#41

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 09.05.2014 11:16
von Heckenhaus | 5.158 Beiträge

Zitat von icke-ek71 im Beitrag #40
hallo freunde,manches mal weis man nicht was man zu einigen beiträgen sagen soll!!hier wird ein thred eröffnet und einige mitglieder hier im forum kommen völlig vom thema ab!!!das thema war doch konkret benannt worden!!wieso schreiben einige über sachen die nicht zur gestellten frage gehören!!damals zur schulzeit hätte der lehrer gesagt...thema verfehlt!!!setzen 5!!


Verstehe nicht, was dieses Thema über ewige Zeiten als Diskussionsbasis dienen soll. Alle (oder fast alle) wußten es,
Die Meisten haben trotzdem mitgemacht, warum sich heute darüber ereifern, was damals falsch war ?
Ich finde jedenfalls schon, daß dann, wenn nun schon berechtigt über die damalige Wahlpraxis gemeckert wird, auch
erwähnt werden muß, daß die Wahlen heute ebenfalls nicht zu 100 % mit rechten Dingen zugehen.

Die Politikrichtung stand damals bereits vorher fest, heute ist es nicht anders, trotz Auswahl bei den Parteien.
Unterm Strich hat jedes System eine bestimmte Richtung, daran ändern Wahlen, Wahlfälschungen oder Wahlverweigerung
überhaupt nichts.
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#42

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 09.05.2014 13:54
von DoreHolm | 7.710 Beiträge

Bei den letzten beiden Wahlen in der DDR war ich als Wahlhelfer im Wahllokal eingesetzt. Einmal davon als Leiter des Wahllokales. Hatte es vor etlicher Zeit schon mal in einem ähnlichem Thread geschrieben. Ja, es wurde manipuliert, zumindest in einem Fall wurde mir das bewußt und ich habe das unter uns Wahllokalhelfern auch so benannt.
Bei der Ausgabe der Wahllokalunterlagen wurde uns mitgeteilt, daß diejenigen, die von vornherein klargemacht hatten, daß sie an der Wahl nicht teilnehmen würden, gar nicht erst als Wahlberechtigte in den Unterlagen geführt wurden. Sollte einer von denen es sich dennoch überlegen und zur Wahl erscheinen, sollte dieser im Nachhinein als Wahlberechtigter eingetragen werden und seine Wahlzettel erhalten. Das wurde auch von mir als Manipulation betrachtet. Wir nahmen es aber als gegeben hin, ohne hier einen Aufstand zu machen, da eh nichts groß zu ändern wäre. Was die potentiellen Nichtwähler betrifft, wurde seitens der Organe versucht, deren Beweggründe zu kennen und bei offensichtlichen Mißständen (z.B. soziale Härtefälle bei Wohnungssuche) hier Abhilfe zu schaffen. Es war keinesfalls so (kenne das aus den Aktivitäten unseres Betriebes im Patenwohnbezirk), daß Nichtwähler vorrangig mit Repressionen zu rechnen hatten. Es wurde dem BD nach der Wahl bekanntgegeben, welcher seiner Kollegen nicht an der Wahl teilgenommen hatt und auch in der Brigade war es bekannt. Ich kenne keinen einzigen Fall in unserem Betrieb, in dem ein solcher Kollege/Kollegin erhebliche Nachteile zu erdulden hatte. Abgesehen davon, daß er sich für die nächste Zeit eine Auszeichnung als Aktivist abschminken konnte. Absoluter Schwachsinn ist m.E. die Behauptung des Reporters im Eingangsthread von Repressionen, wenn die Wahlurne benutzt wurde. Sollte es Wahlhelfer gegeben haben, die hier so ein Wahlverhalten notiert haben (abgesehen davon, daß dafür keiner Zeit hatte und keiner dafür eingeteilt war), dann war das illegal, durch keinerlei Auftrag legitimiert und dieser Übereifrige ist m.E. dafür kritisiert wurden. Ich für meinen Teil bin grundsätzlich immer in die Kabine gegangen. Außer bei der Abstimmung zur Verfassung während der NVA-Zeit, als unser Polik mit einfältigem Grinsen hinter jedem Soldaten stand. Habe mich im Nachhinein furchtbar geärgert, daß ich hier die Kabine nicht benutzt habe, schon allein um diesen Polik zu ärgern.
Jetzt, zu diesen Wahlen im Mai und im Juni, bin ich las Wahlhelfer in einem Wahllokal eingesetzt. Mal sehen, wie´s wird.



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#43

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 09.05.2014 15:25
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Dore Holm!

Das kenne ich auch so.
Ich wollte nicht in die DSF eintreten und hatte so einigen Druck zu ertragen. Sogar die Kollegen kamen auf mich zu. Man wollte ja "Kollektiv der soz. Arbeit" werden. Daran hing eine Prämie.
Und so trat ich für den sozialen Frieden in der Firma in die DSF ein und nach der Auszeichnung wieder aus
Meine Freunde suche ich mir selber aus!

Ich ging auch immer in die "Kabine" (wie immer sie aussah) die zur DDR Zeit wirklich eine war. Hier steht nur ein kleiner "Sichtschutz" auf dem Tisch im Wahlraum. Da kann jeder alles sehen, der "zufällig" mal aufsteht oder rumgeht.

Und keiner verhaftete mich zu DDR Zeiten, wenn ich in die Kabine rein ging .
Man sah ja anhand der Wahl eh, wer (wahrscheinlich) und wieviele mal was gestreichen hatten oder durchgestrichen hatten.
Und es sprach sich ja, wie man an der DDR Entwicklung sah, auch breit herum.

Der Unterschied zur BRD ist nur, daß es hier keinen interessiert, wenn mal was "verschwindet" oder übermäßig viel "ungültig" ist.
Es wäre interessant zu erfahren, was auf den "Ungültigen" heutzutage alles angekreuzt war.
Ein Kreuz dazu kann jeder machen, denn hier liegen NUR Bleistifte zum ankreuzen aus. Dort gehören meines Erachtens dokumentensichere Schreiber hin! Ich habe meinen stehts mit ...

Das traurige an der Geschichtsschreibung der BRD ist leider, daß von den "unabhängigen" Medien nur das publiziert wird, was genehm ist (siehe: freiwillige Selbstzensur).
Die biologische "Regulierung" sorgt dann schon dafür, daß den zukünftigen Generationen NUR dieser einseitige Mist zur Verfügung steht.
Und wenn man dann von dem einen oder anderen Enkel hört: "... na mein/e Opa/Oma haben mir das aber anders erzählt:" werden sie bestenfalls als "Spinner" "ewig Gestrige" oder gar Schlimmeres betitelt.

>Gehören dir die Buchstaben, gehören dir die Gedanken der Menschen! Gehören dir die Gedanken, lenkst du die Menschen!<



Schöne Grüße,
Eckhard


Zitat von DoreHolm im Beitrag #42
.....Es war keinesfalls so (kenne das aus den Aktivitäten unseres Betriebes im Patenwohnbezirk), daß Nichtwähler vorrangig mit Repressionen zu rechnen hatten. ...... Abgesehen davon, daß er sich für die nächste Zeit eine Auszeichnung als Aktivist abschminken konnte. Absoluter Schwachsinn ist m.E. die Behauptung des Reporters im Eingangsthread von Repressionen, wenn die Wahlurne benutzt wurde. ...... Mal sehen, wie´s wird.


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zuletzt bearbeitet 09.05.2014 15:35 | nach oben springen

#44

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 10.05.2014 11:51
von TOMMI | 1.992 Beiträge

Bei der ganzen Sache ist nur interessant, wieviel Opportunismus und vorauseilender Gehorsam bei
den auch einfachen Leuten vorherrschte. Und viele dieser Verhaltensweisen überlebten die Wende
und waren dann auch in der neuen Zeit erkennbar, fürs erste zumindest.
Bei der ersten richtigen Wahl damals am 18.März 1990 war ich Wahlhelfer und auch in den folgenden
Wahlen des betreffenden Jahres.
Folgendes war zu beobachten:
1. Das Gros der Wähler gab seine Stimme bis 10:00 ab, danach wurde es bis 18:00 hin geradezu langweilig.
2. Einige hatten das neue Prinzip noch nicht begriffen und steckten den Stimmzettel jungfräulich wie eh und je in
die Wahlurne.
3. Es gab damals noch diese "fliegende Wahlurne" für daheimgebliebende Wähler, Kranke, Behinderte, Bewohner von Altersheimen.
Allerdings strengstens nach dem Prinzip der Freiwilligkeit. So kam es vor, dass gutmeinende Nachbarn (oder war es einfach eine
eingeschliffene Angewohnheit?) uns sagten: "Der und der wohnt da und da und möchte mit der fliegenden Wahlurne wählen."
Wir machten uns auf den Weg, nur war es so, dass dies ganze hinten und vorne nicht stimmte. Der Betreffende wollte ganz und gar
nicht wählen und schmiss uns geradezu hinaus.
4. Im Wahllokal kam ein unsicherer älterer Mann mit dem Stimmzettel nicht klar und bat mich, ihm in der Wahlkabine zu helfen.
Darin erklärte ich ihm, dass er diejenige Partei, der er wünsche, ankreuzen kann.
"Was soll ich denn da ankreuzen?"
Es war gar nicht so einfach, ihn von meiner Pflicht zur Neutralität zu überzeugen.
5. Das Wahllokal befand sich damals neben einem anderen in einer Schule. Bei der Auszählung herrschte großes Interesse.
So waren auch engagierte Schüler mit Interesse dabei. Während sie bei uns ungehindert teilnehmen konnten, wurde ihnen im
anderen Wahllokal, wo ein altgedienter Bonze Vorstand war, der Zutritt verweigert.

Eines muss ich aber noch bemerken: Die Wahlkabinen damals waren noch echte Wahlkabinen, die eine echte geheime Wahl gewährleisteten.
Heute stehen einfache Tische mit ein paar aufgeklappten Winkeln drauf. Man kommt sich vor, wie bei einem Test zu Schulzeiten, wo man nicht abschreiben darf. Mit etwas Dreistigkeit könnte man den Zettel des Tischnachbarn durchaus einsehen.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#45

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 10.05.2014 12:55
von Gert | 12.357 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #42
Bei den letzten beiden Wahlen in der DDR war ich als Wahlhelfer im Wahllokal eingesetzt. Einmal davon als Leiter des Wahllokales. Hatte es vor etlicher Zeit schon mal in einem ähnlichem Thread geschrieben. Ja, es wurde manipuliert, zumindest in einem Fall wurde mir das bewußt und ich habe das unter uns Wahllokalhelfern auch so benannt.
Bei der Ausgabe der Wahllokalunterlagen wurde uns mitgeteilt, daß diejenigen, die von vornherein klargemacht hatten, daß sie an der Wahl nicht teilnehmen würden, gar nicht erst als Wahlberechtigte in den Unterlagen geführt wurden. Sollte einer von denen es sich dennoch überlegen und zur Wahl erscheinen, sollte dieser im Nachhinein als Wahlberechtigter eingetragen werden und seine Wahlzettel erhalten. Das wurde auch von mir als Manipulation betrachtet. Wir nahmen es aber als gegeben hin, ohne hier einen Aufstand zu machen, da eh nichts groß zu ändern wäre. Was die potentiellen Nichtwähler betrifft, wurde seitens der Organe versucht, deren Beweggründe zu kennen und bei offensichtlichen Mißständen (z.B. soziale Härtefälle bei Wohnungssuche) hier Abhilfe zu schaffen. Es war keinesfalls so (kenne das aus den Aktivitäten unseres Betriebes im Patenwohnbezirk), daß Nichtwähler vorrangig mit Repressionen zu rechnen hatten. Es wurde dem BD nach der Wahl bekanntgegeben, welcher seiner Kollegen nicht an der Wahl teilgenommen hatt und auch in der Brigade war es bekannt. Ich kenne keinen einzigen Fall in unserem Betrieb, in dem ein solcher Kollege/Kollegin erhebliche Nachteile zu erdulden hatte. Abgesehen davon, daß er sich für die nächste Zeit eine Auszeichnung als Aktivist abschminken konnte. Absoluter Schwachsinn ist m.E. die Behauptung des Reporters im Eingangsthread von Repressionen, wenn die Wahlurne benutzt wurde. Sollte es Wahlhelfer gegeben haben, die hier so ein Wahlverhalten notiert haben (abgesehen davon, daß dafür keiner Zeit hatte und keiner dafür eingeteilt war), dann war das illegal, durch keinerlei Auftrag legitimiert und dieser Übereifrige ist m.E. dafür kritisiert wurden. Ich für meinen Teil bin grundsätzlich immer in die Kabine gegangen. Außer bei der Abstimmung zur Verfassung während der NVA-Zeit, als unser Polik mit einfältigem Grinsen hinter jedem Soldaten stand. Habe mich im Nachhinein furchtbar geärgert, daß ich hier die Kabine nicht benutzt habe, schon allein um diesen Polik zu ärgern.
Jetzt, zu diesen Wahlen im Mai und im Juni, bin ich las Wahlhelfer in einem Wahllokal eingesetzt. Mal sehen, wie´s wird.


@DoreHolm pass gut auf, das nichts manipuliert wird. Die freien und geheimen Wahlen sind ein wichtiges Gut unserer Demokratie.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#46

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 11.05.2014 23:40
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von icke-ek71 im Beitrag #40
hallo freunde,manches mal weis man nicht was man zu einigen beiträgen sagen soll!!hier wird ein thred eröffnet und einige mitglieder hier im forum kommen völlig vom thema ab!!!das thema war doch konkret benannt worden!!wieso schreiben einige über sachen die nicht zur gestellten frage gehören!!damals zur schulzeit hätte der lehrer gesagt...thema verfehlt!!!setzen 5!!!ich war übrigens auch bei dieser disskussion in marienborn wo der wolfgang berghofer zu gegen war!!es war sehr interessant was er darüber zu sagen hatte!!das war wahlbetrug in einer form die ich damals so nicht erwartet hätte...und da gebe ich Felix D sogar mal recht. .mit 60%ja stimmen wäre man vielleicht besser gefahren. aber auch so wäre es nicht anders gekommen..die ddr wäre dann vielleicht ein paar monate später zu grunde gegangen!!unser betrieb konnte im juli 1989 keine löhne mehr bezahlen nur über umwege hatte dann die sparkasse das geld zur verfügung gestellt...das war das wbk berlin...die wirtschaft war am ende!!und der westen hatte den geldhahn zum überleben abgestellt!uns so kam das was kommen mußte!!!LG Bernd


Genau das ist eine singuläre historische Anomalie 60 % > 98 %.
Ein solches Wahlergebnis wäre einem Urknall gleich gekommen, einem reset, der neue Chancen offenbart hätte, ob nun innerhalb oder außerhalb der vorgegeben Qualität (...der Diktatur des Proletariats).
Schade, daß der Thread keinen Raum zu einem ausführlichen Denkmodell bietet, aber daß der Sozialismus nach einer solchen Offensive der Ehrlichkeit (= der Einschränkung der Allmacht der SED) vor die Hunde gegangen wäre, stelle ich in Frage.
In der Konsequenz eines solchen Votums hätte man nunmehr andere wählbare Kandidaten aufstellen müssen, z. B. jene Vertreter, die am 4. November 1989 zu machtvollen Demonstrationen aufgerufen hatten und ihre Reformvorschläge propagierten.
Später allwissende Eliten wie E. Most, Schauspieler Liefers, Spira u.a. Protestredner hätten sich an der praktischen Umsätzung ihrer Ideen in ihrem jeweiligen Kompetenzbereich einsetzen können, das zu erleben, war uns leider nicht mehr vergönnt mangels Geduld, Mut und Kreativität des Wahlvolkes, das sich lieber unter die konsumträchtige DM- Klucke gekrochen hat, als auf steinigen Pfaden das bessere Demokratiemodell zu installieren.
Es wäre noch zu klären, was Du mit dem westdeutschen Geldhahn meintest unter Beachtung der Chronologie der Ereignisse.
Du schreibst, es kam, was kommen mußte- nunja es kam der bequeme Fahrstuhl der viele zurück gelassen hat aber meinst Du, vom Treppensteigen wäre irgendeiner gestorben in der Endzeit- DDR ?



Ostlandritter und Feliks D. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#47

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 00:28
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #46
Zitat von icke-ek71 im Beitrag #40
hallo freunde,manches mal weis man nicht was man zu einigen beiträgen sagen soll!!hier wird ein thred eröffnet und einige mitglieder hier im forum kommen völlig vom thema ab!!!das thema war doch konkret benannt worden!!wieso schreiben einige über sachen die nicht zur gestellten frage gehören!!damals zur schulzeit hätte der lehrer gesagt...thema verfehlt!!!setzen 5!!!ich war übrigens auch bei dieser disskussion in marienborn wo der wolfgang berghofer zu gegen war!!es war sehr interessant was er darüber zu sagen hatte!!das war wahlbetrug in einer form die ich damals so nicht erwartet hätte...und da gebe ich Felix D sogar mal recht. .mit 60%ja stimmen wäre man vielleicht besser gefahren. aber auch so wäre es nicht anders gekommen..die ddr wäre dann vielleicht ein paar monate später zu grunde gegangen!!unser betrieb konnte im juli 1989 keine löhne mehr bezahlen nur über umwege hatte dann die sparkasse das geld zur verfügung gestellt...das war das wbk berlin...die wirtschaft war am ende!!und der westen hatte den geldhahn zum überleben abgestellt!uns so kam das was kommen mußte!!!LG Bernd


Genau das ist eine singuläre historische Anomalie 60 % > 98 %.
Ein solches Wahlergebnis wäre einem Urknall gleich gekommen, einem reset, der neue Chancen offenbart hätte, ob nun innerhalb oder außerhalb der vorgegeben Qualität (...der Diktatur des Proletariats).
Schade, daß der Thread keinen Raum zu einem ausführlichen Denkmodell bietet, aber daß der Sozialismus nach einer solchen Offensive der Ehrlichkeit (= der Einschränkung der Allmacht der SED) vor die Hunde gegangen wäre, stelle ich in Frage.
In der Konsequenz eines solchen Votums hätte man nunmehr andere wählbare Kandidaten aufstellen müssen, z. B. jene Vertreter, die am 4. November 1989 zu machtvollen Demonstrationen aufgerufen hatten und ihre Reformvorschläge propagierten.
Später allwissende Eliten wie E. Most, Schauspieler Liefers, Spira u.a. Protestredner hätten sich an der praktischen Umsätzung ihrer Ideen in ihrem jeweiligen Kompetenzbereich einsetzen können, das zu erleben, war uns leider nicht mehr vergönnt mangels Geduld, Mut und Kreativität des Wahlvolkes, das sich lieber unter die konsumträchtige DM- Klucke gekrochen hat, als auf steinigen Pfaden das bessere Demokratiemodell zu installieren.
Es wäre noch zu klären, was Du mit dem westdeutschen Geldhahn meintest unter Beachtung der Chronologie der Ereignisse.
Du schreibst, es kam, was kommen mußte- nunja es kam der bequeme Fahrstuhl der viele zurück gelassen hat aber meinst Du, vom Treppensteigen wäre irgendeiner gestorben in der Endzeit- DDR ?




Gut gedacht , aber- beschwert mit so vielen "hätte" und "wenn " und "aber" hätte selbst die Titanic den Bug nicht mehr hochgekriegt


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#48

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 08:56
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #47
Zitat von Hackel39 im Beitrag #46
Zitat von icke-ek71 im Beitrag #40
hallo freunde,manches mal weis man nicht was man zu einigen beiträgen sagen soll!!hier wird ein thred eröffnet und einige mitglieder hier im forum kommen völlig vom thema ab!!!das thema war doch konkret benannt worden!!wieso schreiben einige über sachen die nicht zur gestellten frage gehören!!damals zur schulzeit hätte der lehrer gesagt...thema verfehlt!!!setzen 5!!!ich war übrigens auch bei dieser disskussion in marienborn wo der wolfgang berghofer zu gegen war!!es war sehr interessant was er darüber zu sagen hatte!!das war wahlbetrug in einer form die ich damals so nicht erwartet hätte...und da gebe ich Felix D sogar mal recht. .mit 60%ja stimmen wäre man vielleicht besser gefahren. aber auch so wäre es nicht anders gekommen..die ddr wäre dann vielleicht ein paar monate später zu grunde gegangen!!unser betrieb konnte im juli 1989 keine löhne mehr bezahlen nur über umwege hatte dann die sparkasse das geld zur verfügung gestellt...das war das wbk berlin...die wirtschaft war am ende!!und der westen hatte den geldhahn zum überleben abgestellt!uns so kam das was kommen mußte!!!LG Bernd


Genau das ist eine singuläre historische Anomalie 60 % > 98 %.
Ein solches Wahlergebnis wäre einem Urknall gleich gekommen, einem reset, der neue Chancen offenbart hätte, ob nun innerhalb oder außerhalb der vorgegeben Qualität (...der Diktatur des Proletariats).
Schade, daß der Thread keinen Raum zu einem ausführlichen Denkmodell bietet, aber daß der Sozialismus nach einer solchen Offensive der Ehrlichkeit (= der Einschränkung der Allmacht der SED) vor die Hunde gegangen wäre, stelle ich in Frage.
In der Konsequenz eines solchen Votums hätte man nunmehr andere wählbare Kandidaten aufstellen müssen, z. B. jene Vertreter, die am 4. November 1989 zu machtvollen Demonstrationen aufgerufen hatten und ihre Reformvorschläge propagierten.
Später allwissende Eliten wie E. Most, Schauspieler Liefers, Spira u.a. Protestredner hätten sich an der praktischen Umsätzung ihrer Ideen in ihrem jeweiligen Kompetenzbereich einsetzen können, das zu erleben, war uns leider nicht mehr vergönnt mangels Geduld, Mut und Kreativität des Wahlvolkes, das sich lieber unter die konsumträchtige DM- Klucke gekrochen hat, als auf steinigen Pfaden das bessere Demokratiemodell zu installieren.
Es wäre noch zu klären, was Du mit dem westdeutschen Geldhahn meintest unter Beachtung der Chronologie der Ereignisse.
Du schreibst, es kam, was kommen mußte- nunja es kam der bequeme Fahrstuhl der viele zurück gelassen hat aber meinst Du, vom Treppensteigen wäre irgendeiner gestorben in der Endzeit- DDR ?




Gut gedacht , aber- beschwert mit so vielen "hätte" und "wenn " und "aber" hätte selbst die Titanic den Bug nicht mehr hochgekriegt



Ich persönlich klammere mich deshalb an den Konjunktiv, weil mir die neuen Grenzen schlechter bekommen als die alten.
Eine solche Rückbesinnung auf die Zeiten eines selbst bestimmten Lebens im Arbeiter- und Bauern- Staat tut nur deshalb so weh, weil man aus dem Untergang eben nicht gelernt hat.
Während man die Schiffe mit immer besseren Navigationsgeräten und Sicherheitsstandards ausgerüstet hat und sich die wilde Seefahrt inzwischen durch strenge Regeln und Auflagen zu einem funktionierenden zuverlässigen Transportmittel entwickelt hat, schlagen sich in wenige 100 km entfernten EU- Nachbarstaaten Völker auch im 21. Jahrhundert noch gegenseitig die Köpfe ein und die Wirtschaft in der eigenen ostdeutschen Heimat setzt im Gleichschritt mit den Fußballvereinen seinen Abstieg in die Drittklassigkeit unbeirrt fort.
Will heißen, daß das abgewählte Modell nicht dauerhaft abgewählt sein muß und genauso wenig, wie man auf der Krim nicht im Traum daran dachte, jemals wieder Russe zu werden, so könnte die Matrix DDR auch eines Tages aus der Flasche zurück kehren.
Der Wahlbetrug von 1989 hat uns Ostdeutsche möglicherweise bei der Weiterentwicklung eines wirtschaftlich und sozial gesundem Gemeinwesens um Jahrzehnte zurück geworfen, wenn sich die Vereinigungsbilanz nicht mehr signifikant verbessert.



Heckenhaus hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.05.2014 12:22 | nach oben springen

#49

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 10:06
von icke-ek71 (gelöscht)
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hallo hackel39,du warst 1989 23 jahre alt..ich dagegen habe 40 jahre meines lebens in der ddr gelebt..ich war auch kein lokführer sondern habe in der ddr als werktätiger werte geschafft!!mit dem geld was man verdient hat konnte man keine großen sprünge machen..ich persönlich habe die mangelwirtschaft in der ddr am eigenen leibe erlebt!!wer wahllen manipuliert..und das über viele jahre, dem gibt man kein vertrauen..alles zahlen die man veröffentlicht hat..egal ob arbeitsproduktivität..oder wirtschaftliche errungenschaften...usw hat man manipuliert!!meinste das, daß werktätige volk denen die das zu verantworten hatten geglaubt hat..die realität die man täglich sah ,war anders!!träume du deinen traum von der wiederkehrenden ddr weiter!!ich nehme dir das nicht übel..aber ein lächeln kann ich mir beim besten willen nicht verkneifenLG icke-ek71


Hapedi und Ostlandritter haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.05.2014 10:08 | nach oben springen

#50

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 10:52
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von icke-ek71 im Beitrag #49
hallo hackel39,du warst 1989 23 jahre alt..ich dagegen habe 40 jahre meines lebens in der ddr gelebt..ich war auch kein lokführer sondern habe in der ddr als werktätiger werte geschafft!!mit dem geld was man verdient hat konnte man keine großen sprünge machen..ich persönlich habe die mangelwirtschaft in der ddr am eigenen leibe erlebt!!wer wahllen manipuliert..und das über viele jahre, dem gibt man kein vertrauen..alles zahlen die man veröffentlicht hat..egal ob arbeitsproduktivität..oder wirtschaftliche errungenschaften...usw hat man manipuliert!!meinste das, daß werktätige volk denen die das zu verantworten hatten geglaubt hat..die realität die man täglich sah ,war anders!!träume du deinen traum von der wiederkehrenden ddr weiter!!ich nehme dir das nicht übel..aber ein lächeln kann ich mir beim besten willen nicht verkneifenLG icke-ek71


Ich fasse Dein Lächeln als Einladung auf, eine Erklärung zur Verklärung (?) zu versuchen.
Natürlich war ich nur fünf Jahre meines Lebens Werktätiger dieser Republik, ich gab anderswo schon zu bedenken, daß ich möglicherweise nach einer längeren Laufzeit auch anders über die Webfehler des Systems gedacht hätte, so aber kannte ich nur den Sommer des Sozialismus, kannte weder Hunger noch winterkalte Wohnungen.
Trotzdem war es ein selbst bestimmtes Leben in Freiheit das nun mal eine höhere Qualität hatte mein derzeitiges Dasein als 100%ig durchökonomisierter Eisenbahnsklave mit vier freien Tagen im Monat und 24stündiger Erreichbarkeit als technischer Support bei Lok- und Streckenkundeproblemen der frisch angelernten Mitarbeiter.
Auch wenn jeder meint, das wäre ich der Firma keinesfalls schuldig so muß ich doch einräumen, daß diese Firma mich einst vor dem Abstieg in die Zeitarbeit bei der DB Railion Halle im Jahr 2005 gerettet hat, die von Mehdorn verordnete lebenslange Knechtschaft im Niedriglohnsektor bei gleichzeitig exorbitant gestiegenen Vorstandsbezügen wäre ein unerträglicher Zustand, eben das noch größere Übel, das nur mal zur Erklärung.
Unser Wachstum im gewinnträchtigen Ganzzugverkehr geht überwiegend zu Lasten der DB Schenker, vormals Railion und das bedingte meinerseits auch einen gewissen Anteil Opferbereitschaft.
Am Anfang der Kausalkette stand jedoch das Ende meiner DDR- Biografie, zwar gab es auch dort schon Klassenkampf aber der lief eben wesentlich humaner ab, wenn 14 Uhr Feierabend war, dann war auch 14 Uhr Feierabend und wenn ich 1500 Mark Zinsen bekam, dann gehörten die mir auch zu 100 % und nicht zu 75 und wenn ich Steuerzahler der DDR bin, so reichte das auch für ein kostenloses Staatsfernsehen ohne, daß eine weitere Organisation namens GEZ zusätzliches Schutzgeld von mir erpressen konnte, ich höre hier mal besser auf, damit Du keine Lachkrämpfe bekommst.
Bitte projiziere Deine Sicht als Rentner nicht auf die gesamtdeutsche Perspektive, ihr seid die Sieger der Einheit, sofern ihr eine lückenlose Erwerbsbiografie bis ins reguläre Rentenalter hinbekommen habt, mein Glückwunsch dazu.
Für mich zählt nur meine Erinnerung daran, wie beispielsweise unsere älteren DR- Kollegen damals wie auch die älteren Sportfreunde im Anglerverband drauf waren und was heute noch bei den Vergleichspersonen im marktwirtschaftlichen Alltag an Optimismus und Schaffenskraft übrig ist.
Ich erinnere mich auch daran, was z.B. in den Arbeitseinsätzen vom Anglerverband damals und was heute von den älteren Herrschaften der Generation 60+ noch geschafft wurde und wie wenig gleichaltrige heute noch an körperlicher Leistungsfähigkeit im Vergleich zu früher drauf haben.
Die standen neben mir im Schlammteich und hielten mit dem 20jährigen Hackel mit ohne ins Schwitzen zu kommen, wenn die heute einen gelben Sack mit Müll voll gemacht haben und den Hang hochgebracht haben, pumpen die 10 min lang nach Luft, kaum einer kommt noch mit Fahrrad oder Spaten zum Einsatzort, da fehlt eindeutig die Bewegung und die hat der Sozialismus noch für alle organisieren können.
So gesehen ist das gefühlte Schlaraffenland ein noch größerer Betrug als die Wahlmanipulationen von 1989, das eine wie das andere ein Griff in die Kasse des Vertrauens in die Zukunft, die Rechnung für den Wahlbetrug kam etwas schneller als die, die für das Schlaraffenland noch kommen wird.
Wir Deppen aus den aktiven Kernen, außerhalb des Pools der Sozialgeldempfänger, Privatiers, Millionenerben und Vertreter der Schatten- und Phantomwirtschaft (Spekulanten) werden das Schlaraffenland auch noch bezahlen, keine Sorge.



zuletzt bearbeitet 12.05.2014 15:22 | nach oben springen

#51

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 12:47
von icke-ek71 (gelöscht)
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erstens, in der ddr gab es auch eine rundfunk und fernsehgebühr..deine kostenlose variante ist mir neu!!wenn ich mich nicht täusche war der beitrag für rundfunk und fernsehen 1. und 2. programm so um die 10 mark!!was man dafür geboten kam ,war bis auf einige unterhaltungssendungen einfach nur dumme propaganda!!!als berliner hatte man es ja einfach demn müll mußten wir uns ja nicht ansehen..da gab es ja alternativen die für uns damals kostenlos war!!meist du nicht das der faktor freiheit wichtiger ist als ständige bevormundung???ich durfte keine jeans anziehen,geschweige mit etwas längeren haaren die schule betreten!!die musik die ich hören wollte,hat man uns verwehrt!!ist das eine gesellschaftsordnung die ja angeblich gesetzmäßig war,die besser war als alles andere??ich hoffe blos das keiner ne flaschenpost findet wo der matrix der ddr rauskommt ,wenn der korken geöffnet wird!!nocheinmal möchte ich ,auch wenn es wieder eine diktatur des sogenannten proletariats ist,das nicht mehr erleben!!ich könnte mir vorstellen , daß ich da nicht der einzige bin!!


matloh und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.05.2014 12:50 | nach oben springen

#52

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 13:08
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von icke-ek71 im Beitrag #51
erstens, in der ddr gab es auch eine rundfunk und fernsehgebühr..deine kostenlose variante ist mir neu!!wenn ich mich nicht täusche war der beitrag für rundfunk und fernsehen 1. und 2. programm so um die 10 mark!!was man dafür geboten kam ,war bis auf einige unterhaltungssendungen einfach nur dumme propaganda!!!als berliner hatte man es ja einfach demn müll mußten wir uns ja nicht ansehen..da gab es ja alternativen die für uns damals kostenlos war!!meist du nicht das der faktor freiheit wichtiger ist als ständige bevormundung???ich durfte keine jeans anziehen,geschweige mit etwas längeren haaren die schule betreten!!die musik die ich hören wollte,hat man uns verwehrt!!ist das eine gesellschaftsordnung die ja angeblich gesetzmäßig war,die besser war als alles andere??ich hoffe blos das keiner ne flaschenpost findet wo der matrix der ddr rauskommt ,wenn der korken geöffnet wird!!nocheinmal möchte ich ,auch wenn es wieder eine diktatur des sogenannten proletariats ist,das nicht mehr erleben!!ich könnte mir vorstellen , daß ich da nicht der einzige bin!!


Mit etwas Kreativität (kein Zeitungsabo) konnte man dem Gebühreneinzug entkommen, somit war es sehr wohl freiwillig, ob man sich öffentlich rechtliche kostenpflichtige Informationen rein zog oder eben nicht aber lassen wir das, jeder hat seine Argumente in die Waagschale geworfen aber wenn einer Pfund, ein anderer Karat, Pud oder Dezitonne auf der Skala hat, wird es auch keine Einheitsmeinung zur DDR- Geschichte geben, so ist das eben.
Meine Einheit ist die Summe der schönen Tage am Ende eines Jahres, die gefühlt in der DDR um Quanten höher war als heute und das hat zu mindestens 80% mit den Lebensverhältnissen der jeweiligen Gesellschaftsordnung zu tun.
Übrigens waren Jeans und Jefferson Airplane keine tödlichen Tabus in der DDR des Erwachsenen und wenn man Schulkinder eben anders behandelte (vielleicht spielst Du darauf an), so hatte das ja primär etwas mit Disziplinverständnis zu tun, aber egal- das waren Nebenschauplätze.
Ich weiß übrigens auch nicht, was ich mit dieser Flasche aus Grimms Märchen machen würde.
Als der Geist zum ersten Mal raus kam, war er ja auch ganz schön böse und nachdem er überlistet wurde und wieder zurück kroch um danach vom Holzfällersohn wieder zugepfropft zu werden, war er ganz kleinlaut und versprach dem Jungen beim zweiten Mal (der endgültigen Befreiung) ein sorgenfreies Leben und danach sah es im zweitplatzierten Deutschland ja lange Zeit auch aus, bevor der Abstieg zum Agrarstaat dann doch besiegelt wurde.
Hier die Kurzfassung für Märchenonkel:

http://www.sagen.at/texte/maerchen/maerc...eistimglas.html



zuletzt bearbeitet 12.05.2014 13:08 | nach oben springen

#53

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 14:08
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

icke-ek
wann warst du in der Schule?
Mit den Jeans kenne ich auch noch, lange Haare kamen erst in der Lehre
hast du schon mal was von den Jugendkrawallen in Pößneck gehört, ca 1968 oder 1969


zuletzt bearbeitet 12.05.2014 15:26 | nach oben springen

#54

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 15:01
von Heckenhaus | 5.158 Beiträge

Zitat von icke-ek71 im Beitrag #51
ich durfte keine jeans anziehen,geschweige mit etwas längeren haaren die schule betreten!!die musik die ich hören wollte,hat man uns verwehrt!!.................................................. daß ich da nicht der einzige bin!!


Hallo icke-ek71, wir scheinen ein Jahrgang zu sein, aber deine Erfahrungen kann ich nicht bestätigen, jedenfalls nicht aus Berlin-Lichtenberg.
Ich trug in den 60-ern Jeanshose, Nylonmantel und Nylonhemden, Toreros (Schuhe), Haarlänge nach aktueller Mode, gern auch etwas länger, und unsere Musik kam von AFN und RIAS-Berlin.
Das R 100 http://www.radiomuseum.org/images/radio/...r100_150431.jpg
war unser täglicher Begleiter.
Soviel zu unserer Freiheit.

Du bist nicht in Berlin-Ost groß geworden ?


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#55

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 15:43
von icke-ek71 (gelöscht)
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hallo heckenhaus,ich glaube wir sind der gleiche jahrgang!!ich bin auch nicht weit weg von dir groß geworden..auch in ostberlin!!ich ging in die etkar andre oberschule..gleich in der nähe des strausberger platzes(1955-1965)das was du geschrieben hast traf auch für mich zu!!der afn und der rias waren unsere sender!!unsere schule war ne ganz rote..die nähe der stalinallee tat da das übrige..ich war nicht in der fdj und auch nicht bei den pionieren...also war man freiwild für die genossen lehrer!!!nach der schule war man anders..das von dir beschriebene war halt freizeit..wir waren oft an der mokka milch eisbar und da hat man sich halt getroffen..mehrmals kam ein überfallkommando und dann gings wegen etwas längerer haare aufs polizeipräsidium zum zwangsfrisör!!das war die freiheit die wir hatten!!!!sowas nimmt man mit!!! und natürlich auch ander dinge die einem auf den geist gingen!!!LG Bernd


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#56

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 15:49
von icke-ek71 (gelöscht)
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hallo thomas 48,ich glaube ich habe auch deine fragen beantwortet!!von den jugendkrawallen hatte man damals hinter vorgehaltener hand erfahren!!!uns haben sie verdroschen als wir zum stoneskonzert in richtung springerhaus pilgerten...die haben geknüppelt wie besessen...jetzt kann ich mir ne stones cd in den player legen und kein besessener scherge kommt und knüppelt!!!LG Bernd


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#57

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 16:04
von Heckenhaus | 5.158 Beiträge

Zitat von icke-ek71 im Beitrag #55
hallo heckenhaus,ich glaube wir sind der gleiche jahrgang!!ich bin auch nicht weit weg von dir groß geworden..auch in ostberlin!!ich ging in die etkar andre oberschule..gleich in der nähe des strausberger platzes(1955-1965)das was du geschrieben hast traf auch für mich zu!!der afn und der rias waren unsere sender!!unsere schule war ne ganz rote..die nähe der stalinallee tat da das übrige..ich war nicht in der fdj und auch nicht bei den pionieren...also war man freiwild für die genossen lehrer!!!nach der schule war man anders..das von dir beschriebene war halt freizeit..wir waren oft an der mokka milch eisbar und da hat man sich halt getroffen..mehrmals kam ein überfallkommando und dann gings wegen etwas längerer haare aufs polizeipräsidium zum zwangsfrisör!!das war die freiheit die wir hatten!!!!sowas nimmt man mit!!! und natürlich auch ander dinge die einem auf den geist gingen!!!LG Bernd

Dann hast du in der falschen Ecke gewohnt, stellenweise rot bis an die Wurzeln. Meine Schule stand am Roedernplatz, da war es recht lebenswert und ohne "Kleiderordnung" , übrigens wie in ganzen Gebiet zwischen S-Bahn Frankfurter Allee und S-Bahn Leninallee.
Polizei gab es so gut wie nicht, war nicht das Aushängeschild der Hauptstadt.


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— Aristoteles -

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— Abraham Lincoln –
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#58

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 16:15
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

icke,
ich weiß die Berliner konnten sich mehr erlauben wie die Jugendlichen in der anderen Gegend.
ich habe nie erlebt das ein Überfallkommando geprügelt hat!.
Du warst kein Pionier und nicht in der FdJ, warst aber bei der Grenze, versteh ich nicht.


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#59

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 16:59
von icke-ek71 (gelöscht)
avatar

und viele verwandschaft im westen...ich weis auch nicht warum ich da hingekommen bin!!wenn ich ehrlich bin habe ich es gar nicht gewußt..mein einberufungsbefehl lautete ...nordhausen als motschütze...1969 wurde bestimmt noch nicht so überprüft wie dann in späteren jahren!!!LG Bernd


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#60

RE: 7.Mai 1989, Tag des Wahlbetruges in der DDR

in DDR Politik Presse 12.05.2014 17:44
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #53
icke-ek
wann warst du in der Schule?
Mit den Jeans kenne ich auch noch, lange Haare kamen erst in der Lehre
hast du schon mal was von den Jugendkrawallen in Pößneck gehört, ca 1968 oder 1969


Bitte ,- vergesst nicht in Euren Aufzählungen die Krawalle von Schmölln, Jena und Gera zwischen 1968 und 1969 ,-
schließlich hab ich tapfer mitgemischt damals...


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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