#261

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.06.2014 10:14
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #260
Meine Meinung ist: Im E-Fall hätten sich ohnehin alle Seiten über den Berlin Status hinweggesetzt und ihre bewaffneten Kräfte (Polizei,Polizeireserve, Kampfgruppen) zu Kombattanten erklärt.
Theo


Das sehe ich auch so.
Zum Glück ist diese Situation nie eingetreten.

seaman


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#262

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.06.2014 19:36
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #260
Meine Meinung ist: Im E-Fall hätten sich ohnehin alle Seiten über den Berlin Status hinweggesetzt und ihre bewaffneten Kräfte (Polizei,Polizeireserve, Kampfgruppen) zu Kombattanten erklärt.
Theo



Wenn dies so einfach ginge, benötigte man diesbezüglich keine innerstaatlichen Regelungen.
Ich meine damit nicht die regulären Streitkräfte.

Nicht umsonst mußte für den BGS (Verbände und die GS-Schule) eine entsprechende Gesetzliche Regelung geschaffen werden.

Zur West-Berliner Polizei (Bereitschaftspolizei) a bisserl was.:
http://www.nva-forum.de/nva-board/index....topic=8059&st=0
Geht ohne Anmeldung.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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zuletzt bearbeitet 10.06.2014 19:40 | nach oben springen

#263

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.06.2014 21:15
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Da die WB-Polizei den westl. Besatzungsmächten über den Reg.Bürgermeister unterstellt war, hätte hier wohl ein Befehl/ Verlautbarung mit anschließendem Beschluß des Berliner Senats gereicht.


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zuletzt bearbeitet 11.06.2014 07:11 | nach oben springen

#264

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.06.2014 07:19
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von GZB1 im Beitrag #263
Da die WB-Polizei den westl. Besatzungsmächten über den Reg.Bürgermeister unterstellt war, hätte hier wohl ein Befehl/ Verlautbarung mit anschließendem Beschluß des Berliner Senats gereicht.



Etwas zu einfach gedacht.

Völkerrecht, Genfer Konventionen, Kreigsvölkerrecht, etc..


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#265

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.06.2014 08:38
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #264
Etwas zu einfach gedacht.
Hä ... was willst'n da verkomplizieren!?

Ganz einfach, zumindest auf dem geduldigen Papier des 'Zusatzprotokoll zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte (Protokoll I)'. Da stehts geschrieben im Abschnitt römisch II zum Thema 'Kombattanten- und Kriegsgefangenenstatus', genau im 3. Absatz des Artikels 43, ich zitiere:

Nimmt eine am Konflikt beteiligte Partei paramilitärische oder bewaffnete Vollzugsorgane
in ihre Streitkräfte auf, so teilt sie dies den anderen am Konflikt beteiligten Parteien mit.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#266

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.06.2014 09:20
von eisenringtheo | 9.177 Beiträge

Zusatzprotokoll I zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte
(Protokoll I):
Art. 43 (3) Nimmt eine am Konflikt beteiligte Partei paramilitärische oder bewaffnete Vollzugsorgane in ihre Streitkräfte auf, so teilt sie dies den anderen am Konflikt beteiligten Parteien mit.

Der Mandatar eines Staates (z..B. der Botschafter, Hohe Kommissar etc.) darf eine entsprechenden Mitteilung nur machen, wenn er dazu beauftragt wird. Und das wird er erst, wenn die gesetzlich vorgeschriebenen Verfahrenen durchlaufen sind. In der BRD war (und ist es auch heute noch) sehr kompliziert. In Berlin (mit vielen beteiligten Staaten) wahrscheinlich fast unmöglich.
Da die westlichen Kriegsalliierten (und offensichtlich auch die Sowjetunion) kein eigenes Interesse an einer militärischen Klärung der Deutschland- und Berlinfrage hatten, kann ich mir kein Szenario vorstellen, bei welchem die Westberliner Polizei Kombattanten geworden wären. Der E-Fall war nie ernsthaft auf der Tagesordnung.
Trotz grosszügiger Förderung der Einwohner durch die Bundesrepublik Deutschland war die Abwanderung aus Westberlin bis in die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts recht beachtlich. Viele Westberliner fragten sich offensichtlich: "Was ist die Berlin-Garantie der westlichen Alliierten wirklich wert? Wie gut kann uns eine Brigade (mit ein paar Tausend Mann) im Ernstfall verteidigen, hunderte von Kilometern von anderen westlichen Truppen entfernt, die Truppe und Material von der Deutschen Reichsbahn transportieren lässt? Und würde sie uns überhaupt verteidigen?
Theo


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#267

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.06.2014 10:04
von damals wars | 12.180 Beiträge

Vielleicht lag es auch der "verlotterterten" Auftreten der westberliner Polizisten, vor der Übernahme in die VP hätten die erst mal zur Schur gemusst.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#268

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.06.2014 18:35
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Im Gegenteil @eisenringtheo

Durch die Befehlsgewalt der westl. Alliierten über die Alliierte Kommandantur (nach selbstgewähltem Ruhen des sowjet. Stimmrechts) war es für die westl. Alliierten in ihren Berliner Besatzungszonen sogar ziemlich easy durch Befehle wenn nötig kurzfristig zu handeln.

"..Die Alliierte Kommandantur für Berlin trat am 11. Juli 1945 zum ersten Mal in den Räumen der sowjetischen Zentralkommandantur zusammen, nachdem britische und amerikanische Truppen in die von der Sowjetunion eroberte deutsche Reichshauptstadt eingerückt waren. Ab 25. Juli 1945 zog die Kommandantur in den amerikanischen Sektor nach Berlin-Dahlem, in den von Heinrich Straumer errichteten ehemaligen Hauptsitz des Verbandes der öffentlichen Feuerversicherungsanstalten. Die Alliierte Kommandantur regierte dort in Form von „Anordnungen an den Berliner Magistrat und an den Oberbürgermeister“. Diese Anordnungen mussten einstimmig von den vier Kommandanten beschlossen werden.

Die Kommandanten des amerikanischen, britischen, französischen einerseits und andererseits des sowjetischen Sektors von Berlin unterhielten Verbindungen über die gegenseitigen Militärverbindungsmissionen.

Am 16. Juni 1948 zog der sowjetische Vertreter Alexander Kotikow aus der Alliierten Kommandantur aus. Die westlichen Vertreter erklärten am 21. Dezember 1948, dass die Alliierte Kommandantur fortbestehe und ließen symbolisch bei ihren Beratungen einen Platz für den sowjetischen Vertreter frei. Ihre Entscheidungen konnten sie allerdings nur in den drei westlichen Sektoren durchsetzen..."
http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Kommandantur

Irgenwann habe ich mal gelesen, das im E-Fall die Briten im Bereich ihres Hauptquartiers beim Olympiastadium die Führung der westl. Besatzungstruppen übernommen hätten. Das war das Zentrum der angedachten Verteidigungszone der westl. Alliierten. Die Befehle dafür waren mit Bestimmtheit schon geschrieben und lagen petschiert in den Panzerschränken und auch die Mitteilung über die Unterstellung der WB-Polizei unter die westl. Besatzungtruppen in WB einschließlich ihres Kombattantenstatus.


zuletzt bearbeitet 11.06.2014 18:54 | nach oben springen

#269

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.06.2014 18:54
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #266
Da die westlichen Kriegsalliierten (und offensichtlich auch die Sowjetunion) kein eigenes Interesse an einer militärischen Klärung der Deutschland- und Berlinfrage hatten, kann ich mir kein Szenario vorstellen, bei welchem die Westberliner Polizei Kombattanten geworden wären. Der E-Fall war nie ernsthaft auf der Tagesordnung.

Das ist mMn der entscheidente Punkt. Wegen dieser urbanen Entität (mal sehen obs @Gert rausbekommt das der Begriff 'Stadt' gemeint sei) hätte der Ami niemals einen Krieg angefangen, denn wie sagte der später gemeuchelte Präsident Kennedy oder man legte es ihm zumindest in den Mund ... 'Besser eine Mauer als ein Atomkrieg'. Wörtlich lautete seine nicht ganz so laut geäußerte, aber ungemein pragmatische Meinung "It's not a very nice solution, but a wall is a hell of a lot better than a war." (http://en.wikipedia.org/wiki/Berlin_Cris...961#cite_ref-19)
Mal so neben bei, ich wußte garnicht, das ein Katholik so tapfer fluchen kann ... a hell of a lot ... na also ich übersetze es nicht. Na wie auch immer, wenn's dann doch nicht sooo einfach gewesen wäre mit dem Komatantenstatus. Na dann wärens vielleicht als Freischärler katynisiert worden, die Westberliner Polizisten? Immerhin führten sie ja auch nun garnicht sooo polizeitypische Waffen in garnicht sooo polizeitypischen Kalibern, hmm?
Als Beispiel mal mal das erst nachwendlich ausgemusterte MG42. Alte Wehrmachtsbestände, geführt bis 1990. Unter der Bezeichnung MG 3A3 von Manurhin (den Elsässern graußts aber auch vor garnix) vom deutschen 8x57IS auf .308 adaptiert ...
http://www.whq-forum.de/cms/610.0.html

Achso, wie war gleich nochmal das Thema? Egal, irgendwie muß sich der pragmatische Ausspruch Kennedys doch ä bissel rumgesprochen haben, oder wieso bemühten sich die Berliner sozusagend schonemal vorab (a la BGS) kurz nach der überstandenen zweiten Berlinkrise Ende 1962 um besagten Kombatantenstatus? Wurde dann aber von der(/n) Polzeigewerkschaft(en ?) fischelant vereitelt


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 11.06.2014 19:09 | nach oben springen

#270

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.06.2014 19:00
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Nun ja, @94

"warum die Kuh schlachten, wenn man sie noch Jahrzehnte melken kann!"


zuletzt bearbeitet 11.06.2014 19:00 | nach oben springen

#271

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.06.2014 19:16
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #3
Wenn man möchte, kann man mich mit Fug und Recht als "wessi-geprägt" bezeichnen, schließlich habe ich mehr als 50 Jahre meines Lebens dort zugebracht. Aber selbst vor diesem Hintergrund gehen mir die immer wieder auftauchenden Berichte über die "Untaten" des MfS in Bezug auf die Bundesrepublik langsam auf den Senkel: Die DDR war ein souveräner Staat und hat ihre berechtigten, eigenen Interessen vertreten. Und zu denen gehört nun mal auch die Aufklärung oder wenn man so will die Spionage.

Als objektiv und fair würde ich es empfinden, wenn auch nur in annähernd gleichem Umfang über die Aktivitäten des BND oder anderer Institutionen auf dem Territorium der DDR berichtet werden würde - aber da ist nüscht. Schweigen im Walde. Gewiss, die hießen nicht "Kundschafter des Friedens" (eine absolut lächerliche Bezeichnung) und auch der Begriff "IM" dürfte kaum Verwendung gefunden haben, aber dass es sie gab, daran dürfte kein Zweifel bestehen. Für mich ist das Geschichtsklitterung in Reinkultur - oder hat man je von einem DDR-Bürger gehört, der sich nach der Wende für seine Agententätigkeit für den BND verantworten musste?

Ich habe mich bis jetzt immer gegen den Begriff der "Siegerjustiz" gewehrt, aber in diesen Fällen wurde und wird eindeutig mit zweierlei Maß gemessen.

Du hast dich gegen den Begriff Siegerjustiz gewehrt? Das ist gut so. Ich meine die Herren vom MFS sind gut in Deutschland weggekommen. Was wäre wenn.........Besser nicht darüber nachdenken



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#272

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.06.2014 22:37
von Gelöschtes Mitglied
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Vielleicht bin ich einfach nur zu pragmatisch, aber die Diskussion um den Status der West-Berliner Polizei (und ihrer Bewaffnung) geht für mich doch ein wenig an der (zum Glück nie eingetretenen) Möglichkeit vorbei.

Ich unterstelle mal, dass der im Westen so genannte Verteiligungsfall eingetreten und die Truppen des Warschauer Vertrags West-Berlin angegriffen hätten: Ein Szenario, in dem die West-Berliner Polizisten die DDR übefallen hätten, können wir wohl getrost als recht unwahrscheinlich bezeichnen.

Und - was wäre dann passiert? Innerhalb von ein, vielleicht zwei Stunden hätte es im Westen der geteilten Stadt keine bewaffneten Einheiten der Polizei mehr gegeben - von ein paar lebensmüden Fanatikern vielleicht mal abgesehen. Das waren Polizeibeamte, darin geschult, Falschparker aufzuschreiben, Familienstretigkeiten zu schlichten oder Unfallstellen abzusichern. Und viele andere polizeiliche Aufgaben mehr, zu denen aber keinesfalls der Häuserkampf gegen Panzer gehörte. Die Mädels und Jungs hätten schneller die Hände zum Himmel gehoben als man "Piep" sagen kann - und ich hätte es ihnen wahrlich nicht verübeln können.

Was danach mit ihnen geschehen wäre, wie sie behandelt worden wären ist für mich völlig sekundär: Ich bin davon überzeugt, dass bei einem Krieg auf deutschem Boden Atomwaffen eingesetzt worden wären. Nein, keine Interkontinentalraketen, weder die Amis noch die Russen waren bescheuert genug, das eigene Territorium auf Jahrtausende zu verwüsten. Nein, es wären kleine, "taktische" Atomwaffen gewesen, Granaten, abgefeuert von Haubitzen mit vielleicht 30 km Reichweite, Kurzstreckenraketen und Ähnliches mehr. Es wäre versucht worden, den Konflikt auf Deutschland einzugrenzen und dabei wären Millionen Deutsche, Zivilisten, Soldaten und natürlich auch Polizisten ums Leben gekommen.

Ganz ehrlich: Vor diesem Szenario wäre mir der Status der 20.000 Polizisten Berlins ziemlich egal.


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#273

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.06.2014 23:01
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #272
Das waren Polizeibeamte, darin geschult, Falschparker aufzuschreiben, Familienstretigkeiten zu schlichten oder Unfallstellen abzusichern. Und viele andere polizeiliche Aufgaben mehr, ...

Naja, außer vielleicht Schah- oder Reaganbesuche und die einen oder anderen ersten Maie ..., aber stimmt schon. Da haben bei den Verantwortlichen dieser Planspiele in Berlin (Hauptstadt der DDR) warscheinlich noch die Erinnerungen an die 30er/40er Jahre zu tief gesessen, ich meine es gab ja mal ein deutsches Land, die gingen die Aufgaben der Polizei(-einsatzbattailone) nun doch etwas über originäre polizeiliche Aufgaben hinaus. Und ich meine, die Autobahn (hochkant) wurde ja auch als antifaschistischer Schutzwall bezeichnet.

Doch mal noch 'ne andere, wenn auch leicht oT hier, Idee. Wie wäre es denn mit einer unbewaffneten Polizei? Ich meine umgehn könn'se mit den Schießeisen eher selten bis sowieso nicht (Neptunbrunnen vor einem Jahr, die BILD hatte übrigens die schärfsten Bilder) und für Streitigkeiten im ruhenden Verkehr oder sonstige Familienzwistigkeiten hilft ja das Teil mit dem Warnschuß unten links im Magazin nun gleich garnicht. Auf der britischen Insel funktioniert es ja auch, oder besser gesagt funktionierte ... bis nein-eleffen.
Was ich damit sagen will, JEDER behördliche oder dienstliche Waffenträger ist für mich per se ein Kombatant, gerade die Schußwaffe der deutschen Polizeien durch die Bank weg ist nunmal von ihrer Abstammung her rein militärisch, sagt ja schon die Kaliberbezeichnung ... Si vis pacem para bellum.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 11.06.2014 23:05 | nach oben springen

#274

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.06.2014 23:06
von FRITZE (gelöscht)
avatar

Prima Kaliber ! Eignet sich auch , um mal n angefahrenes Wildschwein mit dem Inhalt eines Magazins zu erlösen .


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#275

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.06.2014 23:17
von 94 | 10.792 Beiträge

Tja, bei .357 aus'm Revolver hätte genau ein Schuß das Tier erlöst. Und für den polizeilichen Alltag, also wenn wir jetzt mal die amerikanischen Verhältnisse für erstrebenswert annehmen, dann die .38 Spezial, vielleicht als Short-Stop in die gleiche Waffe als Standardmunition, jede Woche mehrere Stunden auf der Range und nicht nur die Übungen 1 bis 7 ... na man wird ja wohl nochmal eine Idee haben dürfen *vorsichtig_fast_nicht_grins*

Nun wie auch immer, erstemal N8, CTRL-Z and logoff

P.S. na noch nicht ganz N8, seit der Jahrtausendwende hat ja auch mehr oder weniger schlaue Köpfe bei der Polizei erkannt, das 9 Para nun nicht sooo die polizeilich geeignete Munition sein ... und für nicht gerade wenig Steuergeld die PEP entwickeln lassen. Hier mal ein Blick (oder Einblick ? Rechtsschreibung ist um die Zeit eine echte Herausforderung), also hier mal die 'Technische Richtline' (in der Industrie heißt sowas Lasten- oder Pflichtenheft. Je nachdem ob Auftraggeber oder -nehmer) ...
www.gdp.de/id/dp1200/$file/0012_06.pdf


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 11.06.2014 23:27 | nach oben springen

#276

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.06.2014 23:58
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Völlig OT, aber zum Thema Handfeuerwaffen passend:

Während meines U-Lehrgangs beschlossen einige Offiziere, mal ein Vergleichsschießen mit ihren NATO-Kollegen zu veranstalten. Natürlich an einem Samstagvormittag. Und natürlich brauchten sie Personal: Munitionsausgabe, Anzeigerdeckung, Aufsicht beim Schützen etc. - halt das volle Programm. Und natürlich war der Lehrgang prädestiniert dafür, diese Aufgaben zu übernehmen: Der Lehrgang braucht Druck.

Ich wurde für den Gewehrstand eingeteilt, aber daran verloren die Herren Offiziere schnell sie Lust. Abgebaut war recht zügig, aber das war es dann auch: Ich hätte zwar die rund 25 km zurück in die Kaserne marschieren können, fühlte mich aber nicht wirklich dazu motiviert. Also habe ich gewartet, bis alles zu Ende war und bin über die Standortschießanlage geschlendert.

Am Pistolenschießstand traf ich auf einen mir bekannten OLT aus einer Nachbarkompanie. Er war Waffensammler und reinigte gerade seine Waffen, zwei 45er Colts. Und fragte mich, ob ich denn auch mal schießen wolle. Welche Frage - natürlich wollte ich. Also stellte ich mich wie Django hin, die Colts locker im Hüftanschlag und drückte ab.

Den Rückstoß als gewaltig zu bezeichnen wäre enorm untertrieben: Dass die beiden Schießprügel mir nicht die Arme ausgekugelt haben, verwundert mich bis heute. Jedenfalls kann ich seit diesem Erlebnis nur noch lachen, wenn ich John Wayne oder andere Westernhelden mit ihren Colts agieren sehe.


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#277

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.06.2014 16:38
von Georg | 1.027 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #93
Die Bombe wurde von einem IM gelegt!

http://www.berliner-kurier.de/politik---...8,11044116.html



Und der Westberliner Verfassungsschutz verteilte Bananen und Spielzeuch:

http://www.wahrheitssuche.org/studentenunruhen.html

und unglaublich: Diese Wohltaten wurden geheimgehalten.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#278

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.06.2014 17:14
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #265
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #264
Etwas zu einfach gedacht.
Hä ... was willst'n da verkomplizieren!?

Ganz einfach, zumindest auf dem geduldigen Papier des 'Zusatzprotokoll zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte (Protokoll I)'. Da stehts geschrieben im Abschnitt römisch II zum Thema 'Kombattanten- und Kriegsgefangenenstatus', genau im 3. Absatz des Artikels 43, ich zitiere:

Nimmt eine am Konflikt beteiligte Partei paramilitärische oder bewaffnete Vollzugsorgane
in ihre Streitkräfte auf, so teilt sie dies den anderen am Konflikt beteiligten Parteien mit.




Wenn es immer so ganz einfach wäre, würde es auch der einfach gestrickte auf Anhieb verstehen.

Kleine Wiederholung:
Gesetze, Verordnungen, etc. Lesen ist die eine Seite, dass ganze auch noch zu Verstehen/Umzusetzen die andere.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#279

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.06.2014 17:15
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #275
Tja, bei .357 aus'm Revolver hätte genau ein Schuß das Tier erlöst.


Träum mal weiter.

P.S:: Und nicht so viel Schrott verzapfen.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 12.06.2014 17:17 | nach oben springen

#280

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.06.2014 18:37
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #278
Wenn es immer so ganz einfach wäre, würde es auch der einfach gestrickte auf Anhieb verstehen.

Drollig, und was ham'er jetzt an ... zumindest auf dem geduldigen Papier ... nu nicht verstanden *fragendes_rethorisches_grins*

Doch mal zurück zu dem angestrebten Kombatantenstatus für die Westberliner Polizei, weißt Du oder vielleicht auch erst nach einem Blick ins Archiv, WER auf diese Idee 1962 kam? So richtig, also mit Erfolg, dagegen war'n ja dann 'nur' die Polizeigewerkschafter.

P.S. für mich ist ein Wildunfall ein Traum, und zwar ein Alptraum. Und sowas möchte ich eigentlich nicht. Aber vielleicht kann ja mal ein Jäger im Forum mal etwas oT von seinen Erfahrungen und bevorzugten Kalibern zum Abfangen was erzählen?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 12.06.2014 18:41 | nach oben springen


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