#1

Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 10.05.2014 21:03
von eisenringtheo | 9.154 Beiträge

Am Montag abend liefen im DDR Fernsehen internationale Spielfilme, aber auch deutsche Filme, die vor 1945 gedreht wurden. Kann sich noch jemand daran erinnern. Die Sehbeteiligung war laut der DDR Zuschauerforschung teilweise sehr hoch. So erreichte der BRD Film "Der Kapitän" aus dem Jahre 1971 am 18. Dezember 1978 ganze 74,1 % der DDR Zuseher.
https://ia601201.us.archive.org/35/items..._H.Ruehmann.mp4
https://archive.org/details/DerKapitaenE...mtNeuesKommando


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.05.2014 21:04 | nach oben springen

#2

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 10.05.2014 21:20
von Moskwitschka (gelöscht)
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Mit Willi Schwabes Rumpelkammer fängt man Mäuse @eisenringtheo

Willi Schwabes Rumpelkammer bzw. Rumpelkammer war eine sehr populäre Sendung des DDR-Fernsehens mit Willi Schwabe von 1955 bis 1990. Hier wurden Ausschnitte aus alten deutschen Tonfilmen gezeigt, d.h. von Filmen aus den Jahren 1929 bis 1945 (z.T. auch bis 1956), Anekdoten und Wissenswertes über die Schauspieler erzählt und derer Geburts- oder Todestage gedacht. Die einstigen Filmklassiker wurden so für ein breites Publikum aufbereitet, und man erfuhr vieles über die alten deutschen Filmschauspieler, deren Werdegang und Schicksal. Schwabe war zudem stets bemüht, die Reihe als reine Unterhaltungssendung von politischen Einflüssen und Wertungen freizuhalten. Der Sendeplatz der Rumpelkammer wurde mehrfach verschoben, auch wurde in den Vormittagsstunden des Folgetages eine Wiederholung gesendet, um auch den Bedürfnissen der Schichtarbeiter entgegenzukommen. Im 1. Programm des DDR-Fernsehens liefen ab den 1960er Jahren fast jeden Montagabend um 20.00 Uhr alte deutsche Filme, die in der o.g. Zeit entstanden waren (Montagsfilm). Die Rumpelkammer war dementsprechend die Sendung, die hierzu Hintergrundinformationen – auch Anekdotisches und Kommentare – lieferte, und zwar einmal im Monat an einem Mittwoch um 20.00 Uhr im ersten Programm des DDR-Fernsehens (DDR1) in einer Länge von ca. 50 Minuten.

Am Anfang jeder Sendung stieg Willi Schwabe mit einer Laterne in der Hand über eine Treppe auf einen Dachboden hinauf. Dabei wurde als Melodie „Tanz der Zuckerfee“ aus „Der Nussknacker“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowski gespielt. Willi Schwabe schloss die Bodenkammer auf, entzündete die Laterne und begrüßte die Zuschauer mit den Worten, „Guten Abend meine Damen und Herren und herzlich willkommen in der Rumpelkammer". Hierauf verbeugte er sich tief.


http://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Schwabes_Rumpelkammer


http://www.archiv-muencheberg.de/history/bilder.htm

Wenn Du Glück hast, findest Du im Deutschen Fernseharchiv was. Immerhin kam nach dem Montagsfilm der "Schwarze Kanal". Und von dem gibt es dort ie Einschaltquoten.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 10.05.2014 21:24 | nach oben springen

#3

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 10.05.2014 21:35
von Gelöschtes Mitglied
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War bei meinen Oldies voll angesagt, vor allem bei meiner Großmutter! Mein Ding war es nicht so, aber Oma war voll zu frieden mit Rühmann, Hessters , Hörbiger , Hufschmied, Moser, Zahra Leander u.s.w.! Da blühte Oma auf und das war für sie das Beste im DDR-Fernsehn!
Grüsse steffen52


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#4

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 10.05.2014 21:48
von Moskwitschka (gelöscht)
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@eisenringtheo Hier die Sehbeteiligungskartei des Montagsfilms von 1965 bis 1990 des Deutschen Rundfunkarchives

http://www.dra.de/cgi-bin/zuschauerforsc...ode=FI01&Page=1

Viel Spaß beim Stöbern!

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 10.05.2014 21:48 | nach oben springen

#5

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 10.05.2014 22:03
von eisenringtheo | 9.154 Beiträge

"Hallo Janine", UFA 1939

Theo


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#6

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 10.05.2014 22:34
von andyman | 1.871 Beiträge

Hallo.die Rumpelkammer war ein Renner im DDR Fernsehen schon wegen der internationalen Auswahl der Beiträge,wir hatten erst ab 63 einen Fernseher da war ich erst 5 Jahre alt und keine Erinnerung daran aber später war es Kult diese Sendung nicht zu verpassen.Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#7

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 10.05.2014 22:45
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von andyman im Beitrag #6
Hallo.die Rumpelkammer war ein Renner im DDR Fernsehen schon wegen der internationalen Auswahl der Beiträge,wir hatten erst ab 63 einen Fernseher da war ich erst 5 Jahre alt und keine Erinnerung daran aber später war es Kult diese Sendung nicht zu verpassen.Lgandyman

Wie jetzt, denke da kamen alte deutsche Filme? Auch welche aus anderen Länder( maximal aus Össiland)! Liege ich falsch?
Grüsse steffen52


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#8

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 10.05.2014 22:59
von eisenringtheo | 9.154 Beiträge

Auch Filme aus Frankreich, Dänemark, Schweden, USA und natürlich sozialistischen Staaten.


Theo


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#9

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 10.05.2014 23:03
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von steffen52 im Beitrag #7
Zitat von andyman im Beitrag #6
Hallo.die Rumpelkammer war ein Renner im DDR Fernsehen schon wegen der internationalen Auswahl der Beiträge,wir hatten erst ab 63 einen Fernseher da war ich erst 5 Jahre alt und keine Erinnerung daran aber später war es Kult diese Sendung nicht zu verpassen.Lgandyman

Wie jetzt, denke da kamen alte deutsche Filme? Auch welche aus anderen Länder( maximal aus Össiland)! Liege ich falsch?
Grüsse steffen52


Die Masse schon. Aber ab und zu versteckten sich auch andere, z.B. aus Italien oder Frankreich @steffen52 Dann schauen wir doch uns mal den 26.03.1973 an http://www.dra.de/cgi-bin/zuschauerforsc...de=FI01&Page=11


Der schönste Augenblick
Originaltitel: Il momente più bello

Von Luciano Emmer mit Ernesto Calindri, Emilio Cigoli
Genre: Drama | Frankreich, Italien (1957)
Laufzeit: 90 Minuten

Inhalt: Italien, Mitte der 50er Jahre. In der Geburtsklinik eines Krankenhauses am Stadtrand von Rom mühen sich Ärzte, Hebammen und Schwestern um die Einführung der schmerzarmen Geburt. Zu ihren Verfechtern zählt der junge Assistenzarzt Dr. Valeri. Ehrgeizig und erfolgreich im Beruf, versagt er jedoch bei der ersten Bewährungsprobe, auf die seine Liebe zur Krankenschwester Luisa gestellt wird. Der Umstand, dass es um beide materiell schlecht steht, lässt Pietro vor dem Gedanken an die Gründung einer Familie zurückschrecken. Und so wird auch Luisas Gedanke an den schönsten Augenblick im Leben einer Frau, einem Kind das Leben zu schenken, getrübt.




http://www.cinefacts.de/Filme/schoenste-Augenblick,31281

Sehbeteiligung 62,5 %

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 10.05.2014 23:25 | nach oben springen

#10

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 10.05.2014 23:03
von andyman | 1.871 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #7
Zitat von andyman im Beitrag #6
Hallo.die Rumpelkammer war ein Renner im DDR Fernsehen schon wegen der internationalen Auswahl der Beiträge,wir hatten erst ab 63 einen Fernseher da war ich erst 5 Jahre alt und keine Erinnerung daran aber später war es Kult diese Sendung nicht zu verpassen.Lgandyman

Wie jetzt, denke da kamen alte deutsche Filme? Auch welche aus anderen Länder( maximal aus Össiland)! Liege ich falsch?
Grüsse steffen52


@steffen52
Du hast natürlich Recht,und wer Recht hat gibt .....aus.Die Filmauswahl ist strenggenommen nicht intertnational aber auch nicht aus einem Land,sorry alles weitere besprechen wir dann in Gusow nach dem 4 Bier okay?lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#11

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 10.05.2014 23:06
von Pitti53 | 8.783 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #5
"Hallo Janine", UFA 1939

Theo


Video in D nicht verfügbar!!


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#12

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 10.05.2014 23:08
von Moskwitschka (gelöscht)
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@eisenringtheo Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Filme im Beitrag #8 nicht unter Montagsfilm liefen.

LG von der Moskwitschka

EDIT

Die Olsenbande etc. waren "Höhepunkte" an den Wochenenden oder Feiertagen. So lief zum Beispiel die "Olsenbande stellt die Weichen" am 26.12.1979 um 17.04 Uhr mit einer Sehbeteiligung von 53,3%.

http://www.dra.de/cgi-bin/zuschauerforsc...de=FI02&Page=12


eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.05.2014 23:21 | nach oben springen

#13

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 10.05.2014 23:48
von Rainman2 | 5.752 Beiträge

Wird hier nicht was durcheinandergebracht? Der Montagsfilm war das eine, Willi Schwabes Rumpelkammer etwas anderes. An beides habe unterschiedlichste Erinnerungen. Die Montagsfilme gingen mir häufig auf den Zünder. Schaumgebremste Liebesfilmchen der UFA oder irgendein Revue-Müll ... das hat mich als Kind oder Jugendlicher nicht sonderlich hinter dem Ofen hervorgelockt. Aber Oma saß glücklich am Fernseher, hielt ihr intaktes rechtes Ohr in Richtung des Lautsprechers und lächelte und wiegte den Kopf in den schönen alten Rhythmen. Nun gut, die Kiste flimmerte, die Familie war beisammen, warum sollte ich da einen Aufstand machen. Alternativen gab es schließlich nicht, denn wir hatten niemanden, der uns eine Westantenne hätte montieren können und also hatten wir auch keine Westsender. Bei Willi Schwabe schwankte ich immer ein wenig zwischen dem schalen UFA-Geschmack der Montagsfilme und den wunderbaren Fundstückchen zwischendrin. Unvergessen ist mir seine Anmoderation der Schlussszene von Chaplins "Lichter der Großstadt". Er schilderte die Ausgangssituation, zeigte ein paar Ausschnitte aus dem Film und als er zur Schlussszene kam sagte er ungefähr und vor allem mit leicht angewidertem Gesicht: "Und nun stellen Sie sich mal vor, einer unserer heutigen modernen Dialogisierer hätte diese Szene in die Hände bekommen." Dann folgte noch ein leichtes Schütteln vor Ekel und dann sein distinguiertes Lächeln, in diesem Fall mit sehr viel Schelmerei darin. Und der Mann hatte recht. "Lichter der Großstadt" steht noch heute auf meiner "Ewigen Filmbestenliste" auf Platz 1. Willi Schwabe hatte mich damals auf den richtigen Pfad geschickt.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#14

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 10.05.2014 23:57
von damals wars | 12.113 Beiträge

Hilde Hildebrand nicht zu vergessen!
Die lag immer so elegant auf der Ottomane.

Ich weiß sogar noch, das Montag die Serie "Roots" kam, und ich dadurch einige Lingen und Moser- Filme verpasste.
Da war ich so richtig wütend. Die Serie habe ich damals ........ .


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#15

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 00:05
von damals wars | 12.113 Beiträge

Die Filme mit
Gérard Philipe
Gina Lollobrigida
Sophia Loren
Yves Montand
Simone Signoret
sollte man auch nicht vergessen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#16

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 00:43
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Montagsschnulze und Rumpel-Willi? Aber klar doch!

Theo Lingen, Hans Moser, Heinz Rühmann - das waren die Helden der Familienunterhaltung, wenn sie mittels (verrauschtem) Mono-Ton in tapferem Schwarz-Weiß mit ihren Komikereien die Sippe am Lachen hielten.

Aus heutiger Sicht versteht sich das alles wohl mächtig albern und altbacken, aber damals ...!

Nix da mit hochauflösendem Farb-TV im Digitalformat, Dolby Surround-Quatsch innerhalb einer Auswahl aus tausenden von Fernsehsendern im 3 D-Wahn und wie das heute alles heißt.

... und trotzdem: Die Leute hatten ihren Spaß dran und wenn nicht, konnte man die Flimmerkiste ja einfach ausschalten und sich dem Ernst des Lebens zuwenden. Aber wer tat und wollte das schon?


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#17

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 01:30
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Rainman2 im Beitrag #13
Wird hier nicht was durcheinandergebracht? Der Montagsfilm war das eine, Willi Schwabes Rumpelkammer etwas anderes. An beides habe unterschiedlichste Erinnerungen. Die Montagsfilme gingen mir häufig auf den Zünder. Schaumgebremste Liebesfilmchen der UFA oder irgendein Revue-Müll ... das hat mich als Kind oder Jugendlicher nicht sonderlich hinter dem Ofen hervorgelockt.
ciao Rainman


Mich auch nicht lieber @Rainman2 Aber einiges was der gute Willi so nebenbei in seiner Rumpelkammer vorkramte, lief dann am Montag in der Vollversion. Nur war das bei uns nicht so im Fokus, weil eben - Schnulzenabend.

Aber schau Dir mal die Sehbeteiligung am Montag an - da gab es auch einige "Schätzchen", die man sich auch heute noch einmal gerne anschauen würde. Also ich habe nur beim Durchblättern schon einige gefunden - ob es nun der Untertan, der Hauptmann von Köpenick oder der Mann, der nach der Oma kam ist.

Und selbst Hiroshima, mon amour, ein französisch-japanischer Film aus dem Jahr 1959, gesendet am 5.8.1985, hat neugierig gemacht. Ob das am Ende der Renner war oder nicht, steht auf einem anderen Blatt und ist letztendlich abhängig vom Betrachter. Aber ne Palme hatte er damals schon längst eingeheimst. Ein weiterer Grund hinzuschauen, wie man in der anderen, fernen Welt Hiroshima sah

Ich höre jetzt lieber auf mit den Beispielen, die wahrscheinlich die Ausnahmen von der Regel waren.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 11.05.2014 02:04 | nach oben springen

#18

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 01:33
von Rostocker | 7.715 Beiträge

[quote=Rainman2|p353645]Wird hier nicht was durcheinandergebracht? Der Montagsfilm war das eine, Willi Schwabes Rumpelkammer etwas anderes. An beides habe unterschiedlichste Erinnerungen. Die Montagsfilme gingen mir häufig auf den Zünder. Schaumgebremste Liebesfilmchen der UFA oder irgendein Revue-Müll ... das hat mich als Kind oder Jugendlicher nicht sonderlich hinter dem Ofen hervorgelockt. Aber Oma saß glücklich am Fernseher, hielt ihr intaktes rechtes Ohr in Richtung des Lautsprechers und lächelte und wiegte den Kopf in den schönen alten Rhythmen. Nun gut, die Kiste flimmerte, die Familie war beisammen, warum sollte ich da einen Aufstand machen. Alternativen gab es schließlich nicht, denn wir hatten niemanden, der uns eine Westantenne hätte montieren können und also hatten wir auch keine Westsender. Bei Willi Schwabe schwankte ich immer ein wenig zwischen dem schalen UFA-Geschmack der Montagsfilme und den wunderbaren Fundstückchen zwischendrin. Unvergessen ist mir seine Anmoderation der Schlussszene von Chaplins "Lichter der Großstadt". Er schilderte die Ausgangssituation, zeigte ein paar Ausschnitte aus dem Film und als er zur Schlussszene kam sagte er ungefähr und vor allem mit leicht angewidertem Gesicht: "Und nun stellen Sie sich mal vor, einer unserer heutigen modernen Dialogisierer hätte diese Szene in die Hände bekommen." Dann folgte noch ein leichtes Schütteln vor Ekel und dann sein distinguiertes Lächeln, in diesem Fall mit sehr viel Schelmerei darin. Und der Mann hatte recht. "Lichter der Großstadt" steht noch heute auf meiner "Ewigen Filmbestenliste" auf Platz 1. Willi Schwabe hatte mich damals auf den richtigen Pfad geschickt.

ciao Rainman[/quote

Ja Rumpelwilli ( Willi Schwabe) die Sendung,kam so viel ich noch weiß Mittwochs oder Donnerstags und ging eine Stunde lang. Sie begann damit, das Willi Schwabe mit so einer Laterne den Dachboden empor stieg. Oben angekommen, kramte er Filmrequisiten hervor und brachte davon immer einen Filmausschnitt. Also das hatte nichts mit den Montagsfilmen zu tun.
Gruß Rostocker


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#19

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 08:07
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.490 Beiträge

an welchem Wochentag kam eigentlich immer Der Schwarze Kanal, war das nicht auch Montags nach dem 20.00 Uhr-Film??

gruß h.


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#20

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 08:11
von GKUS64 | 1.605 Beiträge

Ja und nach dem Montagsfilm kam das Highlight: KEvS und sein "Schwarzer Kanal"! Das war für mich (ganz ohne Spaß), der im Tal der Ahnungslosen saß, ein kleiner Blick in die "große weite Welt". Ja wie bescheiden wir damals waren!

MfG

GKUS64


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