimat aufhörte zu existieren.
Heute bin ich im "real existierenden Kapitalismus" angekommen und versuchen meine guten Erinnerungen zu erhalten.
Bis bald, skbw


" Man kann nur zu einer eigenen Meinung gelangen, wenn man offen sein kann und sich auch irren darf. "

Maxie Wander
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#33

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2009 16:45
von skbw | 216 Beiträge

Zitat von Rostocker
ich selber stelle mir nun nach diesen antworten,immern die frage.was wäre wenn,wenn es nicht so gekommen wäre wie es ist.sicher wären sie heute noch stramme grenzer des ddr regiems von beruf her oder doch aus überzeugugungsie hätten heute noch den kleinen grenzsoldaten ihre idiologie ein getrichtert.aber so wie es mal ist ,so ist es halt---wie sagt man,versuch mit den arsch an die wand zu kommen und mach das beste draus.moral spielt keine rolle--oder´man sagt -jedem das seine



Hallo Rostocker,
zu Deiner Frage, ich wäre natürlich immer noch ein stolzer Grenzer gewesen. Hätte die Militärakademie besucht, Dienstgrad vermutlich Oberst, Dienststellung Regimentskommandeur. Das zu meiner "geplanten Entwicklung".
Für mich hat es aber den Anschein, daß Deine Frage nach dem Wenn und Wäre die Grenze auf eine Trennung zwischen Klug und Dumm reduziert. Aber sie war nun mal die Trennlinie zwischen zwei sich feindselig gegenüberstehenden Systemen und zwar in ganz Europa. Denkweisen ändern sich, Ansichten können sich ändern und so kommt es zu geschichtlichen Veränderungen.
Ich für meinen Teil handle seit 1990 nach folgendem Grundsatz ( der nicht von mir stammt ):" Bist du mit einer Situation nicht zufrieden, dann ändere die Situation, oder ändere deine Einstellung zur Situation".
Den ersten Teil haben andere übernommen, der zweite Teil ist mein Part.

Übrigens machen mich Deine drei letzten Worte sehr nachdenklich.

Bis bald, skbw


" Man kann nur zu einer eigenen Meinung gelangen, wenn man offen sein kann und sich auch irren darf. "

Maxie Wander
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#34

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2009 17:16
von skbw | 216 Beiträge

Hallo Büdinger,
danke für Deine ehrliche Meinung zu meinen Beiträgen. Daß Du mich als Idealist siehst, nehm ich mal als Kompliment, befürchte aber, daß es nicht so ankommen sollte. Ich sehe nicht´s Verwerfliches darin, Ideale zu haben. Kommt natürlich auf die selbigen an. Um es aber noch mal deutlich zu sagen: Ich möchte keine Mauer mehr errichten und die DDR in dem Zustand der zum "Verkauf" führte auch nicht. Ich hätte mir eine andere, neue Entwicklung bezüglich des "Zusammenwachsens" gewünscht. Aber nach meinem heutigen Kenntnisstand war das damals nicht möglich.
Wenn Du Dir vieleicht noch mal die Mühe machen würdest und meine wenigen Beiträge überfliegst, so wirst Du feststellen, daß ich überwiegend in der Vergangenheitsform schreibe. Also meine damaligen Gedanken und Empfindungen wiedergebe.
Daß wir heute neue Erkenntnisse haben, ist für mich selbstverständlich. Mir geht es mit meinen Beiträgen darum, Vergangenes nicht zu vergessen, und nicht das Heute rückgänging zu machen.
Deine beschriebene Entwicklung nach 1989 hätte auch die meine sein können. Nur kam bereits 1990 für mich "polizeidienstuntauglich".
Bis bald, skbw


" Man kann nur zu einer eigenen Meinung gelangen, wenn man offen sein kann und sich auch irren darf. "

Maxie Wander
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#35

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2009 17:53
von Jens | 280 Beiträge

Hallo Augenzeuge,
ich habe mir deine Beiträge durchgelesen und bin jetzt besser informiert. Kann auch deine Antwort jetzt besser verstehen und ich akzeptiere es auch. Schön fand ich deine letzte Aussage
Wir sollten uns kennenlernen und ein Bier trinken.
Werde dich bei Wort nehmen und hoffe das wir weiter uns rege an der Diskussion beteiligen Gruß Jens


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#36

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2009 17:59
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Jens und Augenzeuge ich hoffe ihr lasst mich mit an Euren Tisch sitzen! Gruß Peter(Turtle)


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#37

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2009 18:11
von Jens | 280 Beiträge

Hallo skbw,
hattest du da schon den Fahneneid der BRD geschworen????
Konntest Du wenn wirklich nicht in die Rückwärtigen Dienste versetzt werden????
Deine Erinnerungen solltest Du auch nicht vergessen. In diesen Sinne, bis bald Jens


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#38

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2009 18:11
von Augenzeuge (gelöscht)
avatar

Hallo turtle- mein Freund, diesen Wunsch könnte ich dir doch gar nicht abschlagen, ich pass' auch auf dein Wurstpaket auf, welches du ja immer bei dir trägst. Aber damit Jens sich nicht überwältigt fühlen muss, darf er noch jemand mitbringen.

Gruß, Augenzeuge

@Angelo: Die Smileys können z.Zt. nicht eingefügt werden.


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#39

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2009 18:13
von Jens | 280 Beiträge

Hallo Peter,
das werden wir auch tun.und ich würde mich echt freuen. Warum sollen wir Dich nicht mit sitzen lassen
Gruß Jens


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#40

RE: Grenzsoldat

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.06.2009 18:22
von Jens | 280 Beiträge

Hallo Augenzeuge, das war ja --zwei Dumme ein Gedanke----
haben fast zu gleichen Zeit wegen den gleichen Thema geschrieben,
Ich schaue wie ich mir das im Oktober einrichten kann. Im August will ich erst mal nach Berlin, wo das ehem. GR38 war.
Ich hoffe doch, das ich da -js674- und -Katatrowskie- antreffen werde. Vielleicht werden es mehr( würde mich freuen)
Wie findest Du die Aussage vom Rostocker-----Jeden das seine------
Ich finde es nicht orginel. Gruß Jens


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