#21

RE: Nach der Wende,wen hattet ihr "endlich" wieder gesehen?

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 07.05.2014 23:09
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Gert im Beitrag #18
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #16
Zitat von Gert im Beitrag #9
Zitat von Pit 59 im Beitrag #4
"Ach wäre das schön wenn Ihr uns auch mal Besuchen kommen könntet" Ich Erinnere mich noch genau an diesen Spruch von einigen Verwandten in der BRD.
Tja,jetzt standen wir da mit qualmenden Trabant,und (noch) kein Geld in der Tasche
Das Abendbrot was auf dem Tisch dann stand (für 5 Personen) hätte ich eigentlich alleine gegessen Dann fragte mich der mit dem "Richtigen Geld) wieviele Brötchen ich denn morgen Früh zum Frühstück essen möchte. Ich darauf "das weiss ich doch jetzt noch nicht" Er wieder "Aber ich muss das wissen,das Brötchen kostet 0,35Pfennige "

Diese Leute habe ich nie wieder Besucht

P.S. es waren keine Verwandten 1 oder 2. Grades (vieleicht zur Entschuldigung)

@Pit 59 diese Leute hätte ich auch nicht mehr besucht, unterste Schublade. An deinen Bedankern kann man aber ablesen, dass ihnen das wie Öl runtergeht. Es sind zum Teil die Gleichen, die auch sonst alles Schei... finden in diesem Staat, weil sie vermutlich auf der Loser Seite stehen. Kann ich auch verstehen.

edit Ergänzung


Woher nimmst Du Dir das heraus andere Forenmitglieder als Loser zu bezeichnen? Abkniff.....



Im Umkehrschluss sind die "Winner" nicht diejenigen, die alles Sch.. finden in diesem Lande. Auch sprach ich von " zum Teil " und "vermutlich"
Wenn dir diese Jacke nicht passt, häng sie einfach ins Regal zurück und fühle dich nicht betroffen. So geht verstehend lesen.




Ach @Gert , mit dem "Verstehen" bzw. "verstehenden Lesen", da klemmt es wohl doch arg bei Dir....

Ist halt "Vertretermentalität"....


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#22

RE: Nach der Wende,wen hattet ihr "endlich" wieder gesehen?

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 07.05.2014 23:10
von turtle | 6.961 Beiträge

Verzichten konnte ich jedenfalls auf die ,welche plötzlich unangemeldet vor der Tür standen und so taten als wäre ich ihr Freund gewesen.
Wem ich wieder sehen wollte konnte ich zum Glück bei DDR Besuchen., sogar die die offiziell mit mir keinen Kontakt haben durften. Wo ein Wille ist -------------------


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#23

RE: Nach der Wende,wen hattet ihr "endlich" wieder gesehen?

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 07.05.2014 23:15
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #19
Zitat von Ostlandritter im Beitrag #17
Zitat von Gert im Beitrag #9
[quote=Pit 59|

P.S. es waren keine Verwandten 1 oder 2. Grades (vieleicht zur Entschuldigung)


@Pit 59 diese Leute hätte ich auch nicht mehr besucht, unterste Schublade. An deinen Bedankern kann man aber ablesen, dass ihnen das wie Öl runtergeht. Es sind zum Teil die Gleichen, die auch sonst alles Schei... finden in diesem Staat, weil sie vermutlich auf der Loser Seite stehen. Kann ich auch verstehen.

edit Ergänzung


@Gert

Dein Problem möchte ich wirklich nicht haben ,- statt zu dikutieren ,- erfasst Du die Bedanker und maßt Dir auch noch psychologische Kenntnisse an ??

Sehr bedenklich ,- ansonsten gehts Dir aber gesundheitlich hoffentlich gut ?


@Ostlandritter
na da hast du aber etwas gelesen, von dem ich noch nicht mal etwas weiss. Ich habe mir einfach nur mal Gedanken gemacht, wie bestimmt wiederkehrende Aussagen so zustande kommen. Ja , ne, Problem habe ich nicht, ist alles im grünen Bereich, wenn du verstehst was ich meine.

[/quote]

Das freut mich wirklich für Dich ,- und da ich zu dem Kreise der Bedanker gehöre ,- versichere ich hiermit,- daß es - zumindest mir - hier in der BRD so richtig gutgeht und all meine beruflichen Wünsche konnte ich hier umsetzen - was mir in der DDR leider verwehrt war...

In diesem Sinne - lass uns nicht streiten und Mißverständnisse immer sofort ausräumen !


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#24

RE: Nach der Wende,wen hattet ihr "endlich" wieder gesehen?

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 07.05.2014 23:28
von polsam | 575 Beiträge

Endlich wiedergesehen kann ich nicht sagen.
Ich war bei der Volkspolizei und hatte auch keine Verwandschaft in der BRD. Meine Frau hatte ne Tante und deren Kinder in Hamburg und Umgebung als Verwandschaft aufzuweisen.
Die erste Einladung hatte ich, von mir eigentlich völlig fremden Menschen.
Ich hatte mich hier weit vor der Wend dafür eingesetzt, dass ein älteres im Haus wohnendes Ehepaar (zur Wende bereits verstorben) von der
3. Etage in das Erdgeschoss ziehen kann. Meine Frau und ich haben die Wohnung renoviert und mein Vater hat ein Bad eingerichtet. ( Toiletten waren bis ca. 1984 -85 für die meisten Mieter noch auf dem Hof, Bäder gab es nicht).
Es war ebend ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis. Wir wussten, dass es Kinder im Westen gab, hatten aber, bis auf die Eintragung ins Hausbuch, keinen Kontakt zu diesen Menschen.
Als Dank, das wir, für ihre zur Wende bereits verstorbenen Eltern, so viel Einsatz gezeigt haben, wurden wir zu ihnen eingeladen.
Es entwickelte sich eine tolle Freundschaft.
Beide leben inzwischen leider auch nicht mehr.
Na ja, und von der Verwandschaft von Frau, da kam nur von einer Cousine eine Einladung, sie mal zu besuchen.
Das waren auch die Einzigen, die verstanden haben, dass es ein Verbot für bestimmte Berufsgruppen in der DDR gab, Kontakte mit den NSW
zu habern.
So etwas Ähnliches gab es auch in der BRD. Der Ehemann dieser Cousine war bei einem großen deutschen Unternehmen in der Computerbranche tätig. Erst in der Hardwareentwicklung und danach bei der Software.
Diese Firma hat für das NATO-Hauptquartier die Computersysteme installiert. Daran war er maßgeblich beteiligt.
Ihm war es nicht verboten in den Ostblock zu reisen, nur wenn er den Wunsch geäussert hätte, hätte er auch nicht gleich reisen können und sein Job wäre auch weg gewesen.
Er durfte damals auch nur per Flugzeug nach Berlin-West reisen.
Zu dieser Cousine pflegen wir auch noch einen recht engen Kontakt.
Zu den anderen beiden Cousins gibt es eher fast gar keinen Kontakt.


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#25

RE: Nach der Wende,wen hattet ihr "endlich" wieder gesehen?

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 08.05.2014 00:16
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #23
Zitat von Gert im Beitrag #19
Zitat von Ostlandritter im Beitrag #17
Zitat von Gert im Beitrag #9
[quote=Pit 59|

P.S. es waren keine Verwandten 1 oder 2. Grades (vieleicht zur Entschuldigung)


@Pit 59 diese Leute hätte ich auch nicht mehr besucht, unterste Schublade. An deinen Bedankern kann man aber ablesen, dass ihnen das wie Öl runtergeht. Es sind zum Teil die Gleichen, die auch sonst alles Schei... finden in diesem Staat, weil sie vermutlich auf der Loser Seite stehen. Kann ich auch verstehen.

edit Ergänzung


@Gert

Dein Problem möchte ich wirklich nicht haben ,- statt zu dikutieren ,- erfasst Du die Bedanker und maßt Dir auch noch psychologische Kenntnisse an ??

Sehr bedenklich ,- ansonsten gehts Dir aber gesundheitlich hoffentlich gut ?


@Ostlandritter
na da hast du aber etwas gelesen, von dem ich noch nicht mal etwas weiss. Ich habe mir einfach nur mal Gedanken gemacht, wie bestimmt wiederkehrende Aussagen so zustande kommen. Ja , ne, Problem habe ich nicht, ist alles im grünen Bereich, wenn du verstehst was ich meine.




Das freut mich wirklich für Dich ,- und da ich zu dem Kreise der Bedanker gehöre ,- versichere ich hiermit,- daß es - zumindest mir - hier in der BRD so richtig gutgeht und all meine beruflichen Wünsche konnte ich hier umsetzen - was mir in der DDR leider verwehrt war...

In diesem Sinne - lass uns nicht streiten und Mißverständnisse immer sofort ausräumen !
[/quote]

rot mark.dann sitzen wir doch im selben Boot, wir können uns beide in der "Opferrolle " suhlen.


.
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#26

RE: Nach der Wende,wen hattet ihr "endlich" wieder gesehen?

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 08.05.2014 08:24
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Hallo miteinander,

ich hatte keine Westverwandschaft. Jedenfalls keine, zu der ich während meiner Kindheit und irgendwelchen Kontakt hatte.
Meine Grossmutter mütterlicherseits hatte irgendwelch Verwandte im Raum Hannover, mit denen meine Mutter sich gelegentlich schrieb. Einmal waren sie zu Besuch bei uns (1964 oder 1965), ich war gerade zu einer mehrwöchigen Kur in Bad Gottleuba und bekan sie nicht zu Gesicht.
Danach äusserte meine Mutter, dass sie mit den Leuten nichts mehr zu tun haben wollte, der Kontaktt brach ab. Gründe hab ich nie erfahren, es hat mich damals und später auch nicht weiter interessiert. Meine Eltern sind vor ein paar Jahren verstorben, ich weiss auch nicht mehr, wo ich da nachforschen sollte..
Somit waren die beliebten Kader-Fragebögen zu DDR-Zeiten für mich immer recht einfach auszufüllen: "Westverwandschaft ? - keine". Ich hätte gar nicht gewusst, was ich da sonst hineinschreiben sollte, der Vorfall während meiner Kur in der Kindheit war in der Familie irgendwie ein Tabuthema.
Somit war das Thema "Westpakete" für mich auch keins, der Westen war für mich ein fremdes Land. Als "Arbeiterkind" war ich ein braver, pflegeleichter, treuer Sozialist, dem beruflich auch keinerlei Steine in den Weg gelegt wurden.
Nun, an der Stelle könnte ich eigentlich aufhören, wenn da nicht noch eine andere Sache wäre......
Als Kind fand ich mal beim Stöbern auf dem Dachboden meiner Grossmutter väterlicherseits Briefe aus Belgien. Sie waren von eine Freund meines Vaters, den er zum letzten Mal wärend seiner Jugend auf dem kleine Dorf Troitschendorf, östlich von Görlitz gesehen hat. Mein Vater ist dort aufgewachesen, und jener Belgier war dort Kriegsgefangener (1940 ?). Mein Vater (Jahrgang 1922) ist kurze Zeit später zum Reichsarbeitsdienst und dann zu Wehrmacht eingezogen worden. Mein Vater war dann Soldat an der Ostfront, durch glückliche Umstände (leichte Verwundung kurz vor Kriegsende, kein Kontakt mehr zu den Angehörigen, da seine Mutter bereits mit dem Handwagen auf der Flucht vor der nahenden Sowjetarmee war ) gelangte er in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Von dort aus bekam er über den Suchdienst des Roten Kreuzes wieder Kontakt zu seiner Mutter und zu seinem belgischen Freund, der inzwischen wieder zu Hause war. Aus dieser Zeit und den Folgejahren waren die besagten Briefe.
Ich war neugierig und gemeinsam mit meinem Vater schrieb ich einem Brief nach Belgien - und prompt kam Antwort. Irgendwie war der Kontakt zwischen meinem Vater und Robert wohl Jahre zuvor eingeschlafen und Robert freute sich - und lud mich ein, in den Ferien ihn doch mal zu besuchen, seine beiden Kinder wären auch in meinem Alter.....
Oh - weih: wir schrieben so etwa das Jahr 1965 - ein Ferienaufenthalt in Belgien für ein Kind der DDR ?
Der Beton des "antimperialistischen Schutzwall" war gerde erst mal trocken geworden....
Nun, wir schrieben Robert, dass das leider zur Zeit nicht geht. Aber,das gute an der Sache war: fortan schrieben sich mein Vater und Robert ab und an Briefe, auch wenn es meist nur ein paar Zeilen zu Weihnachten waren.
Die Jahre gingen dahin, der alte Freund meines Vaters war für mich ja keine "Verwandschaft" im Westen, so konnte ich ruhigen Gewissens in den besagten Kaderfragebögen der DDR an der Stelle "keine" schreiben.
Die Einladung zu einem Ferien-Besuch in Belgien habe ich dann im Sommer 1990 endlich annehmen können - es waren ein paar schöne Tage im Kreise von Roberts Familie. Er besuchte auch (mehrfach) meine Eltern in Görlitz, ich war da auch dabei. Wir besuchten auch gemeinsam Troitschendorf ,wenige Kilometer östlich der Neisse.... Die beiden alten Freunde, mein Vater und Robert tauschten Jugenderinnerungen aus....
Ich freute mich.
Nun Robert und mein Vater sind inzwischen seit ein paar Jahren verstorben, ich habe den Kontakt zu seinen Kindern auch nicht weitergepflegt. Das Leben hatte viele andere Prioritäten für mich gesetzt. Die Geschichte von meinem Vater und seinem Freund Robert vor dem Hintergrund von Krieg, Nachkrieg, Teilung und Fall der deutsch-deutschen Grenze bleibt für mich trotzdem ein spannender und zugleich rührender Teil meiner Familengeschichte.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
hardi24a, Batrachos, Ostlandritter, seaman und werner haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.05.2014 08:25 | nach oben springen

#27

RE: Nach der Wende,wen hattet ihr "endlich" wieder gesehen?

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 08.05.2014 08:45
von werner | 1.591 Beiträge

Meine Großtante in Aachen kannte ich nur über die Pakete. Wir haben sie 1990 einmal besucht, auf ihre ausdrückliche und mehrfache Einladung hin. Ich war danach nie wieder dort - warum auch? Es gab außer dem Namen nichts Verbindendes und in den Gesprächen zeigte sich auch kein wirkliches Interesse an uns. Die Einladung war eindeutig mehr aus Höflichkeit, vielleicht auch Neugier. An dem wie das alles ablief, konnte man leicht fühlen, dass wir nicht wirklich gern gesehen waren. Das war nicht schön, aber wir haben´s überlebt.

Mein Cousin in Thüringen hat schon zu DDR-Zeiten den Kontakt zu mir abgebrochen. Abgebrochen kann man so nicht mal sagen, er hat einfach nicht mehr reagiert. Bis heute nicht.

Wiedergesehen also keinen.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#28

RE: Nach der Wende,wen hattet ihr "endlich" wieder gesehen?

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 08.05.2014 09:32
von Gelöschtes Mitglied
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Ich hatte nur eine sehr alte Dame in der Verwandtschaft, die ist aber lange vor der Grenzöffnung verstorben. So war das "endlich sehen" kein Thema für mich.

Ich habe aber Leute kennengelernt, die in der Euphorie der Grenzöffnung eine sehr große Gastfreundschaft zeigten. Danach kam oft die "Neugier" auf den "anderen Deutschen". Wie gesagt, das ist für mich kein Thema. Nur sollten Erfahrungen wie nach der Grenzöffnung nicht mehr sehen wollen nicht veralgemeinert werden.
Ich habe mich oft für meine "Landsleute" geschämt, als sie bei "Al....." und Co wie die Heuschrecken einfielen und Dinge der Geschichte und Kultur mit keinem Blick würdigten. Wer war in dem ersten Wochenende in einem Museum oder ähnlichen?
Wie sich einige meiner "Landsleute" in den Supermärkten aufgeführt haben, wer will sich solche "Heuschrecken" schon nach Hause holen?
Sorry, für die harten Worte, ich fühlte das so und denke heute noch so darüber.

Die Menschen in Ost - West waren weder besser noch schlechter, das sollte hier nicht zum Thema werden.


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#29

RE: Nach der Wende,wen hattet ihr "endlich" wieder gesehen?

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 08.05.2014 12:04
von furry | 3.576 Beiträge

Verwandtschaft hatte ich in der Alt-BRD nicht, aber meine Mutter hatte zu einigen Leuten aus ihrer schlesischen Heimat brieflichen Kontakt. Unter anderem auch zu einer ehemaligen Schulfreundin, die für mich so etwas wie eine Patentante war und mir regelmäßig zu Weihnachten ein Paket mit hochwertigem Inhalt schickte. Dafür habe ich mich brieflich immer brav bedankt, nur eine Antwort bekam ich auf diese Briefe nie.
Im April 1990 ist dann meine Mutter mit mir im Schlepptau zu dieser Schulfreundin gefahren. War ja ganz nett, diese Patentante zu sehen, aber da es noch eine andere Schulfreundin in der Nähe gab, musste die auch besucht werden und ich war eigentlich nur schmückendes Beiwerk. Nebenbei erzählte ich der Patentante, dass ich mich für einen Job im öffentlichen Dienst in Niedersachsen beworben habe, was sie aber nicht so toll fand. Sie war der Meinung, nun könnten doch nicht alle aus der DDR verschwinden, sondern sollten dort den Laden zum Laufen bringen. Irgendwie hatte sie ja Recht, aber ich hatte eine Familie zu versorgen und rosig waren die Aussichten zu der Zeit in der DDR für mich nicht.
Das war es dann auch fast mit diesem Besuch.
Vier Monate später hatte ich meinen Job und konnte neben einigen Schlaumeiern auch sehr nette Menschen kennenlernen. Einer war mein Vorgänger im Dienst und gleichzeitig Nachbar, der uns gemeinsam mit seiner Frau bei meiner Bewerbung unterstützt hat und uns auf die vielen Fußangeln, die auslagen, hinwies. Leider ist der Mann schon verstorben, seine Frau ist verzogen, aber zu ihr pflegen wir noch den Kontakt und besuchen sie ab und an.
Der zweite war mein Abteilungsleiter. Nachdem er mir anfangs fachlich sehr gründlich auf den Zahn fühlte, hat er mich später in Kreis eingeführt, von denen ich vorher nur träumen konnte. Mehr als oft kam dieser Mann auf dem Heimweg von einer Dienstreise bei uns zu Hause vorbei, bestellte sich bei meiner Frau einen Kaffee und wir sprachen neben dienstlichen Dingen auch über private Sachen. Obwohl im Dienst ein Raubein, habe ich ihm sehr viel zu verdanken. Leider ist er 1999 verstorben. Und gerade ihn würde ich heute gern noch einmal wiedersehen und die Vergangenheit Revue passieren lassen.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.05.2014 12:06 | nach oben springen

#30

RE: Nach der Wende,wen hattet ihr "endlich" wieder gesehen?

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 08.05.2014 12:12
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #29
Nebenbei erzählte ich der Patentante, dass ich mich für einen Job im öffentlichen Dienst in Niedersachsen beworben habe, was sie aber nicht so toll fand. Sie war der Meinung, nun könnten doch nicht alle aus der DDR verschwinden, sondern sollten dort den Laden zum Laufen bringen. .



@furry

Ach,- auch im öffentlichen Dienst beschäftigt ??

Grüß Gott ,- Herr Kollege....


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#31

RE: Nach der Wende,wen hattet ihr "endlich" wieder gesehen?

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 08.05.2014 12:21
von furry | 3.576 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #30
Zitat von furry im Beitrag #29
Nebenbei erzählte ich der Patentante, dass ich mich für einen Job im öffentlichen Dienst in Niedersachsen beworben habe, was sie aber nicht so toll fand. Sie war der Meinung, nun könnten doch nicht alle aus der DDR verschwinden, sondern sollten dort den Laden zum Laufen bringen. .



@furry

Ach,- auch im öffentlichen Dienst beschäftigt ??

Grüß Gott ,- Herr Kollege....



Zur Zeit passiv, Ruhephase Altersteilzeit.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#32

RE: Nach der Wende,wen hattet ihr "endlich" wieder gesehen?

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 20.08.2014 19:38
von Alfons Zitterbacke | 6 Beiträge

Ich war vor der Wende jedes Jahr mindestens 1 Mal meist sogar 2 oder 3 Mal in der DDR und habe meine Verwandten daher regelmäßig gesehen. Trotzdem war es ein tolles Ereignis als nach der Wende endlich auch mal alle zu uns zu Besuch kommen konnten. In den ersten Jahren hatten wir regelmäßig Besuch aus Sachsen-Anhalt.Beinahe jedes zweite Wochenende. Zuerst noch mit Trabbi später dann mit ihren neuen Autos. Es war eine tolle und aufregende Zeit für mich. Ich glaube meinem Mann war es manchmal ein wenig zu viel Familie aber er hat es tapfer mit getragen :-))
Heute lebt fast die ganze Verwandtschaft in BaWü der Arbeit wegen und ich muss sagen: Zu DDR Zeiten haben wir uns häufiger gesehen.



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