#161

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 19:59
von turtle | 6.961 Beiträge

[quote=Merkur|p350915]Was ich an der Diskussion hier nicht nachvollziehen kann, ist der ständig wiederholte Vorwurf vom Verrat durch die IM - an wem auch immer. Bei weitem nicht alle IM waren das, was man unter einem Verräter verstehen mag. Es gab beispielsweise eine ganze Reihe von Experten-IM, die überhaupt nicht zur operativen Bearbeitung von Personen eingesetzt waren.

Das hat bestimmt damit zu tun das MfS hauptsächlich im Volk nur von der dem IM der den Nachbarn, Kollegen, oder Freund bespitzelte geredet wurde. Daher dürfte der schlechte Ruf des MfS auch davon kommen.


zuletzt bearbeitet 29.04.2014 20:00 | nach oben springen

#162

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 20:00
von 94 | 10.792 Beiträge

Um mal zu zeigen, welchen professionellen Aufwand des MfS betrieb, in diesem Buchausschnitt ist recht anschaulich beschrieben, welchen Aufwand zum Aufbau eines HIME als Bausoldat betrieben wurde ... http://books.google.de/books?id=Bc7pATBqemoC&pg=PA314

Und ich finde es bissel arg kurzblickig, wenn man heute den Einsatz von V-Leuten und/oder auch VE (großer Unterschied, werden aber gern und oft zusammgeschmissen) auf die rechte Szene beschränkt. Die im Bereich der organisierten Kriminalität Eingesetzten sollte man dann wohl eher mit IMs oder OiBEs des MfS vergleichen.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#163

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 20:01
von Lutze | 8.042 Beiträge

mit was waren die IM-Mitarbeiter ausgerüstet?,
ein Schreibblock mit einem Bleistift?,
hatten die oben nicht einen Radiergummi?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#164

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 20:06
von Merkur | 1.026 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #160
Da muss ich nochmal nachhaken, wie habt ihr denn die Arbeit dieser geachteten spezialisierten IM, die, nach ihrem freiwillgem Antrag auf Mitarbeit natürlich alle handverlesen und gut ausgebildet waren, für die Hauptlast der konspirativen Arbeit honoriert, ich meine welches Gehalt bezogen die für ihre Dienststellung innerhalb des MfS?


Ich mache es an einem Bsp. deutlich:
In einem Kombinat gab es Experten-IM, die durch ihre technische/naturwissenschaftliche Ausbildung in der Lage waren, bestimmte Muster, Produkte usw., die das MfS im NSW beschafft hatte, zu analysieren und ihre Nutzbarkeit für die DDR-Volkswirtschaft zu bewerten bzw. entsprechende Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen. Diese Experten-IM wurden gezielt geworben und haben ihren Beitrag bewusst für die DDR geleistet. Gehalt bezogen sie von ihrem Betrieb, durch das MfS erfolgte eine geringfügige materielle oder finanzielle Anerkennung.



zuletzt bearbeitet 29.04.2014 20:08 | nach oben springen

#165

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 20:08
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Merkur im Beitrag #159
Was ich an der Diskussion hier nicht nachvollziehen kann, ist der ständig wiederholte Vorwurf vom Verrat durch die IM - an wem auch immer. Bei weitem nicht alle IM waren das, was man unter einem Verräter verstehen mag. Es gab beispielsweise eine ganze Reihe von Experten-IM, die überhaupt nicht zur operativen Bearbeitung von Personen eingesetzt waren.

@Ostlandritter: Vom IM-führende Mitarbeiter wurde grundsätzlich ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein verlangt. Dieses Verantwortungsbewusstsein des FO war eng mit der Einstellung zum IM und zur inoffiziellen Arbeit verbunden. Die Achtung des IM und seiner Tätigkeit war eine wichtige Grundlage für ein erfolgreiches Handeln. Es wurde die Grundposition vertreten, dass die IM, durch verschiedene Faktoren beeinflusst, die Hauptlast der konspirativen Arbeit trugen, die niemals öffentlich gewürdigt werden konnte. Daher war der FO dahingehend in der Verantwortung. Und viele der IM waren gebildete Menschen, die registriert haben, was der FO von ihnen hält. Da wäre bei negativen Erkenntnissen wohl kaum noch eine Zusammenarbeit möglich gewesen.

@Merkur, ich kann Deinen Beitrag so nicht hin nehmen, was meinst Du mit Verantwortungsbewusstsein? Genau so mit dem Vorwurf des Verrates? Was waren sie den? Leute die die der gute Kern des MfS waren! Das glaube ich wohl nicht! Sie haben sich das Vertrauen von Mitmenschen erschlichen um sie zu verraten oder eben anzuschei...., bei ihren Führundsoffizier! Um die geht es für mich in diesen Thread! Was die anderen IMs erschnüffelt haben, ist eine andere Sache! Wen es nicht diese gegeben hätte, die mit einem am Tisch sassen , hätten sie die Berufsgenossen des MfS sehr alt aus gesehen, aber leider gab es viele davon( ob nun freiwillig oder gezwungen) und diesen Leute waren und sind auch heute noch Verräter in meinen Augen!!
Grüsse steffen52


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#166

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 20:12
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Merkur im Beitrag #159
Was ich an der Diskussion hier nicht nachvollziehen kann, ist der ständig wiederholte Vorwurf vom Verrat durch die IM - an wem auch immer. Bei weitem nicht alle IM waren das, was man unter einem Verräter verstehen mag. Es gab beispielsweise eine ganze Reihe von Experten-IM, die überhaupt nicht zur operativen Bearbeitung von Personen eingesetzt waren.

@Ostlandritter: Vom IM-führende Mitarbeiter wurde grundsätzlich ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein verlangt. Dieses Verantwortungsbewusstsein des FO war eng mit der Einstellung zum IM und zur inoffiziellen Arbeit verbunden. Die Achtung des IM und seiner Tätigkeit war eine wichtige Grundlage für ein erfolgreiches Handeln. Es wurde die Grundposition vertreten, dass die IM, durch verschiedene Faktoren beeinflusst, die Hauptlast der konspirativen Arbeit trugen, die niemals öffentlich gewürdigt werden konnte. Daher war der FO dahingehend in der Verantwortung. Und viele der IM waren gebildete Menschen, die registriert haben, was der FO von ihnen hält. Da wäre bei negativen Erkenntnissen wohl kaum noch eine Zusammenarbeit möglich gewesen.


@Merkur, den sprühenden Hass nehme ich zurück, keine Frage, so zu diskutieren bringt nichts...

Bezugnehmend auf die Verantwortlichkeiten von IM´s kann ich logischerweise nur aus meinem Erleben, genauer gesagt, nach Kenntnisnahme jener Teile meiner Akte entnehmen, die mir vorliegen.

Es hat unberechtigte Zutritte zu meiner Privatwohnung gegeben, es gab nachweislich rufschädigende IM-Berichte an den FO, der jene Diffamierungen lesbar in damals strafbare Handlungen (§213...) transformierte. Und mein Telefonanschluss wurde nachweislich abgehört... warum?

Ich bleibe dabei, es gab erpressbare IM`s, denen man vorsätzliche Vorgehensweise heute nicht unterstellen sollte, aber es gab auch Schurken.

Das größte Übel der Stasi allerdings, und das schrieb ich bereits, war die flächendeckende Nötigung infrage kommender Menschen, sie als Werkzeuge zu benutzen und deren Gewissen teilweise lebenslang zu missbrauchen! Und ob Ihr heute mit jenen in den Urlaub fahrt, oder die Katze hat ein Gewehr, ändert nichts an dieser stasispezifischen menschenverachtenden Vereinnahmungspolitik.

VG Klaus


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#167

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 20:13
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Merkur im Beitrag #164
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #160
Da muss ich nochmal nachhaken, wie habt ihr denn die Arbeit dieser geachteten spezialisierten IM, die, nach ihrem freiwillgem Antrag auf Mitarbeit natürlich alle handverlesen und gut ausgebildet waren, für die Hauptlast der konspirativen Arbeit honoriert, ich meine welches Gehalt bezogen die für ihre Dienststellung innerhalb des MfS?


Ich mache es an einem Bsp. deutlich:
In einem Kombinat gab es Experten-IM, die durch ihre technische/naturwissenschaftliche Ausbildung in der Lage waren, bestimmte Muster, Produkte usw., die das MfS im NSW beschafft hatte, zu analysieren und ihre Nutzbarkeit für die DDR-Volkswirtschaft zu bewerten bzw. entsprechende Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen. Diese Experten-IM wurden gezielt geworben und haben ihren Beitrag bewusst für die DDR geleistet. Gehalt bezogen sie von ihrem Betrieb, durch das MfS erfolgte eine geringfügige materielle oder finanzielle Anerkennung.



Ok, aber mir ging es halt mehr um Onkel Alfred, wie wurde denn der geschult und entlohnt?
Die Alfred's waren wohl in der Mehrzahl würd ich vermuten.


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#168

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 20:15
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Merkur im Beitrag #164
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #160
Da muss ich nochmal nachhaken, wie habt ihr denn die Arbeit dieser geachteten spezialisierten IM, die, nach ihrem freiwillgem Antrag auf Mitarbeit natürlich alle handverlesen und gut ausgebildet waren, für die Hauptlast der konspirativen Arbeit honoriert, ich meine welches Gehalt bezogen die für ihre Dienststellung innerhalb des MfS?


Ich mache es an einem Bsp. deutlich:
In einem Kombinat gab es Experten-IM, die durch ihre technische/naturwissenschaftliche Ausbildung in der Lage waren, bestimmte Muster, Produkte usw., die das MfS im NSW beschafft hatte, zu analysieren und ihre Nutzbarkeit für die DDR-Volkswirtschaft zu bewerten bzw. entsprechende Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen. Diese Experten-IM wurden gezielt geworben und haben ihren Beitrag bewusst für die DDR geleistet. Gehalt bezogen sie von ihrem Betrieb, durch das MfS erfolgte eine geringfügige materielle oder finanzielle Anerkennung.


@Merkur, schreibe doch einfach abgekupfert, weil die Devisen knapp waren und man eben mit nach gemachter Technologie versuchte die soz. Wirtschaft noch etwas aufrecht zu erhalten!!
Grüsse steffen52


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#169

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 20:17
von Gelöschtes Mitglied
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In jener Frage den Alfred als Beispiel, ich meine den Namen zu benutzen, kann hier ungeahnte Reaktionen hervorrufen.
Ich schlage vor, wir nennen den Mann in Deinem Post Bodo Ballermann, klingt zwar auch wie Alfred, erscheint aber für dieses Forum neutraler...

VG Klaus


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#170

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 20:18
von Alfred | 6.861 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #167
Zitat von Merkur im Beitrag #164
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #160
Da muss ich nochmal nachhaken, wie habt ihr denn die Arbeit dieser geachteten spezialisierten IM, die, nach ihrem freiwillgem Antrag auf Mitarbeit natürlich alle handverlesen und gut ausgebildet waren, für die Hauptlast der konspirativen Arbeit honoriert, ich meine welches Gehalt bezogen die für ihre Dienststellung innerhalb des MfS?


Ich mache es an einem Bsp. deutlich:
In einem Kombinat gab es Experten-IM, die durch ihre technische/naturwissenschaftliche Ausbildung in der Lage waren, bestimmte Muster, Produkte usw., die das MfS im NSW beschafft hatte, zu analysieren und ihre Nutzbarkeit für die DDR-Volkswirtschaft zu bewerten bzw. entsprechende Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen. Diese Experten-IM wurden gezielt geworben und haben ihren Beitrag bewusst für die DDR geleistet. Gehalt bezogen sie von ihrem Betrieb, durch das MfS erfolgte eine geringfügige materielle oder finanzielle Anerkennung.



Ok, aber mir ging es halt mehr um Onkel Alfred, wie wurde denn der geschult und entlohnt?
Die Alfred's waren wohl in der Mehrzahl würd ich vermuten.



Die HAUPTAMTLICHEN Mitarbeiter wurden entsprechend dem bestehenden Dienstverhältnis / Arbeitsverhältnis vom MfS bezahlt.
So wie Herr XY sein Gehalt von seinem Betrieb / Arbeitgeber erhielt.

Aber dies ist ja nicht das Thema. Hatten wir wohl auch schon.


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#171

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 20:22
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Hufklaus im Beitrag #169
In jener Frage den Alfred als Beispiel, ich meine den Namen zu benutzen, kann hier ungeahnte Reaktionen hervorrufen.
Ich schlage vor, wir nennen den Mann in Deinem Post Bodo Ballermann, klingt zwar auch wie Alfred, erscheint aber für dieses Forum neutraler...

VG Klaus


Ei Gottchen, stimmt ja, an unseren Alfred hab ich gar nicht gedacht, Alfred ist so Normal-Deutsch, gab ja auch diese Westserie...


exgakl hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#172

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 20:23
von Merkur | 1.026 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #165
@Merkur, ich kann Deinen Beitrag so nicht hin nehmen, was meinst Du mit Verantwortungsbewusstsein? Genau so mit dem Vorwurf des Verrates? Was waren sie den? Leute die die der gute Kern des MfS waren! Das glaube ich wohl nicht! Sie haben sich das Vertrauen von Mitmenschen erschlichen um sie zu verraten oder eben anzuschei...., bei ihren Führundsoffizier! Um die geht es für mich in diesen Thread! Was die anderen IMs erschnüffelt haben, ist eine andere Sache! Wen es nicht diese gegeben hätte, die mit einem am Tisch sassen , hätten sie die Berufsgenossen des MfS sehr alt aus gesehen, aber leider gab es viele davon( ob nun freiwillig oder gezwungen) und diesen Leute waren und sind auch heute noch Verräter in meinen Augen!!
Grüsse steffen52


Dann sollten wir die Themenüberschrift ändern. Aus meiner Erfahrung heraus, war die Bandbreite der IM-Tätigkeit sehr weit gesteckt und bezog sich auf wesentlich mehr Tätigkeitsfelder als auf IM, die am Tisch saßen und die Gespräche der Kneipenkumpanen belauschten.
Vorschlag zur neuen Themenüberschrift:
"Die Rolle der Inoffiziellen Mitarbeiter bei der Aufklärung und Registrierung von Tischgesprächen politisch-negativer Kreise in gastronomischen Einrichtungen und verdächtigen Wohnungen und ihr Beitrag zur allseitigen Gewährleistung der staatlichen Sicherheit in der DDR unter besonderer Berücksichtigung ihrer Instruierung durch ihre Führungsoffiziere". Ist damit das Thema entsprechend Deiner Sichtweise eingegrenzt ?



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#173

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 20:26
von Gelöschtes Mitglied
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Dann könnten wir auch schreiben "Die Stasi im Wandel der Nachwendezeit- vom gehassten DDR-Machtapparat zur weichgespülten pudelwohl-Behörde"...

VG Klaus


Ostlandritter hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#174

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 20:30
von Merkur | 1.026 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #166
Das größte Übel der Stasi allerdings, und das schrieb ich bereits, war die flächendeckende Nötigung infrage kommender Menschen, sie als Werkzeuge zu benutzen und deren Gewissen teilweise lebenslang zu missbrauchen! .

VG Klaus



Was veranlasst Dich zu der Annahme, dass die Menschen flächendeckend zur inoffiziellen Zusammenarbeit genötigt worden sind bzw. zum Vorwurf des lebenslangen Gewissensmissbrauchs ?



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#175

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 20:32
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Merkur im Beitrag #172
Zitat von steffen52 im Beitrag #165
@Merkur, ich kann Deinen Beitrag so nicht hin nehmen, was meinst Du mit Verantwortungsbewusstsein? Genau so mit dem Vorwurf des Verrates? Was waren sie den? Leute die die der gute Kern des MfS waren! Das glaube ich wohl nicht! Sie haben sich das Vertrauen von Mitmenschen erschlichen um sie zu verraten oder eben anzuschei...., bei ihren Führundsoffizier! Um die geht es für mich in diesen Thread! Was die anderen IMs erschnüffelt haben, ist eine andere Sache! Wen es nicht diese gegeben hätte, die mit einem am Tisch sassen , hätten sie die Berufsgenossen des MfS sehr alt aus gesehen, aber leider gab es viele davon( ob nun freiwillig oder gezwungen) und diesen Leute waren und sind auch heute noch Verräter in meinen Augen!!
Grüsse steffen52


Dann sollten wir die Themenüberschrift ändern. Aus meiner Erfahrung heraus, war die Bandbreite der IM-Tätigkeit sehr weit gesteckt und bezog sich auf wesentlich mehr Tätigkeitsfelder als auf IM, die am Tisch saßen und die Gespräche der Kneipenkumpanen belauschten.
Vorschlag zur neuen Themenüberschrift:
"Die Rolle der Inoffiziellen Mitarbeiter bei der Aufklärung und Registrierung von Tischgesprächen politisch-negativer Kreise in gastronomischen Einrichtungen und verdächtigen Wohnungen und ihr Beitrag zur allseitigen Gewährleistung der staatlichen Sicherheit in der DDR unter besonderer Berücksichtigung ihrer Instruierung durch ihre Führungsoffiziere". Ist damit das Thema entsprechend Deiner Sichtweise eingegrenzt ?

@Merkur, ich weiß nicht warum Du nicht normal antworten kannst, sonder alles schön umständlich dar legst! Du weißt doch genau um was es für IMs geht! Denn mit diesen Leuten hatten einige von den hier anwesenden Usern zutun, nicht mit den die Du meinst, ich denke Du willst vom Thema etwas ablenken! Oder? Vielleicht weist Du es auch nicht besser! Dann möchte ich mich entschuldigen!!!
Grüsse steffen52


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#176

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 20:33
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Grenzwolf62!

Da muß ich doch nun ein wenig schmunzeln.
Dieser Staat ist von Spitzeln sicher nicht weniger durchsetzt, wie jeder andere. Und wenn Du die selben Akteneinsichten hättest wie wir zu der DDR heute, würdest Du wie so viele nach der Wende die Hände über dem Kopfe zusammen schlagen.
Aber auf genau dieser (selbst gewollten, oder unbedarften) Naivität beruht ja dieser Staat und sein Spitzelsystem. Genau wie die "Glaubwürdigkeit" der "unabhängigen" Medien.

Hier ist es nur um einiges leichter an Spitzelergebnisse zu kommen, da sich fast alle selbst auch noch mit Wanzen (Handys) versorgen, sich öffentlich entblößen (sog. "soziale Netzwerke", Foren etc.) und sich (dort, wie im "Normalleben") viele auch noch eigeninitiativ als Denunzianten aufführen.

Man muß ja die sog. Demokratie "aktiv schützen" .....
Und solche freiwilligen Denunzianten sind leider auch noch im Glauben zu "den Besseren" zu gehören .... was zu allen Zeiten der Grundstoff für moralische Verwerflichkeiten dieser Art war.

Das Denunziantentum bezeichnet man dann auch mit harmlos wirkenden Begriffen wie "freiwillige Selbstkontrolle", "moralische Ausgrenzung", Herr Erler bezeichnete es im Interview mal als gesunder "Ekelfaktor" gegen Andersdenkende, der unter allen Umsränden erhalten werden müsse usw. usf.

Schöne Grüße,
Eckhard




Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #151
Ich habe nicht erst gegoogelt, aber weil hier gerne der VS als böser abschwächender Vergleich dazu herzitiert wird, der aktuelle VS nutzt wohl auch V-Männer, ich glaube aber die haben ein klares Dienstverhältnis als Profi-Horcher, sind also keine wie manchmal beim MfS, gepressten oder anders angeheuerte Hobby-Horcher und durchsetzen wohl auch nicht die ganze Gesellschaft wie damals das ganz schön große Heer der Horcher und Berichtepinsler.


Stringer49 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.04.2014 20:36 | nach oben springen

#177

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 20:36
von Merkur | 1.026 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #175
Vielleicht weist Du es auch nicht besser! Dann möchte ich mich entschuldigen!!!
Grüsse steffen52


Okay, Entschuldigung angenommen.



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#178

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 20:37
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Antaios im Beitrag #176
Hallo Grenzwolf62!

Da muß ich doch nun ein wenig schmunzeln.
Dieser Staat ist von Spitzeln sicher nicht weniger durchsetzt, wie jeder andere. Und wenn Du die selben Akteneinsichten hättest wie wir zu der DDR heute, würdest Du wie so viele nach der Wende die Hände über dem Kopfe zusammen schlagen.
Aber auf genau dieser (selbst gewollten, oder unbedarften) Naivität beruht ja dieser Staat und sein Spitzelsystem. Genau wie die "Glaubwürdigkeit" der "unabhängigen" Medien.

Hier ist es nur um einiges leichter an Spitzelergebnisse zu kommen, da sich fast alle selbst auch noch mit Wanzen (Handys) versorgen, sich öffentlich entblößen (sog. "soziale Netzwerke", Foren etc.) und sich (dort, wie im "Normalleben") viele auch noch eigeninitiativ als Denunzianten aufführen.

Man muß ja die sog. Demokratie "aktiv schützen" .....
Und solche freiwilligen Denunzianten sind leider auch noch im Glauben zu "den Besseren" zu gehören .... was zu allen Zeiten der Grundstoff für moralische Verwerflichkeiten dieser Art war.

Das Denunzintentum bezeichnet man dan auch mit harmlos wirkenden Begriffen wie "freiwillige Selbstkontrolle", "moralische Ausgrenzung", Herr Erler bezeichnete es im Interview mal als gesunder "Ekelfaktor" gegen Andersdenkende, der unter allen Umsränden erhalten werden müsse usw. usf.

Schöne Grüße,
Eckhard
[...]



Ich erlaube mir auf cf. 8 meines Beitrages zu verweisen:
#127 Inoffizielle Mitarbeiter (7)
Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


zuletzt bearbeitet 29.04.2014 20:37 | nach oben springen

#179

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 20:38
von Gelöschtes Mitglied
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@Antaios, immer schön vom Thema ablenken, klar macht sich auch besser, als mal etwas zuzugeben! Immer schön die Überschrift lesen( steht was vom MfS)! Oder?
Grüsse steffen52


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#180

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.04.2014 20:40
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von Merkur im Beitrag #164
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #160
Da muss ich nochmal nachhaken, wie habt ihr denn die Arbeit dieser geachteten spezialisierten IM, die, nach ihrem freiwillgem Antrag auf Mitarbeit natürlich alle handverlesen und gut ausgebildet waren, für die Hauptlast der konspirativen Arbeit honoriert, ich meine welches Gehalt bezogen die für ihre Dienststellung innerhalb des MfS?


Ich mache es an einem Bsp. deutlich:
In einem Kombinat gab es Experten-IM, die durch ihre technische/naturwissenschaftliche Ausbildung in der Lage waren, bestimmte Muster, Produkte usw., die das MfS im NSW beschafft hatte, zu analysieren und ihre Nutzbarkeit für die DDR-Volkswirtschaft zu bewerten bzw. entsprechende Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen. Diese Experten-IM wurden gezielt geworben und haben ihren Beitrag bewusst für die DDR geleistet. Gehalt bezogen sie von ihrem Betrieb, durch das MfS erfolgte eine geringfügige materielle oder finanzielle Anerkennung.



Aha, und dafür brauchte man IM's ? Da konnte man nicht einfach zu den Experten gehen und die direkt fragen? Ja wollten denn die Experten sonst nicht mitmachen oder wie.....?


Intellektuelle spielen Telecaster
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