#281

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.06.2014 19:09
von eisenringtheo | 9.180 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #280
(...)

P.S. für mich ist ein Wildunfall ein Traum, und zwar ein Alptraum. Und sowas möchte ich eigentlich nicht. Aber vielleicht kann ja mal ein Jäger im Forum mal etwas oT von seinen Erfahrungen und bevorzugten Kalibern zum Abfangen was erzählen?

Das würde mich auch interessieren. Zielen ist für den Jäger wichtig, aber nimmt er für Munition?

Theo


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#282

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.06.2014 19:41
von FRITZE (gelöscht)
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Theo , nach dem Knall zu urteilen war das mindestens 8x57 oder stärker !
Aber wenn man dreimal vorbeischießt !

Wie hiess es doch immer so schön in der Schiessausbildung "Schiessen ist einfach ,Zielen will gelernt sein ! "

Und nochmal zum Kaliber 357 ! Wird in allen gängigen Schiess und Jagdkatalogen wegen seiner guten Stopp- und Fangschusseigenschaften gelobt !


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#283

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.06.2014 20:26
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von FRITZE im Beitrag #282
Theo , nach dem Knall zu urteilen war das mindestens 8x57 oder stärker !
Aber wenn man dreimal vorbeischießt !

Wie hiess es doch immer so schön in der Schiessausbildung "Schiessen ist einfach ,Zielen will gelernt sein ! "

Und nochmal zum Kaliber 357 ! Wird in allen gängigen Schiess und Jagdkatalogen wegen seiner guten Stopp- und Fangschusseigenschaften gelobt !



O.T.:
Was Schiess- und Jagdkataloge so schreiben.

Kaliber, Art der Munition, Laborierung, Durchschlagskraft, Deformation, Energieabgabe, etc..
Alles relevante Bereiche für ""Jagdgeschosse"".

P.S.: Selbst wenn man zielen kann, heißt noch lange nicht dass man Schießen und Treffen kann.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 12.06.2014 20:27 | nach oben springen

#284

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.06.2014 20:38
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #280
Aber vielleicht kann ja mal ein Jäger im Forum mal etwas oT von seinen Erfahrungen und bevorzugten Kalibern zum Abfangen was erzählen?


Ist zwar etwas vom Thema abgekommen aber das ist in der Tat die 357 Magnum Revolverpatrone. Ich nutze dafür einen Taurus mit 4" Lauf. Ein Kompromis bezüglich Handlichkeit und Effektivität. Größere Kaliber wären wahrscheinlich noch effektiver aber dann werden die Waffen auch unhandlicher und schwerer. Wer schleppt schon einen 44er oder eine Desert Eagle mit zur Jagd?

SCORN


zuletzt bearbeitet 12.06.2014 20:40 | nach oben springen

#285

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.06.2014 20:39
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von SCORN im Beitrag #284
Zitat von 94 im Beitrag #280
Aber vielleicht kann ja mal ein Jäger im Forum mal etwas oT von seinen Erfahrungen und bevorzugten Kalibern zum Abfangen was erzählen?


Das ist in der Tat die 357 Magnum Revolverpatrone. Ich nutze dafür einen Taurus mit 4" Lauf. Größere Kaliber wären wahrscheinlich noch effektiver aber dann werden die Waffen auch unhandlicher und schwerer. Wer schleppt schon einen 44er oder eine Desert Eagle mit zur Jagd?

SCORN



Die gibts auch!


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#286

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.06.2014 20:42
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #285
Zitat von SCORN im Beitrag #284
Zitat von 94 im Beitrag #280
Aber vielleicht kann ja mal ein Jäger im Forum mal etwas oT von seinen Erfahrungen und bevorzugten Kalibern zum Abfangen was erzählen?


Das ist in der Tat die 357 Magnum Revolverpatrone. Ich nutze dafür einen Taurus mit 4" Lauf. Größere Kaliber wären wahrscheinlich noch effektiver aber dann werden die Waffen auch unhandlicher und schwerer. Wer schleppt schon einen 44er oder eine Desert Eagle mit zur Jagd?

SCORN



Die gibts auch!


Zweifellos!


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#287

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.06.2014 20:44
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #280
[

Doch mal zurück zu dem angestrebten Kombatantenstatus für die Westberliner Polizei, weißt Du oder vielleicht auch erst nach einem Blick ins Archiv, WER auf diese Idee 1962 kam? So richtig, also mit Erfolg, dagegen war'n ja dann 'nur' die Polizeigewerkschafter.




Der Anstoß für den Kombattantenstatus für die Polizeien der Länder (warum man sich hier auf West-Berlin fixiert!!!) kam aus der Politik, vom Bund und den Ländern, in jener Zeit.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#288

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.06.2014 20:45
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von SCORN im Beitrag #286
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #285
Zitat von SCORN im Beitrag #284
Zitat von 94 im Beitrag #280
Aber vielleicht kann ja mal ein Jäger im Forum mal etwas oT von seinen Erfahrungen und bevorzugten Kalibern zum Abfangen was erzählen?


Das ist in der Tat die 357 Magnum Revolverpatrone. Ich nutze dafür einen Taurus mit 4" Lauf. Größere Kaliber wären wahrscheinlich noch effektiver aber dann werden die Waffen auch unhandlicher und schwerer. Wer schleppt schon einen 44er oder eine Desert Eagle mit zur Jagd?

SCORN



Die gibts auch!


Zweifellos!



Und manchmal sind die dann etwas überfordert. Grins!!!


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#289

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.06.2014 21:04
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #245
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #241
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #158
Klassenfeinde natürlich und jeder einzelne nach der Einnahme von West Berlin sofort zu internieren.
Habe jetzt auch mal rumgelesen und es sieht so aus als ob die Aktivitäten des BND in der DDR doch recht umfangreich waren aber auch , daß in Pullach recht dilletantisch agiert wurde.
Ich frage mich trotzdem ,ob es eine vergleichbare Datei im BND über Angehörige bewaffneter Organe der DDR gab.


Die Westberliner Polizei war militärisch ausgerüstet (Infantriewaffen) und hätte im Konfliktfall Kompatantenstatus gehabt. Es wäre also keine Internierung, sondern eine Kriegsgefangenschaft geworden.


Was man so an M... verzapfen kann.

"""Infanteriewaffen"""
hatten alle Polizeien der Länder , nicht nur die Polizei in Berlin West, deshalb waren diese noch lange nicht militärisch ausgerüstet.

Kombattantenstatus gabs für die West-Berliner Polizei weder in der Krise noch im V-Fall.

Ach ja, was die Ausrüstung - Bewaffnung der Polizeien des Bundes und der Länder betrifft sollte man auch noch die entsprechenden Zeiträume beachten.



Deshalb (orange) @Thunderhorse und wegen des Themen-Titels.


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#290

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.06.2014 21:22
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von GZB1 im Beitrag #289
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #245
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #241
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #158
Klassenfeinde natürlich und jeder einzelne nach der Einnahme von West Berlin sofort zu internieren.
Habe jetzt auch mal rumgelesen und es sieht so aus als ob die Aktivitäten des BND in der DDR doch recht umfangreich waren aber auch , daß in Pullach recht dilletantisch agiert wurde.
Ich frage mich trotzdem ,ob es eine vergleichbare Datei im BND über Angehörige bewaffneter Organe der DDR gab.


Die Westberliner Polizei war militärisch ausgerüstet (Infantriewaffen) und hätte im Konfliktfall Kompatantenstatus gehabt. Es wäre also keine Internierung, sondern eine Kriegsgefangenschaft geworden.


Was man so an M... verzapfen kann.

"""Infanteriewaffen"""
hatten alle Polizeien der Länder , nicht nur die Polizei in Berlin West, deshalb waren diese noch lange nicht militärisch ausgerüstet.

Kombattantenstatus gabs für die West-Berliner Polizei weder in der Krise noch im V-Fall.

Ach ja, was die Ausrüstung - Bewaffnung der Polizeien des Bundes und der Länder betrifft sollte man auch noch die entsprechenden Zeiträume beachten.



Deshalb (orange) @Thunderhorse und wegen des Themen-Titels.


Nee dass war nur eine Antwort.
Da mußte schon bis Beitrag Nr. 241.


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#291

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.06.2014 21:29
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Jo, Th der auch mit zitiert war.


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#292

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.06.2014 21:32
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von GZB1 im Beitrag #291
Jo, Th der auch mit zitiert war.

Grins, mir eins.
Ja dass Problem mit den Markierungsfarben, sollte man sich schon vorher festlegen wie man verfährt oder einfärbt.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#293

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.06.2014 23:43
von 94 | 10.792 Beiträge

Na da bin ich bei Dir, also beim Grinsen. Aber von dem Beitrag #287 kommt das nun gewiss nicht. Also solche Allgemeinplätze, also da warste als Faktenlieferant schon mal deutlich mehr wert. Da geben ja die sogar mir zugängliche Archiv, also die öffentlich Suchmaschinen auf Anhieb mehr her als dieses BlaBla-Blub. Hier, guckst Du ...
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45142850.html

Mal so 'ne allgemeine Frage, hat ja nun nix mehr mit'm Ausgansthema zu tun.
Also wer eröffnet jetzt ein neues Thema zu FALLEX 62 und 'Bedingt abwehrbereit' *fragendes_grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 12.06.2014 23:44 | nach oben springen

#294

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.06.2014 00:32
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von 94 im Beitrag #293
Also wer eröffnet jetzt ein neues Thema zu FALLEX 62 und 'Bedingt abwehrbereit'


Oh bitte nicht: RIP


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#295

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.06.2014 00:55
von Gelöschtes Mitglied
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Nachtrag - und das heftig OT: Eigentlich wollte ich eben schreiben, dass diese Art der "vergangenheitsbewältigenden Diskussion", die ggf. losgetreten worden wäre, ungefähr so spannend sein dürfte wie eine gleiche über die Erstürmung der Düppeler Schanzen im Deutsch-Dänischen Krieg 1864. Dann aber ist mir eingefallen, dass ich zwar die groben Ergebnisse dieser Schlacht und des Krieges kannte (Verlust dänischer Landesteile an Preußen, das heutige Nordholstein), aber ansonsten recht wenig davon wusste.

Also habe ich Tante Wiki befragt und bin da auf einen wohlbekannten Begriff, korrekter einen Namen, gestoßen: Piefke, genauer Johann Gottfried Piefke: Ein preußischer Musikdirektor, der in dieser entscheidenden Schlacht die preußischen Truppen musikalisch motiviert hat.

Auch heute noch ist "Piefke" ein Schmähbegriff der Österreicher über die Deutschen, oder irre ich mich da, @matloh ? Er scheint jedenfalls der ungewollte Vater dieses Begriffes zu sein - nur: Warum? Weiß das jemand?

Heftig OT, ich gebe es unumwunden zu. Aber es interessiert mich einfach und so möge man mir diese minimale Abweichung vom eigentlichen Thema nachsehen.


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#296

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.06.2014 06:29
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #295


Heftig OT, ich gebe es unumwunden zu. Aber es interessiert mich einfach und so möge man mir diese minimale Abweichung vom eigentlichen Thema nachsehen.




Nun wenn der Herr Musikdirektor aus Berlin gestammt hätte wäre zumindest ein Bezug da, wäre da noch eine Verbindung zur preussischen Polzei dann wären wir sehr tiefgründig in das Thema eingetaucht!


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#297

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.06.2014 07:17
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #293
Na da bin ich bei Dir, also beim Grinsen. Aber von dem Beitrag #287 kommt das nun gewiss nicht. Also solche Allgemeinplätze, also da warste als Faktenlieferant schon mal deutlich mehr wert. Da geben ja die sogar mir zugängliche Archiv, also die öffentlich Suchmaschinen auf Anhieb mehr her als dieses BlaBla-Blub. Hier, guckst Du ...
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45142850.html




Ja,
Der Spiegel und wir schreiben dass Jahr 1963.
Grins.

Zum Suchen von Wissen, Halbwissen, etc hat dass Forum doch die 13, wie schon öfter erwähnt.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#298

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.06.2014 18:52
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #287
Zitat von 94 im Beitrag #280
[

Doch mal zurück zu dem angestrebten Kombatantenstatus für die Westberliner Polizei, weißt Du oder vielleicht auch erst nach einem Blick ins Archiv, WER auf diese Idee 1962 kam? So richtig, also mit Erfolg, dagegen war'n ja dann 'nur' die Polizeigewerkschafter.




Der Anstoß für den Kombattantenstatus für die Polizeien der Länder (warum man sich hier auf West-Berlin fixiert!!!) kam aus der Politik, vom Bund und den Ländern, in jener Zeit.


Vielleicht sollte man den Begriff "Kombattantenstatus" nicht nur an der Frage festmachen, was mit dem Inhaber eines solchen Status im Falle der Gefangennahme geschehen kann oder eben nicht geschehen darf.
Ein Kombattant ist stark vereinfacht ein rechtmäßiger Kämpfer. Er darf Waffen gegen einen Gegner (sichtbar) führen und einsetzen. Er muss sich vom Nichtkombattantanten sichtbar deutlich abheben. Durch Uniform beispielsweise. Er darf für den auch "vorsorglichen" Einsatz von Waffen gegen einen Gegner von diesem nicht vor Gericht gestellt werden. Er hat die Rechte eines Kriegsgefangenen.
Er hat aber in Falle des Falles auch ein nicht unwesentliches Problem. Er ist rechtmäßiges Ziel von Kampfhandlungen bis er sich ergibt, ausgeschaltet ist oder womöglich auch gewinnt. Man kann ihn ergo ebenfalls vorsorglich unter Feuer nehmen...
Nichtkombattanten dürfen gegen einen Gegner keine Waffen einsetzen, keine Waffen führen, müssen sich von Kämpfern sichtbar unterscheiden. Sie haben aber auch einen gar nicht so unwichtigen Vorteil. Sie sind kein rechtmäßiges Ziel von Kriegshandlungen. Ein Gegner darf sie nicht einfach zum Ziel machen.
Theoretisch. Die Praxis erlebten Briten, Niederländer, Polen, Russen ganz allgemein und unter vielen Anderen auch deutsche Zivilisten im WK zur Genüge. Heutzutage im Irak, in der Ukraine, in Syrien auch...
Aber theoretisch darf man sie nicht einfach internieren, nicht einfach gefangen nehmen, nicht einfach umnieten.
Sollten Nichtkombattanten Waffen führen, nach Aufforderung nicht abgeben, sie gar gegen einen Gegner einsetzen, so handeln sie kriminell. Waren früher (nur früher...?) ein Fall für das Standgericht, zumindest aber müssen sie theoretisch rechtmäßig vor Gericht abgeurteilt und für ihr Verbrechen bestraft werden.
Polizisten, die keinen Kombattantenstatus haben, hätten also ihre Waffen niederlegen müssen und wären dann ungeschoren geblieben.
Falls sie das getan hätten, ihre Waffen niederzulegen und sie keinesfalls gegen einen Gegner einzusetzen. Na ja, so mancher wird hier vermuten, dass sie dafür ihre Waffen ja nun eigentlich nicht bekommen haben. Oder doch?
Es wäre natürlich vorstellbar gewesen, das Kraft der jeweils unverbrüchlichen Überzeugung vom eigenen Siege die eine oder andere Polizeiformation den Heldenstatus dadurch zu erreichen versucht hätte, dass sie aufopferungsvoll Widerstand geleistet hätte. Oder dies versucht hätte. Was bei spaßbefreiten Gegnern dann möglicherweise zu der radikalen Konsequenz einer Erschießung geführt hätte. Und natürlich hätte solch ein Vorgang den Kampfeswillen der eigenen Truppen, ähm Polizisten gestärkt... Theoretisch.
Und natürlich war ein solcher Effekt bei der politischen Beurteilung Kombattantenstatus ja oder nein nicht beabsichtigt. Obwohl, wer Churchills Schüler kennt, könnte daran zweifeln...
Nachtrag:
Meine Verallgemeinerung, dass Nichtkombattanten keine Waffen tragen dürfen, ist nicht ganz korrekt. Als Bestandteil von Truppen (Sanitätspersonal e.t.c.) dürfen sie durchaus leichte Waffen (Pistolen, Mpi, Gewehre) tragen, sich auch damit verteidigen bis eben zu dem Moment, wo sie zur Abgabe aufgefordert werden. Sie dürfen damit keine Angriffshandlungen ausführen. Nur der Besitz von Waffen durch die Landespolizeien bis zur Aufforderung, diese abzugeben also an sich wäre kein strafbewehrtes Delikt gewesen. Ihre Benutzung zu Handlungen gegen einen Besetzer aber schon. Damit wären sie automatisch zu Freischärlern geworden...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 14.06.2014 21:34 | nach oben springen

#299

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.06.2014 20:04
von S51 | 3.733 Beiträge

Hm, na ja.
So ganz OT ist es deshalb nicht, weil Wildunfälle auch der Berliner Polizei ab und an unterkommen.
Bis vor einigen Jahren waren bei der Polizei noch Vollmantelgeschosse in den Patronen der mitgeführten Waffen üblich. Damit einen Fangschuß anzubringen ist wegen der Durchschlagskraft und der Gefährdung des Hinterlandes nicht ganz einfach. Ein tödlicher Treffer, ich meine einen Treffer, der ohne Schmerzen augenblicklich tötet, ist damit selbst bei großer Übung eher Glückssache.
Nicht zu vergessen die Schreiberei...
Also setzt die Polizei für solche Fälle gerne den jeweils zuständigen Jagdpächter, Jagdbesitzer oder Jagdschutzbeauftragten ein. Passiert das in dessen Revier, muss er nicht mal "schreiben...".
Daran hat sich auch nichts geändert, seit die Polizei für solche Zwecke besser geeignete Munition hat.
Alte Jäger wie ... können noch mit dem Messer abfangen. Wir haben das gelernt und Übung damit. ... benutze gerne ein Stilett, weil man damit sehr präzise und schnell "arbeiten" kann. Schon seit der Armeezeit. "Arbeit" ist ein vornehmes Wort für töten und es gibt Momente, da geht das mit dem Messer nicht. Denn was da geschieht, das soll bei aller Unvermeidbarkeit nicht quälen. Manchmal wird also geschossen. Dafür gibt es gesetzliche Regelungen je nach Land und Region. In Deutschland ist für den Fangschuß auf Schalenwild ("Schalen" heißen die Klauen an den "Füßen" bei Reh, Schwarz- oder Rotwild und co.) mit der Kurzwaffe eine Mindestenergie von 200 Joule vorgeschrieben. Außer bei der Fangjagd, da tut es auch KK. KK kann das wirklich...
So fallen viele Kaliber "unterhalb" der 9 mm Super wie die 7,65x17 (.32), viele 9mm kurz, manche .38 Spez auch rein vom Gesetzgeber hier aus. Weil der Gesetzgeber der Meinung ist, diese Laborierung hat nicht genug Energie für den sofort tödlichen Schuß aus meist allernächster Distanz. Diese Meinung ist nicht unbegründet obwohl an solchen Meinungen zu kratzen die Gefahr einer Kaliberdiskussion mit sich bringt. Die laufen unter Jägern ungefähr so heiß wie Religionsstreitigkeiten und sind auch so universell lösbar. Eigentlich hat jeder recht und alle Anderen zutiefst unrecht...
schießen muss man können, treffen auch. Anders als im Film hat ein abgefeuertes Geschoß keine zielsuchende Funktion (noch...) und meistens ist das Licht grottenschlecht, das Stück (so wird das Wild genannt) windet sich bereits vor Schmerzen wild hin und her und zeigt nicht ganz unverständliche Neigungen, die umstehenden Menschenwesen schnell noch über den Jordan zu beißen, schlagen...
Ich habe noch nie mehr als einen Schuß gebraucht aber dazu gehört Übung.
Was man dazu benutzt, muss jeder für sich wissen. Eigentlich funktionieren sie alle, entsprechende Munition und Fertigkeiten vorausgesetzt. Der kurzläufige Revolver genauso wie die halbmeterlange Zimmerflak, die handliche Pistole wie ein Schwergewicht. Die lange Waffe manchmal auch. Wichtig ist der exakte Sitz des Treffers. Ideal, wenn das Tier den Schuß nicht mehr hört. Keine Schmerzen hat. Dann war es gut.
Eine Waffe muss man mit sich herumschleppen. Die absolut allermeiste Zeit, ohne sie zu benutzen. Je größer ein Eisen ist und je schwerer, um so unhandlicher ist es eben auch. Welche und welches Kaliber, das muss jeder selber wissen und jeder muss damit selbst umgehen können. Ein Revolver ist halt meist schwerer und unhandlicher als eine Pistole aber man muss nicht auf Patronenversager Rücksicht nehmen. Von denen ich freilich noch keinen erlebt habe. Hauptsache einfache Handhabung. Das können auch Pistolen, wie österreichische Modelle, die ich bevorzuge.
Das Video hat mit Fangschuss eigentlich nichts zu tun. Offensichtlich gehen die ersten Schüsse so weit daneben, das das Wild sie gar nicht als Bedrohung begriffen hat. Es gibt eben nicht nur schlaue Tiere...
Vom Repetiergeräusch her vermute ich einen Zylinderverschluß und dann ein Kaliber wie .308 Winchester oder .30-06. Dazu passt der Knall. Nun muss man aber wissen, das kurzläufige Waffen eine lauteren Knall produzieren. Schallreflexionen auch. Es kann also von einer .30-30 bis hin zu 8x65 eigentlich alles sein.
Der Schlumpschütze möchte ich jedenfalls nicht sein und ich würde nicht beschwören, das der letzte Schuß, den wir da sahen bzw. hörten nicht doch ein Treffer war. So, wie es ruckte, kann es ein Weidwundschuß sein. Da hätte ich bei aller Blamage unbedingt nachgesucht.
Wie kriegen wir nun den Bogen zur Berliner Polizei?
In den 90-er Jahren gab es auf den Abschnitten noch G-3 Gewehre im Kaliber .308 Winchester. Eigentlich nur, um sie im Ernstfall beim Sieger abzuliefern - glaube ich auch nicht.
Der Abschnitt 64 in der Sewanstraße hatte auch solche Waffen. Nahebei liegt der Tierpark Berlin und deshalb gab es die Einsatzoption, beim Ausbüchsen großer, gefährlicher Tiere (Bären...) diese Waffen zum Schutz der Bürger einzusetzen. Im Falle des Falles. Dafür hatten die dazu Berechtigten eine 5-er Packung TUG von RW... extra. Denn die dienstlich vorhandene Vollmantelmunition hätte gegen reziprok freundlich gesonnene Großtiere eher keine schnelle Wirkung gezeigt. Und das weiß ich nun selber...

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #281
Zitat von 94 im Beitrag #280
(...)

P.S. für mich ist ein Wildunfall ein Traum, und zwar ein Alptraum. Und sowas möchte ich eigentlich nicht. Aber vielleicht kann ja mal ein Jäger im Forum mal etwas oT von seinen Erfahrungen und bevorzugten Kalibern zum Abfangen was erzählen?

Das würde mich auch interessieren. Zielen ist für den Jäger wichtig, aber nimmt er für Munition?

Theo


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


SCORN hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#300

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.06.2014 20:15
von damals wars | 12.192 Beiträge

In Deutschland ist es bekanntlich Tradition, Kombattanten als Francs-tireurs zu bezeichnen und zu behandeln.
Ich kann mich nicht erinnern,während der Ausbildung viel über den Kombattantenstatus gehört zu haben.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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