#61

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 18:53
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #60
Zitat von KARNAK im Beitrag #58
Ich habe an diesen Dingen in der Praxis etwas "geschnüffelt"


Erzähl mal, wie kann ich mir das schnüffeln am IM so vorstellen?


http://www.hdforums.com/forum/attachments/the-general-b-s-forum/58186d1248272838-wtf-seat-dog-butt.jpg


Nicht schlecht.Aber ich habe eigentlich schon ein Haufen erzählt.Ich glaube da haben so einige etwas Nachholbedarf.Will mich auch nicht aufdrängen.Aber es findet sich schon wieder mal eine Gelegenheit.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
nach oben springen

#62

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 18:53
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #50
Das weiß ich doch Alfred.Wir haben das ja auch schon ein paar mal durch und sollten uns damit abfinden,dass wir uns da nicht einig werden.Und trotzdem bin ich mir ziemlich sicher,dass Du weißt das ich recht habe,immer vorausgesetzt Du hattest ein paar Jahre mit und in dem Mfs zu tun,darüber kann ich mir nun wieder kein Urteil erlauben,da man in dieser Hinsicht von Dir so gut wie nichts weiß,im Gegensatz zu mir,dass musst Du schon zugeben.Aber das kommende Wochenende wäre natürlich perfekt dazu geeignet das zu ändern.


@alfred ist anscheinend Dein Stöckchen zu popelig.

Auch Du solltest den Sehenden überlassen, über Farben zu sprechen.

Sei Dir versichert, dass @Alfred sehr genau weiß, wovon er schreibt. Obendrein kennt er Leute, die Du, wenn überhaupt, nur aus Büchern kennst.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#63

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 18:54
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #41
Immerhin muss man eingestehen, dass es dem MfS tatsächlich gelungen ist, sei es durch Schmeichelei, Einschüchterung oder eindringlichen Appellen an das Bewusstsein, ein reichlich engmaschiges Überwachungsnetz zu knüpfen. Damit waren wir wohl in der DDR einzigartig. Irgendwie erscheint es mir doch, dass bei einigen ganz gezielt "niedere Instinkte" geweckt wurden.

Gruß Uwe

Was das betrifft wart Ihr weit vor uns.



nach oben springen

#64

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 18:54
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Als zu diesem Thema ungeliebter User (das ist eine Selbstbeweihräucherung!) habe ich zum Thema IM des MfS folgende Meinung:

Zunächst spricht es für die beschämende Rolle des MfS der ehem. DDR, dass sich einige Abteilungen, nämlich die des Repressionsapparates, IM´s bedienten, d.h. der menschlichen niederen Instinkte charakterlich fragwürdiger Menschen bediente, um die Macht der SED in jedem Zipfel der DDR durchzusetzen.
Und um diese "Linien" des ehem. MfS geht es ja wohl hauptsächlich in den hier bislang geführten Diskussionen und Beschimpfungen ohne Ende.

Davon abgesehen lautet meine erste These: Man konnte auch Nein sagen, oder sich nach einem nötigenden Anwerbeversuch derartig dekonspirierend verhalten, dass die beschriebenen Herrschaften kalte Füße bekamen. (Ich spreche von den 1980er Jahren)

Zweitens: Wohl inzwischen erwiesen bleibt, dass höhere Führungskräfte in der ehem. DDR, in Betrieben, Institutionen u.ä. unfreiwllig als Berichterstatter verpflichtet waren, ohne wenn und aber...

Bedenklich halte ich nach meiner Meinung jene offenbar charakterlosen Lumpen, die einzig allein um ihres eigenen Vorteils willen dem MfS über Hinz und Kunz berichteten, gern auch im denunziativen Willen, um dem "Ahnungslosen" irgendwie zu schaden. Das habe ich selbst erlebt.

Heute kann ich damit leben, das ist keine Frage, aber ich habe kein Verständnis für Denunziantentum jedweder Art, weder damals noch heute!

VG Klaus


Freienhagener hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#65

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 18:57
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von werner im Beitrag #62
Zitat von KARNAK im Beitrag #50
Das weiß ich doch Alfred.Wir haben das ja auch schon ein paar mal durch und sollten uns damit abfinden,dass wir uns da nicht einig werden.Und trotzdem bin ich mir ziemlich sicher,dass Du weißt das ich recht habe,immer vorausgesetzt Du hattest ein paar Jahre mit und in dem Mfs zu tun,darüber kann ich mir nun wieder kein Urteil erlauben,da man in dieser Hinsicht von Dir so gut wie nichts weiß,im Gegensatz zu mir,dass musst Du schon zugeben.Aber das kommende Wochenende wäre natürlich perfekt dazu geeignet das zu ändern.


@alfred ist anscheinend Dein Stöckchen zu popelig.

Auch Du solltest den Sehenden überlassen, über Farben zu sprechen.

Sei Dir versichert, dass @Alfred sehr genau weiß, wovon er schreibt. Obendrein kennt er Leute, die Du, wenn überhaupt, nur aus Büchern kennst.



Das ist im Forum im allgemeinen weit bekannt, stellt allerdings der Qualität seiner Einlassungen keine Krone auf!

Vielen sind diesbezügliche Nähkästchenplaudereien allzu genüsslich in Erinnerung

VG Klaus


nach oben springen

#66

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 18:58
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #61
Zitat von Feliks D. im Beitrag #60
Zitat von KARNAK im Beitrag #58
Ich habe an diesen Dingen in der Praxis etwas "geschnüffelt"


Erzähl mal, wie kann ich mir das schnüffeln am IM so vorstellen?


http://www.hdforums.com/forum/attachments/the-general-b-s-forum/58186d1248272838-wtf-seat-dog-butt.jpg


Nicht schlecht.Aber ich habe eigentlich schon ein Haufen erzählt.Ich glaube da haben so einige etwas Nachholbedarf.Will mich auch nicht aufdrängen.Aber es findet sich schon wieder mal eine Gelegenheit.


Erzählt hast Du, das ist wohl wahr. Und "ein Haufen" war es bisher auch.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
nach oben springen

#67

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 19:00
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #61
[quote=Feliks D.|p350699]
Nicht schlecht.Aber ich habe eigentlich schon ein Haufen erzählt.Ich glaube da haben so einige etwas Nachholbedarf.Will mich auch nicht aufdrängen.Aber es findet sich schon wieder mal eine Gelegenheit.


Bei der Sache mit dem Haufen werden Dir sicher einige zustimmen, warten wir also die Gelegenheit ab und schauen ob der Haufen noch größer wird.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
nach oben springen

#68

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 19:04
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #62
Zitat von KARNAK im Beitrag #50
Das weiß ich doch Alfred.Wir haben das ja auch schon ein paar mal durch und sollten uns damit abfinden,dass wir uns da nicht einig werden.Und trotzdem bin ich mir ziemlich sicher,dass Du weißt das ich recht habe,immer vorausgesetzt Du hattest ein paar Jahre mit und in dem Mfs zu tun,darüber kann ich mir nun wieder kein Urteil erlauben,da man in dieser Hinsicht von Dir so gut wie nichts weiß,im Gegensatz zu mir,dass musst Du schon zugeben.Aber das kommende Wochenende wäre natürlich perfekt dazu geeignet das zu ändern.


@alfred ist anscheinend Dein Stöckchen zu popelig.

Auch Du solltest den Sehenden überlassen, über Farben zu sprechen.

Sei Dir versichert, dass @Alfred sehr genau weiß, wovon er schreibt. Obendrein kennt er Leute, die Du, wenn überhaupt, nur aus Büchern kennst.


O.k und will ich gerne glauben,nun muss man den Geschichtsinteressierten hier die Informationen und das Wissen nur noch zugängig machen.Ich stelle aber immer wieder fest,dass die Insider und die entsprechenden Komitees predigen,sie wollen,dass die Wahrheit über das Mfs ans Licht kommt,dass man mit den vielen Klischees aufräumen will.Ich würde mir das wünschen,dass wir nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag als die ewig Ewiggestrigen dastehen.Mich schmerzt es nämlich wie meine alte Firma in der Öffentlichkeit so rüber kommt und das meine ich durchaus ernst. NUR,merkwürdigerweise tun das die genannten nicht wirklich,konspirieren sich weiter offensichtlich,keine Ahnung für wen und für was und leisten einen erheblichen Beitrag dazu,dass wir weiter als die "merkwürdigen Typen"dastehen.Warum ist das eigentlich so?Woraus entspringt dieses Bedürfnis?Ist man 1989/90 wirklich so tief und hart gefallen,dass man immer noch verletzt ist,nach über 20 Jahren?


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
nach oben springen

#69

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 19:07
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #67


Bei der Sache mit dem Haufen werden Dir sicher einige zustimmen, warten wir also die Gelegenheit ab und schauen ob der Haufen noch größer wird.


Schon wieder nicht schlecht.Du bist wirklich noch besser als ich sowieso schon dachte.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
nach oben springen

#70

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 19:09
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #64
Als zu diesem Thema ungeliebter User (das ist eine Selbstbeweihräucherung!) habe ich zum Thema IM des MfS folgende Meinung:

Zunächst spricht es für die beschämende Rolle des MfS der ehem. DDR, dass sich einige Abteilungen, nämlich die des Repressionsapparates, IM´s bedienten, d.h. der menschlichen niederen Instinkte charakterlich fragwürdiger Menschen bediente, um die Macht der SED in jedem Zipfel der DDR durchzusetzen.
Und um diese "Linien" des ehem. MfS geht es ja wohl hauptsächlich in den hier bislang geführten Diskussionen und Beschimpfungen ohne Ende.

Ist es nicht möglich, dass diese "charakterlich fragwürdigen Menschen" sich aus Überzeugung und somit durchaus edlen Motiven zur Zusammenarbeit mit Ihrem Staat verpflichteten, so wie dieser charakterlich Fragwürdige hier?
Zitat von Rainman2 im Beitrag #12
Und wäre ich in dieser Zeit gefragt worden, ob ich als IM des MfS arbeiten wollte, hätte ich aufgrund meiner Überzeugung wahrscheinlich ebenso mit Ja geantwortet und die Erklärung unterschrieben.



Davon abgesehen lautet meine erste These: Man konnte auch Nein sagen, oder sich nach einem nötigenden Anwerbeversuch derartig dekonspirierend verhalten, dass die beschriebenen Herrschaften kalte Füße bekamen. (Ich spreche von den 1980er Jahren)

Richtig, konnte man.

Zweitens: Wohl inzwischen erwiesen bleibt, dass höhere Führungskräfte in der ehem. DDR, in Betrieben, Institutionen u.ä. unfreiwllig als Berichterstatter verpflichtet waren, ohne wenn und aber...

Was gibts da zu erweisen? Das soll heute auch noch so sein, dass staatliche Leiter zur Zusammenarbeit und zur beantwortung von offiziellen Anfragen anderer staatlicher Stellen verpflichtet sind.

Bedenklich halte ich nach meiner Meinung jene offenbar charakterlosen Lumpen, die einzig allein um ihres eigenen Vorteils willen dem MfS über Hinz und Kunz berichteten, gern auch im denunziativen Willen, um dem "Ahnungslosen" irgendwie zu schaden. Das habe ich selbst erlebt.

Mag es im Einzelfall auch gegeben haben, ja.

Heute kann ich damit leben, das ist keine Frage, aber ich habe kein Verständnis für Denunziantentum jedweder Art, weder damals noch heute!

VG Klaus


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
nach oben springen

#71

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 19:13
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #69
Zitat von Feliks D. im Beitrag #67


Bei der Sache mit dem Haufen werden Dir sicher einige zustimmen, warten wir also die Gelegenheit ab und schauen ob der Haufen noch größer wird.


Schon wieder nicht schlecht.Du bist wirklich noch besser als ich sowieso schon dachte.


Ich hatte es nie nötig rumzuschreien wie Herr P. vom Tonband.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
nach oben springen

#72

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 19:16
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #60
Zitat von KARNAK im Beitrag #58
Ich habe an diesen Dingen in der Praxis etwas "geschnüffelt"


Erzähl mal, wie kann ich mir das schnüffeln am IM so vorstellen?


http://www.hdforums.com/forum/attachments/the-general-b-s-forum/58186d1248272838-wtf-seat-dog-butt.jpg


mit solchem Foto kommst du zurück ins Forum,
ist das dein Niveau?,ich glaube kaum
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
nach oben springen

#73

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 19:17
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #71
Zitat von KARNAK im Beitrag #69
Zitat von Feliks D. im Beitrag #67


Bei der Sache mit dem Haufen werden Dir sicher einige zustimmen, warten wir also die Gelegenheit ab und schauen ob der Haufen noch größer wird.


Schon wieder nicht schlecht.Du bist wirklich noch besser als ich sowieso schon dachte.


Ich hatte es nie nötig rumzuschreien wie Herr P. vom Tonband.



Ähhh, sorry ,- täusche ich mich,-
oder sind sich die Genossen vom MfS untereinander auch nicht besonders grün ??


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
nach oben springen

#74

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 19:20
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Lutze ich bin halt manchmal etwas naiv und kann mir unter dem an der IM-Thematik rumschnüffeln nicht sonderlich viel vorstellen.

Während Du dich nun erregst fand es der angesprochene Teilnehmer...

Zitat von KARNAK im Beitrag #61
Nicht schlecht.


Leider habe ich noch nicht erfahren wie ich mir das nun so vorstellen soll.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
nach oben springen

#75

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 19:27
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #73




Ähhh, sorry ,- täusche ich mich,-
oder sind sich die Genossen vom MfS untereinander auch nicht besonders grün ??
[/quote]
Wieso AUCH?
Und zumindest aus meiner Sicht,das täuscht.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#76

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 19:30
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Feliks D. im Beitrag #70
Zitat von Hufklaus im Beitrag #64
Als zu diesem Thema ungeliebter User (das ist eine Selbstbeweihräucherung!) habe ich zum Thema IM des MfS folgende Meinung:

Zunächst spricht es für die beschämende Rolle des MfS der ehem. DDR, dass sich einige Abteilungen, nämlich die des Repressionsapparates, IM´s bedienten, d.h. der menschlichen niederen Instinkte charakterlich fragwürdiger Menschen bediente, um die Macht der SED in jedem Zipfel der DDR durchzusetzen.
Und um diese "Linien" des ehem. MfS geht es ja wohl hauptsächlich in den hier bislang geführten Diskussionen und Beschimpfungen ohne Ende.

Ist es nicht möglich, dass diese "charakterlich fragwürdigen Menschen" sich aus Überzeugung und somit durchaus edlen Motiven zur Zusammenarbeit mit Ihrem Staat verpflichteten, so wie dieser charakterlich Fragwürdige hier?
Zitat von Rainman2 im Beitrag #12
Und wäre ich in dieser Zeit gefragt worden, ob ich als IM des MfS arbeiten wollte, hätte ich aufgrund meiner Überzeugung wahrscheinlich ebenso mit Ja geantwortet und die Erklärung unterschrieben.



Davon abgesehen lautet meine erste These: Man konnte auch Nein sagen, oder sich nach einem nötigenden Anwerbeversuch derartig dekonspirierend verhalten, dass die beschriebenen Herrschaften kalte Füße bekamen. (Ich spreche von den 1980er Jahren)

Richtig, konnte man.

Zweitens: Wohl inzwischen erwiesen bleibt, dass höhere Führungskräfte in der ehem. DDR, in Betrieben, Institutionen u.ä. unfreiwllig als Berichterstatter verpflichtet waren, ohne wenn und aber...

Was gibts da zu erweisen? Das soll heute auch noch so sein, dass staatliche Leiter zur Zusammenarbeit und zur beantwortung von offiziellen Anfragen anderer staatlicher Stellen verpflichtet sind.

Bedenklich halte ich nach meiner Meinung jene offenbar charakterlosen Lumpen, die einzig allein um ihres eigenen Vorteils willen dem MfS über Hinz und Kunz berichteten, gern auch im denunziativen Willen, um dem "Ahnungslosen" irgendwie zu schaden. Das habe ich selbst erlebt.

Mag es im Einzelfall auch gegeben haben, ja.

Heute kann ich damit leben, das ist keine Frage, aber ich habe kein Verständnis für Denunziantentum jedweder Art, weder damals noch heute!

VG Klaus




Deine Einlassung, @Feliks D. , die mir gefallen hat, ich begründe das mal jetzt nicht hier, stimmt mich eigentlich positiv.
Deine dritte rotmark-Textkennung, bzw. Deine Antwort darauf halte ich für zu kurz formuliert, denn gerade hier lag "des Pudels Kern".
Mag sein, Du hast es anders erlebt, aber ich habe in den mir vorliegenden, bisher aufgefundenen Akten, hahnebüchenen und gewollt niedermachenden Unsinn gelesen, kannste glauben.
Trotzdem Danke für Deinen Beitrag, ich weiß ihn zu schätzen!

VG Klaus


zuletzt bearbeitet 28.04.2014 19:32 | nach oben springen

#77

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 19:37
von ehem. Hu | 466 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #73
Ähhh, sorry ,- täusche ich mich,-
oder sind sich die Genossen vom MfS untereinander auch nicht besonders grün ??



erst Verwirrung, dann Zersetzung des Gegners

friedliche Grüße


eisenringtheo und werner haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#78

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 19:46
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #54
Zitat von turtle im Beitrag #51


Moralische Aufarbeit aus http://de.wikipedia.org/wiki/Inoffizieller_Mitarbeiter


Unwahr ist im Allgemeinen die verbreitete Meinung, wer seine Mitarbeit verweigerte und sich dekonspirierte, habe keine schwerwiegenden Folgen für sein Leben zu befürchten gehabt und hätte den Kontakt zur Staatssicherheit auf diese Weise zuverlässig abbrechen können. Auch Menschen, die unmissverständlich erklärten, für Spitzeldienste nicht zur Verfügung zu stehen, konnten dennoch über Jahre hinweg erpresserischen Anwerbeversuchen ausgesetzt sein. Nicht selten ging eine Dekonspiration mit der Zerstörung ihrer Erwerbsbiographie einher. Da diese vom MfS als Ausdruck einer „feindlich-negativen Haltung“ aufgefasst wurde, waren nicht selten sogenannte „Zersetzungsmaßnahmen“ die Folge.






Man sollte wiki nicht alles Glauben, erst recht wenn es von der BStU schon längst widerlegt wurde. Das rot makierte ist in Bezug auf eine verweigerte Zusammenarbeit eine absolute Falschinformation, ja gar Lüge.



Kann man ausschließen das eine Ablehnung als IM zu arbeiten keinerlei Nachteile hatte. Ich denke da besonders im Beruf ,Reisen etc. ? ?


nach oben springen

#79

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 19:47
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #64
Als zu diesem Thema ungeliebter User (das ist eine Selbstbeweihräucherung!) habe ich zum Thema IM des MfS folgende Meinung:

Zunächst spricht es für die beschämende Rolle des MfS der ehem. DDR, dass sich einige Abteilungen, nämlich die des Repressionsapparates, IM´s bedienten, d.h. der menschlichen niederen Instinkte charakterlich fragwürdiger Menschen bediente, um die Macht der SED in jedem Zipfel der DDR durchzusetzen.
Und um diese "Linien" des ehem. MfS geht es ja wohl hauptsächlich in den hier bislang geführten Diskussionen und Beschimpfungen ohne Ende.

Davon abgesehen lautet meine erste These: Man konnte auch Nein sagen, oder sich nach einem nötigenden Anwerbeversuch derartig dekonspirierend verhalten, dass die beschriebenen Herrschaften kalte Füße bekamen. (Ich spreche von den 1980er Jahren)

Zweitens: Wohl inzwischen erwiesen bleibt, dass höhere Führungskräfte in der ehem. DDR, in Betrieben, Institutionen u.ä. unfreiwllig als Berichterstatter verpflichtet waren, ohne wenn und aber...

Bedenklich halte ich nach meiner Meinung jene offenbar charakterlosen Lumpen, die einzig allein um ihres eigenen Vorteils willen dem MfS über Hinz und Kunz berichteten, gern auch im denunziativen Willen, um dem "Ahnungslosen" irgendwie zu schaden. Das habe ich selbst erlebt.

Heute kann ich damit leben, das ist keine Frage, aber ich habe kein Verständnis für Denunziantentum jedweder Art, weder damals noch heute!
VG Klaus


Mal meine Ansicht und eigene Erfahrungen dazu.

Lila: Ich würde diese Sorte IM´s nicht als die Mehrheit der IM´s betrachten. Den Führungsoffizieren war sicher klar, daß von denen auch eine Menge subjektiv gefärbter Berichte oder gar reine Erfindungen kamen. Das nützte dem MfS wenig, barg sogar die Gefahr, daß sie bezüglich einer Zielperson/Zielgruppe einen peinlichen Rückzieher machen müsten, welchen sie freilich nicht zugegeben hätten. Ich gehe davon aus, daß schon etwas genauer hingeschaut wurde, von wem man wirklich nützliche Informationen erhalten könnte und das waren eben vorrangig diejenigen, die mit ihren Berichten ernsthaft überzeugt waren, etwas für diese Gesellschaftsordnung im weitesten Sinne zu tun. Alle anderen, die Erpressten und Genötigten z.B., hätten irgendwie versucht, ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen und dementsprechend mit Vorsicht zu genießen wären ihre Berichte gewesen.
Aber, das sind eben meine ganz persönlichen Vorstellungen, die ich mir aus ein bischen Menschenkenntnis so zusammenreime.
Grün: Nein zu sagen, wird in den meisten Fällen möglich gewesen sein. Um so leichter und konsequenzloser, desto freiwilliger eine IM-Tätigkeit gewesen wäre und um so schwerer, je schwerwiegender eigene Verfehlungen vorher waren. Was mich betrifft, hatte ich damals Nein gesagt, als mich der 2000er nach meiner "Missetat" (Westsender hören ) dazu bringen wollte. Ohne spürbare Konsequenzen. Als ich nach der Fahne durch das MfS als regulärer Mitarbeiter geworben werden sollte, machte ich beim ersten Gespräch sofort deutlich, daß es nicht mein Ding ist, Nachbarn und Freunde auszuhorchen. Sie bemühten sich trotzdem um mich, was mir zeigt, daß eine solche "Nebenbeitätigkeit" im Rahmen eines Hauptamtlichen
nicht das Allerwichtigste gewesen sein kann. Fallen ließen sie mich in ihren Bemühungen erst, als etwa 1969 eine Tauschannonce von mir in einer westdeutschen Hobbyzeitschrift stand. Es kamen eine Menge Briefe von Sammlern aus der BRD, Schweiz, Österreich und einer aus den USA und manche schickten mir gleich eine Absichtssendung. Es ergab sich bis zum Erlass eines restriktiven Zollgesetzes 1973 eine für mich äußerst erfolgreiche Tauschtätigkeit. Ein brief war dabei, da sagte ich mir, Holzauge, sei wachsam. Da bot mir ein Studentenehepaar aus Heidelberg die schönsten Tauschobjekte an und forderten dafür gar nicht viel. Nur Fotos von Bergwerken, Grubenrisse, Erzproben. Ich schließe nicht aus, daß es sich um ein fingiertes Angebot des MfS handelte. Hätte ich mich darauf eingelassen, dann hätten sie mich tatsächlich am Haken. Mit dem brief bin ich dann noch zu den beiden MA gegangen, die mich werben wollten und ihnen diesen Brief gezeigt. in meiner damaligen Naivität schloss ich nicht aus, daß ich darauf angesetzt werde, ich mit Infos versorgt werde, die ich den beiden Studenten schickte und dafür einiges für meine Sammlung zun konnte. Sie nahmen den Brief kommentarlos an und ich hörte nie wieder etwas davon.
Hier mal eine Frage an die Kenner der Materie: War ich damals zu naiv oder könnte da ein realer Kern dabeigewesen sein ?
Rot: Definitiv ja. Das erzählte mir mein Vater auch öfter, daß jeder größere betrieb einen persönlichen Kontaktoffizier bei der Bezirksverwaltung hatte, der sich ab und zu sehen ließ, allgemeine Fragen und konkrete Fragen zu interessierenden Kollegen stellte. Hierzu waren i.d.R. der Betriebsdirektor und/oder der Kaderleiter eingebunden. Diese dann deshalb als IM zu verunglimpfen, halte ich doch für völlig daneben.
Orange: Ja, das sind wohl diese Typen, die von den allermeisten Menschen, außer Ihresgleichen natürlich, verachtet werden und ich gehe so weit, daß auch zahlreiche MfS-Mitarbeiter solche Typen innerlich verachteten.

Oh, ich sehe, während ich diese Zeilen schrieb, sind inzwischen schon wieder 11 Beiträge eingetrudelt. Da muß ich mich erst mal durchlesen.



Ostlandritter hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.04.2014 19:56 | nach oben springen

#80

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 19:57
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Auch wenn hier die Ansichtsweise der o.a. Problematik sehr ausführlich und aus verschiedenen Erfahrungen dargelegt wurde, sehe ich im Ganzen keine noch heute, d.h. historisch gerechtfertigte Sichtweise der IM´s des ehem MfS.
Es geht dabei nicht um Einzelfälle, sondern um das Prinzip, der Geheimdienst eines Landes installiert jederzeit berichtsfreudige Alltagsgenossen, um über deren Stimmungsberichte an die Führung Signale zu senden, um die politischen Konsequenzen zu deren Machterhalt verlässlich zu sichern...
Und gerade jene Handlungsweise, wie in der ehem. DDR praktiziert, ist keineswegs typisch für einen Geheimdienst "jedes Staates".

VG Klaus


zuletzt bearbeitet 28.04.2014 19:58 | nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
(Mitarbeiter der Woche) Erdogan und sein Verständnis von Pressefreiheit
Erstellt im Forum Themen vom Tage von ek40
50 01.04.2016 13:45goto
von Heckenhaus • Zugriffe: 1320
Das Kernkraftwerk Stendal und die Stasi
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von
29 29.10.2012 15:06goto
von rm2 • Zugriffe: 6242
Bundesbeauftragter Jahn will Stasi Mitarbeiter entlassen
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Gert
118 13.04.2013 12:03goto
von Moskwitschka • Zugriffe: 4513
Das Recht auf Meinungsäußerung hat Vorrang
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Angelo
69 20.03.2011 00:18goto
von Gert • Zugriffe: 3075
Methoden zu gewinnung von Mitarbeitern
Erstellt im Forum Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze von Afghani
110 17.12.2009 21:52goto
von Rainer-Maria-Rohloff • Zugriffe: 4258
Decknamen bei inoffizielle Mitarbeiter der Staatssicherheit ?
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Tine
23 25.10.2009 12:21goto
von Alter_Fritz • Zugriffe: 3517
Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Angelo
307 17.12.2013 00:41goto
von frank • Zugriffe: 18558
Mitarbeiter der Stasi in der DDR
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Angelo
212 23.08.2009 19:11goto
von Augenzeuge • Zugriffe: 27596
Rechtslage zur Benennung von Stasi-Mitarbeitern nicht eindeutig
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Angelo
43 14.04.2013 22:19goto
von Kimble • Zugriffe: 3947

Besucher
3 Mitglieder und 33 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Oderfischer
Besucherzähler
Heute waren 264 Gäste und 22 Mitglieder, gestern 3936 Gäste und 179 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14372 Themen und 558383 Beiträge.

Heute waren 22 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen