#81

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 16:26
von ABV | 4.202 Beiträge

Es gibt mittlerweile ein Buch über den "Armeeknast" Schwedt. Darin steht, dass es tatsächlich keinen einzigen bekannten Fall gibt, in dem ein Grenztruppenangehöriger, wegen eines nicht vereitelten Grenzdurchbruchs nach Schwedt musste. Der Autor hat diesen Fakt nicht "aus dem Ärmel geschüttelt", sondern nach intensivem Aktenstudium festgestellt.

Gruß Uwe


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#82

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 17:07
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #81
Es gibt mittlerweile ein Buch über den "Armeeknast" Schwedt. Darin steht, dass es tatsächlich keinen einzigen bekannten Fall gibt, in dem ein Grenztruppenangehöriger, wegen eines nicht vereitelten Grenzdurchbruchs nach Schwedt musste. Der Autor hat diesen Fakt nicht "aus dem Ärmel geschüttelt", sondern nach intensivem Aktenstudium festgestellt.

Gruß Uwe

ist nur merkwürdig,ein Video gibt es dazu,
und ich lese nicht alles
Lutze


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#83

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 17:09
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #82
Zitat von ABV im Beitrag #81
Es gibt mittlerweile ein Buch über den "Armeeknast" Schwedt. Darin steht, dass es tatsächlich keinen einzigen bekannten Fall gibt, in dem ein Grenztruppenangehöriger, wegen eines nicht vereitelten Grenzdurchbruchs nach Schwedt musste. Der Autor hat diesen Fakt nicht "aus dem Ärmel geschüttelt", sondern nach intensivem Aktenstudium festgestellt.

Gruß Uwe

ist nur merkwürdig,ein Video gibt es dazu,
und ich lese nicht alles
Lutze


Na dann @Lutze: wie heißt das Video? Kann man es im Internet finden?

Gruß Uwe


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#84

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 17:13
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #81
Es gibt mittlerweile ein Buch über den "Armeeknast" Schwedt. Darin steht, dass es tatsächlich keinen einzigen bekannten Fall gibt, in dem ein Grenztruppenangehöriger, wegen eines nicht vereitelten Grenzdurchbruchs nach Schwedt musste. Der Autor hat diesen Fakt nicht "aus dem Ärmel geschüttelt", sondern nach intensivem Aktenstudium festgestellt.

Gruß Uwe


Die Verfasser des Buches sind aber nicht zufällig die Genossen vom Insiderkommitee ??


....................................
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#85

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 17:15
von ABV | 4.202 Beiträge

Nein! Das Buch ist keine Verharmlosung. Eher im Gegenteil! Der Autor hat die ermittelten Fakten auf den Tisch gelegt. Und dazu gehört nun enmal, dass es keinen einzigen Fall gab, in dem ein Grenzer, wegen eines Zwischenfalls an der Grenze, "hinter Gittern" musste.

Gruß Uwe


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#86

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 17:18
von ABV | 4.202 Beiträge

Der Autor heißt Rüdiger Wenzke, ein bekannter Historiker. Der sich sehr kritisch aber fair mit der DDR beschäftigt.

Schau mal hier: http://books.google.de/books?id=g8UNuNUI...schwedt&f=false

In der Leseprobe fehlen zwar ein paar Seiten, dass ganze ist aber dennoch sehr interessant.

Gruß Uwe


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zuletzt bearbeitet 27.04.2014 17:27 | nach oben springen

#87

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 17:28
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #83
Zitat von Lutze im Beitrag #82
Zitat von ABV im Beitrag #81
Es gibt mittlerweile ein Buch über den "Armeeknast" Schwedt. Darin steht, dass es tatsächlich keinen einzigen bekannten Fall gibt, in dem ein Grenztruppenangehöriger, wegen eines nicht vereitelten Grenzdurchbruchs nach Schwedt musste. Der Autor hat diesen Fakt nicht "aus dem Ärmel geschüttelt", sondern nach intensivem Aktenstudium festgestellt.

Gruß Uwe

ist nur merkwürdig,ein Video gibt es dazu,
und ich lese nicht alles
Lutze


Na dann @Lutze: wie heißt das Video? Kann man es im Internet finden?

Gruß Uwe



Fahnenflucht über die vereiste Elbe,
im Beitrag 5 ist was zu finden,
Entschuldigung,ich verlinke nichts
Lutze


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#88

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 17:32
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #86
Der Autor heißt Rüdiger Wenzke, ein bekannter Historiker. Der sich sehr kritisch mit der DDR beschäftigt.

Schau mal hier: http://books.google.de/books?id=g8UNuNUI...schwedt&f=false

In der Leseprobe fehlen zwar ein paar Seiten, dass ganze ist aber dennoch sehr interessant.

Gruß Uwe


Ist schon o.k. ,_ das mit dem Insiderkommitee war ein Scherz....
Ich persönlich kenne niemanden , der je in Schwedt einsaß. Ich kenne nur die unterschwellige Dauerdrohung mit Schwedt !

Kann aber natürlich auch sein , daß Schwedt ein reiner Disziplinarknast der NVA war ,- und Beihilfe zur republikflucht oder befehlsverweigerung o.ä. extern verhandelt und abgestraft wurde ?
Ich meine damit ,- Bautzen war ja auch der Inbegriff und das Symbol für politisch Inhaftierte ,- aber mein Schwager z.Bsp. saß bis zu seinem Freikauf durch die BRD wegen politischer Verbrechen in der Haftanstalt Cottbus ein....


....................................
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zuletzt bearbeitet 27.04.2014 17:32 | nach oben springen

#89

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 17:44
von ABV | 4.202 Beiträge

Nee du: nach Schwedt kamen " alle bösen Buben", egal ob NVA oder GT! Ich persönlich kenne auch keinen Grenzer, der wegen einer nicht vereitelten Flucht nach Schwedt gekommen ist. Das soll aber nichts bedeuten! Ein Kollege von mir, der in den siebziger Jahren an der "Westgrenze" diente, berichtete mir vor Jahren, dass es zu dieser Zeit zu einem Vorfall gekommen sein soll: demnach hätten sich die "EK's" in ihrer letzten Nachtschicht verabredet, diese ganz einfach zu verschlafen. Die Posten haben wohl mitgemacht, jedenfalls soll die ganze Kompanie gepennt haben. Ausgerechnet in dieser Nacht gelang jemanden in dem Abschnitt die Flucht! Den Posten wurde nachgewiesen "gepennt zu haben" und damit dem " illegalen Grenzübertritt" Vorschub geleistet zu haben. Damals sollen etliche Soldaten, mehrere Jahre nach Schwedt gekommen sein. Mein Kollege schränkte aber sofort ein, dass er den Vorfall nur vom "Hörensagen" kannte. Wahrscheinlich eine " Urban Legend", die zur Abschreckung allen neuen Soldaten eingetrichtert wurde. Aber eben nicht der Wahrheit entsprach!
In einem anderen Forum behauptete ein bekannter Wichtigtuer, " dass ein guter Bekannter von ihm nach Schwedt gekommen wäre, weil er nicht auf einen Flüchtling schießen wollte." Worauf der Bekannte noch heute mächtig stolz sei. Als der besagte Wichtigtuer auf das Buch von Wenzke angesprochen wurde, mutierte der angebliche gute Bekannte plötzlich zu einem flüchtigen Bekannten. Der ihm das ganze irgendwann lediglich beim Vorbeigehen erzählt hatte.
So ist das eben: behauptet wird schnell etwas. Aber wenn es dann konkret wird, fallen die Behauptungen nicht selten wie Kartenhäuser zusammen.

Gruß Uwe


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#90

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 17:49
von Commander | 1.056 Beiträge

Hallo Allerseits,
"Peinliche Befragung",
da kommt wieder hoch,was damals mit einem Postenpaar eines anderen Zuges passierte.Sie waren an einer unübersichlichen Stelle "Unterhalb Dreiherrenstein" eingesetzt.Just in dem Moment,als ihnen von der FÜST eine GS befohlen wurde,ist ein GV u.seine Begleitung(Gattin des ABV) dort über den Zaun.
Was in der folgenden Zeit passierte hat sich bei mir eingeprägt.Eine Woche,jeden Tag Befragungen(Verhöre?)der Beiden.Immer dieselben Fragen.Der Gefreite war bis dahin ein lustiger,zu jedem Spass bereiter Kamerad,ein guter Sportler u.immer da,wenn man ihn brauchte.
Nach diesen Verhören,die auch vom Verbindungsoffizier,Oltn.G.,getätigt wurden,war er wie umgewandelt.Er war Kein Held,nein,aaber sehr still !
Die letzten Monate bis zum HG müssen für ihn endlos gewesen sein.
Danke für die Aufmerksamkeit,Gruß C.



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#91

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 17:59
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Trotzdem kann ich mir vorstellen, daß er froh war, den Flüchtlingen nicht begegnet zu sein - nach dem Heimgang um so mehr.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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zuletzt bearbeitet 27.04.2014 18:01 | nach oben springen

#92

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 18:01
von Greso | 2.377 Beiträge

1966 im Januar!! wir sollte mal alle wieder stramm stehen in Mönchhai.In der ersten Reihe stand ein Kerl wie ein Baum und verzog sein Gesicht zum grinsen.Er wurde einige male vom Uffz.ermaht,es zu unterlassen.Er tat es aber nicht,und reizte den Uffz.so,das der ihn aus der Reihe ziehen wollte.
Da schlug der Riese zu.
Bei unserer Entlassung,sahen wir ihn wieder.Er sprach kein Wort mit uns.
Greso


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#93

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 18:05
von Commander | 1.056 Beiträge

Hallo Freihenhagener,
mag sein,zumal die Frau schwanger gewesen sei.(Kann ich nicht belegen)
Mir ging es um die Art u. Weise,wie mit Kameraden in einen solchen Fall umgegangen wurde.Da spielten Auszeichnungen o.Ä. keine Rolle !
Und auch dieser Oltn.,der sich immer väterlich-freundlich gab.In diesen Fall wie ausgewechselt!(Falsch,Verlogen?)
Schönen Abend,Gruß C.



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#94

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 18:13
von ABV | 4.202 Beiträge

Im Grenzregiment 38, in Hennigsdorf, gab es im Frühjahr 1984 einen Soldaten einer Grenzkompanie, einen Soldaten der sich während einer Politschulung völlig offen und unverblümt gegen das bestehende Grenzregime der DDR aussprach. Die Anwendung der Schusswaffe im Grenzdienst, gegen Flüchtende, hatte der Soldat als Verstoß gegen die Menschenrechte bezeichnet. Und das vor dem ersten Grenzdienst!
Mut oder Wahnsinn? Ich habe davon zufällig erfahren, als ich als Wachposten einen Arrestanten bei der Arbeitsverrichtung "beaufsichtigen" musste. Beim Rauchen erzählte er mir den Vorfall. Richtig verstehen konnten wir die Heldentat nicht. Warum hat der Soldat nicht vorher zumindest angedeutet, dass er nicht an die Grenze will? Hatte er gehofft, durch den Auftritt den Grenzdienst zu entgehen? Wollte er den Helden spielen, oder war er am Ende sogar einer?
Von seinem Schicksal ist mir nur bekannt, dass er wenig später "abgeholt" und nicht mehr gesehen wurde.
Es könnte sein, dass dem Historiker Wenzke dieser Fall bei seinen Untersuchungen "durchgerutscht" ist, da er nur indirekt mit dem Grenzdienst in Verbindung stand.


Gruß Uwe


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zuletzt bearbeitet 27.04.2014 18:17 | nach oben springen

#95

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 18:17
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Das war Mut und Wahnsinn gleichzeitig Uwe,Alle Achtung. Wieviel Jahre das wohl gebracht hat ?


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#96

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 18:38
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Zitat von Commander im Beitrag #93

Und auch dieser Oltn.,der sich immer väterlich-freundlich gab.In diesen Fall wie ausgewechselt!(Falsch,Verlogen?)



Hallo @Commander,

das wäre ein Thema für sich.
Wer kennt nicht diese joviale, herablassende Art - solange man parierte.
Mir war sowas immer verdächtig und ich habe auf die Freundlichkeit nichts gegeben.

Gruß
Micha


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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zuletzt bearbeitet 27.04.2014 18:38 | nach oben springen

#97

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 18:48
von damals wars | 12.198 Beiträge

Kommt in dem "NVA" Film nicht einer nach Schwedt? Vielleicht meint das ja Lutze.
Von meiner Kompanie kam einer zum Kupfergraben, auch der war anschließend sehr ruhig und diszipliniert.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#98

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 19:31
von andyman | 1.880 Beiträge

#64 von andyman
Im Lesen deiner Antwort musste ich erst einmal tief Luft holen, die Worte „wirtschaftliche Ausbluten“ sind der Anstoß für mich. Wenn ich in der Partei, sprich SED, gewesen wäre, dann hätte ich auch hinter dem Staat gestanden. Dann könnte ich für die Formulieren Verständnis zeigen. Der Staat, der die Bezeichnung D Demokratische R trägt, dem die Menschen aber freiwillig weglaufen, das muss doch Ursachen beinhalten. Die Menschen haben ihr Hab und Gut zurück gelassen, sie haben ihr Leben auf das Spiel gesetzt, um ein Leben in Freiheit zu haben.
Kannst du dir heute vorstellen, dass du mit zwei Koffern in der Hand ein neues Leben in Russland, China, in Frankreich, England oder sonst wo auf dieser Erde von vorn beginnen könntest und alles was du bisher dir geschaffen hast hinter dir liegen lässt, sprich dem Staat überlässt. Wohl kaum und warum, weil ein Großteil der Menschen Egoisten sind. Tausende von Menschen, dies ist ja nun schon ein alter Hut in der Formulieren, haben die DDR freiwillig verlassen.
[/quote]

@Bahndamm 68
Hallo.In dem #64 habe ich versucht die Begründung für das Errichten der Sperranlagen durch die DDR zu geben.Dein Eindruck das ich das begrüßt hätte stimmt nicht.Meiner Meinung nach hat die DDR Führung keine andere Wahl gehabt sonst wären in kurzer Zeit die Leute weggelaufen was ja schon im vollem gange war.Dein Vergleich zur heutigen Situation hinkt etwas, damals hatte kaum einer sich was anschaffen können und sein Leben hat vor dem Mauerbau kaum einer aufs Spiel gesetzt.Das Ausbluten ist eher bildlich gemeint,es gab zB.in Berlin die Situation das viele Ostberliner im Westen ihr Geld verdient haben und durch den Umtausch enorm viel Geld hatten,andererseits gab es viele WBner die billig im Osten eingekauft haben und die Wirtschaft damit enorm geschwächt haben.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#99

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 19:44
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von andyman im Beitrag #98

#64 von andyman
Im Lesen deiner Antwort musste ich erst einmal tief Luft holen, die Worte „wirtschaftliche Ausbluten“ sind der Anstoß für mich. Wenn ich in der Partei, sprich SED, gewesen wäre, dann hätte ich auch hinter dem Staat gestanden. Dann könnte ich für die Formulieren Verständnis zeigen. Der Staat, der die Bezeichnung D Demokratische R trägt, dem die Menschen aber freiwillig weglaufen, das muss doch Ursachen beinhalten. Die Menschen haben ihr Hab und Gut zurück gelassen, sie haben ihr Leben auf das Spiel gesetzt, um ein Leben in Freiheit zu haben.
Kannst du dir heute vorstellen, dass du mit zwei Koffern in der Hand ein neues Leben in Russland, China, in Frankreich, England oder sonst wo auf dieser Erde von vorn beginnen könntest und alles was du bisher dir geschaffen hast hinter dir liegen lässt, sprich dem Staat überlässt. Wohl kaum und warum, weil ein Großteil der Menschen Egoisten sind. Tausende von Menschen, dies ist ja nun schon ein alter Hut in der Formulieren, haben die DDR freiwillig verlassen.


@Bahndamm 68
Hallo.In dem #64 habe ich versucht die Begründung für das Errichten der Sperranlagen durch die DDR zu geben.Dein Eindruck das ich das begrüßt hätte stimmt nicht.Meiner Meinung nach hat die DDR Führung keine andere Wahl gehabt sonst wären in kurzer Zeit die Leute weggelaufen was ja schon im vollem gange war.Dein Vergleich zur heutigen Situation hinkt etwas, damals hatte kaum einer sich was anschaffen können und sein Leben hat vor dem Mauerbau kaum einer aufs Spiel gesetzt.Das Ausbluten ist eher bildlich gemeint,es gab zB.in Berlin die Situation das viele Ostberliner im Westen ihr Geld verdient haben und durch den Umtausch enorm viel Geld hatten,andererseits gab es viele WBner die billig im Osten eingekauft haben und die Wirtschaft damit enorm geschwächt haben.
Lgandyman


Ein Staat und ein System dem die Leute weglaufen und sie deshalb einzäunen muss hat einfach keine Existenzberechtigung, der oder das hat zu verschwinden und gut.
Schade das es wirklich 40 Jahre dauern musste bis dieser eigentlich normale Vorgang vollzogen werden konnte.
Ich staune immer wieder wie doch noch diese Rechtfertigung eines verbrecherischen Grenzregimes in den Köpfen festsitzt


Freienhagener, Hapedi und Schuddelkind haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.04.2014 19:47 | nach oben springen

#100

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 19:50
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Mike59 im Beitrag #53
Zitat von steffen52 im Beitrag #51
@Moskwitschka, nun weiß ich nicht wie ich es Dir so richtig sagen soll und Du mir es vielleicht auch nicht so ab nimmst! Aber zu meiner Zeit der DDR, hatte ich einen Parteisekretär welcher auf den Sterbebett lag und wir einen Krankenbesuch machten, erlebt! Er sagte und diese Worte werte ich nicht vergessen, was habe ich bloß getan das Gott mich mit dieser Krankheit( Krebs) bestraft, bitte lasse es nicht geschehen, lieber Gott und wen alles gut geht werde ich in die nächste Kirche gehen und eine Kerze anzünden! Mein Chef( ein sehr strammer Genosse) hat nur ungläubig geschaut und nix dazu gesagt! Aber er sagte zu mir man muss in so einer Situation jeden Strohhalm ergreifen! Leider ist er doch kurz nach unseren Besuch verstorben! Es kam der Glaube an Gott zu spät! Nicht das Du denkst ich bin ein stark gläubiger Mensch, aber ich lasse es im Raum stehen und wer sehr an etwas glaubt den verurteile ich nicht und werde immer den Glauben anderer lassen und nicht verurteilen!
Grüsse steffen52



Mal echt jetzt? Du glaubst er hätte mit Gottes Kraft (rechtzeitig gehuldigt) die von dir genante Krebserkrankung überstanden?

@Mike59, ganz so habe ich es nicht gemeint, wie man halt es so sagt! Wen es zu Ende geht klammert man sich an jeden Strohhalm; eben manche auch an Gott! Glauben versetzt Berge!! ( ein Sprichwort)
Grüsse steffen52


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