#161

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 04.08.2014 21:22
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

hallo hans,
hast du mal bei deiner Sippe nach Hunst. gefragt,
Werde in den nächsten zeit was schreiben?


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#162

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 04.08.2014 21:36
von Hans | 2.166 Beiträge

Ja, hab ich , aber......
Also die Moritat soll noch irgendwo rumliegen, mein Bruder hat den ganzen Nachlasskram in dieser Hinsicht zusammengetragen. ( Die Mundartgeschichten und so) Aber das ist verdammt viel. Mal sehen.... Mehr kann ich da leider nicht sagen.
73 Hans Äh- verdammt - eins vergessen : Den Anfang von der Moritat hat er mir doch gesagt- die hatte er noch im Kopf :(Nach der Operrettenmelodie "Der Böse Räuber Gasparone gesungen)
Der böse Räuber Hunstock , er rennt herum und sinnt auf Mord , und seine schlimme Bande, die folget ihm an jeden Ort.
Wer fängt den Räuber Hunstok , bringt ihn zum Galgen fort, sonst macht der Räuber Hunstok, doch weiter Raub und Mord.
Na - nicht viel - aber ein Anfang. Übrigens - in Th. Mundart gesungen, aber Du weisst ja , das läßt sich kaum schreiben.
H.


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
zuletzt bearbeitet 04.08.2014 21:44 | nach oben springen

#163

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 04.08.2014 22:37
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #159
[quote=thomas 48|p376161]

ja so ist es nun mal, werden nicht alle vor Vertrauen sprühen wenn da einer was wissen will, was Jahrzehnte zurück liegt. Das Hotel wird nicht unerhebliche Gründe haben wenn es noch in Fam.-besitz ist.(schlechte Werbung, das zu diesen Zeiten!!) Andere sagen, lass es/sie ruhen
und wieder andere wollen, dass nichts aufgerührt wird weil sie Angst haben, daß sie ihre eigene Vergangenheit einholt.

Hinzu kommt, daß die Zeiten in denen wir jetzt leben sehr kurzlebig geworden sind, wie ich meine. Jeden Tag bricht eine Welle von Informationen auf die nächste auf uns herein, kein Wunder wenn man dann nur Oberlächlich alles aufnimmt, Wichtiges als unwichtig abtut und sich lieber mit lustigen Themen beschäftigt als mal über etwas nachzu denken bevor man sich wieder anderem, bequemeren zu widmen, wenn überhaupt.

Mach weiter so und bleibe bei Deinen Recherchen unbedingt drann und sei hartnäckig und lasse Dich nicht abwimmeln!

noch eine schönen Abend und nen Gruß an Deine Gefährtin, gruß Bernd



Das mit der Vergangenheit im Zusammenhang mit historischen Straftaten ist allgemein recht interessant, wobei das sogar eine ganz andere Dimension als die Recherche von Heimatzeitschriften haben kann, wie sie Thomas hier übrigens vorbildlich einbringt, also unbedingt fortsetzen.
Interessant deshalb weil vor ca. fünf Jahren ein Angelkamerad von mir bei Grabungen im Garten zwei Totenschädel gefunden hatte und nunmehr richtig Angst um die Familienhistorie bekam (Haus war geerbt), deshalb meine Frage an die Experten:
Wann ist eine Straftat eigentlich historisch, ab welchen Alter solcher Fundstücke ermittelt keine Kripo mehr weiter, gibt es da allgemeine Regeln oder ist das fallbezogen ?
Die Ausgrabungen des Kameraden waren übrigens auf ein Tötungsverbrechen des Jahres 1932 zurückzuführen, mehr war auch hier bis heute nicht zu erfahren aber wenn es tatsächlich eine Belastung für die Angehörigen war, ist es auch gut so.
Seine Aussage war nur, "hatte zum Glück nichts mit uns zu tun", naja, damit war's erstmal erledigt für mich, manchmal sollte ich wohl nicht so neugierig sein.



zuletzt bearbeitet 04.08.2014 22:52 | nach oben springen

#164

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 05.08.2014 08:07
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Danke, ich habe keine Heimatzeitschrift, sondern eine Tageszeitung von der Rhön


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#165

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 05.08.2014 08:56
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #164
Danke, ich habe keine Heimatzeitschrift, sondern eine Tageszeitung von der Rhön


Na Thomas, dann ist es jetzt ganz korrekt, aber mal was anderes.
Weißt Du, daß man alte Tageszeitungen auch noch mit dem gewünschten Datum als Nachdruck kaufen kann.
Ich hatte mal als Geburtstagsgeschenk eine alte "Freiheit" (Bezirk Halle, bezeichnet als Organ der SED...glaube ich zumindest) gekauft und dafür 39 Euro gelöhnt obwohl die von 1983 war.
Hier wurde die Nachrichtenlage des Geburtstages meiner Nichte wieder gegeben, das war recht interessant aber die Preise sind richtig fett, wenn man so etwas vorher gewußt hätte, wären meine Altpapiersammlungen von früher ("Millionen für die Republik"...alter Slogan der damals sammelnden Thälmannpioniere) ein paar Tausender Wert.



Inzwischen bin ich recht sensibilisiert für diese alten Werte, habe vor wenigen Tagen erst wieder ein paar Ausgaben der "Jugend und Technik" , sowie alte Technikbücher gerettet, die werden ganz sicher nicht versilbert.
Ich hatte ja auch schon an anderer Stelle etwas davon eingeflochten und finde, daß so etwas an geeigneter Stelle wertvolle Zeitdokumente sind.



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#166

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 05.08.2014 09:51
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Das weiß ich, wäre ja interessant
Sieh mal in deinen PM nach, habe dir vor einigen Tagen einige Daten über die KPD im Mansfelder Gebiet getippt.
Hoffe, ich bringe jetzt einige Namen nicht durcheinander.
Habe im vorigen Jahr in einer schles Zeitung die Anzeigen von der Hochzeit eines entfernten Onkel und im Krieg seine Todesanzeigen mit verschiedenen Namen meiner Verwanden.
Habe gerade gefunden
1927 gab es 100 Z. in Berlin und in Thüringen nur 11


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#167

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 05.08.2014 16:33
von StabsfeldKoenig | 2.638 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #163
Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #159
[quote=thomas 48|p376161]

ja so ist es nun mal, werden nicht alle vor Vertrauen sprühen wenn da einer was wissen will, was Jahrzehnte zurück liegt. Das Hotel wird nicht unerhebliche Gründe haben wenn es noch in Fam.-besitz ist.(schlechte Werbung, das zu diesen Zeiten!!) Andere sagen, lass es/sie ruhen
und wieder andere wollen, dass nichts aufgerührt wird weil sie Angst haben, daß sie ihre eigene Vergangenheit einholt.

Hinzu kommt, daß die Zeiten in denen wir jetzt leben sehr kurzlebig geworden sind, wie ich meine. Jeden Tag bricht eine Welle von Informationen auf die nächste auf uns herein, kein Wunder wenn man dann nur Oberlächlich alles aufnimmt, Wichtiges als unwichtig abtut und sich lieber mit lustigen Themen beschäftigt als mal über etwas nachzu denken bevor man sich wieder anderem, bequemeren zu widmen, wenn überhaupt.

Mach weiter so und bleibe bei Deinen Recherchen unbedingt drann und sei hartnäckig und lasse Dich nicht abwimmeln!

noch eine schönen Abend und nen Gruß an Deine Gefährtin, gruß Bernd



Das mit der Vergangenheit im Zusammenhang mit historischen Straftaten ist allgemein recht interessant, wobei das sogar eine ganz andere Dimension als die Recherche von Heimatzeitschriften haben kann, wie sie Thomas hier übrigens vorbildlich einbringt, also unbedingt fortsetzen.
Interessant deshalb weil vor ca. fünf Jahren ein Angelkamerad von mir bei Grabungen im Garten zwei Totenschädel gefunden hatte und nunmehr richtig Angst um die Familienhistorie bekam (Haus war geerbt), deshalb meine Frage an die Experten:
Wann ist eine Straftat eigentlich historisch, ab welchen Alter solcher Fundstücke ermittelt keine Kripo mehr weiter, gibt es da allgemeine Regeln oder ist das fallbezogen ?
Die Ausgrabungen des Kameraden waren übrigens auf ein Tötungsverbrechen des Jahres 1932 zurückzuführen, mehr war auch hier bis heute nicht zu erfahren aber wenn es tatsächlich eine Belastung für die Angehörigen war, ist es auch gut so.
Seine Aussage war nur, "hatte zum Glück nichts mit uns zu tun", naja, damit war's erstmal erledigt für mich, manchmal sollte ich wohl nicht so neugierig sein.


Mal als Anhaltspunkt: Personenbezogene Daten werden nach dem Bundesarchivgesetz zum 110. Geburtstag des betroffenes freigegeben, wenn nicht vorher die Zustimmung zur Freigabe von gesperrten Dokumenten (wegen personenbezogener Daten) vom Betroffenen erteilt wurde.
Es wäre also davon auszugehen, daß frühestens 90 Jahre nach der Tat die Ermittlungen entgütig eingestellt werden, da zu diesem Zeitpunkt vom Tod des Täters (Lebansalter mind. 105-110 Jahre) mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann.



Hackel39 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#168

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 07.08.2014 19:18
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

1926
19.04
Der Maschinenarbeiter Mock hat wiederholt sich an zwei kleine Mädchen sittlich vergangen. Er bestritt seine Tat.
Weil er durch eine Handgranate am Kopf schwer verletzt war, wurde er vom Schöffengericht zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.
12.05
Die hiesige Polizei, arbeitete mit der Kriminalpoizei der Bahnpolizei Eisenach zusammen, dadurch konnten sie die Arbeiter Otto Gens und Adolf Sava, die unangemeldet in der Kupfergasse wohnten, sie wurden überführt Diebstähle in Unterbreizbach begangen zu haben. Gens ist der Bruder der zum Tode verurteilten Anton, der am 5.5 in Frankfurt den Kriminalbeamten Sack ermordete.
Gens wollte Pfingsten eine Eisenacherin heiraten.
29.06
Der Lehrer Willy Engel wurde wegen sittlichen Verfehlungen an ein Schulmädel von der Strafkammer zu 9 Monaten Gefängnis und 2 Jahre Ehrverlust verurteilt.
9.07
Das Eisenacher Schöffengericht verurteilte den Hochstapler Rolf Maximilian Rauch zu 3 Jahren Zuchthaus, 1050 Mark Geldstrafe, sowie Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre.
Er gab sich als Rittergutsbesitzer und Hauptmann a. D. und betrog viele Thüringer


hundemuchtel 88 0,5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#169

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 07.08.2014 19:19
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Notiz
1926


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#170

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 08.08.2014 14:38
von chantre | 425 Beiträge

Hallo @thomas48


einfach mal als Empfehlung für Dich:



Bild kommt noch , ich kämpfe mit der EDV. Zu dieser Originalausgabe von 1854 gibt es einen fotomechanischen Nachdruck vom Zentralaquariat der DDR aus dem Jahre 1975 (damaliger Preis 190,--Mark) .
einfach mal googeln oder in einer gut geführten Bibliothek nachfragen.
Nach meiner Kenntnis hat die Universitätsbibliothek Leipzig ein Originalexemplar.


Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky
zuletzt bearbeitet 08.08.2014 15:03 | nach oben springen

#171

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 08.08.2014 15:05
von chantre | 425 Beiträge



Ich hab's geschafft.


Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky
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#172

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 09.08.2014 20:15
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

1927
22.01
Der Tod des Hauke war ein Unglücksfall. H. hatte neben dem Gasherd sitzend einen Schundroman gelesen, dabei das überkochen des Wassers, das erlöschen der Flamme und den Gasgeruch überhört, übersehen und nicht gerochen. Er wurde das Opfer des Schundromans.
27.01
Der Eisenacher Nikolai hat sich im Gefängnis aufgehängt, er war unter Verdacht festgenommen.
3.02
Stockhausen
Am Montag brannte die Scheune und die Ställe des Bauern Rindermann. 40-50 Schafe und ein Schwein verbrannten.
30.03
Ein Oberaufseher und Hilfsaufseher des Gefängnis stehen vorm Gericht.
Sie wurden verdächtigt von 1923-25 verbotene Handlungen an weibliche Häftlinge verübt zu haben. Sie schmuggelten auch Lebensmittel, Alkohol und Zigaretten ins Gefängnis.
Der Staatsanwalt verlangte 2 Jahre und 1 Jahr Haft. Trotz 54 Zeugen sprachen die Angeklagten von ihrer Unschuld.
9.04
Falsche Drei Mark Stücke sind aufgetaucht. Man erkennt sie an schlechten Klang, der dunklen Färbung und der unklaren Prägung.
17.05
Eine angebliche Oberlehrerin Hedwig Lüders aus Chemnitz lebte vor 2 Jahren in Eisenach, wo sie nach einiger Zeit mit einigen 100 mark von ihrem älteren Freund verschwand. Sie lebte dann in Weimar und in Kassel von dem Geld älterer reicher
Männern. Jetzt kam sie nach Eisenach, wurde erkannt und verhaftet.
ff


ABV und katerjohn haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#173

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 09.08.2014 20:55
von FRITZE (gelöscht)
avatar

Einen Schundroman gelesen ! Diese Benennung ab es also schon 1927 ! Nicht zu fassen !

Von Dreimarkstücken hab ich bisher noch nichts gehört oder gelesen ! Man lernt immer dazu !

Danke@Thomas 48 für Deine Mühe und das Einstellen ! Ist immer weder interessant ! Bestimmt nicht nur für einen Eisenach-Fan ,wie mich .

MfG FRITZE


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#174

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 09.08.2014 21:11
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #167
Zitat von Hackel39 im Beitrag #163
Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #159
[quote=thomas 48|p376161]

ja so ist es nun mal, werden nicht alle vor Vertrauen sprühen wenn da einer was wissen will, was Jahrzehnte zurück liegt. Das Hotel wird nicht unerhebliche Gründe haben wenn es noch in Fam.-besitz ist.(schlechte Werbung, das zu diesen Zeiten!!) Andere sagen, lass es/sie ruhen
und wieder andere wollen, dass nichts aufgerührt wird weil sie Angst haben, daß sie ihre eigene Vergangenheit einholt.

Hinzu kommt, daß die Zeiten in denen wir jetzt leben sehr kurzlebig geworden sind, wie ich meine. Jeden Tag bricht eine Welle von Informationen auf die nächste auf uns herein, kein Wunder wenn man dann nur Oberlächlich alles aufnimmt, Wichtiges als unwichtig abtut und sich lieber mit lustigen Themen beschäftigt als mal über etwas nachzu denken bevor man sich wieder anderem, bequemeren zu widmen, wenn überhaupt.

Mach weiter so und bleibe bei Deinen Recherchen unbedingt drann und sei hartnäckig und lasse Dich nicht abwimmeln!

noch eine schönen Abend und nen Gruß an Deine Gefährtin, gruß Bernd



Das mit der Vergangenheit im Zusammenhang mit historischen Straftaten ist allgemein recht interessant, wobei das sogar eine ganz andere Dimension als die Recherche von Heimatzeitschriften haben kann, wie sie Thomas hier übrigens vorbildlich einbringt, also unbedingt fortsetzen.
Interessant deshalb weil vor ca. fünf Jahren ein Angelkamerad von mir bei Grabungen im Garten zwei Totenschädel gefunden hatte und nunmehr richtig Angst um die Familienhistorie bekam (Haus war geerbt), deshalb meine Frage an die Experten:
Wann ist eine Straftat eigentlich historisch, ab welchen Alter solcher Fundstücke ermittelt keine Kripo mehr weiter, gibt es da allgemeine Regeln oder ist das fallbezogen ?
Die Ausgrabungen des Kameraden waren übrigens auf ein Tötungsverbrechen des Jahres 1932 zurückzuführen, mehr war auch hier bis heute nicht zu erfahren aber wenn es tatsächlich eine Belastung für die Angehörigen war, ist es auch gut so.
Seine Aussage war nur, "hatte zum Glück nichts mit uns zu tun", naja, damit war's erstmal erledigt für mich, manchmal sollte ich wohl nicht so neugierig sein.


Mal als Anhaltspunkt: Personenbezogene Daten werden nach dem Bundesarchivgesetz zum 110. Geburtstag des betroffenes freigegeben, wenn nicht vorher die Zustimmung zur Freigabe von gesperrten Dokumenten (wegen personenbezogener Daten) vom Betroffenen erteilt wurde.
Es wäre also davon auszugehen, daß frühestens 90 Jahre nach der Tat die Ermittlungen entgütig eingestellt werden, da zu diesem Zeitpunkt vom Tod des Täters (Lebansalter mind. 105-110 Jahre) mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann.


Es ist nicht zu fassen, eben noch darüber geschrieben und heute nachmittag finden wir beim Aufräumen der Wohnung des ehemaligen Schwagers (geht ins betreute Wohnen) einen Totenschädel und einzelne Gebeine, nicht etwa im Garten vergraben sondern in einem Berg alter Lumpen verbuddelt.
Polizei war direkt vor Ort, nahm alles mit und sprach von sterblichen Überresten eines Kindes und auch schon von der Todesursache: Gewalteinwirkung (Loch im Hinterkopf).
Mehr weiß ich erst mal auch nicht und ob die uns Näheres mitteilen kann ich nicht einschätzen, die Wohnung wurde aber nicht weiter versiegelt oder der Zutritt verboten, möglicherweise können die bereits grob einschätzen, wie lange das Kind schon tot war, es ist jedenfalls ziemlich gruselig.
Offensichtlich war der Unterkiefer schon zwecks Befestigung mit Silikon verarbeitet und meine leise Hoffnung ist, daß jener ehemalige Mitropa- Mitarbeiter alles nur irgendwo geklaut haben möge, die Vorbesitzer des Hauses kenne ich ebenfalls und zwar in der Chronologie der letzten 40 Jahre.
Mal sehen, wie das ausgeht, vielleicht weiß jemand von den Kriminalisten, wie solche Fälle abgearbeitet werden ?



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#175

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 09.08.2014 21:16
von FRITZE (gelöscht)
avatar

Mensch Hackel ! Das wird ja n richtiger Knüller ! Lass uns bloss an der weiteren Entwicklung teilhaben !


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#176

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 09.08.2014 21:25
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von FRITZE im Beitrag #175
Mensch Hackel ! Das wird ja n richtiger Knüller ! Lass uns bloss an der weiteren Entwicklung teilhaben !


Ach Fritze, da gehen einem 1000 Geschichten durch den Kopf, es war ganz sicher ein Kind, im Gegensatz zu den zwei Funden auf dem Grundstück meines Angelkollegen, die aus den 1930er Jahren stammten wobei es keine Anzeichen von Gewalteinwirkung gab.
Du glaubst nicht wie froh wir alle darüber waren, immerhin hat man ihm auch alles mitgeteilt, was er dazu wissen wollte, auf DNA- Proben konnte man verzichten, da er das Haus von Fremden abgekauft hatte und die Leute, die dort wohnten kannte ich nicht weiter.
Hier verhält es sich etwas anders, beruhigend ist aber, daß es zuzeit meiner Kindheit keine Vermißtenfälle im Umfeld gab, es ist aber nur ein schwacher Trost.



zuletzt bearbeitet 09.08.2014 21:25 | nach oben springen

#177

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 09.08.2014 21:34
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Fritze,
besten Dank für dein Lob.
habe vom, Jahr noch nicht alles gefunden, dauert immer etwas.
In der nächsten Zeit fällt meine Schreiberin aus und ich weiß noch nicht, wie es weiter geht.
Morgen kommt vielleicht alles über eine Verbrecherbande von ESA, weiß aber nicht ob ich es alles noch fertig bekomme.
ist alles etwas kompliziert.
Thomas


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#178

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 09.08.2014 21:56
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

1927
Nr. 2
11.07
Der frühere Gutsbesitzer Frey vom Rittergut Clausberg war lange Amtsvorsteher des Gutsbezirkes und hat viele Akten unterschlagen, mit denen er geflohen ist. Er wird steckbrieflich gesucht. Viele Eisenacher Geschäftsleute wurden von ihm geschädigt.
14.07
In der Nacht wurde in Deubach bei ESA der Galvaniseur Paul Herrmann und seine Frau verhaftet.Er hat ca 100 falsche 2 Mark Stücke angefertigt. In seiner Wohnung fand man einen Schmelztiegel, Gießformen und anderes Material.
26.07
Hier hat sich längerer Zeit ein junger Mann, der sich als Neffen des Grafen Bernstorff ausgab, aufgehalten, er hat viele angesehene Bürger geschädigt. Die Polizei entlarvte ihn als einen jungen Musiker
30.07
Die Frauen der Spinnerei drohten mit Streik. Sie wollten eine sofortige Entlassung einer jungen Arbeiterin aus Sonneberg, weil diese durch ihr Eindrängen in den Frieden eines jung verheirateten Ehepaares allgemein unweillig..
ff


hundemuchtel 88 0,5 und schulzi haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.08.2014 21:57 | nach oben springen

#179

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 10.08.2014 15:54
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Notiz
1927
1.
30.3
gab es bestimmt oft
9,04
Es gab in der kleinen Stadt einige Geldfälscher. Wir haben doch einen Numismatiker, hat er von solchen Münzen schon was gehört?
17.05
wie im Film
2.
30.07
toller zweiter Satz.
----


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#180

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 10.08.2014 19:36
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Die Eisenacher Verbrecherbande Hunstock und Turm!
11.01
Seit Wochen wird im Villenviertel unterhalb des Burschenschaftsdenkmal eingebrochen, die Polizei findet keine Spuren.
Im Wirtschaftsgebäude der Wartburg wurde eine Tür eingebrochen, es wurde dabei über ein Zentner Wurstwaren, Schinken, Tabak und Wein gestohlen, ein Einbrecher hat sich dabei verletzt und hinterließ eine Blutspur. Am nächsten tag wurde die Spur von einem Polizeihund bis zu einer Wohnung in der Frankfurter Str. verfolgt. Der Besitzer der Wohnung war ein Mann mit dem Namen Hunstock, der aber nicht anwesend war, es wurde viel Diebesgut gefunden. Einige Zeit später drangen 6 Kriminalbeamten in die Wohnung von Rödiger, in der Gothaer Str., wo Hunstock und ein Turm anwesend war. obwohl sie schwer bewaffnet waren, wurden sie widerstandslos verhaftet.
nach der Verhaftung hörten die Einbrüche in dem Villenviertel auf.
17.01
es wurden drei weitere Eisenacher verhaftet, die gefundenen Sachen konnten zum Teil den Besitzern zurück gegeben werden.
Turm beging 17 Einbrüche in Postgebäuden und Stadionsgebäude. Vor 2 Jahren begang er auch den schweren Einbruch in die Wartburg.
Auf die Frage nach weiteren ,,Heldentaten,, erwiderte er, er habe keine Zeit über seine Arbeit ein Tagebuch zu führen.
2.07
Am Montag beging der Prozess gegen den Schlosser Hans Turm, der gefesselt auf der Anklagebank zwischen 2 Wachtmeistern saß.
Der Staatsanwalt warf in 14 fälle einfachen und schweren Diebstahl vor .
Er gab alles zu, die meisten taten beging er mit anderen und die Beute wurde ,,brüderlich,, geteilt.
In Ilmenau wurde ein Schuhlager und in Arnstadt die Hauptbezugsquelle für Manufakturwaren erbeutet..
Der Staatsanwalt beantragte 8 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust.
das Gericht verurteilte ihn wegen 12 Diebstähle zu 8 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust und 5 Jahre Polizeiaufsicht.
Die Strafe betrifft allerdings nur die älteren Fälle.
20.05
Der Thüringer Bandit Hornschuh und der Matrose Heizwewel ist aus der Hallischen Strafanstalt ausgebrochen, wurde später in einem Heuhaufen bei Seeben verhaftet.
24.10
Die Verhandlung gegen die Einbrecher T. und H. und Genossen (28 Personen) wurde heute begonnen.
Aus Raumgründen wurde sie im Schwurgerichtssaal des Landgerichtsgebäudes verlegt.
T wurde beschuldigt in 26 Fällen eingebrochen sein, H. in 22 Fällen.
In der Beweisaufnahme sprach der Landgerichtsrat Kolbe über 500 Einbrüche die T. u.a. verübt hatte.
Die 23 Einbrecher stahlen vor allem in Thüringen und in Bayern Lebensmittel, Wein und Liköre. Die meisten führten Waffen und Sprengstoff mit.
T. Exern, Jentsch, Dittmann haben in der Felda zwischen Dermbach und Kaltennordheim über ein Zentner Forellen durch Blausäure gefangen.
H. war äußerst eitel, trug nie gestohlene Kleidungsstücke, trug immer Maßanzüge vorm Schneider. Er gab alle Taten zu
T. brach auch in das Postgebäude in Gräfenroda ein und stahlen für 8000 Mark Briefmarken.
Sie wollten bei den taten nie jemand verletzen. nur bei einem Überfall in einem Hotel auf den Inselsberg führten sie ein Feuergefecht mit dem bewaffneten Personal, die Fensterscheiben und das Inventar ging dabei kaputt.
Ende Oktober war der Prozess zu ende, T. erhielt wegen schweren Raub 15 Jahre Zuchthaus, H. erhielt 12 Jahre Zuchthaus.
Insgesamt wurden 35 Jahre Zuchthaus, 5 Jahre Gefängnis und 567 Mark Geldstrafe ausgesprochen.
Hunstock der im Zuchthaus Wehlheide ist will in Berufung gehen.
Auch in den nächsten Jahren gab es einige Redewendungen
,,Das ist aber ein Hunstock,,
,,aus dem wird mal ein Hunstock,,
in den Kneipen sang man eine Moritat und die Leierkastenspieler verbreiteten folgendes Lied,
,, Der böse Räuber Hunstock, er rennt herum und sinnt auf Mord, und seine schlimme Bande, die folgt ihm an jeden Ort.
Wer fängt den Räuber H., bringt ihm zum Galgen fort, sonst macht der Räuber Hunstock, doch weiter Raub und Mord,,
Die Redewendungen und die Moritat habe ich von unserem Freund HANS erhalten


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