#21

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 08:14
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von GKUS64 im Beitrag #20
Ja und nach dem Montagsfilm kam das Highlight: KEvS und sein "Schwarzer Kanal"! Das war für mich (ganz ohne Spaß), der im Tal der Ahnungslosen saß, ein kleiner Blick in die "große weite Welt". Ja wie bescheiden wir damals waren!

MfG

GKUS64


doch Montags, danke.

gruß h.


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#22

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 08:18
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Wird hier nicht ziemlich viel durcheinander gebracht?

Der "Montagsfilm" widmete sich ausschließlich dem deutschen Tonfilm bis 1945, also um genau zu sein dem Deutschen und dem aus Österreich.

Einzig die absoluten Propaganda oder "Durchhaltefilme" wurden nicht gezeigt, was auch verständlich ist.
Schwabes "Rumpelkammer" zeigte Ausschnitte ebenfalls nur aus Filmmaterial bis 1945 allerdings International und auch aus der Stummfilmära.

Alle anderen hier erwähnten Filme liefen auf anderen Sendeplätzen an anderen Tagen .....

Ja, der berühmt-berüchtigte "Schwarze Kanal" lief im Anschluß an den Montagsfilm.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#23

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 08:35
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

es gab Mittwochs um 19.00 Uhr, Filme, welche sich nur einem Schauspieler widmeten, das ging über Wochen, also ein Film pro Woche.
Es waren vorrangig internationale Schauspieler. Wie hieß die Kategorie jetzt gleich???
Oder Donnerstags 19.00 uhr??

gruß h.


zuletzt bearbeitet 11.05.2014 08:45 | nach oben springen

#24

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 08:38
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #22
Wird hier nicht ziemlich viel durcheinander gebracht?Nostalgiker
Aber klar doch. So wie in den anderen Threads dieses Forums auch.

Aber ob nun Montagsfilm oder Schwabes Rumpeldingens - am Ende kommt das fast beinah aufs Gleiche raus.

Oder doch nicht? Denn nach dem Montagsfilm wurde immer ganz fix abgedreht, wenn Karl-Eduard von Schnitz ... ... ...


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#25

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 09:43
von Freienhagener | 3.865 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #22

Der "Montagsfilm" widmete sich ausschließlich dem deutschen Tonfilm bis 1945, also um genau zu sein dem Deutschen und dem aus Österreich.



Bekanntlich war Österreich damals annektiert, gab es nur noch nur die "Ostmark" im Deutschen Reich.

Die Revuefilme wurden als Ablenkung vor der Realität von der Nazi-Filmdustrie geschaffen.
Gerade der Mist war in der DDR Montags immer zu sehen.............


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 11.05.2014 09:44 | nach oben springen

#26

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 09:54
von Pit 59 | 10.152 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #25
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #22

Der "Montagsfilm" widmete sich ausschließlich dem deutschen Tonfilm bis 1945, also um genau zu sein dem Deutschen und dem aus Österreich.



Bekanntlich war Österreich damals annektiert, gab es nur noch nur die "Ostmark" im Deutschen Reich.

Die Revuefilme wurden als Ablenkung vor der Realität von der Nazi-Filmdustrie geschaffen.
Gerade der Mist war in der DDR Montags immer zu sehen.............



Naja, man konnte ja auch Umschalten


Hapedi und Freienhagener haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#27

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 09:57
von Freienhagener | 3.865 Beiträge

Aber die dort ebenso zahlreich und oft gezeigten und wiederholten alten Western konnten einem auch auf den Keks gehen..........


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 11.05.2014 09:58 | nach oben springen

#28

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 10:05
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Montagsabends liefen auf der "anderen" Seite keine Western, die liefen immer Sonnabends nach dem "Wort zum Sonntag".
Auch ne schöne Kombi, erst wird über christliche Nächstliebe gesprochen und danach gibt es Mord und Totschlag .......

Der Anschluß erfolgte 1938 ........., Filme wurden dort auch davor produziert


Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#29

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 10:14
von eisenringtheo | 9.175 Beiträge

Was liefen denn so für Western im DDR Fernsehen?? Auch dieser?
Szene: Warten auf den D-Zug Ankunft 12.00 Uhr

Theo


zuletzt bearbeitet 11.05.2014 10:14 | nach oben springen

#30

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 10:15
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #28
Montagsabends liefen auf der "anderen" Seite keine Western, die liefen immer Sonnabends nach dem "Wort zum Sonntag".
Auch ne schöne Kombi, erst wird über christliche Nächstliebe gesprochen und danach gibt es Mord und Totschlag .......
Rööchtööch, und ich war immer stinksauer, wenn ich vorschlafen musste, weil meine Oldies widersinnig an den Unfug des Vorspofens glaubten.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#31

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 10:30
von Freienhagener | 3.865 Beiträge

Naja über den Zeitraum der Ausstrahlung von Western habe ich nichts gesagt...............und ja, Filme gabs schon vor ´38......
Mir gings um Wesentliche:

Gerade die Nazi-von der Realität-Ablenkungs-Filme wurden oft gezeigt im DDR-Fernsehen.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#32

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 10:37
von Pit 59 | 10.152 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #29
Was liefen denn so für Western im DDR Fernsehen?? Auch dieser?
Szene: Warten auf den D-Zug Ankunft 12.00 Uhr

Theo


Theo,der Film heisst " Zwölf Uhr Mittags" Stinklangweiliger Western,den hätte man auf 10 min Zusammenschneiden können


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#33

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 11:10
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #32
Stinklangweiliger Western,den hätte man auf 10 min Zusammenschneiden können
Genau, aber trotzdem wird dieses Elaborat besonders hierzulande allzu gern als aufregendste Mutter aller Western postuliert.
Das hängt wohl mit der krankhaften Hingabe zur cineastischen Kopflastigkeit zusammen - "was will uns der Dichter damit sagen???!!!"

Dann lieber Montagsschnulze à la "Sieben Jahre Pech" mit einem zahnschmerzenden Negus:


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


turtle hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 11:17
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Theo, ob in den 60ger und 70ger Western im DDR Fernsehen liefen, daran kann ich mich nicht erinnern. Gesehen wurden sie in der Regel im Spätabendprogramm vom "Klassenfeind".

In Kino liefen sehr, sehr selten einige handverlesene Western. Pro Jahr gefühlt ein, zwei Filme aus diesem Genre.
Ziemlichen Auflauf und teilweise Tumulte vor der Kinokasse, weil andauernd ausverkauft, gab es Anfang der 60ger als der Film "Die glorreichen Sieben" aus unerfindlichen Gründen in die DDR Kinos kam.

Ein enspannteres Verhältnis zum Western gab es erst nachdem die Wächter des guten Geschmacks in den Geschichten welche die Western erzählten Sozial- und Kapitalismuskritik entdeckten.

1984 erschien auch noch das Buch zum amerikanischen Western von Wolfgang Hanisch, "Western - Die Entwicklung eines Filmgenres" und damit war er auch in der DDR Salonfähig.

Einzig die sogenannten Italowestern standen weiterhin auf des Zensors Liste, außer dem berühmten "Spiel mir das Lied vom Tod" welcher um 1980 herum in die Kinos kam.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#35

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 21:04
von manifest 20 | 314 Beiträge

Moin

Es konnte schon mal sein das der dahgebliebende Diensthabende in der K. aus dem Schwarzen Kanal einen Pflicht Empfang ,"Kompanie einrücken Fernsehraum" machte. Er hat dafür keine Pluspunkte bekommen.
Dafür gabs zur Weihnachtzeit immer zur fortgeschrittener Stunde "Erotiches zur Nacht",da war die Tv-Bude immer rappelvoll ,ganz freiwillig

gruss andreas


zuletzt bearbeitet 11.05.2014 21:54 | nach oben springen

#36

RE: Der Montagsfilm

in Leben in der DDR 11.05.2014 21:46
von eisenringtheo | 9.175 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #34
(...)
Ziemlichen Auflauf und teilweise Tumulte vor der Kinokasse, weil andauernd ausverkauft, gab es Anfang der 60ger als der Film "Die glorreichen Sieben" aus unerfindlichen Gründen in die DDR Kinos kam.
(...)
Gruß
Nostalgiker


Er lief auch in der Sowjetunion. Es zeigt den Kampf armer Bauern gegen Banditen. Durchaus ein sozialistisches Thema. Interessant wären in diesem Zusammenhang die Berichte der Zensoren. Und welche Kriterien zu beachten waren. Gerade in den "Gendarm von St. Tropez" und den "Olsenbande" Filme kommen die Staatsorgane, vor allem die Polizei schlecht weg, ein Umstand der wohl dem Innenministerium der DDR nicht so angenehm war.
Theo


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