#1

stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 18:16
von Lutze | 8.033 Beiträge

vieles habe ich in Erfahrung bringen können,
was Grenz-Soldaten erlebt haben,
den Schieß-Befehl kannte jeder,
denn jeder Grenzdurchbruch sollte verhindert werden,
meine Hochachtung an denen,die nicht von der Schußwaffe
gebrauch gemacht haben
gruß Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#2

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 18:18
von Pit 59 | 10.131 Beiträge

Danke Lutze.


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#3

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 18:25
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #1
vieles habe ich in Erfahrung bringen können,
was Grenz-Soldaten erlebt haben,
den Schieß-Befehl kannte jeder,
denn jeder Grenzdurchbruch sollte verhindert werden,
meine Hochachtung an denen,die nicht von der Schußwaffe
gebrauch gemacht haben
gruß Lutze


... und Daumen hoch an alle ,- die das Glück hatten ,- niemals von der Schusswaffe Gebrauch machen zu müssen....


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
schulzi, hundemuchtel 88 0,5, utkieker und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#4

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 18:29
von HG19801 | 1.613 Beiträge

@Lutze: Wir waren keinesfalls die schießwütigen Grenzer, für die man uns ohne wenn und aber gern hinstellt. Wir waren zumeist lebensunerfahren, blutjung, und wussten meistens gar nicht, wie uns geschah.

Ein ganz klein wenig über die Situationen, in welche man geraten konnte, kannst du z.B. in meinem jüngsten Beitrag im "Erzähl mal was"-Thread nachlesen.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


damals wars und Ostlandritter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#5

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 18:34
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #3
... und Daumen hoch an alle ,- die das Glück hatten ,- niemals von der Schusswaffe Gebrauch machen zu müssen....
Ich hatte dieses Glück und bin dem Schicksal mein Leben lang unendlich dafür dankbar, wie ich bereits in meinem Vorstellungsbeitrag anmerkte.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#6

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 18:35
von Hapedi | 1.875 Beiträge

... und Daumen hoch an alle ,- die das Glück hatten ,- niemals von der Schusswaffe Gebrauch machen zu müssen....
[/quote]

jawol Juergen , und jeder war auch froh dort keinem Russen begegnet zu sein

gruss Hapedi



hundemuchtel 88 0,5, Freienhagener, EK 70 und Ostlandritter haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.04.2014 18:39 | nach oben springen

#7

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 18:37
von andyman | 1.872 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #1
vieles habe ich in Erfahrung bringen können,
was Grenz-Soldaten erlebt haben,
den Schieß-Befehl kannte jeder,
denn jeder Grenzdurchbruch sollte verhindert werden,
meine Hochachtung an denen,die nicht von der Schußwaffe
gebrauch gemacht haben
gruß Lutze


@Lutze
Hallo.Deine Hochachtung haben also die,die z.B. nicht geschossen haben weil keiner kam oder die bewußt nicht geschossen haben?Was ist denn mit denen die nicht getroffen haben,aber bewußt daneben geschossen haben.Die haben auf jeden fall auch Hochachtung verdient mMn.Ich glaube Lutz ich habe dich richtig verstanden aber hier im Forum solltest du dich ganz klar ausdrücken sonst setzt du dir eine Laus in den Pelz. Vielleicht war das deine Absicht?Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#8

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 18:42
von Gelöschtes Mitglied
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Ja, der Unterschied ist leider so, Schusswaffe nicht gebraucht haben( Glück für die Grenzer) oder nicht geschossen haben, obwohl sie hätten müssen!
Das ist hier die Frage? Wenn nicht, der Anschiss kam zu hundert Prozent( vielleicht auch Schwedt), den einer von den 2 Posten wollte den Hals aus der Schlinge ziehen und hat den anderen vors Loch geschoben . Meine Annahme!! Deshalb ist es schwer, der in dieser Lage kam, zu verurteil ! Wie gesagt, das ist so meine Meinung zu diesen Thema! Frage bleibt: Hätte jemand bewusst daneben geschossen? Leider ist es nicht zu beantworten!
Grüsse steffen52


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#9

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 18:45
von Linna | 188 Beiträge

Es war tatsächlich so, dass die Angst bei einem Grenzdurchbruch schießen zu müssen größer war als vor einem
Grenzverletzer selbst. Das lag einfach daran, dass man nicht wissen konnte auf wen man schießt. Es hätten ja auch
Kinder sein können, die sich mit einem schlechten Schulzeugnis nicht nach Hause trauten und sich Richtung Grenze in
Bewegung setzten. Solche Fälle hat es gegeben.



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#10

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 18:48
von Moskwitschka (gelöscht)
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Es gibt unzählige stille Helden - die Spatensoldaten. Die haben nämlich schon vorher lange überlegt, ob sie überhaupt eine Waffe in die Hand nehmen, geschweige denn vom Grenzdienst vereinnahmen lassen.

Ja, es war nicht einfach für sie - vorher, während dessen und auch hinterher. Es gab sie aber, die sich verweigert haben. Und nicht nur aus religiösen Gründen.

Sie können nicht vom Kanten erzählen. Sie erzählen auch heute nur selten von ihren Erinnerungen. Sie sind vergessene Helden.

LG von der Moskwitschka


EK82I, Schuddelkind, Ostlandritter, thomas 48, Grenzverletzerin und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 18:49
von Hapedi | 1.875 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #8
Ja, der Unterschied ist leider so, Schusswaffe nicht gebraucht haben( Glück für die Grenzer) oder nicht geschossen haben, obwohl sie hätten müssen!
Das ist hier die Frage? Wenn nicht, der Anschiss kam zu hundert Prozent( vielleicht auch Schwedt), den einer von den 2 Posten wollte den Hals aus der Schlinge ziehen und hat den anderen vors Loch geschoben . Meine Annahme!! Deshalb ist es schwer, der in dieser Lage kam, zu verurteil ! Wie gesagt, das ist so meine Meinung zu diesen Thema! Frage bleibt: Hätte jemand bewusst daneben geschossen? Leider ist es nicht zu beantworten!
Grüsse steffen52


steffen , genau so sehe ich das auch. man war halt immer zu zweit und wusste nicht wie der andere reagiert . Es gab die Einweisung wer Warnschuss und geziehltes Feuer gibt . Alle beide daneben schiessen , ich weis nicht

gruss Hapedi



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#12

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 18:52
von utkieker | 2.916 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #1
vieles habe ich in Erfahrung bringen können,
was Grenz-Soldaten erlebt haben,
den Schieß-Befehl kannte jeder,
denn jeder Grenzdurchbruch sollte verhindert werden,
meine Hochachtung an denen,die nicht von der Schußwaffe
gebrauch gemacht haben
gruß Lutze

Hallo @Lutze,

ich weiß nicht, wie ich gehandelt hätte aber der größte Teil ehemaliger Grenzsoldaten kam nie in die Verlegenheit schießen zu müssen. Gott sei Dank kann ich da nur sagen. Ich möchte keinen ehemaligen Grenzer mit Mißachtung entgegentreten, wenn er doch die Schußwaffe angewendet hat, sondern ich stelle mir die Frage wie hätte ich selber gehandelt. Im Nachhinein ist es einfach mit Fingern auf die Todesschützen zu zeigen und im Nachhinein ist es auch einfach sich einen Heiligenschein zu verpassen, wenn man selber nicht zum Todesschützen wurde!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
EK82I, Ostlandritter, Krepp, Lutze und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#13

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 18:52
von Pit 59 | 10.131 Beiträge

steffen , genau so sehe ich das auch. man war halt immer zu zweit und wusste nicht wie der andere reagiert . Es gab die Einweisung wer Warnschuss und geziehltes Feuer gibt . Alle beide daneben schiessen , ich weis nicht

gruss Hapedi

Ausserdem hätten Dir das die Jungs auf dem Schiessplatz schon vorgeführt,was man,auf wieviel Entfernung,aus zwei AK im Dauerfeuer treffen muss oder kann.


Ostlandritter und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 18:53
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Hapedi im Beitrag #6
... und Daumen hoch an alle ,- die das Glück hatten ,- niemals von der Schusswaffe Gebrauch machen zu müssen....



jawol Juergen , und jeder war auch froh dort keinem Russen begegnet zu sein

gruss Hapedi[/quote]
@Hapedi, ich denke mit den Russen , das war dann schon eine Art selbst Schutz, den da hieß es der oder ich! Der war von Kopf bis Fuß voll auf gemummelt und wusste egal wie durch und wer sich mir in den Weg stellt, der wird nieder geschossen! Da hätte auch ich keine Sekunde gezögert und das Feuer auf dieser Person eröffnet, den auch ich habe nur ein Leben! Aber unbewaffnete Menschen in den Rücken zu schießen, das ist natürlich Gewissens mäßig eine andere Sache, aber da bestimmt jeder hier eine andere Auffassung und da möchte ich auch keinen der vorn dabei war zu nahe treten, das steht mir nicht zu und man muss halt immer die Situation sehen! Was ist Selbstschutz und was ist Mord!!
Grüsse steffen52


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#15

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 18:54
von Linna | 188 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #10
Es gibt unzählige stille Helden - die Spatensoldaten. Die haben nämlich schon vorher lange überlegt, ob sie überhaupt eine Waffe in die Hand nehmen, geschweige denn vom Grenzdienst vereinnahmen lassen.

Ja, es war nicht einfach für sie - vorher, während dessen und auch hinterher. Es gab sie aber, die sich verweigert haben. Und nicht nur aus religiösen Gründen.

Sie können nicht vom Kanten erzählen. Sie erzählen auch heute nur selten von ihren Erinnerungen. Sie sind vergessene Helden.

LG von der Moskwitschka



Natürlich hast du recht, aber in dem Beitrag geht es ja um diejenigen, die am Draht stehen mussten.



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#16

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 18:58
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Also jetzt mal Butter bei die Fische oder wie das heißt. Abgesehen davon, dass Kinder wegen eines schlechten Schulzeugnisses angeblich nach "drüben" wollten (wer's glaubt soll selig werden), wurden wir immens dazu angehalten, bloß nicht die Schusswaffe in Gebrauch zu nehmen, um Grenzdurchbrüche zu verhindern oder Grenzverletzer nötigenfalls zu vernichten, was einem aktiven Schusswaffengebrauch gleichkäme.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


zuletzt bearbeitet 26.04.2014 18:59 | nach oben springen

#17

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 19:00
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Linna im Beitrag #15


Natürlich hast du recht, aber in dem Beitrag geht es ja um diejenigen, die am Draht stehen mussten.



Musstee man?

Klar. Man hatte ja keine Alternative. Man hat auch nicht darüber nachgedacht, weil man zu wenig wußte, was einem blüht, wenn man verweigert. Von der Zukunft ganz abgesehen.

Und als Frau kann man das sowieso nicht nachvollziehen.

LG von der Moskwitschka


Linna hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.04.2014 19:01 | nach oben springen

#18

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 19:04
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #17
Und als Frau kann man das sowieso nicht nachvollziehen.
Häääh???, so ein Quatsch!


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


zuletzt bearbeitet 26.04.2014 19:04 | nach oben springen

#19

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 19:06
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #10
Es gibt unzählige stille Helden - die Spatensoldaten. Die haben nämlich schon vorher lange überlegt, ob sie überhaupt eine Waffe in die Hand nehmen, geschweige denn vom Grenzdienst vereinnahmen lassen.

Ja, es war nicht einfach für sie - vorher, während dessen und auch hinterher. Es gab sie aber, die sich verweigert haben. Und nicht nur aus religiösen Gründen.

Sie können nicht vom Kanten erzählen. Sie erzählen auch heute nur selten von ihren Erinnerungen. Sie sind vergessene Helden.

LG von der Moskwitschka

@Moskwitschka, ja was Du sagst, das klinkt so einfach aber wir waren 19-20 Jahre alt, was wussten wir von der NVA, nix! Es hieß nur wen du zur Grenze kommst hast du es besser als in einer Muckereinheit, was ja auch stimmte! Die gleich zu den Spatensoldaten gingen waren von Haus aus gegen Waffen( kirchlich u.s.w.), wir die als Kinder immer gerne Polizei und Soldat gespielt haben, für uns war das natürlich erst mal Spaß, was dann kam, sah halt anders aus! Aber es hat keiner von uns im Vorfeld gewusst! Deshalb bitte keine Verurteilung der ehemaligen Grenzer und was dazu gehört!
Grüsse steffen52


andyman und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#20

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 19:10
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Zitat von Linna im Beitrag #9
Es war tatsächlich so, dass die Angst bei einem Grenzdurchbruch schießen zu müssen größer war als vor einem
Grenzverletzer selbst. Das lag einfach daran, dass man nicht wissen konnte auf wen man schießt. Es hätten ja auch
Kinder sein können, die sich mit einem schlechten Schulzeugnis nicht nach Hause trauten und sich Richtung Grenze in
Bewegung setzten. Solche Fälle hat es gegeben.


....Jugendliche, Frauen und Männer nicht minder.
Wie schon hier bemerkt, war die Furcht vor Untersuchung und möglicher Bestrafung bei Grenzdurchbrüchen groß.
Aber lebenslange Gewissensbisse, wenn Schüsse getroffen hätten, wären sicherlich schlimmer gewesen, oder?

Das ging einem ständig durch den Kopf.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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