#61

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 17:46
von damals wars | 12.130 Beiträge

Wurden die Kofferradios nicht "Heule" genannt. Die frassen doch die Flach- Batterien regelrecht!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#62

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 17:47
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von icke-ek71 im Beitrag #49
hallo hackel39,du warst 1989 23 jahre alt..ich dagegen habe 40 jahre meines lebens in der ddr gelebt..ich war auch kein lokführer sondern habe in der ddr als werktätiger werte geschafft!!mit dem geld was man verdient hat konnte man keine großen sprünge machen..ich persönlich habe die mangelwirtschaft in der ddr am eigenen leibe erlebt!!wer wahllen manipuliert..und das über viele jahre, dem gibt man kein vertrauen..alles zahlen die man veröffentlicht hat..egal ob arbeitsproduktivität..oder wirtschaftliche errungenschaften...usw hat man manipuliert!!meinste das, daß werktätige volk denen die das zu verantworten hatten geglaubt hat..die realität die man täglich sah ,war anders!!träume du deinen traum von der wiederkehrenden ddr weiter!!ich nehme dir das nicht übel..aber ein lächeln kann ich mir beim besten willen nicht verkneifenLG icke-ek71


Ich schliesse mich Deinem sanften Lächln lächelnd an...


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#63

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 17:50
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #61
Wurden die Kofferradios nicht "Heule" genannt. Die frassen doch die Flach- Batterien regelrecht!


Korrekt ,- und Batteriefresser vom Feinsten,- das lag aber hauptsächlich daran ,- daß ein Kofferradio erst dann als standesgemäße "Heule" anerkannt wurde ,- wenn sich alle über 20-Jährigen über die Lautstärke beschwerten...


....................................
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Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.05.2014 17:50 | nach oben springen

#64

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 18:42
von Hapedi | 1.875 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #53
icke-ek
wann warst du in der Schule?
Mit den Jeans kenne ich auch noch, lange Haare kamen erst in der Lehre
hast du schon mal was von den Jugendkrawallen in Pößneck gehört, ca 1968 oder 1969


Thomas guckst du

http://www.horch-und-guck.info/hug/archi.../heft-61/06109/



Ostlandritter hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#65

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 19:19
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

hapedi,
danke, ,kenne ich, ich war einige Monate in der Heinz Kapelle, in Pößn. nur Kartause genannt.
ich habe die Vorgeschichte mitgemacht, meine Akte hatte den Namen ,,Kartause,, gehabt


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.05.2014 19:20 | nach oben springen

#66

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 20:59
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #50
Zitat von icke-ek71 im Beitrag #49
hallo hackel39,du warst 1989 23 jahre alt..ich dagegen habe 40 jahre meines lebens in der ddr gelebt..ich war auch kein lokführer sondern habe in der ddr als werktätiger werte geschafft!!mit dem geld was man verdient hat konnte man keine großen sprünge machen..ich persönlich habe die mangelwirtschaft in der ddr am eigenen leibe erlebt!!wer wahllen manipuliert..und das über viele jahre, dem gibt man kein vertrauen..alles zahlen die man veröffentlicht hat..egal ob arbeitsproduktivität..oder wirtschaftliche errungenschaften...usw hat man manipuliert!!meinste das, daß werktätige volk denen die das zu verantworten hatten geglaubt hat..die realität die man täglich sah ,war anders!!träume du deinen traum von der wiederkehrenden ddr weiter!!ich nehme dir das nicht übel..aber ein lächeln kann ich mir beim besten willen nicht verkneifenLG icke-ek71


Ich fasse Dein Lächeln als Einladung auf, eine Erklärung zur Verklärung (?) zu versuchen.
Natürlich war ich nur fünf Jahre meines Lebens Werktätiger dieser Republik, ich gab anderswo schon zu bedenken, daß ich möglicherweise nach einer längeren Laufzeit auch anders über die Webfehler des Systems gedacht hätte, so aber kannte ich nur den Sommer des Sozialismus, kannte weder Hunger noch winterkalte Wohnungen.
Trotzdem war es ein selbst bestimmtes Leben in Freiheit das nun mal eine höhere Qualität hatte mein derzeitiges Dasein als 100%ig durchökonomisierter Eisenbahnsklave mit vier freien Tagen im Monat und 24stündiger Erreichbarkeit als technischer Support bei Lok- und Streckenkundeproblemen der frisch angelernten Mitarbeiter.
Auch wenn jeder meint, das wäre ich der Firma keinesfalls schuldig so muß ich doch einräumen, daß diese Firma mich einst vor dem Abstieg in die Zeitarbeit bei der DB Railion Halle im Jahr 2005 gerettet hat, die von Mehdorn verordnete lebenslange Knechtschaft im Niedriglohnsektor bei gleichzeitig exorbitant gestiegenen Vorstandsbezügen wäre ein unerträglicher Zustand, eben das noch größere Übel, das nur mal zur Erklärung.
Unser Wachstum im gewinnträchtigen Ganzzugverkehr geht überwiegend zu Lasten der DB Schenker, vormals Railion und das bedingte meinerseits auch einen gewissen Anteil Opferbereitschaft.
Am Anfang der Kausalkette stand jedoch das Ende meiner DDR- Biografie, zwar gab es auch dort schon Klassenkampf aber der lief eben wesentlich humaner ab, wenn 14 Uhr Feierabend war, dann war auch 14 Uhr Feierabend und wenn ich 1500 Mark Zinsen bekam, dann gehörten die mir auch zu 100 % und nicht zu 75 und wenn ich Steuerzahler der DDR bin, so reichte das auch für ein kostenloses Staatsfernsehen ohne, daß eine weitere Organisation namens GEZ zusätzliches Schutzgeld von mir erpressen konnte, ich höre hier mal besser auf, damit Du keine Lachkrämpfe bekommst.
Bitte projiziere Deine Sicht als Rentner nicht auf die gesamtdeutsche Perspektive, ihr seid die Sieger der Einheit, sofern ihr eine lückenlose Erwerbsbiografie bis ins reguläre Rentenalter hinbekommen habt, mein Glückwunsch dazu.
Für mich zählt nur meine Erinnerung daran, wie beispielsweise unsere älteren DR- Kollegen damals wie auch die älteren Sportfreunde im Anglerverband drauf waren und was heute noch bei den Vergleichspersonen im marktwirtschaftlichen Alltag an Optimismus und Schaffenskraft übrig ist.
Ich erinnere mich auch daran, was z.B. in den Arbeitseinsätzen vom Anglerverband damals und was heute von den älteren Herrschaften der Generation 60+ noch geschafft wurde und wie wenig gleichaltrige heute noch an körperlicher Leistungsfähigkeit im Vergleich zu früher drauf haben.
Die standen neben mir im Schlammteich und hielten mit dem 20jährigen Hackel mit ohne ins Schwitzen zu kommen, wenn die heute einen gelben Sack mit Müll voll gemacht haben und den Hang hochgebracht haben, pumpen die 10 min lang nach Luft, kaum einer kommt noch mit Fahrrad oder Spaten zum Einsatzort, da fehlt eindeutig die Bewegung und die hat der Sozialismus noch für alle organisieren können.
So gesehen ist das gefühlte Schlaraffenland ein noch größerer Betrug als die Wahlmanipulationen von 1989, das eine wie das andere ein Griff in die Kasse des Vertrauens in die Zukunft, die Rechnung für den Wahlbetrug kam etwas schneller als die, die für das Schlaraffenland noch kommen wird.
Wir Deppen aus den aktiven Kernen, außerhalb des Pools der Sozialgeldempfänger, Privatiers, Millionenerben und Vertreter der Schatten- und Phantomwirtschaft (Spekulanten) werden das Schlaraffenland auch noch bezahlen, keine Sorge.


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#67

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 21:06
von ABV | 4.202 Beiträge
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#68

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 21:08
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von steffen52 im Beitrag #66
Zitat von Hackel39 im Beitrag #50
Zitat von icke-ek71 im Beitrag #49
hallo hackel39,du warst 1989 23 jahre alt..ich dagegen habe 40 jahre meines lebens in der ddr gelebt..ich war auch kein lokführer sondern habe in der ddr als werktätiger werte geschafft!!mit dem geld was man verdient hat konnte man keine großen sprünge machen..ich persönlich habe die mangelwirtschaft in der ddr am eigenen leibe erlebt!!wer wahllen manipuliert..und das über viele jahre, dem gibt man kein vertrauen..alles zahlen die man veröffentlicht hat..egal ob arbeitsproduktivität..oder wirtschaftliche errungenschaften...usw hat man manipuliert!!meinste das, daß werktätige volk denen die das zu verantworten hatten geglaubt hat..die realität die man täglich sah ,war anders!!träume du deinen traum von der wiederkehrenden ddr weiter!!ich nehme dir das nicht übel..aber ein lächeln kann ich mir beim besten willen nicht verkneifenLG icke-ek71


Ich fasse Dein Lächeln als Einladung auf, eine Erklärung zur Verklärung (?) zu versuchen.
Natürlich war ich nur fünf Jahre meines Lebens Werktätiger dieser Republik, ich gab anderswo schon zu bedenken, daß ich möglicherweise nach einer längeren Laufzeit auch anders über die Webfehler des Systems gedacht hätte, so aber kannte ich nur den Sommer des Sozialismus, kannte weder Hunger noch winterkalte Wohnungen.
Trotzdem war es ein selbst bestimmtes Leben in Freiheit das nun mal eine höhere Qualität hatte mein derzeitiges Dasein als 100%ig durchökonomisierter Eisenbahnsklave mit vier freien Tagen im Monat und 24stündiger Erreichbarkeit als technischer Support bei Lok- und Streckenkundeproblemen der frisch angelernten Mitarbeiter.
Auch wenn jeder meint, das wäre ich der Firma keinesfalls schuldig so muß ich doch einräumen, daß diese Firma mich einst vor dem Abstieg in die Zeitarbeit bei der DB Railion Halle im Jahr 2005 gerettet hat, die von Mehdorn verordnete lebenslange Knechtschaft im Niedriglohnsektor bei gleichzeitig exorbitant gestiegenen Vorstandsbezügen wäre ein unerträglicher Zustand, eben das noch größere Übel, das nur mal zur Erklärung.
Unser Wachstum im gewinnträchtigen Ganzzugverkehr geht überwiegend zu Lasten der DB Schenker, vormals Railion und das bedingte meinerseits auch einen gewissen Anteil Opferbereitschaft.
Am Anfang der Kausalkette stand jedoch das Ende meiner DDR- Biografie, zwar gab es auch dort schon Klassenkampf aber der lief eben wesentlich humaner ab, wenn 14 Uhr Feierabend war, dann war auch 14 Uhr Feierabend und wenn ich 1500 Mark Zinsen bekam, dann gehörten die mir auch zu 100 % und nicht zu 75 und wenn ich Steuerzahler der DDR bin, so reichte das auch für ein kostenloses Staatsfernsehen ohne, daß eine weitere Organisation namens GEZ zusätzliches Schutzgeld von mir erpressen konnte, ich höre hier mal besser auf, damit Du keine Lachkrämpfe bekommst.
Bitte projiziere Deine Sicht als Rentner nicht auf die gesamtdeutsche Perspektive, ihr seid die Sieger der Einheit, sofern ihr eine lückenlose Erwerbsbiografie bis ins reguläre Rentenalter hinbekommen habt, mein Glückwunsch dazu.
Für mich zählt nur meine Erinnerung daran, wie beispielsweise unsere älteren DR- Kollegen damals wie auch die älteren Sportfreunde im Anglerverband drauf waren und was heute noch bei den Vergleichspersonen im marktwirtschaftlichen Alltag an Optimismus und Schaffenskraft übrig ist.
Ich erinnere mich auch daran, was z.B. in den Arbeitseinsätzen vom Anglerverband damals und was heute von den älteren Herrschaften der Generation 60+ noch geschafft wurde und wie wenig gleichaltrige heute noch an körperlicher Leistungsfähigkeit im Vergleich zu früher drauf haben.
Die standen neben mir im Schlammteich und hielten mit dem 20jährigen Hackel mit ohne ins Schwitzen zu kommen, wenn die heute einen gelben Sack mit Müll voll gemacht haben und den Hang hochgebracht haben, pumpen die 10 min lang nach Luft, kaum einer kommt noch mit Fahrrad oder Spaten zum Einsatzort, da fehlt eindeutig die Bewegung und die hat der Sozialismus noch für alle organisieren können.
So gesehen ist das gefühlte Schlaraffenland ein noch größerer Betrug als die Wahlmanipulationen von 1989, das eine wie das andere ein Griff in die Kasse des Vertrauens in die Zukunft, die Rechnung für den Wahlbetrug kam etwas schneller als die, die für das Schlaraffenland noch kommen wird.
Wir Deppen aus den aktiven Kernen, außerhalb des Pools der Sozialgeldempfänger, Privatiers, Millionenerben und Vertreter der Schatten- und Phantomwirtschaft (Spekulanten) werden das Schlaraffenland auch noch bezahlen, keine Sorge.




@Hackel39,ich habe eine weile Deine Beiträge gelesen und staune, was Du in Deinem Alter von der DDR wissen willst und was alles besser gemacht hätten können! Rechne mal Deine Kindheit mit ab, von der Zeit in der DDR! Was weißt Du? Nix! Alles schön von anderen erzählt bekommen und vielleicht vom Elternhaus so erzogen wurden und nun rede ich schlau mit! Immer daran denken, es gibt einige hier im Forum die fast 40 Jahre das mit erlebt haben und es am eigenen Leib erlebt haben! Denn musst Du nicht etwas vor beten, Was nicht so war! Hast auch viel gelesen? Aber erleben ist ein Unterschied!
Grüsse steffen52


Ostlandritter und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#69

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 22:16
von Gelöschtes Mitglied
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Mit den Jeans kann ich auch bestätigen.
Voller Stolz hatte ich 1963 welche aus Berlin West erhalten. Ich zog sie am Vorabend zum 7.Oktober zu Fackelzug an. Mutter war gänzlich dagegen, aber ich wollte und hab sie Tage später in die Schule angezogen. Da bin ich dann vom Klassenlehrer angesprochen, sie nicht wieder in der Schule zutragen.
Zu Haus die Story erzählt, Vater war erzürnt darüber, Mutter war erfreut. Sie konnte den Hosentyp nicht ausstehen.

Passt nicht zum Thema, geboren bin ich Zeitz, in den 50 und 60-ziger Jahren nannte man im Straßenjargon Zeitz Klein-Moskau. Sehr viele alte Kommunisten und dann natürlich viele in der SED.
Nach Mauerbau 61 hat man in unserem Ort Dächer von Wohnhäusern fotografiert mit aufwendigen Fernsehantennen. Mit einem Aluminiumstab von ca. 1,5 bis 2m Länge, der wurde unter dem Dach versteckt, bekam man den Sender Ochsenkopf / Bayern-Programm.

Aber große 12 oder auch 16 Element-Antennen, Höhe ca. 3-4m über den Dach, da konnte man die Hamburger Schaubude sehen. Wurde nun die Antenne abends gedreht, dann bekam man auch das Hessische Fernsehen. Diese nun geschossenen Bilder der Wohnhäuser mit den Antennen wurden später in Fenster von Geschäftshäusern ausgestellt mit den Hinweis, dass vermutlich Fernseh-Programme vom Imperialistischen Gegner angeschaut werden.
Namen standen nicht mit dabei, aber man kannte ja die Häuser und somit wusste man auch wer die Tagesschau anschaute.

Im RIAS-Berlin gab es zu dieser Zeit eine Sendung: „Damals war es“ und heute schreiben wir darüber.

Die heutigen alten Berliner müssten doch auch noch die Schlager der Woche kennen mit Fred Ignor und später mit Lord Knut, montags und freitags.
Das war meine alte Erinnerung an die Jeans, hatte aber wenig mit dem Wahlbetrug zutuen.

Lord Knut, Fred Ignor und Wolfgang Behrendt, der spätere Nachrichtensprecher im Fernsehen, eine klasse rauhe Stimme

RIAS Berlin, eine FREIE STIMME DER FREIEN WELT

Zitat
#51
RE: 51 von icke-ek71


Zitat von icke-ek71 im Beitrag #51
erstens, in der ddr gab es auch eine rundfunk und fernsehgebühr..deine kostenlose variante ist mir neu!!wenn ich mich nicht täusche war der beitrag für rundfunk und fernsehen 1. und 2. programm so um die 10 mark!!was man dafür geboten kam ,war bis auf einige unterhaltungssendungen einfach nur dumme propaganda!!!als berliner hatte man es ja einfach demn müll mußten wir uns ja nicht ansehen..da gab es ja alternativen die für uns damals kostenlos war!!meist du nicht das der faktor freiheit wichtiger ist als ständige bevormundung???ich durfte keine jeans anziehen,geschweige mit etwas längeren haaren die schule betreten!!die musik die ich hören wollte,hat man uns verwehrt!!ist das eine gesellschaftsordnung die ja angeblich gesetzmäßig war,die besser war als alles andere??ich hoffe blos das keiner ne flaschenpost findet wo der matrix der ddr rauskommt ,wenn der korken geöffnet wird!!nocheinmal möchte ich ,auch wenn es wieder eine diktatur des sogenannten proletariats ist,das nicht mehr erleben!!ich könnte mir vorstellen , daß ich da nicht der einzige bin!!


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#70

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 22:31
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Bahndamm 68 im Beitrag #69
Mit den Jeans kann ich auch bestätigen.
Voller Stolz hatte ich 1963 welche aus Berlin West erhalten. Ich zog sie am Vorabend zum 7.Oktober zu Fackelzug an. Mutter war gänzlich dagegen, aber ich wollte und hab sie Tage später in die Schule angezogen. Da bin ich dann vom Klassenlehrer angesprochen, sie nicht wieder in der Schule zutragen.
Zu Haus die Story erzählt, Vater war erzürnt darüber, Mutter war erfreut. Sie konnte den Hosentyp nicht ausstehen.

Passt nicht zum Thema, geboren bin ich Zeitz, in den 50 und 60-ziger Jahren nannte man im Straßenjargon Zeitz Klein-Moskau. Sehr viele alte Kommunisten und dann natürlich viele in der SED.
Nach Mauerbau 61 hat man in unserem Ort Dächer von Wohnhäusern fotografiert mit aufwendigen Fernsehantennen. Mit einem Aluminiumstab von ca. 1,5 bis 2m Länge, der wurde unter dem Dach versteckt, bekam man den Sender Ochsenkopf / Bayern-Programm.

Aber große 12 oder auch 16 Element-Antennen, Höhe ca. 3-4m über den Dach, da konnte man die Hamburger Schaubude sehen. Wurde nun die Antenne abends gedreht, dann bekam man auch das Hessische Fernsehen. Diese nun geschossenen Bilder der Wohnhäuser mit den Antennen wurden später in Fenster von Geschäftshäusern ausgestellt mit den Hinweis, dass vermutlich Fernseh-Programme vom Imperialistischen Gegner angeschaut werden.
Namen standen nicht mit dabei, aber man kannte ja die Häuser und somit wusste man auch wer die Tagesschau anschaute.

Im RIAS-Berlin gab es zu dieser Zeit eine Sendung: „Damals war es“ und heute schreiben wir darüber.

Die heutigen alten Berliner müssten doch auch noch die Schlager der Woche kennen mit Fred Ignor und später mit Lord Knut, montags und freitags.
Das war meine alte Erinnerung an die Jeans, hatte aber wenig mit dem Wahlbetrug zutuen.

Lord Knut, Fred Ignor und Wolfgang Behrendt, der spätere Nachrichtensprecher im Fernsehen, eine klasse rauhe Stimme

RIAS Berlin, eine FREIE STIMME DER FREIEN WELT

Zitat
#51
RE: 51 von icke-ek71

Zitat von icke-ek71 im Beitrag #51
erstens, in der ddr gab es auch eine rundfunk und fernsehgebühr..deine kostenlose variante ist mir neu!!wenn ich mich nicht täusche war der beitrag für rundfunk und fernsehen 1. und 2. programm so um die 10 mark!!was man dafür geboten kam ,war bis auf einige unterhaltungssendungen einfach nur dumme propaganda!!!als berliner hatte man es ja einfach demn müll mußten wir uns ja nicht ansehen..da gab es ja alternativen die für uns damals kostenlos war!!meist du nicht das der faktor freiheit wichtiger ist als ständige bevormundung???ich durfte keine jeans anziehen,geschweige mit etwas längeren haaren die schule betreten!!die musik die ich hören wollte,hat man uns verwehrt!!ist das eine gesellschaftsordnung die ja angeblich gesetzmäßig war,die besser war als alles andere??ich hoffe blos das keiner ne flaschenpost findet wo der matrix der ddr rauskommt ,wenn der korken geöffnet wird!!nocheinmal möchte ich ,auch wenn es wieder eine diktatur des sogenannten proletariats ist,das nicht mehr erleben!!ich könnte mir vorstellen , daß ich da nicht der einzige bin!!




Ich wurde 1966 nicht zur Prüfung zugelassen ,- weil ich , mit den Worten des Stabü-Lehrers " als westlicher Hippie verkleidet " die Schule und damit den ganzen Staat verächtlich gemacht haben sollte .
Meine Prüfungskleidung bestand aus einer sauteuren Schlaghose mit Kellerfalte an der Seite und einem Arabeskenblouson mit Stehkragen..

Beides paar Tage vorher im " Mode-Exquisit" erstanden ,- die Rechnungen hab ich den Trotteln auf den Tisch geklatscht und dann haben diese Pfosten 2 Std. lang beraten ,- ob das nun westliche Kleidung oder beste DDR-Textilien waren -
am Ende gab es einen Kompromiss,- ich durfte die Klamotten anbehalten - musste aber unter den Blouson ein FDJ-Hemd tragen.
Mein Stabü-Lehrer legte Protest ein und machte darauf aufmerksam - daß er sich als alter Kommunist beschweren wird.
Paar Jahre später wurde ausgerechnet dieser vorbildliche Kommunist wegen schwerer Unterschlagung in den Knast geschickt...


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
matloh hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#71

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 22:35
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Ostlandritter im Beitrag #70
Zitat von Bahndamm 68 im Beitrag #69
Mit den Jeans kann ich auch bestätigen.
Voller Stolz hatte ich 1963 welche aus Berlin West erhalten. Ich zog sie am Vorabend zum 7.Oktober zu Fackelzug an. Mutter war gänzlich dagegen, aber ich wollte und hab sie Tage später in die Schule angezogen. Da bin ich dann vom Klassenlehrer angesprochen, sie nicht wieder in der Schule zutragen.
Zu Haus die Story erzählt, Vater war erzürnt darüber, Mutter war erfreut. Sie konnte den Hosentyp nicht ausstehen.

Passt nicht zum Thema, geboren bin ich Zeitz, in den 50 und 60-ziger Jahren nannte man im Straßenjargon Zeitz Klein-Moskau. Sehr viele alte Kommunisten und dann natürlich viele in der SED.
Nach Mauerbau 61 hat man in unserem Ort Dächer von Wohnhäusern fotografiert mit aufwendigen Fernsehantennen. Mit einem Aluminiumstab von ca. 1,5 bis 2m Länge, der wurde unter dem Dach versteckt, bekam man den Sender Ochsenkopf / Bayern-Programm.

Aber große 12 oder auch 16 Element-Antennen, Höhe ca. 3-4m über den Dach, da konnte man die Hamburger Schaubude sehen. Wurde nun die Antenne abends gedreht, dann bekam man auch das Hessische Fernsehen. Diese nun geschossenen Bilder der Wohnhäuser mit den Antennen wurden später in Fenster von Geschäftshäusern ausgestellt mit den Hinweis, dass vermutlich Fernseh-Programme vom Imperialistischen Gegner angeschaut werden.
Namen standen nicht mit dabei, aber man kannte ja die Häuser und somit wusste man auch wer die Tagesschau anschaute.

Im RIAS-Berlin gab es zu dieser Zeit eine Sendung: „Damals war es“ und heute schreiben wir darüber.

Die heutigen alten Berliner müssten doch auch noch die Schlager der Woche kennen mit Fred Ignor und später mit Lord Knut, montags und freitags.
Das war meine alte Erinnerung an die Jeans, hatte aber wenig mit dem Wahlbetrug zutuen.

Lord Knut, Fred Ignor und Wolfgang Behrendt, der spätere Nachrichtensprecher im Fernsehen, eine klasse rauhe Stimme

RIAS Berlin, eine FREIE STIMME DER FREIEN WELT

Zitat
#51
RE: 51 von icke-ek71

Zitat von icke-ek71 im Beitrag #51
erstens, in der ddr gab es auch eine rundfunk und fernsehgebühr..deine kostenlose variante ist mir neu!!wenn ich mich nicht täusche war der beitrag für rundfunk und fernsehen 1. und 2. programm so um die 10 mark!!was man dafür geboten kam ,war bis auf einige unterhaltungssendungen einfach nur dumme propaganda!!!als berliner hatte man es ja einfach demn müll mußten wir uns ja nicht ansehen..da gab es ja alternativen die für uns damals kostenlos war!!meist du nicht das der faktor freiheit wichtiger ist als ständige bevormundung???ich durfte keine jeans anziehen,geschweige mit etwas längeren haaren die schule betreten!!die musik die ich hören wollte,hat man uns verwehrt!!ist das eine gesellschaftsordnung die ja angeblich gesetzmäßig war,die besser war als alles andere??ich hoffe blos das keiner ne flaschenpost findet wo der matrix der ddr rauskommt ,wenn der korken geöffnet wird!!nocheinmal möchte ich ,auch wenn es wieder eine diktatur des sogenannten proletariats ist,das nicht mehr erleben!!ich könnte mir vorstellen , daß ich da nicht der einzige bin!!




Ich wurde 1966 nicht zur Prüfung zugelassen ,- weil ich , mit den Worten des Stabü-Lehrers " als westlicher Hippie verkleidet " die Schule und damit den ganzen Staat verächtlich gemacht haben sollte .
Meine Prüfungskleidung bestand aus einer sauteuren Schlaghose mit Kellerfalte an der Seite und einem Arabeskenblouson mit Stehkragen..

Beides paar Tage vorher im " Mode-Exquisit" erstanden ,- die Rechnungen hab ich den Trotteln auf den Tisch geklatscht und dann haben diese Pfosten 2 Std. lang beraten ,- ob das nun westliche Kleidung oder beste DDR-Textilien waren -
am Ende gab es einen Kompromiss,- ich durfte die Klamotten anbehalten - musste aber unter den Blouson ein FDJ-Hemd tragen.
Mein Stabü-Lehrer legte Protest ein und machte darauf aufmerksam - daß er sich als alter Kommunist beschweren wird.
Paar Jahre später wurde ausgerechnet dieser vorbildliche Kommunist wegen schwerer Unterschlagung in den Knast geschickt...



rot - Er war ja Kommunist und kein Heiliger.

Heuchler gibt es überall, das war aber nicht die Regel.


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#72

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 22:38
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Ostlandritter im Beitrag #70
[quote=Bahndamm 68|p354237]

Ich wurde 1966 nicht zur Prüfung zugelassen ,- weil ich , mit den Worten des Stabü-Lehrers " als westlicher Hippie verkleidet " die Schule und damit den ganzen Staat verächtlich gemacht haben sollte .
Meine Prüfungskleidung bestand aus einer sauteuren Schlaghose mit Kellerfalte an der Seite und einem Arabeskenblouson mit Stehkragen..

Beides paar Tage vorher im " Mode-Exquisit" erstanden ,- die Rechnungen hab ich den Trotteln auf den Tisch geklatscht und dann haben diese Pfosten 2 Std. lang beraten ,- ob das nun westliche Kleidung oder beste DDR-Textilien waren -
am Ende gab es einen Kompromiss,- ich durfte die Klamotten anbehalten - musste aber unter den Blouson ein FDJ-Hemd tragen.
Mein Stabü-Lehrer legte Protest ein und machte darauf aufmerksam - daß er sich als alter Kommunist beschweren wird.
Paar Jahre später wurde ausgerechnet dieser vorbildliche Kommunist wegen schwerer Unterschlagung in den Knast geschickt...


Wenn man gleiches oder ähnliches nicht selbst erlebt hätte, es klingt unwahrscheinlich aber wahr. So etwas muss man der heutigen Jugend erzählen. Die erklären uns für verrückt.
Danke Ostlandritter


thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#73

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 13.05.2014 06:49
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #68
Zitat von steffen52 im Beitrag #66
Zitat von Hackel39 im Beitrag #50
Zitat von icke-ek71 im Beitrag #49
hallo hackel39,du warst 1989 23 jahre alt..ich dagegen habe 40 jahre meines lebens in der ddr gelebt..ich war auch kein lokführer sondern habe in der ddr als werktätiger werte geschafft!!mit dem geld was man verdient hat konnte man keine großen sprünge machen..ich persönlich habe die mangelwirtschaft in der ddr am eigenen leibe erlebt!!wer wahllen manipuliert..und das über viele jahre, dem gibt man kein vertrauen..alles zahlen die man veröffentlicht hat..egal ob arbeitsproduktivität..oder wirtschaftliche errungenschaften...usw hat man manipuliert!!meinste das, daß werktätige volk denen die das zu verantworten hatten geglaubt hat..die realität die man täglich sah ,war anders!!träume du deinen traum von der wiederkehrenden ddr weiter!!ich nehme dir das nicht übel..aber ein lächeln kann ich mir beim besten willen nicht verkneifenLG icke-ek71


Ich fasse Dein Lächeln als Einladung auf, eine Erklärung zur Verklärung (?) zu versuchen.
Natürlich war ich nur fünf Jahre meines Lebens Werktätiger dieser Republik, ich gab anderswo schon zu bedenken, daß ich möglicherweise nach einer längeren Laufzeit auch anders über die Webfehler des Systems gedacht hätte, so aber kannte ich nur den Sommer des Sozialismus, kannte weder Hunger noch winterkalte Wohnungen.
Trotzdem war es ein selbst bestimmtes Leben in Freiheit das nun mal eine höhere Qualität hatte mein derzeitiges Dasein als 100%ig durchökonomisierter Eisenbahnsklave mit vier freien Tagen im Monat und 24stündiger Erreichbarkeit als technischer Support bei Lok- und Streckenkundeproblemen der frisch angelernten Mitarbeiter.
Auch wenn jeder meint, das wäre ich der Firma keinesfalls schuldig so muß ich doch einräumen, daß diese Firma mich einst vor dem Abstieg in die Zeitarbeit bei der DB Railion Halle im Jahr 2005 gerettet hat, die von Mehdorn verordnete lebenslange Knechtschaft im Niedriglohnsektor bei gleichzeitig exorbitant gestiegenen Vorstandsbezügen wäre ein unerträglicher Zustand, eben das noch größere Übel, das nur mal zur Erklärung.
Unser Wachstum im gewinnträchtigen Ganzzugverkehr geht überwiegend zu Lasten der DB Schenker, vormals Railion und das bedingte meinerseits auch einen gewissen Anteil Opferbereitschaft.
Am Anfang der Kausalkette stand jedoch das Ende meiner DDR- Biografie, zwar gab es auch dort schon Klassenkampf aber der lief eben wesentlich humaner ab, wenn 14 Uhr Feierabend war, dann war auch 14 Uhr Feierabend und wenn ich 1500 Mark Zinsen bekam, dann gehörten die mir auch zu 100 % und nicht zu 75 und wenn ich Steuerzahler der DDR bin, so reichte das auch für ein kostenloses Staatsfernsehen ohne, daß eine weitere Organisation namens GEZ zusätzliches Schutzgeld von mir erpressen konnte, ich höre hier mal besser auf, damit Du keine Lachkrämpfe bekommst.
Bitte projiziere Deine Sicht als Rentner nicht auf die gesamtdeutsche Perspektive, ihr seid die Sieger der Einheit, sofern ihr eine lückenlose Erwerbsbiografie bis ins reguläre Rentenalter hinbekommen habt, mein Glückwunsch dazu.
Für mich zählt nur meine Erinnerung daran, wie beispielsweise unsere älteren DR- Kollegen damals wie auch die älteren Sportfreunde im Anglerverband drauf waren und was heute noch bei den Vergleichspersonen im marktwirtschaftlichen Alltag an Optimismus und Schaffenskraft übrig ist.
Ich erinnere mich auch daran, was z.B. in den Arbeitseinsätzen vom Anglerverband damals und was heute von den älteren Herrschaften der Generation 60+ noch geschafft wurde und wie wenig gleichaltrige heute noch an körperlicher Leistungsfähigkeit im Vergleich zu früher drauf haben.
Die standen neben mir im Schlammteich und hielten mit dem 20jährigen Hackel mit ohne ins Schwitzen zu kommen, wenn die heute einen gelben Sack mit Müll voll gemacht haben und den Hang hochgebracht haben, pumpen die 10 min lang nach Luft, kaum einer kommt noch mit Fahrrad oder Spaten zum Einsatzort, da fehlt eindeutig die Bewegung und die hat der Sozialismus noch für alle organisieren können.
So gesehen ist das gefühlte Schlaraffenland ein noch größerer Betrug als die Wahlmanipulationen von 1989, das eine wie das andere ein Griff in die Kasse des Vertrauens in die Zukunft, die Rechnung für den Wahlbetrug kam etwas schneller als die, die für das Schlaraffenland noch kommen wird.
Wir Deppen aus den aktiven Kernen, außerhalb des Pools der Sozialgeldempfänger, Privatiers, Millionenerben und Vertreter der Schatten- und Phantomwirtschaft (Spekulanten) werden das Schlaraffenland auch noch bezahlen, keine Sorge.




@Hackel39,ich habe eine weile Deine Beiträge gelesen und staune, was Du in Deinem Alter von der DDR wissen willst und was alles besser gemacht hätten können! Rechne mal Deine Kindheit mit ab, von der Zeit in der DDR! Was weißt Du? Nix! Alles schön von anderen erzählt bekommen und vielleicht vom Elternhaus so erzogen wurden und nun rede ich schlau mit! Immer daran denken, es gibt einige hier im Forum die fast 40 Jahre das mit erlebt haben und es am eigenen Leib erlebt haben! Denn musst Du nicht etwas vor beten, Was nicht so war! Hast auch viel gelesen? Aber erleben ist ein Unterschied!
Grüsse steffen52


Und wenn jemand fünf Jahre Medizin studiert hat, darf er auch nach fünf Jahren bereits operieren und wenn jemand fünf Jahre die DDR als Berufstätiger und ehrenamtlicher FDJ- Funktionär so intensiv mitgemacht hat wie ich, so ist er auch ausreichend qualifiziert um mitzureden.
Ich glaube kaum, daß Du nach einer solchen Operation unterscheiden könntest, ob ein 55 jähriger oder 25jähriger Chirurg das Messer geführt hat, so einfach ist das.
Zwar kann ich nicht erwarten, daß Du alle Beiträge von mir kennst, ich habe aber oft eingeräumt, daß mir für den totalen Überblick die Jahre fehlen und habe auch schon persönliche Meinungen korrigiert.
Im Übrigen kann man die Erfahrungen der Jugend und Kindheit gar nicht einfach abziehen, über die schreibe ich beispielsweise im Zusammenhang mit meinen Wahrnehmungen als sozialistischer Jungangler in der DAV- Ortsgruppe, alles weitere sind einfach nur Fakten, zumindest im Beitrag, auf den Du Dich bezogen hast.
Alles weitere später vielleicht, Niedrigllohnflüchtling Weiß Nix muß für zehn Tage in sein Laufrad zurück um seine Freiheit in der Fremde zu genießen.



zuletzt bearbeitet 13.05.2014 06:52 | nach oben springen

#74

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 13.05.2014 12:24
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Ostlandritter!

DAS kann ich nachvollziehen.
Ich fuhr stolz mit meiner neuen Levis und dem Römer Integralhelm auf dem Moped zu Schule und durfte gleich wieder abtraben, mit einen Brief an meine Erzeuger..... Uhhhhh ....

Naja meine Großeltern hatten beides von ihren Verwandten senden lassen und! es war beim Zoll nicht einbehalten worden.
Sowas wollte man nicht in der soz. Schule haben. Als ich mit der steifen Bison-Jeans und einem DDR Helm wieder zurück kam, war die soz. Welt wieder in Ordnung ...


Schöne Grüße,
Eckhard

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #70

.....
Ich wurde 1966 nicht zur Prüfung zugelassen ,- weil ich , mit den Worten des Stabü-Lehrers " als westlicher Hippie verkleidet " die Schule und damit den ganzen Staat verächtlich gemacht haben sollte .
Meine Prüfungskleidung bestand aus einer sauteuren Schlaghose mit Kellerfalte an der Seite und einem Arabeskenblouson mit Stehkragen..
Beides paar Tage vorher im " Mode-Exquisit" erstanden ,- die Rechnungen hab ich den Trotteln auf den Tisch geklatscht und dann haben diese Pfosten 2 Std. lang beraten ,- ob das nun westliche Kleidung oder beste DDR-Textilien waren -
am Ende gab es einen Kompromiss,- ich durfte die Klamotten anbehalten - musste aber unter den Blouson ein FDJ-Hemd tragen.
Mein Stabü-Lehrer legte Protest ein und machte darauf aufmerksam - daß er sich als alter Kommunist beschweren wird.
Paar Jahre später wurde ausgerechnet dieser vorbildliche Kommunist wegen schwerer Unterschlagung in den Knast geschickt...


zuletzt bearbeitet 13.05.2014 12:30 | nach oben springen

#75

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 13.05.2014 12:30
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Icke-ek71!

Sag mal gab es das Konzert überhaupt?.
Hier in der Provinz hat man sowas ja nicht mitbekommen ...
Ich habe da mal eine Reportage gesehen ....


Schöne Grüße,
Eckhard

Zitat von icke-ek71 im Beitrag #56
hallo thomas 48,ich glaube ich habe auch deine fragen beantwortet!!von den jugendkrawallen hatte man damals hinter vorgehaltener hand erfahren!!!uns haben sie verdroschen als wir zum stoneskonzert in richtung springerhaus pilgerten...die haben geknüppelt wie besessen...jetzt kann ich mir ne stones cd in den player legen und kein besessener scherge kommt und knüppelt!!!LG Bernd


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#76

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 19.06.2014 11:01
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Keine 25 Jahre nach dem Wahlbetrug sind wieder solche Ergebnisse drin:

http://www.mz-web.de/sangerhausen/erdrut...4,27499058.html

Eine Kandidatin der Linkspartei gewinnt die Stichwahl um den Posten des Landrats mit über 80 % (in manchen Kommunen ging es bis knapp unter 90 % Zustimmung) gegen den CDU- Amtsinhaber.
Dabei haben die regionalen Zeitungen keine Gelegenheit verpaßt, um auf ihre Vorwendekarriere in der FDJ- Bezirksleitung Halle und ihre Linientreue zum SED- Staat hinzuweisen.
Im Vorfeld dieser Wahl gab es eine dichte Abfolge von Skandalen des Amtsvorgängers und nur wenige gute Nachrichten für den entvölkerten und entindustrialisierten Mansfeld- Südharzkreis, deren Wählerschaft auf Grund der Abwanderungswelle junger Leute vermutlich zu großen Teilen aus Bürgern mit hohem DDR- Biografieanteil besteht.
Die nunmehr gewählte Kandidatin selbst war immer präsent wenn es um den Dialog mit der Bevölkerung ging (wöchentliche Bürgersprechstunde) und ehrlich wenn es um die tatsächlich vorhandenen Gestaltungsmöglichkeiten in der Gelddiktatur ging.
Diese Ehrlichkeit und ein angemessener Realitätssinn hätten in der DDR den Wahlbetrug überflüssig gemacht, davon kann man ausgehen.
Daß solche Erkenntnisse heute noch Wert haben, können wir getrost in Frage stellen, die 80% sind nur noch die Kürnote, das Pflichtprogramm war Anfang der 1990er Jahre nach der ersten "korrekten" Wahl im März 1990 bereits über die Bühne gegangen.



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