#201

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.06.2014 23:19
von Moskwitschka (gelöscht)
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@94 Mal ne Detailfrage, auf Du vielleicht ne Antwort hast und weil Zahlenangaben in der Vergangenheit ja immer strittig waren. Selbst die BStU hat in der Vergangeheit einiges relativiert.

Es waren ja zwei Studien. Die erste über den Zeitraum von 1949 (?) bis 1972 und die zweite von 1973 bis 1989. Wieviel Personen gab es in Berlin - West in insgesamt 40 Jahren im aktiven Polizeidienst? Nur 20.000? Auch unter Berücksichtigung aller Zu - und Abgänge in dem untersuchten Zeitraum? Mir erscheint das ein bissel wenig für den Brennpunkt Berlin.

Und hast Du auch eine Erklärung gefunden, warum der PolPräs ausgerechnet 1972/73 als Meilenstein für das "Untersuchungsprojekt" gewählt hat?

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 06.06.2014 23:58 | nach oben springen

#202

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.06.2014 23:30
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Gert im Beitrag #155
Zitat von seaman im Beitrag #153
Zitat von Barbara im Beitrag #152
Das waren doch Polizisten? Warum läuft das dann unter "Auslandsaufklärung"?

.


Weil das Westberliner Polizisten waren und von der DDR Auslandaufklärung personell erfasst wurden.

seaman


Sehr witzig, Westberliner Polizisten sind für das Ostberliner MfS Ausländer. Glaube dümmer geht's wohl nicht mehr. Aber so dumm kann Politik sein.



Richtig, dümmer geht nimmer...., nur welchen Aspekt, das lasse ich offen


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#203

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.06.2014 08:16
von Georg | 1.008 Beiträge

Ich hätt auch ma ne Frage zum Thema.
Geheimdienstmitarbeiter, die Agenten sieht man immer als sehr sportliche Leute? Gibt es da sowas wie eine Lieblingssportart?
Stimmt es, dass die Antwort: 2114 2005 1829 0114 04051814 wär? Verschlüsselung. Geheimnis soll auch Geheimnis bleiben. Die Insider wissen es.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#204

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.06.2014 08:22
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #203
Ich hätt auch ma ne Frage zum Thema.
Geheimdienstmitarbeiter, die Agenten sieht man immer als sehr sportliche Leute? Gibt es da sowas wie eine Lieblingssportart?
Stimmt es, dass die Antwort: 2114 2005 1829 0114 04051814 wär? Verschlüsselung. Geheimnis soll auch Geheimnis bleiben. Die Insider wissen es.



Hätte vor der letzten Vierergruppe nicht auch eine "Trennung" erfolgen müssen?

seaman


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#205

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.06.2014 08:27
von Georg | 1.008 Beiträge

ja, sorry
Im echten Leben hätte ich wohl neu senden müssen.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#206

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.06.2014 08:33
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #205
ja, sorry
Im echten Leben hätte ich wohl neu senden müssen.



Siehste,der Empfänger wäre auch stutzig geworden......

seaman


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#207

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.06.2014 12:19
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Georg!

Da das nur die "INsider" beantworten können (und auch wollen?) mal ein paar Schlüsselwörter, die sie sicher hierauf aufmerksam machen:
Bin Laden, Bombe, Sprengstoff, Terror Juden, Dschihad, heiliger Krieg, NSA, BND, Bombenbauanleitung, Zünder, Alkaida, Al Qaida, al-Nusra, Taliban, Schahīd , جهاد‎ ....
Also wenn nich bald ein "INsider" hier auftaucht, dann bekommen diese Leute ihr Geld wirklich umsonst !

Und als Lieblingssportart denke ich lokalisiert zu haben:
Tauchen, oder besser gesagt, ABtauchen ....



Schöne Grüße,
Eckhard



Zitat von Georg im Beitrag #203
Ich hätt auch ma ne Frage zum Thema.
Geheimdienstmitarbeiter, die Agenten sieht man immer als sehr sportliche Leute? Gibt es da sowas wie eine Lieblingssportart?
Stimmt es, dass die Antwort: 2114 2005 1829 0114 04051814 wär? Verschlüsselung. Geheimnis soll auch Geheimnis bleiben. Die Insider wissen es.


zuletzt bearbeitet 07.06.2014 12:25 | nach oben springen

#208

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.06.2014 15:16
von damals wars | 12.143 Beiträge

War den nun die Verhaftung der Polizisten vorgesehen oder sollten die in die VP übernommen werden.
Lagen den schon Uniformen für die Kaderreserve auf Halde?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#209

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.06.2014 18:02
von ABV | 4.202 Beiträge

Die Polizei ist nun einmal eine relativ sensible Sicherheitsbehörde. Und in Zeiten des " Kalten Krieges", der ganz schnell "heiß" werden konnte, auch ein potentieller Gegner. Über dem man, in Vorbereitung eines eventuellen Ernstfalles, als Geheimdienst so viel wissen möchte wie nur irgend möglich. Insofern überrascht mich die Nachricht über die Aktivitäten des MfS nun nicht gerade. Zumal bereits seit langem bekannt ist, dass das MfS über einen Generalschlüssel für sämtliche Polizeiobjekte Westberlins verfügte. Den Schlüssel hatte ein in der Polizei platzierter IM besorgt.
Ich bezweifele jedoch, dass jeder einzelne Westberliner Polizeibeamte vom MfS ausspioniert wurde. Sondern lediglich die Polizisten welche entweder in besonders herausgehobenen Führungspositionen oder in besonders interessanten Abteilungen, zum Beispiel im Staatsschutz, oder in Stäben, arbeiteten. Alles andere halte ich für utopisch.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#210

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.06.2014 20:13
von Moskwitschka (gelöscht)
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Ich finde es, noch bevor ich die Studie gelesen habe, interessant wie sich eine Ankündigung einer Veröffentlichung verselbständigt.

Vom Forschungsverband SED - Staat der FU Berlin sehr sachlich:

Der Band enthält eine umfassende Darstellung der DDR-Spionage gegen die West-Berliner Polizei. Untersucht werden die Rolle der Kommunisten in der Berliner Polizei nach 1945, die Spaltung der Berliner Polizei im Jahr 1948, die Rolle von DDR-Agenten in der West-Polizei, die politischen Kampagnen gegen die West-Berliner Polizei, die Begünstigung von Terrorristen durch SED und MfS sowie die ausufernde Datensammlung über West-Berliner Polizeibeamte und ihre Dienststellen in der Zeit von 1950 bis 1989.


http://www.fu-berlin.de/sites/fsed/aktue...04Pol_Buch.html

Die Pressemitteilungen machen dann schon Werbung einschließlich eines gemeinsamen Auftrittes der Forscher und der Auftraggeber. An der Stelle tritt die Politik auf den Plan und kommen auch die 16.000 Polizisten, auf die sich alles fokusiert ins Spiel

16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert (6)

Na und was die Medien dann draus machen kann im Eröffnungsbeitrag nachgelesen werden.

Und damit bei künftigen Veröffentlichungen der FU Berlin nicht gleich wieder sich die Gemüter erhitzen, hier mal ein link zu den Themen der Forschungsprojekte des Forschungsverbundes SED - Staat:

http://www.fu-berlin.de/sites/fsed/proje...hung/index.html

@ABV darunter ist auch ein Thema, das Dich auch interessieren könnte.Es befindet sich noch in der Antragsphase

Das Diplomatische Corps in der DDR

Eine Untersuchung am Beispiel der Botschaften Frankreichs, Großbritanniens, der USA, Österreichs und der Schweiz.


LG von der Moskwitschka


ABV hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#211

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.06.2014 21:59
von ABV | 4.202 Beiträge

Vielen Dank für den Hinweis @Moskwitschka. Das Thema interessiert mich in der Tat brennend.

Um noch einmal auf das Thema La Belle zurückzukommen:

Eines verstehe ich noch immer nicht: Selbst wenn die Amerikaner nicht über den drohenden Anschlag informiert waren, ihnen dürften doch die nervösen Sicherheitsmaßnahmen rund um die Botschaft nicht entgangen sein. Ich gehe aber eher davon aus, dass der USA-Botschafter im Vorfeld über den Grund der Maßnahmen, zumindest vage, vom Außenministerium in Kenntnis gesetzt worden ist. Man kann also davon ausgehen, dass die USA über die Gefahr eines Terrorakts auf ihre Einrichtungen in Berlin, Bescheid wusste.

Nun ist eine für jedermann zugängliche Disco keine " US-amerikanische Einrichtung".
Selbst dann nicht, wenn sie von amerikanischen Soldaten frequentiert wird. So das der Anschlag an dieser Stelle möglicherweise nicht erwartet wurde.

Wenn das MfS, oder besser gesagt einige wenige innerhalb des MfS, das konkrete Attentatsziel kannten und dennoch schwiegen, dann wäre das Mitwisserschaft zu einem geplanten Verbrechen und Beihilfe zum geplanten Mord in einem! Die Betreffenden werden das wohl mit ihrem eigenen Gewissen abmachen müssen! "Kalter Krieg" hin oder her!


Gruß an alle
Uwe


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zuletzt bearbeitet 07.06.2014 22:04 | nach oben springen

#212

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.06.2014 22:57
von FRITZE (gelöscht)
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Zitat von ABV im Beitrag #211
Vielen Dank für den Hinweis @Moskwitschka. Das Thema interessiert mich in der Tat brennend.

Um noch einmal auf das Thema La Belle zurückzukommen:

Eines verstehe ich noch immer nicht: Selbst wenn die Amerikaner nicht über den drohenden Anschlag informiert waren, ihnen dürften doch die nervösen Sicherheitsmaßnahmen rund um die Botschaft nicht entgangen sein. Ich gehe aber eher davon aus, dass der USA-Botschafter im Vorfeld über den Grund der Maßnahmen, zumindest vage, vom Außenministerium in Kenntnis gesetzt worden ist. Man kann also davon ausgehen, dass die USA über die Gefahr eines Terrorakts auf ihre Einrichtungen in Berlin, Bescheid wusste.

Nun ist eine für jedermann zugängliche Disco keine " US-amerikanische Einrichtung".
Selbst dann nicht, wenn sie von amerikanischen Soldaten frequentiert wird. So das der Anschlag an dieser Stelle möglicherweise nicht erwartet wurde.

Wenn das MfS, oder besser gesagt einige wenige innerhalb des MfS, das konkrete Attentatsziel kannten und dennoch schwiegen, dann wäre das Mitwisserschaft zu einem geplanten Verbrechen und Beihilfe zum geplanten Mord in einem! Die Betreffenden werden das wohl mit ihrem eigenen Gewissen abmachen müssen! "Kalter Krieg" hin oder her!


Gruß an alle
Uwe



Uwe ,Du kennst mich ich bin ein Freund klarer Worte . Wenn mit dem Wissenstand , Mitte der achtziger Jahre ,konnten sie noch von Unwissenheit sprechen ,aber spätestens seit 2001,weiß jeder halbwegs vernünftig denkende Mensch ,über die Machenschaften des US. Geheimdienstes Bescheid .
Jeden kleine Klacks wissen sie und bei solch brisanten Themen sind sie überrascht worden ? !
Wers glaubt ! 1000%ig haben sie davon gewusst , nur haben sie es in Kauf genommen, um es danach auszuschlachten und als Druck und Angriffsmittel zu benutzen. Und in nicht wenigen Fällen waren und werden sie noch die Anstifter sein .

MsG Fritze


Hagen Friedrichs hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#213

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.06.2014 23:27
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #211


Wenn das MfS, oder besser gesagt einige wenige innerhalb des MfS, das konkrete Attentatsziel kannten und dennoch schwiegen, dann wäre das Mitwisserschaft zu einem geplanten Verbrechen und Beihilfe zum geplanten Mord in einem!


Gruß an alle
Uwe


Uwe, ich weis wirklich nicht wie du zu dieser Aussage kommst. Das MfS-Mitarbeiter wussten dass ein Transfer von Sprengstoff über einen lybischen Botschaftsmitarbeiter erfolgte ist mittlerweile klar, auch dass der verantwortliche ex-Mfs-ler dafür verurteilt wurde! aber genau in diesem Verfahren wude klar dass er eben nicht das Ziel kannte und auch nicht wofür der Sprengstoff überhaupt gedacht war! Deine Vermutung dass das konkrete Anschlagsziel innerhalb des MfS bekannt war und geschwiegen wurde ist also nicht belegbar und meiner Meinung nach auch unwahrscheinlich. Die Ausführungen von @KID, als einen der wenigen Insider damals, bestätigen dies!

SCORN


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#214

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.06.2014 23:27
von eisenringtheo | 9.169 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #211
(...)
Wenn das MfS, oder besser gesagt einige wenige innerhalb des MfS, das konkrete Attentatsziel kannten und dennoch schwiegen, dann wäre das Mitwisserschaft zu einem geplanten Verbrechen und Beihilfe zum geplanten Mord in einem! Die Betreffenden werden das wohl mit ihrem eigenen Gewissen abmachen müssen! "Kalter Krieg" hin oder her!
(...)
Gruß an alle
Uwe


Das genaue Ziel bei Attentaten ist doch immer geheim und wird den "Einsatzleuten" erst sehr kurzfristig bekanntgegeben. Selbst wenn mutmasslich Verdächtige bekannt werden, kann dann der "Gegner" nicht rechtzeitig Abwehrmassnahmen ergreifen. Dass das MfS Hektik um die amerikanische Botschaft veranlasste, beweist eigentlich, dass es wusste dass ein Anschlag gegen Amerikaner bevorstand, aber nicht wusste, wo.
Theo


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#215

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.06.2014 23:54
von passport | 2.629 Beiträge

Zitat von SCORN im Beitrag #213
Zitat von ABV im Beitrag #211


Wenn das MfS, oder besser gesagt einige wenige innerhalb des MfS, das konkrete Attentatsziel kannten und dennoch schwiegen, dann wäre das Mitwisserschaft zu einem geplanten Verbrechen und Beihilfe zum geplanten Mord in einem!


Gruß an alle
Uwe


Uwe, ich weis wirklich nicht wie du zu dieser Aussage kommst. Das MfS-Mitarbeiter wussten dass ein Transfer von Sprengstoff über einen lybischen Botschaftsmitarbeiter erfolgte ist mittlerweile klar, auch dass der verantwortliche ex-Mfs-ler dafür verurteilt wurde! aber genau in diesem Verfahren wude klar dass er eben nicht das Ziel kannte und auch nicht wofür der Sprengstoff überhaupt gedacht war! Deine Vermutung dass das konkrete Anschlagsziel innerhalb des MfS bekannt war und geschwiegen wurde ist also nicht belegbar und meiner Meinung nach auch unwahrscheinlich. Die Ausführungen von @KID, als einen der wenigen Insider damals, bestätigen dies!

SCORN



@ABV

1. Der verurteilte MA hatte nur den Auftrag den Sprengstoff einen lybischen Botschaftsangehörigen zu übergeben. Er war für die Entscheidung der Sprengstoffübergabe nicht verantwortlich. Das wurde auf einer höheren Ebene entschieden.

2. Es wurde bei dieser Gerichtsverhandlung überhaupt nicht überprüft ob der verwendete Sprengstoff identisch war mit den damals an die lybische Botschaft übergebenen Material. Was für eine Beweisführung !!!


passport


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#216

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.06.2014 00:35
von ABV | 4.202 Beiträge

Da ihr mich gerade so schön abgewatscht habt:
Meine Aussage bezüglich der direkten Mitwisserschaft des MfS bezog sich auf den bzw die Zeitungsartikel zu diesem Thema aus den letzten Tagen. Darin heißt es ja, sinngemäß, dass das MfS über die konkreten Attentatsziele Bescheid wusste.
Ergo: es wäre die Pflicht des MfS gewesen, die Amerikaner darüber in Kenntnis gesetzt.
Aber: so richtig ist es mir bis jetzt nicht klar, ob aus den Stasi-Akten wirklich hervorgeht, dass das La Belle oder eine andere "Soldatendisco" in die Luft gejagt werden soll, oder ob der IM lediglich davon sprach, dass ein Attentat verübt werden soll. Das wussten die Amerikaner ja bereits, bedurfte also keiner weiteren Erläuterung.
Und ja: das Verhältnis zwischen Ghadaffi und der USA war "nicht das beste". Ein Attentat unter lybischer Beteiligung wäre ein willkommender Grund für einen militärischen Angriff. Was ja auch wenige Tage nach "La Belle" geschah.
Die Ereignisse rund um das " La Belle-Attentat" werden wohl nie völlig aufgeklärt werden.

Gruß an alle
Uwe


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#217

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.06.2014 00:40
von FRITZE (gelöscht)
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Cui bono ?


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#218

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.06.2014 00:44
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von FRITZE im Beitrag #217
Cui bono ?


Zitat von KID im Beitrag #112


Ich halte die ganze Aktion fuer eine Falsche Flagge-Aktion. Nur weil derjenige (CHRAIDI), der den Sprengstoff zur Verfuegung stellte, IN der lybischen Botschaft arbeitete, bedeutet das laengst nicht, dass er im Auftrage der Lybier arbeitete. Kurz vor und kurz nach dem Anschlag 'notierte' die NSA den 'hektischen' Funkverkehr zwischen Tripolis bzw. Benghazi und Ost-Berlin. Leider kam der Loewenanteil des Funkverkehrs von Sonden, die heimlich von den Israelis an der lybischen Kueste in den Sand eingebuddelt waren.





zuletzt bearbeitet 08.06.2014 00:45 | nach oben springen

#219

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.06.2014 00:49
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von FRITZE im Beitrag #217
Cui bono ?


Die selbe Frage hat sich die Weltöffentlichkeit wohl schon beim Angriff auf Pearl Harbor gestellt
Politik kann verdammt geheimnisvoll sein....


Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

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#220

RE: 16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.06.2014 05:51
von Streckmetall | 99 Beiträge

Es war einmal ein Junge namens Ronald.
Ronald war der Stärkste in seiner Klasse, aber Ronald war nicht glücklich. Oder sagen wir
mal so: Er wäre glücklich, gäbe es da nicht diesen anderen Jungen, nennen wir ihn mal
Gandolfi. Gandolfi war bei weitem nicht so stark wie Ronald, aber viel frecher. Er ließ
sich von Ronald nichts sagen, hatte seinen eigenen Dickkopf und tanzte ihm auf der
Nase rum, wo er nur konnte.

Die Wochen gingen ins Land. Ronald wurde immer verdrossener: "Wenn ich nichts gegen
Gandolfi unternehme und mir sein respektloses Gehabe weiter gefallen lasse
", dachte er
sich, "dann sind meine Tage als Anführer in der Klasse gezählt. Dann respektiert mich
keiner mehr. Ich muss ihm unbedingt mal so richtig zeigen, wo der Hammer hängt, damit
ich ihn einschüchtern kann.
" Diese Erkenntnis ließ Ronald aber nicht unbedingt glücklicher
werden, als ihm klar wurde, dass er nicht so einfach zu seinem Widersacher gehen und
ihn verprügeln konnte: "Wenn ich ihm einfach so eins auf die Mütze gebe", sinnierte Ronald,
"dann stehe ich als der Böse und Gandolfi als das arme Opfer da. Gandolfis Freunde warten
ja nur auf einen solchen Grund, damit sie mich beim Lehrer anschwärzen und vorher noch
gemeinsam über mich herfallen können. So ein Mist aber auch!
"

Als Ronald, erschüttert ob der Erkenntnis seines Dilemmas, betrübt den Kopf hängen ließ,
kam einer seiner Freunde des Weges, nennen wir ihn Simon. Simon war auch nicht gerade
ein Muskelprotz, aber dafür der Schlaueste in der Klasse. Er hatte es immer irgendwie
verstanden, eine List oder einen Schachzug zu finden, um Ronald auf seine Seite zu ziehen.
Da auch Simon selbst Gandolfi nicht leiden konnte, gab er Ronald einen Rat: "Wie wäre es
denn
", raunte er ihm ins Ohr, "wenn ich nachher in der Pause zu den Fahrrädern gehe und
dein Rad so richtig zerbeule? Jeder weiß ja, dass du es nicht selbst getan haben kannst,
wenn du die ganze Pause mit den anderen Fußball spielst. Ich lasse bei deinem Rad dann
gleich noch eine leere Packung Ziegenmilch liegen, weil alle wissen, dass nur Gandolfi dieses
Zeug trinkt. Wenn du nach der Schule zum Fahrrad gehst, dann sorg einfach nur dafür, dass
viele Klassenkameraden dabei sind und drück noch die ein oder andere Träne aus den Augen.
Und morgen früh in der ersten Pause kannst du als 'Rache' Gandolfi vor allen anderen mal so
richtig genüsslich in den Boden einmassieren. Das wird er sich merken und dich so schnell
nicht wieder nerven.
"

Hier ist die Geschichte nun zu Ende. Denn was danach wirklich geschah, vermag keiner mit
Sicherheit zu sagen. Obgleich, auch das muss gesagt sein, sicher die ein oder andere
Legende zum Fortgang des Geschehens gewebt wurde...


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